Freundeskreis - einfach zum Quatschen

Wirst lachen, das ist gut 35 oder 36 Jahre her, so mit 14 oder 15. Man, was warn wir damals stolz wenn uns die kurzsichtige Omi im Kiosk Zeitschriften verkauft hat die in Blickdichten Tüten (also eigentlich erst ab 18...) verpackt waren. 🤣
Mir ist neulich beim Umzugskartons auspacken so ein Exemplar in die Finger gekommen. Damals waren Sachen erst ab 18, die siehste heute in jeder zweiten Vorabendserie bei den Öffentlich-Rechtlichen. 😂
 
Aber klar doch..
Aber du musst erst die roten, dann die grünen und nach 30 min ganz wichtig erst die rosane nehmen..
Das ganze mit cola nicht mit wasser das hat zu wenig zucker schlucken.
Wenn du die farben vertauscht bekommst du blaue haare.. weisste noch wie ich vor 1 jahr ca aussah? Gar nicht witzig..
 
Gedanken zum 1. Advent

Weihnachten 2022 - Ein Grund zum Feiern?

Eigentlich wollte ich dieses Jahr, wie auch in den vergangenen Jahren, einfach ein kleines Advents- oder Weihnachtsgedicht schreiben. Dieses Jahr jedoch führten bisher alle Ideen und Ansätze die ich hatte ins Leere. Ein simples Gedicht erschien mir als zu wenig um auszudrücken was mich und viele andere Menschen derzeit bewegt.

Corona ist immer noch nicht vorbei, verschwindet aber langsam im Alltag, der brutale Krieg in der Ukraine, die explodierenden Energiepreise, die steigenden Lebensmittelpreise und dann noch unnötigerweise eine Fußball-Weltmeisterschaft in einem Land das die Menschenrechte mit Füßen tritt, dem es egal ist, wie viel Arbeiter auf den Baustellen ums Leben kommen und in dem sich Queere Menschen nicht sicher sein können unversehrt zu bleiben, sollten sie die WM vor Ort verfolgen wollen. Als Tüpfelchen auf dem "I" kommen noch die aktuellen Anschuldigungen von FIFA-Präsident Infantino und natürlich die Adventszeit als Ausrichtungszeitraum. Wobei das ja schon fast wieder passt, geht es dem Handel doch in der Adventszeit um das gleiche wie der FIFA bei der WM, um den Kommerz. Man kann nur hoffen, dass es nächstes Jahr in Australien und Neuseeland bei der Frauenfußball weltmeisterschaft dann mal wieder um Sport geht.

Doch können wir im Angesicht dieser vielen Probleme unserer Zeit einfach Weihnachten feiern?

Ich denke wir können nicht nur, sondern es ist unabdingbar Weihnachten zu feiern. Würden wir es nicht tun hätten wir die Hoffnung die mit der Geburt Jesu Christi einhergeht wohl verloren und würden uns noch verzweifelter und machtloser fühlen wie wir es teilweise jetzt schon tun. Und es gibt Hoffnung, zwar eine kleine, feine, und es bräuchte schon ein Wunder würde sie sich am diesjährigen Weihnachtsfest erfüllen, doch nur wenn wir an Wunder glauben können Sie auch geschehen.

Um diese Hoffnung zu begründen schauen wir einmal 108 Jahre zurück ins Jahr 1914, das Jahr in dem der Erste Weltkrieg begann. Ausgelöst wurde er bekanntermaßen durch die Ermordung des österreichischen Kronprinzen wodurch zwischen Österreich und dem Deutschen Kaiserreich der Bündnisfall eintrat. Genau wie die russischen Streitkräfte am Beginn des Krieges in der Ukraine war das deutsche Militär sehr siegesicher, die Soldaten präsentierten sich bei der Abfahrt ihrer Züge mit Blumen am Gewehr, alle strotzten und waren überzeugt davon die Entente aus den Armeen Großbritanniens, Belgiens, der Niederlande und Frankreichs in kürzester Zeit zu überrennen. Wie auch der Plan Russlands in der Ukraine ging der deutsche Plan damals nicht auf, es ging über in einen Stellungs- und Grabenkrieg, wobei die Schützengräben zum Teil nur wenig mehr als 100 m voneinander entfernt waren.
Die Hoffnung Weihnachten schon wieder zu Hause bei ihren Lieben feiern zu können erfüllte sich für die Soldaten nicht. Um die Moral der Truppe zu stärken wurde von deutscher Seite dafür gesorgt, dass die Frontabschnitte kleine Weihnachtsbäume und Kerzen erhielten. Auch die Versorgungslage bei den Lebensmitteln war noch nicht sehr eingeschränkt, somit erhielten die Soldaten zu Weihnachten auch einige Leckereien, Bier und Wein.

Nun ergab es sich ohne irgendwelche Absprachen und auch von den jeweiligen Heeresleitungen nicht genehmigt, das nahezu an der gesamten Frontlinie die Kampfhandlungen am Heiligen Abend eingestellt wurden.
Nach kurzer Zeit stellten die Deutschen ihre beleuchteten Weihnachtsbäume auf die Ränder des Schützengrabens und begannen stille Nacht und andere Weihnachtslieder zu singen. Auch die gegnerischen Soldaten stellten Kerzen auf die Schützengräben und antworteten mit Weihnachtsliedern in ihren Sprachen. An einigen Frontabschnitten soll es auch vorgekommen sein dass die Soldaten spontan Bänke und Tische im Niemandsland zwischen den Schützengräben aufstellten und ihre Weihnachtspakete mit den Gegnern teilten, die ihrerseits auch Nahrungsmittel und Getränke für eine improvisierte Weihnachtsfeier mitbrachten. Geschossen wurde nur mit dem Fußball, da es auch Freundschaftsspiele gegeben haben soll.
Wie viel davon nun wahr ist und wie viel und was dazu gedichtet wurde, das Einstellen der Kampfhandlungen und das Singen von Weihnachtsliedern ist belegt.

Wenn ich an diese Ereignisse von damals denke, überlege ich manchmal wie sich die Welt und Europa wohl entwickelt hätten, hätten diese Soldaten nach dem Weihnachtsfest 1914 gesagt: "wir schießen nicht auf Menschen mit denen wir Weihnachten gefeiert haben!". Hätte sich dieser Krieg trotzdem bis 1918 gezogen, oder hätte, durch die Vernunft der Soldaten, die Vernunft gesiegt und man wäre zu einer Verhandlungslösung gekommen? Hätte H****r auch dann die Macht übernehmen und seine wahnsinnigen Phantasien umsetzen können?
Und, was wäre, wenn es etwas Vergleichbares auch jetzt im Ukraine Krieg geben würde? Sicher, die Voraussetzungen sind ungleich schwerer, die Soldaten stehen (liegen) sich nicht in Schützengräben gegenüber sondern im Kampfpanzern und noch dazu ist das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest erst am 6 Januar, unserem Dreikönigstag, aber hier sind wir wieder bei dem Thema, Wunder gibt es nur, wenn wir daran glauben.

In diesem Sinne möchte ich allen eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen.
Adventliche Grüße aus Angeln sendet euch driverman.
 
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