Soziales CSU-Vorschlag: Langzeitarbeitslose sollen...

iNeXtreMo schrieb:
auf jeden fall habe ich neulich vom joschka fischer etwas gescheites gehört betrefflich des nahostkonfliktes.
Das liegt aber nur an der Hitze - oder Außerirdische haben deren Körper übernommen. Hab nämlich lvor kurzen was vernünftiges von Stoiber, Schäuble und Beckstein gehört. Jedesmal ging's um Ausländer. Und jedesmal kam nix mit Terrorismus in diesem Zusammenhang zur Sprache. Tendiere deshalb ehern zu der Variante mit den Außerirdischen... :ugly:
 
also ich finde diese idee ganz prima. warum sollten hartz4 empfänger nich die bürgersteige fegen, oder im park das papier aufsammeln, oder die grünanlagen pflegen etc.? ist doch ne feine sache!!!

ich frage mich bloß, wie der herr politiker den leuten von der stadtreinigung oder aber vom grünflächenamt erklären will, dass sie in zukunft ihren jetztigen job ehrenamtlich als hartz4 empfänger ausüben sollen?

denn wenn arbeitslose seine arbeit machen, wird er ja nicht mehr gebraucht. folglich ist er überflüssig und seine stelle wird gestrichen. sehr, sehr guter plan...respekt!!!:ugly:
 
Reddogg schrieb:
@Kelle
Das ist richtig, das habe ich ja nicht angesprochen.
Aber du kannst du noch nicht sagen wir haben Geld für dieses und jenes und dafür müssen wir nun ein paar Schuldige finden. ah die arbeitslosen, die haben eh fast keine rechte mehr: Arbeit macht frei. Frei von sorgen weniger Geld zu bekommen wenn man sich nicht kostenlos zur "Verfügung" stellt.

Nochmal langsam zum mitmeißeln.
Ein Hartz IV Empfänger bekommt Bargeld und Leistungen zwischen 600 und 700 €. Für nothing.

Nen Bekannter ist von Hartz IV in nen Job gewechselt, kriegt da ca. 850 € im Monat bei 30 Stunden die Woche.

Wo stellt sich also nen hartz IVV Empfänger kostenlos zur Verfügung, wenn er zweimal im Monat im Park Rasen mähen muss?

gruss kelle!
 
Es geht mir nicht unbedingt nur um den Vergleich Hartz4 und nen bezahlter Job. Sondern das diese Jobs, die dort "angepriesen" werden, früher einmal bezahlt wurden. z.b. Rasenmähen und Unkraut zupfen habe ich selber früher für 5-7€ gemacht. Ich weiß auch das man als Krankenpfleger etwas mehr bekommt. Nun versucht man diese Job´s für lau zu "verkaufen".
aber was das auch für eine Moral für diese Menschen mit sichbringt, dürfte wohl auch auf der Hand liegen. es arbeiten ja jeder gerne "umsonst".
Warum arbeitest du für deinen Arbeitgeber umsonst, er gibt dir nur das bedürftigste sagen wir 600-700€. Dein Arbeitgeber (sofenr du arbeiten bist) würde sich sicherlich tierisch freuen, wenn du so ein billige Kraft auf einmal wärst (Vollzeitkraft, darauf läuft es doch hinaus).
 
Naja, wie motiviert man bei einem Job ist, der einem nachher doch nur das Existenzminimum beschert, das kann ich mir sehr gut vorstellen.
 
Reddogg schrieb:
Es geht mir nicht unbedingt nur um den Vergleich Hartz4 und nen bezahlter Job. Sondern das diese Jobs, die dort "angepriesen" werden, früher einmal bezahlt wurden.

Früher gab es auch weniger Erwerbslose, mitunter mehr Erwerbstätige, so dass mehr Geld zur Verfügung stand.

Jetzt hat man mitunter gesunkene Einnahmen dafür aber gestiegene Ausgaben für die Erwerbslosen, sprich das Geld was früher fürs rasenmähen gezahlt wurde, kriegt heutzutage ein HartzIV Empfänger...

gruss kelle!
 
Kelle, aber wenn solche Jobs erst einmal abgewertet sind, dann gibt es da so schnell auch kein Zurück, da bin ich Pessimist. Selbst wenn die Arbeitnehmerzahl irgendwann wieder rapide zunimmt, wird man sich bei diesen Jobs erstmal an unbezahlte Kräfte halten.
Und der Begriff "Ehrenamt" wird damit auch sehr beschädigt, weil er eine gewisse Grundsmypathie und Enthusiasmus dann eben nicht mehr transportiert.
 
wintermute schrieb:
Selbst wenn die Arbeitnehmerzahl irgendwann wieder rapide zunimmt, wird man sich bei diesen Jobs erstmal an unbezahlte Kräfte halten.

Wie gesagt, unbezahlt ist für mich was anderes.
Aber mal davon abgesehen, spinn den Faden doch mal weiter in die Zukunft.

Der Einsatz von Leuten zu kleinen Arbeiten, die sowieso Kohle von der Gemeinde bekommen, entlastet die Gemeindehaushalte sicherlich etwas.
Wenn es gut läuft, führt sowas mittelfristig zu einer Entschuldung der Gemeinden, womit es dann zwangsläufig auch Bund und Ländern besser geht.

Und damit geht es dann allen besser.

Ich meine, ein Langzeitarbeitsloser kann kaum etwwas tun, oder eigentlich gar nichts, dass sich hier systematisch was ändert. Also ist er eh der Gelackmeierte.

Nur werden dann mal Möglichkeiten aufgezeigt, werden die als Unterdrückung und Entrechtung verrufen.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Nur werden dann mal Möglichkeiten aufgezeigt, werden die als Unterdrückung und Entrechtung verrufen.

Weil diese neuen Möglichkeiten immer mit Zwang einhergehen. Zumindest in der Planungsphase. Wird dann doch mal etwas umgesetzt, wirds so lange zwischen den Interessensgruppen zerrieben, bis garantiert das Gegenteil davon rauskommt, was es hätte sein sollen.
 
wintermute schrieb:
Weil diese neuen Möglichkeiten immer mit Zwang einhergehen.

Das ist für mich relativ.

Bei einem normalen Arbeitsverhältnis gibt es auch manche Zwänge, über die sich keiner aufregt, weil es zum Job gehört.

Im Falle eines Langzeitarbeitslosen, ist der Geldgeber letzendlich die Gesellschaft, bzw. der Kreis der Erwerbstätigen.

Warum sollte da nicht auch in einem gewissen Rahmen genauso Zwang an das Geld gekoppelt werden, wie es bei den Geldgebern dafür auch ist?

gruss kelle!
 
Nochmal langsam zum mitmeißeln.
Ein Hartz IV Empfänger bekommt Bargeld und Leistungen zwischen 600 und 700 €. Für nothing.

woher hast du denn diese weisheit? soweit ich weiss bekommen hartz4 empfänger den aktuellen regelsatz von 345 euro pro monat.
 
jumper2 schrieb:
woher hast du denn diese weisheit? soweit ich weiss bekommen hartz4 empfänger den aktuellen regelsatz von 345 euro pro monat.

Richtig Jumper aber du musst die Miete, die ja auch noch übernommen
wird hinzu rechnen. Dann kann alles zusammen, von Fall zu Fall sogar die
600€ weit übersteigen.
 
Naja, wie motiviert man bei einem Job ist, der einem nachher doch nur das Existenzminimum beschert, das kann ich mir sehr gut vorstellen.
@wintermute
So wie deine Aussage interpretiere, geht es darum das man mit Arbeit sein Existenzminimum hält.
Das ist aber nicht ganz korrekt. Da man ja ehrenamtlich arbeitet, also für lau. Man sichert damit gar nix, ausser das man am ende "zum Glück" noch über seine knapp 350-500€ verfügt.
Was spricht dagegen solche Jobs als 1-euro-Job oder auch ein bissel mehr zu verkaufen, ich habe es schon mal geschrieben: genau solche Jobs hat muttern letztes Jahr noch als 1.35€/h-Job angeboten bekommen. Leider nicht bekommen, da vorher der Arbeitgeber absprang. Wußte er wohl schon mehr, das es Interessen gibt auch diese 1.35€/h weiter drücken zu können, auf 0.00€/h, nur damit derjenige die volle h4-Unterstützung behält (die er vorher besaß).
Ich dachte die Kürzungen sind dafür vorgesehen, Jobs anzunehmen (die minderbemittelt(minderbezahlt) sind.Nicht dafür das ich gezwungen werde kostenlos zu arbeiten damit ich weiter die h4-unterstützung bekomme.

@das_makro dann sollte kelle aber bei seinem beispiel mit dem 850€-Jobbler das Wohnungsgeld mit reinrechnen, da dies bei so einem geringverdiener auch nicht unerheblich wäre.
 
Reddogg schrieb:
Da man ja ehrenamtlich arbeitet, also für lau.

Dann erklär mir mal, wofür er die Leistungen der ARGE bekommt.
Wofür bekommt jemand bei Hartz IV 600 bis 700 €???

Abgesehen davon, halt hier das Wort Ehrenamt draußen, weil da könnt ich etwas ungemütlich werden.

Meiner Erfahrung nach sind die meisten Leute die ehrenamtlich tätig sind die, die sowieso noch nen Job und dies und jenes zu tun haben, aber wenige Arbeitslose...

Reddogg schrieb:
@das_makro dann sollte kelle aber bei seinem beispiel mit dem 850€-Jobbler das Wohnungsgeld mit reinrechnen, da dies bei so einem geringverdiener auch nicht unerheblich wäre.

Wie was Wohnungsgeld?
Er hatte früher ne Wohnung und 345 €.
Jetzt als Arbeiter bekommt er 850 €, d.h. er hat maximal 250 € mehr im Monat, woraus man schließen könnte, dass er für 2 €/h arbeiten geht.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Abgesehen davon, halt hier das Wort Ehrenamt draußen, weil da könnt ich etwas ungemütlich werden.

Der Begriff Ehrenamt kommt in diesem Zusammenhang aus der Quelle. Und er würde auch hängenbleiben, wenn dieser Vorschlag so durchkommt. Aber da es nur ein Testballon ist, könnten wir uns alle ganz geschmeidig zurücklehnen und dem Herrn Müller von der CSU den Mißfelder-Preis des Sommerlochs '06 verleihen.

Ach ja, dein 850 €-Jobber dürfte Anrecht auf unterstützendes ALG II haben. Soweit ich weiß bis 1.300 Brutto.
 
klingt für mich eher danach, dass reguläre Arbeitsplätze dadurch ersetzt werden sollen. Ist ja auch irgendwie verständlich, wenn dadurch für die Komunen kaum noch Kosten entstehen. Also wenn sowas kommen sollte, dann sollte man solche Ersetzungen verhindern, sonst kommen wieder solche Meldungen wie bei den 1Euro-Jobs.

Dann doch lieber sowas:
Wehrplicht abschaffen und die damit wegfallenden Zivis (aber auch nur Zivis und keine Angestellten) durch Langzeitabreitslose ersetzen (2 Fliegen mit einer Klappe).

MfG respawne
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig Jumper aber du musst die Miete, die ja auch noch übernommen
wird hinzu rechnen. Dann kann alles zusammen, von Fall zu Fall sogar die
600€ weit übersteigen.

richtig. aber nun bekommt ja nicht jeder hartz4 empfänger automatisch auch die miete bezahlt. das mag vielleicht in manchen augen haarspalterei sein, aber wir wollen doch nicht,dass hier der eindruck entsteht, dass arbeitslose von 345 euro monatlich leben können wie die made im speck, oder. alleine für den wochendeinkauf gehen schon mal locker 50 - 60 euro weg. das sind schon mindestens 200 euro. und da sind die kosmetikartikel und das geld für klamotten, geschweige denn der kinobesuch einmal im monat noch nicht mal inbegriffen.
 
jumper2 schrieb:
richtig. aber nun bekommt ja nicht jeder hartz4 empfänger automatisch auch die miete bezahlt.
Nicht? Das müssen dann aber die Arbeitslosen sein, die noch "bei Muttern"
leben oder? (erst gemeinte Frage)

das mag vielleicht in manchen augen haarspalterei sein, aber wir wollen doch nicht,dass hier der eindruck entsteht, dass arbeitslose von 345 euro monatlich leben können wie die made im speck, oder
Nee, das ganz sicher nicht. Ich könnte mir wahrscheinlich die Kugel geben.

alleine für den wochendeinkauf gehen schon mal locker 50 - 60 euro weg. das sind schon mindestens 200 euro. und da sind die kosmetikartikel und das geld für klamotten, geschweige denn der kinobesuch einmal im monat noch nicht mal inbegriffen.
Is klar Jumper. Darüber brauchen wir uns nicht unterhalten;)
 
Nicht? Das müssen dann aber die Arbeitslosen sein, die noch "bei Muttern"
leben oder? (erst gemeinte Frage)

richtig, unter anderem. und grundsätzlich hat auch jeder hartz4 empfänger ein anrecht auf mietzuschuss. aber, es gibt auch arbeitslose, die nicht in einem einzelhaushalt wohnen. es muss ja nicht zwangsläufig so sein, dass beide partner arbeitslos sind. wenn der arbeitende teil "genug" verdient, bekommt der arbeitslose z.b. gar keine leistungen. es sei denn es wird nachgewiesen, dass man nicht gemeinsam wirtschaftet. das ist aber nicht so einfach, denn das fängt mit getrennten kontos an und hört mit eigenen fächern im kühlschrank auf. und das wird auch bei unangemeldeten hausbesuchen geprüft.

also es ist schon sehr vom einkommen des arbeitenden teils abhängig, ob, und wieviel ein hartz4 - empfänger bewilligt bekommt.

aber eigentlich ging es ja darum, ob man langzeitarbeitslose zum sobotnik schickt. ;)

ich sage nein !!!

https://doku.iab.de/grauepap/2002/niedriglohnsektor_gerster.pdf