News Bill Gates wurde entthront

Das hat nichts mit Patriotismus zu tun.

Das hat was damit zu tun, dass sich furchtbar viele Leute anmaßen, über das Geld anderer Leute bestimmen zu wollen (i.d.R. Leute die wenig oder gar nichts haben).
Natürlich kann Herr Gates spenden, aber er muss es nicht. Darum (und nur darum) geht es mir.

Bye,
Polli

EDIT: Natürlich spendet jeder in seiner Situation. Das ist nur menschlich und auch gut so!
 
Laut eigener Aussage tut er nicht viel "Gutes" (im Sinne von Wohltätigem...) Die Höhe seiner Spenden in den letzten 10 Jahren beläuft sich nach eigener Aussage auch sage und schreibe 400.000 US$ - im Verhältnis zu seinem Vermögen sind das Peanuts!

(Kam vorgestern in einem Bericht über Slim im Radio)

OK thx für die Info, aber ich habe nie etwas Gegenteiliges behauptet, weil ich, wie 99% der anderen Beteiligten in diesem Thred, zu faul war, um mich über diesen Herrn zu informieren. Du hast nachgeschaut und so sei es dann.
Ob man jetzt diese Wohltätigkeiten extrem klasse findet oder eben nicht, ist ja auch nicht der Punkt, sondern einfach dass sich BEIDE ihren Reichtum durch harte Arbeit und auch ein wenig Glück ( an der Börse z.B) verdient haben.
 
Btw., was mir gerade einfällt bei dem Thema:

In den USA hat es sich ja durchaus eingebürgert viel zu geben wenn man viel hat. Die Wohlfahrt ist bestens eingerichtet und der größte Teil der Eingaben kommt von wohlwollenden & vermögenden Menschen aus der Upper Class.

Diese Art von Umverteilung gefällt mir persönlich sehr viel besser als das deutsche System (Umverteilung durch Mehrbelastung der Oberen). Die Freiwilligkeit macht das US - System sozial gesehen wesentlich gerechter.
 
Diese Art von Umverteilung gefällt mir persönlich sehr viel besser als das deutsche System (Umverteilung durch Mehrbelastung der Oberen). Die Freiwilligkeit macht das US - System sozial gesehen wesentlich gerechter.
Diese Art von Umverteilung würde allerdings niemals ein so großes System wie unseres finanzieren. :roll:

Schau dir doch mal die US Sozialsysteme an im vergleich zu unseren ;)
 
Ob man jetzt diese Wohltätigkeiten extrem klasse findet oder eben nicht, ist ja auch nicht der Punkt, sondern einfach dass sich BEIDE ihren Reichtum durch harte Arbeit und auch ein wenig Glück ( an der Börse z.B) verdient haben.

Da wäre ich jetzt ein wenig vorsichtig. Sie haben zwar beide durchaus etwas geleistet - aber sie wurden dafür sicherlich besser vergütet als es ihre Arbeit wert war. Ihren Reichtum beziehen nämlich (in diesem Fall) beide durch die Ausnutzung ihrer Monopolstellung.
Wirklich entscheident war nicht ihre besondere Fähigkeit, sondern dass sie ihre besondere Fähigkeit zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort einsetzen konnten - und das war schlichtweg Glück. Damit mag manch einer ein Problem haben (aber Neid ist ja bekanntermaßen die höchste Form der Anerkennung ;) ).

Gruß Malte
 
Diese Art von Umverteilung gefällt mir persönlich sehr viel besser als das deutsche System (Umverteilung durch Mehrbelastung der Oberen). Die Freiwilligkeit macht das US - System sozial gesehen wesentlich gerechter.

Ja ich fände es auch besser wenn man etwas freiwelig macht und nicht weil es von einem erwartet wird und man ansonsten geächtet wird :) Aber bei der ganzen Missgunst die häufig herrscht und dem Pseudogehabe das man ja gerecht sein will kommt in Deutschland ja häufig der Ruf nach umverteilung.
 
Diese Art von Umverteilung gefällt mir persönlich sehr viel besser als das deutsche System (Umverteilung durch Mehrbelastung der Oberen). Die Freiwilligkeit macht das US - System sozial gesehen wesentlich gerechter.

Ich würde dir Recht geben - aber nur wenn wir eine Erbschaftssteuer von 100% hätten. Denn Erbschaften produzieren (mE) soziale Ungerechtigkeiten die ohne Staat nicht wieder beseitigt werden können.
Oder bist du der Ansicht es wäre "gerecht" durch ein Erbe reich zu werden?

Gruß Malte
 
Diese Art von Umverteilung würde allerdings niemals ein so großes System wie unseres finanzieren. :roll:

Schau dir doch mal die US Sozialsysteme an im vergleich zu unseren ;)
Natürlich nicht - das ist aber auch eine andere Sache. Ich spielte auch eher auf den Aspekt der Freiwilligkeit an - Zwangsabgaben sind ein Tritt in den Hintern. ;)


Ich würde dir Recht geben - aber nur wenn wir eine Erbschaftssteuer von 100% hätten. Denn Erbschaften produzieren (mE) soziale Ungerechtigkeiten die ohne Staat nicht wieder beseitigt werden können.
Oder bist du der Ansicht es wäre "gerecht" durch ein Erbe reich zu werden?

Gruß Malte
Ein Erschaftssteuer ist sinnvoll. Aber 100%? Ein ziemlicher Eingriff-
Wieso sollte sich ein Erbe auch rechtfertigen? Er ist doch keinem verantwortlich und wenn er das Glück hat - andere haben es nicht. :)

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Der 100% Vorschlag war aber schon mal da. Allerdings gab es da auch ein Rückgeschenk, insgesamt klang das Konzept sogar bei mir ganz gut. Aber an Details erinnere ich mich nicht mehr. :(
 
Ich würde dir Recht geben - aber nur wenn wir eine Erbschaftssteuer von 100% hätten. Denn Erbschaften produzieren (mE) soziale Ungerechtigkeiten die ohne Staat nicht wieder beseitigt werden können.
Oder bist du der Ansicht es wäre "gerecht" durch ein Erbe reich zu werden?
Herzlich Wilkommen im Sozialismus. Was ist wenn ein 15 jähriger seine Eltern verliert? Muss er dann zwangsläufig ins Heim gesteckt werden und am besten gleich mal zur Arge geschickt werden, damit die seine Schule und Ausbildung weiter finanzieren? Man man man, es gibt inzwischen wirklich ein paar clevere Ansätze von neosozialistischen Systemen, aber sowas ist - sorry - Bullshit. Ich wäre eher dafür Arbeitnehmer an den Unternehmen durch Aktien zu beteiligen, das könnte Aufgabe der Gewerkschaften werden, allerdings hatten diese bisher immer Angst dadurch ihre Stellung zu verlieren, wenn die Arbeitnehmer selbst Einfluss auf das Unternehmen hätten, auch ohne Gewerkschaften...
 
Oder bist du der Ansicht es wäre "gerecht" durch ein Erbe reich zu werden?

Ich find, dass es gerecht ist. Ich meine, wenn meine Eltern hart arbeiten und dadurch etwas zu vererben haben, sei es Geld/ immobilien oder Schmuck, ist ja auch egal, dann habe ich als Tochter das eher verdient zu bekommen, als sonst jeder andere der nicht zur Familie gehört. Genauso wie du bei zwei Krankheitsfällen lieber deinem Familienmitglied deine Niere geben würdest als einem Fremden...
 
Die Frage stellt sich eigentlich gar nicht: natürlich steht es jedem frei sein Eigentum an den weiterzugeben der gefällt.
Und selbst eine 100% Erbschaftssteuer führt zu nichts. Mal abgesehen von der abschreckenden Wirkung: schon heute führt wer schlau ist anders ab. ;)
 
Das ganze würde zu gar nichts führen, die reichen würden eine GmbH Gründen, die das Kapital verwaltet, und das Volk, dass die 25.000 Stammeinlage nicht aufbringen kann muss halt sein bisschen Kapital an den Staat abgeben... hey, vielleicht sollte der Vorschlag mal bei der LINKEN eingereicht werden. :ugly:
 
Herzlich Wilkommen im Sozialismus. Was ist wenn ein 15 jähriger seine Eltern verliert? Muss er dann zwangsläufig ins Heim gesteckt werden und am besten gleich mal zur Arge geschickt werden, damit die seine Schule und Ausbildung weiter finanzieren?

Ähm... was glaubst du was jetzt (also im Normalfall ohne jede Erbschaftssteuer) mit einem 15 jährigen passiert der seine Eltern verliert? Kommt der nicht in ein Heim? Sorgt der Staat nicht für ihn?

Eine Erbschaft ist deshalb ungerecht, weil ihr keine Leistung entgegensteht. Sie passt darum nicht ins System des Marktes. Gerecht ist es hingegen, wenn man allen Menschen die gleichen Startchancen gibt (also: alle starten bei "Null" und werden vom Staat kostenlos mit Bildung ausgestattet).
Natürlich wäre ein derart rigides System in der Realität nicht durchsetztbar (man müsste dann ja sogar Schenkungen verbieten :) ) - Freibeträge wären also nötig.

Man man man, es gibt inzwischen wirklich ein paar clevere Ansätze von neosozialistischen Systemen, aber sowas ist - sorry - Bullshit.

Naja, ich habe mir das ja nicht selber ausgedacht. Das ist ne ganz gängige Meinung von Wirtschaftswissenschaftlern, die ich ganz nachvollziehbar finde. Mit Sozialismus hat das im übrigen nur ganz entfernt was zu tun - es gibt halt Bereiche in die der Staat eingreifen muss um den Markt gerecht zu halten - und das wäre so einer.

Gruß Malte
 
Ich kann euch zum Thema "ein reicher Mensch rettet die 3.Welt" nur das Buch "Eine Billion Dollar" Von Andreas Eschbach empfehlen. Da geht es um exakt dieses Thema, dass ein Mann 1000000000000 Dollar erbt, und damit reicher als die meisten Staaten selber ist...
Liest es euch durch, ist spannend sowie informativ...

Aber mal ehrlich, glaubt ihr dass ein einzelner Mann ein ganzes Land durch Spenden retten kann? Schaut euch doch mal die Länder in Afrika an, da würden Geldspenden absolut nix bringen, weil die entweder in den Taschen der Diktatoren oder Rebellen landen würden, die damit erstmal ihre Armee aufbessern.
An und für sich ist der Gedanke ja ganz gut, aber dafür müsste seeeehr viel "Vorarbeit" geleistet werden, bis Geld (ob es nun Bargeld oder Geld im Sinne von Maschinen, Know-How etc ist) da was bringen wird...

Und erben finde ich nicht ungerecht. Man selber hat sich das Geld was man dadurch bekommt zwar nicht erarbeitet, aber dafür hat jemand anderes der in deiner Familie war, oder dich gern hatte hart gearbeitet. Somit ist es immernoch ehrliches Geld. Und jeder kann oder sollte selber entscheiden was man mit seinem eigenem Geld anfängt. Ob man es wem vererbt, ob es an eine gemeinnützige Stiftung geht, ob es verbrannt wird oder sonst was...

Und ja, gemessen an dem Vermögen sind das wenig Spenden die die ganzen Millardäre incl Gates gemacht haben, es gibt viele die mehr spenden, bzw wo 50€ gemesen am Vermögen mehr ist.
Aber es geht darum DASS sie spenden, und was sie spenden ist nicht gerade wenig. Vorallem Gates und Buffet.
Wenn man in Seatlle unterwegs ist, sieht man Bill Gates namen fast überall an der Wand auf Plaketten stehen, weil der überall was dazugegeben hat...
 
Alle fangen bei 0 an ist gerecht ? Sorry wenn ich nicht für meine Nachkommen etwas erschaffen möchte sondern nur für mich arbeite, dann geht der Anreiz verloren etwas über das Minimum zu leisten und es würde ein stillstand stattfinden womit niemanden geholfen ist.
 
Stimmt, warum sollte ich für die Allgemeinheit etwas tun, wenn ich noch nichtmal weiß ob meine Kinder und Enkel versorgt sind. Wenn ich hart arbeite und mehr habe als ich ausgegben kann, sorge ich in erster Linie für meine Nachkommen und was dann noch übrig bleibt, kann ich spenden. Aber Familie ist immer wichtiger als der rest.
 
Ähm... was glaubst du was jetzt (also im Normalfall ohne jede Erbschaftssteuer) mit einem 15 jährigen passiert der seine Eltern verliert? Kommt der nicht in ein Heim? Sorgt der Staat nicht für ihn?
Nicht zwingend. Es können auch die Großeltern für ihn sorgen, wenn diese in das Haus ziehen, in dem davor seine Eltern mit ihm gewohnt haben. Fällt dies weg, müsste er evtl. ins Heim, da die Wohnung seiner Großeltern zu klein ist oder ähnliches.

(ich persönlich kenne solch einen Fall, der Junge wurde durch die Mieteinnahmen der Immobilien seiner verstorbenen Eltern finanziert)

Naja, ich habe mir das ja nicht selber ausgedacht. Das ist ne ganz gängige Meinung von Wirtschaftswissenschaftlern, die ich ganz nachvollziehbar finde. Mit Sozialismus hat das im übrigen nur ganz entfernt was zu tun - es gibt halt Bereiche in die der Staat eingreifen muss um den Markt gerecht zu halten - und das wäre so einer.

Gruß Malte
Das hat nichts mit Sozialismus zu tun? Naja, als ich das Kapital gelesen habe, habe ich genau das gelesen... das Kapital bleibt in den Händen der industriellen und die Proletarier können ihrer Klasse nicht mehr entkommen.
Wie gesagt, solch eine Steuer würde sich leicht aushebeln lassen und letztendlich würden nur jene wieder die Steuer zahlen, welche heute schon zu der mittleren bzw. unteren Bevölkerungsschicht gehören. Wie gesagt, Herr X gründet vor seinem Tod eine GmbH oder Stiftung die den Hauptzweck hat ihn und seine Nachkommen zu versorgen. Als Einlage spendet er sein gesamtes Kaptial: Eigentumswohnung usw. usw. Nach seinem Tod wird die GmbH von seinen Nachkommen aufgelöst und das Kapital fließt an sie. :ugly:
Oder willst du, dass Unternehmensanteile auch an den Staat abgetreten werden müssen? Soll ich ein Marx Zitat zu diesem Thema raussuchen? :ugly:
 
Alle fangen bei 0 an ist gerecht ? Sorry wenn ich nicht für meine Nachkommen etwas erschaffen möchte sondern nur für mich arbeite, dann geht der Anreiz verloren etwas über das Minimum zu leisten und es würde ein stillstand stattfinden womit niemanden geholfen ist.

Ach ja? Und ganz persönlich ein megageleies Leben zu führen reizt dich nicht?

Das Problem ist doch folgendes: Auf der einen Seite wird argumentiert, dass das Einkommen von Bill Gates gerecht ist, weil er ja was dafür geleistet hat. Das ist auch einzusehen. Er soll es ausgeben und sich ein schönes Leben machen. Bill Gates ist nebenbei noch klug genug zu wissen, dass er seinen enormen Reichtum nicht nur seiner Leistung sondern auch besonderem Glück verdankt. Er verzichtet darum auf einen Teil seines Geldes und gibt es der Gesellschaft zurück.
Wenn er aber stirbt, gibt er es einen Kindern (was Bill Gates in Wirklichkeit übrigens gar nicht vor hat). Seine Kinder haben dafür aber keine Leistung erbracht. Sie verdienen das Geld nicht. Die selbe Argumentation die Bill Gates Reichtum legitmiert hat, macht den Reichtum der Kinder illegitim! Seine Kinder glaube aber sie hätten das Geld verdient, weil sie nicht so schlau sind wie Bill Gates. Sie geben der Gesellschaft darum nichts von dem Geld zurück, dass sie ohne jede Leistung erhalten haben.

(Es ist hoffentlich klar, dass ich hiermit nichts über Bill Gates oder seine Kinder aussagen wollte.)

Eine 100% Erbschaftssteuer wäre (markttechnisch gesehen) die Ideallösung - dass man das in der Realität nicht umsetzten kann ist mir auch klar. Man könnte Erbschaften aber zumindest sehr sehr hoch besteuern.

@Liquid
Natürlich funktioniert so eine Art von "Besteuerung" nur, solange sie nicht ausgehebelt werden kann. Das ist übrigens bei allen Steuern so :).

Gruß Malte
 
Man könnte Erbschaften aber zumindest sehr sehr hoch besteuern.

Gruß Malte


Dann setze ich mich mit 90 in meine frisch gekaufte Corvette, hebe alles Geld in Bar ab, was ich besitze, und bringe mich in der schicken Karre um indem ich vor einen Baum fahre, damit das Geld auch verbrennt. Schön nicht?