In Remember

15. Februar 1965:
Die Ahornblatt-Flagge wird trotz massiver Proteste in einer offiziellen Zeremonie von Königin Elisabeth II. auf dem Parliament Hill in Ottawa als neue Flagge Kanadas eingeführt. Sie löst die Kanadische Red Ensign ab.

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Die alte kanadische „Red Ensign“

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Die neue „Ahornblattflagge“
 
16. Februar 1923:
Howard Carter und Lord Carnarvon öffnen die Grabkammer des altägyptischen Königs der 18. Dynastie, Tutanchamun, im Grab KV62, das Carter am 4. November des Vorjahres im Tal der Könige entdeckt hat.
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Die Totenmaske von Tutanchamun

Die Grabkammer von Tutanchamun ist bis heute die einzige, die nicht von Grabräubern ausgeplündert wurde. Howard Carter fand einen gewaltigen Schatz und die Mumie von Tutanchamun.

Die Öffnung des Grabes von Tutanchamun war kein einzelnes Ereignis, sondern ein über Jahre andauernder Prozess voller Meilensteine:
Die wichtigsten Etappen der Öffnung:
04. November 1922: Arbeiter entdecken die erste Stufe der Treppe, die zum Grab (KV62) führt.
26. November 1922: Carter bricht ein kleines Loch in die versiegelte Tür der Vorkammer. Mit einer
Kerze blickt er hinein und sieht nach 3.000 Jahren als Erster die „wunderbaren Dinge“.
16. Februar 1923: Die feierliche Öffnung der eigentlichen Grabkammer findet statt. Hierbei wird die
Mauer zwischen Vorkammer und Grabkammer durchbrochen, hinter der ein gewaltiger goldener
Schrein zum Vorschein kommt.
12. Februar 1924: Das Team hebt den Deckel des schweren Quarzit-Sarkophags an und entdeckt den ersten von
drei ineinander verschachtelten Särgen.
28. Oktober 1925: Erst fast drei Jahre nach der Entdeckung wird der innerste, massive Goldsarg geöffnet, in dem
die Mumie mit der berühmten goldenen Totenmaske liegt.

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Warum dauerte es so lange?
Howard Carter war für seine extrem akribische Arbeitsweise bekannt. Jedes der über 5.000 Fundstücke musste fotografiert, katalogisiert und für den Transport gesichert werden. Zudem gab es politische Spannungen mit der ägyptischen Regierung über die Grabungsrechte, die 1924 sogar zu einer vorübergehenden Schließung des Grabes führten.

Der britische Archäologe Howard Carter machte am 04. November 1922 die Jahrhundertentdeckung, als er im Tal der Könige auf eine verschüttete Treppenstufe stieß, die zum Grab des Pharaos Tutanchamun (KV62) führte.

Die wichtigsten Fakten zur Entdeckung:
Fundzustand: Das Grab war nahezu unberührt und enthielt über 5.000 Artefakte, darunter die weltberühmte goldene Totenmaske und ein vergoldeter Streitwagen.

Finanzierung: Ermöglicht wurde die jahrelange Suche durch den Mäzen Lord Carnarvon, der kurz nach der Graböffnung an einer Infektion starb, was Legenden um einen „Fluch des Pharao“ befeuerte.

Berühmte Worte: Beim ersten Blick in die Vorkammer am 26. November 1922 antwortete Carter auf die Frage, ob er etwas sehe: „Ja, wunderbare Dinge“.

Tutanchamun: Der „Kind-Pharao“ bestieg den Thron mit etwa neun Jahren und starb bereits mit ca. 18 oder 19 Jahren. Seine Herrschaft markierte die Rückkehr zum traditionellen Amun-Kult nach den Reformen seines Vaters Echnaton.

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16. Februar 2022:
Gail Halvorsen, US-amerikanischer Militärpilot („Candy-Bomber“) stirbt.
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https://www.klamm.de/forum/threads/...stimmt-nie-braucht.481123/page-4#post-8124380

„Rosinenbomber“
Bedeutung: Flugzeuge, die während der Berlin-Blockader (1948-1949) durch die U.d.S.S.R. Lebensmittel und andere Versorgungsgüter nach Berlin einflogen.

Herkunft:
Der Name „Rosinenbomber“ kommt vor allem durch einen Mann: Gail Halverson. Während der „Luftbrücke“ war er einer der Piloten, die die benötigten Versorgungsgüter nach Berlin flogen. Natürlich wurden während der Blockade offiziell keine „Süßigkeiten“ nach Berlin geflogen. Wichtiger waren die Grund-Nahrungsmittel (wie Mehl, Kartoffeln, Milchpulver ...), Treibstoff, Kohle, wichtige Ersatzteile …

Der Grund für den Namen „Rosinenbomber“:
Man darf nicht vergessen, daß der zweite Weltkrieg gerade drei Jahre zuvor beendet wurde. Während für die Deutschen die Alliierten nur „der Feind“ waren - Leute, die während des Krieges die Wohnungen ausgebombt hatten - wandelte sich gerade durch den hohen Einsatz der Beteiligten der Luftbrücke langsam das Ansehen. Aus den gnadenlosen Siegern und Besatzern wurde durch den „Marshall-Plan“ und duch die „Operation Vittle“ (Luftbrücke) langsam Freunde – und später Verbündete.

Einen Namen aus der Luftbrücke werden die Berliner jedoch besonders im Gedächtnis behalten: Gail Halverson. Als der amerikanische Pilot „Gail Halverson“ während eines ausnahmsweise verlängerten Berlin-Aufenthaltes am Zaun des Berliner Flughafens die deutschen Kinder wahrnahm taten ihm die Nachkriegs-Kinder Leid. Er hatte jedoch nur noch einen Kaugummi in seinen Taschen, den er ihnen ohne recht zu Überlegen durch den Zaun gab. Das bereute er sofort, denn er ging davon aus, daß sich die Kinder nun um die ungewohnte kostbare Süßigkeit prügeln würden. Entgegen seinen Befürchtungen öffneten die Kinder friedlich und sehr ehrfürchtig die kostbare Gabe. Der Kaugummi wurde in kleine Stücke geteilt und unter den meisten Kinder verteilt. Die Verpackung wurde unter den restlichen Kindern verteilt. Während die glücklicheren Kinder ihre Stücke kauten schnüffelten die Anderen an den Verpackungsstücken. Der verblüffte Pilot, der bis dahin von den Deutschen eine ganz andere Meinung hatte versprach den Kindern, am nächsten Tag - bei dem Anflug für die Kinder weitere Süßigkeiten zu bringen.

Da ein Aufenthalt in Berlin für die Flugzeuge lediglich wenige Minuten dauerte - und die Flugzeuge nach der raschen Entladung der Lebensmittel direkt zurückflogen - war es für den Piloten unmöglich, zum Zaun zu kommen. Er versprach den Kindern, die Süßigkeiten vom Flugzeug abzuwerfen. Auf die Frage, wie die Kinder ihn erkennen würde antwortete er, daß die Kinder ihn an einem Signal erkennen könnten: Er würde beim Anflug zum Flughafen mit den Flügelspitzen wackeln.

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Als er aus Berlin zurückflog - und in der Kaserne ankam meinten seine Kameraden, daß die Sache unmöglich wäre. Die Geschwindigkeit und die Höhe des anfliegenden Flugzeugs wäre einfach zu hoch. Die Kinder würden nur zerbröselte Reste in den Ruinen vorfinden.

Gail Halverson kam auf eine geniale Idee: Er sammelt überall bei seinen Kameraden und der Boden-Crew Taschentücher und Stoffreste. Aus diesen bastelte er in seiner knappen Freizeit Fallschirme, an denen er die Süßigkeiten band.

Von da an warf er bei jedem Anflug in Berlin bis zum Ende der Luftbrücke kurz vor dem Flughafen diese „Süßigkeiten-Bomben“ ab. Dies sprach sich natürlich herum, so daß die Kinder immer zahlreicher wurden.

In der Zivilbevölkerung wurden jedoch die westlichen Allierten gerade durch Gail Halverson immer beliebter - gerade die amerikanischen Flugzeuge wurden durch ihn „Rosinenbomber“ genannt.

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Gail Halverson beim binden der Süßigkeiten an den Taschentuch-Fallschirmen

Richard Hallock (Clay-Mitarbeiter*): „… Ein kleines Mädchen ging zu Gail Halverson und gab ihm einen kleinen Teddy – ziemlich mitgenommen - und offensichtlich das Liebste, was dieses Mädchen besaß. Aber sie bestand darauf, dass er ihn nehmen sollte: `Nimm ihn – er wird Dir Glück bringen!` Der Teddy hat den Rest der Luftbrücke im Cockpit mitgemacht – und Gail hatte keine Probleme."

(*General Lucius D. Clay war der Organisator und Befehlshaber der "Operation Vittle" ("Luftbrücke")