Dachwohnung. Hilfe? Hitze!

krash

Gesperrt
7 Mai 2012
47
3
Hallo zusammen,

ich wohne seit zwei Monaten in einer Dachwohnung auf dem Land, also mit viel Feld ringsum und keinerlei Schatten anderer Häuser. Heute war der erste richtig warme Tag im Jahr, und ich schwitz' mir jetzt schon komische Muster in's Hemd und bin wirklich verzweifelt. :-?

Ein handelsüblicher Ventilator pustet mir den Rücken kühl, aber was mache ich mit der Wärme in allen anderen Zimmern - vor allem im Schlafzimmer? Durchzug geht irgendwie nicht, da kein Lüftchen weht und eine teure und nach Energie schmachtende Klimaanlage ist irgendwie auch keine Option.

Kann ich die Position meines Ventilators irgendwie optimieren? Kann ich die Wärme irgendwie abhalten? Rollos sind tagsüber unten, aber da die Bude direkt unter'm Dach ist, heizt es sich dennoch auf - und das nicht zu knapp - große Dachluken und mangelnde Isolierung sei Dank. :yawn:

Ich bin für jeden Tipp dankbar! *schwitz*
 
Du könntest, wenn du das nicht schon gemacht hast, probieren, z.B. mit offener Badezimmertür die Dusche eine Zeit lang laufen zu lassen (natürlich mit eiskaltem Wasser), das gleiche gilt für alle Wasserhähne. Nasse Lappen vor den Fenstern aufhängen soll angeblich auch funktionieren, das hab ich aber noch nie ausprobiert ;).

Ansonsten weiß ich genau was du meinst. Ich hatte gestern 28° in der Bude, mittlerweile "nur" noch 24 :pray:.
 
Die Geschichte mit den Handtüchern hab ich gestern Abend an einer anderen Stelle auch schon gelesen. Würde das nicht nach einer gewissen Zeit zu einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit führen, die die Temperaturen noch unerträglicher macht? :think:

Das mit der Dusche könnte ich versuchen, allerdings ist die von den zwei kriegsentscheidenden Räumen (Schlafzimmer, Wohnzimmer) am weitesten entfernt.

Wenn ich so aus dem Fenster sehe, habe ich jetzt schon keine Lust heute Feierabend zu machen und nach Hause zu fahren. :ugly:
 
ich wohne seit zwei Monaten in einer Dachwohnung auf dem Land...
gz ^^

Ein handelsüblicher Ventilator pustet mir den Rücken kühl, aber was mache ich mit der Wärme in allen anderen Zimmern...
Kann ich die Position meines Ventilators irgendwie optimieren?
Nein... Ein Ventilator senkt nicht wirklich die Temperatur, das kommt dir nur so vor ;)

Kann ich die Wärme irgendwie abhalten? Rollos sind tagsüber unten, aber da die Bude direkt unter'm Dach ist, heizt es sich dennoch auf - und das nicht zu knapp - große Dachluken und mangelnde Isolierung sei Dank.
Naja... ordentliche Isolierung hätte geholfen, dazu ist es jetzt aber wahrscheinlich zu spät.

Ich bin für jeden Tipp dankbar! *schwitz*
Ich würde mir das mit der Klimaanlage nochmal überlegen... Zumindest wenn du da länger wohnen willst wäre es doch 'ne u.U. sinnvolle Investition. Du musst ja nicht dauerhaft auf 18°C runterkühlen.

Ansonsten bleibt dir da nur zu versuchen, mit der schon angesprochenen Verdunstung irgendwie zu kühlen, wirklich effizient ist das aber auch nicht. Vor allem nicht der Tip mit der Dusche ;) Dazu müsstest du das Wasser schon fein zerstäuben...

Oder weiter leiden... :sing:

Gruß Aru
 
Das wesentliche, was ich auch erst lernen musste, ist, die Wärme erst gar nicht in die Wohnung zu lassen, weil dann hat man verloren.
Entscheidend dürfte dabei im wesentlichen die Südseite sein.

Rollos helfen da im Normalfall nur wenig.
Ist die Sonnenstrahlung durch das Fenster durch, wird sich der Raum erwärmen, ob mit oder ohne Rollo, das Rollo verlangsamt diesen Prozess höchstens.

Bei mir entspannte sich viel mit der Renovierung und teilweisen Umbau meiner Wohnung.
Ich bekam eine Dachterasse vor der Küche, die Küche eine Fensterfront von 1,80 * 2,20 Metern und das zur Südseite.
Aber davor eine entsprechende Jalousie und der Sommer ist gerettet.
Gut, letztes Jahr hatte ich vergessen sie runterzulassen, da musste ich halt bis zum nächsten Gewitter warten, dass meine Bude unter 30 Grad ging. :ugly:

Weiterhin wichtig, wie und wann man lüftet.
Hab es zwar noch nicht perfektioniert, aber ich arbeite dran.
Bei Temperaturen wie diesen, nachts um die 15 Grad, tags um die 25 Grad sind bei mir auf allen vier Seiten der Wohnung die Fenster offen. Da entsteht über kurz oder lang immer ein Luftzug.
Wird es wärmer, werden frühs halt die Fenster geschlossen, und abends wieder geöffnet.

So kann ich in Summe auch den wärmsten Sommer ohne große Plagen überleben.

gruss kelle!
 
Soviel Energie kostet eine Klimaanlage auch nicht wenn man nur ein Zimmer nicht kühler als 23-25 Grad kühlt und drauf achtet die Wärme nicht reinzulassen.

Ich kenne das aber auch nicht von der eigenen Stromrechnung,überlege aber ob ich mir dieses Jahr eine kaufe. Mit ganz grob 300 kwh schätz ich komm ich man über den gröbsten Sommer, wären also weniger als 70 Euro das ist es dann auch wert- besonders wenn man zu Hause arbeitet und dann leistungsfähiger ist.
 
T-shirt ausziehen und sich selbst mit einem Wasser gefüllten Glasreiniger Sprühflasche bestäuben, ansonsten sind die Tipps der anderen schon richtig gut.
 
Was mir grad noch einfiel:
Nimm doch mal ne Schilfmatte und befestige die außen auf den Dachfenstern der Südseite.
Kostet nicht die Welt, reduziert den Lichteinfall deutlich, macht keine Dunkelkammer draus, sollte simpel anzubringen sein und erschlägt auch keinen, wenn ein Gewitter sie zerkleinert.

gruss kelle!
 
Was bei meiner Wohnung weitestgehend hilft:

Tipp 1
Nachts, wenn die Temperaturen angenehm kühl sind, Fenster komplett aufreißen; Ventilator ans Fenster stellen und die Kalte Luft in die Wohnung pusten lassen. Nach 1h ist die Wohnung angenehm kühl. Dann die Fenster über Nacht auf Kipp lassen. Morgens, so ab 10 Uhr, alle Fenster schließen. Wenn es geht: Außenrollos herunter lassen.

Tipp 2
Tagsüber nicht in der Bude hocken. Freunde besuchen, schwimmen gehen, sich in den Schatten legen. ;)

Tipp 3
Geräte, die Tagsüber nicht benötigt werden (Handy-Ladegeräte, DVD-Spieler, etc.) verbrauchen nicht nur Strom, sondern erzeugen auch Wärme. Ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber jeder Tropfen hilft.

Hinweis
Den Ventilator auf den naßen Rücken zu richten, kann zu Erkältungen führen. Oder zu Muskelverspannungen. Beides nicht schön.
 
Also es gibt schon Rolos (allerdings gibts günstigere Alternativen), die die Wärme weitestgehend abhalten, wohne auch unterm Dach und meine Wohnung ist auch schlecht isoliert. Ab ungefähr 22 Grad Außentemperatur wirds bei mir auch ungemütlich.

Also eine Klimaanlage würde ich auch sehr empfehlen. Die kosten zwar monströs viel Strom, aber sie müssen ja nicht die ganze Zeit laufen, nur einmal für eine kurze Zeit die Temperatur senken, ausschalten und wiederholen, wenn es wieder zu warm wird.

Es stimmt, offene Fenster lassen die Wärme erst recht eindringen, besonders spürt man das bei Windstille.

Edit:
Hinweis
Den Ventilator auf den naßen Rücken zu richten, kann zu Erkältungen führen. Oder zu Muskelverspannungen. Beides nicht schön.
+
Da sagste was, hab ich am eigenen Leib erfahren und hab Tagelang gelitten... :(
 
Also eine Klimaanlage würde ich auch sehr empfehlen. Die kosten zwar monströs viel Strom, aber sie müssen ja nicht die ganze Zeit laufen, nur einmal für eine kurze Zeit die Temperatur senken, ausschalten und wiederholen, wenn es wieder zu warm wird.
Das ist genau der Fehler, weshalb die Klimaanlage dann "monströs viel Strom" kostet...

Einen Raum von 28°C auf 20°C abzukühlen bedeutet, daß die Klima auf voller Leistung läuft und dementsprechend auch viel Strom verbraucht. Wartest du dann, bis wieder 28°C sind hast du den selben Energieverbrauch wieder...

Lässt du die Anlage aber durchgehend auf 22-24°C kühlen brauchst du die volle Leistung nur einmal und danach läuft die Anlage recht entspannt auf kleinerer Leistung. Klimaanlagen sind eigentlich immer Thermostatgesteuert...

Wichtig ist halt, daß die Anlage entsprechend dimensioniert ist. Auch hier wird oft der Fehler gemacht eine leistungsmäßig zu kleine Anlage, wegen des vermeintlich niedrigeren Stromverbrauchs, zu kaufen.

Generell kann man aber nicht erwarten, daß eine kleine mobile Klimaanlage eine komplette Wohnung auf 19°C abkühlt. Sinnvoller ist es da, sich eine "Klimazone" in einem möglichst nicht zu großen Bereich/Zimmer zu schaffen. Dieser sollte möglichst gut von den anderen abgetrennt und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Im Idealfall kann die Abwärme der Klimaanlage (ohne offenes Fenster) nach aussen geleitet werden.

Besser, wenn auch teurer und u.U. mit mehr Installationsaufwand verbunden sind Splitgeräte, bei denen sich der Wärmetauscher komplett ausserhalb befindet.

Gruß Aru
 
Da habe ich wieder was gelernt. Vielen Dank. :)
Ich habe keine Klimaanlage und kenne mich damit nicht aus, weil ich auch vor den hohen Kosten zurückschrecke. Habe mal einen fahrbaren Heizkörper besessen und mich dumm und dämlich ausnehmen lassen was die Stromkosten anbelangten. Habe natürlich damals viele Fehler gemacht bei der Anwendung, aber dennoch habe ich seither Angst vor Stromfressenden Geräten.

Mit dem Tip da kann ich aber viel besser leben, hört sich jedenfalls schlüssig an.

Ich habe noch einen kleinen Tip was das Trinken angeht:
Also im Grunde ist unser Trinkverhalten meistens nicht so wie es richtig wäre. Im Sommer trinken wir sehr gerne eiskalte Sachen und im Winter warme. Es ist aber viel besser, wenn man im Sommer warme Getränke zu sich nimmt, da die Ausdünstungen des Körpers dann auch viel weniger werden. Naja, ich weiß das, mache es aber selbst nicht. Gestehe, mir schmeckt die eiskalte Coke im heißen Sommer einfach zu gut.
 
Soviel Energie kostet eine Klimaanlage auch nicht wenn man nur ein Zimmer nicht kühler als 23-25 Grad kühlt und drauf achtet die Wärme nicht reinzulassen.

Ich kenne das aber auch nicht von der eigenen Stromrechnung,überlege aber ob ich mir dieses Jahr eine kaufe. Mit ganz grob 300 kwh schätz ich komm ich man über den gröbsten Sommer, wären also weniger als 70 Euro das ist es dann auch wert- besonders wenn man zu Hause arbeitet und dann leistungsfähiger ist.

Ja das mit der Klima kann ich bestätigen die verbrauchen echt nicht mehr so viel, man sollte sie aber dann auch nur laufen lassen wenn man im Raum ist, ansonsten wirds doch was mehr an kwH
 
Ich habe jetzt acht Jahre gegen die ständige Überhitzung in meiner Dachwohnung gekämpft und gebe auf. Ab dem 01.08. wohne ich in einer Erdgeschosswohnung am kühlen Waldesrand. Mein Vermieter hat neue Fenster setzen lassen und das hat sich als Katastrophe entpuppt. Ich habe jetzt morgens schon 28 Grad unterm Dach, mittags kriegt man fast keine Luft mehr, so heiß ist es dann. Das Problem wurde durch die neuen Dachfenster also nur noch verschlimmert. Da habe ich gesagt, dass ich da nicht mehr mitmache und ausziehe.
 
Ich habe jetzt acht Jahre gegen die ständige Überhitzung in meiner Dachwohnung gekämpft und gebe auf. Ab dem 01.08. wohne ich in einer Erdgeschosswohnung am kühlen Waldesrand. Mein Vermieter hat neue Fenster setzen lassen und das hat sich als Katastrophe entpuppt. Ich habe jetzt morgens schon 28 Grad unterm Dach, mittags kriegt man fast keine Luft mehr, so heiß ist es dann. Das Problem wurde durch die neuen Dachfenster also nur noch verschlimmert. Da habe ich gesagt, dass ich da nicht mehr mitmache und ausziehe.

Kühlt es sich denn Abends und Nachts runter?

Habe mal in einer DG-Wohnung gewohnt wo ich Nachts alle Fenster auf hatte aber nie durchzug entstanden ist so dass es Nachts genauso warm war wie über Tag
 
Ich habe immer das Gefühl, abends wird es immer unerträglicher und schwüler. Zwar ist die stechende Sonne nicht mehr da, aber die Schwüle fühle ich als drückender als tagsüber.

Im schwülen Sommer läuft in der Nacht immer ein dicker Ventilator in meiner Dachwohnung. Anders halte ich es nicht aus. Zum Glück habe ich noch keinen Zug davon bekommen.
 
hey,

kenne dein problem nur zu gut...
da richtiges demmen zu teuer und aufwendig ist, würde ich mir zusätzliche rollos anschaffen, die nochmal sonnenstrahlung abfangen und vielleicht noch einen ventilator für die extrem heißen tage.
ich habe alles bei home24 bestellt. dort gibts unterschiedliche modelle...