Soziales CSU-Vorschlag: Langzeitarbeitslose sollen...

phip

Russland-Fan
ID: 21503
L
25 April 2006
3.103
259
... gratis arbeiten...

Stefan Müller, ein Arbeitsmarktexperte der CSU, hat jetzt einen Vorschlag vorgestellt, um in einer Art "dritten Arbeitsmarkt" Beschäftigung für Langzeitarbeitslose zu schaffen...
Müller hat schon mal vor ein paar Wochen für Furore gesorgt, da er für Langzeitarbeitslose einen "Arbeitsdienst" forderte...

Hier mal der Spiegel Artikel dazu: https://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,429092,00.html

Was haltet ihr davon?
Ich persönlich kann mir vorstellen, dass dadurch vielleicht der soziale Frieden eher gewahrt wird, denn es vergeht ja kaum ein Tag an dem man nicht hören kann, dass manche ALG2-Empfänger netto mehr in der Tasche haben als ein Teil der Bevölkerung, der arbeitet...
 
Zuletzt bearbeitet:
Fakt ist, bei den Gemeinden bleibt Arbeit liegen, weil kein Geld da ist.
Fakt ist, die Gemeinden finanzieren Langzeitarbeitslose.

Schlüssiges Ergebnis:
Langzeitarbeitslose sollten zu Arbeiten innerhalb der Gemeinge zur Verfügung stehen, und wenn es nur ist, die Bürgersteige schneefrei zu halten, oder im Park mal aufräumen.

Sind alles arbeiten, die jeder gesunde Mensch machen kann, wo man nicht bei todgeht.

Außerdem kann man am Vorurteil Hartz IVer gammeln den ganzen tag nur rum, arbeiten.

gruss kelle!
 
jeder mensch sollte für sein geld arbeiten müssen. (ausgenommen natürlich menschen die gesundheitlich nicht arbeiten können oder ähnliches)
 
Ich finde so ein Vorgehen ganz gut. Allerdings ist der Name "Arbeitsdienst"
etwas unglücklich gewählt.
Die Vorstellung, dass Parks, Bürgersteige und überhaupt städtische
Einrichtung aus Geldmangel verkommen, behagt mir garnicht.
Und so einen Dienst finde ich in jedem Fall besser als diese komischen, z.T
sehr zweifelhaften Maßnahmen im 1€ Job- Bereich.
 
Ich finde man sollte erst einmal anfangen zwischen Leuten zu unterscheiden die schon 20 oder 30 Jahre malocht und in die Kassen eingezahlt haben und solchen die entweder keine oder kaum Arbeitsjahre vorweisen können.
 
Nacheninga schrieb:
Ich finde man sollte erst einmal anfangen zwischen Leuten zu unterscheiden die schon 20 oder 30 Jahre malocht und in die Kassen eingezahlt haben und solchen die entweder keine oder kaum Arbeitsjahre vorweisen können.

...und wie sollte man da unterscheiden?

Also mein Vorschlag:
Die die schon lange gearbeitet haben, bekommen Jobs mit mehr
Verantwortung. Da wäre doch mal was.
 
Nacheninga schrieb:
Ich finde man sollte erst einmal anfangen zwischen Leuten zu unterscheiden die schon 20 oder 30 Jahre malocht und in die Kassen eingezahlt haben und solchen die entweder keine oder kaum Arbeitsjahre vorweisen können.

Es handelt sich bei der Arbeitslosenversicherung wie der Name schon sagt, um eine Versicherung.

Und jetzt zeig mir die Versicherung, die die Leistung von der Einzahldauer oder besser gesagt den eingezahlten Beiträgen abhängig machen.
Krankenversicherung - negativ
Rentenversicherung - sehr bedingt
Kfz Vollkasko - negativ
Hausrat - negativ
Lebensversicherug - negativ
Rechtsschutz - negativ
usw.

gruss kelle!
 
Also das diese Arbeiten ehrenamtlich durchgeführt werden sollen, finde ich als sauerei. denn Pflegedienst würde früher bezahlt, wie fast alle anderen "Berufen" die da aufgezählt werden.
Vielleicht sollten die Unternehmen auch nun fordern das wir kostenlos für sie arbeiten, schließlich geht es denen ja auch so schlecht.
Für mich ist das nur eine weitere Stufe, in richtung: Wir leben um zu arbeiten, und nicht umgekehrt!

Gegen diese Jobs als solches habe ich nix, aber sie sollten vernünftig bezahlt werden. vor 1 Jahr hat Muttern noch so eine Job für 2€/stunde angeboten bekommen (platze da der Arbeitgeber absprang), warum? Naja man sieht es ja jetzt, der Arbeitgeber hätte gerne diese Leute für lau.
 
Die die schon 20 oder 30 Jahre malocht und eingezahlt haben bekommen länger Arbeitslosengeld.

So war das gemeint.

Und so wär das auch fair.
 
Nacheninga schrieb:
Die die schon 20 oder 30 Jahre malocht und eingezahlt haben bekommen länger Arbeitslosengeld.

So war das gemeint.

Und so wär das auch fair.

Es geht hier nicht um fair oder unfair.

Deiner Argumentation zu Folge würde mir meine Vollkasko nach nem Totalschaden nur das halbe Motorrad zahlen, da ich erst ein Jahr Versicherung zahle.
Würde nen 50 jähriger Motorradfahrer den gleichen Schaden haben, würde er zwei neue Maschinen bezahlt bekommen.

Fair wäre nur die Rechnung, pro halben Jahr einzahlen ein Monat Arbeitslosengeld.

Aber für sowas braucht man keine Versicherung, da es keinen Risikoschutz beinhaltet.

gruss kelle!
 
perlini schrieb:
Fast hätte ich es ja vor lauter Hitze vergessen: Das Sommerloch will gefüllt werden! :mrgreen:
wie es aussieht hat die linke ja mal wieder keine konstruktiven vorschläge.

kelle schrieb:
Joo, wenn Du das mal durchgehend richtig gemacht hast, kannst Du weiter drüber urteilen, was aus meinen Steuern wird.
jo ich geh auch öfters mal samstags arbeiten, so ist es ja nicht ;)
 
@Kelle
damit meinte ich eigentlich entweder Bezahlung zusätzlich zu AG oder wenn es ein mehr als 1-Jahr-Job werden soll, dann eine ordnetlich Bezahlung so das man damit um die runden kommt
 
Reddogg schrieb:
damit meinte ich eigentlich entweder Bezahlung zusätzlich zu AG oder wenn es ein mehr als 1-Jahr-Job werden soll, dann eine ordnetlich Bezahlung so das man damit um die runden kommt

Fachfrage:
Wo soll das Geld herkommen bei verschuldeten Gemeinden, Kreisen, Ländern?

gruss kelle!
 
Sorry, was soll den die Verarsche?
Würde mal endlich der Arbeitsmarkt vernünftig dereguliert und die Sozialsysteme entschieden reformiert, dann hätten wir nicht so massive Probleme mit hoher Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosen!

Da bräuchten wir auch keinen "Zwangsarbeitsdienst", nennen wirs doch gleich staatlich verordnete Sklaverei!
 
@Kelle
Das ist richtig, das habe ich ja nicht angesprochen.
Aber du kannst du noch nicht sagen wir haben Geld für dieses und jenes und dafür müssen wir nun ein paar Schuldige finden. ah die arbeitslosen, die haben eh fast keine rechte mehr: Arbeit macht frei. Frei von sorgen weniger Geld zu bekommen wenn man sich nicht kostenlos zur "Verfügung" stellt.

Es kann nicht sein das man Berufe auslagert und die Leute, wo man früher für diese Berufe ordentlich bezahlt wurde, nun weil kein Geld mehr da ist, für lau arbeiten läßt.

Dann könnte das auch jedes x-beliebiges Unternehmen sagen, wie z.B. die bundeswehr, ist auch von öffentlicher hand, benötigt noch ein paar "Freiwillige". Also Männer zur Waffe, und weil wir ja net barbarisch sind, Frauen nur wenn sie wollen, sonst Sanitätsdienst oder Küchenhilfen als vorgeschrieben geltend lassen. Dann würde diese Forderung gleich ein ganz andere Form annehmen.
 
iNeXtreMo schrieb:
wie es aussieht hat die linke ja mal wieder keine konstruktiven vorschläge.
Sprich, die könnten das Sommerloch besser füllen als dieser CSU-Heini!? Ich weiß nicht. Zumindest geben sie sich Mühe. Uns Ströbele und Co. haben ja für eine typische Siesta plädiert. Immerhin konnte man da noch schmunzeln. In diesem Falle hier nur noch den Kopf schütteln.
 
perlini schrieb:
Sprich, die könnten das Sommerloch besser füllen als dieser CSU-Heini!? Ich weiß nicht. Zumindest geben sie sich Mühe. Uns Ströbele und Co. haben ja für eine typische Siesta plädiert. Immerhin konnte man da noch schmunzeln. In diesem Falle hier nur noch den Kopf schütteln.
oh ja ströbele, mein lieblings grüner (neben liquid). auf jeden fall habe ich neulich vom joschka fischer etwas gescheites gehört betrefflich des nahostkonfliktes.