News Immer mehr schwere Unfälle mit E-Bikes

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 21.01.2018 um 09:39:39 Uhr veröffentlicht:
Immer mehr schwere Unfälle mit E-Bikes
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Goslar (dpa) - Immer mehr E-Biker sind in schwere Unfälle verwickelt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 wurden knapp 4300 Unfälle mit Personenschäden registriert, an denen die oft auch als Pedelecs (Pedal Electric Cycle) bezeichneten Elektro-Fahrräder beteiligt waren.
Dies seien 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.
Nach Angaben des Fahrrad-Clubs ADFC gibt es in Deutschland mittlerweile rund 3,5 Millionen Pedelecs. Allein 2017 seien knapp 700.000 neu hinzugekommen, ein*Anstieg um rund 25*Prozent. Grundsätzlich sei der Anstieg der Unfallzahlen durch die steigende Zahl der E-Bikes zu erklären, sagte ADFC-Sprecherin Stephanie Krone.
Der Unfallforscher Siegfried Brockmann weist auf die steigende Zahl älterer Verkehrsteilnehmer hin, die Fahrräder mit zusätzlichem Elektromotor nutzen. «Der Anteil Älterer an Pedelec-Unfällen ist überdurchschnittlich hoch.» Zudem steige die Zahl illegal getunter Pedelecs, die schneller fahren als die erlaubten 25 Stundenkilometer, sagte Brockmann, der die Unfallforschung der Versicherer (UDV) leitet, im Vorfeld des Verkehrsgerichtstages in Goslar.
Der Expertenkongress hatte sich in der Vergangenheit wiederholt mit dem Thema «Pedelecs» und Möglichkeiten zum Schutz der Fahrer befasst. Der 56. VGT beschäftigt sich vom 24. bis 26. Januar unter anderem mit den Themen «Fahrerflucht», «höhere Bußgelder für Verkehrssünder» und «Cannabis im Straßenverkehr».
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind 2017 bis September 55 Pedelec-Fahrer ums Leben gekommen. Die Zahl der Toten für das gesamte Jahr dürfte damit voraussichtlich etwa doppelt so hoch sein 2014, dem ersten Jahr, in dem das Bundesamt Pedelec-Unfälle erfasst hatte. Damals gab es 39 Todesopfer.
Die Zahl der Elektrofahrräder werde weiter steigen und damit auch die Zahl der an Unfällen überproportional stark beteiligten Senioren, sagte Unfallforscher Brockmann. «Viele ältere Menschen fahren durch die Unterstützung des Elektromotors viel schneller, als es ihre Fähigkeiten eigentlich erlauben», sagte der Unfallforscher. Das führe vielfach zu Kontrollverlust und Stürzen.
ADFC-Sprecherin Krone rät Älteren dazu, sich nicht ohne Vorbereitung auf ein Pedelec zu setzen. «Wer viele Jahre nicht mehr Fahrrad gefahren ist, sollte sich vor der ersten Ausfahrt mit dem Antriebs- und Bremsverhalten vertraut machen.»
Jeder dritte Unfall mit einem Pedelec sei die Folge unangepasster Geschwindigkeit, sagte Brockmann. So starb kurz vor Weihnachten in Bremen ein E-Biker, als er mit überhöhtem Tempo frontal mit einem Fahrrad kollidierte.
Brockmann plädiert für eine technische Lösung: Die Unterstützung, die der Elektromotor liefert, sollte an die Kraft gekoppelt sein, die Fahrer selbst aufwenden. «Wer langsam tritt, bekommt nur wenig Motorleistung oder wird im Tempo gedrosselt», sagte Brockmann. «Das wird dazu führen, dass Senioren mit dem E-Bike nicht mehr schneller fahren können als Fahrradfahrer.»
Besonders gefährlich wird es aus Sicht des Unfallforschers, wenn E-Bikes getunt werden. «Das greift immer mehr um sich», sagte Brockmann. So verfolgte die Polizei jüngst in Soest (Nordrhein-Westfalen) einen Radler, der sein getuntes Mountain-Bike bis auf 60 Stundenkilometer beschleunigte. In Erfurt (Thüringen) flüchtete ein E-Bike-Fahrer mit hohem Tempo vor einer Polizeikontrolle. Auch er hatte sein Pedelec getunt.
Vom E-Bike-Tuning riet der Unfallforscher ebenso ab wie der ADFC. Die Gefahr werde sonst vor allem für Ältere unkalkulierbar groß, sagte Brockmann. Und illegal sei die Aufrüstung zumeist auch.
 
Früher gab es so etwas wie einen Führerschein für "Mofa`s" , weil die Unfallzahlen zu stark gestiegen sind.
Warum nicht auch einen Führerschein und eine Versicherungspflicht für eBikes! Sie werden ja auch angetrieben.
 
Früher gab es so etwas wie einen Führerschein für "Mofa`s" , weil die Unfallzahlen zu stark gestiegen sind.
Warum nicht auch einen Führerschein und eine Versicherungspflicht für eBikes! Sie werden ja auch angetrieben.

Schnelle e-bikes haben eine Versicherungspflicht. Führerschein - ne, das sit noch in weiter Ferne. Es gibt ja immerhin sowas wie eine Radprüfung für die Kids, aber die fahren noch nicht ebike..
 
Schnelle e-bikes haben eine Versicherungspflicht..
Danke für die Info, das war mir nicht bekannt. Aber wissen das auch die eBike Fahrer?
Führerschein - ne, das ist noch in weiter Ferne..
Und genau das dürfte der Fehler sein. In manchen Städten sind die Fahrradfahrer die größen Unsicherheitsfaktoren, da Sie keine Rücksicht oder Einsicht kennen. (Sie sind ja Fahrradfahrer, also prinzipiell unschuldig.)
Es gibt ja immerhin sowas wie eine Radprüfung für die Kids, aber die fahren noch nicht ebike..
Tja die Zeiten ändern sich. Es wird bestimmt schon Eltern geben, die Ihren Kindern eBike`s kaufen würden. Nur um Sie nicht selber zur Schule fahren zu müssen (Auch wenn es auf dem Weg liegen würde).
 
ja und nicht nur die e-biks.bei uns fährt einer mit hilfsmotor am fahrad auf dem radweg ohne rücksicht auf verluste.reicht schon dieradfahrer klingeln nö warum.der fusgänger hat es zu riechen das da von hinten ein rad kommt.und dann ganz knapp noch vorbei fahren.
ne nicht die autofahren sind rücksichts los der rad fahrer der der meinung ist im gehöre die welt
 
Da muss ich dir widersprechen. Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger schenken sich mE nichts in Sachen Rücksichtslosogkeit.

Radfahrer: Fahren gegen Einbahn, über rot, auf Fußwegen, in Fußgängerzonen, biegen ab ohne Handzeichen...

Autofahrer: Parken auf Radwegen, fahren zu schnell, dicht auf, drängeln, hupen, beachten die Vorfahrt nicht (z.B. an Zebrastreifen) überholen rechts, Biegen ab ohne zu blinken...

Fußgänger: gehen bei rot, queren die Straße überall, laufen auf Radwegen, laufen mittig auf gemischten Rad/Fußwegen, ändern die Richtung ohne zu schauen, ...

Liegt wahrscheinlich daran, dass es alles MEnschen sind, die versuchen, sich im Verkehr so schnell als möglich von a nach b zu bewegen. Und wie störend/gefährdend du den anderen Verkehrsteilnehmer wahrnimmst liegt hauptsächlich daran, mit welchem Verkehrsmittel Du an welcher Stelle unterwegs bist :)
 
Bei 25 % Anstieg der Ebikes liegt ein Anstieg der Unfälle damit um 28 % aber im Rahmen der Erwartungen und eventuell ist die Dunkelziffer bei den Ebikes ja größer als die der Unfälle, sodass sich dann im Prinzip gar nix verändert hätte
 
Da muss ich dir widersprechen. Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger schenken sich mE nichts in Sachen Rücksichtslosogkeit.

Radfahrer: Fahren gegen Einbahn, über rot, auf Fußwegen, in Fußgängerzonen, biegen ab ohne Handzeichen...

Autofahrer: Parken auf Radwegen, fahren zu schnell, dicht auf, drängeln, hupen, beachten die Vorfahrt nicht (z.B. an Zebrastreifen) überholen rechts, Biegen ab ohne zu blinken...

Fußgänger: gehen bei rot, queren die Straße überall, laufen auf Radwegen, laufen mittig auf gemischten Rad/Fußwegen, ändern die Richtung ohne zu schauen, ...

Liegt wahrscheinlich daran, dass es alles MEnschen sind, die versuchen, sich im Verkehr so schnell als möglich von a nach b zu bewegen. Und wie störend/gefährdend du den anderen Verkehrsteilnehmer wahrnimmst liegt hauptsächlich daran, mit welchem Verkehrsmittel Du an welcher Stelle unterwegs bist :)

da mus ich dir leider zustimmen.aber es geht hier nunmal um das rücksichtlose verhalten einiger e-bike benutzer und auch um die gefahren die für die benutzer an sich.und da gibt es noch die benutzer mit dem hilfsmotor.rücksichtlos wird schich durch die fusgänger geschlängelt.ohne hirn hautsache vorwärts und dann wird man noch vollgemotzt wenn man nicht schnellgenug den weg freigibt.fahrrichtung egal fahradfahrer dürfen überall langfahren die schnellen e-bikes sowiso.fusgänger überweg.absteigen und rüberlaufen nö warum.da geht es rüber ohne rücksicht auf den verkehr.der autofahrer der sich dem überweg nähert rechnet nicht mit radfahrern die die verkehsregeln nicht kennen.sondern nur mit fusgängern
 
da mus ich dir leider zustimmen.....

Also, als erwachsener denkender Mensch sollte man sich auch als Fußgägner - vor allem in gemischt genutzen Wegebereichen - auch entsprechend bewegen, dass Radler sinnvoll fahren können, die sind nunmal etwas schneller. (ca. Faktor 5)

Beispiel Schlossgarten Stuttgart. Das ist quasi die "Autobahn für Radler" nach Stuttgart. Doch weil die Wege eben an vielen Stelllen gemischt genutzt werden ist das einfach blöd. Stell Dir mal vor, auf der echten Autobahn würden reihenweise Radfahrer herumkurven (Faktor 6). Da wäre jedem klar, dass das Konflikte gibt. Aber für die Radfahrer gibt es vielerorts keine sinnvolle Wegführung.

Bleibt also eigentlich nur, auf das Auto umsteigen und die Straßen noch mehr verstopfen, dann braucht hier keiner mehr herumheulen und der Verkehrs- und Umweltkolaps (incl. mehr Lärm und weniger Platz in den Städten) kommt noch schneller :)
 
etwas scheller sind sie schon aber sollten sie dann rücksichtslos durch die fusgäger rasen ohne rücksicht auf verluste.auf diesen wegen sind auch kinder und alte menschen unterwegs .die anders reagieren.
soll der fusgänge rechts aufgereiht laufen damit der radfahrer und e-bike besitzer ungehemt auf den wegen fahren können.
ich meine bürgersteige ohne klare abgenzung des radfahrer bereiches.
das beste wäre die fusgänger laufen auf der straße.
 
etwas scheller sind sie schon aber sollten ....

Wie gesagt, Faktor 5 ungefähr. Und dass sie Rücksicht nehmen erkennst Du daran, dass eigentlich sehr selten Unfälle passieren. Das ist schon Eigenschutz der Radler :)

Und ja, auf kombinierten, viel befahrenen Wegen sollten Fußgänger gefälligst am Rand laufen. So wie sie es in der Stadt auf dem Bürgersteig ja auch tun!