Euer schlimmstes Erlebnis?

Mein schlimmstes Erlebnis war als ich von einen lieben Menschen Abschied musste. Wir beide waren blinde Optimisten und erkannten das einer gehen musste. Ich saß neben ihm auf der Intensivstation und er konnte mich nicht belügen, was er so gerne tat um andere zu schützen. Wir weinten beide, nahmen Abschied und wussten das es die letzten gemeinsamen Momente waren. Das Eingeständnis beiderseits, dass es kein positives Ende geben wird, ja das war mehr als hart. Es ist schon Jahre her, aber es hat mich ein wenig mehr zum Realisten gemacht. Um solche Momente zu fangen, sich den Pessimismus zu stellen, muss man aber auch an die schönen Momente denken:

Mein schönstes Elebnis war mein erster Kuss, es war ein Mädchen aus Budapest. Sie war mit Ihren Eltern bei meiner Oma und bei meinen Opa zu Besuch. Sie pflegten eine Freundschaft und besuchten sich gegenseitig. Wir waren beide 5 oder 6 Jahre alt und ärgerten uns immer gegenseitig. Als wir uns mal wieder am necken waren, wir standen oben auf der Treppe, da guckte sich mich ganz besonders an. Ich hab sie dann einfach geküsst, es war mehr ein Schmatzer, aber dennoch mein erster Kuss mit einen Mädel. Sie hatte ganz große braune Kulleraugen. :)
 
da wäre der Tod meiner Patentante die damals in England lebte... Erfahren habe ich es als 5 uhr morgens das Telefon geklingelt hat und mein Vater es mir 5 min Später fast emotionslos (ka wieso) sagte...
Sie ist wohl durch übermäßigen Tabletten-konsum gestorben, aber die Menge war eigentlich so gering, dass sie hätte überleben müssen.
Und niemand weiß was nun wirklich war...
 
Faian schrieb:
daErfahren habe ich es als 5 uhr morgens das Telefon geklingelt hat und mein Vater es mir 5 min Später fast emotionslos (ka wieso) sagte...
Es wird ihn dennoch sicher berührt haben. Als uns unser Vater sagte, dass seine Mutter gestorben ist, da hörte sich das auch an, als wäre er eine neutrale Person, die das kaum etwas angeht.
Später hat er erzählt, dass das eine der schlimmsten und schwersten Dinge war, die er jemals tun musste.
 
Faian schrieb:
da wäre der Tod meiner Patentante die damals in England lebte... Erfahren habe ich es als 5 uhr morgens das Telefon geklingelt hat und mein Vater es mir 5 min Später fast emotionslos (ka wieso) sagte...
Als mein Opa gestorben ist, habe ich auch 'ne Weile gebraucht, um das richtig zu verstehen. Man lebt halt in seiner eigenen trägen Welt weiter. Und solange die noch nicht mit der wirklichen Welt nachgezogen hat, braucht man nicht zu trauern - es ist ja schließlich (noch) niemand gestorben. :think:


Mein schlimmstes "vergangenes" Erlebnis war wohl die Scheidung meiner Eltern, als ich... Hmm, keine Ahnung, wie alt war ich damals? Ich hab' mich jedenfalls irgendwie von der Welt abgekapselt, nur noch vor den PC gehockt und Duke Nukem 3D gespielt - dann muss ich wohl um die 15 gewesen sein. Is' schon irgendwie blöd, wenn man dann plötzlich das Vertrauen in die Welt verliert...
Duke3D war cool, Quake war cool und ansonsten möchte ich aus der Zeit eigentlich nichts mehr im Gedächtnis behalten. :-?

Aktuelles schlimmstest Erlebnis ist die Liebe. Hals über Kopf verliebt, das "Nein, danke!" nicht auf die Reihe bekommen und von einen seelischen Super-GAU zum nächsten gestürmt. Jetzt, nach drei Jahren, bekomme ich es immer noch nicht richtig hin, die Gleichung Liebe = Leid + Schmerz ohne Rest aufzulösen. Frauen sind ja so grausam... ;)


Das sind die zwei Antiprotonen meines Lebens. Zwar nichts wirklich weltbewegendes oder gar aussergewöhnliches, aber mir reicht's... ;)


MfG
Sven