Freundeskreis - einfach zum Quatschen

Na da bin ich anders..
Ich probiere viel aus..
und gerne mit anderen zusammen..
Naja, ich wäre sicher auch anders, wenn meine gesamten Lebensumstände von Kindheit an, andere gewesen wären und sind. Das Ganze zu erklären, wäre `ne laaaange Geschichte.
Und jetzt, wo ich Frührentnerin bin und eigentlich viel Zeit hätte um Dinge auszuprobieren, oder mit anderen zu kochen oder generell Gäste einzuladen, bin ich viel zu krank und hab zu starke Schmerzen, um lang, oder gar zusätzlich in der Küche zu stehen. (Wobei "lang stehen" bei mir schon 15 Minuten sind). Außerdem bin ich wegen meiner ME/CFS oft schon von kleinen Erledigungen stark erschöpft. Mal ein Beispiel: ich will abends Schnitzel mit Kartoffeln, Soße und mit viel Zwiebeln und in Butter gebratenen Rosenkohl. Ist ja nicht sooo zeitaufwendig, doch ich muss dann schon vormittags den Rosenkohl putzen und kochen und Kartoffeln schälen, weil ich es nicht schaffen würde, das Essen in einem Stück zuzubereiten
Naja, und für mich allein `nen ganzen Kuchen machen wäre Größenwahn. Selbst ein kleiner Kuchen ist schon zu viel.
Meine letzten Geburtstage sahen wie folgt aus: keine Gäste. Statt dessen bin ich irgendwo Mittag essen gegangen, hab mir auf dem Heimweg beim Bäcker 2 Stück Kuchen geholt. Dann meinen notwendigen Mittagsschlaf, anschließend mit mir allein Kaffee und Kuchen. Nächstes Jahr werde ich 60,, eigentlich ja ein Grund zu feiern, doch auch dieser Geburtstag wird wie die vorherigen verlaufen, weil mir für Gäste zu Hause zu bewirten einfach die Kraft fehlt. Und Gäste zum auswärts essen einzuladen geht auch nicht, weil mir dafür das Geld fehlt, bzw. weil ich auch nicht bereit bin, dafür mein schwer Erspartes auszugeben. Das Geld verwende ich viel lieber dafür, um anderen mal einfach zwischendurch ein kleines Überraschungsgeschenk zu machen. Und dieser 60. Geburtstag wird dann auch der letzte sein, den ich so begehe. Die paar die noch folgen werden für mich stinknormale Tage sein. Auf solche Geburtstage hab ich einfach keine Lust mehr. Warum sollte ich das eine Mal im Jahr, wo ich in einer Gaststätte essen gehe, auf diesen einen bestimmten Tag beschränken? Ich hab doch (seelisch) mehr davon, wenn ich einfach mal essen gehe, wenn ich dazu Lust habe, oder es mir einfach hilft, damit ich mal nicht selbst kochen muss. Und es ist doch auch viel schöner, sich einfach mal zwischendurch ein Stück Kuchen zu kaufen, weil man da grad Lust drauf hat, statt sich am Geburtstag Kuchen kaufen zu "müssen".

Ab und zu probiere ich auch mal was Neues aus, aber das darf nicht zeitaufwendig sein und es sollte aus wenigen Zutaten bestehen. Und streng nach Rezept hab ich nur sehr selten gekocht. Kochen hab ich in meiner Kindheit so nebenbei von meiner Pflegeoma und Pflegemutter gelernt. Als ich zu Hause ausgezogen bin hat mir meine Pflegemutter ein Kochbuch geschenkt. Doch da gingen die Probleme schon los. Da standen Rezepte drin, wo man manche Zutaten nur schwer zu kaufen bekam. Und wenn man dann endlich die fehlende Zutat zu kaufen bekam, fehlte wieder eine andere. Und bis man die dann zu kaufen bekam, war die andere schon längst schlecht. Man konnte ja schon nicht mal den "Sonntagsbraten" planen. Fleisch gab es da ja immer nur sonntags, von daher der Name Sonntagsbraten. Nur Frikadellen oder Bratwurst gab es auch mal unter der Woche. Was man am Sonntag brutzeln konnte, hat sich immer donnerstags entschieden, denn die Metzger bekamen immer nur donnerstags früh Fleisch geliefert. Und wenn man abends von der Arbeit kam, konnte man nur das kaufen, was übrig war. Rindfleisch bekam man nur, wenn man die Möglichkeit und Zeit hatte, sich früh an die lange Schlange beim Metzger einzureihen. Wenn man erst abends kam, bekam man mit viel Glück noch ein kleines Stück Schweinebraten der nur für 2 reichte. Ab 3 Kinder bekam man den sogenannten "Kinderreich-Ausweis". Wenn man den im Laden vorzeigte, bekam man auch ein größeres Stück Fleisch. Oder, z.B. wenn man 2 Stunden nur wegen Bananen angestellt hatte, bekam man auf Grund dieses Ausweises statt nur einem, sogar 2 Kilo. Das hört sich zwar toll an, ist aber im Vergleich ein Hohn. Denn eine alleinstehende Person hatte dann ein Kilo Bananen für sich allein und ein Ehepaar mit 3 oder gar noch mehr Kindern musste mit 2 Kilo zufrieden sein.
Und frisches Gemüse gab es nur, wenn da grad Saison war. Tomaten, Gurken und Salat und ab und zu mal Paprika (aus Ungarn) gab es also grundsätzlich nur im Sommer. Das einzige frische Obst, was es ganzjährig gab, waren Äpfel.
Naja, aber wir haben (zwar mangelernährt), aber trotzdem überlebt.

ich sage was es ist und das ich keinen Schimmer habe ob es schmeckt..
Das ist natürlich auch `ne Möglichkeit.

Ich finde es immer spannend wenn jemand sagt boa musste machen ,schmeckt mega geil und man selbst einen kotzreiz davon bekommt.. ist mir auch schon oft genug passiert😂
Oh je.
 
Beim Testen hab ich drei Optionen.
Entweder ich plane das zu Testende Gericht als Vorspeise oder Zwischenmahlzeit in entsprechend geringer Menge,
Das ist `ne sehr gute Idee. Aber eben auch zeitaufwendiger, weil Du mehrere Gerichte zubereiten musst.

oder ich lasse mich zum Testen einladen.
Das ist die beste Option. :ROFLMAO:

Die dritte Möglichkeit ist die seltenste, weil teuerste und ärgerlichste wenn es nicht schmeckt, nämlich das Testen im Gasthof/Restaurant oder so.
Das Testen im Restaurant eigenet sich für mehrere Personen. Dann bestellt sich jeder was anderes und wenn einem sein Essen doch nicht schmeckt, geben ihm die anderen was von ihrem Essen ab.

So ähnlich war es zu meiner 2. Hochzeit (im Schwarzwald). Wir waren da eh nur 5 Erwachsene und ein kleines Kind. Für Mittag hatten wir einen Tisch in einem sehr teuren Restaurant bestellt. (Im Jahr 2005 das billigste Hauptgericht auf der Karte 32,- €). Wir haben kein Essen vorbestellt, sondern jeder konnte sich von der Karte (wo aber keine Preise dabei standen) bestellen, was er wollte. Als Vorsuppe hatte ich entweder Blumenkohlcremesuppe, oder Schneckensüpple in`s Auge gefasst. Schnecken mit Kräuerbutter hatte ich bis dato schon mehrfach gegessen und ich hätte ja liebend gern die Schneckensuppe probiert. Allerdings hatte ich auch Schiss, dass sie mir nicht schmeckt. Mein Mann war ja Schwarzwälder, der ist also mit Schnecken in allen Variationen aufgewachsen. Also hat er sich die Schnecken- bestellt, damit ich sie probieren konnte und ich die Blumenkohl-Suppe. Und dann hab ich zuerst von der Schneckensuppe probiert und dann die Blumenkohls.. Ende der Geschichte: mein Mann musste die Blumekohls. essen. :LOL:
Mein Schwiegersohn war mutig und hat sich direkt die Schneckens. bestellt. Sein Mut wurde belohnt. Er war davon genauso begeistert, wie ich.
 
Naja, und für mich allein `nen ganzen Kuchen machen wäre Größenwahn. Selbst ein kleiner Kuchen ist schon zu viel.
Meine letzten Geburtstage sahen wie folgt aus: keine Gäste. Statt dessen bin ich irgendwo Mittag essen gegangen, hab mir auf dem Heimweg beim Bäcker 2 Stück Kuchen geholt. Dann meinen notwendigen Mittagsschlaf, anschließend mit mir allein Kaffee und Kuchen. Nächstes Jahr werde ich 60,

Doofe Frage: Aber wer "zwingt" einen denn, irgendwelche Gäste zu bewirten ? Wenn du Freunde und oder Familie hast, die um deine gesundheitlichen Defizite wissen, dann sollte es doch klar sein, dass Du da nicht den "Hampelmann" für alle machst ?

Keine Ahnung, aber man kann doch nicht von Leuten Sachen erwarten, die sie gesundheitlich nicht können ... Dann bringt man halt selber Kuchen mit, oder lädt die Person selber zum Essen ein ? O.ô
 
Mein freund ist unerwartet zu besuch so das ich komplett vergessen habe die sachen für den kuchen einzukaufen 😞 muss das nächste woche machen..
 
Doofe Frage: Aber wer "zwingt" einen denn, irgendwelche Gäste zu bewirten ? Wenn du Freunde und oder Familie hast, die um deine gesundheitlichen Defizite wissen, dann sollte es doch klar sein, dass Du da nicht den "Hampelmann" für alle machst ?
Mich zwingt ja keiner!
Familie habe ich nicht wirklich. Denn die hat sich auf Grund meiner Pflegemutter (Teufel, Hexe und falsche Schlange in einer Person), einem dunkelgrauen Schaf und einem schwarzen Schaf quasi in Luft aufgelöst. (Laaaange Geschichte).
Wirkliche Freunde habe ich nicht mehr wirklich. Durch meine vielen Umzüge und die daraus entstehenden weiten Entfernungen, sind aus Freunden nur noch Bekannte geworden, denen man zum Geburtstag, Weihnachten usw. nur noch `ne Whatsapp oder fb-Nachricht schickt und zu früheren Bekannten hat man gar keinen Kontakt mehr. Einer von meinen wirklich guten Kumpels aus dem Schwarzwald ist ganz plötzlich vor 2 Jahren mit nur 67 Jahren an Krebs gestorben. Als ich vor 10 Jahren nach HH zurück gezogen bin, war ich ja schon krank.
Und glaub mir, es ist für gesunde schon extrem schwer Freunde zu finden. Als ich im Jahr 2000 das erste Mal nach HH gezogen war, hatte ich hier nur einen Kumpel und dadurch auch Kontakt zu seiner lieben Familie. Allerdings ist der Kumpel dann weggezogen und somit auch der Kontakt zu seiner Familie abgebrochen. Hamburg an sich kannte ich nicht wirklich. Bevor ich beschlossen hatte hier her zu ziehen, war ich nur mal paar Tage hier. Dass ich hier gestandet bin, ist eher Zufall. Ich habe dann gezielt nach Leuten gesucht, die bereit wären mir mal die schönen Ecken von HH zu zeigen und mit denen man mal was unternehmen kann. Alles in allem hatten sich 3 Männer gemeldet und jedes der ersten und einzigen Treffen lief gleich ab: sie luden mich zum Essen ein, kamen mich in meinem Stadtteil abholen. Und da gings schon los: eigentlich sollten DIE mir ja was von HH zeigen, doch sie fragten MICH wo man in meinem Stadtteil gut essen gehen könnte. Nachdem man gegessen hatte, hatten aber alle 3 kein Interesse an einem gemütlichen Abend, sondern wollten mich nicht nur äußerlich, sondern vor allem auch "innerlich" kennenlernen. Meine weiteren Freunde-Suchanzeigen, wo ich extra mit rein schrieb, dass ich keinen S*x suche, waren nicht erfolgreich. Es hatte sich dann nur noch ein Mann gemeldet. Mit dem waren wir mit meinen Kindern ein mal im Wildpark und einmal im Stadtpark spazieren und Eis essen. Danach teilte er mir mit, dass ihn meine Kinder stören! Also hab ich es aufgegeben nach Freundschaften zu suchen und statt dessen mehr gearbeitet. Da hatten vor allem meine Kinder was davon, weil dann mehr Geld für gemeinsame Unternehmungen zur Verfügung stand.
Als ich vor 10 Jahren nach HH zurück gezogen bin, war ich ja schon krank und konnte nicht mehr arbeiten. In meinem Umfeld Freunde zu finden ist also extrem schwierig, denn der Ausländeranteil ist hier sehr groß. Ausländer wollen eher unter sich bleiben. In meinem Haus wohnen insgesamt 23 Personen. 2 Polen, ein Tunesier, 4 Marrokaner, 3 Pakistaner und 11 Türken. Nur 2 Deutsche, ein alter Mann (der auch sehr krank ist und nicht sehr gesprächig) und ich. In den anderen Häusern sieht es nicht viel besser aus. Näheren Kontakt hab ich hier nur zu einem der Pakistaner. Der hatte den Kontakt zu mir gesucht, weil er Hilfe braucht, er ist Analphabet und spricht auch nur sehr schlechtes Deutsch. Er wohnt schon seit 20 Jahren in Deutschland, der müsste eigentlich fließend deutsch sprechen und verstehen können, doch als er nach Deutschland kam, hat er sich auf seinen Analphabetismus ausgeruht und hat hier nie einen Deutschkurs gemacht. Ich hatte ihn mal gefragt, wieso er nicht lesen und schreiben könne und da erzählte er mir, dass er als Kind keine Lust auf Schule gehabt hätte und deshalb hätten die Eltern ihn dann auch nicht mehr da hin geschickt. Außerdem wollte sein Großvater nicht, dass er in der Schule "Zeit verschwendet", statt dessen sollte er bei seinem Großvater auf dem Feld arbeiten. Und seine Eltern haben ihm dann auch nicht mal lesen und schreiben beigebracht.
Anfangs tat er mir leid, hab ihm seine Briefe vorgelesen und ich habe seinen gesamten Schreibkram erledigt und auch Anrufe für ihn erledigt, damit der Angerufene überhaupt versteht, was der von denen will. Und der Mann bekommt extrem viel Post, wegen nicht bezahlter Rechnungen, wegen nicht fristgerecht abgegebener Steuerklärungen und `ne Menge Knöllchen. Allein in den letzten 8 Tagen bekam er einen Brief, weil er geblitzt worden war, ist statt 60 stolze 75 gefahren. Zwei Tage später ein Knöllchen am Auto wegen Falschparken. Ich habe ihm schon x Mal versucht deutsche Regeln bei zu bringen, doch das ist alles umsonst. Hier in HH muss man sich z.B. um seinen Sperrmüll selbst kümmern, entweder lässt man ihn kostenpflichtig abholen, oder bringt ihn selbst zum Wertstoffhof. Mein Nachbar hat einen Transporter, der könnte den also locker selbst weg bringen. Macht er aber nicht. Statt dessen stellt er den Sperrmüll verbotener Weise einfach an die Straßenecke. Selbst meine Warnung, dass ihn das viel Geld kostet, wenn er dabei erwischt wird, interessiert ihn nicht. Schon allein deshalb hat er keine Chance jemals ein Kumpel von mir zu werden. Aber, es gibt auch andere Vorfälle, die mich dazu zwingen, ihn auf Abstand zu halten. Vor einigen Jahren fiel mir auf, dass er, wenn er länger als 15 Minuten bei mir war, sich ständig unten anfasste. Das war mir natürlich extrem unangenehm und ich hatte Sorge, dass er vielleicht sogar über mich her fällt. Ich hatte ihn dann aufgefordert, das zu unterlassen. Da meinte er, dass er das machen müsse, damit da nichts hart wird, weil er immer scharf auf mich ist. Und er fragte mich sogar, ob ich mit ihm schlafen würde! Hab ihm klar gemacht, dass das nie im Leben passieren wird und, dass ich ihm verbiete, so was in meiner Gegenwart zu tun. Doch er hat damit nicht aufgehört. Bis dahin hatten wir ein freundschaftliches Verhältnis. Er kam öfters mal mit Kuchen vorbei und wir haben gemütlich Kaffee getrunken und er hat sogar drei Mal für mich mit gekocht und haben dann gemeinsam bei mir gegessen. Aber seit dem Vorfall lasse ich ihn nur noch in meine Küche. Dort hab ich nur einen kleinen Tisch, einen für mich "gemütlichen" Klappstuhl, doch für ihn nur einen ungemütlichen kleinen Klapphocker. Er beschwert sich jedes Mal, dass er nicht lang auf dem Hocker sitzen kann, weil er da Rückenschmerzen bekommt. Und ob ich ihm nicht einen Stuhl aus dem Wohnzimmer von der Essgruppe haben kann. Hab ihm gesagt, dass ich den Tisch und die Stühle nicht mehr habe, weil die Stühle ständig aus dem Leim gingen und ich sie aller zwei Jahre neu kleben musste. Das wollte er mir nicht glauben, also hab ich ihm dann meine Tisch und die kaputten Stühle im Keller gezeigt. Er weis bis heut nicht, dass ich einen neuen Tisch und schöne gemütliche Stühle habe. Und außerdem hab ich ihm auch ehrlich gesagt, dass ich auch nicht will, dass er lange bleibt. Aber, ich glaub, dass er das nicht verstanden hat, oder nicht verstehen will, denn er beschwert sich noch immer jedes Mal über den ungemütlichen Hocker.
Doch zurück zu meinem 60. Geburtstag. Ich würde an dem Tag schon gern so 2-3 Leute zum Kaffee einladen, dafür würde ich auch mehr Schmerzen und eine anschließende starke Erschöpfung in Kauf nehmen und ich würde vielleicht sogar selbst einen Kuchen backen, einfach nur, um auch wirklich mal zu spüren, dass ich Geburtstag habe, aber von den paar flüchtigen Bekannten, die ich habe, würde ich keinen einladen, weil ich die viel zu wenig kenne. Von denen weis ich nicht mal, wann die Geburtstag haben. Und die wissen auch nicht, wie krank ich wirklich bin, denn außer, dass ich zum laufen auf den Rollator angewiesen bin, sieht man mir nicht mal an, dass ich sehr krank bin. Die, die ich einladen würde, wohnen hunderte Kilometer weit weg, die würden also eh nicht kommen. Und selbst, wenn ich Leute zum einladen hätte, gäb es dann halt Regeln: max. 2 Stunden, alle müssten anschließend das Geschirr selbst in die Küche bringen und ganz wichtig: mein Wohnzimmer darf nur mit Hausschuhen, oder Socken betreten werden, denn ich hab hellen Teppichboden und helle Teppiche. Ich kann verstehen, wenn jemand seine Schuhe nicht ausziehen mag, weil sie/er/es Stinkefüße hat, aber für die Leute hab ich solche blauen Einweg-Plastik-Überschuhe da.
Ich kannte mal einen, der hätte schon mit der Hausschuh/Socken-Regel ein Problem. Nicht weil er Stinkefüße hat, sondern weil er einfach rücksichtslos ist. Der würde auch mit Pampe-Schuhen bei Leuten auf einem weißen Teppich rumlatschen und es wäre ihm egal, wenn sich die Leute anschließend wegen ihm neuen Teppichboden kaufen müssten. Er würde auch keine Überschuhe anziehen. (hat er mir mal selbst gesagt)
Es geht mir auch nicht um irgendwelche Geschenke zum Geburtstag. Ich brauche nichts. Im Gegenteil: ich will jetzt eh anfangen, alles, was man nicht wirklich zum Leben braucht zu verkaufen, zu verschenken oder weg zu schmeißen. Vor allem will ich zuerst die Dinge verkaufen, die noch ein bisschen Wert haben, Sollte ich eins von den wertvolleren Dingen wirklich noch brauchen, verkauf ich sie trotzdem und kaufe mir irgend ein billiges Ersatzstück, denn für meine "lieben" Erben soll kein Cent übrig bleiben. Ich brauch kein Essen von einem Teller, der 10,- € gekostet hat, ein Teller für 0,50 € aus dem Sozialkaufhaus tuts auch.
 
Dann schick doch Deinen Freund zum einkaufen, machst mit ihm den Kuchen und so hast Du schon gleich ein erstes Test-Opfer. :LOL:
An den Kuchen hab ich erst heute wieder gedacht, da ich ihn heute machen wollte.. Und hier haben Sonntags die Geschäfte zu..
Ausserdem hat er gestern schon zu viel für meine Orchideen bezahlt...
 
An den Kuchen hab ich erst heute wieder gedacht, da ich ihn heute machen wollte.. Und hier haben Sonntags die Geschäfte zu..
Oh, hatte nicht dran gedacht, dass Sonntag war.
Ob und wo es hier in HH einen Sonntagsverkauf gibt (ohne die verkaufsoffenen Sonntage), weiß ich gar nicht. Ich musste nur zwei Mal in meinem Leben an einem Sonntag einkaufen. Das erste Mal war in Dresden irgendwann im Juli, oder August 1989. Da musste ich mich um anderes kümmern. Zuerst neue 80 qm-Wohnung im 7. Monat schwanger allein renovieren. Neubau, Betonwände mit tausenden von Blasen drin. So was wie fertige Spachtelmasse gab es in der DDR nicht. Also Töpfchen für Töpfchen für Töpfchen Gips anrühren. Baumärkte gab es auch nicht. Es gab nur ganz kleine Geschäfte, wo man Malerzeugs kaufen konnte. Glaub, das waren 9 Stück im gesamten Stadtgebiet verteilt. Diese blanken Betonwände konnte ich ja nicht einfach so streichen, also brauchte ich Tapete. Doch zu 99,8 % gab es nur Tapeten ab 30,- Ossi-Mark aufwärts, die konnte ich mir (mit 3 Kindern, das 4. im Bauch) und nur Mütterunterstützung + paar Mark Unterhallt und Kindergeld ja aber überhaupt nicht leisten. Mit viel Glück bekam ich mal paar Rollen für 10,- Ossi-Mark. Also musste ich erst mal jeden Tag morgens los ziehen um die 9 Geschäfte abzuklappern. Anschließend zur neuen Wohnung und bis ca. 21 Uhr renoviert. Länger ging nicht, denn die Straßenbahnen fuhren nur bis 22 Uhr und ich hatte noch `nen 40 Minuten Bahn-Weg zur alten Wohnung. Danach dann der Umzug. Um meine 3 Kinder und normalen Einkäufe musste sich meine Pflegemutter kümmern, denn ich hatte mich ja 4 Monate vorher von meinem Mann getrennt. Der hatte zwar vom Gericht die Auflage bekommen, sich auch mal um die Kinder zu kümmern und mir vor allem beim renovieren zu helfen, doch der hat sich nie blicken lassen. Und nach dem Umzug hab ich mich dann wieder um alles selbst gekümmert und das eine Mal vergessen Butter zu kaufen. Also musste ich Sonntag früh erst mal Butter besorgen, ehe wir frühstücken konnten (Fahrweg hin und zurück ca. eine Stunde)..
Das zwei Mal war irgendwann im vorletzten, oder letzten Jahr der guten alten DM hier in HH. Da hatte ich vergessen Kaffee zu kaufen. Zum Glück gibt es hier gefühlt an jeder 10. Ecke einen Kiosk, die ein paar Grundnahrungsmittel haben. Dort bekam ich dann für stolze 10,- DM Kaffee zu kaufen.

Ausserdem hat er gestern schon zu viel für meine Orchideen bezahlt...
Er sollte sie ja nicht bezahlen, nur holen.