In Remember

31. Oktober 1517:
Martin Luther veröffentlicht seine 95 Thesen als Disputationsgrundlage über den Ablasshandel.
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Der 31. Oktober 1517 gilt als der entscheidende Wendepunkt der europäischen Religionsgeschichte und als Beginn der Reformation. An diesem Tag übersandte der Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther seine 95 Thesen an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg, um eine akademische Disputation über die Missstände des kirchlichen Ablasshandels anzustoßen.

Der historische Kern und der Mythos:
Kritik am Ablasshandel:

Luther wandte sich strikt gegen die Praxis, dass Gläubige sich durch den Kauf von Ablassbriefen (etwa bei dem Prediger Johann Tetzel) von ihren Sündenstrafen freikaufen konnten. Seine Kernbotschaft lautete: Gottes Gnade und Vergebung gibt es nicht gegen Geld, sondern nur durch wahre Reue und Glauben.
Der Thesenanschlag:
Nach der gängigen Legende nagelte Luther die Thesen eigenhändig an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Ob dieser spektakuläre „Thesenanschlag“ tatsächlich so stattgefunden hat oder ob die Thesen zunächst nur brieflich verschickt wurden, ist unter Historikern bis heute umstritten.
Die Verbreitung:
Unabhängig vom Nagel an der Tür verbreiteten sich die lateinischen Thesen dank der damals neuen Technologie des Buchdrucks in Windeseile, wurden ins Deutsche übersetzt und entfachten eine unaufhaltsame Dynamik.
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Ursprünglich wollte Luther die katholische Kirche nicht spalten, sondern von innen heraus reformieren. Die heftige Reaktion des Papstes und der unnachgiebige Streit führten letztendlich jedoch zur Entstehung der evangelischen Kirche und veränderten die politische Landkarte Europas dauerhaft. In Erinnerung an dieses Ereignis wird am 31. Oktober in Deutschland und weltweit der Reformationstag gefeiert.
 
31. Oktober 2020:
Sean *******, britischer Schauspieler stirbt.
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Sir Sean ******* war ein weltberühmter schottischer Schauspieler und Filmproduzent, der vor allem als erster Darsteller des Geheimagenten James Bond Kinogeschichte schrieb. Er verstarb im Jahr 2020 im Alter von 90 Jahren und gilt bis heute als eine der größten Ikonen der Filmgeschichte.

Hier sind die wichtigsten Meilensteine seines Lebens und Wirkens:
James Bond:

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Er verkörperte den britischen Geheimagenten zwischen 1962 und 1983 in insgesamt sieben Filmen, beginnend mit James Bond – 007 jagt Dr. No.
Oscar-Gewinn:
Für seine Rolle als unbestechlicher Polizist Jim Malone im Gangsterfilm Die Unbestechlichen (1987) erhielt er den Oscar als bester Nebendarsteller.
Charakterdarsteller:
Neben Bond feierte er Riesenerfolge in Klassikern wie Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (als Vater von Indiana Jones), Der Name der Rose und Jagd auf Roter Oktober.
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Auszeichnungen:
Neben dem Oscar wurde er unter anderem mit dem BAFTA Award, dem AFI Life Achievement Award und dem Golden Lion für sein Lebenswerk geehrt.
Ritterschlag:
Im Jahr 2000 wurde er von Königin Elisabeth II. für seine Verdienste um das Drama zum Ritter (Knight Bachelor) geschlagen.
Karriereende:
Nach seinem letzten Realfilm Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen zog er sich im Jahr 2004 offiziell aus dem Schauspielgeschäft zurück.
Politisches Engagement:
Als stolzer Schotte setzte er sich zeitlebens stark für die schottische Unabhängigkeit ein und war ein prominenter Unterstützer der Scottish National Party (SNP).
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31. Oktober 1967:
Vanilla Ice, US-amerikanischer Rapper und Musiker wird geboren.
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Vanilla Ice (bürgerlich Robert Matthew Van Winkle; * 31. Oktober 1967 in Dallas, Texas) ist ein US-amerikanischer Rapper, Schauspieler und Fernsehmoderator. Er erlangte 1990 mit seinem weltweiten Mega-Hit "Ice Ice Baby" historische Berühmtheit als erster solo auftretender weißer Rapper an der Spitze der US-Billboard-Charts.

Nachdem der immense kommerzielle Erfolg der frühen 1990er-Jahre nachließ, erfand sich der Musiker mehrfach neu. Seine Karriere und sein heutiges Leben zeichnen sich durch verschiedene Meilensteine aus:
Der weltweite Durchbruch:
Die Single „Ice Ice Baby“ basierte auf einem (anfänglich ungefragten) Sample des Songs Under Pressure von Queen und David Bowie und machte sein Album To the Extreme zu einem der am schnellsten verkauften Hip-Hop-Alben der Geschichte.
Musikalische Neuausrichtungen:
Später wandte er sich härteren Genres wie Nu Metal und Crossover zu, kollaborierte mit Bands wie Korn und veröffentlichte Alben wie Hard to Swallow.
Erfolg im Fernsehen:
Seit 2010 moderiert er erfolgreich die Reality-TV-Renovierungsshow The Vanilla Ice Project, in der er als Immobilieninvestor Häuser saniert.
Schauspielerei:
Er spielte unter anderem die Hauptrolle in Cool as Ice (1991) und war an der Seite von Adam Sandler in Komödien wie Der Chaos-Dad (2012) und The Ridiculous 6 (2015) zu sehen.
Aktuelle Projekte:
Neben Live-Auftritten (wie der I Love the 90s Tour) arbeitet er an eigenen unternehmerischen Projekten, darunter einer eigenen Bierbrauerei in Florida. Im Musikbereich meldete er sich mit der EP Now & Forever zurück.

 
01. November 1963:
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In Südvietnam putscht das Militär gegen das Regime des Präsidenten Ngô Đình Diệm, der flieht, aber am darauffolgenden Tag festgenommen und hingerichtet wird.
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Am 1. November 1963 begann in Südvietnam der Militärputsch gegen das Regime von Präsident Ngô Đình Diệm.Nachdem das Militär den Präsidentenpalast umstellt hatte, floh Diệm zusammen mit seinem Bruder Ngô Đình Nhu in den überwiegend von Chinesen bewohnten Saigon-Stadtteil Chợ Lớn. Am darauffolgenden Tag, dem 2. November 1963, wurden beide festgenommen und auf dem Transport in die Militärzentrale im Heck eines gepanzerten Mannschaftstransporters hingerichtet. Der Putsch wurde von unzufriedenen südvietnamesischen Generälen angeführt und vom US-Geheimdienst CIA im Vorfeld stillschweigend unterstützt.
 
01. November 1800:
Präsident John Adams bezieht seinen neuen Amtssitz, das spätere Weiße Haus.
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Das Weiße Haus im Jahre 1800
US-Präsident John Adams zog am 1. November 1800 als erster Präsident in das heutige Weiße Haus ein. Er bezog den Amtssitz, obwohl das Gebäude damals noch nicht vollständig fertiggestellt war. Sein Vorgänger George Washington hatte die Auswahl des Grundstücks und die Baupläne maßgeblich mit beeinflusst, aber nicht mehr im fertigen Haus residiert. John Adams war der zweite Präsident der Vereinigten Staaten und somit der erste Präsident, der im Weißen Haus wohnte. Der Grundstein für das Gebäude wurde bereits am 13. Oktober 1792 gelegt.

 
01. November 1512:
In der Sixtinischen Kapelle in Rom werden die Deckenfresken von Michelangelo enthüllt.
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Die Deckenfresken der Sixtinischen Kapelle in Rom wurden zwischen 1508 und 1512 von dem Renaissance-Genie Michelangelo Buonarroti im Auftrag von Papst Julius II. geschaffen. Sie zählen zu den bedeutendsten Meisterwerken der Kunstgeschichte, obwohl Michelangelo das Projekt anfangs gar nicht annehmen wollte. Er sah sich selbst primär als Bildhauer – nicht als Maler – und vermutete hinter dem Auftrag eine Intrige seiner Neider.

Der ungeliebte Auftrag & die Anfänge:
Die Decke der Kapelle zeigte bis dahin einen typischen mittelalterlichen Sternenhimmel auf blauem Grund. Papst Julius II. drängte Michelangelo, das Gewölbe völlig neu zu gestalten. Trotz massiver Proteste gab Michelangelo schließlich nach.
Die harten ArbeitsbedingungenDie Entstehung war von extremen körperlichen und technischen Herausforderungen geprägt:
Überkopf-Arbeit:
Entgegen dem Mythos, er habe im Liegen gemalt, arbeitete Michelangelo stehend auf einem von ihm selbst entworfenen, hängenden Gerüst. Der Kopf war permanent in den Nacken gelegt, Farbe tropfte ihm ins Gesicht.
Keine Fresko-Erfahrung:
Michelangelo hatte zuvor noch nie echte Fresken gemalt. Bei dieser Technik muss die Farbe sehr schnell in den noch feuchten Putz (buon fresco) eingebracht werden, bevor dieser trocknet.
Zwischenstopps:
Finanzieller Streit mit dem Papst und dessen zeitweise Abreise führten im Jahr 1510 zu einer monatelangen Unterbrechung.
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Die Sintflut
Bildprogramm und Stilwechsel:
Das theologische Konzept umfasst über 300 Figuren. Im Zentrum stehen neun Einzelfresken, die Geschichten aus dem Buch Genesis (Schöpfungsgeschichte) darstellen – darunter das weltberühmte Motiv „Die Erschaffung Adams“, bei dem sich die Finger von Gott und Adam fast berühren.*1
Interessanterweise malte Michelangelo die Szenen gegen die chronologische Reihenfolge und begann bei den Noah-Geschichten am Eingang. Als im Herbst 1509 das Gerüst für eine erste Besichtigung des Papstes teilweise abgebaut wurde, erkannte Michelangelo, dass seine bisherigen Figuren vom Boden aus zu kleinteilig wirkten. In der zweiten Arbeitsphase ab 1511 veränderte er seinen Stil radikal: Die Figuren wurden monumentaler, dynamischer und ausdrucksstärker. Da Michelangelo im Herzen Bildhauer war, wirken alle Körper extrem plastisch und anatomisch perfekt ausgearbeitet.
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Die feierliche Enthüllung:
Am 1. November 1512 wurden die Deckenfresken nach viereinhalb Jahren harter Arbeit offiziell feierlich eingeweiht. Ganz Rom strömte herbei und geriet ins Staunen über die völlig neuartige Dimension der Malerei, die den Lauf der westlichen Kunst für immer verändern sollte.

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*1:
Bei dem Gemälde „Die Erschaffung Adams“ verbirgt sich ein Gegeimnis:
Wenn man das Tuch hinter Gott und den Begleitern genauer ansieht, dann sollte man ein Bild vom menschlichen Gehirn anschauen und die Form vergleichen.
Der rote Mantel, der Gottvater und seine Begleiter umgibt, bildet in seinen Konturen exakt die Umrisse eines Sagittalschnitts des menschlichen Gehirns ab.
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