BuddyJesus
Koksnutte
- 16 Juni 2006
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das stimmt zum teil. aber da wären wir beim thema ob religion der menschheit moralische werte gibt, oder andersrum![]()
Das Problem, was sich bei dieser Frage auftut, ist die Definition von Religion.
Religion wird von Menschen erschaffen, verändert und dem Zeitgeist angepasst, wie z.B. durch Luther, sodass die Beziehung "Menschen - Religion" einer Wechselwirkung unterliegt. Dass es Menschen gibt, die sich an religiöse Vorgaben klammern und die Bibel nach wie vor wörtlich nehmen, und dadurch zur Stagnation neigen, ist bedauerlich.
Von dem ich seit seiner überwiegend polemischen und unfundierten Argumentation gegen Religion in "Der Gotteswahn" nicht viel halte.da sich richard dawkins (sehr bekannter atheist) auch viel mit dem thema moral beschäftigt
nehmen wir z.b. die bibel. derzeit ist es so, dass man sich stellen suchen muss, damit man aus diesen zeilen dann seine moral für die heutige gesellschaft bilden kann(sklaverei,homosexualität,umgang von authoritätspersonen etc.)deswegen finde ich ein einheitliches gesetzsystem wie wir es haben besser, als eine bibel
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Nun, dabei übersieht manch einer aber gern, dass die Bibel aus dem AT, korrektes Verhalten aus Angst, und NT, korrektes Verhalten durch Einsicht, besteht, welche sich grundlegend in ihrer Lehre unterscheiden. Jahwe, aus dem AT, zeigt zweifellos sadistische und herrschsüchtige Charakterzüge, welche sich im NT so keineswegs wieder finden.
Zum Punkt "einheitliches Gesetzessystem" würde ich hinzufügen, dass du unser aktuelles Gesetzessystem besser findest, welches Homosexualität erlaubt, Sklaverei verbietet und die "Macht" von Authoritätspersonen einschränkt, nicht aber das von z.B. vor 9 Jahren, da die homosexuelle Lebenspartnerschaft erst 2001 eingeführt wurde.
Abgesehen davon ist es quark, dass man in der Bibel ständig zwischen den Zeilen lesen muss um irgendeinen Nutzen für die Moral zu ziehen. So gibt es Lev. 18 klare Vorschriften, welche sexuellen Kontakt o.ä. betreffen und sogar heute noch weitgehend eingehalten und als anständig angesehen werden.
Übrigens ist es für mich selbstverständlich, dass man sich nicht an Die Bibel klammert, um damit seinen Lebensweg zu bestimmen. Reflexion und Selbstkritik sind nunmal grundlegende Bestandteile einer gesunden Entwicklung, doch gilt das ebenso für Gesetze.
Im Endeffekt geht es, für mich, einfach nur darum, sich weiter zu entwickeln, indem man Dinge, darunter auch seinen Glauben, sowie die Gesellschaft, (mitsamt ihren Gesetzen, Werten und Normen) hinterfragt. Und wenn jemand zu dem Schluss kommt, dass der Glaube an einen Gott, wie z.B. in der Bibel beschrieben, ihm/ihr besser durchs Leben hilft, sehe ich nichts schlechtes darin.