Haben die Deutschen Angst vor großen Geldscheinen?

Warum hebst du dann nicht gleich am Schalter ab? Dann bekommste das Geld so, wie du es möchtest.

anddie
Ich wurde mal eingeladen, da wollte meine Bankberaterin mir ganz fantastische Produkte und Sparmöglichkeiten vorstellen. Ende vom Lied, ich fühlte mich wie bei einem Versicherungsfutzi mit Behelfsrhetorik und zum Ende frug ich,"Wo kann man denn nun Geld sparen?" Geld kann ich jetzt nur noch beim Automaten abheben, ich zahl dafür kaum noch Kontoführungsgebühren und meine Bank will mir nix versicherungstechnisches mehr andrehen... Der Geldtausch am Schalter läuft nicht übers Konto, ist somit kostenlos...

Anbieten ist legitim, aber wenn mir jemand mit Rhetorik kommt, dann zieh ich Aggro! :mrgreen:

MfG
Maik
 
Also auf den Automaten, bei denen ich abhebe ist meist ein Sticker drauf, der mir zeigt, welche Scheine der Automat vorrätig hat.

500er sind da wirklich eine Seltenheit, auch 5€ Scheine hat nicht jeder Automat. 100er hat er eigtl. immer.
 
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man die beste Sortierung bei 120€ bekommt.
Bei Sparkassen z.B. kann man "anderer Betrag" eingeben und dann eben z.B. 120 eintippen.
Da bekommt man von jedem Schein <100 bisschen was. ;)
 
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man die beste Sortierung bei 120€ bekommt.
Bei Sparkassen z.B. kann man "anderer Betrag" eingeben und dann eben z.B. 120 eintippen.
Da bekommt man von jedem Schein <100 bisschen was. ;)

Cool, werd ich mal probieren, bei Automaten die keine Stückelung anbieten.

Man kann aber auch alles optimieren :ugly:
 
zur Zeit gibt es an meinen Automaten wieder häufiger 100er

Letztens 350 Euro geholt und 2 x 100 Euro dabei, letztes Wochenende dann nochmal 120 und wieder einen 100er bekommen, natürlich Samstag-Nachts wenn man nur noch kleinere Ausgaben vorhat und den dann auch garantiert keiner haben will :ugly:
 
Da wo ich Geld abhebe, gibt es nur 50er und kleiner.
Aber wäre interessant mal andere Automaten zu testen, bei den Hauptfilialen bekommt man ja vielleicht auch mal 100er.

Ich hole monatlich das Geld für meine Wocheneinkäufe, immer 500€ und bekomme jedes mal 9x50er 1x20er 2x10er 2x5er

Ich persönlich bevorzuge grundsätzlich Bargeld, denn so weiß man was man hat und kauft nicht so schnell Dinge die man sich vielleicht gar nicht leisten will/kann.
Mit EC- oder Kreditkarte überdenkt man solche unnötigen Ausgaben meist erst bei der Abrechnung und nicht während der Kaufentscheidung.

Ich glaube; genau darum werden wir auch immer mehr dazu "gedrängt", elektronisch zu zahlen. Es wird uns immer leichter gemacht, es gibt immer neue Methoden. Früher gab es zusätzlich zu der herkömmlichen Kartenzahlung den Geldkarten-Chip, heute geht es schon kontaktlos, demnächst sogar mit dem Smartphone ...

Ist ja alles schön und gut, aber ich glaube das wir dadurch indirekt ein wenig beeinflusst werden sollen. So ist es einfacher; die Leute für eine kleine spontane Kaufentscheidung zu gewinnen, die man mit Bargeld vielleicht nicht getätigt hätte.

Wir leben in einer Welt in der Wirtschaftswachstum, maßloser Konsum und Wachstum durch Kredite, Analyse von Kaufverhalten und digitale Kundenprofile zum Leben dazu gehören. Ich mache da aber nicht mit, tut mir Leid.
 

Ja, ist alles nichts neues, es gibt für mich sehr viele wichtige Gründe, unbedingt am Bargeld festzuhalten.

Aus jedem Euro gesetzlichem Zahlungsmittel kann eine Geschäftsbank durch Kreditvergabe bis zu 99€ Giralgeld schöpfen und an die Kunden "verleihen". Je weniger gesetzliches Zahlungsmittel an die Kunden ausgegeben ist, desto mehr Einlagen hat die Bank aus denen sie mit 1% Mindestreserveeinlage 99% Giralgeld schöpfen kann. Am "besten" wäre es wahrscheinlich das Bargeld abzuschaffen, dann gäbe es ja keine limitierende Mindestreserve mehr, jedenfalls keine die man noch kontrollieren kann.

Das durch Kredit geschöpfte Geld gab es vorher übrigens nicht, es wird also genau genommen kein Geld von der Bank verliehen, sondern es wird temporär generiert. Neben der Rückzahlung fallen aber noch Zinsen an, die bei der Geldschöpfung nicht mitgeschöpft wurden. Die muss der Kunde also durch Arbeit von jemand anderem bekommen und an die Bank zahlen. Im großen Maßstab ergibt sich daraus ein riesiges Problem durch Zins und Zinseszins-Effekt, die Menschen sind Sklaven des Finanzsystems und je mehr Kredite es gibt, desto größer wird das Problem. Auf die selbe Art und Weise funktionieren neben offensichtlichen Krediten und Darlehen auch Renten-, Lebens- u. sonstige Versicherungen, Anleihen, "0%"-Finanzierungen, Leasingverträge etc pp.


Wie schon gesagt, ich versuche mich da so gut es geht von sämtlichen Finanzdienstleistungen fern zu halten - da letztendlich wir Verbraucher immer die dummen sind.
 
Mal als Anmerkung... egal ob dran steht "Wir nehmen keine 200/500€ Scheine an" MÜSSEN die es annehmen.Es sind nach wie vor Offizielle Zahlungsmittel.Und wenn ich Anna Tanke für 150€ Tanke und nur n 500€ Schein hab und der Kassierer den nich nehmen will dann lass ich mir das Schriftlich geben und das Tanken war kostenlos.:roll:
Er verweigert ja die Annahme von einem Offziellem Zahlungsmittel. Ich will ja bezahlen aber wenn er mein Geld nicht will...

Natürlich würde ich das nich bei nem Bäcker machen mit ner 25cent Schrippe aber ne Tanke hat immer genug Wechselgeld und auch die Möglichkeit den Schein auf Echtheit zu prüfen.

Aber generell kommt man an die 500€ Scheine schwer ran.

Ne Freundin hatte mal einen und wollte für 300€ ne Rattangarnitur kaufen. Wir mussten dann echt zur Bank den wechseln... ich hätte die Scheisse ja an der Kasse stehen lassen und wäre gegangen aber die wollte den Kram unbedingt haben...
 
Natürlich würde ich das nich bei nem Bäcker machen mit ner 25cent Schrippe aber ne Tanke hat immer genug Wechselgeld und auch die Möglichkeit den Schein auf Echtheit zu prüfen.

Als Bäcker würde ich Dir auch sagen "Ich muss Dir ja kein Brötchen verkaufen", ich vermisse in Deinem Text auch die Fähigkeit die Perspektive der Gegenseite einzunehmen. Wenn ich mich da für einen Hungerlohn in der eigens gepachteten Tankstelle abrackere, die sich eigentlich nur durch den Shop überhaupt trägt, kann ich einfach nicht riskieren das mir da jemand durch einen gut gefälschten 500er finanziell fast schon die Beine weg haut.

Das viele Wechselgeld in der Kase gehört mir ja gar nicht, die 500 Euro Schaden am Ende schon.
 
Mal als Anmerkung... egal ob dran steht "Wir nehmen keine 200/500€ Scheine an" MÜSSEN die es annehmen.

Müssen nicht unbedingt, kommt auf die Situation an -> Verhältnismäßigkeit (siehe letzten Artikel den ich verlinkt habe).

[...] kann ich einfach nicht riskieren das mir da jemand durch einen gut gefälschten 500er finanziell fast schon die Beine weg haut.[...]

Vorgestern eine Fachzeitschrift für 12,80 € gekauft, mit einem 50iger bezahlt. Selbst der kleine Kiosk hatte technische Hilfsmittel um den Schein auf die Echtheit zu überprüfen, die ich mittlerweile so gut wie bei jedem Supermarkt, Tankstelle etc. auch bemerke.

Der 500 € Schein ist übrigens einer der am wenigstens gefälschten Euroscheine.

Die Gefahr und das Risiko einer Fälschung ist somit bei 20 € und 50 € Banknoten wesentlich höher, sollte der Schutz vor Falschgeld ein Argument sein, dann müsste man diese auch permanent ablehnen.

Ich gehe mal davon aus, dass es viel mehr um das Wechselgeld geht, was man auch hier in diesem Artikel ableiten kann -> https://www.handwerksblatt.de/betrieb/20-banken-versicherungen/12757-welches-geld-muessen-sie-annehmen.html oder insbesonders auch hier erwähnt wird: https://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/Haendler-verweigern-die-Annahme-von-500-Euro-Noten;art4325,2491574
 
Die Gefahr und das Risiko einer Fälschung ist somit bei 20 € und 50 € Banknoten wesentlich höher, sollte der Schutz vor Falschgeld ein Argument sein, dann müsste man diese auch permanent ablehnen.
Das sehe ich anders. Unabhängig davon, ob das jetzt ein Argument für- oder gegen das Bargeld ist: In einer vernünftigen Risikoanalyse die jeder durch kurzes nachdenken selbst im Kopf durchführen kann, fließt neben der Wahrscheinlichkeit einer Fälschung auch die Tragweite der daraus resultierenden Folgen ein.

So kann beim 500er eine unwahrscheinliche Fälschung trotzdem zur Ablehnung führen, da die Tragweite sehr hoch zu bewerten ist.

Ein gefälschter 20er ist zwar viel wahrscheinlicher, aber die Tragweite ist zu vernachlässigen.
1. da maximal ein Schaden von 20€ zu erwarten ist und
2. da man diese Fälschung vermutlich als Wechselgeld wieder heraus gibt, bevor es überhaupt bemerkt wird.
 
Ein gefälschter 20er ist zwar viel wahrscheinlicher, aber die Tragweite ist zu vernachlässigen.
1. da maximal ein Schaden von 20€ zu erwarten ist und
2. da man diese Fälschung vermutlich als Wechselgeld wieder heraus gibt, bevor es überhaupt bemerkt wird.

Im Einzelfall betrachtet stimme ich dir zu, aber aufgrund den Artikeln kann man sehen das dieses "Fälschungs-Argument" nicht der Grund der Ablehnung der großen Banknoten ist, sondern wie bereits erwähnt viel mehr das Wechselgeld eine Rolle spielt.