Glauben an Gott? Geister? Wahrsager?

Glauben an Gott?Geister?Wahrsager?


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Der Mensch als stolzes Wesen. Stolz auf sich selbst, auf seine Rasse, sein Ich. Aber der christliche Glaube dreht diesen Stolz ins Gegenteil. So viele Sünden, erfunden, um den Menschen zu knechten. Ihm einzureden, er müsse um Vergebung betteln. Lächerlich! Stolz sollten wir sein, und zwar auf uns.

- ein Wesen, das dem Nächsten (sorry, ich benutze die Sprache der Gläubigen *g*) am liebsten den Kopf einschlagen würde.
- Stolz worauf? Dafür, dass man aus dem Körper seiner Mutter unter Schmerzen geboren wurde?
- Was ist das Ich? Das Ich ist bei einem Großteil der Menschen verkümmert und lässt sich knechten von anderen Menschen. Von anderen armseligen Geschöpfen...
- Vergebung ist nichts schlimmes. Im Gegenteil. Philosophisch gesehen ist Vergebung äußerst interessant.
- Stolz hat in jüngerer Zeit schon vieles zerstört. Auch Menschenleben.
:roll:
 
Mich würde gerade mal eins interessieren: wie vereinigen diejenigen, die sich "für Gott" aber "gegen Geister" ausgesprochen haben, diese Positionen? Beides sind metaphysische Erscheinungen, und wenn es die eine gibt, wieso sollte es die andere nicht auch geben?


Weiterhin würde ich gerne mal einen Aspekt einführen, der in all den anderen diesbezüglichen Diskussionen (wieso gibt's eigentlich hier schon wieder eine neue? Ô.o) nur peripher berücksichtigt wurde: sprecht ihr von Gott als philosophische Instanz (also als erster Grund überhaupt und/oder als Grundsubstanz allen Seins) oder sprecht ihr von Gott als Glaubensinhalt?


Der Gedanke, der geäußert wurde, Gott könne ja auch eine Lebenslüge sein, die der Mensch zum eigenen Wohl schafft, ist sehr interessant: denn eigentlich ist es doch so, dass man sich zutiefst verletzt und hintergangen fühlt, wenn man eine Täuschung feststellt, sei sie noch so gut gemeint...und in meinen Augen wäre ein so gestalter Glauben Selbstverrat...


Und zum Stolz: mi-mo hat vollkommen Recht, wenn er sagt, dass der Mensch nicht auf seine Existenz (und sein Ich) stolz sein kann: sie ist nicht sein Werk, denn wir sind nicht unser eigener Grund. Aber man muss eben auch PlacID zustimmen, der ganz richtig sagt, die christliche Kirche verkehre alles Menschliche ins Negative, indem sie die natürlichsten menschlichen Regungen zur Sünde erklärt.
 
Ich weiß nicht ob es einen Gott gibt oder nicht, jedoch finde ich die Geschichtlichen Hintergründe, sowie Bekehrungen und das Prinzip der Stillen Post, aber auch die Grundsätze aller Religionien zutiefst bedenklich.

LG
 


Muss Dir hier vollkommen recht geben.

@PlaciD, wo drauf sollen wir (die Menscheit) stolz sein ? Dass wir seit mehreren hundert Jahren den Planeten gezielt ausbeuten und uns im
Prinzip egal ist, was in ein paar Hundert Jahren sein wird ?

Schaut euch mal The Happening an. In dem Film lehnt sich die Natur gegen den Menschen auf, fantastischer Film, war da 3mal drin.
 
Weisste was mir irgendwie Trost gibt? Einfach die Vorstellung, dass die nicht einfach weg sind. Sondern dass die irgendwo rumspringen und fröhlich sind. Zusammen.
Und selbst wenn das nicht wahr sein sollte, kann ich damit mein Leben besser gestalten, als wenn ich mit dem Wissen leben müsste, die sind einfach weg. Ich kann sie nie wieder sehen.
Ja, so in der Art habe ich auch mal gedacht. Doch den größten Trost, nein eher die größte Lebensfreude erhalte ich durch das was danach kommt. Als mein geliebter Opa väterlichseits starb, was mir sehr zusetzte, denn es war der erste Tod eines sehr geliebten Menschen, kam ein Monat später meine erste Nichte zur Welt. Es war der beste Trost der passieren konnte. Natürlich rutsche ich in eine andere Stellung, denn ein Mentor fällt weg und ich darf einen jungen Menschen helfen in dieser Welt klar zu kommen. Ich gebe ihr, das was mir mein Opa gab, also fließt sein in ihr ein. Er wird solange leben, wie unsere Gene weiterleben.
Kann schon sein, dass Gott für uns einfach ne Lebenslüge is, damit wir unsere armseligen Leben besser gestalten..wer weiss...
aber na und? Versuchen kann mans immer.
Und was bleibt dir in Erinnerung? Dass deine Großeltern einfach gute Menschen waren. Wegen ihrem Glauben. Nicht, weil sie Atomphysiker oder Raumfahrer oder Teilchenbeschleunigungstechniker waren...
Wie ich schon schrieb, meine Großeltern leben in mir weiter, denn sie sind ein Teil meines Lebens. Ich erinnere mich immer, wenn ich mich aufs Fahrrad setze, denn sie fuhren so gern Rad.

Zurück zu Gott, den den es gibt und auch nicht gibt. Über den man nicht schlecht sprechen darf, kein Bildnis seiner erstellen darf... blabla usw. Gott ist nunmal eine Stütze. Alles was der Mensch nicht versteht, wird mit Gott vereinbart. Es war Gottes Wille, es wird schon richtig sein, blabla... Ich glaub an diesen Käse nicht mehr, kann da natürlich auch nur von mir sprechen. Wir Menschen haben 3 große Macken, wir haben ein Problem damit das uns die Zeit begrenzt, wir haben ein Problem damit das wir immer mehr wollen. Wir haben ein Problem damit, dass uns der Zufall von jetzt auf gleich umhauen kann. Da hilft uns der Gott sehr gerne.

Wie gesagt, ich glaube an die Dinge die ich im ersten Post geschrieben habe. Wenn etwas passiert, dann war es der Zufall und der Einfluss und nicht Gottes Wille.
 
Zuletzt bearbeitet:
- ein Wesen, das dem Nächsten (sorry, ich benutze die Sprache der Gläubigen *g*) am liebsten den Kopf einschlagen würde.

Und weiter? Zum einen verneine ich für mich, aktuell jemand anderem dem Kopf einschlagen zu wollen. Zum anderen kämpft jedes Tier, wenn es angegriffen wird oder etwas verteidigen muss. Und die Menschen, die dieses Gefühl andauernd haben oder wirklich aggressiv sind, haben es meiner Meinung nach viel zu einfach in unserer Gesellschaft. In anderen Ländern würde ihnen beim ersten Mal der Kopf eingeschlagen, und dann wäre Ende. Aber hier sind viel zu viele Opfer, die sich nicht wehren, keinen Stolz haben und es einfach mit sich machen lassen.

- Stolz worauf? Dafür, dass man aus dem Körper seiner Mutter unter Schmerzen geboren wurde?

Stolz auf das, was ich bisher geschafft habe. Wie gesagt, ich bin stolz darauf, aus dem, was mir mitgegeben wurde, das beste gemacht zu haben, was ich konnte.

- Was ist das Ich? Das Ich ist bei einem Großteil der Menschen verkümmert und lässt sich knechten von anderen Menschen. Von anderen armseligen Geschöpfen...

Ja. Aber das ist keine Begründung. Vielleicht sollten wir versuchen, zu unserem Ich zurückzufinden und uns nicht mehr knechten lassen.

- Vergebung ist nichts schlimmes. Im Gegenteil. Philosophisch gesehen ist Vergebung äußerst interessant.

Das mag sein, aber sich vorschreiben zu lassen, dass man vergeben muss? Wenn ich jemandem vergeben möchte, werde ich das tun. Und wenn nicht, dann nicht.

- Stolz hat in jüngerer Zeit schon vieles zerstört. Auch Menschenleben.
:roll:

Auch Liebe hat schon viele Menschenleben zerstört. Und S*x auch (wobei, das wäre jetzt wieder ein Argument für die Kirche). Alles verteufeln?

@PlaciD, wo drauf sollen wir (die Menscheit) stolz sein ? Dass wir seit mehreren hundert Jahren den Planeten gezielt ausbeuten und uns im
Prinzip egal ist, was in ein paar Hundert Jahren sein wird ?

So habe ich auch mal gedacht. Ich verstehe also dein Argument. Und wenn du nochmal liest, habe ich nie wir geschrieben. Ich sprach von jedem einzelnen Menschen. Ich sprach davon, dass "Ich" stolz bin. Stolz darauf, aus dem, was mir mitgegeben wurde, das beste gemacht zu haben, was ich konnte (Ich wiederhole das absichtlich). Ich konnte nicht verhindern, dass die Atombome gebaut und benutzt wurde. Ich kann auch nicht verhindern, dass der Regenwald abgeholzt wird. Ich kann nicht verhindern, dass Menschen verhungern, obwohl wir im Überfluss leben.

Nur, um mal kurz meinen Hintergrund zu erklären, damit man mich evtl. besser versteht:
Ich komme aus einer christlichen Familie, d.h. bin getauft und gefirmt usw. In meiner Jugend habe ich an einen Gott gelaubt, ein bisschen anders als die Kirche ihn gemalt hat, aber im großen und ganzen deckungsgleich. Mit zunehmendem Alter habe ich mich von diesem Glauben entfernt und bin zu einer misanthroph-ähnlichen Einstellungen "übergelaufen". Das waren sehr schwere Jahre damals und diese Einstellung zum Leben war auch nicht unbedingt förderlich. Ich habe mich dann mit verschiedenen Religionen beschäftigt (Buddhismus, Hinduismus, Christentum, ein bisschen Islam) und bin danach bei meiner jetzigen Einstellungen hängengeblieben, vor allem durch die Werke von LaVey, die viele meiner Ideen ausformuliert und verfestigt haben. Das nur so als Anmerkung :)
 
Und zum Stolz: mi-mo hat vollkommen Recht, wenn er sagt, dass der Mensch nicht auf seine Existenz (und sein Ich) stolz sein kann: sie ist nicht sein Werk, denn wir sind nicht unser eigener Grund. Aber man muss eben auch PlacID zustimmen, der ganz richtig sagt, die christliche Kirche verkehre alles Menschliche ins Negative, indem sie die natürlichsten menschlichen Regungen zur Sünde erklärt.

Das muss ich ergänzen: man kann wohl schwerlich sagen, dass das "Ich" in vielen Fällen verkümmert und geknechtet ist. Aus welcher Perspektive wird das gesagt? Dessen, der frei denkt und aufrecht handelt? Solche Maßstäbe sind in diesem Thema vollkommen unzureichend...
 
Ich glaube nur an Sachen, für die es Beweise gibt. Da es keine Beweise für Gott,Geister,wahrsagen und Aliens gibt, glaube ich nicht an sie. So leicht ist das.
 
Ich glaube weder an Gott noch an Geister...
Und Wahrsager sind meiner Meinung nach Betrüger, die den Leuten die daran glauben das Geld aus der Tasche ziehen....

*meine Meinung*
 
da brauch man keine meinung zu haben, das ist fakt!


das wiederum halt ich fürn gerücht.
deine beweis-theorie hinkt nämlich. was du nicht beweisen kannst, ist für dich nicht existent. aber dann müsste die beweisbarkeit der nicht-existenz für dich genausoviel wert haben. hat sie aber scheinbar nicht.
damit ist deine sichtweise subjektiv und nicht objektiv.

mit der begründung ist dein faktum eher ne meinung und damit wieder nur theorie.
 
das wiederum halt ich fürn gerücht.
deine beweis-theorie hinkt nämlich.

Was er als Fakt ansieht, aber hier nicht beweisen kann, wurde an anderer Stelle hundertmal bewiesen, indem man die Tricks und Kunsstücke von Wahrsagern und ähnlichen Esoterikern aufgezeigt hat. Mit bloßer Argumentation sind diese Dinge, in einem Forum erst recht nicht, als Betrug zu entlarven. Es bedarf dafür des empirischen Beweises, den man im Internet nicht führen kann.


Es wurde auch nie gesagt, dass das, was man nicht beweisen kann, auch nicht existent sei. Wie würde man denn unsichtbare Geister aus dem Jenseits beweisen wollen? Ontologisch?
 
ich habe mich nur auf den 2. teil, die wahrsager, bezogen. man kann die nicht-existenz von etwas übernatürlichem nicht beweisen. aber genauso kann man die nicht-existenz von einhörnern nicht beweisen und man glaubt ja auch nicht an deren existenz. deswegen kann man im allgemeinen sprachgebrauch schon sagen, dass es keinen gott gibt. aber wie gesagt, darauf bezog ich mich gar nicht.
 
man kann die nicht-existenz von etwas übernatürlichem nicht beweisen. aber genauso kann man die nicht-existenz von einhörnern nicht beweisen und man glaubt ja auch nicht an deren existenz. deswegen kann man im allgemeinen sprachgebrauch schon sagen, dass es keinen gott gibt.

Also, du sagst, es gibt keine Einhörner. Und wenn morgen die Wissenschaft im Urwald von Sonstwo ein Einhorn entdeckt, dann gibt es auf einmal Einhörner. Obwohl es doch gestern noch keine gab?
Oder, von der anderen Seite: Du glaubst also, die Menschheit ist so überlegen, dass sie alles beweisen kann, was existiert. Und das, obwohl doch selbst die Wissenschaft selber sagt, dass sie noch nichtmal alle Arten von Lebewesen auf diesem Planeten kennt. Und diese Wissenschaft soll in der Lage sein, alles zu beweisen, was existiert?
 
Also, du sagst, es gibt keine Einhörner. Und wenn morgen die Wissenschaft im Urwald von Sonstwo ein Einhorn entdeckt, dann gibt es auf einmal Einhörner. Obwohl es doch gestern noch keine gab?
Oder, von der anderen Seite: Du glaubst also, die Menschheit ist so überlegen, dass sie alles beweisen kann, was existiert. Und das, obwohl doch selbst die Wissenschaft selber sagt, dass sie noch nichtmal alle Arten von Lebewesen auf diesem Planeten kennt. Und diese Wissenschaft soll in der Lage sein, alles zu beweisen, was existiert?

Ich weiss nicht, aber mit einer solchen Aussagen gibst du jedem der an irgendwas glaubt (Gott, Aliens, Wahrsager, Einhörner, die Schlümpfe ^^) einen Freifahrtsschein nach dem Motto: "Jop, da könnte ja was wahres dran sein"; und sowas ist meiner Meinung nach einfach falsch.

Das wird besonders deutlich, wenns um das Thema "Wahrsagen" geht. Man muss sich ja z.B. nur mal nachmittags diese Astro-TV Shows anschauen. Da sitzen meisst irgendwelche finster aussehende Damen, die man noch nichtmal zu sich nach hause zum Kaffee trinken einladen würde. Aber so eine Person soll mir dann sagen, was im nächsten Jahr z.B. in Sachen Liebe, Beruf, Gesundheit bei mir abgehen wird ?
Klar kann die Wissenschaft nicht beweisen, dass es gänzlich falsch ist, aber manchmal reicht halt schon ein bischen gesunder Menschenverstand um zu sagen das einige Dinge einfach so nicht richtig sind.
 
Wenn es morgen wissenschaftliche Fakten von Einhörner gäbe, wäre bewiesen, dass es Einhörner gibt. Es ist aber sehr unwahrscheinlich. Warum? Es gibt viele Erklärungsansätze wie der Mythos Einhorn entstanden ist und es gibt keinen einzigen Beweis für die tatsächliche Existenz von einem Einhorn. Genauso sieht es mit Wahrsagen und Gott aus. Möglich ist alles, aber es ist so unwahrscheinlich, dass man im allgemeinen Sprachgebrauch sagen kann, dass es Einhörner,Aliens,Gott etc. nicht gibt.
 
vielleicht gibts irgendwann ne Mutation eines Pferdchens oder eines sonstigen galloppierenden Tieres, das einfach son Horn mitten auf der Stirn trägt.

Pferd? Elch? oder doch Eichhorn?

Wir müssen den Begriff halt auch definieren.
Aber damit schränken wir ihn auch wieder ein, weil wir als Menschen in kleinen Kategorien denken müssen, damit wir erkennen und lernen.
Wenn wir ausweiten würden, würden wir mit der Masse an Informationen gar nicht klarkommen...

also reduzieren wir auf ganz wenige Informationen, und vllt bleibt dabei die wichtige uns nicht erkennbare Information einfach auf der Strecke?



woher kommt eigentlich der Mythos vom Einhorn? Wie kommt der Mensch darauf, sich ein solches Geschöpf zu erschaffen?
hat hier jemand ne Ahnung?
 
"Einige zeitgenössische Wissenschaftler vertreten die Hypothese, dass der Ursprung des Einhorns in Rindern oder Ziegen liegt, denen man im Orient des 3. vorchristlichen Jahrhunderts zu Schmuck- oder kultischen Zwecken in jungen Jahren die Hörner zusammenband, so dass diese im Laufe der Jahre scheinbar zu einem einzigen Horn zusammenwuchsen. Das könnte auch die gespaltenen Hufe und den „Löwenschwanz“ erklären, die besser zu einem Paarhufer als zu einem Pferd passen. Weiter wird vermutet dass es eine biologisch gesehene höhere Fitness für Tiere im Mittelalter gab, die durch den Vorteil des einen Horns, wesentliche Kämpfe gegen Konkurrenzen gewonnen haben. Evolutionstheoretisch mussten die Einhörner sich dem Jagdtrieb der Menschen ergeben, da sie ein begehrtes Sammelobjekt wurden."
https://de.wikipedia.org/wiki/Einhorn

auf der englischen Seite gibt es noch viel mehr Theorien: https://en.wikipedia.org/wiki/Unicorn

The narwhal
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Diese Theorie habe ich mal in einer Doku gesehn.
 
Natürlich, man kann jetzt bei allem, was die Wissenschaft noch nicht kennt, davon ausgehen, dass es existiert. Man kann aber auch mal seinen Verstand anstrengen und abwägen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass dieses oder jenes tatsächlich existiert. Und dann kann man auch noch bedenken, dass sich Wissenschaft mit dem befasst, was vorhanden ist, nicht mit dem, was noch unbekannt ist. D.h., sie beschäftigt sich mit Einhörnern, insofern sie in Kultur und Kunst vorkommen, sie beschäftigt sich mit Gott, insofern er in Kultur und Geistesgeschichte vorkommt, etc....