Glauben an Gott? Geister? Wahrsager?

Glauben an Gott?Geister?Wahrsager?


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Antwort

Hallo,

es ist doch keine Demütigung das jeder sich seine eigene Religion aussuchen darf. Denn wieso soll ich unbedingt für das Christentum leben wenn ich eh nicht danach leben möchte. Da ist es doch für jedermann einfacher wenn er sich dann selbst eine "Auslese" macht für seine eigene Bestimmung. Jeder sollte eben für sich das finden was er am vorteilhaftesten findet.

Ich lebe ja nicht streng nach dem Buddhismus aber ich habe in dieser Religon einfach einen besseren Halt gefunden als an dem Christentum. Erkläre mir doch mal bitte wieso es für Dich dumm ist, wenn sich ein Mensch seine Religion aussucht. Nur weil ich eben in so einer Religionsgemeinschaft reingeboren wurde heisst das doch nicht das diese für mich die einzig Wahre ist.

MfG
 
Jeder sollte eben für sich das finden was er am vorteilhaftesten findet.

[...]

Erkläre mir doch mal bitte wieso es für Dich dumm ist, wenn sich ein Mensch seine Religion aussucht.

Wenn Religion Wahrheit verkündet, wie kann man sich dann etwas aussuchen? Gibt es dann mehrere Wahrheiten, oder glauben Religionen gar nicht an Wahres, oder ist das alles ohnehin nur Heuchelei?
 
Die Wahrheit über den Tod kennt keiner aber durch das "Nichtwissen" entstehen erst Religionen. Meiner Ansicht nach ist es einfach so das es Menschen wie mich gibt die durch die Religion Antworten suche nach Fragen die nie geklärt werden können, jedoch Schutz bieten gegen Ängste und das Ungewisse.

Ich persönlich habe bis jetzt keine Antwort bekommen und ich will es ehrlich gesagt nicht aber ich konnte durch das Gewissen meiner Religion einfach ein wenig mehr abschalten und habe dadurch Frieden geschlossen, mit der Vergangenheit und auch in einer gewissen Art und Weise mit der Zukunft.

MfG
 
Ich denke eher, du hast eine Ablenkung gefunden, eine Flucht in Irgendwas, was dich beruhigt.
Du selbst sagst ja, du hast keine Antwort bekommen. Der Schmerz, die Fragen, das Warum ist immer da. Verrenne dich aber dich in deiner Ablenkung. ;)
 
Die Wahrheit über den Tod kennt keiner aber durch das "Nichtwissen" entstehen erst Religionen. Meiner Ansicht nach ist es einfach so das es Menschen wie mich gibt die durch die Religion Antworten suche nach Fragen die nie geklärt werden können, jedoch Schutz bieten gegen Ängste und das Ungewisse.
Wissenschaft kann nichts mit 100% Wahrscheinlichkeit sagen. Aber es gibt keinerlei Hinweis auf ein Leben nach dem Tod. Von daher verstehe ich nicht was du da für ein Nichtwissen siehst?
Ich kann bei mir persönlich vorstellen, dass ich etwas annehme , nur weil es für mich möglicherweise vorteilhaft ist. Ich könnte mich selbst nicht anlügen. Das kann ich an den Leuten einfach nicht verstehen.
 
Aber man glaubt an sie, denn wieso sonst sollte man glauben? Wenn der Gott, zu dem du betest, nicht wahr ist, wie kannst du dann Hilfe erwarten?


Wie soll ich den Zirkelschluss lösen? Wenn ich glaube, ist Gott (für mich) wahr, aber nicht bewiesen.
Ist seine Existenz bewiesen (oder nicht), brauche ich keinen Gott mehr, an den ich glaube. Ergo wird Gott in jedem Falle unwahr, weil ein/der "Gott" ohne Glauben nicht funktioniert.
 
Ist seine Existenz bewiesen (oder nicht), brauche ich keinen Gott mehr, an den ich glaube. Ergo wird Gott in jedem Falle unwahr, weil ein/der "Gott" ohne Glauben nicht funktioniert.


Wir sehen daraus: Gott ist immer nur im Glauben lebendig, er ist also kein außergedanklich existierendes Wesen - das nennt man dann übrigens Fiktion, in krankhaftem Falle Halluzination.

Wenn aber so klar ist, dass Gott nur Gott ist, solange man an Gott glaubt: wieso dann nicht einfach all das, was man auf Gott projiziert, wieder an sich selbst anerkennen?
 
Wir sehen daraus: Gott ist immer nur im Glauben lebendig, er ist also kein außergedanklich existierendes Wesen - das nennt man dann übrigens Fiktion, in krankhaftem Falle Halluzination.

Im allgemeinen kann man eine Halluzinationen ein für allemal und Objektiv als irreal beweisen... ich warte :ugly:

Solange unterhalte ich mich noch ein bisschen mit Harvey:LOL:

Wenn aber so klar ist, dass Gott nur Gott ist, solange man an Gott glaubt: wieso dann nicht einfach all das, was man auf Gott projiziert, wieder an sich selbst anerkennen?

Mach doch - ich werde dich nicht daran hindern.
 
Im allgemeinen kann man eine Halluzinationen ein für allemal und Objektiv als irreal beweisen... ich warte :ugly:

Den logischen Beweis hast du mit deiner Erwähnung des Zirkelschlusses doch schon geführt...

Mach doch - ich werde dich nicht daran hindern.

Homo homini deus - einer der Grundsätze des aufgeklärten Menschen allgemein und auch von mir im Besonderen.
 
Den logischen Beweis hast du mit deiner Erwähnung des Zirkelschlusses doch schon geführt...

Ich habe angeführt, das der Beweis nicht zu führen ist - vor allem nicht von mir (Ich halluziniere, schon vergessen? :evil:) Da mihi factum, dabo tibi ius ;)

Homo homini deus - einer der Grundsätze des aufgeklärten Menschen allgemein und auch von mir im Besonderen.

Schakespeare lässt es Hamlet mit Ironie vertiefen:

"Welch ein Meisterwerk ist der Mensch! Wie edel durch Vernunft! Wie unbegrenzt an Fähigkeiten! In Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig! Im Handeln wie gleich einem Engel! Im Begreifen wie gleich einem Gott! Die Zierde der Welt!"

Homo homini lupus beweist sich viel öfter...
 
Ich habe angeführt, das der Beweis nicht zu führen ist - vor allem nicht von mir (Ich halluziniere, schon vergessen? :evil:) Da mihi factum, dabo tibi ius ;)

Der Gottesbeweis nicht, nein. Aber du hast trotzdem ausgesagt, dass der Glaube den Gott macht, und nicht der Gott den Glauben...

"Welch ein Meisterwerk ist der Mensch! Wie edel durch Vernunft! Wie unbegrenzt an Fähigkeiten! In Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig! Im Handeln wie gleich einem Engel! Im Begreifen wie gleich einem Gott! Die Zierde der Welt!"

Ich hab's auf die Schnelle nicht gefunden, kannst du mir die Stelle verraten? Ich würd' gern den Kontext überblicken, bevor ich dir zustimme, dass es ironisch gemeint ist...

Homo homini lupus beweist sich viel öfter...

Wo wir schon bei der Ironie sind: einen Empiristen anzuführen, der zudem noch in einem Satz den Ausspruch "homo homini deus" mit "homo homini lupus" auf eine Ebene hebt, entbehrt nicht einer gewissen Selbstironie...
 
Der Gottesbeweis nicht, nein. Aber du hast trotzdem ausgesagt, dass der Glaube den Gott macht, und nicht der Gott den Glauben...
:think: dass das eine das andere ausschließt, sage ich aber auch nicht...

Ich hab's auf die Schnelle nicht gefunden, kannst du mir die Stelle verraten? Ich würd' gern den Kontext überblicken, bevor ich dir zustimme, dass es ironisch gemeint ist...

Echt? Ist mit Google leicht zu finden: 2. Aufzug, 2. Szene.

Wo wir schon bei der Ironie sind: einen Empiristen anzuführen, der zudem noch in einem Satz den Ausspruch "homo homini deus" mit "homo homini lupus" auf eine Ebene hebt, entbehrt nicht einer gewissen Selbstironie...

Ich führe ein Zitat an, das imho eher zutrifft. :biggrin:
 
:think: dass das eine das andere ausschließt, sage ich aber auch nicht...

Logische Konsequenz, oder nicht? Ohne Glaube kein Gott heißt doch umgekehrt: auch ohne Gott ein Glaube.

Echt? Ist mit Google leicht zu finden: 2. Aufzug, 2. Szene.

Ich gebe zu, es war keine Glanzleistung, in der einbändigen, zweispaltigen Gesamtausgabe zu suchen, die man nur mit einer Lupe lesen kann...:ugly: Aber ich kann jetzt wenigsten zustimmen, dass es ironisch gemeint war - was aber letztlich nichts an der Wahrheit von "homo homini deus" verändert...immerhin befindet sich Hamlet in einer Ausnahmesituation, und es kommt ihm wenig auf allgemeine Aussagen an ^^

Ich führe ein Zitat an, das imho eher zutrifft. :biggrin:

Der Wolf schließt den Gott ja aber nicht aus...
 
Ist das jetzte ein Tippfehler oder so gemeint?

Das ist schon so gemeint: erst durch den Glauben gibt es einen Gott (in der Vorstellung des Gläubigen). Und umgekehrt heißt das, dass es keinen Gott geben muss, damit Menschen glauben - was den Glauben zum Hirngespinst macht.

Sicher - aber nicht "sowohl als auch" sondern eher "entweder oder".

Wieso sollte man entweder Wolf oder Gott sein? Wieso sollte nicht der Wolf Gott sein? Die Sprüche sagen doch nur: die Menschen schaden sich gegenseitig, und sie projizieren ihr eigenes Verhalten auf eine höhere fiktive Instanz - das ist kein entweder - oder, sondern ein deutliches sowohl - als auch.
 
Das ist schon so gemeint: erst durch den Glauben gibt es einen Gott (in der Vorstellung des Gläubigen). Und umgekehrt heißt das, dass es keinen Gott geben muss, damit Menschen glauben - was den Glauben zum Hirngespinst macht.
Gut, da stand ich wohl auf dem Schlauch. :doh:

Nur schließt "kein Glaube" nicht automatisch die Existenz eines Gottes aus. Das kann nur ein (Gegen-)Beweiß. Will sagen - wenn ich von heute auf morgen Atheist werde, ändert das per se ja nichts an der Frage, ob es Gott gibt oder nicht, sondern ob ich glaube, das es einen Gott gibt oder nicht.

Wieso sollte man entweder Wolf oder Gott sein? Wieso sollte nicht der Wolf Gott sein? Die Sprüche sagen doch nur: die Menschen schaden sich gegenseitig, und sie projizieren ihr eigenes Verhalten auf eine höhere fiktive Instanz - das ist kein entweder - oder, sondern ein deutliches sowohl - als auch.

Okay, ich bin von der Deutung ausgegangen, das sich der Mensch sich aufgrund seiner Geistigen Fähigkeiten selber als "Gott" seiner Welt sieht. Diese subjektive Einstellung hat aber zur Folge, das der Mensch (sowohl das Individuum als auch die Gruppe) eher selber schadet...
 
Nur schließt "kein Glaube" nicht automatisch die Existenz eines Gottes aus. Das kann nur ein (Gegen-)Beweiß. Will sagen - wenn ich von heute auf morgen Atheist werde, ändert das per se ja nichts an der Frage, ob es Gott gibt oder nicht, sondern ob ich glaube, das es einen Gott gibt oder nicht.

Wenn man sagt, dass erst der Glaube den Gott macht, dann gibt es vorher keinen. Insofern ist die Nicht-Existenz Gottes ohne Glauben an ihn damit schon ausgesagt.
Ist aber natürlich nur sprachliche Spielerei, das Grundproblem, wie du es beschreibst, bleibt natürlich trotzdem bestehen. Und die Lösung hierfür liegt meiner Meinung nach in einer bestimmten Deutung von "homo homini deus": indem nämlich der Mensch bestimmte Eigenschaften seiner selbst nimmt und mit diesen als Material einen Gott schafft, welcher alles Gute vereinigt und so Stütze und Hilfe ist - Gott als Schöpfung des Menschen, als verklärtes Ideal des Menschen an sich.


Okay, ich bin von der Deutung ausgegangen, das sich der Mensch sich aufgrund seiner Geistigen Fähigkeiten selber als "Gott" seiner Welt sieht. Diese subjektive Einstellung hat aber zur Folge, das der Mensch (sowohl das Individuum als auch die Gruppe) eher selber schadet...

Ah, okay - da hast du sicher Recht. Überzogene Selbsteinschätzung ist wenig ratsam.