Ich wollte euch die News aus Sachsen nicht vorenthalten:
https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Kommen-viele-Heidenau-Taeter-davon-artikel9589219.php
Das ist ne richtig harte Kante zeigen gegen Rechtsextremismus.


Ach btw. es handelte sich bei dem einen Festgenommenen am Samstag damals wirklich wie von mir nur vermutet, oder eher sarkastisch in die Runde geworfen, um einen Journalisten und nicht um einen einzigen dieser rechten Schlägertrupps!
#sächsischeVerhältnisse ist und bleibt leider weiterhin eins der vortrefflichsten tags für Sachsen!:roll:
 
Mal wieder viel zu lasche Bestrafungen. Genau wie für die linken Steinewerfer. Da bin ich voll bei dir. Härtere Strafen müssen her.
Die sollten gemeinsam im Gefängnis sitzen und sich dort und nicht auf dem Rücken der Asylsuchenden bekriegen...
 
Das ist ne richtig harte Kante zeigen gegen Rechtsextremismus.
Es gibt in der deutschen Justiz keine harten Kanten. Es gibt sie nicht für Mörder, nicht für Vergewaltiger. Nicht für Räuber, Diebe, Erpresser oder Kinderschänder. Warum also sollte es sie für Brandstifter und Schläger geben?

Diese weich gespülte Justizscheiße beklage ich im Übrigen seit Jahren. Leider ändert sich nix. Wenn ich höre, dass jemand einen "harten Kurs" ankündigt, lache ich nur noch amüsiert. Und das Thema hat es ja bereits in die Talkshows geschafft (Hart aber Fair).

Unter solchen Umständen kommt es einem Wunder gleich, dass nicht viel mehr in Deutschland passiert. Wird aber noch kommen, je mehr Menschen im Land ohne Arbeit und Perspektive sind - Nationalität sei hier mal egal.
 
Es gibt in der deutschen Justiz keine harten Kanten. Es gibt sie nicht für Mörder, nicht für Vergewaltiger. Nicht für Räuber, Diebe, Erpresser oder Kinderschänder. Warum also sollte es sie für Brandstifter und Schläger geben?

Es geht erstmal nicht um die Justiz.

Erster Abend Heidenau: Polizei unterbesetzt, 30 Verletzte Beamte, null Gewahrsamsnahmen
Zweiter Abend Heidenau: Polizei unterbesetzt, keine relevante Gewahrsamsnahme
Dritter Abend Heidenau, Linke kündigen Soli-Demo an, Wasserwerfer sind vor Ort, Polizei ist breit aufgestellt

Ich weiß, alles ein ganz dummer Zufall.
 
Es geht erstmal nicht um die Justiz.

Erster Abend Heidenau: Polizei unterbesetzt, 30 Verletzte Beamte, null Gewahrsamsnahmen
Zweiter Abend Heidenau: Polizei unterbesetzt, einzige Festnahme ein Journalist (der wohl darüber berichtete wie die Polizei mal wieder nischt macht)
Dritter Abend Heidenau, Linke kündigen Soli-Demo an, Wasserwerfer sind vor Ort, Polizei ist breit aufgestellt, Einsatz von Schlagstock etc. der lange "geleugnet" wurde

Ich weiß, alles ein ganz dummer Zufall.
Ich habe mal etwas ergänzt ;)
 
Erster Abend Heidenau: Polizei unterbesetzt, 30 Verletzte Beamte, null Gewahrsamsnahmen
Zweiter Abend Heidenau: Polizei unterbesetzt, keine relevante Gewahrsamsnahme
Dritter Abend Heidenau, Linke kündigen Soli-Demo an, Wasserwerfer sind vor Ort, Polizei ist breit aufgestellt

Ich weiß, alles ein ganz dummer Zufall.
Na nun kann ich ja nicht viel darüber sagen, was sich die Polizei dabei gedacht hat. Es gibt ja noch andere plausible Erklärungen als eine "Nazi-Verschwörung" in Sachsen:

Normalerweise verlaufen rechte Demos immer gewaltfrei. Zumindest so lange, bis die Linken kommen und die Steine schmeißen. Vielleicht hat man deswegen weniger Polizei eingesetzt, weil man hier kein großes Gewaltpotenzial gesehen hat und meinte, wenige Beamte reichen aus und wirken nicht gleich provozierend. Als sich der linke Mob angekündigt hat, ist man aber lieber mit mehr Leuten vor Ort, weil man das ja kennt. Das ist eine Möglichkeit.

Eine andere ist, dass man nach dem ersten und zweiten Abend in Heidenau gelernt hat und vorsichtshalber am dritten mehr Leute aufgestellt hat, was auch mit der Anreise der Linken zusammen fiel.

Auch denkbar ist, dass man erstmal mehr Polizei (womöglich aus anderen Bundesländern) anfordern musste. Und da das keine Alarmsituation ist, dauert es womöglich auch mal ein oder zwei Tage bis die Beamten vor Ort sind.

Und vielleicht gibt es noch ganz andere Gründe, die mir gerade gar nicht einfallen. Aber Polizei, Justiz und Politik in Sachsen gleich eine fette Verschwörung anzudichten, na so weit würde ich eher nicht gehen.
 
Normalerweise? Auf was beruht denn diese These?
Allein Heidenau spricht dagegen. Ebenso die Ereignisse davor und danach. DD und Umland sind da berühmtberüchtigt. Nicht umsonst wurden ja "kurzweise" Demonstratrionen vor Geflüchtetenheime untersagt. aber das interessiert die Behörden und Polizei in Sachsen aber eh nicht. Wenn ich da so an DD-Laubegast denke.

Gestern wurde es auch wieder offenbar was "Versammlungs- und Demonstrationsrecht" in Sachsen bzw. speziell in DD bedeutet. Alex Poucher hat mal wieder ein eindrucksvolles Video online gestellt, wie die Polizei quasi jeden lkeineren Gegenprotest mit Handgreifleichkeiten etc acta legte. Ich denke nebenbei brauch dann nur erwähnen das Polizisten mal wieder nicht ihrer "Ausweispflicht" nachkamen. Naja für sächsische Polizisten gilt das halt nicht.
 
Normalerweise verlaufen rechte Demos immer gewaltfrei.

Normalerweise interessiert nen Scheißdreck.
Eine Einsatzplanung hängt von Ort, Zeit, Teilnehmerumfeld etc. ab.
Sicherlich spielen da auch Erfahrungen ähnlicher Versammlungen rein.

Bereits im Juni und Juli 2015 hatten fremdenfeindliche Proteste in Freital und Dresden bundesweite Aufmerksamkeit erregt. In deren Verlauf war es ebenfalls zu teilweise organisierten Angriffen von Neonazis auf Flüchtlinge, deren Unterkünfte und eingesetzte Polizeibeamte gekommen. Beide Städte sind nur wenige Kilometer von Heidenau entfernt.

Also, Wochen vorher hat es in der Region gewalttätige Übergriffe des gleichen Klientel gegeben.

Und vielleicht gibt es noch ganz andere Gründe, die mir gerade gar nicht einfallen. Aber Polizei, Justiz und Politik in Sachsen gleich eine fette Verschwörung anzudichten, na so weit würde ich eher nicht gehen.

Ich helfe doch gerne, kennst mich ja.

280 Personen - so viele Fußballrowdies rechnet die Polizei sachsenweit der „Kategorie C“ zu. Kategorie C - das sind die Vereinsanhänger, die die Gewalt regelrecht suchen und forcieren.

Dazu kommen nocheinmal 1270 gewaltbereite Anhänger, die Schlägereien vielleicht nicht unbedingt aktiv suchen, einer Prügelei aber auch nicht ausweichen. Sie werden von der Polizei als „Kategorie B“ geführt.

Ein Teil der Szene, etwa ein Fünftel, ist zudem als rechtsextrem bekannt: 19 Prozent der Straftäter im Bereich Sport rechnet das Sächsische Innenministerium derzeit dem rechtsextremen Spektrum zu.

...

Dabei bleibt Dresden innerhalb Sachsens die Hauptstadt der Hooligans: Ende 2015 gehörte mit 135 Schlägern der Kategorie C fast die Hälfte aller besonders harten Sachsen-Hools zum Anhang von Dynamo.

500 „Schwarz-Gelbe“ zählt die Polizei darüber hinaus zur Kategorie B. Wegen rechtsextremer Einstellung beobachtet hier der Verfassungsschutz Mitglieder der ehemaligen Gruppierung „Faust des Ostens“ (200 Personen).

Quelle: https://mopo24.de/nachrichten/hooligan-szene-sachsen-report-politisch-41075

Das sind Zahlen des Innenministeriums.

Das ne Polizeiführung mal nen Fehler macht, ist durchaus verzeihbar.
Aber nach Freital, wo Einsatzkräfte nachgefordert werden mussten, um die rechten Schläger halbwegs unter Kontrolle zu kriegen, in Heidenau mit 30 verletzten Beamten vom Platz zu gehen, ist grob fahrlässig.

Die Auseinandersetzungen zogen sich so lange hin, dass es locker möglich gewesen wäre, nen Wawe aus Leipzig zu holen. Wo war der?

Dabei nichtmal die Kräfte zu haben, Gewahrsamsnahmen oder Personalienfeststellungen durchzuführen, um der Staatsanwaltschaft überhaupt ne Chance zur Strafverfolgung zu geben, ist jenseits von gut und böse.

Ich vergleiche halt auch gerne mit anderen Städten.
Paradebeispiel ist Köln. Verkackt bei HoGeSa, bei der Folgeveranstaltung haben die Leute weder in Hannover noch in Köln nen Stich gesehen.
Als Pegida im Januar marschieren wollten, kamen sie 300 Meter weit, dann bat die Polizei mittels Pfeffer und Wasser zur Umkehr.

Oder Braunschweig. Wenn rechte Gruppierungen hierher mobilisieren, stehen an den Einfallstraßen Streifen, die schauen, ob/wer/wie viele kommen.
In der Stadt ist dann auch mal ne Hundertschaft mehr da.
Sammelt sich ne Gruppe, sind die Wannen mit Einsatzgruppen da. Laufen dürfen die nur im Spalier, alternativ Wanderkessel.
Folge davon: Im Jahre 2015 nicht eine fremdenfeindliche Gewalttat gegen Ausländer, obwohl 40.000 Flüchtlinge (zeitlich verteilt) in der Stadt waren.

Kommt Dynamo zum Fußball spielen her, sind mehrere Hundertschaften (einmal waren es acht) hier vor Ort, kommt ein VfL Osnabrück, sind es ein oder zwei Hundertschaften.

Ist halt immer die Frage, was die Polizei will.
Hofft sie drauf, dass alles gut geht und bekommt im Zweifelsfall auf die Fresse, oder geht sie gleich ran mit der Aussage, die Butter bleibt auf unserem Brot.

gruss kelle!
 
Normalerweise? Auf was beruht denn diese These?
Aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte. Wenn es zu Krawall kam, dann erst mit der Antifa und vor allem diesem bekloppten Schwarzen Block. Ist nun mal so, kann nichts dafür.

Allein Heidenau spricht dagegen. Ebenso die Ereignisse davor und danach.
Normalerweise interessiert nen Scheißdreck.
Nun sind wir hier allerdings in der unkomfortablen Situation, nur spekulieren zu können. Ich will ja Kelle's These gar nicht widerlegen, dass womöglich Sympathisanten des rechtsradikalen Flügels in der Polizei und/oder Politik sitzen. Diese Möglichkeit ist auch valide. Nur fallen mir vorher viel mehr andere Möglichkeiten ein, die ich für wesentlich wahrscheinlicher halte. Inkompetenz eingeschlossen.

Aber was es letztlich ist, wird wohl nur dann geklärt werden, wenn sich mal jemand (öffentlich) dazu äußert, der entweder vor Ort Entscheidungsträger ist/war oder oder zumindest Einblick in die Planungsvorgänge zu entsprechenden Veranstaltungen hat.

Dabei nichtmal die Kräfte zu haben, Gewahrsamsnahmen oder Personalienfeststellungen durchzuführen, um der Staatsanwaltschaft überhaupt ne Chance zur Strafverfolgung zu geben, ist jenseits von gut und böse.
Ja, aber auch das ist doch nicht neu. Bahnhof Köln, Silvester? Und in X anderen Städten? Inzwischen hat man wohl bundesweit 3 davon verurteilt, 14 Täter überhaupt nur identifiziert. Und wir reden hier von hundertfachem Raub, Vergewaltigung, Körperverletzung nebst dem vergleichsweise harmlosen "sexuelle Belästigung" und "sich wie ein Vollidiot benehmen".

Also scheint es ein bundesweites Problem zu sein. Vielleicht unterschätzt man Situationen. Vielleicht gibt es einfach nicht genug Beamte. Vielleicht hat die Polizei auch kein Bock mehr, weil die sowieso wieder alle vom Haftrichter laufen gelassen werden. Keine Ahnung. ABER: Bevor ich von einer Verschwörung oder auch nur Verstrickung ausgehen würde, würde ich alle anderen, wesentlich naheliegenderen und plausibleren Gründe ausgeschlossen haben.
 
Aber was es letztlich ist, wird wohl nur dann geklärt werden, wenn sich mal jemand (öffentlich) dazu äußert, der entweder vor Ort Entscheidungsträger ist/war oder oder zumindest Einblick in die Planungsvorgänge zu entsprechenden Veranstaltungen hat.

Wir werden so eine Äußerung aber nie hören.
Tillich meinte nach Clausnitz, dass man das Problem Rechtsextremismus unterschätzt hat und das war es.
Würde man die Ursachen nachvollziehbar aufklären, müsste man auch Konsequenzen ziehen.
Und da reicht es nicht, festzustellen, dass man wohl zu sehr am Personal gespart hat, dass man mehr in Bildung tun muss

Ja, aber auch das ist doch nicht neu. Bahnhof Köln, Silvester? Und in X anderen Städten? Inzwischen hat man wohl bundesweit 3 davon verurteilt, 14 Täter überhaupt nur identifiziert. Und wir reden hier von hundertfachem Raub, Vergewaltigung, Körperverletzung nebst dem vergleichsweise harmlosen "sexuelle Belästigung" und "sich wie ein Vollidiot benehmen".

Also scheint es ein bundesweites Problem zu sein. Vielleicht unterschätzt man Situationen. Vielleicht gibt es einfach nicht genug Beamte. Vielleicht hat die Polizei auch kein Bock mehr, weil die sowieso wieder alle vom Haftrichter laufen gelassen werden. Keine Ahnung.

Du kennst den Unterschied zwischen einer Situation aus heiterem Himmel (Köln) und angekündigten Aufmärschen von Rechtsextremen (als nix anderes fing Heidenau an) und angekündigten Blockaden, was in Heidenau auch vorlag?

ABER: Bevor ich von einer Verschwörung oder auch nur Verstrickung ausgehen würde, würde ich alle anderen, wesentlich naheliegenderen und plausibleren Gründe ausgeschlossen haben.

Nehmen wir mal Deine Theorie, dass rechte Proteste friedlich sind und nur die Linken Stress machen.
In Freial fingen die Proteste vorm Leonardo am Montag an, ab Mittwoch lief eine bundesweite öffentliche Mobilisierung im Antifa Bereich, am Freitag nach Freital zu fahren.
In der Woche kam es schon zu gewalttätigen Übergriffen auf Linke in der Stadt.
Das Ergebnis war: 200 "besorgte Bürger", ca. die Hälfte davon dem sportlich-besoffenen Umfeld zuzuordnen, 500 Leute aus dem Antifa Umfeld und dazwischen 50 bis 70 Cops.
Die mussten dann fleißig Kräfte nachordern, weil sie nicht in der Lage waren, die Antifas auf dem Heimweg zu schützen.
Nach vier Tagen allabendlichen Protests und ner bundesweiten Mobilisierung ist das eine sechs. (Und Deine Theorie widerlegt. :mrgreen:)

Definieren wir das mal als Fehleinschätzung, aus der man lernt, dann läuft es beim nächsten Mal anders.

Lassen wir mal den ganzen Kleinkram bis Heidenau zur Seite, der aber deutlich machte, dass es alles andere als ne entspannte Stimmung gab.

In Heidenau hatte die NPD groß mobilisiert, Blockaden waren angekündigt, und die Bullen haben auf die Fresse bekommen. Hmmm, manche lernen halt nur aus Schmerzen, könnte man meinen.
Am zweiten Abend waren wieder zu wenig Einheiten im Ort, Souveränität sieht anders aus, meinte nen Kumpel, der dort war.
Da fragt man sich schon mal, was da eigentlich noch passieren muss.

Zum 19.1. wusste die Bullerei, dass es zu linker Gewalt in Leipzig kommen wird. Dabei wurden öffentliche Ankündigungen aus der rechten Szene, dass an dem Abend was passieren würde, mal eben ignoriert. Das Ergebnis aus Connewitz ist bekannt.

Im Februar in Clausnitz dachte man auch nicht daran, die Einheiten zu verstärken, und der Polizeipräsident fand den unmittelbaren Zwang gegen Opfer einer "Demo" angemessen.

Als in Arnsdorf ne Bürgerwehr nen Flüchtling mit Schlägen traktierten und an einen Baum fesselten, kam die Polizei und holte den ab.
Auf ne Personalienaufnahme, die auch für eine Zeugenaussage notwendig ist, wurde mal großzügig verzichtet.

Zur Fußball-EM wurden in vielen Bundesländern Reiseverbote und Meldeauflagen gegen einschlägig bekannte/vorbestrafte Hooligans erlassen - nur in Sachsen nicht.

Ist mir alles zu viel, um von dumm gelaufen oder mal ner Fehleinschätzung zu reden.

Hier hab ich mal ne recht brauchbare Schreiberei gefunden, die das ganze mal zusammenfasst und analysiert.

Und mal was aktuelles, was grad passt.
Ich bin bei Demos i.d.R. mit meiner Fotokamera unterwegs.
Die war nicht nur teuer, nein, die sieht auch so aus. :-D

Üblicherweise fragen mich Polizisten, ob ich Presse wäre, worauf ich dann verneine.
Obwohl ich teilweise auf abgesperrten Demostrecken war, wo mich die Polizei dann berechtigterweise wegschicken dürfte, ist mir das noch nicht passiert.

Vor zwei Wochen war ich in Dresden. Ein Bulle fragte mich ob ich Presse wäre, was ich wie üblich verneinte, und verbot mir und meinen Begleitern dann das Fotografieren.
Durch die entstehende Diskussion wurden Pegidioten auf uns aufmerksam und machten Fotos von uns.

Zwei Fehler des Bullen:
1.) Er verbot uns rechtswidrig das Fotografieren.
2.) Er behandelte uns anders als die andere Gruppe, somit ungerecht.

Noch Fragen?

gruss kelle!
 
Also Photon der Hashtag #sächsischeVerhältnisse dürfte Dir ja nicht mehr neu sein (weil ich ihn auch meist benutze :) ), mittlerweile etabliert sich aber auch #Sucksen oder spezielle für Dresden und der Versammlungsbehörde "DD Versammlungsbehörde #watch".
Zu letzterem sei gesagt, das dies besonderes seit Mai/Juni genutzt wird. Da war bei einer Pegida-Veranstaltung am 23.05.2016 es angeblich zu "Schräubenwürfen" auf die Pegidioten gekommen.
Die Versammlungsbehörde hat diesen angeblichen Vorfall, der fast ausnahmslos online auf der Pegida-Seite immer wieder auftaucht(e), als Erklärung zur Beauflagung von Demo wie von DD.Nazifrei genutzt.
Komischerweise weiß die Polizei bis heute von dem Vorfall nichts. Eine Ermittlung dazu gab es nicht. Zeugenaussagen gab es dazu nicht (ausser den halt auf den Pegidioten-Seiten) und doch wird bis zum heutigem Tage dieser Vorfall durch die Versammlungsbehörde DD benutzt um entweder Gegendemos wegzuauflagen oder an Punkte hinzu beauflagen wo ein Protest in Hör- und Sichtweite nicht existent sind. Dies ist aber nach dem sächsischen Demostrationsrecht, ein Recht. Dazu halt die Beispiele von Kelle.
Wir können aber auch z.B. Herrn Vergara oder Herrn Kappe ins Feld holen. Zwei Polizisten, einer davon nachweislich mit der rechten Szene involviert und hat auch "Sanktionen" erhalten. Herr Vergara sollte eigenlich in den Innendienst versetzt werden. Aber z.b. bei den Ereignissen in Leipzig Mitte Dezember war dieser im "Aussendienst" tätig. Eine weitere "Sanktion" die jetzt erfolgte ist das Herr Vergara ins Ausbildungszentrum gesteckt wurde um Polizeianwärter und Co. auszubilden.
Man kann ja nicht früh genug den "richtigen" Korpsgeist einbläuen, oder?

Desweiteren sprechen auch so einige Polizeikollegen aus den alten Bundesländern darüber das sie nicht in den Osten gehen würden wollen aufgrund des dort vorherrschenden "Korpsgeistes".
dazu gab es auch mal nen Artikel in der L-IZ: Leider nur mit Login vollständig lesbar.

Und btw. Photon was hat der "schwarze Block" mit Demos gegen Rechtsextremisten und deren Mitläufern zu tun? Die sind bei den rechten Demo's quasi nicht existent. Das sie innerhalb der Antifa und deren "Strukturen" sich bei solchen Demos integrieren, geschenkt. Aber als schwarzer Block der eher bei anderen Veranstaltungen auftaucht, wie Gx-Gipfel, EZB-Eröffnung etc. hat doch nichts damit zu tun das wenn es rechte Demos gibt dann aus dem linken Demoteil sich ein sogenannter "schwarzer Block" heraus entwickelt oder gar vorhanden ist. Selbst in Leipzig im Dezember oder bei verschiedenen Veranstaltungen in B oder HH, gibt es diese "Blockbildung" eher gar nicht.
Wobie ich weiss das einige ganz wenige Journalisten allein aus dem Antifa-Teil gerne immer einen "schwarzen Block" machen wollen.

Bezüglich den "Planungsspielchen", anders kann man das beim VS und Teile der Polizei in Sachsen ncht beschreiben, fällt auch immer wieder auf, das grundlegende Mobilisierungsmassnahmen besonders jene von der rechten Szene (die auf einschlägig bekannten Seiten auffindbar sind, siehe Thügida, Brigade Bitterfeld ins besondere zum Demogeschehen Mitte Dezember in Leipzig) werden immer mal wieder "ignoriert" oder gar einfach nicht in den Gefahrenbeurteilung einbezogen. Dazu gab es auch einen VS-Bericht damals, weil zuerst die Köppe der Leipziger Versammlungsbehörde hinhalten mussten, dann diese aber den schwarzen Peter Richtung sächs. Verfassungsschutz schob. Leider finde ich den Bericht nicht mehr. Zumindest waren da elementare Aufrufe und Mobilisierungsmassnahmen der rechten Szene entweder nicht darin zu finden bzw. komplett heruntergespielt worden.

Und bezüglich sächsischen Verfassungsschutz habe ich ja schon genug geschrieben, siehe Verfassungschutzbericht vs. Übergriffe bei der 1-Jahres-Pegida in Leipzig. Seitdem ich (nicht persönlich, aber im Kontext des Textes) nun nicht nur angeblich zur Antifa (was die Polizei/VS schon quasi aufgrund der Teilnahme an Gegendemos so zum grossen Teil in Sachsen so sieht) gehöre sondern sogar zum gewaltbereiten linksautonomen Block.
 
Hier hab ich mal ne recht brauchbare Schreiberei gefunden, die das ganze mal zusammenfasst und analysiert.
Da mag ja viel wahres drinstecken. Nur leider nicht wirklich differenziert.

Nehmen wir mal:

"Dieser Eindruck entsteht aber weder bei PEGIDA noch bei den Gegenveranstaltungen. Der fundamentale Unterschied ist: PEGIDA nimmt die Polizei als Mittel zur Interessendurchsetzung wahr. Polizisten werden allein durch den Dank, den sie bei jeder Veranstaltung von der Bühne erfahren, in die rechte Ecke gestellt.

Für Gegendemonstranten sieht es regelmäßig so aus: Bei PEGIDA werden so gut wie nie auch nur ansatzweise die Demoauflagen durchgesetzt, während linke Demonstranten im Voraus aufgrund eines mitgeführten Kleidungsstückes kontrolliert werden. In das Versammlungsrecht der Gegendemonstrationen wird immer wieder eingegriffen, vorgeblich um Straftaten zu verhindern, augenscheinlich aber völlig willkürlich."


Was hier als "alleiniger Fehler der Polizei" interpretiert wird, ist für mich absolut nachhvollziehbares menschliches Verhalten. Bin ich X Jahre in einer Hundertschaft und werde jede Woche mit Pflastersteinen beworfen, kontrolliere ich NATÜRLICH meine Stammkunden intensiver, als diejenigen die sich üblicherweise ruhig verhalten. Wurde letzten Monat ein Kollege schwer verletzt, hab ich das doch diesen Monat nicht einfach vergessen.
Hier hat über Jahrzehnte das Demonstrationsverhalten auch das Verhalten der Polizei geformt und nicht nur umgekehrt. Die angeprangerten "Feindbiler" existieren auf beiden Seiten. Ja das führt auch zu einer gewissen Kultur bei der Polizei, zu Fehleinschätzungen und zu falschen Anweisungen, aber daran ändern doch Schulungen allein nichts. Den verletzten Kollegen schult man eben nicht aus dem Kopf.
Wenn ich als Demonstrationsteilnehmer regelmäßig den Konflikt mit dem Staat suche oder zumindest stillschweigend aus den eigenen Reihen billige (auch hier gibts den Corpsgeist), kann ich irgendwann auch keine Neutratlität mehr erwarten. Ohne die Aktion, kann ich die Reaktion nicht analysieren und damit tut es sich die "Schreiberei" doch sehr schwer, weil kein Gesamtbild entsteht.

Selbst in Leipzig im Dezember oder bei verschiedenen Veranstaltungen in B oder HH, gibt es diese "Blockbildung" eher gar nicht.
Wobie ich weiss das einige ganz wenige Journalisten allein aus dem Antifa-Teil gerne immer einen "schwarzen Block" machen wollen.
Verdeckst du dein Gesicht, wirfst mit Pflastersteinen und zündest Mülltonnen an, is die Namensgebung doch scheissegal. Meinetwegen auch "Schwachmaten Block".
Und was da in deinem Beispiel in Leipzig auf der Straße lag braucht man nicht schön zu reden. Is mir völlig egal welche Farbe deren Kleidung hat. Wer sowas wirft nimmt schwere Verletzungen oder gar den Tod von Menschen in kauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da mag ja viel wahres drinstecken. Nur leider nicht wirklich differenziert.
Und scheinst diesen Weg wohl auch gehen zu wollen:

Was hier als "alleiniger Fehler der Polizei" interpretiert wird, ist für mich absolut nachhvollziehbares menschliches Verhalten. Bin ich X Jahre in einer Hundertschaft und werde jede Woche mit Pflastersteinen beworfen, kontrolliere ich NATÜRLICH meine Stammkunden intensiver, als diejenigen die sich üblicherweise ruhig verhalten. Wurde letzten Monat ein Kollege schwer verletzt, hab ich das doch diesen Monat nicht einfach vergessen.
Woche für Woche Ausschreitungen? Reden wir jetzt von Leipzig, Dresden, Chemnitz? Sachsen? Oder bundesweit. Aber selbst bundesweit werden diese Zahlen zum Glück nicht einmal ansatzweise zusammenkommen.

Verdeckst du dein Gesicht, wirfst mit Pflastersteinen und zündest Mülltonnen an, is die Namensgebung doch scheissegal. Meinetwegen auch "Schwachmaten Block".
Und was da in deinem Beispiel in Leipzig auf der Straße lag braucht man nicht schön zu reden. Is mir völlig egal welche Farbe deren Kleidung hat. Wer sowas wirft nimmt schwere Verletzungen oder gar den Tod von Menschen in kauf.
Das dies Gewaltverbrecher sind, geschenkt, sehe ich genauso. Jedoch um "eine Klientel" oder wie Du es nennst"Stammkunden" besonders hervorzuheben und das machst Du ja hier genauso (siehe oben, rechtfertigst Du die Sichtweise der Polizei vorwiegend gegenüber eine Gruppe,) bedarf es dann schon einer korrekteren und konkreteren Analyse und Bezeichnung der Gewalttäter.
Denn wie der Bericht zeigt, wie Deine Äusserungen zeigen, reagiert die Polizei nicht einheitlich gegen alle Erscheinungen dieser Gewalt, sondern fokussiert. Vor allem gegen antifastische Gruppierungen (und dies besonders im Falle in Sachsen, Alex Poucher hat dies diesen Montag wieder einmal aufgenommen: https://www.facebook.com/alexpoucherwashere/videos/898617990265519/). Somit wäre auch eine Betrachtung aus dem Fokus der Polizei heraus mit Deinen Aussagen, sofern Du das machen wolltest, auch nicht allgemeingültig. Und somit eben nicht korrekt.

Im Umkehrschluss bestätigst Du somit den Bericht und den darin enthaltenen Interpretationen ;)


Und bezüglich dem "Korpsgeist" der bestätigt sich ja auch indirekt in den Anfragen an die sächsische Regierung bezüglich Anzeigen gegen Polizeikräfte und spätere Verfahren.
https://www.sz-online.de/sachsen/ermittlungen-gegen-polizisten-gruene-fordern-unabhaengige-stelle-3425235.html
 
Zuletzt bearbeitet:
[...] Das dies Gewaltverbrecher sind, geschenkt, sehe ich genauso. Jedoch um "eine Klientel" oder wie Du es nennst"Stammkunden" besonders hervorzuheben und das machst Du ja hier genauso (siehe oben, rechtfertigst Du die Sichtweise der Polizei vorwiegend gegenüber eine Gruppe,) bedarf es dann schon einer korrekteren und konkreteren Analyse und Bezeichnung der Gewalttäter.[...]

Es ging aessitt, glaube ich, nicht um Rechtfertigung sondern eher um Verständnis. ;)

Beide Seiten haben sich augenscheinlich zu "eingeschworenen" Kontrahenten entwickelt. Da kann man von keiner Seite echte Objektivität erwarten.
 
Es ging aessitt, glaube ich, nicht um Rechtfertigung sondern eher um Verständnis. ;)

Beide Seiten haben sich augenscheinlich zu "eingeschworenen" Kontrahenten entwickelt. Da kann man von keiner Seite echte Objektivität erwarten.

Der Klassiker: Cäsar braucht "seine" Gallier ebenso wie Obelix "seine" Römer. :mrgreen:
 
Es ging aessitt, glaube ich, nicht um Rechtfertigung sondern eher um Verständnis. ;)

Beide Seiten haben sich augenscheinlich zu "eingeschworenen" Kontrahenten entwickelt. Da kann man von keiner Seite echte Objektivität erwarten.

Weiter unten habe ich ja es noch etwas allgemeiner geschrieben mit aus Polizeisicht (aus dem Fokus der Polizei) ;)
 
Woche für Woche Ausschreitungen?
Woche für Woche Einsätze, die mal mehr, mal weniger und mal gar nicht ruhig verlaufen.

Das dies Gewaltverbrecher sind, geschenkt, sehe ich genauso. Jedoch um "eine Klientel" oder wie Du es nennst"Stammkunden" besonders hervorzuheben und das machst Du ja hier genauso (siehe oben, rechtfertigst Du die Sichtweise der Polizei vorwiegend gegenüber eine Gruppe,) bedarf es dann schon einer korrekteren und konkreteren Analyse und Bezeichnung der Gewalttäter.
Und wie bezeichnet man dann schwarz gekleidete Typen mit Mittelfinger, Kapuze, Sonnenbrille und Antifaflagge korrekterweise? Also solche wie in deinem Facebook-Link?
Es geht um Profile. Das Ömmeken mit Rollator wird weniger kontrolliert als dunkel gekleidete junge Männer, die schon am Bahnhof klar machen wer sich alles f*cken kann. Der Übergang ist dann linear.
Denn wie der Bericht zeigt, wie Deine Äusserungen zeigen, reagiert die Polizei nicht einheitlich gegen alle Erscheinungen dieser Gewalt, sondern fokussiert. Vor allem gegen antifastische Gruppierungen
Will ich ja gar nicht bestreiten. Ich will auch keine Fehler rechtfertigen. Du musst aber verstehen, dass die Linken auch eine ganz besondere Beziehung mit der Polizei pflegt. Sie suchen den Konflikt mit der Polizei als zweitbeste Alternative zu den Rechten. Und dabei ist wichtig zu betonen regelmäßig. Denn aus Regelmäßigkeiten werden Richtlinien. Und dann darf man sich nicht wundern, wenn man diesen Konflikt auch bekommt. Die Szene trägt ursächlich eine starke Mitverantwortung für die Entstehung solcher Richtlinien und ihren besonderen Fokus.
(und dies besonders im Falle in Sachsen, Alex Poucher hat dies diesen Montag wieder einmal aufgenommen: https://www.facebook.com/alexpoucherwashere/videos/898617990265519/).
Ich weiß nicht wo du da Ungleichbehandlung siehst.
Somit wäre auch eine Betrachtung aus dem Fokus der Polizei heraus mit Deinen Aussagen, sofern Du das machen wolltest, auch nicht allgemeingültig. Und somit eben nicht korrekt.
Ach Reddogg... Muss ich Kelles Link hier als Vollzitat anhängen und eine Reportage über die Polizei drehen, damit es für dich komplett ist, oder können wir das als zusätzliche Ergänzung/Anmerkung betrachten?

Und bezüglich dem "Korpsgeist" der bestätigt sich ja auch indirekt in den Anfragen an die sächsische Regierung bezüglich Anzeigen gegen Polizeikräfte und spätere Verfahren.
https://www.sz-online.de/sachsen/ermittlungen-gegen-polizisten-gruene-fordern-unabhaengige-stelle-3425235.html
Die Grünen sind die, die auch mal mit Steinen auf Polizisten geworfen haben und heute als Veranstalter von Gegendemos auftreten, richtig? Wieviele gewalttätige Demonstranten werden eigentlich von den Veranstaltern angezeigt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Woche für Woche Einsätze, die mal mehr, mal weniger und mal gar nicht ruhig verlaufen.
Nicht einmal bundesweit gilt diese Aussage (wie da die Infos von Kollegen aus den alten Bundesländern bei den neuen Bundesländern oder umgekehrt landen soll, nun ja bleibt Deine These). Dann noch explizit durch Linke begonnen, sorry das wird ja immer abstruser.

Und wie bezeichnet man dann schwarz gekleidete Typen mit Mittelfinger, Kapuze, Sonnenbrille und Antifaflagge korrekterweise? Also solche wie in deinem Facebook-Link?
Es geht um Profile. Das Ömmeken mit Rollator wird weniger kontrolliert als dunkel gekleidete junge Männer, die schon am Bahnhof klar machen wer sich alles f*cken kann. Der Übergang ist dann linear.
Was das ist das Zeichen für die Antifa? LOL, da sieht man wieder einmal nur Verallgemeinerungen, aufgrund von Unkenntnis. Denn einzig die Antifa-Flagge wäre jetzt das Unterscheidungsmerkmal zu denen hier. Ausser die sind für Dich auch noch Antifa Schwarzer Block? Pic1
Schwarzer Block? Pic2
Aber da zeigt sich wieder einmal, wer keine Ahnung hat, der sollte sich einfach mal informieren gehen.

Btw. Du relativierst etwas Deine eigene Aussagen:
Verdeckst du dein Gesicht, wirfst mit Pflastersteinen und zündest Mülltonnen an, is die Namensgebung doch scheissegal. Meinetwegen auch "Schwachmaten Block"."
Die würde rechtlich gesehen Massnahme erfordern.
Nun reicht es aber aus, laut Dir,
schwarz gekleidete Typen mit Mittelfinger, Kapuze, Sonnenbrille
(ok und die Antifa-Flagge)?
Du weisst das dies rechtlich gesehen keine Massnahme erfordert/gestattet oder?
Ausser Du behauptest, dass allein würde reichen das Thema Vemummung aufkommen zu lassen. Aber dann würdest Du nur noch mehr Dein Unkenntnis bestätigten. :)

Will ich ja gar nicht bestreiten. Ich will auch keine Fehler rechtfertigen. Du musst aber verstehen, dass die Linken auch eine ganz besondere Beziehung mit der Polizei pflegt. Sie suchen den Konflikt mit der Polizei als zweitbeste Alternative zu den Rechten. Und dabei ist wichtig zu betonen regelmäßig. Denn aus Regelmäßigkeiten werden Richtlinien. Und dann darf man sich nicht wundern, wenn man diesen Konflikt auch bekommt. Die Szene trägt ursächlich eine starke Mitverantwortung für die Entstehung solcher Richtlinien und ihren besonderen Fokus.
1. Welche weiteren Alternativen gibt es denn neben den Rechten und den Polizisten noch? :roll:
2. Das Video von Poucher zeigt doch wunderbar auf, das Gegendemonstranten zur Pegida-Demo von der Polizei angegriffen werden nicht umgekehrt. Selbiges Bild kannst Du auch bei anderen Demos sehen. Z.B. Berlin vor einigen Wochen. Dort wurde jene Taktik ebenso angewendet. Der Zug war in der Mitte löchrig und wurde von der Polizei genutzt um Personen aus der Menge zu holen, mit Fausthieben zu malträtieren etc. Erst sehr viel später kam es dann am Zuganfang zu den dann ausschweifenden Aktionen zwischen Antifa und Polizei und umgekehrt.

Ich weiß nicht wo du da Ungleichbehandlung siehst.
Ungleichbehandlung das Wort kennst Du oder? Wollen wir uns den Text nochmal zu Gemüte führen den Kelle verlinkte? Wie dies sich am 19.10.2015 zeigte? Wir können aber auch fast jede Demo aus DD seit Jahresbeginn nehmen, wo immer wieder die Gegendemonstranten von DD.Nazifrei oder NOPE von der Polizei überwacht, gekesselt wurden etc. oder gar Polizeiketten aufgegeben wurden, damit die Pegidioten die Gegendemonstrationen angreifen konnten.

Ach Reddogg... Muss ich Kelles Link hier als Vollzitat anhängen und eine Reportage über die Polizei drehen, damit es für dich komplett ist, oder können wir das als zusätzliche Ergänzung/Anmerkung betrachten?
Kann es sein das wir unterschiedliche Texte lesen, wo in dem text werden Aktionen der Polizei/BFE gegen rechte Demonstranten dort angesprochen. Werden nicht eher genau jene Punkte, wie Angriffe durch Pegidioten etc. dort thematisiert?


Die Grünen sind die, die auch mal mit Steinen auf Polizisten geworfen haben und heute als Veranstalter von Gegendemos auftreten, richtig? Wieviele gewalttätige Demonstranten werden eigentlich von den Veranstaltern angezeigt?
Wieviele Gewalttaten werden direkt aus der Demo denn vorgenommen? Vorsicht könnte eine Fangfrage sein ;)
2. Dazu bedarf der Veranstalter die Infos von den Ordnern etc. aber da Du so explizit gegen linke/linksextrem. Gewalt hier argumentierst. ;) Woher nimmst Du Deine Thesen (mehr war es bisher ja nicht)?
 
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Was hier als "alleiniger Fehler der Polizei" interpretiert wird, ist für mich absolut nachhvollziehbares menschliches Verhalten. Bin ich X Jahre in einer Hundertschaft und werde jede Woche mit Pflastersteinen beworfen, kontrolliere ich NATÜRLICH meine Stammkunden intensiver, als diejenigen die sich üblicherweise ruhig verhalten. Wurde letzten Monat ein Kollege schwer verletzt, hab ich das doch diesen Monat nicht einfach vergessen.
Hier hat über Jahrzehnte das Demonstrationsverhalten auch das Verhalten der Polizei geformt und nicht nur umgekehrt. Die angeprangerten "Feindbiler" existieren auf beiden Seiten. Ja das führt auch zu einer gewissen Kultur bei der Polizei, zu Fehleinschätzungen und zu falschen Anweisungen, aber daran ändern doch Schulungen allein nichts. Den verletzten Kollegen schult man eben nicht aus dem Kopf.

Wenn dem so wäre, würden sich ja viele Einheiten so verhalten.
Und das ist der Punkt, wo Deine Aussage an der Realität zerschellt.

Erstens ist diese Mär von den steineschmeißenden Linken zwar interessant anzuhören, hat bloß wenig mit der Realität zu tun. Zweifelsohne gibt es solche Gruppenteile, nur wann machen die denn was?
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass bei Einsätzen rund um Fußballspiele der ersten drei Ligen mehr Polizisten verletzt werden als durch die Begleitung von politischen Demos.

Zweitens ist das Verhalten in Sachsen anders als wo anders.
In Frankfurt letzten Juno. Die Veranstalterin einer rechten Demo bedankt sich bei der Polizei. Polizist dazu "Das ist schlimmer als mit Steinen beschmissen zu werden."
Auch Frankfurt: Der Autonome Block hatte recht schnell Polizeispalier als Begleitung, was ja durchaus nachvollziehbar ist. Dann kam der Block auf unsere Blockade zu, ging da durch und wurde damit das Spalier für ne kurze Zeit los, weil die Polizeieinheiten einfach nicht blind durch ne Blockade mit Teilnehmern zwischen 15 und 75 Jahren pflügen wollten.
In Niedersachsen unterhalten sich die Linken mit Polizisten, die sie schon wo anders getroffen haben, wie es einem so dort und da ergangen ist.
Mit Berlinern haben wir gequatscht, mit NRWlern, mit Brandenburgern und alles, wo ich/wir optisch dem linken Block zuzuordnen sind.

Denn, was offensichtlich viele kapiert haben, gerade in höheren Positionen: Man muss das Aufwiegeln von Feindbildern durchbrechen.
Und das macht man am einfachsten, indem man eine Gleichbehandlung durchsetzt.

In Hannover: Wer auf dem Weg zur Demo ist, wird kontrolliert, scheißegal, zu welcher er will.
Vermummt sich jemand, wird der rausgezogen, egal ob links, rechts, oben, unten.

Klar heulen dann immer noch beide Seiten, weil die Bullen sich scheiße verhalten haben (angeblich), aber man kann nicht mehr beweissicher belegen, dass es eine Ungleichbehandlung gab, vor allem keine systematische.

Und eine Gegenprobe auf Deine These:
Für die massiven Überstunden der Polizei in Sachsen sind nunmal zig rechte Aufmärsche Schuld, Blockaden vor Flüchtlingsheimen etc.
Daraus müsste sich ein Hass auf Pegida und Co. aufgebaut haben, dass die massiv unter Repression leiden müssten. Tun sie aber nicht.

gruss kelle!
 
Wir werden so eine Äußerung aber nie hören.
Dann können wir weiter wild spekulieren und uns hier auch gern zu Tode diskutieren. Ich sehe in meiner Glaskugel kommen, dass Du Indizien bringst, die darauf hindeuten könnten, dass die Polizei in Sachsen rechtsextremistisch durchzogen ist. Mir würden andere Gründe für das Verhalten einfallen und wir können nun darum würfeln, wer recht hat. Wissen tun wir es beide nicht.

Und zu Deinen Berichten, was Dir so bei Demos passiert ist. Nun, ich glaube Dir jedes Wort, das ist nicht der Punkt. Aber Deine Schilderungen sind natürlich aus Deiner Perspektive, also subjektiv. Würde ich nun den Cop fragen, was unter dessen Helm vorgegangen sein mag, als er Dich gesehen hat, würden wir vielleicht schon gleich wissen, warum etwas passiert ist, wie es passiert ist. Du weißt nicht, was er gedacht hat, ich weiß es nicht. Also auch hier wieder das Gleiche Bild: Wir können nur raten und dann sind wir wieder am Anfang.

Letztlich sind solche Erfahrungsberichte aus dem eigenen erlebten Schatz ziemlich wertlos. Das ist, als wenn ich hier immer mal zwischendurch eine Episode aus meinem Leben erzähle, wo ich Ärger mit Türken/Arabern/Libanesen/[irgendwer aus dieser Region] hatte. Das ist für mich persönlich relevant und bildet auch zu einem erheblichen Teil meine Meinung, ist aber ganz sicher nicht für jeden zutreffend. Und außerdem mag es auch sein, dass Du an meinerstatt an jenem Tage unter exakt gleichen Umständen womöglich gar kein Ärger bekommen hättest. Vielleicht weil Du freundlicher guckst oder schlicht den Augenkontakt vermieden hättest. Was auch immer.

Geschichten wie die Deinen gewinnen überhaupt erst an Relevanz, wenn das so oft passieren würde, dass es zu einem Muster wird, was dann auch sicherlich von den Medien gern aufgegriffen wird. Und das würde sehr gern aufgegriffen werden, vor allem wenn es gegen rechts geht. Nur da ist mehr oder minder nur das Schweigen im Walde zu vernehmen. Also sieht es mir eben nicht wie "die Regel" aus, sondern eher wie eine Ausnahme.

Infolgedessen werde ich auch keine rechtsextreme Verschwörung hinter Sachsens Polizei, Justiz und Politik vermuten. Das erscheint mir maßlos überzogen.

Tillich meinte nach Clausnitz, dass man das Problem Rechtsextremismus unterschätzt hat und das war es. Würde man die Ursachen nachvollziehbar aufklären, müsste man auch Konsequenzen ziehen. Und da reicht es nicht, festzustellen, dass man wohl zu sehr am Personal gespart hat, dass man mehr in Bildung tun muss
Nee, aber auch das ist nicht neu. Irgendwann wird auch ein Politiker da stehen und das Problem "Zuwanderung" als "unterschätzt" kennzeichnen. Und das man mehr hätte tun müssen. Dann irgendwann wird einer da stehen und sagen, dass man das Thema "Innere Sicherheit" vernachlässigt hat und so weiter und so fort.

Du, wenn unsere Volksvertreter eins gut können, dann doof aus dem Pullover gucken. Aber wenn man in Sachsen davon spricht, dass man das Thema "Rechtsextremismus" unterschätzt hat, dann meint man eher damit, dass man nicht mit so einer recht massiven zivilem Ungehorsam gerechnet hat. Fast jede Woche eine Brandstiftung ist nun einmal nicht normal, auch wenn es nur ein temporäres Phänomen ist. Aber auch schon 1989 ging der erste zivile Ungehorsam von Sachsen aus. Warum die Leute dort - na sagen wir mal "emanzipierter" sind als sonst wo, weiß ich nicht. Zumindest sind die tatkräftiger dabei gegen etwas vorzugehen, was ihnen gegen den Strich geht. 1989 war es die SED, heute ist es die CDU-Politik. Das Gros der Gegner sind aber noch immer friedlich, wie sie es schon 1989 waren. Und ein paar ticken am Rande aus, wie es sie auch 1989 gegeben hat. Damals haben die sich mit Stasi-Leuten gekloppt, heute zündeln sie oder kloppen sich mit Linken oder Ausländern. Aus meiner Sicht: Absolut nix neues. Übrigens hat man bis 1988 den Sachsen unterstellt, tief rot zu sein. SED-treu bis ins Grab - nicht zuletzt wegen dem "Tal der Ahnungslosen". War wohl ein Trugschluss. Heute unterstellt man ihnen gern, Nazis zu sein. Irgendwie witzig.

Also Photon der Hashtag #sächsischeVerhältnisse dürfte Dir ja nicht mehr neu sein (weil ich ihn auch meist benutze :) ),
Noch nie gesehen. Achte da aber auch nicht drauf.

Und btw. Photon was hat der "schwarze Block" mit Demos gegen Rechtsextremisten und deren Mitläufern zu tun?
Ok, machen wir es mal einfacher, weil eine Wortklauberei nichts bringt. Ich meine jene Leute aus den Gegendemo-Lager, die gern mal Pflastersteine auf Demonstranten werfen. Auf Leute, die beispielsweise einen Gedenkmarsch mit Fackeln machen. Nun kann man ja persönlich von einem Rudolf Hess halten was man will. Und man kann auch gerne die Teilnehmer an einem Gedenkmarsch ihm zu Ehren für vollkommene Idioten halten. Man kann sie auch auslachen oder den Kopf schütteln. Steine schmeißen ist aber eine andere Liga.

Da Du ein wesentlich größerer Aktivist bist als ich, fallen Dir jetzt bestimmt X Beispiele ein, wo der erste Gewaltausbruch von den Rechten ausging. Hier gilt für mich aber dennoch das, was ich auch schon zu Kelle schrieb. Zumal es mit der Beweisbarkeit auch ziemlich dünn aussehen dürfte. Da ich Dir aber auch nicht das Gegenteil beweisen kann, werde ich mich dann an das halten müssen, was die Medien her geben. Und unter der Überschrift "Gewalt bei einer rechten Demo" liest man eigentlich stets, dass es "am Rande der Demo zu Übergriffen kam", weil "die Gegendemonstranten eine Absperrung durchbrochen haben", "mit Steinen auch auf Polizeibeamte geworfen haben" und so weiter und so fort. Ich bin weit davon entfernt, jeden Nazi zu einem frommen Lamm zu machen. Aber ich bin mir sicher, dass in Qualität und Quantität beim Thema "Gewalt bei Demos" die Linken um einen vielstelligen Faktor mehr auf dem Kerbholz haben.

Bezüglich den "Planungsspielchen", anders kann man das beim VS und Teile der Polizei in Sachsen ncht beschreiben, fällt auch immer wieder auf, das grundlegende Mobilisierungsmassnahmen besonders jene von der rechten Szene (die auf einschlägig bekannten Seiten auffindbar sind, siehe Thügida, Brigade Bitterfeld ins besondere zum Demogeschehen Mitte Dezember in Leipzig) werden immer mal wieder "ignoriert" oder gar einfach nicht in den Gefahrenbeurteilung einbezogen.
Ja, aber was denkst Du jetzt, wie ich das beurteilen soll? Wenn es stimmt, und davon gehe ich jetzt einfach mal aus, dann hat man hier womöglich kein hohes Gewalt- oder besser Gefahrenpotenzial erkennen können. Na gut. Oder auch nicht, keine Ahnung. Kann ich doch überhaupt nicht einschätzen. Aber wenn man mich fragen würde, dann würde ich auch zu jeder linken (Gegen-) Demo mindestens doppelt so viele Beamte abstellen wie zu einer rechten. Einfach weil ich meine, dass es eine wesentlich höhere Gewaltbereitschaft bei den Linken gibt (gegen Personen und Sachwerte), als bei den Rechten. Aber ich habe es nicht zu entscheiden und mir fehlt auch der komplette Überblick. Aber auch aus diesem Grund halte ich mich lieber mit der Beurteilung der sächsischen Polizeiarbeit zurück. Mir reicht es schon, dass man in Berlin schneller 12 grobe Jungs zusammengetrommelt hat und am "Tatort" ist, als die Polizei, die auch gern erst dann gemütlich eintrudelt, wenn der Krankenwagen schon weg ist. Aus dieser Perspektive scheint es ohnehin ein Problem bei der Polizei zu geben. Womöglich alles Auswirkungen des Personalmangels, wer weiß.

Und bezüglich sächsischen Verfassungsschutz habe ich ja schon genug geschrieben [...]. Seitdem ich (nicht persönlich, aber im Kontext des Textes) nun nicht nur angeblich zur Antifa [...] gehöre sondern sogar zum gewaltbereiten linksautonomen Block.
Auch das ist für mich jetzt nicht überraschend. Schließlich ist ja jeder Pegida-Teilnehmer auch ein Nazi. Und falls sich am Rande einer Demo ein Nazi mit einem Antifanten prügelt, war die ganze Demo "von Gewalt überschattet". Wer nicht Tür an Tür mit einem Asylantenheim wohnen will oder die Moschee gegenüber nicht so prall findet, sowieso. Und wehe jemand übt überhaupt Kritik an der Zuwanderung... So ist der Mensch nun einmal. Ist das jetzt etwa neu?