Sehe ich komplett anders. Wir sollten sie in unserem eigenen Interesse eine Lösung herbeiführen, damit wir nicht irgendwann wieder eine Mauer quer durch Deutschland ziehen. Diesmal aber nicht, um die Deutschen zu teilen.Das sind wir sehr wohl.
Wir sind Ihnen eine vernünftige Integration schuldig.
Sie sind als Gastarbeiter ins Land gekommen. Das Wort "Gast" impliziert stets eine temporäre Anwesenheit. Wenn sich die Leute nun selbst dazu entschließen, hier zu bleiben, dann hat es mit "Gast" nichts mehr zu tun. Dann geht es um Bleiberecht, eventuell sogar Einbürgerung. Und in dem Fall muss sich schon die betreffende Person selbst darum kümmern, sich hier anzupassen, zu integrieren und selbst Interesse zeigen, deutscher Staatsbürger zu werden.
Sicher hätte der Staat viel mehr hinterher sein müssen, die betreffenden Personen vor eine Entscheidung zu stellen. Wenn keine Arbeit mehr im Land ist, dann hätte man die Leute vor die Entscheidung stellen müssen, entweder auszureisen oder sich einzubürgern mit einer Frist von 12 Monaten. Wobei bei einer Ausreise die eingezahlten Rentenbeiträge und Beiträge zu sonstigen Sozialkasse ausbezahlt werden und im Falle einer Einbürgerung diverse Bedingungen daran geknüpft werden (wie beispielsweise das Erlernen der deutschen Sprache, Kenntnis zu Gesetzen und so weiter). Das hat man sträflich versäumt, aber solche Dinge kann man ja noch nachholen.
Aber zu sagen, dass wir ihnen eine Integration schulden, ist eine schlimme Fehleinschätzung. Die Möglichkeiten zur Integration bestehen seit Jahren, nur bislang musste sich jeder selbst darum kümmern und Interesse zeigen. Hat er das nicht getan, war es auch egal. Das muss sich ändern.
Gruß,
Photon