Soweit ist das ja schon ein ziemlich schwachsinniges Konzept, das Problem kommt an der Stelle an dem dieses alimentieren/profitieren die verschiedenen Nationen auseinander treibt, sie dazu noch die Schnauze voll von der EU-Bürokratur haben und anschließend so gespalten sind wie wohl seit dem letzten großen Krieg nicht mehr



Ich glaube Großbritannien hat den richtigen Schritt getan und wird unterm Strich davon profitieren...



Das lustigste ist, das ausgerechnet in GB die strukturschwächsten Regionen zum größten Teil aus den EU-Strukturfonds gefördert wurden. Regionen, die seit der "wicked witch of the Tories" in London vergessen waren.

Bin mal gespannt, wie es Cornwall, Wales und dem Nordosten in Zukunft gehen wird. Für die Brexiter besteht die Volkswirtschaft der Insel zu 99% aus der City of London...
 
Braucht man gar nicht, man muss nur die Führung der EZB endlich zum Teufel jagen und einen Sozialisten da einstellen. :D
Den Zins abzuschaffen, der die ganze Welt knechtet und den Kapitalismus überhaupt erst "böse" macht, wäre der richtigere Schritt.

Szenario: Griechenland für den Drachme wieder ein. [...] .... wie es weitergeht, kannst Du auch in den deutschen Geschichtsbüchern zwischen 1923 und 1933 weiterlesen.
Erstmal würde die neue Drachme vermutlich zum Kurs von 1:1 wieder eingeführt werden. Und ja, sie würde dann die nächsten Tage, Wochen und Monate abwerten, im gleichen Zug aber auch die Wirtschaft ordentlich pushen. Waren aus Griechenland wären womöglich begehrter als aus China, weil billiger in Produktion und Transport.

Und ja, anfangs verlieren alle, die Geld vom Staat beziehen oder unterstützt werden müssen. Also Rentner, Arbeitslose, auch Beamte. Und die Milliardäre fürchten nichts. Aber das tun sie so oder so nicht, so lange sie keine Steuern auf ihr Vermögen (oder wenigstens auf ihre Einkünfte aus Vermögen) zahlen müssen. Wenn dem so ist, dann ist es ja egal ob sie ihr Vermögen in Aktien, Anleihen, Fremdwährung oder Schuldscheinen haben. Und falls sie ihr Geld schon über den Erdball verteilt haben, wird man ihnen mit oder ohne EU, Euro oder sonst was nicht mehr habhaft.

Ob es jetzt noch ein guter Zeitpunkt ist für Griechenland aus der EU auszusteigen, weiß ich nicht. Muss sich jemand mit befassen, der die ganzen Verträge kennt, die ihnen von der Troika aufgenötigt wurden. Aber eine Sache steht fest: Man kann nur die Wirtschaftsräume unter einer gemeinsamen Währung vereinigen, die etwa gleich stark sind. Oder man verteilt halt über den Topf so lange um, bis die Unterschiede weitestgehend beseitigt sind. Aber das sehe ich bei Griechenland noch lange nicht und ich bin mir auch nicht sicher, ob das überhaupt gewollt ist. Nur wenn es nicht gewollt ist, dann ist es eine Riesensauerei und dann kann Griechenland eigentlich nur panikartig die EU verlassen bevor es noch teurer wird und sie ohne Staatsbankrott ewig die Sklaven Europas sind.

Ich möchte morgen das Volk fragen, ob Deutschland auch den Euro abschaffen soll und die D-Mark wieder einführen. Das wäre der einzig richtige Schritt, um Europa zu sanieren. Oh, Moment, eine Alternative gäbe es: Verdopplung aller Löhne und Gehälter in Deutschland, weg vom Billiglohnland Deutschland.
Ich verstehe immer nicht, was ihr Volksentscheide fürchtet. Ich gönne es Dir ja von Herzen, dass Du lieber durchregiert wirst und Dich führen lassen möchtest, als selbst mitzuwirken. Aber ich möchte das nicht. Und ich halte es auch nicht für demokratisch, mich dem Willen weniger zu unterwerfen, die zwar geschworen haben, im Namen des Volkes zu handeln, aber es häufig eben dann doch nicht tun.

Ich habe es auch satt, mich für eine Partei bei einer Wahl entscheiden zu müssen. Ich wähle damit immer ein ganzes Programm, das mir meist nur in Auszügen gefällt, aber ich muss alles kaufen. Und wenn ich dann schon alles kaufe, dann werden durch Koalitionsverhandlungen oder mangels Mehrheit und Abhängigkeit von der Opposition nicht selten sogar diese Punkte auch noch hinfällig.

Natürlich bedeuten Volksentscheide nicht, dass dann immer alles so passiert, wie ich will und wünsche. Und vielleicht sollte man auch nicht gleich mit Grundsatzfragen anfangen, denn auch Verantwortung des Einzelnen will gelernt werden. Aber am Beispiel von GB sieht man doch, das man eine solche Frage stellen kann und auch eine Antwort bekommt. Ja, die EU-Fetischisten haben verloren. Und sie sagen, dass man dann eben das Volk nicht genug aufgeklärt hätte. Ist witzig. Wenn das Volk "falsch" wählt, ist es eben halt nur zu doof, "richtig" zu wählen.

Aber ihrer Argumentation folgend hätten sie sehr wohl die Möglichkeit gehabt, das Votum für sich zu entscheiden, wenn man sich nur mal etwas intensiver mit dem Bürger unterhalten hätte. Vielleicht etwa so oft, wie die Brexit-Befürworter. Hat man nicht gemacht, na schön - dann eben nicht. Dann sollen sie aber auch nicht danach heulen und nach einer Wiederholung plärren.

Das ist aber auch ein Lehrbuchbeispiel, wie Direkte Demokratie gelebt werden muss. Für die eigene Position muss eben geworben werden. Heißt in den Zweikampf auf der Straße gehen, im Fernsehen präsent sein, ... vielleicht sogar jeden einzeln anzuschreiben. Was auch immer - in jedem Fall wäre man äußerst bemüht, das Volk politisch zu bilden. Und das kann eigentlich nicht schaden.
 
Das lustigste ist, das ausgerechnet in GB die strukturschwächsten Regionen zum größten Teil aus den EU-Strukturfonds gefördert wurden. Regionen, die seit der "wicked witch of the Tories" in London vergessen waren.

Bin mal gespannt, wie es Cornwall, Wales und dem Nordosten in Zukunft gehen wird. Für die Brexiter besteht die Volkswirtschaft der Insel zu 99% aus der City of London...

GB war aber Nettozahler hat also mehr in den EU Topf geschmissen als daraus erhalten, folglich kann es seine strukturschwachen Regionen auch einfach selbst fördern.

Den Zins abzuschaffen, der die ganze Welt knechtet und den Kapitalismus überhaupt erst "böse" macht, wäre der richtigere Schritt.
Zinsen sind bei 0 oder drunter, also ist der Teil vorerst erledigt

Natürlich bedeuten Volksentscheide nicht, dass dann immer alles so passiert, wie ich will und wünsche. Und vielleicht sollte man auch nicht gleich mit Grundsatzfragen anfangen, denn auch Verantwortung des Einzelnen will gelernt werden. Aber am Beispiel von GB sieht man doch, das man eine solche Frage stellen kann und auch eine Antwort bekommt. Ja, die EU-Fetischisten haben verloren. Und sie sagen, dass man dann eben das Volk nicht genug aufgeklärt hätte. Ist witzig. Wenn das Volk "falsch" wählt, ist es eben halt nur zu doof, "richtig" zu wählen.
Denke auch das Volksentscheide wichtig und richtig wären, aber der Bürger muss das über Jahrzehnte erst wieder lernen das er selber Verantwortung übernehmen muss und das nur alle 4 Jahre seine "Stimme zur Urne tragen" rein gar nix ändern wird

Ich finde die Eidgenossen (Schweiz) zeigen uns das Volksabstimmungen mehr als gut funktionieren können, vor allem muss man dabei nicht nur wenige "wichtige" Menschen kaufen sondern man muss eben die breite Masse von einem Vorhaben überzeugen was freilich ungleich schwerer ist
 
Zuletzt bearbeitet:
GB war aber Nettozahler hat also mehr in den EU Topf geschmissen als daraus erhalten, folglich kann es seine strukturschwachen Regionen auch einfach selbst fördern.


Ist der EU-Austritt dafür Voraussetzung? :think:

Oder warum hat man seit Thatcher diese Regionen so stiefmütterlich behandelt? Warten wir es ab. Ich für meinen Teil glaube, dass vom Brexit WENIGE Britten profitieren (die aber richtig), und viele Abstriche machen müssen.

@Photon: man könnte die Drachme nicht zum Kurs von 1:1 einführen, sondern (maximal) zum seinerzeit Festgelegten Konvertierungskurs (100 GRD = 0,293470 EUR).

Selbst die Ultra-Nationalisten werden bei dem Kurs lieber in Dollar zahlen...
 
Ist der EU-Austritt dafür Voraussetzung? :think:

Nö, es erleichtert die Sache aber ungemein weil man jeden Euro ja nur einmal ausgeben kann und wenn ich als GB schon so viele Mrd an die EU überweise erwarte ich dann eben auch das ich da ein bisschen Förderung meiner schwachen Gebiete für bekomme und kümmer mich stattdessen eben lieber um das was die EU sicher nicht macht ;)
 
Zinsen sind bei 0 oder drunter, also ist der Teil vorerst erledigt
Nur kommen die 0 Prozent (oder gar Negativzinsen) der EZB nicht bei denen an, die die Zinsen bezahlen. Heißt: Wenn eine Privatperson, eine Firma oder Staat Kredite aufnimmt, müssen sie Zinsen zahlen. Genau da wären aber die 0-Prozent wichtig und nicht beim "Reseller"...

Denke auch das Volksentscheide wichtig und richtig wären, aber der Bürger muss das über Jahrzehnte erst wieder lernen das er selber Verantwortung übernehmen muss und das nur alle 4 Jahre seine "Stimme zur Urne tragen" rein gar nix ändern wird
Ja, aber irgendwann muss man ja mal anfangen.

@Photon: man könnte die Drachme nicht zum Kurs von 1:1 einführen, sondern (maximal) zum seinerzeit Festgelegten Konvertierungskurs (100 GRD = 0,293470 EUR).
Dann nennt man sie halt "Neue Drachme" oder "Griechenkohle" - letztlich ist doch nur wichtig, dass es eine Währung gibt, die da als Regulativ zum Euro eingesetzt werden kann. Alles andere ist doch eher Nebensache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die mehr als berechtigten 60 Millionen, werden am Ende auf vielleicht 15 - 20 sich belaufen.

Dies ist mir im Endeffekt egal, aber der Steuerschaden sollte zu 100% + 50% Strafe abgedeckt werden. Hiermit meine ich weit über 150 Millionen durch Versandfirmen in China. Die zahlen dort 5% Zoll, "Briefkastenfirmen" packen die Ware um und versenden in die gesamte Eu. Da wird nichts mkehr kontrolliert.

Wesentlich höher fallen wohl die Steuerschulden der Kanalinseln aus. Wie hoch kann keiner Beziffern und die Beihilfe an griechische Oligarchen um Geld nach GB zu bringen dürfte nicht kleiner als 200 Millionen sein.

Wenn lediglich 700-900 Millionen gefordert werden darf sich GB absolut nicht beschweren. Ist sogar noch preisgünstig und ich bin für knallharte Verhandlungen und ohne einen einzigen Kompromis. Die 3 steuerschädigten Punkte müssen und sollen zu allererst besprochen werden und nach der Abzeichnung geht es erst zu den 60 Millionen weiter. Nach 50% Anzahlung kann es dann zu allem anderen gehen.

Insgesamt ist es aber gut dass mal einer den Anfang macht, aber wenn die ehemaligen Kriegsverbrecher nicht zahlen sollten wir uns auch nicht scheuen mit anderen Mitteln zu antworten!
 
Dann nennt man sie halt "Neue Drachme" oder "Griechenkohle" - letztlich ist doch nur wichtig, dass es eine Währung gibt, die da als Regulativ zum Euro eingesetzt werden kann. Alles andere ist doch eher Nebensache.

Nein - "alles andere" ist das Essentielle!
Eine Währung kann nur dann funktionieren, wenn sie zumindest halbwegs die Leistungsfähigkeit des Währungsraums abbildet. Und du kannst Griechenland nicht 1:1 mit dem Rest-Euroraum setzen. Auch ohne Schuldenbuckel.
 
Nein - "alles andere" ist das Essentielle!
Eine Währung kann nur dann funktionieren, wenn sie zumindest halbwegs die Leistungsfähigkeit des Währungsraums abbildet. Und du kannst Griechenland nicht 1:1 mit dem Rest-Euroraum setzen. Auch ohne Schuldenbuckel.
Da gebe ich Dir ja recht. Nur seit der Einführung des Euro in Griechenland wurde der Indikator für die Leistungsfähigkeit ja im Grunde "mit dem EU-Raum geglättet".

Also wir haben jetzt den Euro 15 Jahre. Der damalige Umrechnungskurs war ja 1 EUR = 1,95583 DM. Damals hat dieser Wechselkurs die Wirtschaftskraft Deutschlands auf den Euro abgebildet. Seither schaukeln wir mit etlichen Ländern im Gepäck über die Ozeane der Weltwirtschaft. Jedes einzelne Land im Gepäck trägt dazu bei, wie sich der Euro nun fortan verhält. Für die Griechen ist er viel zu stark, für uns, GB und FR ein wenig zu schwach. Und so weiter. Egal wie rasant sich die Wirtschaftskraft in einem Land der EU nun ändert, der Effekt wird immer durch alle anderen Staaten "geglättet" und über den EU-Topf ausgeglichen.

Will sagen: 15 Jahre nach der Euro-Einführung bildet der damalige Wechselkurs keineswegs mehr den korrekten Umrechnungsfaktor ab. Hätte es 2002 keinen Euro gegeben, hätten wir 2017 vielleicht einen Kurs von 1 EUR = 1,01 DM oder vergleichbares. Genauso wird sich auch der Euro nach dem Brexit anders verhalten als mit GB im Bunde. Oder um es noch anschaulicher zu machen: Lass mal GB, FR, DE, IT und ES austreten und beobachte gespannt den Kursverlauf des Euros...

Daher können die Griechen wie bei jeder Währungsreform im Grunde den initialen Umrechnungsfaktor ansetzen wie sie wollen. Sie können auch 1 GRK ("Griechenkohle") = 100 EUR ansetzen. Regulieren wird sich das über die dann folgenden Tage, Wochen und Monate.
 
Nur kommen die 0 Prozent (oder gar Negativzinsen) der EZB nicht bei denen an, die die Zinsen bezahlen. Heißt: Wenn eine Privatperson, eine Firma oder Staat Kredite aufnimmt, müssen sie Zinsen zahlen. Genau da wären aber die 0-Prozent wichtig und nicht beim "Reseller"...
Das funktioniert zumindest bei den Nominalzinsen doch nicht, dann schließe ich meine Euroscheine lieber im Banktresor weg als jemanden einen Kredit zu geben bei dem ich nie zu 100 % weiß ob ich sie auch wieder bekomme.

Bei Immobilien z.B. bist Du bei genügend Eigenkapital bei unter 2 % Zinsen, die aktuelle Inflationsrate dürfte höher liegen wenn man die staatlichen Schönrechnungen wieder rausrechnet - damit sind die Realzinsen auch beim "Reseller" bei ca. 0 oder drunter wenn das Risiko nur klein genug ist

Bei höherem Risiko, schlechterem Aufwand/Nutzen ist dann auch klar das man mehr Prozente nehmen muss...und andere Menschen werden halt auch einfach abgezockt
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Zins abzuschaffen, der die ganze Welt knechtet und den Kapitalismus überhaupt erst "böse" macht, wäre der richtigere Schritt.
Hm, das würde zu weit führen, weil man klären muss, wer dann für Zahlungsausfälle haftet und wer überhaupt noch Kredite vergibt. Kredite sollten auch Zinsen in Höhe der Inflationsrate abwerfen, sonst verliert der Kreditgeber effektiv Kaufkraft.

Erstmal würde die neue Drachme vermutlich zum Kurs von 1:1 wieder eingeführt werden. Und ja, sie würde dann die nächsten Tage, Wochen und Monate abwerten, im gleichen Zug aber auch die Wirtschaft ordentlich pushen. Waren aus Griechenland wären womöglich begehrter als aus China, weil billiger in Produktion und Transport.
Welche Waren wären das? Griechenland exportiert derzeit Käse, Obst. Pharmazeutik und Klamotten.

Und ja, anfangs verlieren alle, die Geld vom Staat beziehen oder unterstützt werden müssen. Also Rentner, Arbeitslose, auch Beamte. Und die Milliardäre fürchten nichts. Aber das tun sie so oder so nicht, so lange sie keine Steuern auf ihr Vermögen (oder wenigstens auf ihre Einkünfte aus Vermögen) zahlen müssen.
Richtig, derzeit verlieren die Rentner und Arbeitslosen aber nicht noch mehr.

Ob es jetzt noch ein guter Zeitpunkt ist für Griechenland aus der EU auszusteigen, weiß ich nicht. Muss sich jemand mit befassen, der die ganzen Verträge kennt, die ihnen von der Troika aufgenötigt wurden.
Vielleicht würde es ja einfach reichen, diese Verträge wegzuwerfen und die Schuldscheine dazu. Die liegen sowieso mittlerweile fast alle bei der EZB. Wer wie die EZB in einem Quartal soviel neue Euros zaubern kann, wie Griechenland Schulden hat, der kann doch auch die Schulden einfach erlassen. Oder zumindest die Zinsen. Gleiches gilt für Spanien und Italien.

Aber eine Sache steht fest: Man kann nur die Wirtschaftsräume unter einer gemeinsamen Währung vereinigen, die etwa gleich stark sind.
Das sehe ich anders. Man konnte ja auch Sachsen mit Bayern in einen DM-Topf packen.

Oder man verteilt halt über den Topf so lange um, bis die Unterschiede weitestgehend beseitigt sind.
Genau das: Eine Steuerpolitik für ganze Europa, eine Wirtschaftsplitik für ganz Europa... Dann kämen wir weiter. Auch mit Griechenland und GB.

Ich verstehe immer nicht, was ihr Volksentscheide fürchtet. Ich gönne es Dir ja von Herzen, dass Du lieber durchregiert wirst und Dich führen lassen möchtest, als selbst mitzuwirken.
Ich fürchte keine Volksentscheide, ich fürchte das Volk und seine Bildung. Ein Konzept, in dem man "Fachleute" wählt, die dann die Entscheidungen treffen, halte ich für viel besser als wenn jeder Laie über Dinge abstimmen darf, von denen er Null Kenntnisse hat.

Ich habe es auch satt, mich für eine Partei bei einer Wahl entscheiden zu müssen.
Die Nachteile dieses Systems mag ich auch nicht, ich kenne aber kein Besseres.

Aber am Beispiel von GB sieht man doch, das man eine solche Frage stellen kann und auch eine Antwort bekommt.
Genau, und nach der Abstimmung sagen ganz viele, die abgestimmt haben, sie hatten keine Ahnung von den Konsequenzen, sie wollten nur mal aus Protest mit Austreten stimmen.

Ja, die EU-Fetischisten haben verloren. Und sie sagen, dass man dann eben das Volk nicht genug aufgeklärt hätte. Ist witzig. Wenn das Volk "falsch" wählt, ist es eben halt nur zu doof, "richtig" zu wählen.
Sagt doch niemand, aber auch in Deutschland werden 5-8% eine AfD nur deshalb wählen, weil sie es "denen da oben" mal zeigen wollen. Inhaltlich haben sie gar keine Ahnung davon, was die Partei will und es ist ihnen auch egal.

Aber ihrer Argumentation folgend hätten sie sehr wohl die Möglichkeit gehabt, das Votum für sich zu entscheiden, wenn man sich nur mal etwas intensiver mit dem Bürger unterhalten hätte.
Wenn also Frau Merkel jetzt intensiver mit den AfD-Wählern sprechen würde, dann würden die sich vielleicht umstimmen lassen, ist das so übertragen deine Meinung?

Das ist aber auch ein Lehrbuchbeispiel, wie Direkte Demokratie gelebt werden muss. Für die eigene Position muss eben geworben werden.
Ich glaube, du setzt viel zu viel auf Intelligenz und Einsichtsfähigkeit beim Bürger. Da habe ich längst aufgegeben.
 
Hm, das würde zu weit führen, weil man klären muss, wer dann für Zahlungsausfälle haftet und wer überhaupt noch Kredite vergibt. Kredite sollten auch Zinsen in Höhe der Inflationsrate abwerfen, sonst verliert der Kreditgeber effektiv Kaufkraft.
Ja, das führt hier leider zu weit, trotzdem als Antwort dazu:
Zahlungsausfälle sind das normale Geschäftsrisiko, das man auch dann trägt, wenn man sich finanziell an einer Unternehmung beteiligt. Und da sind wir auch schon mitten drin: Beteiligungen an Unternehmen statt Zinsen wäre richtig. Derzeit sind Zinsen von der tatsächlichen Verwendung und dem Erfolg völlig entkoppelt. Und genau das ist das Problem. Man könnte in einer zinslosen Welt noch immer sein Geld dem Bauern geben, der dann davon Saatgut kauft und man umgekehrt mit X% an seiner Ernte beteiligt ist. Fällt die Ernte schlecht oder gar nicht aus, dann ist das Geld halt (teilweise) verloren. Fällt sie gut aus, dann verdient man gut daran mit. Aber es kann keine Effekte wie Zinseszins geben, denn eine einmal verkaufte Kartoffel kann nicht nochmal teilweise verkauft werden.

Inflation könnte man vollständig damit verhindern, indem man dem Geldwert immer Realwerte gegenüber stehen lassen muss (von mir aus auch zurück zum Goldstandard). Damit gäbe es gar keine Inflation mehr, da auch über die nun nicht mehr existierenden Zinsen kein Geld "aus dem Nichts" geschaffen werden muss.

Welche Waren wären das? Griechenland exportiert derzeit Käse, Obst. Pharmazeutik und Klamotten.
Ich bin davon überzeugt, dass Griechenland innerhalb weniger Wochen und Monate ein Mekka für die produzierende Industrie wird, da die Arbeitskräfte billig und dabei noch sehr gut ausgebildet sind. Aufgrund der Lage in Europa wird der Produktionsstandort Griechenland sicherlich auch um einiges interessanter sein als China. Hinzu kommen die in Griechenland riesigen Erdgasvorkommen im Mittelmeer. Will sagen: Wenn es Griechenland richtig anpackt und die Troika-Fesseln los ist, könnte es einen enormen Wirtschaftsaufschwung erleben.

Richtig, derzeit verlieren die Rentner und Arbeitslosen aber nicht noch mehr.
Ja, in meinem Szenario würden sie erstmal verlieren, aber doch nicht dauerhaft. Das sind natürlich Effekte, die leider immer zuerst von den schwächsten der Gesellschaft komprimiert werden müssen. Aber schon nach ein paar wenigen Jahren könnte es wieder eine Erhöhung/Anpassung der Renten und staatlichen Bezüge geben (wenn der Staat es will und nicht auf diesen Teil seiner Bevölkerung "verzichtet").

Vielleicht würde es ja einfach reichen, diese Verträge wegzuwerfen und die Schuldscheine dazu. Gleiches gilt für Spanien und Italien.
Schon, aber das hieße einen Sklaven aus der Sklaverei entlassen, den man sich einst teuer erkaufte. Das mag sozial betrachtet der einzig richtige Weg sein, aber ökonomisch ist es nur Geldvernichtung. Außerdem wäre die Maßnahme nur "semi-nachhaltig". Griechenland wird, so lange es an den Euro gebunden ist, noch einige Zeit Zuwendungen in welcher Form auch immer benötigen. Das bleibt ein Fass ohne Boden.

Ich fürchte keine Volksentscheide, ich fürchte das Volk und seine Bildung.
Ok, aber dieses Problem ist ja hausgemacht. Ich provoziere mal ein wenig und behaupte, dass die durchschnittliche Bildung eines DDR-Bürgers höher als die eines BRD-Bürgers zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung/Annexion war. Das lag aber sicherlich nicht an genetischen Unterschieden, sondern einfach am Bildungssystem und den äußeren Umständen um jenes herum. Es gab auch in der DDR Kinder, die "keinen Bock" auf die Schule hatten. Nur wurde mit denen (und den Eltern) anders verfahren als heute.

Ich will jetzt nicht für eine neue Mauer werben, aber für ein neues Bildungssystem. Das wäre womöglich sogar essenziell, damit eine direkte Demokratie funktionieren kann. Sicherlich nicht von heute auf morgen umsetzbar, aber durchaus realistisch und planbar.

Ein Konzept, in dem man "Fachleute" wählt, die dann die Entscheidungen treffen, halte ich für viel besser als wenn jeder Laie über Dinge abstimmen darf, von denen er Null Kenntnisse hat.
Dem würde ich zustimmen, wenn ich glauben würde, dass diese Fachleute objektiv, unvoreingenommen und unbestechlich arbeiten würden. Aktuell würde ich da dem Lobbyeismus Tür und Tor geöffnet sehen. Und ich würde vermuten, dass immer die gleichen "Fachleute" bestimmter Konzerne bestimmte Aufgaben übernehmen werden. Am Ende bliebe nur das hoffnungsvolle und blinde Vertrauen, dass die schon ihren Job hoffentlich gut machen, allerdings wären sie ebenso wenig haftbar, wie wählbar.

Also ich will die Idee nicht kaputt machen. Zumal mir aktuell in der Politik auch oft der Sachverstand fehlt (aktuell mal wieder gut sichtbar bei der Uschi von der Leyen). Aber einfach die Vetternwirtschaft in der Regierung durch eine andere, undurchschaubarere zu ersetzen, ist womöglich nicht der richtige Weg.

Die Nachteile dieses Systems mag ich auch nicht, ich kenne aber kein Besseres.
Na dazu braucht man ja auch erst mal den Mut, ein anderes zu probieren. Oder, alternativ, den Willen, die Schwachstellen eines sonst ganz gut funktionierenden Systems auf irgendeine Art zu beseitigen.

Vorschläge dazu gibt es doch. Zunächst muss es die Möglichkeit geben, bundesweite Volksentscheide durchzuführen. Dann müssen eben jene auch verbindlich sein. Dann muss man festlegen, wann ein solcher Volksentscheid durchgeführt werden muss, wann er durchgeführt werden kann und natürlich auch für welche Belange nicht. Letztlich hast Du ja recht - ein Volksentscheid über Steuern wäre Quatsch. Und eine Regierung, die mit einer anderen Regierung verhandelt, aber keine Zusagen ohne Volksentscheid machen kann, ist de facto handlungsunfähig.

Aber das alles ist ja regelbar. Man muss es nur wollen. Vielleicht auch optional persönliche Verantwortlichkeiten für bestimmte Resorts festlegen. Beauftragte Fachleute können gut daran verdienen, solche staatlichen Aufträge anzunehmen, haften aber in Person auch für den Ausgang. Ich denke da auch an einen angemessenen Umfang, wenn ich mal so über BER und dergleichen nachdenke...

Sagt doch niemand, aber auch in Deutschland werden 5-8% eine AfD nur deshalb wählen, weil sie es "denen da oben" mal zeigen wollen. Inhaltlich haben sie gar keine Ahnung davon, was die Partei will und es ist ihnen auch egal.
Keine Ahnung, ob es so viele sind, aber von mir aus - mag ja sein. Die "glätten" sich aber wieder mit jenen, die die SPD wählen, weil Vati und Opi auch SPD wählen und sie diese Partei für "sozial" halten, einschließlich Gabi. Und mit jenen, die die CDU wählen, weil sie meinen, dass sie für christlich-konservative Werte stünde. In Summe gleicht sich diese Form von Dummheit/Ignoranz immer aus.

Wenn also Frau Merkel jetzt intensiver mit den AfD-Wählern sprechen würde, dann würden die sich vielleicht umstimmen lassen, ist das so übertragen deine Meinung?
Nicht mal Frau Merkel, sondern ein beliebiger, rhetorisch nicht völlig unfähiger Vertreter einer Partei. Das allein reicht womöglich nicht, auch ein Entgegenkommen im Kurs wäre natürlich nötig. Die DKP könnte mit mir reden bis sie schwarz wird, aber wählen würde ich sie nie. Es gibt schon noch Schmerz-, Scham- und Ekelgrenzen. Ziemlich ähnlich ist es mit der NPD oder so ziemlich jeder anderen "Sonstige"-Partei.

Aber es ist auch ziemlich sicher, dass das Bild, welches Merkel von sich und ihrer Politik im Volk projeziert hat, völlig unterschiedlich aufgenommen und verstanden wurde. Letztlich, und das behaupte ich jetzt mit aller Überzeugung, ist sie fast allein am Wahlerfolg der AfD schuld. Nachher hieß es, dass sie niemals jemanden eingeladen oder her gelockt habe. Kann ja sein, aber die Mehrheit der Deutschen hat es genau so verstanden. Die einen fanden das toll, christlich, sozial, human, ... . Die anderen eben zum Kotzen. Die, die es zum Kotzen fanden, einfach ungehört in die Rechte Ecke zu stellen und mit dem Finger auf sie zu zeigen, hat diesmal allerdings nur so "semi-gut" funktioniert. Jetzt muss man sich doch mit ihnen befassen. Waren dann doch zu viele und zu bunt gemischt für eine Ecke.

Vieles aber, so meine ich, hätte sich Merkel und ihre Crew ersparen können, wenn sie schon von Anfang an offensiv kommunikativ gewesen wären. Über jede Kritik erhaben wäre sie im Falle eines Volksentscheides gewesen, der in ihrem Sinne gelaufen wäre.

Ich glaube, du setzt viel zu viel auf Intelligenz und Einsichtsfähigkeit beim Bürger. Da habe ich längst aufgegeben.
Na ich glaube, dass das heute negativ besetzte Wort "Populismus" irgendwann politischer Standard sein wird. Ich glaube nicht an das Gute im Menschen, aber ich glaube, dass alles immer zu einem Gleichgewicht hin strebt. Auf die Politik bezogen:

Man sieht, wie Populisten Wahlerfolge feiern. Irgendwann wird diese Art der Wählerwerbung politischer Standard sein. Alle politischen Lager versuchen dann Wähler zu fangen, indem sie düstere Prognosen heraus geben, Angst und Panik schüren, wenn man "den Feind" wählt. Nur wenn es alle machen, dann glättet sich dieser Effekt wieder. Der Wähler "überhört" und belächelt es irgendwann.

Ähnlich bei Volksentscheiden. Anfangs wird es wohl eine eher geringe Beteiligung geben. Aber auch hier: Wer nicht zur Abstimmung geht, dem ist der Ausgang oder sogar das ganze Thema egal. Es gehen nur die hin, die es auch interessiert und denen es wichtig ist. Es gibt beim Stammtisch kaum noch die Möglichkeit, auf "die da oben" zu schimpfen, weil die Standardantwort für Nörgler wäre: "Dann geh' doch endlich mal wählen, Du Tütenkopp!". Und wenn Tütenkopp dann endlich mal wählen geht und das Ergebnis immer anders ist als von ihm gewünscht, wird er entweder desinteressiert oder politisch aktiv. Beides völlig ok.

Aber sowas entwickelt sich mit der Zeit und wird von den Eltern auch der nächsten Generation so vorgelebt. Für die nächste und übernächste Generation ist politisches Interesse und persönliche Verantwortung vielleicht schon eine Selbstverständlichkeit.
 
Zahlungsausfälle sind das normale Geschäftsrisiko, das man auch dann trägt, wenn man sich finanziell an einer Unternehmung beteiligt.
Und bei einem Kredit deckt der Zins das Ausfallrisiko. Fällt der weg, verleiht niemand mehr Geld ohne 100% Sicherheiten.

Man könnte in einer zinslosen Welt noch immer sein Geld dem Bauern geben, der dann davon Saatgut kauft und man umgekehrt mit X% an seiner Ernte beteiligt ist.
Gute Idee bei Investitionskrediten. Was aber mit Verbraucherkrediten? Was ist mit deinem neuen PC, dem Auto?

Inflation könnte man vollständig damit verhindern, indem man dem Geldwert immer Realwerte gegenüber stehen lassen muss (von mir aus auch zurück zum Goldstandard).
Das hatte man ja vor, indem man die Geldmenge an die Wirtschaftskraft anpasst... Und dann kam Herr Draghi. Oder seine Vorgänger.

Ich bin davon überzeugt, dass Griechenland innerhalb weniger Wochen und Monate ein Mekka für die produzierende Industrie wird, da die Arbeitskräfte billig und dabei noch sehr gut ausgebildet sind.
Warum wurden dann unsere Autos in den 90ern nicht dort gebaut, oder in Italien, Spanien oder der Türkei? Aber gut, das führt zu weit.

Außerdem wäre die Maßnahme nur "semi-nachhaltig". Griechenland wird, so lange es an den Euro gebunden ist, noch einige Zeit Zuwendungen in welcher Form auch immer benötigen. Das bleibt ein Fass ohne Boden.
Griechenland hat derzeit einen positiven Haushalt, sie machen PLUS. Mehr Einnahmen als Ausgaben.... schon letztes Jahr. Besser als Deutschland. Wenn man sich Herrn Schäubles "Wir bestehen auf die 7,5% Zinsen" mal wegdenkt. Ich sehe da kein Fass ohne Boden, ich sehe da ein sich füllendes Fass.

Ok, aber dieses Problem ist ja hausgemacht.
Die Ursache will ich gar nicht ausmachen. Fakt ist, wenn das Pferd nur zwei Beine hat, dann bestreite ich damit keine Rennen. Hat das Volk keine Bildung, dann lasse ich es nicht über Dinge abstimmen, für die Bildung notwendig ist.

Ich will jetzt nicht für eine neue Mauer werben, aber für ein neues Bildungssystem.
ich werbe nicht dafür, ich arbeite als Vorstand einer Schule mit daran :)

Dem würde ich zustimmen, wenn ich glauben würde, dass diese Fachleute objektiv, unvoreingenommen und unbestechlich arbeiten würden.
Das hätte ich auch gerne. Jemanden, der was vom Militär versteht als Verteidigungsminister wäre super. Einen ausgewiesenen, unabhängigen, glaubwürdigen Fachmann. Den sollte das Volk wählen dürfen. Einen Top-Volkswirt als Wirtschaftsminister. Super. Blöderweise kosten die etwas mehr als die Berufspolitiker. Und das will das Volk ja auch wieder nicht.

Zumal mir aktuell in der Politik auch oft der Sachverstand fehlt (aktuell mal wieder gut sichtbar bei der Uschi von der Leyen).
Was soll ich Dir sagen, die Mehrheit hat gewählt. Die wussten vorher, wer da welchen Ministerposten bekommt. So doof ist das Volk. Und dieses Volk willst Du über Einzelfragen abstimmen lassen?

Letztlich hast Du ja recht - ein Volksentscheid über Steuern wäre Quatsch. Und eine Regierung, die mit einer anderen Regierung verhandelt, aber keine Zusagen ohne Volksentscheid machen kann, ist de facto handlungsunfähig.
Eine Abstimmung über Grundrechte? Hielte ich für schwierig. Ich kann mir Volksentscheide in Einzelfragen da vorstellen, wo es nur um "Regelfragen" geht, z.B. "Allgemeines Tempolimit auf Autobahnen", oder "Rauchverbot im gesamten öffentlichen Raum" oder "Alkoholverkauf nur noch in lizensierten Geschäften".

Aber sicher nicht über die Dinge, die gerade täglich im Bundestag abgestimmt werden. Das 4. Ergänzungsgesetz zur Erweiterung der Förderung homosexueller Frauen in der Bundeswehr?

Vielleicht auch optional persönliche Verantwortlichkeiten für bestimmte Resorts festlegen. Beauftragte Fachleute können gut daran verdienen, solche staatlichen Aufträge anzunehmen, haften aber in Person auch für den Ausgang. Ich denke da auch an einen angemessenen Umfang, wenn ich mal so über BER und dergleichen nachdenke...
Wähle FDP, die wollen das. Gar nicht abwertend gemeint, das ist typisches liberales Gedankengut.

Keine Ahnung, ob es so viele sind, aber von mir aus - mag ja sein. Die "glätten" sich aber wieder mit jenen, die die SPD wählen, weil Vati und Opi auch SPD wählen und sie diese Partei für "sozial" halten, einschließlich Gabi.
Da hast Du sogar Recht. Aber diese Leute meine ich doch auch. Null politische Ahnung, null Durchblick, aber Volksentscheid.... Da wählen die auch nur das, was Mama sagt.

Die DKP könnte mit mir reden bis sie schwarz wird, aber wählen würde ich sie nie. Es gibt schon noch Schmerz-, Scham- und Ekelgrenzen.
Die Sahra Wagenknecht ist gar nicht so weit von denen und ich höre der ziemlich gerne zu :)

Vieles aber, so meine ich, hätte sich Merkel und ihre Crew ersparen können, wenn sie schon von Anfang an offensiv kommunikativ gewesen wären. Über jede Kritik erhaben wäre sie im Falle eines Volksentscheides gewesen, der in ihrem Sinne gelaufen wäre.
Und wenn nicht? Im Falle der Flüchtlinge wäre doch rausgekommen "Grenzen dicht, wir wollen keinen mehr". Dann hätten wir unser Grundgesetz, Flüchtlingsabkommen etc. einfach mal so geändert. Ich verteidige nicht, wie sie es gemacht hat, aber dass sie (als Einzige) etwas gemacht hat, war humanitär völlig richtig.

Man sieht, wie Populisten Wahlerfolge feiern. Irgendwann wird diese Art der Wählerwerbung politischer Standard sein.
Damit fängt man die Ungebildeten. Man muss nur lange genug erklären "Du bist 20 Jahre arbeitslos? Daran ist der Syrer schuld, der letzes Jahr gekommen ist. Prost!" und die Menge glaubt es.
 
Gute Idee bei Investitionskrediten. Was aber mit Verbraucherkrediten? Was ist mit deinem neuen PC, dem Auto?
Ja, diese elenden Verbraucherkredite. Haben schon so manchen in die Privatinsolvenz getrieben. Weil so mancher nach dem Kauf vergisst, dass er jetzt 1 oder x Jahre den Artikel abzahlen muss. Jenen Artikel, der nach dieser Zeit rechnerisch kaum noch wert hat. Es wäre wünschenswert, wenn die Mehrheit der Verbraucher lieber im Jetzt und Hier leben würden. Jetzt kostet der Fernseher 1000 Euro. Ich habe aber nur 600. => Ich kann nicht kaufen. Ich spare 2 Monate, habe nun 800 Euro und der Fernseher kostet jetzt 800. => Ich kaufe. Ich halte es ohnehin für schlauer nur das Geld auszugeben, was man auch hat.

Griechenland hat derzeit einen positiven Haushalt, sie machen PLUS. Mehr Einnahmen als Ausgaben.... schon letztes Jahr. Besser als Deutschland. Wenn man sich Herrn Schäubles "Wir bestehen auf die 7,5% Zinsen" mal wegdenkt. Ich sehe da kein Fass ohne Boden, ich sehe da ein sich füllendes Fass.
Ok, dann hätten sie es ohne Troika aber auch geschafft und das vielleicht sogar besser.

Das hätte ich auch gerne. Jemanden, der was vom Militär versteht als Verteidigungsminister wäre super. Einen ausgewiesenen, unabhängigen, glaubwürdigen Fachmann. Den sollte das Volk wählen dürfen. Einen Top-Volkswirt als Wirtschaftsminister. Super. Blöderweise kosten die etwas mehr als die Berufspolitiker. Und das will das Volk ja auch wieder nicht.
Wenn man dafür das Parlament eindampft und es auf die Größe eines Komitees aus Experten schrumpfen ließe, dürfen sie auch viel Geld mit nach Hause nehmen, habe ich persönlich gar kein Problem damit. Soll jeder einzelne seine 50k im Monat bekommen. Von mir aus auch 100k oder mehr. Aber er soll mit seinem Namen und teilweise auch Vermögen einstehen für seine Entscheidungen, die er dann trifft.

Aber wie gesagt: ich würde in so einer Welt vermuten, dass die Experten nicht vom Volk gewählt, sondern unter Schirmherrschaft von Konzernen berufen, bestimmt, eingesetzt, ... , mindestens jedoch beworben werden. Dem Frieden würde ich keine Sekunde trauen. Dann höchstens mit einem zusätzlichen Kontrollgremium, aber auch hier: Wer überwacht den Überwacher?

[Themen zur Abstimmung]Das 4. Ergänzungsgesetz zur Erweiterung der Förderung homosexueller Frauen in der Bundeswehr?
Na warum denn nicht? Mich persönlich betrifft und interessiert es nicht. Also gehe ich auch nicht zur Abstimmung. Diejenigen, die es interessiert, gehen hin. Am Ende wird es eine Eintscheidung geben zwischen allen, die es interessiert und so wird es dann beschlossen oder nicht.

Wähle FDP, die wollen das. Gar nicht abwertend gemeint, das ist typisches liberales Gedankengut.
Und ich bin der FDP gar nicht abgeneigt, aber die Enttäuschung steckt noch tief in den Knochen. Mit der einstigen Personalwahl haben sie mich auch etwas vergrätzt damals. Und momentan rangieren sie für mich hinter der AfD, zumal meine Stimme für die AfD auch wertvoller sein dürfte als für die inzwischen weitestgehend bedeutungslos gewordene FDP.

Da hast Du sogar Recht. Aber diese Leute meine ich doch auch. Null politische Ahnung, null Durchblick, aber Volksentscheid.... Da wählen die auch nur das, was Mama sagt.
Das wird auch mindestens anfangs so sein. Da muss eine Demokratie halt mal durch, wenn sie irgendwann mal groß und stark sein will. Eine Demokratie, die per Definition die Macht über das Volk verteilt, verteilt ganz automatisch damit auch die Verantwortungen. Wenn man das dann nicht mit Haut und Haar durchziehen will, ist man mit einem König, Kaiser, Führer, ... besser beraten, weil wenigstens Entscheidungen schnell und unbürokratisch getroffen werden.

Das Argument, dass man Angst vor Fehlentscheidungen hat, lasse ich auch nicht mehr gelten. Unsere Politiker leben quasi davon, Politik im Try-n-Error in kleinen Iterationen zu machen. Das könnte kein Volk in der Summe schlimmer machen.

Die Sahra Wagenknecht ist gar nicht so weit von denen und ich höre der ziemlich gerne zu :)
So lange sie nur redet, höre ich ihr auch gern zu. Aber darüber hinaus würde ich sie weder wählen, noch sonst wie unterstützen :)

Und wenn nicht? Im Falle der Flüchtlinge wäre doch rausgekommen "Grenzen dicht, wir wollen keinen mehr".
Ach ehrlich? Das glaube ich persönlich nicht. Nur um für die Aufnahme von Flüchtlingen als Merkel überhaupt erstmal werben zu können, hätte sie einen Plan gebraucht. Wohin mit den Leuten, wie und womit versorgen, verpflegen, ... Und siehe: Es hätte vielleicht alles wunderbar funktioniert auch ohne Hinz und Kunz mit oder ohne Pass einreisen zu lassen. Hätte dann womöglich 1-2 Wochen länger gedauert, bis man den ersten Flüchtling hätte aufnehmen können. Aber es wäre für ihn und alle weiteren einschließlich den Einheimischen (also für alle Seiten) wesentlich besser gewesen.

Und wenn Grenzen dicht - dann ist das des Volkes Wille und dann ist das das Richtige. Nicht etwa das, was Du oder ich oder sonstwer für Richtig hält, sondern die Mehrheit. Und die kann ja auch ihre Meinung gern ändern, wenn der nächste Entscheid dazu beantragt wird (nach der Mindestlaufzeit)

Damit fängt man die Ungebildeten. Man muss nur lange genug erklären "Du bist 20 Jahre arbeitslos? Daran ist der Syrer schuld, der letzes Jahr gekommen ist. Prost!" und die Menge glaubt es.
Da muss aber eine Demokratie durch. Und sie muss, wenn sie des Volkes Stimme sein will, auch jene hören. Auch die gehören dazu. Nur kann man den Ungebildeten helfen: Mit Bildung (nicht zu verwechseln mit staatlicher Propaganda).
 
Ok, dann hätten sie es ohne Troika aber auch geschafft und das vielleicht sogar besser.
Wenn die Griechen denn gewollt hätten... Ein Zwang zum Sparen war nicht schlecht, man hätte als Belohnung den Zinsverzicht in Aussicht stellen müssen.

Wenn man dafür das Parlament eindampft und es auf die Größe eines Komitees aus Experten schrumpfen ließe, dürfen sie auch viel Geld mit nach Hause nehmen, habe ich persönlich gar kein Problem damit.
Ganz meine Meinung.

Mich persönlich betrifft und interessiert es nicht. Also gehe ich auch nicht zur Abstimmung. Diejenigen, die es interessiert, gehen hin. Am Ende wird es eine Eintscheidung geben zwischen allen, die es interessiert und so wird es dann beschlossen oder nicht.
Und dann gehen per hemlichen Flash-Mob mal ein paar 1000 hin "um es denen da oben mal zu zeigen"... Bei Abstimmungen, die sonst auch nur wenige 1000 interessieren.

Das wird auch mindestens anfangs so sein. Da muss eine Demokratie halt mal durch, wenn sie irgendwann mal groß und stark sein will.
Wenn dieses Demokratie dann noch lange existiert.

Und wenn Grenzen dicht - dann ist das des Volkes Wille und dann ist das das Richtige.
Menschenrechte per Mehrheitsentscheid abschaffen. Unverhandelbar.

Da muss aber eine Demokratie durch. Und sie muss, wenn sie des Volkes Stimme sein will, auch jene hören. Auch die gehören dazu. Nur kann man den Ungebildeten helfen: Mit Bildung (nicht zu verwechseln mit staatlicher Propaganda).
Die Bildung findet jeden Tag statt, die wird von diesen Menschen gerne verweigert.
 
Und dann gehen per hemlichen Flash-Mob mal ein paar 1000 hin "um es denen da oben mal zu zeigen"... Bei Abstimmungen, die sonst auch nur wenige 1000 interessieren.
Auch das wird sicherlich mal passieren, klar. Aber eine Abstimmung, die nur 1000 Leute interessiert, dann aber einen FlashMob zu 1000 auf die Beine bringen kann, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Schon weil eine Abstimmung, die nur 1000 Leute interessiert, "denen da oben" gar nix zeigt und absolut nichts bedeutet. Bei so einer Abstimmung dürfte es höchstens um Biegeradien von Gurken gehen, die möglicherweise die eine oder andere "Spezialzüchtung" von Bauer Volker nicht mit vorsieht. Und wer es schafft, für so ein Thema 1000 Leute zu mobilisieren, der hat ehrlich meine Hochachtung.

Wenn dieses Demokratie dann noch lange existiert.
Ja, dann soll es nicht sein. Wär zwar schade drum, aber dann ist es eben so.

Der Wunsch nach einer Demokratie, in der die Menschen immer so entscheiden wie Du es willst oder für richtig hältst, ist vergleichbar mit meinem Wunsch nach einen vorbildlichen deutschen König, der sein Volk und Reich liebt und für es sein letztes Hemd hergeben würde. Hätten wir so einen König, brauchten wir gar keine Demokratie. Nun hat man ja die Erbmonarchie abgeschafft, weil man eben dann doch nicht immer so einen super König hatte und der dekadente Adel auch nur fette Feste feiern wollte, statt das Land mit ihrer Macht, Einfluss und Wissen voran zu bringen.

Das Volk wollte sich die Macht teilen nach Vorbild der alten Griechen. Die hatten zwar nie das Problem, 80+ Millionen Meinungen unter einen Hut zu bringen, aber egal. So, jetzt finden alle Demokratie durfte, na schön. Die hat aber auch ein Preisschild. Und sie setzt den Willen und ein Verantwortungsbewusstsein von jedem Einzelnen voraus. Und das muss man dem Bürger anerziehen. Das funktioniert aber nicht mit der Form von "Demokratie" wie wir sie heute haben. Schon deshalb, weil der Bürger in ihr weitestgehend entmündigt wird und diejenigen, die sich engagieren, fast immer ignoriert werden.

Wenn man aber eine Demokratie haben will, dann braucht man Menschen, die zu aktuellen politischen Themen eine Meinung haben und diese auch aussprechen dürfen ohne Repressalien befürchten zu müssen (weder staatlich, noch vom Arbeitgeber oder gesellschaftlich). Beides ist im Augenblick überhaupt nicht gegeben. Aber da müssen wir hin, wenn wir Fans der Demokratie sind. Demokratie bedeutet nicht, alle 4 Jahre seine (vorselektierten) Despoten zu wählen!

Menschenrechte per Mehrheitsentscheid abschaffen. Unverhandelbar.
Ist genau so eine Sache. Du glaubst, dass sich eine Mehrheit im Volk für die Abschaffung der Menschenrechte finden würde? Daran glaube ich keine Sekunde. Allerhöchstens minimale Änderungen, wenn überhaupt. Aber auch das schließe ich de facto aus.

Aber gut - nehmen wir an, es gäbe eine Mehrheit in einer Abstimmung zur Abschaffung der Menschenrechte. Ja, dann ist es so. Dann waren die Menschenrechtler offensichtlich nicht in der Lage, die Folgen dieser Entscheidung gut genug zu kommunizieren. Und offensichtlich hat auch im Freundeskreis dieses Thema keine Priorität gehabt. Wenn das so ist, dann ist es so. Mal abgesehen, dass wir dann ganz schöne internationale Probleme bekämen, wäre das aber eine ganz großartige Lektion, die das Volk definitiv zum Umdenken bewegen würde. Das Volk würde auch ohne Menschenrechte überleben. Die meiste Zeit in der deutschen Geschichte vor 1789 gab es die ja auch nicht. Nur wird es wohl kein zweites Mal so entscheiden.

Aber man muss ja auch solche Fragen gar nicht von Anfang an zur Debatte stellen. Du zauberst immer Beispiele aus dem Hut, bei denen ich behaupten würde, dass die Mehrheit der Deutschen gar nichts anfangen kann. Oder frage doch mal 10 beliebige Personen auf der Straße, was überhaupt der Inhalt der "Menschenrechte" sind. Welche Rechte hat denn ein Mensch laut diesem Abkommen? Ich halte jede Wette: 6 von 10 würde antworten wie "essen, schlafen, ficken... obwohl - ficken wohl nich". Also ja - hier und heute kann man nicht alles zur Abstimmung stellen. Aber da wollen wir ja mal hin.

Die Bildung findet jeden Tag statt, die wird von diesen Menschen gerne verweigert.
Unterscheide bitte Bildung und Propaganda, auch wenn es inhaltlich auf den ersten Blick gleich aussieht und in jeder staatlichen Bildung auch immer ein wenig Propaganda dabei ist.

Was ich meine ist aber noch gar nicht viel mehr, als erst mal nur das Interesse eines jeden für aktuelle Vorgänge zu wecken. Heißt: Wenn es eine Volksabstimmung gibt (die auch rechtlich verbindlich ist), dann sollte ein jeder Deutscher wissen, dass
  1. Es überhaupt eine Abstimmung zu einem Thema gibt
  2. Was der Inhalt der Abstimmung ist
  3. Pro und Contra kennen
  4. Eine Meinung dazu haben
Selbst wenn die Meinung sein sollte "ist mir egal", dann soll diese Entscheidung aber aus Kenntnis der Tatsachen heraus erfolgt sein und nicht aus Faulheit, sich Abstimmungen nicht beschäftigen zu wollen oder Desinteresse, weil "ist irgendwas mit Politik, habe ich keine Ahnung von". Sondern höchstens "bei der Abstimmung geht es um Mindestgewichte und Formen von Äpfeln in Deutschland und Europa. Aber ich baue keine Äpfel an, nur Pflaumen. Mir egal, was die da zu Äpfeln entscheiden".

Und wenn man sich die Entwicklung anschaut, dann ist die Technik der sozialen Entwicklung schon Jahrzehnte voraus. Es wäre bereits heute schon möglich, via Tablet, Smartphone, Computer oder Wahlgerät abzustimmen, was im Grunde kaum Kosten verursacht und innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden kann. Kein Drucken von Stimmzetteln und kein großer Aufwand, irgendwo hin gehen zu müssen. Einfach in der Mittagspause mal die aktuellen Abstimmungen durchlesen, hier und da eine Stimme abgeben und fertig. Alles technisch machbar.
 
Minister Davis: Großbritannien verlässt EU-Binnenmarkt

Folgende News wurde am 12.06.2017 um 18:53:34 Uhr veröffentlicht:
Minister Davis: Großbritannien verlässt EU-Binnenmarkt
Top-Themen

London/Brüssel (dpa) - Trotz des Wahldebakels will Großbritannien am harten Kurs beim EU-Ausstieg festhalten. Das Land wolle die Kontrolle über seine Grenzen zurückgewinnen, sagte Brexit-Minister David Davis in Interviews.
Das bedeute die Trennung von der EU, vom Europäischen Binnenmarkt und von der Zollunion. Ob die Brexit-Gespräche pünktlich nächste Woche beginnen können, blieb allerdings offen.
Nachdem Premierministerin Theresa May vorige Woche ihre absolute Mehrheit bei der Parlamentswahl verloren hatte, war über einen
weicheren Brexit-Kurs spekuliert worden. Viele Abgeordnete ihrer Konservativen Partei waren
enttäuscht vom Ergebnis der vorgezogenen Parlamentswahl und forderten mehr Nähe zur EU trotz Trennung.

Ein Regierungssprecher in London konnte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag zunächst keine Antwort geben, ob die
Brexit-Gespräche wie geplant am 19. Juni losgehen. Minister Davis hielt zuletzt Verzögerungen um wenige Tage für möglich. Auch die EU-Kommission ließ die Frage offen.

Die Brüsseler Behörde führte nach Angaben von Diplomaten am Montag erste Vorgespräche mit britischen Regierungsvertretern über den Ablauf der geplanten Verhandlungen. EU-Kommissar Johannes Hahn sagte nur, man hoffe, dass die Gespräche wie geplant nächste Woche beginnen könnten. Für die EU gelte: «Wir sind komplett vorbereitet.»
In London wackelt nach Angaben des Kabinettschefs Damian Green auch der 19. Juni als Termin für die «Queen's Speech». Königin Elizabeth II. verliest dann im Parlament das Regierungsprogramm. Bevor die angestrebte Minderheitsregierung der Konservativen mit der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) nicht stehe, könne auch kein Datum genannt werden, sagte Green.
Brexit-Minister Davis nahm May vor Kritik aus der eigenen Partei in Schutz. Das sei eine selbstbezogene Diskussion. «Es ist unsere Aufgabe, das Land weiter zu regieren», sagte Davis. Ex-Finanzminister George Osborne, den May nach ihrer Amtsübernahme 2016 entlassen hatte, nannte die Regierungschefin am Sonntag eine
«wandelnde Tote». Ihr Rücktritt sei nur eine Frage der Zeit.

Der erzkonservative Davis bestritt wie zuvor schon Außenminister Boris Johnson, dass er May als Premier beerben wolle.
Zu den wichtigsten Themen der Brexit-Verhandlungen zählt das Schicksal der EU-Ausländer in Großbritannien und der Briten auf dem EU-Festland. Im Vereinigten Königreich leben mehr als drei Millionen EU-Ausländer. Die größte Gruppe stellen die Polen.
Weitere Topthemen bei den Verhandlungen sind die Schlussrechnung, die Großbritannien nach dem Brexit für eingegangene Verpflichtungen begleichen soll, und die neue EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland. Bislang ist die Grenze im grünen Hügelland kaum erkennbar. Eine feste EU-Außengrenze könnte in Nordirland zu wirtschaftlichen Einbußen führen und alte Wunden in der früheren Bürgerkriegsregion wieder aufreißen.
Nach dem Wahldebakel streben May und ihre Konservative Partei eine Minderheitsregierung mit Hilfe der
nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) an. Die DUP-Vorsitzende Arlene Foster bezeichnete erste Gespräche als «sehr gut». Sie wird am Dienstag in London erwartet.

Die Opposition und auch Konservative kritisierten, dass die rechte DUP Vorbehalte zum Beispiel gegen die Homo-Ehe und Abtreibung habe. Änderungen an der Rechtslage stünden aber bei einer Minderheitsregierung mit der DUP nicht zur Diskussion, betonte Davis.
Bereits am Sonntag hatte May ihr Kabinett neu geordnet. Die weitaus meisten Minister bleiben im Amt.


Viele Fragezeichen vor den Brexit-Gesprächen


Brexit, Schottland, Ukip: Fünf Knackpunkte der Briten-Wahl


Fatal verzockt: May steht vor Scherbenhaufen ihrer Politik


Die nordirische Partei DUP


Harter Brexit, weicher Brexit - was heißt das eigentlich?
 
Ich verstehe so langsam diese ganze herumeierei in Großbritannien nicht mehr. Man hätte gleich Nägel mit köpfen machen müssen und nach dem Volksentscheid was für einen EU Austritt gestimmt hat, sofort vollziehen sollen. Ich sehe schon kommen, das die Regierung einen Rückzieher vom Brexit macht; sehr zum Wohlwollen Brüssel's und Deutschlands. GB ist dann aber erledigt, und der Wille des Volkes mißachtet ! Warum fällt man dieser Frau May so in den Rücken ?