News Bill Gates wurde entthront

Dann setze ich mich mit 90 in meine frisch gekaufte Corvette, hebe alles Geld in Bar ab, was ich besitze, und bringe mich in der schicken Karre um indem ich vor einen Baum fahre, damit das Geld auch verbrennt. Schön nicht?

Ich nehme an es wäre nicht besonders sinnvoll das zu machen, oder? Du würdest damit übrigens die Geldmenge verringern und so den Wert jeder einzelnen anderen Geldeinheit erhöhen. Wenn du das machst spendest du dein Geld also quasi auch der Gemeinschaft.
 
Seine Kinder haben dafür aber keine Leistung erbracht. Sie verdienen das Geld nicht. Die selbe Argumentation die Bill Gates Reichtum legitmiert hat, macht den Reichtum der Kinder illegitim! Seine Kinder glaube aber sie hätten das Geld verdient, weil sie nicht so schlau sind wie Bill Gates. Sie geben der Gesellschaft darum nichts von dem Geld zurück, dass sie ohne jede Leistung erhalten haben.

Das würde ich mal als "Glück der Geburt" bezeichnen.
Genauso wie du Glück hattest und in einem reichem Land geboren und auferzogen wurdest (und nicht in einem vom Bürgerkrieg und Armut geprägtem Land), haben die Kinder von Millardären das Glück als Kinder von eben solchen geboren zu werden, und nicht als Kind von einem Obdachlosen...
Können sie was dafür? Nein. Kann man es ändern? Nein, Es passiert eben so...

Du bist immer noch in einem reichem Land geboren und hattest daruch obtimale Bedingungen die viele andere nicht haben... DU kannst nichts dafür, denn schließlich kannst du dir nicht aussuchen wo oder von wem du auf die Welt gesetzt wirst, also wieso solltest du dafür bestraft und in ein armes Land geschickt werden? Aka wieso soll man Kinder die reiche Eltern haben für Dinge bestrafen, für die sie nichts können, nämlich dass ihre Eltern mehr Geld haben als der Durchschnitt...
 
Mist verdammter, ich will frewillig Gutes tun und nicht durch den verdammten Schmarotzer-Staat dazu gezwungen werden.
 
Aka wieso soll man Kinder die reiche Eltern haben für Dinge bestrafen, für die sie nichts können, nämlich dass ihre Eltern mehr Geld haben als der Durchschnitt...

Wer wird denn bestraft? Den Kindern reicher Eltern wird ja nichts weggenommen. Sie bekommen halt nur nicht das Geld, das ihre Eltern verdient haben. Nur weil es sich durchgesetzt hat, dass Kinder das Geld ihrer Eltern bekommen ist es doch nicht notwendigerweise so.

In einer Welt in der Leistung die Bemessungsgrundlage für Reichtum ist, sind Erbschaften (und Geschenke) einfach unfair.

Gruß Malte
 
Mist verdammter, ich will frewillig Gutes tun und nicht durch den verdammten Schmarotzer-Staat dazu gezwungen werden.

Gut, aber es gibt nun mal auch genügend Reiche, die eben auch Freiwillig nichts wohltätiges tun WOLLEN...

Ein Staat, egal welchem System er folgt, lebt aber vom mitmachen, vom Abgeben einem Teil seiner Freiheiten zum wohle aller.

Und Wenn "Reiche" Freiwilligkeit einfordern, dann hat sollte man eben immer im Hinterkopf behalten, das "freiwillig tun" immer auch "NICHT TUN" heißen kann.
 
Stimmt wohl, aber der Staat muss es nicht übertreiben, sonst sieht ja jeder zu, dass er sein Geld woanders hinschafft, auswandert oder Sonstiges, nur um dem gezwungenen "freiwillig Spenden" durch hohe Abgaben zu entgehen. Das kostet den Staat dann im Endeffekt mehr.
 
Sie bekommen halt nur nicht das Geld, das ihre Eltern verdient haben.

UNd wieso sollte es dann der Staat verdient haben das zu bekommen? Hat der etwas dafür geleistet was net sowieso schon in Form von den "normalen" Steuern bezahlt wurde? Nein...
Da haben ja schon die Kinder mehr geleistet indem sie einfach nur die Nachfahren sind...

Also willst du sagen dass alles was man net selber geleistet hat einem weggenommen oder erst gar net gegeben werden soll?
Um mal bei mienem Beispiel vom letzten Post zu bleiben: D.h. jedes Neugeborene wird von Deutschland erstmal wo anders hin verschifft, denn was hat es geleistet um di Deutschland leben zu dürfen? Hat es etwas an dem Staate geleistet? Nein. Hat es etwas gutes für den Staat getan? Nein. Wieso sollte es dann in dem Staat leben dürfen, ohne erbrachte Leistung?

Gut, aber es gibt nun mal auch genügend Reiche, die eben auch Freiwillig nichts wohltätiges tun WOLLEN...

Genauso gibt es Nicht-Reiche die nichts wohltätiges tun wollen. Wo ist der Unterschied? 0% von 100€ ist genausoviel wie 0% von 1000000000€, nämlich nichts...
 
UNd wieso sollte es dann der Staat verdient haben das zu bekommen? Hat der etwas dafür geleistet was net sowieso schon in Form von den "normalen" Steuern bezahlt wurde? Nein...
Jetzt wo du es sagst: der Staat verdient gut an der gewerbesteuer bzw. die Kommunen zzg. zur restlichen Besteuerung.

Und dann nochmal bei der Vermögenssteuer abkassieren? Das ist gierig, da kommt wieder meine blau-gelbes Parteiseele raus. :mrgreen:
 
UNd wieso sollte es dann der Staat verdient haben das zu bekommen? Hat der etwas dafür geleistet was net sowieso schon in Form von den "normalen" Steuern bezahlt wurde?

Der Staat "verdient" seine Einnahmen, weil er dafür öffentliche Güter bereitsstellen muss (Bildung, Rechtssicherheit, innere und äußere Sicherheit, soziale Grundsicherung, Infrastruktur, etc.). Natürlich darf er nicht mehr Steuern erheben als zur Finanzierung dieser Dinge notwendig sind. Aber die Erbschaft zu besteuern ist viel fairer als z.B. das Einkommen oder gar den Konsum zu besteuern (es ist auch volkswirtschaftlich gesehen effizienter). Darum müssten natürlich andere Steuern zurückgefahren werden, wenn die Einnahmen aus der Erbschaftssteuer entsprechend hoch sind.

Also willst du sagen dass alles was man net selber geleistet hat einem weggenommen oder erst gar net gegeben werden soll?

Nein, das will ich nicht sagen. Ganz und gar nicht - denn man erhält ja vom Staat eine ganze Menge ohne je eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Aber genau diese Umverteilung muss fair sein - und besonders fair ist sie wenn man Erbschaften unterbindet. Jedem sollen die selben Startbedingungen gewährt werden. Seine eigene Leistung entscheidet dann was für ein Leben er führen kann.

Gruß Malte
 
In den USA hat es sich ja durchaus eingebürgert viel zu geben wenn man viel hat. Die Wohlfahrt ist bestens eingerichtet und der größte Teil der Eingaben kommt von wohlwollenden & vermögenden Menschen aus der Upper Class.
Und weißt Du, warum das so ist? Weil man sich dort nicht schämen muss, Erfolg zu haben und viel Geld zu verdienen... Und deshalb auch was abgeben kann, ohne schief angeschuat zu werden...

Mal ein Beispiel: In den USA soll es Basketballer, Footballer und Baseballer geben, die 20,30 oder 40 Mio. USD pro Jahr verdienen. Die das auch öffentlich zugeben, ohne sich zu schämen. Die Leute werden deswegen nicht schief angeschaut, man gönnt es ihnen, sie leisten dafür ja auch was Aussergewöhnliches.

Und wie ist das in Deutschland: Da bekommt ein Junge, der ganz toll Fussball spielen kann, ein Angebot, wo er 2 Mio. im Jahr verdient, und ein Grossteil der Bevölkerung entrüstet sich, wie man einem Jungen nur soviel Geld hinterherschmeissen könne, der Neid frisst alle auf. Der Junge muss sich schämen, dass er so viel verdient und das bei jeder Gelegenheit leugnen.

Wer von den beiden wäre wohl eher bereit, von seinem Geld etwas abzugeben?

Wenn man bei uns nicht immer nur neidisch auf die schauen würde, die Erfolg haben, und denen den Erfolg und das Geld auch gönnen würde, dann würden die evtl. auch etwas grosszügiger sein.

Ich gönne jedem seinen Erfolg und seinen Reichtum, solange er ihn ehrlich verdient hat. Ich wünsche mir ja auch, dass es mir auch so geht, falls ich mal Erfolg haben sollte.

Marty
PS: Ich würde mir in Deutschland überlegen, öffentlich zuzugeben, wenn ich heute den 17 Mio. Jackpot im Lotto knacke. In den USA hätte ich damit keine Probleme.
 
Ich gönne jedem seinen Erfolg und seinen Reichtum, solange er ihn ehrlich verdient hat. Ich wünsche mir ja auch, dass es mir auch so geht, falls ich mal Erfolg haben sollte.

Na nun übertreibst du aber. Wie definiert man denn ehrlich Verdient ? Wieso gönnst du es ihnen ? Kennst du sie ? Nimmst du teil an ihrem leben ? Ich seh das da eher wie in der Schule. Klar haben viele die Noten unverdienterweise geschenkt bekommen weil der Lehrer sie mochte. Aber was interessiert mich das, solange meine Noten für mich gestimmt haben sind mir andere doch egal. Und wenn meine Noten mal meines erachtens ungerecht waren (nicht im Vergleich zu anderen sondern im Verhältnis zu meiner Leistung) dann kann ich das dem Lehrer anhand meiner Leistung begründen und nicht im Vergleich zu anderen.

Ich gönne keinen seinen Reichtum, eigentlich sind mir Leute mit Reichtum egal. Hauptsache mir geht es gut und ich bin mit meiner Situation zufrieden. Bin ich es nicht, muss ich was ändern.

Und das man sich über Fußballer (die oftmals keinen vernünftigen Satz rausbekommen) lustig macht liegt wohl daran, dass es hier wohl gängig ist sich über Menschen mit Schwächen lustig zu machen, aber um ehrlich zu sein sehe ich diesen Trend in Amerika auch. Vielleicht sind deren Sportler nur nicht so dumm. Wer weiß, wer weiß.
 
Vorab: Du plenkst, stell das bitte ab. Danke.

Na nun übertreibst du aber. Wie definiert man denn ehrlich Verdient ?
Ehrlich verdient heisst nicht gesetzeswidrig.
Wieso gönnst du es ihnen ? Kennst du sie ? Nimmst du teil an ihrem leben ?
Kennst Du Oliver Kahn und nimmst an seinem Leben Teil? Nein! Gönnst Du ihm trotzdem, dass er 4 Mio. im Jahr verdient? Ich schon. Und "gönnen" heisst für mich, nicht darauf neidisch zu sein und mit Missgunst zu reagieren.


Ich seh das da eher wie in der Schule. Klar haben viele die Noten unverdienterweise geschenkt bekommen weil der Lehrer sie mochte.
Aber was interessiert mich das, solange meine Noten für mich gestimmt haben sind mir andere doch egal.
Also hast Du ihnen ihre Noten "gegönnt". Siehst Du, passt doch.

Ich gönne keinen seinen Reichtum, eigentlich sind mir Leute mit Reichtum egal. Hauptsache mir geht es gut und ich bin mit meiner Situation zufrieden. Bin ich es nicht, muss ich was ändern.
Naja, egal ist mir das auch in gewissen Masse. Es geht halt darum, ob ich grundsätzlich anderen Leuten erst einmal was Gutes will oder ob ich anderen ihren Erfolg nicht gönne (meist, weil sie mehr Erfolg haben als man selber).

Und das man sich über Fußballer lustig macht liegt wohl daran, dass es hier wohl gängig ist sich über Menschen mit Schwächen lustig zu machen, aber um ehrlich zu sein sehe ich diesen Trend in Amerika auch. Vielleicht sind deren Sportler nur nicht so dumm. Wer weiß, wer weiß.
Da das in den USA meist Farbige sind, die aus Ghettos stammen und wenn man sich die Historie mal ansieht, wird man merken, dass es sich da nicht um sehr gebildete Menschen handelt. Umso bewundernswerter, dass sie die Kraft und Ausdauer hatten, sich aus dieser Umgebung rauszuarbeiten.

Marty