komerzhasi
Krieg & Krawall
- 24 April 2006
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Sie zeigen, wie der einzige demokratische Staat im Nahen Osten mit Kritik umgeht.
Die Unterstellung in dem "Gedicht", das iranische Volk mit einem [nuklearen] Erstschlag auszulöschen, hat nichts mit Kritik zu tun sondern ist hirnlos und selten dämlich. Hätte GraSS mal 5 Jahre zurück geschaut und die aktuellen Berichte der IAEA gelesen wäre ihm aufgefallen, dass eine die atomare Bedrohung aus Syrien mit einem Präzisionsangriff im letzten Moment verhindert wurde.
Als vor kurzem der Menschenrechtsrat der UN für Untersuchungen der Siedlungspolitik abstimmt, verdrückte sich Israel auch beleidigt.
Ein Gremium, welches hunderte Resolutionen der Araber gegen Israel wegen Verletzung der Menschenrechte verabschiedet, während Staaten wie Iran, Syrien, China und Saudi-Arabien als grösste Menschenrechtsverletzer leer ausgehen, kann nur ein Blinder ernst nehmen.
Aber sei es drum. Die Siedlungspolitik als "Verbrechen" zu verurteilen sollte durch den Internationalen Strafgerichtshof geschehen. Dieser hat aber aufgrund seiner Statuten erst vor Tagen die Untersuchung angeblicher Kriegsverbrechen während "Operation Cast Lead" abgelehnt.
Warum? Weil die PalAraber keinen Staat "Palästina" haben.
Man könnte ja mal den Anfang machen, und die Atomwaffen offen legen um Grass' Kritik zu entkräften, aber nein, das geht ja nun gar nicht.
Wie soll man etwas offen legen, was nicht existiert?
Selbige Antwort hat jüngst erst der Holocaustleugner aus Teheran in den Medien auf die Forderung gegeben, einen Beweis dafür zu liefern, dass das iranische Atomprogramm nicht militärischen Zwecken dient.
btw
GraSS war in Israel sowieso schon seit seinem SS-Outing die "persona non grata". Die aktuelle Reaktion ist diplomatisch korrekt und tut niemandem weh. Wie Tom Segev schon schrieb - nichts was nicht schon tausende Male in Israel gesagt worden wäre.
