Ich mag dieses Aufrechnen nicht.

Bei uns in Wuppertal haben sich in 40 Jahren 1,5 Mrd. Euro Schulden der Kommunen angehäuft, das sind jedes Jahr 40. Mio Euro Miese. Man hat deutlichst über seine Verhältnisse gelebt.

Jetzt kommen 3.000 Flüchtlinge, man muss Unterkünfte bauen und unterhalten und die Menschen versorgen, rechnet mit 20 Mio. Kosten pro Jahr und fängt an, bei Kitas zu sparen.

Vorher waren 40 Mio. Neuverschuldung kein Problem, aber wenn es jetzt 60. Mio sein sollen, dann geht das gar nicht und dann sollen die Kinder das mal gefälligst einsparen. Und als schwarzen Peter hat man die Flüchtlinge.

Das man einen Bahnhofsvorplatz für 100 Mio. umbaut, ist dabei völlig normal und nicht diskutierbar.

Billigste Argumentation und Stimmungmache.
 
Bei solchen Aktionen muss man sich nicht wundern wenn eine gewisse Abneigung gegenüber den Neuankömmlingen, die sicherlich auch Hilfe benötigen, ensteht. Hilfe ja, aber alles hat seine Grenzen, besonders wenn es um unsere Kinder geht (da bin ich nun völlig "egoistisch"),

Der Vorteil am Egoismus: Wenn jeder an sich selber denkt, wird niemand vergessen.

Die Situation, die wir jetzt haben, ist ja zum Glück auch nur eine Folge von staatlichem Egoismus.
Vor zwei Jahren: Warum sollen wir Geld ans UNHCR überweisen, bei uns flüchtet doch keiner.
Seit letztem Jahr: Warum sollen wir Flüchtlinge aufnehmen, die können doch auch in andere Länder.

Und klar ist es natürlich viel wichtiger, dass Deine Kinder frisches Essen bekommen, anstatt anderen Kindern nen Dach übern Kopf zu ermöglichen.

Wer die Folgen verfehlter Politik dafür nutzt, um Abneigungen gegen Flüchtlinge zu begründen, dem fallen auch andere Gründe ein.
Es endet dann typischerweise in Sätzen wie "Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber..."

Was sind denn neben der Beschwerde konkrete Lösungsvorschläge?

gruss kelle!
 
(Bier)Kelle schrieb:
Wer die Folgen verfehlter Politik dafür nutzt, um Abneigungen gegen Flüchtlinge zu begründen, dem fallen auch andere Gründe ein

Ehrlich gesagt, habe ich hier von niemandem gehört, dass es falsch ist, wirklichen Flüchtlingen zu helfen ...

Wenn man vor Krieg, Bomben, Leid, Gewallt, Ehrenmorde etc flüchtet, ist es doch keine Frage, dass man denen helfen soll ? Klar muss man solchen Leuten einen Schutz gewähren, das steht in keinster weiser zu Diskussion ...

Das Problem ist nur, dass sich halt unter den echten Flüchtlingen auch ziemlich viel "Mist" befindet, und das man halt da mal ein bischen aussieben sollte ... Das ist ja genau das Problem was wir gerade hier in dem Land haben, weil keiner weiss wirklich woher viele der Leute kommen, was die schon so auf dem Kerbholz haben, usw ...
 
Ehrlich gesagt, habe ich hier von niemandem gehört, dass es falsch ist, wirklichen Flüchtlingen zu helfen ...

Wenn man vor Krieg, Bomben, Leid, Gewallt, Ehrenmorde etc flüchtet, ist es doch keine Frage, dass man denen helfen soll ? Klar muss man solchen Leuten einen Schutz gewähren, das steht in keinster weiser zu Diskussion ...

Das Problem ist nur, dass sich halt unter den echten Flüchtlingen auch ziemlich viel "Mist" befindet, und das man halt da mal ein bischen aussieben sollte ... Das ist ja genau das Problem was wir gerade hier in dem Land haben, weil keiner weiss wirklich woher viele der Leute kommen, was die schon so auf dem Kerbholz haben, usw ...

Das Problem ist doch dass sich untern den "wirklichen Flüchtlingen", wie ihr sie nennt, genau jene Leute "Mist" in geringer Anzahl sich befinden. Das wie mit Deutschen, auch unter den "normalen Deutschen" befinden sich eben auch grosser "Mist". Und nun warum geht man davon aus bei Flüchtlingen 0% Anteil an "Mist-"Leuten zu haben?
 
Ehrlich gesagt, habe ich hier von niemandem gehört, dass es falsch ist, wirklichen Flüchtlingen zu helfen ...

Allein schon dieser Satz zeugt von absoluter Unkenntnis des deutschen Asylrechts.

Die Unterscheidung zwischen "wirklichen" und "falschen" Flüchtlingen wird durch das Asylverfahren erledigt.
Bis das durchlaufen ist, brauchen die Leute Unterkunft und Essen.

gruss kelle!
 
Das Problem ist doch dass sich untern den "wirklichen Flüchtlingen", wie ihr sie nennt

Ich bin nicht ihr, oder wir, ich bin ich ;)

Reddogg schrieb:
genau jene Leute "Mist" in geringer Anzahl sich befinden

Gebe ich dir absolut Recht mit, natürlich wird die Zahl der "wirklichen" Flüchtlingen größer sein, als irgendwelche Krimellen, die hier versuchen Fuß zu fassen... dennoch sollte man aber doch auf Probleme hinweisen dürfen, ohne das man einem gleich mit der Nazi-Kelle rüber kommt ;)

Reddogg schrieb:
Das (+ ist) wie mit Deutschen, auch unter den "normalen Deutschen" befinden sich eben auch grosser "Mist"

Es streitet doch niemand ab, dass es auch Deutsche Spinner gibt, oder ?

Die Unterscheidung zwischen "wirklichen" und "falschen" Flüchtlingen wird durch das Asylverfahren erledigt.
Bis das durchlaufen ist, brauchen die Leute Unterkunft und Essen.

Stimme ich zu, deswegen sollten solche Verfahren schneller gehen, man braucht mehr Leute um die ganzen Stapel die sich da sammeln, abzuarbeiten ... dann könnte man wohl auch schneller unterscheiden, wer wirklich Hilfe braucht, und wer nicht ... (wobei das auch immer schwer ist, wenn man halt mal einfach seinen Ausweis oder sonstige Papiere ausversehen die Toilette runterspült)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin nicht ihr, oder wir, ich bin ich ;)
Wenn Du von DEN Flüchtlingen schreibst, dann kann ich doch auch von ihr schreiben? ;)



Gebe ich dir absolut Recht mit, natürlich wird die Zahl der "wirklichen" Flüchtlingen größer sein, als irgendwelche Krimellen, die hier versuchen Fuß zu fassen... dennoch sollte man aber doch auf Probleme hinweisen dürfen, ohne das man einem gleich mit der Nazi-Kelle rüber kommt ;)
Da die Kritik, Probleme aber allgemein geschrieben werden, spricht man eben alle an und nicht den Teil der Probleme macht. Es sind ja dann auch die Deutschen die rechtsradikal sind, oder? ;)



Es streitet doch niemand ab, dass es auch Deutsche Spinner gibt, oder ?
Bei so manchen Aussagen von manchen bin ich mir nicht so sicher.



Stimme ich zu, deswegen sollten solche Verfahren schneller gehen, man braucht mehr Leute um die ganzen Stapel die sich da sammeln, abzuarbeiten ... dann könnte man wohl auch schneller unterscheiden, wer wirklich Hilfe braucht, und wer nicht ... (wobei das auch immer schwer ist, wenn man halt mal einfach seinen Ausweis oder sonstige Papiere ausversehen die Toilette runterspült)
Die Überprüfung findet unangeachtet ob die Pässe vorhanden sind oder nicht, statt! Sprich das ganze Prozedere der Überprüfung der Personalien welche in einem Dorf/Stadt gelebt haben soll.
 
Der Ausstieg aus dem Hort scheint ja leider schon mehr oder weniger vollzogen zu sein (Kündigungen). Was mich ein bisschen wundert ist, dass die Mitarbeiter auch städtische Angestellte sein sollen? :think:

Nein das sind Angestellte der katholischen Kirche. Und nun können durch die wegfallenden Zuschüsse der Stadt alle Gehälter wohl nicht mehr bezahlt werden.

Verständnisfrage: Was bezahlt man da üblicherweise so? Und fallen solche Kosten auch bei Ganztagsschulen für die Eltern an?

Monatlich etwa 150 Euro pro Kind + ca. 4 Euro pro Mittagessen. An der GTS soll es nur 40 Euro im Monat kosten, das Essen genau so viel (wenig)

Zu ihm habe ich nur die Frage gestellt ob er preisgeben möchte wo der Fall sich zugetragen hat. Was ist daran schlimm. Ich bin halt gerne jemand der eigeninitiativ Nachrichten gerne sucht und findet. Und selbst wenn oliscomp noch antwortet ist es weiterhin nur aus einer Hand. Finde das jetzt nicht problematisch das ich nachgefragt habe.

In Blumberg/Schwarzwald. Frag ruhig, passt schon.

Und klar ist es natürlich viel wichtiger, dass Deine Kinder frisches Essen bekommen, anstatt anderen Kindern nen Dach übern Kopf zu ermöglichen.

Wer die Folgen verfehlter Politik dafür nutzt, um Abneigungen gegen Flüchtlinge zu begründen, dem fallen auch andere Gründe ein.
Es endet dann typischerweise in Sätzen wie "Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber..."

Was sind denn neben der Beschwerde konkrete Lösungsvorschläge?

gruss kelle!

Ja, mir ist es wichtig(er) dass meine Kids ordentlich versorgt sind. Dafür bezahle ich zum einen Einkommenssteuer, meinen Beitrag zum Kinderhort und von meiner Firma auch jedes Jahr viele tausend Euro an Gewerbesteuern. Meine etwa 25 Mitarbeiter (meist Alleinerziehende oder Hausfrauen) verdienen ihr Geld bei mir und geben es in den örtlichen Geschäften aus. Auch daran verdient unsere Gemeinde. Weiss ja nicht wie du da siehst, ich möchte jedoch für das Geld, welches ich für meinen Staat verdiene eine Gegenleistung haben. Der Kinderhort ist jedenfalls ein bisher gelungenes System mit guten Ergebnissen.

Und unter Flüchtlingshilfe verstehe ich nicht, dass man diese komplett in unser Land integriert, sondern diesen Kindern, Männern und Frauen eine Unterkunft und was zu essen gibt. Sobald die Herkunftsländer wieder sicher sind, ab in den Zug oder Flieger und das wars. Wie allgemein bekannt ist kommen ja zum Großteil nicht Fachkräfte bei uns an, welche dann unsere Wirtschaft voran bringen könnten. Also müssen diese Menschen noch an unsere Witschaft herangeführt werden. Sprachlich, technisch und auch organisatorisch.

Mein Hauptproblem ist eigentlich, dass man aus Kostengründen dieses System cancelt, Mitarbeiter wegrationalisiert und in der GTS dann Teilzeitrentner mit diesen Aufgaben beschäftigt. Von der Stadt bezahlt, durch Zuschüsse (mit)finanziert. Von der qualitätiven, padagögischen Seite ganz zu schweigen. Dabei wird bei uns in Deutschland ja immer Bildung, Gesundheit usw. hoch aufgehängt, jedenfalls wenn es darum geht Wählerstimmen zu gewinnen.

Mein Lösungsvorschlag ist ganz einfach. Den Kinderhort in der bestehenden Form beizubehalten und den Eltern eine kostengünstigere Alternative - wenn auch mit recht hohen Qualitätseinbussen - in Form dieser GTS zu bieten. Auf der anderen Seite muss ich dazu sagen, dass jemand der keinen Job hat und somit wahrscheinlich auch weniger Geld, nicht unbedingt auf ein solch flexibles System, wie es der Kinderhort bietet, angewiesen ist. Das Problem der Stadt dabei ist jedoch, dass man dann keine Kosten spart, sondern wahrscheinlich noch weitere Kosten hat, welche es anscheinend nicht wert sind, unsere Kids zu fördern.
 
Interessant wäre natürlich nun die Frage, ob es für den Hort noch ausreichend Bedarf gibt, wenn daneben das Angebot der GTS besteht. :think:
 
Weiss ja nicht wie du da siehst, ich möchte jedoch für das Geld, welches ich für meinen Staat verdiene eine Gegenleistung haben.

Lohnsteuerklasse 1, überdurchschnittliches Gehalt.
Gegenleistungen vom Staat erhalte ich, die wahrscheinlich nicht meinen Steuern entsprechen, aber dafür lebe ich in einem sozial ausgerichteten Staat.
Irgendwer muss ja Deinen Kindern die Schulbildung finanzieren. :-D

Und unter Flüchtlingshilfe verstehe ich nicht, dass man diese komplett in unser Land integriert, sondern diesen Kindern, Männern und Frauen eine Unterkunft und was zu essen gibt. Sobald die Herkunftsländer wieder sicher sind, ab in den Zug oder Flieger und das wars.

Irak - unsichere Verhältnisse seit 2003 (Unterdrückung von Kurden und Schiiten durch Hussein seit den 80ern mal außen vor gelassen)
Syrien - Krieg seit 2011, ohne Aussicht auf ein Ende
Afghanistan - Seit 1979 mehr oder minder andauernde kriegerische Konflikte

Wer allen Ernstes meint, die Situation würde sich in kurzer Zeit, sagen wir mal innerhalb des nächsten Jahres, gravierend ändern, dem glaub ich das nicht.

Nur Unterkunft und Essen führt dann aber zwangsläufig zu einer Ghettoisierung, Parallelgesellschaften bilden sich, Kriminalität in den unteren sozialen Schichten ist nichts seltenes, die kommt dazu.

Dazu muss man weder Soziologie oder Kriminologie studiert haben, da brauch man nur in die Vergangenheit gucken, wo man mehr als einmal meinte "Integrieren brauchen wir nicht, weil...".

Aber ist ja wichtig, dass Dein Kind kein Fertigessen bekommt, dafür gibt es dann in fünf Jahren von nicht-integrierten Flüchtlingen aufs Maul. Da geht einem glattweg das Herz auf.
Einfach mal ein bisschen Weitsicht walten lassen.

Wie allgemein bekannt ist kommen ja zum Großteil nicht Fachkräfte bei uns an, welche dann unsere Wirtschaft voran bringen könnten. Also müssen diese Menschen noch an unsere Witschaft herangeführt werden. Sprachlich, technisch und auch organisatorisch.

Wie allgemein bekannt ist, gibt es dazu noch keine brauchbare Datenerhebung.
Und ja, wenn man die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen will, muss man das einfach mal machen.

gruss kelle!
 
Irgendwer muss ja Deinen Kindern die Schulbildung finanzieren. :-D

Aber ist ja wichtig, dass Dein Kind kein Fertigessen bekommt, dafür gibt es dann in fünf Jahren von nicht-integrierten Flüchtlingen aufs Maul. Da geht einem glattweg das Herz auf.
Einfach mal ein bisschen Weitsicht walten lassen.

Eine Tochter hat ausstudiert und befindet sich im Referendariat. Die zweite Tochter studiert noch. Die nächsten beiden gehen auf Privatschulen. Alles paid by Daddy. Mein Junge ist im Kindergarten, auch von mir bezahlt. Eine Tochter ist in der Grudnschule und eben in dem Kindehort. Teils von mir bezahlt teils von Staat. Also ganz sooooooo viel bezahlt der Staat dann doch nicht für, bzw. für mich von meinen Steuern.

Und diese Ghettobildung gibt es auch schon lange, auch ohne Flüchtlinge. Siehe Duisburg, Berlin, Frankfurt etc. Und wer sagt denn, dass die meinem Kind aufs Maul hauen? Ist ein Vorurteil und haltlos. Das dürfen die zu Hause eigentlich auch nicht unbedingt.
 
Vorher waren 40 Mio. Neuverschuldung kein Problem, aber wenn es jetzt 60. Mio sein sollen, dann geht das gar nicht und dann sollen die Kinder das mal gefälligst einsparen. Und als schwarzen Peter hat man die Flüchtlinge

Ist nicht dein ernst, oder? 50%+ an Neuverschuldung ist für dich ein Klecks? Also wäre für dich ein Kredit von 200T€ für ein Haus identisch leicht zu bedienen, wie einer für 300T€? Dir ist schon bewusst, dass die Generationen von Morgen, für die Verbindlichkeiten der heute Lebenden aufkommen?

Was mich ein wenig stört ist immer dieses hier und heute Denken. Ich habe schon mal von der Welthungerorganisation gepostet, wie sehr der Anteil der Menschen, die an Unterernährung sterben Absolut und besonders prozentual zurück gegangen ist. Und das trotz starken weltweiten Anstiegs.

Oftmals funktionieren vernetzte Systeme nicht so, das 1 + 1 = 2 ist. Ebenso ist es aber auch nicht so, dass 5 - 1 = 4 ist. Wenn es einer Volkswirtschaft gut geht und diese dann im Wohlstand lebt und anderen Menschen außerhalb der Volkswirtschaft hilft, dann entwickelt sich langfristig eine Verbesserung bei den Volkswirtschaften außerhalb. Der Volkswirtschaft, der es gut geht, geht es aber nicht schlechter. Durch einer weiteren starken Volkswirtschaft wachsen potenzielle Handelspartner. Schwächt eine Volkswirtschaft (zum Beispiel durch Aufnahme von Flüchtlingen) den eigenen Wohlstand, so wird man zwangsläufig weniger in andere Volkswirtschaften stecken (alle Ressourcen sind Knapp). Am Ende wird die starke Volkswirtschaft schwächer, die schwachen Volkswirtschaften werden noch schwächer (menschliche Potenziale gehen verloren, denn meistes fliehen nur die Starken) und es komm weniger Hilfen der Starken. Am Ende haben wir also Zustandsverschlechterungen der Zielvolkswirtschaft und der Volkswirtschaften, denen es jetzt schon schlecht geht. Besser geht es vielleicht der kleinen Menge an Menschen, die fliehen konnten. In Summe wird es aber in der Regel langfristig mehr Menschen schlechter als besser gehen. Und das unter dem Deckmantel des moralisch richtigen.

Ich glaube fest daran, wenn man egoistisch den eigenen Wohlstand mehrt, wird man langfristig auch den Wohlstand andere mehren. Denn nur miteinander funktioniert es optimal. Flüchtlinge aufzunehmen wird aber nicht mehr Menschen in der Welt retten. Nur mehr Menschen, die an die Haustür klopfen. Andere werden dadurch mit Gewissheit wieder weniger abbekommen.
 
Ich glaube fest daran, wenn man egoistisch den eigenen Wohlstand mehrt, wird man langfristig auch den Wohlstand andere mehren. Denn nur miteinander funktioniert es optimal. Flüchtlinge aufzunehmen wird aber nicht mehr Menschen in der Welt retten. Nur mehr Menschen, die an die Haustür klopfen. Andere werden dadurch mit Gewissheit wieder weniger abbekommen.

Stimme dir 100% zu.
 
Frage: Wenn ihr vom Egoismus schreibt, wann genau soll sich dieses Verhalten ändern damit dann doch alle davon partizipieren können? Das eine schliesst das andere eigentlich aus. Zumindest nach meinem Verständnis zur Wortdefinition.
 
Frage: Wenn ihr vom Egoismus schreibt, wann genau soll sich dieses Verhalten ändern damit dann doch alle davon partizipieren können? Das eine schliesst das andere eigentlich aus. Zumindest nach meinem Verständnis zur Wortdefinition.

Ist mit zwei Beispielen erklärbar.

Der "Egoistische Privatmann", der seinen Wohlstand ausbaut und sein Vermögen weiter erhöht, wird zwangsläufig z.B. mehr Geld ausgeben. Die gekauften Waren müssen ja irgendwo produziert werden. Oft in Billiglohnländern wo dann mehr Leute beschäftigt werden können/müssen, also mehr Arbeitsplätze und somit mehr Wohlstand entstehen kann.

Ein "egoistisches Unternehmen", dass seine Umsätze erhöhen möchte, wird in das Unternehmen investieren. Bau neuer Fabrikhallen, Maschinen, Anlagen, Geräte usw. Das fördert beispielsweise die Baubranche (im In- und Ausland), den Maschinenbau, schafft im Unternehmen neue Arbeitsplätze, wo dann wieder mehr Menschen mehr Geld zur Verfügung haben, was dann wieder ausgegeben wird. Freizeitaktivitäten, Anschaffung neuer Möbel, Elektroartikel, Autos etc.

Ist natürlich von einigen Faktoren abhängig, aber so funktioniert das in der Regel.

Dagegen sind manche Industrien auch (mit)verantwortlich für die Missstände in anderen Ländern. ganz vorne sehe ich da die Waffen- und Rüstungsindustrie, welche indirekt dafür sorgt, dass Menschen ihr Land verlassen.
 
Die Theorie klingt fast gut.

Hat nur einen wesentlichen Haken: Welche Volkswirtschaft willst Du aktuell in Aleppo und Co. stützen?
Die Leute fliehen wegen Krieg.

gruss kelle!
 
Frage: Wenn ihr vom Egoismus schreibt, wann genau soll sich dieses Verhalten ändern damit dann doch alle davon partizipieren können? Das eine schliesst das andere eigentlich aus. Zumindest nach meinem Verständnis zur Wortdefinition.

Siehst du, hättest du mit deinem unflätigen Verhalten nicht längst verwirkt, dass man dir ernsthaft antwortet, so würdest du nun sogar eine Antwort auf diese normale Frage bekommen. Leider kann ich dir aber nicht Antworten, da ich einfach der Auffassung bist, dass wenn man dir den kleinen Finger reicht, es wieder nach hinten los geht mit deinem Benehmen. Vielleicht hast du ja glück und jemand anderes stellt die gleiche Frage ;)

Die Theorie klingt fast gut.

Hat nur einen wesentlichen Haken: Welche Volkswirtschaft willst Du aktuell in Aleppo und Co. stützen?
Die Leute fliehen wegen Krieg.

gruss kelle!

Ich persönlich würde auch Assad stützen. Ich denke, dass alles andere nur zu dem gleichen Elend führt wie in Lybien, Irak, Afghanistan, usw. Dann ihm halt Zugeständnisse machen (nicht militärisch sondern so das er und seine Unterstützer wirtschaftlichen nutzen haben) und aushandeln den Menschen vor Ort helfen zu dürfen mir Nahrung, etc. Ich bin kein Moralist aus ethischen Gründen, eher aus rationalen Gründen. Zudem bin ich Pragmatiker. Aber unabhängig von Syrien gibt es genügend Menschenleben zu retten. Wie schon erwähnt, mir geht es nur um langfristige Zielsetzung und insgesamt dadurch maximal viele Leben zu retten. Es gibt noch genügend Leben außerhalb von Aleppo zu retten um die man sich auch kümmern kann. Sicherlich für die Menschen in Syrien doof, grundsätzlich dürfte es Menschen aber egal sein ob sie verhungern oder zerbombt werden. Der Tod ist in beiden Fällen mies. Also zusammenfassend. Mir geht es um Nutzenmaximierung in dem Sinne so viele Leben wie möglich langfristig zu retten. Kurzfristig spielt für mich da nicht so die Rolle. Das mit Assad hätte einen miesen Beigeschmack, weil auch ich ihn als fragwürdig ansehe. Aber ich denke halt, dass es leichter ist jemand fragwürdigen zu kontrollieren als viele unterschiedliche Gruppierungen, die sich untereinander hassen.
 
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Die Theorie klingt fast gut.

Hat nur einen wesentlichen Haken: Welche Volkswirtschaft willst Du aktuell in Aleppo und Co. stützen?
Die Leute fliehen wegen Krieg.

gruss kelle!

Das ist keine Theorie sondern nennt sich Wirtschaftskreislauf. Die negative Seite dieses Kapitalismus/Egoismus ist das Ausufern in Gier.

Aleppo und Co sind im Ar... da geht wohl nichts mehr auf lange Zeit gesehen. Das liegt jedoch nicht an unserem Streben nach Wohlstand und hat andere Hintergründe. Hier sehe ich aber nicht unsere Bürger in der Verantwortung den Leuten ein neues Zuhause zu bieten. Helfen und schützen, also reiner Asyl, nicht komplett in das Land integrieren und für ewig hier behalten.
 
Aleppo und Co sind im Ar... da geht wohl nichts mehr auf lange Zeit gesehen.

Das sehe ich wie oben ausgeführt ein wenig anders. Gib einem Diktator Geld und Reisefreiheiten und schon wird er sich auch ein wenig steuern lassen. Elend komplett abschaffen wird nicht gehen, Menschen sind aber gierig und bedient man diese Gier, so schafft man es meines Erachtens auch Verbesserungen bei zuführen. Meine Theorie.

Nutzen für uns. Ist deren Land stabiler, gibt es weniger elend, so gibt es weniger Radikale, so haben wir weniger zu befürchten. Gleichzeitig können die Menschen vielleicht etwas aufbauen und auch den Hass untereinander abbauen und dann neue Handelspartner werden.
 
Nutzen für uns. Ist deren Land stabiler, gibt es weniger elend, so gibt es weniger Radikale, so haben wir weniger zu befürchten. Gleichzeitig können die Menschen vielleicht etwas aufbauen und auch den Hass untereinander abbauen und dann neue Handelspartner werden.

Dazu muss jedoch jeder Einzelne dort seinen Beitrag leisten. Ist ähnlich wie nach den beiden Weltkriegen in Deutschland. Da haben viele mit angepackt, bis heute, sonst wären wir jetzt nicht da wo wir stehen. Und genau so ist es auch unsere Pflicht diese "Erbe" weiter voranzutreiben. Für uns selbst in der heutigen Zeit und für unsere Nachfahren. Und exakt aus diesem Vorantreiben enstehen vermögen die wiederum den Wirtschaftskreislauf erhalten und voran bringen. Weltweit.

Das mit dem Diktator ist auch richtig. Jeder Mensch ist irgendwie käuflich, kommt nur auf den Preis an.