Wirtschaft Der Euro - die beliebteste Währung auf dem Weltmarkt

(Bier)Kelle

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28 April 2006
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Hallo zusammen,

heute beim Frühstück las ich Zeitung.
Da gab es folgenden Artikel:

TA schrieb:
Euro verdrängt Dollar als harte Währung

BRÜSSEL (AFP/dpa). Fünf Jahre nach der Einführung des Euro haben die europäischen Banknoten den US-Dollar als wichtigste Bargeld-Währung der Welt verdrängt. Alle Euro-Noten, die sich gegenwärtig weltweit im Umlauf befinden, haben zusammen einen Wert von 628 Milliarden, was derzeit etwa 827 Milliarden Dollar entspricht. Damit hat sich die europäische Gemeinschaftswährung auch an den Finanzmärkten als harte Währung etabliert. Dennoch ist der Euro bei Verbrauchern in Europa nach aktuellen Umfragen weitgehend ungeliebt.
https://www.thueringer-allgemeine.d...mepage&region=National&auftritt=TA&dbserver=1

Und folgenden Kommentar:

Geburtstag

Es ist wie mit der Geltung des Propheten im eigenen Land.

Den daheim als "Teuro" beargwöhnten Euro wählen sich Länder wie China, Australien oder die Vereinigten Arabischen Emirate als ihre Reservewährung und trennen sich vom Dollar. Das Nachsehen hat die US-Währung zum fünften Geburtstag des europäischen Konkurrenten auch beim Bargeld. Weltweit kursieren 628 Milliarden Euro - eine Summe, die deutlich über dem Gesamtwert der amerikanischen Scheine liegt.

Die Hälfte dieser Euros haben übrigens die stets über ihre Lage lamentierenden Deutschen in der Tasche.

Immer wieder wird behauptet, das neue Geld nicht zu lieben. Sämtliche Preiserhöhungen kreidet man allein seiner Existenz an; als hätte zu Zeiten der D-Mark immer alles gleichviel gekostet. Dass in Wirklichkeit die Inflationsrate sank, wird ebenso ignoriert wie die billigeren Exporte durch den Höhenflug des Euro beim Dollar-Umtausch. Mit der alten Währung hätte der Liter Super jetzt schon fast drei Mark gekostet.

Umgekehrt - so klagt die Wirtschaft - verteuern sich zwar deutsche Exporte. Doch ist auch das nur die halbe Wahrheit. Denn im EU-Raum sind alle Währungsrisiken im Handel entfallen, während früher geklagt wurde, Millionen-Verluste durch Umtausch und Abwertungen zu erleiden.

Für die neuen EU-Länder wird das Tempo der Euro-Zone allerdings zu schnell. Slowenien springt noch auf den Zug auf. Viele andere gaben selbst ihre Zwischenziele auf.

28.12.2006 Von Ingo LINSEL
https://www.thueringer-allgemeine.d...mepage&region=National&auftritt=TA&dbserver=1

Wird hier mal wieder belegt, wie gut wir Deutschen im Jammern sind?

gruss kelle!
 
Weiß nicht so recht, ob das hierher passt, aber ich poste das mal:

ich mußte dieser Tage bei uns im Keller ein Türblatt auswechseln,- normale Zimmertür.... die wurde vor 6 Jahren mal eingebaut. da die Tür nicht lackiert wurde (Faulheit.. :mrgreen: ) befand sich noch das Preisschild des Baumarktes unter den Beschlägen: 36,95 DM.

Ich also zum gleichen Baumarkt - passendes Türblatt aus dem Regal gesucht, - das Gleiche, was zu ersetzen war.... Preis:

42,85 ..... € !!!!!

Edit: ... ich vermute aber mal, dass sich die Gehälter der Mitarbeiter des benannten Baumarktes proportional zu den Preissteigerungen bewegt haben...:ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Gestern Abend lief ein Bericht zum Thema "5 Jahre Euro" im französischen Fernsehen (TV5). Grundeinstellung der Bevölkerung der "Grande nation":

" Ein Land, dass seine Währung aufgibt verkauft seine Identität"

Unter anderem beschwerte sich ein befragter Passant über die gestiegenen Lebenshaltungskosten... er sähe nicht ein, dass er nunmehr 1,05€ für ein Brot bezahlen müsse, welches vor €-Einführung inetwa die Hälfte gekostet hat..

Aber mal zurück zum Thema: Sicher stellt sich der € momentan als harte und stabile Währung dar. Dieses führe ich allerdings nicht auf die Strukturen in Europa zurück, sondern viel eher auf den fürchterlichen US-Haushalt, unter dem der US-$ leidet... wenn man sich die Handelsbilanzen der USA anschaut, erkennt man leicht, dass die US-Wirtschaft kaum mit der Witschaft der €-Zone mithalten kann. Selbst die Ölproduzierenden Länder haben schon mit dem Gedanken gespielt, den € als Ölhandelswährung einzuführen, weil dem US-$ nicht mehr soviel Vertrauen entgegengebracht wird..
 
da die Tür nicht lackiert wurde (Faulheit.. :mrgreen: ) befand sich noch das Preisschild des Baumarktes unter den Beschlägen: 36,95 DM.

Ich also zum gleichen Baumarkt - passendes Türblatt aus dem Regal gesucht, - das Gleiche, was zu ersetzen war.... Preis:

42,85 ..... € !!!!!

Unter anderem beschwerte sich ein befragter Passant über die gestiegenen Lebenshaltungskosten... er sähe nicht ein, dass er nunmehr 1,05€ für ein Brot bezahlen müsse, welches vor €-Einführung inetwa die Hälfte gekostet hat..

Und wo sind jetzt die kausalen Zusammenhänge mit der Einführung des Euros?

Wenn ich dran denke, dass die Holzpreise aufgrund hoher Nachfrage nach brennholz zum Teil um das vierfache gestiegen sind, wundert es mich nicht, dass ne Holztüz auch teurer wird...

gruss kelle!
 
Also Statistiken und Studien mienen, das es nciht teurer durch den Euro geworden ist. Nun wer weiß wie es ohne den Euro gekommen wäre, ich denke das kann man nicht wirklich sagen.

Es wurde vieles Teuerer und nciht gerade wenig, aber auch vieles Billiger, wobei bei vielem würde ich sagen es ist normal das die billiger geworden sind...

Der Euro hatte denke ich von vornerein eine Gute Position den Dollar abzulösen. Weil halt viele Länder gegenüber den USA negativer eingestellt sind als Europa gegenüber... So wollen nun einige Länder ja vom Dollar wegkommen um von den Amis unabhängig zu sein...
 
Tjo, aber kannst du daraus nun sehen ob es eine Übliche Preissteigerung ist oder ob der Euro schuld ist? Also an einer solchen Tabelle geht das shlecht, da bräuchtest schon Tabellen wie es die 5 Jahre davor aussah...
 
EZB: Geldmenge im Euro-Raum im November kräftig gestiegen

Ich also zum gleichen Baumarkt - passendes Türblatt aus dem Regal gesucht, - das Gleiche, was zu ersetzen war.... Preis:

42,85 ..... € !!!!!

und hier der Grund:
Im Vergleich zum November 2005 sei M3 bereinigt um 9,3 Prozent gestiegen nach 8,5 Prozent im Oktober, teilte die EZB am Freitag in Frankfurt mit. Analysten hatten mit einer geringen Beschleunigung auf 8,6 Prozent gerechnet. Die Vergabe von Buchkrediten an den privaten Sektor legte mit 11,2 Prozent zum Vorjahr mit unverändert hohem Tempo zu. Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (September bis November) wuchs die Geldmenge mit einer Jahresrate von 8,8 nach 8,4 Prozent im vorangegangenen Zeitraum.
...
Die EZB warnt schon lange, das Geldmengenwachstum berge Inflationsgefahr. Auf längere Sicht führt eine übermäßige Geldversorgung der Wirtschaft nach Überzeugung der Zentralbank zu steigenden Preisen.
https://de.today.reuters.com/News/n..._HUM936261_RTRDEOC_0_EUROPA-EZB-GELDMENGE.xml
Edit: ... ich vermute aber mal, dass sich die Gehälter der Mitarbeiter des benannten Baumarktes proportional zu den Preissteigerungen bewegt haben...:ugly:
Ein Problem, das noch wichtig wird.
 
Man kann über den Euro denken wie man will.
Für die meisten von uns die mit der DM aufgewachsen sind ist es natürlich eine enorme Umstellung und es kommt uns teuer vor, da wir zusehr an die DM Preise denken.
 
Das größte Problem ist wohl, dass jeder die heutigen Preise mit den Preisen vor der Euroumstellung vergleicht... Wenn man jetzt aber eine Inflation von nur 2 Prozent annimmt, heißt das, dass die Mark (die ja in der Inflation in der Vorstellung stehengeblieben ist) jetzt schon den Gegenwert von 0,565 Euro hat statt 0,511 Euro...

Kleine Nebenrechnung: (1,02hoch5)x(1:1,95583)... Wenn falsch => Beschweren
 
Das größte Problem ist wohl, dass jeder die heutigen Preise mit den Preisen vor der Euroumstellung vergleicht... Wenn man jetzt aber eine Inflation von nur 2 Prozent annimmt, heißt das, dass die Mark (die ja in der Inflation in der Vorstellung stehengeblieben ist) jetzt schon den Gegenwert von 0,565 Euro hat statt 0,511 Euro...

Kleine Nebenrechnung: (1,02hoch5)x(1:1,95583)... Wenn falsch => Beschweren

Ja da hast du sicher Recht, die DM wäre ja auch weiter inflationiert, dies wird ja meist vergessen ... Dennoch sind die Preise sehr stark gestiegen, vor allem in den neuen Beitrittsländern ... und das offizielle Daten gedreht werden ist ja wohl klar.
 
Wirklich?? Ist auch die % gleich geblieben? Bei einigen Alkoholsorten sind die % weniger geworden damit der Preis nicht steigt, so wie andere Firmen mit kleineren Packungen schummeln...
 
Wirklich?? Ist auch die % gleich geblieben? Bei einigen Alkoholsorten sind die % weniger geworden damit der Preis nicht steigt, so wie andere Firmen mit kleineren Packungen schummeln...

Bier ist Bier - oder meinst du, die lassen den Alkohol erst verdampfen, bevor sie die Flasche zumachen, damit weniger Umdrehungen drin sind?
 
Bier ist Bier - oder meinst du, die lassen den Alkohol erst verdampfen, bevor sie die Flasche zumachen, damit weniger Umdrehungen drin sind?


Durch Verwendung von anderer Hefe, kann man für andere % sorgen...

Ging eher um Hochprozentiges. Bacardi z.b. hatte mal einige Prozent mehr!