Datenschutz - gibts wohl nicht mehr!

[...] das sie jetzt allen beweisen nachgehen würden, und das an meinem Handy ein Telefonat eingegangen sei, das aber nix zu sagen hätte, sie es jedoch überprüfen müssten weil es sehr auffällig wäre.
Was daran auffällig war weißt du ja anscheinend nicht...

Das kommt mir hier alles ein bisschen merkwürdig vor und ich weiß nicht, warum du mit dieser Methode der Verbrechensbekämpfung nicht einverstanden bist. Schließlich ist es doch nicht dramatisch, wenn die Polizei deine Anschlüsse überprüft. Oder denkst du es interessiert ein paar Beamte wenn du da irgendwelche intimen Telefonate führst? ;)
 
Oder denkst du es interessiert ein paar Beamte wenn du da irgendwelche intimen Telefonate führst? ;)

Ich bitte dich sowas mach ich net :biggrin: . Aber es geht hier halt nicht gerade um das Beispiel direkt sondern wie gesagt um Datenschutz allgemein, wer was darf und wer nicht, das hier sollte jetzt mal als Beispiel dienen :)
 
Aber es geht hier halt nicht gerade um das Beispiel direkt sondern wie gesagt um Datenschutz allgemein, wer was darf und wer nicht, das hier sollte jetzt mal als Beispiel dienen
Tja, nur bringt das Beispiel ohne ein bisschen Hintergrund nicht so viel. ;)

Um es nochmal kurz zusammenzufassen: Solche Daten wie Anruflisten werden zur Verbrechensbekämpfung überprüft und das ist auch gut so.
 
Kinderpornographie ist widerlich, das steht ausser Frage, aber heiligt der Zweck die Mittel? Ausgangssperre für jedermann wäre schließlich auch gut gegen Kriminalität auf den Strassen. Und Robbespierre hatte eigentlich auch nur das Beste im Sinn.

Mal ganz davon abgesehen, dass diese Ermittlungsmethode die zentrale These unserer Rechtssprechung pervertiert.

Und dieses Pseudototschlagargument "Ich hab doch nichts zu verbergen." zieht nicht. Sonst würdest du schließlich nicht die Türe hinter dir zumachen, wenn du in deine Wohnung gehst.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Kampforca
Ich meinte das ironisch. :p

Ich finde das einen ungeheuerlichen Vorgang, aber nachdem das Bankgeheimnis vorheriges Jahr (?) quasi aufgehoben wurde auch nicht so verwunderlich. Verwunderlich finde ich es aber, dass es so wenig mediale und politische Reaktionen dazu gibt.
 
@Kampforca
Ich meinte das ironisch. :p

Ich finde das einen ungeheuerlichen Vorgang, aber nachdem das Bankgeheimnis vorheriges Jahr (?) quasi aufgehoben wurde auch nicht so verwunderlich. Verwunderlich finde ich es aber, dass es so wenig mediale und politische Reaktionen dazu gibt.
Dann will ich mal nix gesagt haben :mrgreen:

Gab dazu nen schönen Blogeintrag von Kai Raven... Nennt es Gewöhnung.

Wenn man sich mal vor Augen führt, was für nen Aufstand es gab bei der Volkszählung... Die Daten, die da erfasst wurden, waren vermutlich nichts im Vergleich zu dem, was das Volk dieser Tage für 1% Rabatt und ab und zu nen hübschen Präsentkorb abgibt :roll:
 
@Kampforca
Ich meinte das ironisch. :p

Ich finde das einen ungeheuerlichen Vorgang, aber nachdem das Bankgeheimnis vorheriges Jahr (?) quasi aufgehoben wurde auch nicht so verwunderlich. Verwunderlich finde ich es aber, dass es so wenig mediale und politische Reaktionen dazu gibt.


Du zeigtest einen Artikel aus Österreich, der einiges verfäscht hat.
Ich habe gelesen von DPA

Die Banken hätten auf Bitten der Ermittler Daten von Kreditkartenkunden zur Verfügung gestellt, die im Sommer 2006 eine bestimmte Summe auf ein verdächtiges Konto gezahlt hätten, sagte der Sprecher des Innenministeriums in Sachsen-Anhalt, Martin Krems, der dpa

Jetzt sieht das Bild doch anders aus.

Grützi
 
Die Banken hätten auf Bitten der Ermittler Daten von Kreditkartenkunden zur Verfügung gestellt
Das ist der springende Punkt für mich. Ich bezweifle, dass die betroffenen vorher informiert wurden, daß von ihnen Daten weitergegeben wurden. Auch wenn's spezielle Daten waren, diese Grenzen sind leicht überschritten.
 
Das ist der springende Punkt für mich. Ich bezweifle, dass die betroffenen vorher informiert wurden, daß von ihnen Daten weitergegeben wurden. Auch wenn's spezielle Daten waren, diese Grenzen sind leicht überschritten.

Das stimm, von der Übermittlung der Daten wird man hinterher nichts erfahren. (es sei denn) Wäre dann auch sehr teuer.

Im allgemeinen Denke ich aber an den Ursprung dieser ganzen Geschichte. Es wird sich etwas aus den Fingen gesogen, was im nachhinein nicht mehr der Wahrheit entspricht. (siehe Raubüberfall usw. ich denke auch, dass ein 15 Jähriger nicht ohne Erlaubnis eines Elternteils in der eigenen Wohnung von Polizeibeamten angehört bzw. befragt wird.

Grützi
Kuddldut
 
Und dieses Pseudototschlagargument "Ich hab doch nichts zu verbergen." zieht nicht. Sonst würdest du schließlich nicht die Türe hinter dir zumachen, wenn du in deine Wohnung gehst.
Nee, das kannst du so keinem erzählen.

Ich mache nur die Haustür hinter mir zu weil ich nicht von irgendjemandem um mein Eigentum gebracht werden möchte. Das hat nichts mit verbergen zu tun.
 
Gardinen/ Jalousien gibt's ja heutzutage auch kaum noch. :ugly:

Sind das denn wichtige Daten? Für mich wichtige Sachen die niemand erfahren sollten, und die bei mir per Tele geführt wurden:
- Gespräche mit Kunden
- Gespräche mit Anwalt
- Gespräche mit Ämtern

wenn da natürlich was abgehört würde, dann wäre es sehr schlimm. Ob mich mein Nachbar jetzt sieht oder nicht, das ist doch egal :-?

Gruß
Gremlinb
 
Moin, moin
schau mal in Google und geb ein "gremlin klamm" oder nur gremlin.
Du wirst dich überall finden.

Was hat das mit Datenschutz zu tun? Das sind Daten, die öffentlich ins Web gestellt werden, wenn die mir bei Cybo+Klamm meinen Namen, Adresse, Telefonnummer und Kontodaten ausspücken würde, das wäre ein Verstoß gegen den Datenschutz.
 
Ich habe mal eine Frage zu dem Thema.

Heute wurden glücklicherweise 322 wiederliche Pädophile festgenommen!

Was mich daran allerdings stört ist die Art und Weise der Ermittlung. Es wurden nämlich alle (!!!!!!!!!!!!!!) deutschen Kreditkarten-Abrechnungen überprüft.

Jetzt würde ich gerne mal wissen, wie lange solche Daten gespeichert werden bzw. auf welche Zeiträume die Behörden zugreifen dürfen.
 
So wie ich grade gelesen habe, wurden die Daten gar nicht an eine Behörde übergeben, sondern eine Anfrage der Behörde an die Kreditkartenanbieter versendet. Dabei wurden genaue Suchparameter angegeben , die auf Seiten der Kreditkartenanbieter kontrolliert wurden. Da die Daten nicht in die Hände der Behörden gelangt sind (ausser die besagten 322) und die Suchparameter wirklich recht präzise waren, ist das doch zu vertreten. Da war wohl irgend ein Journalist übereifrig :ugly:
 
Die Formulierungen stören mich ein wenig.

Also durchsucht wurde ALLE Abrechnungen, aber nur diejenigen, die exakt den Preis, in einem bestimmten Zeitraum, an ein bestimmtes Konto überwiesen haben, wurden ausgespuckt.

Zur Speicherdauer. Schau in die Bedingungen bei deiner Bank, dass muss da stehen.