Soziales Bildungspolitik - Diskussionen und Streitgespräche

@Kampfwurst
Es war mir schon klar das es ne provokation von dir war, deswegen auch meine Reaktion.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre?
Was hat das mit dem Geld zu tun? Den spruch verstehe ich so, das man einiges Tun muß und auch schon mal Drecksarbeit. Das sagt doch cnith, das du neben der Arbeit die du machst noch mehr Arbeit haben sollst oder? Stell dir vor jemand macht eine Ausbildung und soll nebenher noch (mal) Arbeiten. Das darf er schon mal gar nicht, auser der Chef erlaubt es!


@Blomberger
Wo steht das, das es um die ging, die es beantragt haben, es aber nciht bekommen?? Wo habe ich das geschrieben?

@birnchen
knapp 50%? 510k von knapp 2 Mio sind knapp 50%?
<Ironie>
Da habe ich wohl in Mathe nnicht aufgepasst und entschuldige mich bei dir daher
</Ironie>
 
Also ich habe zumindest mal einen Anhaltspunkt gefunden.

Es handelt sich um die Zahlen des Studentenwerks Karlsruhe aus dem Jahr 2008:

bafg.png

Klar ist, dass diese Zahlen nicht repräsentativ sind. Dennoch zeigen sie, dass keineswegs alle Anträge auch postiv beschieden werden.
 
Dann sind 3/4 von einem Ganzen nicht das meiste? Und die "wenigsten" sind nicht das Gegenteil der meisten? :think:
 
Frage mich auch gerade was denn die Wenigsten sonst sind?

wenigsten <50%
meisten>50%

Oder habe ich wieder nicht aufgepasst in der Schule?
 
Es war mir schon klar das es ne provokation von dir war, deswegen auch meine Reaktion.
Deine Reaktion auf Ironie war absolut nicht adäquat. Sie lässt viel mehr darauf vermuten, dass du die Ironie nicht verstanden hast. Egal.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre?
Was hat das mit dem Geld zu tun? Den spruch verstehe ich so, das man einiges Tun muß und auch schon mal Drecksarbeit. Das sagt doch cnith, das du neben der Arbeit die du machst noch mehr Arbeit haben sollst oder? Stell dir vor jemand macht eine Ausbildung und soll nebenher noch (mal) Arbeiten. Das darf er schon mal gar nicht, auser der Chef erlaubt es!

Veizeih mir, dass ich Mitdenken verlange.
1. Mit "Lehrjahren" meine ich auch Jahre, in denen man studiert. Sollte in dem Kontext fast klar werden. Spätestens jetzt hab ichs klargestellt.
2. Mit "keine Herrenjahre" meine ich, dass man während des Studiums nicht in Saus und Braus leben kann/muss.

Meine schludirgen Recherchen ergeben, dass der BAföG-Höchstsatz seit März 2009 bei ungefähr 650 Euro liegt.
Jetzt rechne mir mal bitte vor, wie man davon NICHT leben kann. Ohne großen Luxus... Ich bin gespannt.
 
2. Mit "keine Herrenjahre" meine ich, dass man während des Studiums nicht in Saus und Braus leben kann/muss.

Erzähl du mir mal was in Saus und Braus für dich bedeutet.

Das kann dir sicherlich andere besser auflisten, da bei mir es etwas anders lief als bei anderen.
(Keine Eigene Wohnung, Selbständig seit dem Studium und vorher eine Ausbildung).
Daher habe ich manche Kosten nicht, die andere haben und manche Kosten die andere wiederum nicht haben.
 
Und ausgaben als Student sind je nach Studienrichtung auch nciht wenig für Bücher etc. (Die Kosten mal loker 50€ Stück).

Für Bücher gibt es relativ viele Stipendien, die die Kosten übernehmen. Sind sogar für Durchschnittstudenten zugänglich, bloß wissen die wenigsten davon.

Ey sag mal...
Es ging um die Anzahl der Studenten, die zwar BAföG beantragen, es aber nicht erhalten. Und dafür habe ich noch keine Statistik von dir gesehen und selber habe ich auch keine gefunden.

Das würde aber absolut nichts aussagen, denn wenn man das Einkommen der Eltern etc. kennt, dann kann man durchaus ausrechnen, ob man Bafög erhalten würde. (Und bei <50€ lohnt sich der Aufwand schon kaum). Wenn man das weiß, dann beantrag man es natürlich nicht mehr.
Ich beantrage auch kein Arbeitslosengeld, weil ich weiß, dass ich keins bekommen würde.


Und nun mal zum Maximalbetrag: Wer in München, Frankfurt, Stuttgart, oder anderen eher südlichen Großstädten studiert, der zahlt schonmal ordentlich für die Miete. Auch Lebenshaltungskosten sind dort relativ hoch. Wenn man dann noch 100€/monatlich für die Gebühren abzieht, dann ist das Geld relativ schnell weg. Geht ja nicht drum, dass man sich das teuerste Essen kauft, doch eine gesunde Ernährung sollte schon sein.
(Jaja, Vereine kosten ja auch nochmal was oben drauf usw.)
 
Jop. Bildungskredite für Studiengebühren wurden hier schon erwähnt.

Ich weiß nicht genau, was ein Zimmer in süddeutschen Städten im Monat kostet. Ist es realistisch, 350€ zu kalkulieren? Wie gesagt, es muss ja keine große Wohnung sein. 12m² für ein Zimmer sollten meiner Meinung nach absolut genug sein.

Für 150€ ist meiner Meinung nach eine relativ ausgewogene Ernährung möglich. Gerade auf teure Mahlzeiten wie Mc Donalds oder Pizza kann man verzichten, notfalls muss man auch nicht jeden Tag warm essen, dann kommt man auch locker auf 100€ im Monat für die reine Ernährung.

Man kommt nach meinen Angaben dann auf 450, bzw. 500€ im Monat (Miete nur geschätzt). Bleiben vom aktuellen BAföG Höchstsatz noch 150 bis 200€ übrig. Die kann man in Bücher investieren, Kleidung, Genuss.... man kann auch einen Teil davon sparen und sich ab und an ein neues Notebook oder sonstwas kaufen.

Zugegeben, die von mir angegebenen Werte mögen eine spartanische Lebensweise beschreiben - aber wer Luxus will/braucht sollte dann auch in Erwägung ziehen, dafür arbeiten zu gehen.
Oder ist die Ansicht & Kalkulation in irgendeiner Art und Weise schlecht durchdacht? Ich nehm Kritik natürlich gern entgegen.


edit:
Und bei 6000€ Kredit bedeutet das in BW bsp 267€ Zinsen im ersten Jahr.
Das ist absolut gesehen vielleicht nicht wenig. Aber in Relation zu der Ansicht, dass 650€ im Monat zum Leben viel zu wenig ist (man also wesentlich höhere Monatsausgaben hat), ist das doch ein Klacks, wenn man doch studiert hat und ein Akademikergehalt empfängt. ;)
 
Ist es realistisch, 350€ zu kalkulieren? Wie gesagt, es muss ja keine große Wohnung sein. 12m² für ein Zimmer sollten meiner Meinung nach absolut genug sein.

Man kommt nach meinen Angaben dann auf 450, bzw. 500€ im Monat (Miete nur geschätzt). Bleiben vom aktuellen BAföG Höchstsatz noch 150 bis 200€ übrig.
Ich zahle für meine 24qm-Wohnung 365€ warm und das ist schon sehr teuer. In Hamburg hatte ich für 345€ 30 qm.

Kommen ja noch 154€ Kindergeld dazu. Wer die von seinen Eltern nicht bekommt, obwohl er nicht zu Hause wohnt, der macht auch irgendwas falsch.