Nach Deiner Darstellung ist es also wichtiger, über wenige seltene Fälle mehr zu berichten, als über haufenweise Fälle?

Ja... so wie es ist ist es okay. Wie schon erwähnt würde sich niemand über unzählige News am Tag über Autounfälle interessieren. Besser als mit Martys Flugzeug-Beispiel hätte mans garnicht ausdrücken können.

[bla]
Diese Fakten werden aber auch nicht vermittelt, sondern nur die einmaligen Preiserhöhungen pro Jahr groß in den Medien breitgetreten.

Das ist der Unterschied zwischen Werbung und Berichterstattung. Nachrichten befassen sich nunmal nicht nur mit positiven Eigenschaften, die man ja schon über die Werbung erzählt... Nachrichten können auch kritisch sein.

Aber doch nicht jeder kleine Schiss, der null Auswirkungen hat.

Null ist da untertrieben... wer weiß, wer durch den Zwischenfall zu spät gekommen ist und dadurch Millionen Euro oder Arbeitsplätze verloren gegangen sind...
Natürlich übertrieben... aber einfach schöner veranschaulicht. :p
 
Wie schon erwähnt würde sich niemand über unzählige News am Tag über Autounfälle interessieren.

Okay.
Logische Folgerung: Die Bahn muss mehr Vorfälle herbeiführen, um aus den nachrichten zu kommen...

Nachrichten befassen sich nunmal nicht nur mit positiven Eigenschaften, die man ja schon über die Werbung erzählt... Nachrichten können auch kritisch sein.

Bleibt die Frage danach, ob die Nachrichten objektiv sind und die Relationen beachtet werden.
3% mehr einmalig im Jahr gegen Schwankungen allein beim Spritpreis von bis zu 25%.
Oder soll die Bahn gemäß dem ersten Absatz täglich dreimal die Preise ändern, damit es ruhig bleibt?

Null ist da untertrieben... wer weiß, wer durch den Zwischenfall zu spät gekommen ist und dadurch Millionen Euro oder Arbeitsplätze verloren gegangen sind...

Butter bei die Fische...
Bis 2020 wird von 2,5 Milliarden Euro Verluste jährlich durch Staus auf Straßen ausgegangen...
Das bei einem kleinen Land wie die Niederlanden.

Deutschland: 100 Milliarden.
Jeder Bürger steht 58 Stunden jährlich im Stau.

gruss kelle!
 
(Bier)Kelle schrieb:
Bleibt die Frage danach, ob die Nachrichten objektiv sind und die Relationen beachtet werden.
3% mehr einmalig im Jahr gegen Schwankungen allein beim Spritpreis von bis zu 25%.
Wenn ich mich richtig erinnere, war alleine der Spritpreis letztes Jahr ungefähr 30 mal Thema auf der Titelseite der Bild und ungefähr genauso oft Thema auf der Titelseite anderer grosser Tageszeitungen.

Marty
 
Richtig... als wäre übder den Spritpreis gescwiegen worden. Mit dem Argument hast du mich nur bekräftigt, Kelle. :p

Und zu deiner logischen Folgerung: So ist es. Im Verhältnis zur Anzahl der Zwischenfälle würde sich die Quantität der Medienberichte verringern... die Quantität...
 
Ich finde btw auch, dass in den Medien eigentlich gar nicht so viel schlechtes über die Bahn berichtet wird. Vielmehr ist es doch eigentlich die Bevölkerung, die das Klischee von der Bahn, die immer und überall zu spät kommt, aufrecht erhält. Weil klar, die Bahn kommt schon ab und an zu spät, darf das ja jeden Tag erleben, aber sooo extrem ist es auch nicht. Nur die Meinung der breiten Masse sieht halt anders aus, daran haben aber nicht (nur) die Medien schuld. Ich habe sicher öfter von Bekannten oder Kumpeln Sachen wie "haja klar ("dass der Zug Verspätung hat" oder ähnliches), ist ja auch die Bahn" als ich in der Zeitung irgendwas über Verspätungen gelesen habe.
 
Mist, jetzt muss ich mich auch über die Bahn "beschweren" nach einer 700km langen ICE Reise erdreistet sich die Bahn auch noch unpünktlich mit -2 Minuten am Zielbahnhof anzukommen :ugly: ...Ankunft in Basel Bad Bf plan 17.36, und er war schon um 17.34 Uhr angekommen ;) man hat mich also über 2 Minuten wertvoller und komfortabler ICE-Zeit beraubt :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Was, das darf doch woll nicht war sein, also das geht ja woll überhaubt gar nicht, also da hätte ich mich ja umgehend beschwert. :LOL:
 
man hat mich also über 2 Minuten wertvoller und komfortabler ICE-Zeit beraubt :(

Ich nehme an, du musstest trotzdem den vollen Preis bezahlen und hast für die zusätzliche Aufenthaltszeit von zwei Minuten in Basel keinen Kaffee, Privat-Entertainer oder ähnliches als Entschädigung bekommen?
Typisch DB, ist halt einfach nie verlass drauf. Rechnet man damit, dass der Zug Verspätung hat, kommt er pünktlich. Rechnet man damit, dass er pünktlich kommt, kommt er zu früh. :roll:

Wird Zeit dass die Bahn privatisiert wird, dann ist Schluss mit dem Zirkus!
 
Ich finde btw auch, dass in den Medien eigentlich gar nicht so viel schlechtes über die Bahn berichtet wird. Vielmehr ist es doch eigentlich die Bevölkerung, die das Klischee von der Bahn, die immer und überall zu spät kommt, aufrecht erhält.

Ich glaube, das bedingt sich gegenseitig...

Die Presse würde nicht jeden Fliegenschiss über die Bahn berichten, wenn sie nicht wüsste, dass es vom Konsument entsprechend aufgenommen und gewürdigt wird.

Ein Waggon der führerlos durch Bayern rollt, ein Zug der führerlos durch Sachsen Anhalt rollt...
Keine Verletzten, kein Sachschaden, keine Gefährdung Dritter.
Trotzdem steht es in der bundesweiten Presse.

Gibt es für ein Bahnprojekt einen Innovationspreis, muss man das in der einschlägigen Fachpresse suchen.

Das spricht erstmal Bände...

Das andere ist die inhaltliche Korrektheit.
Ich arbeite bei Siemens im Bereich der Eisenbahn Automatisierung.
Als im Oktober das Chaos mit den ICEs war, gab es Meldungen die besagten, dass die ICEs unter dem Konsortialführer Siemens gebaut wurden.
Das ergab ziemlich postwendend Lästereien/Anfeindungen gegenüber uns Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen im Privatleben.
Das schöne an der Sache:
Siemens hatte weder mit der Planung, noch mit der Entwicklung, noch mit der Produktion, noch mit der Montage dieser Achsen zu tun. Das waren nämlich Alstom oder Bombardier.
Und sowas macht dann gar keinen Spaß mehr-.

gruss kelle!
 
Und sowas macht dann gar keinen Spaß mehr-.

gruss kelle!

...ich hoffe, du verlangst kein Mitleid :p Klang nämlich schon etwas danach.
Was solln denn diverse Manager sagen, über die täglich (sehr wahrscheinlich auch nicht sachlich korrekt) Böses berichtet wird?

Also wenn du dir da schon den Schuh anziehst (oder anziehen lässt), weiß ich auch nicht weiter.
 
Bahn räumt Kälteprobleme bei ICE ein

Folgende News wurde am 23.12.2009 um 13:30:14 Uhr veröffentlicht:
Bahn räumt Kälteprobleme bei ICE ein
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Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat zugegeben, dass ihre ICE-Züge bei kaltem Wetter technische Probleme bekommen. Auf der Verbindung Berlin-München fällt seit Mittwoch und noch bis Sonntag jeder zweite ICE aus. «Die Fahrzeuge sind nicht so gebaut, dass sie diesen sibirischen Temperaturen standhalten», sagte der für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständige Sprecher, Jörg Böhnisch, am Mittwoch im Mitteldeutschen Rundfunk. In den vergangenen Tagen seien Züge «reihenweise kaputtgegangen», weil trockener Pulverschnee «durch die Lüftungsgitter in die Fahrzeuge flutscht und dabei die elektrischen Bauteile in Mitleidenschaft ziehen kann». Auf der ICE-Strecke Berlin-Leipzig-Nürnberg-München plant die Bahn über Weihnachten keinen Ersatz. «Leider können wir keine Ersatzzüge zur Verfügung stellen, da zurzeit alles fährt, was fahren kann», erklärte der Sprecher von DB Bahn Vertrieb, Andreas Fuhrmann, bei MDR INFO. Es werde daher in den Zügen, die noch fahren, «sehr, sehr voll werden». Wenn jemand für einen Zug reserviert habe, der nun ausfalle, dann «verfällt leider die Reservierung. Das tut uns auch sehr leid», betonte Fuhrmann. Die Deutsche Bahn hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass die ICE-Schnellzüge zwischen Berlin und München vom 23. bis 27. Dezember nur im Zwei-Stunden-Takt statt wie üblich jede Stunde fahren. Zur Begründung hieß es, die Züge müssten wegen des Winterwetters besonders intensiv gewartet werden. Fuhrmann begründete die Situation zudem mit den «Spätfolgen des strengen Dauerfrostes, den wir in den letzten Tagen hatten». Am Vortag hatte ein Bahnsprecher noch betont, das Unternehmen bemühe sich, möglichst viele Ersatzzüge bereitzustellen. Er hatte die Fahrgäste gebeten, sich im Internet unter www. bahn. de/aktuell oder unter der Telefonnummer 01805*99*66*33 darüber zu informieren, welche Züge fahren.

Bahnauskünfte: https://dpaq. de/ice
 
Na auf eine Strecke halber Takt ist immer noch um Längen besser, als auf zig Strecken Vollsperrungen...

gruss kelle!
 
Ramsauer kritisiert die Deutsche Bahn

Folgende News wurde am 24.12.2009 um 14:01:22 Uhr veröffentlicht:
Ramsauer kritisiert die Deutsche Bahn
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Berlin (dpa) - Das technische Versagen der ICE-Züge bei winterlichen Temperaturen ist nach Ansicht von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für den Hersteller «blamabel». Für viele Reisende sei das gerade in der Weihnachtszeit «mehr als ärgerlich», sagte Ramsauer der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag). Die Deutsche Bahn kann auf der Route Berlin-Leipzig-München derzeit nur die Hälfte ihrer ICE-Züge einsetzen. Schnee und Eis haben an den Fahrzeugen zu mehr Defekten geführt. «Ich hoffe, dass die Bahn diese technischen Probleme schnellstmöglich in den Griff bekommt», ergänzte der Minister. Nach Auskunft der Bahn sind elektrische Bauteile anfällig für Pulverschnee. Deshalb waren Züge «reihenweise kaputtgegangen». Die Bahn fuhr bis zum Mittag des Heiligabend nach eigenen Angaben deutschlandweit ohne größere Verspätungen. Außer den Problemen auf der ICE-Route Berlin-Leipzig-München seien ihm keine weitere Probleme bekannt, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag in Berlin. Bei täglich durchschnittlich 1400 Zügen seien einzelne Verspätungen nicht auszuschließen, auch nicht während der Weihnachtstage. Die ICE-Ausfälle zwischen Berlin und München gelten bis Sonntag. *Fahrgäste, die erst eine Stunde später als geplant reisen können, erhalten von der Bahn 25 Prozent des Fahrpreises zurück. Bei zwei Stunden Verspätung werden nach den üblichen Regeln 50 Prozent erstattet. Zur Bewältigung der Zuwächse im Güterverkehr will die Bundesregierung das deutsche Schienennetz massiv ausbauen. Sie hat aber noch kein Finanzierungskonzept, wie Ramsauer (CSU) zu erkennen gab. Der Ausbau von Autobahnen könnte - wie der A 8 - in Partnerschaft mit dem Staat verstärkt privat vorfinanziert werden. Zugleich schloss er wegen der Belastungen für die deutschen Transporteure eine Erhöhung der Lkw-Maut aus. Die Einführung einer Pkw-Maut stehe nicht auf der Tagesordnung, auch wenn es «kein Denkverbot» gibt, betonte Ramsauer zum wiederholten Mal. Bei den Haushaltsverhandlungen im Frühjahr hofft der Minister, dass sein Bau- und Verkehrshaushalt als größter Investitionsetat des Bundes geschont wird, um eine «Bremswirkung auf die Wirtschaft» zu vermeiden. «Wenn man bei meinem Haushalt spart, dann spart man an der falschen Stelle. » Dabei wandte er sich dagegen, Bau- und Bildungsinvestitionen gegeneinander auszuspielen. Die Bahn-Lobby der Allianz pro Schiene begrüßte Ramsauers Vorstoß für die Bahn. Nötig wären aber jährlich mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich vom Bund, forderte die Interessenvertretung unter anderm von Teilen der Bauwirtschaft und Umweltschützern. Wie schwierig der angekündigte Aus- und Neubau der des Schienennetzes ist, machte Allianz-Geschäftsführer Dirk Flege deutlich: «Das Bundesschienennetz ist in Deutschland seit 1990 um 16 Prozent geschrumpft. Wenn es unter dem Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer endlich wieder wachsen sollte, hätte der CSU-Minister einen Ehrenplatz in der Riege der Verkehrsminister verdient», erklärte er. Ausgangspunkt der Pläne sind Prognosen über eine Zunahme des deutschen Güterverkehrs bis zur Mitte des Jahrhunderts um etwa 50 Prozent. Das Straßennetz werde diesen Zuwachs nicht verkraften können, sagte Ramsauer. «Wir müssen ihn deshalb möglichst vollständig auf die Schiene bringen. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel. Das heißt nämlich, dass wir unser Schienennetz nutzen und massiv ausbauen müssen. Zudem brauchen wir völlig neue Strecken. » Allerdings gebe es auch hier wie beim Straßenbau die gleichen intensiven Widerstände in der Bevölkerung. Bei den öffentlich privaten Partnerschaften für den Autobahn-Ausbau sollen demnächst weitere acht Projekte gestartet werden. «Da ist noch mehr drin», meinte Ramsauer. Die Allianz pro Schiene äußerte sich skeptisch. «Wer alle Hoffnungen auf öffentlich-private Partnerschaften zur Finanzierung von Verkehrswegen legt und eine Erhöhung der Lkw-Maut kategorisch ausschließt, wird Probleme haben, den Ausbau des Schienennetzes zu finanzieren», sagte Flege. In der Finanzierungsfrage bleibe der Minister leider vage. Die von Ramsauer für den Straßenbau gepriesenen öffentlich-privaten Partnerschaften ließen sich nicht ohne weiteres auf die Schiene übertragen, betonte Flege.
 
Wie kann man eigentlich nen Müllermeister zum Verkehrsminister machen? :LOL:

Ein technisches Gerät, was beliebigen Witterungsumständen ausgesetzt ist, kann nicht 100%ig gegen Ausfälle abgesichert werden.

Man kann in einer Klimakammer nicht alle Eventualitäten durchspielen.

gruss kelle!
 
Ein technisches Gerät, was beliebigen Witterungsumständen ausgesetzt ist, kann nicht 100%ig gegen Ausfälle abgesichert werden.

Man kann in einer Klimakammer nicht alle Eventualitäten durchspielen.

Aber übers Jahr dafür sorgen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall so gering wie möglich ist? :think:

Nebenbei ist es wirklich überraschend, dass es im Dezember zu Frost (auch schweren Frost) kommen kann...

Aber die Bahn ist ja nicht alleine - Eurostar ist ja vom Auftreten jahreszeitlich normalem Wetters auf vollkommen überrascht worden... :ugly:
 
Aber übers Jahr dafür sorgen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall so gering wie möglich ist? :think:

Nebenbei ist es wirklich überraschend, dass es im Dezember zu Frost (auch schweren Frost) kommen kann...

Es ist ja nun nicht so, dass man im Herbst Sommer- gegen Wintertechnilk tauscht.
Von daher kann man da nicht viel vorbereiten.

Es gab mal nen Fall, da ist ein Modul im Winter ausgefallen bzw. hat Störungen gemeldet.
Diese Störung konnte man beim besten Willen in der Klimakammer nicht nachstellen, obwohl man mit den Temperaturen deutlich unter die ging, die am entsprechenden Tag herrschten.

Das meine ich eben, dass man die Technik in Verbindung mit jeglicher Wetterlage nicht 100%ig kontrollieren kann.

Und es betrifft ja mal wieder nur eine Baureihe.
Es ist also nicht so, dass die Bahntechnik generell bei 2 Grad unter Null und drei Schneeflocken aufgibt.

gruss kelle!
 
Aber übers Jahr dafür sorgen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall so gering wie möglich ist?
Oh ja, davon können wir hier ein Lied singen: Die Schwebebahn in Wuppertal steht! Für 4-5 Monate. Und wisst Ihr warum? Weil manche Stützen bei Minustemperaturen nicht mehr sicher sind. Das wusste man im Mai schon. Gemacht hat man nichts. Jetzt ist es kalt und die Bahn steht. Schneechaos, die Strassen dicht, Busse stehen und die Schwebebahn, das einzige Verkehrsmittel, was auch bei 2 Meter Schnee noch fahren könnte... steht.

Marty
 
"Schwarzbuch Bahn": Buch zeigt erschreckende Zustände in ICE-Führerständen

Folgende News wurde am 18.01.2010 um 20:17:00 Uhr veröffentlicht:
"Schwarzbuch Bahn": Buch zeigt erschreckende Zustände in ICE-Führerständen
Shortnews

Die ZDF-Redakteure Christian Esser und Astrid Randerrath haben das Buch "Schwarzbuch Bahn" geschrieben. In diesem Buch berichten Mitarbeiter u. a. , dass ICE-Lokführer in eine Thermoskanne pinkeln müssen, da keine Toilette vorhanden ist. Laut einem Bahn-Sprecher wird eine "alte Welt" aufgezeigt. Die Missstände, die genannt werden, wurden bereits "auf- und abgearbeitet".