In Remember

06. März 1987:
Das britische Fährschiff Herald of Free Enterprise kentert vor dem Hafen von Zeebrugge, wobei 193 Menschen sterben.

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Die MS Herald of Free Enterprise war eine britische Ro-Ro-Fähre (Roll-on/Roll-off), die am 6. März 1987 kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Zeebrügge (Belgien) kenterte. Bei diesem Unglück kamen 193 Menschen ums Leben, was es zu einem der schwersten zivilen Schifffahrtsunglücke in der britischen Geschichte macht.

Das Unglück:
Ursache: Die Fähre verließ den Hafen mit offenen Bugtoren. Da das Schiff aufgrund gefluteter Ballasttanks (um eine zu niedrige Laderampe auszugleichen) einen tieferen Tiefgang hatte, drang bei zunehmender Geschwindigkeit Wasser auf das Fahrzeugdeck ein.

Verlauf: Innerhalb von nur 90 Sekunden kenterte das Schiff und blieb auf der Backbordseite auf einer Sandbank in flachem Wasser liegen. Dies verhinderte ein vollständiges Versinken und rettete vielen der 459 Passagiere und 80 Besatzungsmitglieder das Leben.

Menschliches Versagen: Der stellvertretende Bootsmann, der für das Schließen der Tore zuständig war, war in seiner Kabine eingeschlafen. Der Untersuchungsbericht kritisierte jedoch vor allem eine „Kultur der Schlamperei“ bei der Reederei Townsend Thoresen.

Folgen und Bedeutung:
Sicherheitsreformen: Das Unglück führte zu strengeren internationalen Vorschriften für Ro-Ro-Fähren, wie der Installation von Kontrollleuchten auf der Brücke für die Bugtore, dem Einbau wasserdichter Schotten und besseren Notbeleuchtungen.

Institutionelle Änderungen: In Großbritannien wurde als direkte Folge die Marine Accident Investigation Branch (MAIB) gegründet.

Kulturelle Resonanz: Zur Unterstützung der Hinterbliebenen nahmen bekannte Musiker (u. a. Paul McCartney) unter dem Namen Ferry Aid eine Coverversion von „Let It Be“ auf.

Das Wrack wurde im April 1987 gehoben und schließlich 1988 in Taiwan verschrottet.


komisch, an Ferry Aid kann ich mich noch erinnern, ans Unglück selber nur noch ganz dunkel. :(
 
07. März 1897:
Der Arzt John Harvey Kellogg läßt den Patienten in seinem Sanatorium in Battle Creek, Michigan zum ersten Mal Cornflakes servieren, die er zusammen mit seinem Bruder Will Keith Kellogg erfunden hat.
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07. März 1945:
Im Zweiten Weltkrieg erobern US-amerikanische Truppen an der Westfront die unzerstörte Rheinbrücke von Remagen.
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Die Ludendorff-Brücke, besser bekannt als die Brücke von Remagen, war eine Eisenbahnbrücke über den Rhein, deren Überreste heute als bedeutendes Denkmal und Standort des Friedensmuseums Brücke von Remagen dienen.

Überreste der Brücke:
Heute sind von der Brücke, die von 1916 bis 1918 erbaut wurde, nur noch die beidseitigen Brückentürme in Remagen und Erpel sowie einige Pfeiler im Rhein sichtbar. Die Reste der Brückenrampen sind frei zugänglich und bieten eine Aussichtsplattform. Die Türme auf der Westseite in Remagen beherbergen das Peace Museum Bridge at Remagen, während die Türme auf der Ostseite in Erpel als Raum für darstellende Künste genutzt werden.

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Historische Bedeutung
Die Brücke erlangte im Zweiten Weltkrieg große Bekanntheit. Am 7. März 1945 gelang es US-Truppen überraschend, die Brücke intakt zu erobern, da die deutschen Sprengversuche fehlschlugen. Dies war der erste alliierte Rheinübergang und ermöglichte den schnellen Vorstoß der US-Armee ins deutsche Inland, was den Krieg möglicherweise um einige Wochen verkürzte.

Die schwer beschädigte Brücke stürzte zehn Tage nach ihrer Einnahme, am 17. März 1945, ein. Sie wurde nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut. Die Ereignisse wurden 1969 im bekannten Film Die Brücke von Remagen (Originaltitel: The Bridge at Remagen) dramatisch verfilmt.
 
7. März1291 - Arghun, seit 1284 Herrscher des mongolischen Il-Khan-Reiches, stirbt.
1772876815488.pngArghun (mongolisch ᠠᠷᠭᠤᠨ Arġun; ca. 1258; † 7. März 1291[1]) war von 1284 bis 1291 der vierte Herrscher der mongolischen Ilchane. Er war der Sohn Abaqas und wie dieser Buddhist (obwohl auch prochristlich). Er war dafür bekannt, dass er mehrere Gesandtschaften nach Europa schickte mit der Absicht, eine franko-mongolische Allianz gegen die Muslime im Heiligen Land zu schmieden. Arghun war es auch, der von seinem Großonkel Kublai Khan eine neue Braut verlangte. Die Aufgabe, die junge Prinzessin Kököchin durch Asien zu Arghun zu bringen, wurde (angeblich) von Marco Polo übernommen. Arghun starb, bevor Kökötchin eintraf, sodass sie stattdessen Arghuns Sohn Ghazan heiratete, der zum Islam übertrat.
 
07. März 321:
Der römische Kaiser Konstantin der Große erklärt per Dekret den dies solis (Sonntag) zum Ruhetag.
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Konstantin der Große (Flavius Valerius Constantinus) war ein römischer Kaiser, der von 306 bis 337 n. Chr. regierte. Er gilt als eine der bedeutendsten Figuren der Weltgeschichte, da er den Übergang des Römischen Reiches zum Christentum einleitete und die Hauptstadt in den Osten (Byzanz / Konstantinopel / Istanbul) verlegte.

Zentrale Leistungen und Meilensteine:
Religionsfreiheit & Christentum: Mit dem Mailänder Toleranzedikt (313 n. Chr.) beendete er die Christenverfolgungen und gewährte allen Bürgern freie Religionsausübung. Er förderte das Christentum massiv durch Privilegien und Kirchenbauten, ließ sich selbst jedoch erst kurz vor seinem Tod im Jahr 337 taufen.

Gründung von Konstantinopel: Im Jahr 330 n. Chr. weihte er das ehemalige Byzanz als neue Hauptstadt Konstantinopel (das heutige Istanbul) ein, das als „Neues Rom“ zum Zentrum des Oströmischen Reiches wurde.

Alleinherrschaft: Nach dem Zusammenbruch der Tetrarchie (Vierkaiserherrschaft) besiegte er seine Rivalen, wie Maxentius in der Schlacht an der Milvischen Brücke (312), und wurde 324 Alleinherrscher über das gesamte Reich.

Konzil von Nicäa (325): Er berief das erste ökumenische Konzil ein, um religiöse Streitigkeiten (insbesondere den Arianismus) innerhalb der Kirche beizulegen und die christliche Lehre zu vereinheitlichen.

Reformen: Konstantin reformierte das Währungssystem durch die Einführung des Gold-Solidus, der jahrhundertelang stabil blieb, und strukturierte das römische Heer um.
 
07. März 1971:
Der WDR strahlt die erste Folge der Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger aus, die ab Januar 1972 den Titel Die Sendung mit der Maus tragen werden.
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