Das erinnerte mich gestern irgendwie an den US-Verteidigungsminister. Erst ein Problem mit verursachen, es dann selber nicht lösen können und am Ende andere beschuldigen, zu wenig gemacht zu haben.Na nicht nur Dich. Vor allem muss man sich mal die Dreistigkeit vorstellen: Er kommt als Gast hier her, stellt Forderungen, benimmt sich wie die Axt im Walde und sät darüber hinaus auch noch Unfrieden. Woher kenne ich das nur?
Oh, solche Gedanken hatte ich auch und habe mich fast über mich selber gewundert. Bei seiner Rede vor dem Brandhaus kam mir Erdogan sehr gemässigt vor, da hatte er wohl noch Berater an der Seite, die ihm die Tragweite seiner Worte vorher erklärt haben. Auf seiner Wahlkampfveranstaltung (in der Türkei stehen aber doch gar keine Wahlen an) sah das ganz anders aus. Da hatte er wohl andere Berater.Mich persönlich hätte es zwar aufrichtig gefreut, wenn er alle Applaudierenden (Landsleute oder nicht) gleich mit eingepackt und persönlich mit zurück in die Türkei genommen hätte
Ein bisschen beruhigt bin ich von der Tatsache, dass wohl die weitgehende Mehrheit der Türken in Deutschland das nicht so sieht. Meine Bekannten haben sich fast persönlich beleidigt gefühlt wegen seiner Worte. Sie müssen sich ja als Aussätzige vorkommen, weil ihre Kinder perfekt Deutsch, aber eben nicht perfekt türkisch sprechen und lieber in Spanien Urlaub machen als in der Türkei.
Das Erdogan nicht der Politiker ist, der in Diplomatie und Politik gebadet wurde in seiner Kindheit, wussten wir schon vor den Wahlen. Das er die Islamisierung in der Türkei anstrebt, sieht man aktuell. Er könnte für Euopa gefährlich werden. Solange er in der Türkei das Sagen hat, dürfte die Tür für Europa eher wieder zugehen als langsam weiter auf.
Marty
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