Hatte Friedman rechtsradikale Personenschützer?

Die ganze Diskussion ist doch einfach nur mühsig. Den Beamten ist direkt nichts vorzuwerfen, denn offensichtlich haben sie ihren Job ja gut gemacht - Herrn Friedman ist nichts passiert. Einen echten Skandal sehe ich in der ganzen Sache auch nicht, so gesehen passiert es jeden Tag, daß Beamte Personen schützen die nicht mit ihrer persönlichen politischen Meinung komform gehen. Einem Polizisten hat es egal zu sein wen er da schützt - ob Gewerkschafter, NPDler, Linke, was auch immer.

Was mich an dieser Sache eigentlich wundert ist die Frage, wie ein Nazi zu einem Beamten wird? Natürlich darf nach dem Grundgesetz Niemand aufgrund von Parteizugehörigkeit etc. benachteiligt werden, aber von einem Staatsdiener sollte man eigentlich erwarten, daß sie keine verfassungsfeindliche Gesinnung in sich tragen. Von daher sehe ich den Handlungsbedarf - so denn einer besteht - eher bei der Auswahl und Ausbildung der Beamten.
 
In den Kopf von jemand kann niemand hineinschauen, nichteinmal der Staat - und das ist auch gut so.
Darum liegt wohl kaum die Schuld am Auswahlverfahren oder der Ausbildung.
 
[...] Abgesehen davon ist seine Stellungnahme absolut treffend: "Das ist für mich erschütternd: Man muss sich vorstellen, dass diese Herren mich eigentlich vor Nazis beschützen sollten, deren Geisteshaltung sie selbst hatten."
Haben sie ihn denn nicht beschützt? Haben sie ihn angegriffen, ausgeliefert, im Stich gelassen, ans Messer geliefert oder irgendetwas in dieser Richtung getan, was gegen ihre Aufgabe als Personenschützer verstoßen hat?

Mir ist schon klar, worauf Du hinaus willst und an Friedmanns Stelle wäre ich genauso erschüttert darüber gewesen. Aber ungeachtet dieser Tatsache verstehe ich nicht, dass Du dann schreibst:

bennsenson schrieb:
perlini schrieb:
Ähm, wurden die 3 aus dem Dienst entfernt?
Leider nur versetzt.
Versetzt verstehe ich. Schließlich stellen sie eine Gefahr dar, die (wenn auch nur latent) nicht tragbar ist. Und Du hättest was sonst gefordert?

perlini schrieb:
Der Unterschied ist, daß die Kanzler nicht von dem rechten Mob - mit denen diese Bewacher scheinbar sympathisieren - so bedroht sind wie Friedmann. Das ist halt, als ob man 'nen Kinderfigger als Kinderbetreuer beschäftigt.
Also ich kenne ja nun auch diverse Leute vom Wachschutz, auch Personenschützer. Solange das polizeiliche Führungszeugnis sauber ist, gibt es keinen Grund, sie nicht zu beschäftigen. Sie hatten einen Job, den haben sie erfüllt und wurden dafür bezahlt. Sie haben sich nichts zu schulden kommen lassen. Trotzdem halte ich eine Versetzung für richtig, aber mehr auch nicht.

Außerdem ist der Vergleich mit dem Kinderficker falsch. Was hat denn ein missratener Sexualtrieb mit einer politischen Einstellung zu tun?

perlini schrieb:
Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe den Eindruck (auch weil das alles erst jetzt an die Öffentlichkeit kommt), daß Friedmann von dem Vorfall aus den medien erfahren hat und nicht umgekehrt. Was hat das also mit seinem Stil zu tun?
Es geht hierbei um die Person Friedmann, sonst hätte es wahrscheinlich keine Schlagzeile gegeben, denke ich. Zumindest würde es hier im Forum kein Thema werden. Und Friedmanns Stil kennen wir ja wohl alle. Die "moralische Instanz" Nummer Eins in Deutschland ist mal wieder im Rampenlicht. Aber gut, ich unterstelle dem Ehrenmann schonwieder was und was ich noch sagen wollte, ist reine Spekulation - also schluss jetzt :)

Gruß,
Photon
 
Den Beamten ist direkt nichts vorzuwerfen, denn offensichtlich haben sie ihren Job ja gut gemacht - Herrn Friedman ist nichts passiert.

Sehe ich nicht so. Ob man Ihnen etwas vorwirft, wird das teilweise noch laufende Untersuchungsverfahren ergeben. Außerdem ist auch gar nicht abzuschätzen, ob sie ihren Job gut gemacht haben.

Das ist zwar jetzt spekulativ, aber was wäre, wenn ein Bodyguard, der seinen Schützling hinter dessen Rücken verspottet und vielleicht sogar verachtet/hasst, in einer brenzligen Situation ohne es zu wollen mal eine halbe Sekunde später reagiert, als er müsste? Eben weil er ihn absolut nicht leiden kann? Oder in einer bestimmten Situation sogar etwas geschehen lässt?

Ihr habt Recht, ein Bodyguard muss seinen Schützling nicht zwingend lieben, aber ich denke ohne Vertrauensverhältnis geht es auch nicht, und das ist hier wohl zutiefst erschüttert.

[...] aber von einem Staatsdiener sollte man eigentlich erwarten, daß sie keine verfassungsfeindliche Gesinnung in sich tragen.

Sehr treffend formuliert, so sehe ich das auch.

Photon schrieb:
Versetzt verstehe ich. Schließlich stellen sie eine Gefahr dar, die (wenn auch nur latent) nicht tragbar ist. Und Du hättest was sonst gefordert?

Auch in Bezug auf das, was Khazrakh richtig festgestellt hat, eine Suspendierung, um ein Zeichen zu setzen.
 
Sehe ich nicht so. Ob man Ihnen etwas vorwirft, wird das teilweise noch laufende Untersuchungsverfahren ergeben. Außerdem ist auch gar nicht abzuschätzen, ob sie ihren Job gut gemacht haben.
Friedmann hat sich keinen Fingernagel abgebrochen. Er wurde nicht verletzt, nicht ausgeliefert, schon gar nicht getötet. Das ist der Job eines BodyGuards.

Auch in Bezug auf das, was Khazrakh richtig festgestellt hat, eine Suspendierung, um ein Zeichen zu setzen.
Was denn für ein Zeichen? Dass zukünftig auch die politische Einstellung maßgebend ist, wie gut jemand seinen Job macht (oder nicht macht)?

Soweit ich es verstanden habe, ist ein Bild aufgetaucht von einem, der sich in einer SS-Uniform hat fotografieren lassen. Ähnlich wie Prinz Williams Bruder Harry, der irgendwann mal in einer Uniform aus dem 3. Reich bei einer Party erschienen ist (Wehrmacht oder was weiß ich). Klar ist Harry kein BodyGuard von Friedmann, aber trotzdem würde niemand annehmen, dass falls er den Thron besteigen sollte, zukünftig britische Bomben auf Jerusalem fallen würden (obwohl mich diesbezüglich Friedmanns Meinung interessieren würde *lach*)

Gruß,
Photon
 
Friedmann hat sich keinen Fingernagel abgebrochen. Er wurde nicht verletzt, nicht ausgeliefert, schon gar nicht getötet. Das ist der Job eines BodyGuards.

Und wenn es Zufall war und während ihrer Dienstzeit glücklicherweise keine ernste Situation zustande kam (was nach seiner Aussage wohl der Fall ist)?

Aber Du hast ja selbst gesagt, Du kannst Friedmans Entrüstung verstehen, dann sollten wir das auch so stehenlassen.

Was denn für ein Zeichen? Dass zukünftig auch die politische Einstellung maßgebend ist, wie gut jemand seinen Job macht (oder nicht macht)?

Und nochmal doppelt und dreifach für dich: Es gibt Grenzen in Sachen "Einstellung", vor allem wenn man Polizeieamter ist und wie wir schon festgestellt haben, den Staat schützen soll, und ihn nicht untergraben soll.

Soweit ich es verstanden habe, ist ein Bild aufgetaucht von einem, der sich in einer SS-Uniform hat fotografieren lassen.

Nein, das hast Du nicht richtig verstanden. Deine alte Krankheit, Dich nicht umfassend oder annähernd umfassend zu informieren, ist wohl wieder ausgebrochen :roll: gemeinsam mit der Schlechte-Vergleiche-Krankheit @ Prinz Harry.
 
[...] Und nochmal doppelt und dreifach für dich: Es gibt Grenzen in Sachen "Einstellung", vor allem wenn man Polizeieamter ist und wie wir schon festgestellt haben, den Staat schützen soll, und ihn nicht untergraben soll.
Dann nochmal doppelt und dreifach zurück: Niemand hat irgendwen gefährdet, untergraben, hintergangen, sonstwas. Jeder hat seinen Job gemacht und niemand wurde verletzt: Michels Haare liegen noch.

Aber da drückt wahrscheinlich wieder die Paranoia durch ;)

Nein, das hast Du nicht richtig verstanden. Deine alte Krankheit, Dich nicht umfassend oder annähernd umfassend zu informieren, ist wohl wieder ausgebrochen :roll: gemeinsam mit der Schlechte-Vergleiche-Krankheit @ Prinz Harry.
Alles andere steht doch noch gar nicht fest und wird noch untersucht. Stein des Anstoßes war doch wohl aber dieses Bild, oder weißt Du schonwieder mehr als andere?

Davon abgesehen; wie gefällt Dir der Vergleich (ich tu ja fast alles, um es Dir gefällig zu machen): In der DDR und auch in der BRD wurden hohe Funktionäre des Dritten Reiches in den Dienst gestellt, auch in hohe Ämter. Wahrscheinlich auch aus Mangel an anderem Personal, weil der Krieg zu vielen deutschen Männern das Leben gekostet hat. Wie auch immer - trotz Radikalenerlass haben wohl die meisten ihren Job gut gemacht und das neue demokratische Deutschland nicht in eine neue schwarze Zeit getrieben. Glück gehabt? Zufall?

Gruß,
Photon
 
Was mich an dieser Sache eigentlich wundert ist die Frage, wie ein Nazi zu einem Beamten wird? Natürlich darf nach dem Grundgesetz Niemand aufgrund von Parteizugehörigkeit etc. benachteiligt werden, aber von einem Staatsdiener sollte man eigentlich erwarten, daß sie keine verfassungsfeindliche Gesinnung in sich tragen. Von daher sehe ich den Handlungsbedarf - so denn einer besteht - eher bei der Auswahl und Ausbildung der Beamten.

Zu dem Thema (rechte) politische Gesinnung und Beamtentum gibt es sogar Gerichtsurteile. Hier ein Beispiel
 
Also ich kenne ja nun auch diverse Leute vom Wachschutz, auch Personenschützer. Solange das polizeiliche Führungszeugnis sauber ist, gibt es keinen Grund, sie nicht zu beschäftigen. Sie hatten einen Job, den haben sie erfüllt und wurden dafür bezahlt. Sie haben sich nichts zu schulden kommen lassen. Trotzdem halte ich eine Versetzung für richtig, aber mehr auch nicht.
Der entscheidende Unterschied ist, daß es hierbei um Staatsbeamte geht. Zum einen repräsentieren, zum anderen verteidigen sie diesen demokratischen Staat. Deshalb ist diese politische Einstellung doch bedenklich. Keine Ahnung, welche Disziplinarmaßnahmen es gibt, aber eine Versetzung scheint mir ehern eine Verdrängung eines möglichen Problemes zu sein.
Außerdem ist der Vergleich mit dem Kinderficker falsch. Was hat denn ein missratener Sexualtrieb mit einer politischen Einstellung zu tun?
Nö, ist er nicht. Ist bloß 'ne deftigere Umschreibung von "den Bock zum Gärtner machen". Diskussionswürdig, ob man sowat überhaupt als "politische Einstellung" bezeichnen kann. Zumindest ist es auch eine "missratene".
Es geht hierbei um die Person Friedmann, sonst hätte es wahrscheinlich keine Schlagzeile gegeben, denke ich. Zumindest würde es hier im Forum kein Thema werden. Und Friedmanns Stil kennen wir ja wohl alle. Die "moralische Instanz" Nummer Eins in Deutschland ist mal wieder im Rampenlicht. Aber gut, ich unterstelle dem Ehrenmann schonwieder was und was ich noch sagen wollte, ist reine Spekulation - also schluss jetzt :)
Wie schon im ersten Beitrag von darkurt zu lesen: Bemerkenswert, wie Friedmann zum Sündenbock gemacht wird... :roll:
 
Der entscheidende Unterschied ist, daß es hierbei um Staatsbeamte geht. Zum einen repräsentieren, zum anderen verteidigen sie diesen demokratischen Staat.
Aber warum bekommt er überhaupt Schutz von Staatsbeamten? Sollte er sich nicht eher privat um seinen Schutz kümmern, so wie das andere Prominente auch tun? :roll:
 
Der entscheidende Unterschied ist, daß es hierbei um Staatsbeamte geht. [...] Keine Ahnung, welche Disziplinarmaßnahmen es gibt, aber eine Versetzung scheint mir ehern eine Verdrängung eines möglichen Problemes zu sein.
Das Problem existiert auch ohne Kündigung. Oder meinst Du, dass wenn diesen Leuten (oder nur einem) gekündigt wird, sind sie fortan aufrechte Demokraten?

Wie gesagt: Ich verstehe, dass Friedmann empört ist. Ich verstehe eine Versetzung, schon wegen der latenten Gefahr. Aber Kündigung? Disziplinarmaßnahmen? Wann genau war er/sie undiszipliniert oder hat seinen Job ungenügend erfüllt? Und ob er/sie gegen geltendes Recht verstoßen haben, wird doch erst noch geprüft. Vorerst geht es doch nur darum, dass die persönliche Gesinnung der Leute nicht passt...

Gruß,
Photon
 
Aber warum bekommt er überhaupt Schutz von Staatsbeamten?
Weil's u.a. zuviele SS-Uniform-tragende Horst Wessels Fan gibt...
Das Problem existiert auch ohne Kündigung. Oder meinst Du, dass wenn diesen Leuten (oder nur einem) gekündigt wird, sind sie fortan aufrechte Demokraten?
Ich hab nirgendwas von Kündigung geschrieben. Ich finde es nur fraglich, ob sowat noch im Staatsdienst tätig ist. Ist ja auch in diesem Lande fraglich, wenn ein Islamist oder Mitgleid von linksradikalen für den Staat (und vom bezahlt bezahlt wird) arbeitet.
Ich verstehe eine Versetzung, schon wegen der latenten Gefahr.
Also ich versteh sie nicht. Was soll das bringen? Und wieso siehst du auf einmal 'ne Gefahr? Waren doch noch vor ein paar Beiträge Leute, die ihren Job zufriedenstellend gemacht haben und keinerlei Gefahr für Friedmann darstellten.
Aber Kündigung? Disziplinarmaßnahmen? Wann genau war er/sie undiszipliniert oder hat seinen Job ungenügend erfüllt?
Wie du schon mitbekommen haben wirst, geht#s mir nicht darum, wie sie ihren Job gemacht haben, sondern ob sie im allgemeinen wegen ihrer scheinbaren Gesinnung tauglich für 'nen Job beim Staate sind. Auch wenn du diesen Vergleich nicht magst, aber ein pädophilen Lehrer kannst du dir sicherlich auch nicht vorstellen...
 
Das ist zwar jetzt spekulativ, aber was wäre, wenn ein Bodyguard, der seinen Schützling hinter dessen Rücken verspottet und vielleicht sogar verachtet/hasst, in einer brenzligen Situation ohne es zu wollen mal eine halbe Sekunde später reagiert, als er müsste? Eben weil er ihn absolut nicht leiden kann? Oder in einer bestimmten Situation sogar etwas geschehen lässt?

Damit hast du natürlich Recht, aber wie du ja selbst sagst - es ist alles nur spekulativ weil wir es einfach nicht wissen (können). Da es aber zumindest keine Meldungen gab, daß es zu irgendwelchen Problemen beim Personenschutz kam gehe ich davon aus, daß soweit alles gepasst hat. Wenn soetwas natürlich erst einmal bekannt ist versteht es sich von selbst, daß eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen ist. Selbst wenn es die Personenschützer tatsächlich verstehen Beruf und Gesinnung zu trennen, so kann man doch einfach nicht auf den Schutz einer Person vertrauen die einen nur aufgrund der Religionszugehörigkeit hasst - so gut er seinen Job bisher auch gemacht haben mag.

Natürlich kann man auch Niemandem in den Kopf schaun und solange es Niemandem schadet und man es für sich behält kann tatsächlich jeder denken was er will. Aber und das ist ein großes aber: Wenn ich mich entscheide Beamter zu werden, dann entscheide ich mich dem Staat zu dienen und soetwas ist nunmal nur möglich, wenn man sich mit dem Staat auch tatsächlich identifiziert. Ein Nazi wird soetwas nie tun, er hasst diesen Staat als direkte Folge seiner Gesinnung und das ist schlichtweg nicht tragbar.
Etwas überspitzt formuliert: Wenn ein Maurer ein Nazi ist, dann ist das erstmal "egal". Die Mauer kann er wahrscheinlich genauso gut hochziehen ob er nun irgendwelche "Völker" hasst oder nicht. Ist der Nazi aber z.B. ein Polizist, dann wird er im entscheidenden Moment vielleicht nicht alles tun um unseren Staat oder eine Person zu schützen, im Gegenteil er wird vielleicht eher passiv oder sogar aktiv versuchen den Staat zu schädigen und solche Leute kann man nunmal einfach nicht als Staatsdiener einsetzen.
 
[...] Also ich versteh sie nicht. Was soll das bringen? Und wieso siehst du auf einmal 'ne Gefahr? Waren doch noch vor ein paar Beiträge Leute, die ihren Job zufriedenstellend gemacht haben und keinerlei Gefahr für Friedmann darstellten.
Ich habe nie geschrieben, dass eine Gefahr auszuschließen ist. Sie ist eben latent vorhanden, sofern die Gesinnung wirklich so rechtsradikal ist. Die Gefahr, dass Friedmann im allerschlimmsten Fall dann Opfer eines Attentates durch die eigenen Bodyguards wird, ist viel zu hoch. Verrat aus den eigenen Reihen gab es ja auch unter H****r, der ja 3 Attentate seiner engsten Vertrauten überlebte. Also eine latente Gefahr gibt es durchaus!

Aber die Leute haben ihren Job gemacht und alles andere ist spekulativ. Ich habe ja auch Berufsehre und erledige meine Arbeit immer nach bestem Gewissen - egal ob mir nun mein Kunde gefällt oder nicht. So geht es Anwälten, Ärzten, Richtern, ach - eigentlich jedem. Wenn ein Arzt beispielsweise seinen Job nicht erfüllt oder seinen Eid bricht, gehört er nicht in diesen Beruf. Und auch wenn man bei einem Arzt Antisemitismus vermutet, muss man ihn nicht unbedingt im jüdischen Krankenhaus einsetzen - aber darf er dann trotzdem nicht weiter Arzt sein? Auch nicht, wenn er gut in seinem Job ist und mit Sicherheit auch im jüdischen Krankenhaus seiner Pflicht in vollem Umfang nachkommen würde? Oder wenn ein schwer verletzter Nazi in die Notaufnahme kommt, muss er auch genauso behandelt werden, wie jeder andere, auch wenn der Notarzt Jude ist.

Ich sage nur, dass Vorsicht besser als Nachsicht ist und deshalb ist eine Versetzung ok. Eine Suspendierung auf Verdacht halte ich für unangemessen und eine Kündigung für völlig überzogen.

Wie du schon mitbekommen haben wirst, geht#s mir nicht darum, wie sie ihren Job gemacht haben, sondern ob sie im allgemeinen wegen ihrer scheinbaren Gesinnung tauglich für 'nen Job beim Staate sind. Auch wenn du diesen Vergleich nicht magst, aber ein pädophilen Lehrer kannst du dir sicherlich auch nicht vorstellen...
Habe ich verstanden. Du bist der Ansicht NEIN, ich denke JA. Ich habe es deshalb auch mit der Situation in Deutschland nach 1949 verglichen, wo in Ost und West auch hochrangige Personen des Dritten Reiches wieder in hohe Ämter gesetzt wurden, weil sie einfach dafür qualifiziert waren. Und sie haben ihren Job gemacht. Nach 1990 wurden Staasi-Offiziere wieder in Lohn und Brot in der freien Wirtschaft (trotz anderslautender Reglements auch im öffentlichen Dienst) gestellt, weil sie einfach qualifiziert waren. Und wie viele NVA-Soldaten, die einst den Eid leisteten und im Notfall im Kampf gegen die NATO und für Sozialismus ihr Leben riskieren sollten, waren später BW-Soldaten und sollen nun für die NATO den Arsch hinhalten.

Vielleicht hat die BILD sogar ein möglicherweise geplantes Attentat auf Friedmann verhindert, aber ich denke viel eher, dass es hier wieder nur einmal mehr darum geht, welcher Glaubensrichtung Friedmann angehört und um die Person Friedmann an sich. Denn wie gesagt: Es ist absolut NICHTS passiert, was darauf schließen lassen könnte, dass seine Schützer im Zweifelsfall nicht sein Leben gerettet hätten. Deshalb wäre eine Kündigung oder eine Suspendierung überzogen.

Gruß,
Photon
 
Was denn für ein Zeichen? Dass zukünftig auch die politische Einstellung maßgebend ist, wie gut jemand seinen Job macht (oder nicht macht)?

Es geht doch darum, dass momentan zumindest die Verfassungstreue eines Staatsdieners stark angezweifelt werden muss. Die Polizei ist nun einmal da um uns vor Feinden unserer Demokratie zu schützen, da kann es nicht sein, dass einer derselben genau so ein Feind ist. Ich bin für eine Suspendierung und falls die Vorwürfe vor einem Disziplinargericht stand halten für eine rasche Entfernung aus dem Staatsdienst.

Ich möchte nur einmal zu bedenken geben wie eure Reaktionen gewesen wären, wenn heraus gekommen wäre, dass dieser Polizist ein Islamist gewesen wäre.

Und zum letzten Satz von Photon, wenn Rechtsextremisten bei der Polizei auffliegen nur dann eine Nachricht wert sind, wenn unpopuläre Prominente irgendwie daran beteiligt sind, dann haben wir schon ein anderes ernsteres Problem im Staate.

Cya Nightfire
 
Aber warum bekommt er überhaupt Schutz von Staatsbeamten? Sollte er sich nicht eher privat um seinen Schutz kümmern, so wie das andere Prominente auch tun? :roll:

Weil wir 4 Millionen Moslems in Deutschland haben und die werden unseren jüdischen Freunden in ein paar Jahren an die Wäsche wollen. Da sind dann "die paar Nazis" auch egal. Sehr vorrauschauend unser Staat mit der Islamisierung.
 
Yup, iNeXtreMo at it's best in diesem Thread.

Erst Michael Friedmann, dann Linke, jetzt Moslems. Alles in einem Thread. Noch jemand den du mit deiner rechten Paranoia pauschal für irgendetwas verurteilen willst?

Cya Nightfire