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18. Februar 1885:
Mark Twains Roman Die Abenteuer des Huckleberry Finn wird nach seinem Erscheinen in Großbritannien und Kanada nunmehr in den USA publiziert.
19. Februar 1924:
Lee Marvin, US-amerikanischer Schauspieler wird geboren.
Lee Marvin (1924–1987) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der als Inbegriff des Hollywood-„Tough-Guys“ gilt. Mit seiner markanten Bassstimme und seinen vorzeitig ergrauten Haaren prägte er vor allem in den 1960er und 1970er Jahren das Bild des raubeinigen Antihelden.
Werdegang und Meilensteine:
Militärdienst: Marvin war ein hochdekorierter Marine im Zweiten Weltkrieg. Er nahm an 21 amphibischen Landungen im Pazifik teil und erhielt das Purple Heart, nachdem er in der Schlacht um Saipan schwer verwundet worden war. Diese realen Kriegserfahrungen verliehen seinen späteren Rollen als Soldat eine besondere Authentizität.
Durchbruch & Oscar: Nachdem er jahrelang auf Schurkenrollen abonniert war, gelang ihm 1965 mit der Westernkomödie Cat Ballou – Hängen sollst du in Wyoming der endgültige Durchbruch. Für seine Doppelrolle als betrunkener Revolverheld Kid Shelleen und dessen krimineller Bruder Tim Strawn gewann er den Oscar als bester Hauptdarsteller.
Ikonische Rollen: Zu seinen bekanntesten Filmen gehören der Kriegsfilm-Klassiker Das dreckige Dutzend (1967), der Rache-Thriller Point Blank (1967) und der Western Der Mann, der Liberty Valance erschoß (1962), in dem er den titelgebenden Bösewicht spielte.
Musikalischer Erfolg: Trotz begrenzten Gesangstalents landete er mit dem Song „Wand’rin’ Star“ aus dem Western-Musical Westwärts zieht der Wind (1969) einen Nummer-eins-Hit in den britischen Charts.
Privatleben und Rechtshistorie:
Marvin war zweimal verheiratet, zuletzt von 1970 bis zu seinem Tod mit seiner Jugendliebe Pamela Feeley. In den späten 1970er Jahren sorgte er für Schlagzeilen durch den Prozess gegen seine Ex-Geliebte Michelle Triola. Dieser Fall führte zur Etablierung des Rechtsbegriffs der „Palimony“ (Unterhaltszahlungen für unverheiratete Partner) in der US-Rechtsprechung.
Tod und Vermächtnis:
Lee Marvin starb am 29. August 1987 im Alter von 63 Jahren in Tucson, Arizona, an einem Herzinfarkt. Aufgrund seiner militärischen Verdienste wurde er mit vollen Ehren auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt. Anlässlich seines 100. Geburtstages im Februar 2024 wurde sein filmisches Erbe weltweit gewürdigt.
19. Februar 1957:
Falco, österreichischer Sänger und Musiker wird geboren.
Falco (bürgerlich Johann „Hans“ Hölzel; 1957–1998 ) war ein österreichischer Musiker und gilt als der erfolgreichste Popstar seines Landes. Mit seinem Welthit „Rock Me Amadeus“ (1985) ist er bis heute der einzige Künstler, der mit einem deutschsprachigen Lied Platz 1 der US-Billboard-Charts erreichte.
Werdegang und Stil:
Anfänge: Er startete als Bassist in der Wiener Underground-Szene bei Bands wie der Hallucination Company und der Anarcho-Band Drahdiwaberl.
Durchbruch: Seine Solokarriere begann 1981 mit dem Song „Ganz Wien“; der internationale Durchbruch gelang 1982 mit „Der Kommissar“, einem der ersten kommerziell erfolgreichen Rap-Songs eines weißen Künstlers.
Stilmittel: Markenzeichen waren sein „Manhattan-Schönbrunner-Deutsch“ (ein Mix aus Wiener Dialekt, Hochdeutsch und Englisch) sowie sein arroganter, exzentrischer „Mozart-Punk“-Look mit zurückgegelten Haaren und Designeranzügen.
Wichtige Hits:
„Rock Me Amadeus“: Globaler Erfolg, inspiriert durch den Film Amadeus.
„Jeanny“: Aufgrund der Darstellung aus der Sicht eines Entführers/Mörders hochumstritten und von
vielen Radiosendern boykottiert, dennoch ein europaweiter Nummer-1-Hit.
„Coming Home (Jeanny Part 2)“ und „Vienna Calling“ festigten seinen Status in den 1980ern.
„Out of the Dark“: Posthum veröffentlichter Hit, der aufgrund der Zeile „Muss ich denn sterben, um zu
leben?“ oft fälschlich als Abschiedsbrief interpretiert wurde.
Tod und Vermächtnis:
Falco starb am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik, kurz vor seinem 41. Geburtstag. Er hinterließ schätzungsweise 60 Millionen verkaufte Tonträger. Sein Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof ist bis heute eine Pilgerstätte für Fans.