In Remember

17. März 1848:
Unter dem Eindruck der Märzrevolution in Deutschland schreibt der Dichter Ferdinand Freiligrath in London das später vertonte Gedicht Schwarz, Roth, Gold.
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Die Deutsche Revolution von 1848/1849, auch als Märzrevolution bekannt, war ein zentraler Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Sie markiert das erste Mal, dass eine nationale Bewegung die Schaffung eines einheitlichen deutschen Nationalstaats mit einer freiheitlichen Verfassung forderte.

Ursachen und Auslöser:
Politischer Unmut: Forderungen nach Bürgerrechten, Pressefreiheit und einer Verfassung zur Einschränkung der Fürstenmacht im Vormärz.

Soziale Not: Missernten (insbesondere der Kartoffeln 1845) und wirtschaftliche Krisen führten zu Hunger und Armut.

Katalysator: Die Februarrevolution in Frankreich 1848 löste eine europaweite Revolutionswelle aus.

Verlauf:
März 1848: Massive Demonstrationen und Barrikadenkämpfe (besonders in Wien und Berlin) zwangen die Fürsten zu Zugeständnissen wie der Ernennung liberaler „Märzminister“.

Nationalversammlung: Am 18. Mai 1848 trat das erste gesamtdeutsche Parlament in der Frankfurter Paulskirche zusammen.

Debatten: Lange Diskussionen über die „kleindeutsche“ (ohne Österreich) oder „großdeutsche“ Lösung sowie die zukünftige Staatsform.

Reichsverfassung: Im März 1849 wurde die Paulskirchenverfassung verabschiedet, die eine konstitutionelle Monarchie vorsah.

Scheitern und Gründe:
Die Revolution endete im Juli 1849 mit der Niederschlagung der letzten Aufstände in Rastatt.

Ablehnung der Kaiserkrone: Preußens König Friedrich Wilhelm IV. lehnte die ihm angebotene Krone ab, da er sie nicht vom Volk, sondern nur von Gottes Gnaden annehmen wollte.

Militärische Übermacht: Die Monarchen behielten die Kontrolle über das Militär und leiteten eine Gegenrevolution ein.

Innere Uneinigkeit: Die Revolutionäre waren gespalten zwischen gemäßigten Liberalen und radikalen Demokraten.

Langfristige Bedeutung
Trotz des Scheiterns blieben wesentliche Errungenschaften bestehen:

Vorbildfunktion: Der Grundrechtskatalog diente als Basis für spätere Verfassungen (Weimarer Republik, Grundgesetz).

Politisierung: Es bildeten sich die Vorläufer der modernen Parteien und eine aktive politische Kultur.

Ende des Feudalismus: Die Reste der feudalen Gesellschaftsordnung wurden endgültig beseitigt.

„Schwarz-Roth-Gold“
(Ferdinand Freiligrath)
In Kümmernis und Dunkelheit,
Da mußten wir sie bergen!
Nun haben wir sie doch befreit,
Befreit aus ihren Särgen!
Ha, wie das blitzt und rauscht und rollt!
Hurra, du Schwarz, du Rot, du Gold!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Das ist das alte Reichspanier,
Das sind die alten Farben!
Darunter haun und holen wir
Uns bald wohl junge Narben!
Denn erst der Anfang ist gemacht,
Noch steht bevor die letzte Schlacht!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!



Die Freiheit ist die Nation,
Ist aller gleich Gebieten!
Die Freiheit ist die Auktion
Von dreißig Fürstenhüten!
Die Freiheit ist die Republik!
Und abermals: die Republik!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!
 
17. März 1951:
Kurt Russell, US-amerikanischer Schauspieler wird geboren.
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Kurt Russell (* 17. März 1951 in Springfield, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der für seine vielseitige Karriere vom Disney-Kinderstar bis zur Action-Ikone bekannt ist.

Anfänge: Bereits mit 12 Jahren begann er seine Karriere in TV-Serien und wurde in den 1960ern ein gefragter Star in zahlreichen Disney-Produktionen.

Kult-Kooperationen: Weltberühmt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Regisseur John Carpenter in Filmen wie Die Klapperschlange (Snake Plissken), Das Ding aus einer anderen Welt und Big Trouble in Little China.

Action & Franchise: Später war er in Blockbustern wie Backdraft, Stargate, Tombstone, der Fast & Furious-Reihe (als Mr. Nobody) und als Ego im Marvel-Film Guardians of the Galaxy Vol. 2 zu sehen.

Tarantino-Filme: Er spielte tragende Rollen in Quentin Tarantinos Death Proof, The Hateful 8 und Once Upon a Time in Hollywood.
 
17. März1993 - Die Schauspielerin Helen Hayes, dreifache Tony- sowie je zweifache Oscar- und Emmy-Preisträgerin, stirbt.

1773766269231.pngHelen Hayes Brown (* 10. Oktober 1900 in Washington, D.C.; † 17. März 1993 in Nyack, New York) war eine US-amerikanische Film- und Bühnenschauspielerin, die eine lange und erfolgreiche Karriere im amerikanischen Showgeschäft hatte. Für ihre Leistung in Die Sünde der Madelon Claudet gewann sie 1932 den Oscar als Beste Hauptdarstellerin, nochmals mit dem Oscar wurde sie für ihre Nebenrolle im Katastrophenfilm Airport ausgezeichnet. Außerdem gewann sie mehrere Tony Awards für ihre Theaterarbeit, den Emmy Award und den Grammy. Damit ist sie eine der wenigen Personen, die alle vier großen Preise der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie gewinnen konnten.
 
19. März 1848:
Wyatt Earp, US-amerikanischer Westernheld wird geboren.
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Wyatt Earp (1848–1929) war ein US-amerikanischer Revolverheld und Gesetzeshüter des Wilden Westens, dessen Leben als Inbegriff der Ära gilt, obwohl seine historische Biografie oft zwischen Gesetzestreue und Kriminalität schwankte

Zentrale Fakten und Stationen:
Schießerei am O.K. Corral (1881): Sein berühmtestes Erlebnis war das 30-sekündige Feuergefecht in Tombstone, Arizona. Zusammen mit seinen Brüdern Virgil und Morgan sowie seinem engen Freund Doc Holliday kämpfte er gegen die "Cowboys" (Clantons und McLaurys).

Vielseitige Karriere: Er arbeitete unter anderem als Hilfssheriff in Wichita und Dodge City, war aber auch als Büffeljäger, Glücksspieler, Saloonbesitzer, Pferdedieb und Boxer-Ringrichter tätig.

Vendetta-Ritt: Nach der Ermordung seines Bruders Morgan im Jahr 1882 führte Wyatt einen Rachefeldzug ("Earp Vendetta Ride") gegen die mutmaßlichen Mörder an, was ihn selbst steckbrieflich gesucht machte.

Späte Jahre und Hollywood: Earp verbrachte seinen Lebensabend in Los Angeles, wo er als Berater für frühe Western-Filme arbeitete und Freundschaften mit Stars wie John Wayne schloss. Er starb am 13. Januar 1929 im Alter von 80 Jahren friedlich in seinem Bett.

Legendenbildung und Medien:
Der Mythos des unbestechlichen Marshals entstand maßgeblich erst nach seinem Tod durch die stark geschönte Biografie Wyatt Earp: Frontier Marshal (1931) von Stuart N. Lake.

Berühmte Verfilmungen:
Faustrecht der Prärie (1946) mit Henry Fonda.
Zwei rechnen ab (1957) mit Burt Lancaster.
Tombstone (1993) mit Kurt Russell.
Wyatt Earp – Das Leben einer Legende (1994) mit Kevin Costner.

Neuere Produktionen: Die Netflix-Serie Wyatt Earp and The Cowboy War (2024) beleuchtet die historischen Hintergründe der Fehde in Tombstone.

Heute wird Wyatt Earp differenziert betrachtet: Einerseits als mutiger Ordnungshüter, andererseits als opportunistischer Geschäftsmann, der sich oft in juristischen Grauzonen bewegte.
 
19. März 1936:
Ursula Andress, Schweizer Schauspielerin wird geboren.
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Ursula Andress (* 19. März 1936 in Ostermundigen, Schweiz) ist eine weltberühmte Schauspielerin, die als das erste „Bond-Girl“ Filmgeschichte schrieb.

Karriere-Highlights:
James Bond: Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 1962 als Honey Ryder in James Bond – 007 jagt Dr. No. Die Szene, in der sie im weißen Bikini dem Meer entsteigt, gilt als einer der ikonischsten Momente der Kinogeschichte.

Weitere Filme: Sie spielte in zahlreichen Produktionen an der Seite von Weltstars, darunter Casino Royale (1967), Herrscherin der Wüste (1965) und Kampf der Titanen (1981).

Bedeutung: Sie gilt als das ultimative Sexsymbol der 1960er Jahre und verhalf dem Bikini zum weltweiten modischen Durchbruch.

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