Heiraten mit Ehevertrag = Misstrauen?

...Zugewinngemeinschaft :) Der Zugewinn beider Partner während der Ehe wird aufgeteilt, er hat keinen (Schulden), wenn sie einen hat kriegt er die Hälfte davon.

Zum Bleistift.. Ich hab da fast 2 Stunden mit meinem Anwalt/Notar (Er ist beides.. sehr praktisch *g*) drüber geredet.. Es giebt soviele Situationen wo man seine Frau mit in Schulden stürzen kann.. Auch wenns nicht beabsichtigt ist. Man muss noch nichtmal grosses Risiko gehen..

Und ich habe auch nicht gesagt, los geht alle nen Ehevertrag machen.. Ich sagte nur: "Macht euch wenigstens vorher schlau!" :ugly:
 
...Zugewinngemeinschaft :) Der Zugewinn beider Partner während der Ehe wird aufgeteilt, er hat keinen (Schulden), wenn sie einen hat kriegt er die Hälfte davon.

Na na na... ich meine zu wissen, dass das nicht der Fall ist. :naughty:
Ich frag mal n befreundeten Anwalt und meld mich dann wieder, oki?
Hab dann auch Paragraphen und sowas zur Hand, kann aber n Moment dauern.
 
Internet hilft auch.

Ich hab mal hier -> https://www.scheidung-online.de/schulden.htm geguckt.

Sind Schulden, die während der Ehe gemacht wurden, immer gemeinsame Schulden?

Grundsätzlich sind Schulden nur dann
gemeinsame
Schulden, wenn sich beide Ehegatten gegenüber dem Gläubiger verpflichtet haben, also z.B. wenn beide Ehegatten einen Kreditvertrag, einen Kaufvertrag oder einen Mietvertrag unterschrieben haben.

Auch Schulden auf einem gemeinsamen Konto sind gemeinsame Schulden. Für gemeinsame Schulden haften beide Ehegatten gemeinsam.


Hat dagegen nur einer der Ehegatten einen Vertrag unterschrieben, so handelt es sich nur um seine eigenen Schulden. Mit diesen Schulden hat der andere Ehegatte prinzipiell nichts zu tun. Insbesondere haftet ein Ehegatte nicht für die Schulden des anderen Ehegatten.


Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum gilt das auch dann, wenn man keine Gütertrennung vereinbart hat. Auch ohne Ehevertrag, also beim Güterstand der sogenannten Zugewinngemeinschaft, bleibt es dabei, dass ein Ehepartner nicht für die Schulden des anderen Ehegatten haftet.

Kleinanzeigen wie "Ich zeige an, dass ich nicht mehr für die Schulden meiner Frau aufkomme", sind also überflüssig.
 
Wenn ich heiraten werde, dann nur mit Ehevertrag!

Unromantisch? Weshalb?
Der Ehevertrag impliziert doch nicht automatisch eine Trennung, oder dass man nicht zum jetzigen Zeitpunkt an die Liebe und die damit verbundene Partnerschaft glaubt. Bleibt man ein Leben lang verheiratet passiert doch daraus nix negatives!


Der Ehevertrag bedeut nur, dass man nicht in die Zukunft schauen kann was passiert. Lebt man sich auseinander oder rennt einem Partner ein anderer über den Weg (was immer auch dann die persönlichen Gründe sind) kommt es eben zur Trennung, wenn es nichts mehr gibt, was einen zusammenhält.

Ich vergleiche das jetzt mal mit einer Lebensversicherung:
Schließt man die auch ab, weil man denkt ich muss sterben - am besten doch gleich so kurz wir möglich nach deren Abschluss? Nein - man erhofft sich dass man diese Risikoversicherung überlebt!

Oder schließt man eine Haftpflichtversicherung ab, wenn man Kinder hat, weil man denen unterstellt, dass sie nur alles kaputt machen werden, also schlechte Kinder sind? - Nein, aber es kann passieren!

Ebenso kann es passieren dass in 40-60 Jahren Ehe sonst was passiert, das zu einer Trennung führt. Nicht dass man es vor hat oder darauf anlegt, doch man sieht sich mit dem Ehevertrag immer auf der sicheren Seite.

Und lieber Trennen sich die Ehepartner ohne großen Hickhack (weil eben alles im Ehevertrag vorab geregelt wurde) als dass man im Falle einer Scheidung mehere Jahre um das letzte Hemd vor dem Gericht prozessiert, nur weil man dem anderen etwas reinwürgen will, da man weiß, der andere hängt daran. (was wenn man Kinder hat, sich noch um einiges schlimmer auswirkt!)

Der Sinn ist die Vorsorge vor dem Ungewissen, welches man selbst nicht in der Hand hat.

Das einzige unromantische dabei ist lediglich vor dem Traualtar, das Papier zu zücken und zu sagen: "Wenn ich kurz um deine Unterschrift bitten dürfte?"

Eine Eheschließung erfolgt im Normalfall mit Planung - und dieser geht im Normalfall auch eine gewisse Zeit voraus in der man einige Themen anspricht. Da ist es doch kein Problem das mal zu erwähnen. Nicht beim 1. Date, schon klar, aber auch nicht erst kurz vor der Hochzeit.
Darüber reden ist nicht unbedingt unromantisch. Es zeigt dagegen sehr dass man sich um die Zukunft sorgt.

Meine Meinung zu dem Thema, und ein jeder darf eine andere dazu haben.
 
wenn man so rational über die Ehe denkt das man schon vor ihrer Schließung eine mögliche Trennung vor Augen hat und für den Fall der Trennung schon vorher alles geregelt haben will dann kommt man auch besser gleich auf die Idee das man nicht unbedingt heiraten& alles in einen Topf werfen muss

dann kommt man noch wesentlich leichter aus der ganzen Sache raus und heiratet nicht nur damit man 5 Euro Steuern pro Monat spart
 
wenn man so rational über die Ehe denkt das man schon vor ihrer Schließung eine mögliche Trennung vor Augen hat und für den Fall der Trennung schon vorher alles geregelt haben will dann kommt man auch besser gleich auf die Idee das man nicht unbedingt heiraten& alles in einen Topf werfen muss

Nenn es meinetwegen Erfahrung. Ob nun mit oder ohne Ehevertrag. Man sollte sich auf jeden Fall schlau machen wie z.B. Schnecke. Sie haben doch auch drüber geredet, sich erkundigt und für sich beschlossen, es nicht zu tun. Super. Das zeigt mir doch, dass sie erwachsen sind und nicht blind in Irgendwas reinrennen. Leider war ich damals nicht so schlau.

Auch wenn man nicht heiratet und keinen Ehevertrag hat. Verträge sollten trotzdem irgendwo existieren, ansonsten hat man als Partner keinen Anspruch auf nichts, noch nicht einmal, wenn dein Partner im Krankenhaus ist.

Eine Ehe und Partnerschaft sollte immer von 2 Seiten gesehen werden und ich finde es nur vernünftig, von Anfang an bestimmte Dinge zu klären, so dass es später erst gar nicht ausarten kann. Man steckt in einem Menschen nicht drin und Zeiten ändern sich. Das ist Fakt.
 
Wozu denn heiraten, wenn man eh schon an die Trennung denkt? :think:

Du lässt dich auch versichern, wenn du gesund bist.

loshai schrieb:
wenn man so rational über die Ehe denkt das man schon vor ihrer Schließung eine mögliche Trennung vor Augen hat und für den Fall der Trennung schon vorher alles geregelt haben will dann kommt man auch besser gleich auf die Idee das man nicht unbedingt heiraten& alles in einen Topf werfen muss

Was ist denn daran so schlimm?
Ich halte es für wesentlich sinnvoller sich mit möglichen und komplizierten Situationen auseinander zu setzen, als sich blind und Friede-Freude-Eierkuchen in irgendetwas hineinzustürzen und im Anschluss blöd aus der Wäsche zu gucken.

Vorsorge ist nunmal besser als Nachsorge.

Abgesehen davon hat das für mich auch nichts unromantisches.
Es ist ja nicht so, dass man sich den Vertrag Zuhause an die Wand hängt, um sich jeden Tag daran zu erinnern und darüber zu reden. Das Thema wird besprochen, der wird Vertrag unterschrieben und, so lange wie möglich, ad acta gelegt.
 
ich persönlich halte auch nix von dieser Regelung...
aber ich werd eh nie Millionen haben, von daher kann ich mir das eh sparen.
Alles was mit nem Ehevertrag geregelt würde, kann man auch im Vernünftigen mündlich vereinbaren.

Ehevertrag bedeutet für mich ne gewisse Charakterschwäche... (auch wenn ich jetz damit wohl einige angreife...nehmts nicht persönlich. Jeder wird seine Gründe haben... ich spreche hier nur für mich und für Menschen, denen ich zutraue so zu denken, wie ich...)

wer so egoistisch ist und nur an das eigene Wohl "danach" denkt, der braucht meines Erachtens auch net heiraten.

Klar kann ne Ehe schief gehen, aber ich denke, jedes Problem lässt sich irgendwie lösen aber ne Ehe ist doch auch dazu da, dass man Probleme gemeinsam löst.
N Ehevertrag bedeutet für mich die Garantie/Gewissheit zu haben, nachher nicht "ruiniert" zu sein. Damit unterstelle ich meinem Partner aber, dass er mich theoretisch ausnehmen wollte, wenns schief läuft... oder nicht? eiskaltes finanzielles Kalkül...

Das wertet für mich ne Ehe und Beziehung ab. Wenn man sich nicht einmal mehr auf den Partner verlassen kann, dann ist sowieso alles für die Katz.
echt traurig, wo wir heutzutage schon hingekommen sind...


(vllt ist das leichtsinnig, aber wenn ich jemandem verspreche immer treu zu sein und immer für ihn da zu sein, dann hat man auch ne gewisse Verantwortung...diese Verantwortung verweigern mittlerweile aber ein Drittel aller Menschen in D...)
 
MiMo so "romantisch" das auch klingt, ich kenn' genug Beispiele aus dem persönlichen Umfeld, wo sich danach das geholt wird, was zu kriegen ist...da ist nichts mit gemeinsam lösen und mündlicher Vereinbarung.
 
Ja, aber das find ich einfach unmoralisch. :-?

Und ich such mir die Frau ja auch gescheid aus... Ich muss ja nicht sofort nach 2 Monaten heiraten... ich hab doch genug Zeit in ne Person reinzuschauen, um zu bemerken, ob die auch so denkt, wie ich...

Ich glaub irgendwie nach wie vor an das Gute im Menschen auch wenn ich jeden Tag aufs Neue enttäuscht werd :ugly:

was sonst unterscheidet uns denn dann von einem Tier...
außer der Möglichkeit frei zu wählen, ob ich "moralisch" oder "unmoralisch" handle...
 
Und ich such mir die Frau ja auch gescheid aus... Ich muss ja nicht sofort nach 2 Monaten heiraten... ich hab doch genug Zeit in ne Person reinzuschauen, um zu bemerken, ob die auch so denkt, wie ich...

Ich glaub irgendwie nach wie vor an das Gute im Menschen auch wenn ich jeden Tag aufs Neue enttäuscht werd :ugly:

Ich verstehe dich sehr gut, ich denke auch so.

Aber: Wie lange sollte man einen Menschen deiner Meinung nach kennen, um zu wissen, wie derjenige tickt? Wieviele Höhen und Tiefen sollte man miteinander erlebt haben, um genau zu wissen, wie derjenige denkt und reagiert?

Es kann gut gehen, selbstverständlich. Jeder der daran glaubt, sollte diesen Glauben auch nicht verlieren. Es kann aber nicht schlechtes daran sein, darüber zumindest mal nachgedacht zu haben, was wäre wenn.

Du sorgst doch auch vor oder nicht? Jeder sollte irgendwo seine Angelegenheiten geregelt haben. Ob Versicherung, Testament, letzte Wünsche, was passiert bei Krankheit usw. Da ist doch auch nichts negatives bei, sondern für mich verantwortungsvoll.
Ein Ehevertrag ist für mich nichts anderes. Man kann es tun oder auch nicht. Man kann eine Lebensversicherung abschließen, um die Familie abzusichern, man kann es auch sein lassen, weil man entweder keine Familie hat oder weil sie selbst für sich verantwortlich sein sollen, man kann jemanden einsetzen, ob er für einen gesundheitliche Dinge regelt oder man legt alles in den Händen der Ärzte. Die Entscheidung liegt bei jedem selber. Da ist Romantik fehl am Platz.

Früher dachte ich immer, dass man gemeinsames Geld hat. :roll: Fein, wenn das aber nur einseitig gesehen wird. Für mich war es eine Sache des Vertrauens, der Romantik, der Einheit einer Partnerschaft. Hab ich jetzt 2x durch und niemals wieder.
 
Früher dachte ich immer, dass man gemeinsames Geld hat. :roll: Fein, wenn das aber nur einseitig gesehen wird. Für mich war es eine Sache des Vertrauens, der Romantik, der Einheit einer Partnerschaft. Hab ich jetzt 2x durch und niemals wieder.


das ist mein Ansatz.
Ich kanns natürlich auch nicht garantieren, aber ich habs für mich einfach irgendwann so entschieden, dass ich an höhere Ideale glaube, als an die Realität.
Mit Realismus verändere ich nichts in dieser Welt...
wer nicht von irgendwas Höherem träumt, wird auch nicht versuchen es anzustreben...


und ich hab ehrlich gesagt auch Respekt davor, nen Ehevertrag einzugehen, weil ich dann einfach unterbewusst immer das Gefühl hätte, dass ich ja die Reissleine ziehen kann, wenn ich merk, dass was nich stimmt. Ohne Nachteile für mich.
Quasi ne Flucht nach vorne, anstatt das Problem in Angriff zu nehmen..gemeinsam...


hm...weiss nicht.
vllt bin ich einfach n Träumer ^^
aber wie du auch schon sagtest. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
hm...weiss nicht.
vllt bin ich einfach n Träumer ^^
aber wie du auch schon sagtest. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

nein kein Träumer. Du hast Ideale.
Zwischen uns gibt es einen Unterschied. Ich hab es mit meinen Träumen und Idealen alles schon 2x durch. Und diese Lebenserfahrung hat mich gelehrt, jetzt erstmal an mich zu denken, da ich es nicht verkrafte ggf. mit 40 oder 50 Jahren noch einmal von 0 bzw. -50 anzufangen, nur weil ich an meine Ideale und Träume festhalte. Irgendwann ist der Instinkt für einen selber stärker und die Realität holt einen ein.
Aber das auch nur, weil ich Pech hatte. Das muss bei dir nicht so sein. ;) Und genau das wünsche ich jedem.
 
Ich denke nicht, daß man Versicherungen mit Eheverträgen vergleichen kann.

Wenn ich eine Krankenversicherung abschließe, dann deshalb, weil ich davon ausgehe, daß ich früher oder später krank werde, was in unserer Gesellschaft kein Wunder ist.

Wenn ich mit den gleichen Gedanken einen Ehevertrag abschließen würde, dann müßte ich von vornherein davon ausgehen, daß meine Ehe scheitern wird.

Ich glaube an die große Liebe und daß man den Partner fürs Leben finden kann. Man muß ja nicht gleich nach 1 Jahr heiraten. Man hat doch alle Zeit der Welt, die Partnerschaft zu testen.
 
Also wenn Ihr alle meint, dass ein Ehevertrag ein Misstrauensvotum darstellt, dann seht Ihr das von der falschen Seite. Ich hätte einen gemacht, gerade weil ich eh drauf vertraue, dass ich ihn nie brauchen werde. ;)
 
Also ich schreibe euch mal meine Meinung dazu.
Ein Ehevertrag macht Sinn, wenn einer der Partner vermögend oder verschuldet ist oder eine Firma hat.
Das hat mit Vertrauen oder Misstrauen nichts zu tun.
Hat jemand eine Firma und möchte ein Geschäft über sagen wir mal 200.000 Euro abwickeln, so darf er dies nicht ohne Einwilligung seiner Ehefrau, wenn er keinen Ehevertrag hat.
Könnt ihr nicht glauben?
Na dann macht euch mal schlau.
Das ist nur eine der Varianten, die mit Vertrauen oder Misstrauen oder Trennung überhaupt nichts zu tun haben.
Die Zugewinngemeinschaft steht dabei auf einem ganz anderen Blatt und die Unterhaltsregelungen auch, denn diese sind ganz oft sowieso sittenwidrig und somit ungültig.
Eine Ehevertrag macht wirklich Sinn wenn etwas da ist um sich und seinen Partner zu schützen. Die meisten denken dann an Trennung oder so, aber das ist selten der Hintergrund, naja bei manchen nicht :roll:.
Warum soll eine Frau haften, wenn ihr Mann mit seiner Firma pleite geht? Warum soll eine Frau haften wenn ihr Mann ein Kapitalverbrechen begeht?
Warum muß ein Mann für seine Frau aufkommen, obwohl sie sehr wohl alleine Geld verdienen kann.....und so weiter.
Mann und Frau habe ich nur zu Verdeutlichung reingesetzt, die Konstellationen sind manchmal auch anders.


Maastaaaa was für ein Gejaule??? Menno ich wollte nur die Info, außerdem war der Poppel grüüünnn..Unter Jaulen verstehe ich etwas anders....Boah Koch!!!!

~ Renommee-Gejaule ~
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich wäre auch für Ehevertrag.

Begründung muss ja nicht sein "Schatz, ich will halt nicht, dass du mein Geld bekommst, wenn wir uns trennen."

Dreht den Spieß um *gg*

"Schatz, somit ist alles, was du dir verdienst auch wirklich dein. Vertrag heißt nicht, dass wir nicht teilen :) "

*edit: Ich schließe mich ja Lilly auch einfach mal an. Somit ist rechtlich auch einige Sicherheit da und man badet nicht alles zusammen aus (finanziell ist gemeint, denn psychisch und partnerschaftlich ja schon)