Schäuble: Keine Grundlage mehr für Verhandlungen mit Athen

Folgende News wurde am 27.06.2015 um 14:46:34 Uhr veröffentlicht:
Schäuble: Keine Grundlage mehr für Verhandlungen mit Athen
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Brüssel (dpa) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht nach der Ankündigung einer griechischen Volksabstimmung keine Grundlage mehr für weitere Verhandlungen mit Athen. Die griechische Regierung habe einseitig die Verhandlungen beendet, jetzt müsse gesehen werden, was daraus folge.
«Die Verhandlungen sind ja offenbar für beendet erklärt worden durch Herrn Tsipras, wenn ich ihn richtig verstanden habe», sagte Schäuble in Brüssel vor Beratungen der Euro-Finanzminister. Es gebe daher keine Grundlage für weitere Verhandlungen. Keiner der Euro-Kollegen sehe irgendeine Möglichkeit, was jetzt noch gemacht werden könne. «Wir müssen natürlich jetzt schauen, wie die Lage ist.»
Das Programm ende am 30. Juni. Die Lage der griechischen Banken sei bekannt. Aber das sei Sache der griechischen Regierung und der Europäischen Zentralbank (EZB).
 
*wuff wuff*
Wie lange war der letzte griechische Präsident der sein Volk befragen wollte nach dieser Ankündigung noch im Amt? 3-4 Wochen? Was fällt denen auch ein?! Was hat morderne Politik denn mit dem Volk zu tun?! Wo kommen wir dann da hin! Wenn das Schule machen würde wäre das ja das Ende von Demokratie wie wir sie kennen. Am Ende wollen die Griechen noch ihr Volk unabhängig bilden und informieren. Dann ist hier aber endgültig Polen offen!

Meine Glaskugel sagt: Griechenland wird sowieso nicht aus dem Euro gelassen weil das eine Kettenraktion zur Folge hätte und das Ende des Euro erheblich beschleunigen würde. Unsere Presse versucht uns zwar ohne Unterlass die "Rettung" Griechenlands (eigentlich derer Banken und unserer buchhalterischen uneinbringlichen Forderungen... die wir sowieso nie wiederkriegen) als humanitären Akt zu verkaufen, in Wahrheit aber wird aus der Nummer umgekehrt ein Schuh. Nicht Griechenlands "überleben" hängt vom Euro ab sondern das Überleben des Euro von Griechenland. Tsipras weiß das genau und spielt das bislang perfekt aus.
 
Schäuble: Werden Ansteckungsfahren in Euro-Zone bekämpfen

Folgende News wurde am 27.06.2015 um 21:22:20 Uhr veröffentlicht:
Schäuble: Werden Ansteckungsfahren in Euro-Zone bekämpfen
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Brüssel (dpa) - Nach der Eskalation in der Griechenland-Krise wollen die Euro-Länder laut Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble alles unternehmen, um die Europäische Währungsunion zu stabilisieren und Marktturbulenzen zu verhindern.
«Wir sind uns völlig klar, dass wir alles tun werden, um jede denkbare Ansteckungsgefahr zu bekämpfen», sagte Schäuble am Samstag nach Beratungen der Euro-Finanzminister. Daran hatte der griechische Ressortchef Gianis Varoufakis nicht teilgenommen. Es soll auch alles getan werden, um jede Beunruhigung der Finanzmärkte zu verhindern.
Schäuble bekräftigte zugleich, dass Griechenland Mitglied der Euro-Zone und Teil der EU bleibe. Griechenland steuere in den kommenden Tagen auf akute Schwierigkeiten zu. Schon am Samstag seien bei griechischen Banken Einlagen in außergewöhnlich hohem Niveau abgezogen worden. Es werde auch schwierig für Athen, Verpflichtungen zu erfüllen. Es sei zu befürchten, dass die Entscheidung der Athener Regierung zu unruhigen Tagen in Griechenland führe.
Mit Blick auf die geplante griechische Volksabstimmung über die Vorschläge der Geldgeber sagte Schäuble, natürlich habe jedes Land das Recht, Referenden durchzuführen. Aber damit würden die Probleme nicht gelöst. Die Verhandlungen seien von Athen unterbrochen und Vorschläge der Geldgeber von der griechischen Regierung abgelehnt worden. Dies sei keine Grundlage, das Hilfsprogramm zu verlängern. Die Bundesregierung habe in der Frage eine geschlossene Haltung. Die Position sei eng abgestimmt mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
Auch der Vize-Chef der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, zerstreute Sorgen über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro-Raum. «Griechenland bleibt Teil der Euro-Zone», schrieb Dombrovskis nach Krisenberatungen mit den Euro-Finanzministern im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Die Finanzminister seien entschlossen, die finanzielle Stabilität des gemeinsamen Euro-Währungsraums zu bewahren und die Euro-Zone weiter zu stärken.
 
Hör mal zu Gandist, ein Griechenland macht Euro nicht kaputt so oder so. Griechenland aber ist schon kaputt, die werden es schwerst erleben und da heisst es nur Schadensbegrenzung.
 
Ausnahmsweise kann ich Herrn Schäuble mal zustimmen:

«Wir müssen natürlich jetzt schauen, wie die Lage ist.»

Schauen wir mal. Dann gibt es vielleicht auch mal "richtige" Nachrichten und keine siebhundertachtundachtzigste Expertenmeinung, was denn wohl passieren würde, wenn... 8)
 
Hör mal zu Gandist, ein Griechenland macht Euro nicht kaputt so oder so. Griechenland aber ist schon kaputt, die werden es schwerst erleben und da heisst es nur Schadensbegrenzung.

Sehe ich komplett anders. m.E. ist der Euro schon kaputt, es wird nur zwanghaft versucht seine Halbwertzeit bis zum geht nicht mehr zu strecken.
Was mit ausscheidenden Ländern passiert kann man ohnehin nur mutmaßen. Schaut man sich aber globale Präzedenzfälle von Staatsbankrotten an (was aufgrund einiger Parameter natürlich hinkt) ist aus meiner Sicht eine kurz- bis mittelfristige Phase des Chaos zu erwarten, wahrscheinlich so 1-2 Jahre. Dann aber würde wahrscheinlich eine neue Währung, welche zur Produktivität des Landes passt, früher oder später wieder für einen Aufschwung sorgen. Während es bei einem Verbleib im Euroraum immer nur bergab gehen kann.
Dies würde spätestens den von mir genannten Dominoeffekt erzeugen. Der Euroraum könnte es sich nicht leisten, die Griechen rauszulassen und diese dann mit der Drachma in überschaubarer Zeit einen Aufschwung erleben zu lassen. Nach meiner Ansicht ist DAS die wahre Crux für Griechenland. Ich nehme an, dass ein Euroausstieg ihnen unter normalen Voraussetzungen sehr bald wieder einen Aufschwung bescheren würden. Leider könnte es der Euroraum sich nicht leisten ein solches Szenario zu "erlauben" da dann die Bürger aller anderen durch Sparprogramme gebeutelten Krisennationen auch sofort austreten wollten.

Aber da wir beide keine Ökonomen mit Glaskugel sind gibts da in unserem Falle ohnehin kein "richtig oder falsch" sondern nur einen gepflegten Meinungsaustausch.;)
 
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Jugoslawische Dinar war mal solche "starke kleine" Währung, Wertverlust in den 80ern war schwindelig gross. Ähnlich wurde es mit Schrottanleihe-Griechen-Währung gehen. Keiner nutzt sowas.
 
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Jetzt ist ja das Referendum in Griechenland im Gespräch. 2010 hat auch es auch ein Premierminister gewagt ein Referendum anzukündigen und hat es dann wieder fallen gelassen. Die Bevölkerung über die wichtigen Fragen abstimmen zu lassen, ist absolut nicht im Sinne der Parasiten, die diese Forderungstitel haben, denn die wollen ja nicht das aussaugen einer ganzen Nation verhindern. Was denen interessiert, ist nur dass keine Verluste eintreten. Das ist das einzige Ziel.

Kochend heiße Luft kam aus Brüssel und von den Systemeliten, als Tsipras es gewagt hat, ein Referendum machen zu wollen. Was? Ihr Schuldner wagt es, das "Volk" abstimmen zu lassen? Das Volk darf mitentscheiden? Damit habt ihr euer Todesstoß gesetzt und all solche Äußerungen.
Da seht ihr mal, was diejenigen, die in den entsprechenden Gremien sitzen für ein Bild haben von ihren Mitmenschen (also den Untertanen / das ausgepresste griechische Volk).

Die Griechen sollen ja nicht abstimmen dürfen, denn das Ergebnis wird so ausfallen, dass die Griechen nicht zahlen werden. Tsipras wird damit sich selbst legitimieren, egal wie das Ergebnis ausfällt, gewonnen hat er auf jeden Fall bei dem Referendum.

Mit jedem Tag verbessert sich die Situation der griechischen Regierung und verschlechtert sich die Situation für den IFW, EZB und Eurogruppe. Da hilft nur noch Galgenhumor.
 
Der Punkt ist ja nicht, DASS man das Volk abstimmen lassen will, sondern WANN! 30. Juni, schon vergessen? Ich denke, Tsipras hat sich am Schluss doch verzockt. Das Referendum (bei dem die Regierung schon empfehlen würde, mit NEIN zu stimmen), würde knapp eine Woche Zeit bringen, aber am Schluss stände man am selben Punkt wie jetzt. Keine Lösung, keine Hilfe, kein gar nichts! Zeitschinden via Basisdemokratie.
 

Alles eine Frage des Blickwinkels. Es liegt wohl in der Natur solcher Verhandlungen, dass das endgültige Angebot erst zum Ende der Frist vorliegt. Hätte er das Referendum vor einem Monat gemacht wäre die Chance auf ein "Ja!" wohl eher noch kleiner gewesen weil das "Angebot" da noch schlechter war. Aus diesem Blickwinkel tut er den Eurogranaten ja sogar noch einen Gefallen.
Das es ihm dabei um 5 Tage "Zeitschinden" geht kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, aus reinen Aufwand/Ertrag Gründen. Genauso absurd ist das "rumhacken" darauf, dass sich die Regierung "angemaßt" hat ihre Meinung zu dem vorliegenden Angebot kundzutun. Mal ganz abgesehen davon, dass sich dieser Umstand rein aus der Logik ergibt, dass sie dem Angebot ja selbst hätten zustimmen können wenn sie es für annehmbar erachtet hätten. Das mediale Gebelle ob Dessen empfinde ich als absoluten Hohn an Realität und Menschenverstand wenn man mal bedenkt welche mediale und politische Beeinflussung z.b. beim Referendum vor ein paar Jahren die Iren PRO Euro über sich ergehen lassen mussten bis sie (im zweiten Versuch) dann endlich das gewünschte Wahlergebnis lieferten.
 
Zeitschinden via Basisdemokratie.

So siehts aus. EZB, IWF und Eurogruppe lügen sich aber bei der sogenannten "Rettung" selbst in die Tasche. Am Ende wird der Schadensfall eintreten - egal wie man es nun verkauft. Es geht ja eigentlich nur darum, wer am Ende der "Böse" ist. Ist der "Böse" der Premierminister Griechenlands oder die EZB?

Hätte man sich ganz einfach an die Maastricht-Kriterien gehalten, wäre das nicht passiert. Naja das gleiche Schicksal wird auch Deutschland ereilen. Alle 7200 Papiergeldwährungen die es gab, sind im Laufe ihrer Zeit verschwunden. Nicht eine einzige Papiergeldwährung hat überlebt. Daher muss es auch nicht wundern, dass hier nun medial herumgeträllert wird. Ist eigentlich ganz unterhaltsam, dieser aberwitzige Zirkus des ewigen "Rettungsschirms" der ständig aufgespannt wird. Meine Generation hat sich doch längst daran gewöhnt, dass eine Währung namens "Euro" ständig gerettet werden muss.

So viel zum Thema "Friedensnobelpreis Euro". Die D-Mark musste nicht so oft in ihren 45 Jahren "gerettet" werden. Aber egal, auch diesen Wahnsinn werden wir überleben.

Durch das ständige Papiergelddrucken der EZB ensteht jedenfalls keine neuen Sachwerte, die diese Housse irgendwie rechtfertigt. Da steht gar nichts hinter hinter den frisch gedruckten Papier (oder den virtuellen Zahlen). Wenn man ständig Löcher stopfen muss, um bankrotte Staaten oder Banken künstlich am Leben zu erhalten, dann ist es eine berechtigte Frage, ob man diese Währung, die ständig "gerettet" werden muss, überhaupt am Leben erhalten sollte.

Wir werden ja sehen, wohin das alles führt. Ich freue mich auf den Tag an dem dieses bescheuerte Papiergeldsystem endlich verschwindet und wir endlich ein menschlicheres System bekommen.
 
Griechenland: Reichen 60 Euro am Tag zum Überleben?

Folgende News wurde am 29.06.2015 um 16:55:00 Uhr veröffentlicht:
Griechenland: Reichen 60 Euro am Tag zum Überleben?
Shortnews

Eine Tageszeitung hat die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten der Griechen pro Tag berechnet, um zu ermitteln, ob die 60 Euro, die vom Volk pro Tag abgehoben werden dürfen, überhaupt ausreichen, um über die Runden zu kommen. Einige der Zwischenergebnisse überraschen.

Ein Grieche gibt demnach 35 bis 48 Euro am Tag aus. Den Löwenanteil machen Miete, Nebenkosten und Internetanschluss mit täglich 15 Euro aus. Für ihr Frühstück geben die Griechen fünf Euro am Tag aus. Das Mittagessen kostet sie zwischen 3 und 8,50 Euro, je nachdem ob sie Zuhause oder auswärts essen.


Für ihr abendliches Gyros, Zigaretten, Bier und Tequila geben Griechen etwa 10 Euro am Tag aus. Körperpflege wie Seife sowie Sport kosten ungefähr ein bis zwei Euro täglich. Für Taxi- und Autofahrten zur Arbeit müssen ein bis sieben Euro bezahlt werden, in der Hauptstadt sind Busse kostenlos.
 
Darf das ganze Volk nur 60 Euro am Tag abheben? :ugly:

60Euro am Tag? Also bei 30 tagen sind das 1800 Euro/Monat, also das ist mehr also viele hier in Deutschland überhaupt aufs Konto bekommen.
 
in Griechenland sind die Ansprüche halt etwas höher, auch als Pförtner bekommt man da schon mal 70.000 €
Jahresgehalt. Da kann es schon knapp werden mit 60 € am Tag. Vermutlich werden findige Griechen aber mehrere Konten bei verschieedenen Banken haben und können somit mehrmals am Tag die 60 € ziehen.
Konnten sich ja lang genug drauf vorbereiten und der größte Teil wird eh schon von den Konten runter sein.
 
Darf das ganze Volk nur 60 Euro am Tag abheben? :ugly:

60Euro am Tag? Also bei 30 tagen sind das 1800 Euro/Monat, also das ist mehr also viele hier in Deutschland überhaupt aufs Konto bekommen.
Zwei Tipps: Informiere dich, was durchschnittliche Kosten bedeutet. Und lies die Quelle (um zu verstehen, wie dieser Wert zustande kommt). Danke!

PS: Das gleiche gilt für MSF.
 
Schaut man sich aber globale Präzedenzfälle von Staatsbankrotten an (was aufgrund einiger Parameter natürlich hinkt) ist aus meiner Sicht eine kurz- bis mittelfristige Phase des Chaos zu erwarten, wahrscheinlich so 1-2 Jahre. Dann aber würde wahrscheinlich eine neue Währung, welche zur Produktivität des Landes passt, früher oder später wieder für einen Aufschwung sorgen.
Welche Präzedenzfälle sind das?
 
Welche Präzedenzfälle sind das?

Russland 1999
https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/.../juli-august/gegen-den-strich-staatsbankrotte
"1999 betrug die russische Wirtschaftsleistung laut Weltbank gerade noch 196 Milliarden Dollar, 2008 hingegen 1680 Milliarden Dollar. Seit dem Staatsbankrott hat sich die russische Wirtschaftsleistung also mehr als verachtfacht."
Argentinien 2001
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/staatsbankrott-das-beispiel-argentinien-1955217.html
"Während die argentinische Wirtschaft in den Jahren von 1998 bis 2002 schrumpfte, stieg die Wirtschaftsleistung nach der Einstellung der Zahlungen an Argentiniens Gläubiger deutlich an. Von 2003 an wuchs die argentinische Wirtschaft mit Jahresraten von neun Prozent, die Wirtschaftsleistung stieg von 102 Milliarden in 2002 auf 328 Milliarden Dollar im Jahr 2008."
 
Perlini, Du kannst Dir sicher sein, das uns bekannt ist was Durchschnitt bedeutet.

bist du eigentlich Grieche?
 
@perlini
1. weiß ich was Durchschnitt bedeutet und weiß auch das es unterschiedliche Durchschnitte gibt und die frage ist, welche Berechnung bei so etwas sinnvoll wären!?

2. Ich habe mir nun die mühe gemacht die Seite anzuschauen, ich wusste vorher schon wieso nicht, und muss echt nun schmunzeln wie man so auf durchschnittliche Lebehaltungskosten kommt.

Außerdem ist die Berechnung eh absurd, denn man müsste gar keine Berechnung durchführen, einfach mal den Durchschnittlichen verdienst nehmen (und da eigentlich noch die Wohlhabenden raus nehmen) und man sieht sofort, ja 60 Euro langen völlig, denn die Leute verdienen nicht mal einen Bruchteil, würde also sogar langen wenn Eheleute nur 1 gemeinsames Konto haben.