Durchlässigkeit im Bildungssystem - eure Meinung

Ich erlebe die Undurchlässigkeit im Bildungssystem hautnah und muss beinahe wöchentlich auf mein Recht und das meiner Kinder pochen.

Allerdings halte ich das Video für *peng*. Sieht aus wie von einem/r enttäuschten Schüler/in erstellt. Das zweite Video von ihm/ihr hat sogar so eklatante Fehler das sogar militante Reformbefürworter die Notwendigkeit einer Mindestqualifikation als gegeben erachten.

eaxo
 
Es ist nicht besonders durchlässig aber völlig durchlässig kann es eh nicht sein, da man halt überall Mindestanforderungen benötigt.

Solange man mit Hauptschulabschluss seinen Realschulabschluss machen kann, auf der Abendschule sein Abi nachholen, danach studieren und seinen Doktor machen kann, ist grundsätzlich erstmal noch jeder Weg offen.

Die eigentliche Undurchlässigkeit kommt auch erst durch die Finanzierung, durch Behörden und dadurch das Bildung in Deutschland immernoch Ländersache ist.
 
Naja also ich habe mich erst vor ein Paar Tagen mit der multilaterale Versetzungsordnung von BaWü beschäftigt und mir scheint hier - zumindest theoretisch - das Schulsystem doch recht durchlässig zu sein...

Und dass man gewisen Noten benötigt, um z.B. von der RS ins Gymi oder von der HS in die RS/ das Gymi wechseln zu können, erscheint mir nur logisch!
 
Ist eigentlich (leider) von den Rektoren abhängig. Ich kenne welche, die geben exzellenten Realschüler_innen eine Chance, andere lehnen sie konsequent ab. Auf meiner Schule waren in meinem Abijahrgang 5 ehemalige Realschüler_innen, sowie 3 ehemaliga Hauptschüler_innen. Alle haben ein durchschnittlich bis sehr gutes Abitur gemacht und schienen auch mehr Motivation zu haben als so manche Dauergymnasisasten.
Vielen Betroffenen ist es aber gar nicht bewusst, dass sie sich mit einem Realschulabschluss auch auf einem Gymnasium um einen Platz bewerben können.
 
Jeder Schüler kann durch Eigeninitiative einen guten Abschluss bekommen.
Es ist natürlich schade, wenn die Eltern nicht helfen (auf gute Ausbildung zu achten) oder lernschwache Schüler aufgrund fehlender Gelder und somit fehlernder Lehrkräfte nicht besonders gefördert werden.
Aber letztendlich ist jeder Schüler, wenn es gegen Mitte/Ende 9. Klasse auf den Abschluss zu geht (in der 10. Klasse) alt genug zu realisieren, dass ein guter Abschluss wichtig ist für einen guten Start ins Berufsleben oder ins Studium und wenn dann da einer dabei ist, der meint ein schlechter HSA reicht aus, weil er kein Bock hat sich selbst zu motivieren und zu lernen, der muss dann eben mit der späten Erkenntnis leben, dass er doch lieber in der 10. Klasse mehr hätte lernen sollen. Dann muss dieser eben noch 1, 2 oder 3 Jahre Berufsfachschule machen um seinen Realschulabschluss nachzumachen oder sogar sein Fachabitur, damit er vernünftig qualifiziert ist um ins Berufsleben einzusteigen.
Die Durchlässigkeit scheitert letztendlich eher an der Demotivation und "Null-Bock-Einstellung" der Schüler, als am Bildungssystem selbst.

Solange man mit Hauptschulabschluss seinen Realschulabschluss machen kann, auf der Abendschule sein Abi nachholen, danach studieren und seinen Doktor machen kann, ist grundsätzlich erstmal noch jeder Weg offen.

Man brauchte heutzutage kein Abi mehr, um an die Uni zu kommen. Es reichen 3 Jahre Ausbildung und 3 Jahre Berufserfahrung im Berufsbild der abgeschlossenen Ausbildung um im jeweiligen Fachbereich studieren zu können.
Und wenn man mit 16 od. 17 seine Ausbildung beginnt und reibungslos durchkommt ist man höchstens 23 wenn man die 6 Jahre rumhat und ist dann an der Uni nicht viel älter als die meisten Studenten dort.
 
Hallo Zusammen,

die Durchlässigkeit im Bildungssystem ist leider extrem abhängig von dem jeweiligen Bundesland, der Schule und sogar einzelnen Personen. Von Bildungsgerechtigkeit kann in dem Punkt nicht mehr gesprochen werden; erst recht nicht wenn ich in einem Jahr nur Realschule bestehen muss um auf dem Gymnasium genommen zu werden und im nächsten Jahr mindestens 2,6 als Notenschnitt haben muss. Jeder von uns weiß dass Noten ja auch sehr lehrerabhängig sind....

Aber ich denke das ist nicht das Hauptproblem des deutschen Bildungssystems.
Viel mehr sollte man sich darum bemühen die angeblichen "Bildungsversager" sprich in der Regel junge Kinder die unter einem schlimmen Elternhaus oder anderen Umständen die sie nicht zu verschulden haben leiden aufzufangen und erst gar nicht in Bildungsrückstand kommen zu lassen. Hierzu müsste aber der Blick auf viele gesellschaftliche Probleme und Misstände gerichtet werden. Dies wird den Pädagogen Deutschlands in der dafür notwendigen Form nicht beigebracht und erst recht nicht Zeit eingeräumt. Also können wir es auch nicht verlangen. Doch es wäre so notwendig. Nur volkswirtschaftlich gedacht soll die Schule und das Studium ja Steuerzahler generieren und keine Dauerempfänger von Sozialhilfe.

Beste Grüße
 
Berufsschullehrer am SZ Rübekamp in Bremen^^

Schulzentrum Rübekamp? Seltsamer Name für ne Hochschule :ugly:
Meine schulische Ausbildung wurde frecherweise auch Studium genannt, aber glaub mir das war es nicht.

Man brauchte heutzutage kein Abi mehr, um an die Uni zu kommen. Es reichen 3 Jahre Ausbildung und 3 Jahre Berufserfahrung im Berufsbild der abgeschlossenen Ausbildung um im jeweiligen Fachbereich studieren zu können.
Und wenn man mit 16 od. 17 seine Ausbildung beginnt und reibungslos durchkommt ist man höchstens 23 wenn man die 6 Jahre rumhat und ist dann an der Uni nicht viel älter als die meisten Studenten dort.

Ich wollte gar nicht sagen, dass man nicht den einen oder anderen Schritt einsparen kann. Oft bekommt man ja mit seiner Ausbildung sowieso ein Fachabitur hinterher geworfen und kann somit studieren.

Ich wollte nur sagen: Egal wo man ist man hat die Möglichkeit weiterzumachen und die wenigsten werden den gesamten Weg von der Hauptschule bis zum Doktortitel nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schulzentrum Rübekamp? Seltsamer Name für ne Hochschule :ugly:
Meine schulische Ausbildung wurde frecherweise auch Studium genannt, aber glaub mir das war es nicht.

Nee das ist keine Hochschule, das ist ein Gymnasium und eine angeschlossene Berufsschule für Gastronomiegewerbe.
Der Berufsschullehrer ist nur als Quelle aufzuführen, da er erwähnt hatte, dass man fürs Studium kein Abitur braucht sondern nur eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung (in dem Falle 3 Jahre, weiss nicht für welches Bundesland, ich nehme mal an Berlin, da das der letzt Arbeitsort des Lehrers war).
Ich mache tatsächlich eine Ausbildung zum Koch, könnte aber auch studieren gehen (Besitzer eines Abiturs^^), habs auch probiert, aber das fach war nicht das Richtige und für alles andere war mein Schnitt zu mies (3,0), aber kochen macht fast mehr Bock...
 
Schulsystem

Hallo

Das Schulsystem ist m.M. nach grundsätzlich durchlässig, auch wenn es hier und dort persönliche Negativeentscheidungen gibt, aber gegen sie sollte und muß man eben vorgehen. Habe ich auch bei meinem Sohn gemacht (der sollte wegen eines Sprachfehlers nciht in diue Grundschule, vom Direktor aus), da habne wird em Schulamt klipp und klar gesagt, sollte der Sohn abgelehnt werden, würden wir der Stadt juristsich den Arsch bis zum genick aufreißen, durch alle Instanzen und welch Wunder, auf einmal war ein Platz frei.
Nur als Beispiel.
Das Hauptproblem ist wohl die mangelnde leistungsbereitschaft der Schüler (hier liegen wohl Fehlentwicklungen im Elternhaus vor) und der Bildungsunterschied zwischen Elternhaus und dem Son der Abi machen will. Wen da eine Kluft herrscht, wie wollen die Eltern den Kindern helfen, oder gar Fehler im lernen des Kindes oder gar Fehler des Unterrichts (sprich der Lehrer baut Scheiße) erkennen ?
Dann zum wechsel von Realschule nach Gymnsaium, das ist ab jetzt mit dem verkürzten Jahrgang fast nciht merh möglich (2. Fremdsprache auf realschule kann man dort schon mit nur 1 Halbjahr erreichen, das reicht aber als 2.Fremdsprache fürs Gymnsaium nciht), mit der aussage Realschule-Gymnasium geht, wäre ich äußerst vorsichtig.
Auch das man mit 3Jahren Ausbildung und3 Jahren Beruf studieren kann, mag bei einzelen Fächern möglcih sein, generell aber niemals, allein weil Latein fehlt und spätestens bei 80% der Fächer (sogar Sekundarstufe II Lehramt ) Latein für den Abschluß benötigt wird.
Was auch fehlt, ist eine konsequente Beurteilung der Lehrer und eine schnellere Versetzung- Kündigung von Lehrern, die unfägig sind.
 
Latein i Studium

Hallo

Latein? Wer braucht denn zum Studieren bitte noch Latein?

Lies dir doich einfcah die Studienordnungen durch !

Für sehr viele Fächer benötigst du Latein um überhaupt einen Abschluß amchen zu könne (z.B. lehramt Sekundatstufe Ii), bei anderen fächern mußt du Lateinkenntnisse, also Kleines Latinum bis zum 4.sem nachweisen.
Das man pauschal kein Latein benötigt ist ein Ammenmärchen, wer kein Latein genommen hat, fällt ev. bei der Studienwahl ganz schön aus den Wolken.
 
Dann erklär mir mal, welche Ausbildung man machen muß, um danach dann Lehramt studieren zu können.

Die Lateindiskussion hatten wir doch schon mal, und da hatten wir auch festgestellt, daß man kaum noch Latein braucht. Selbst wenn man es bis zum 4. Semester braucht hat man ja wohl noch 4 Semester Zeit. Wer das nicht schafft, tja, der sollte wohl besser nicht studieren.
 
Latein

Hallo


Das kaum mehr Latein braucht als Allgemeinmausage ist doch falsch. An der philosophoschen Fakultät brauchst du Latein, entweder um überhaupt anfangem, oder um das Studium zu beenden.

Den Schülern zu sagen, sie bräuchten kein latein mehr, ist kompletter Quatsch ud zeigt, das diejenigen, die das behaupten, die Sudienordnungen nie gelesen haben.
Zum anderen kannst du so einfcah wie am Gymnsaium nie einen Lateinabschluß machen.

Mich stört diese allgemeine kein latein Aussage, weil sie nciht den Tatsachen entspriht, klar wenn man als Studium nur IT sieht, mag das zutreffen, aber Gott sei dank, gibts ja noch mehr.
 
Wer erst IM Studium Latein braucht, der hat Zeit es zu lernen.

Wer einen Studiengang anstrebt, bei dem Latein zur Zulassung benötigt wird, der hat sich informiert und sein Latinum gemacht.


Bitte beantworte doch meine Frage, welche Ausbildung man gemacht haben muß, um danach Lehramt zu studieren.
 
Studium

Hallo

Bitte beantworte doch meine Frage, welche Ausbildung man gemacht haben muß, um danach Lehramt zu studieren.

Wenn meinst du jetzt damit.
Du kannst studieren, auch wenn du die allg. Hochschulreife nciht besitzt, das sind aber Ausnahmen und gilt afaik nicht für alle Studienfächer.

Zum Thema Latein nur noch soviel, die meisten Schüler können noch gar nicht wissen, was sie studieren, wenn sie Latein wählen können (7.Klasse !), geschweige denn wenn sie im 10. Schuljahr sind, kann ich von meinem Sohn bestätigen, das weiß das im Jahrgang bis jetzt auch noch keiner, aber Latein ist schon gelaufen, die 10er haben nur noch die Chance Latein als Leiustungskurs zu nehmen, wenn sie Latein nachholen wollen.

Zum Thema Durchlässigkeit siehts ja wohl aus, das dies in Bayern und Baden-Württemberg faktisch nicht gegeben ist.
 
Zum Thema Durchlässigkeit siehts ja wohl aus, das dies in Bayern und Baden-Württemberg faktisch nicht gegeben ist.

Das stimmt für Bayern definitiv nicht.
Man kann mit jedem Schulabschluss den nächsthöheren erreichen.
natürlich ist es nicht möglich, nach dem Hauptschulabschluss vier Jahre draufzupacken und dann das Abi in der Tasche zu haben, da wären ja alle blöd, die das Gymnasium ab der 5. besuchen und nicht erst in der 9. quereinsteigen.