Bewältigung "ungewollter" Einsamkeit

Mr.Mok

irgendwie verpeilt
ID: 262728
L
15 Dezember 2006
6.234
302
Hallo ihr da draußen,

mich beschäftigt mal wieder ein bestimmtes Thema. Ich bin an anderer Stelle ja schon auf "allein ins Kino" eingegangen, jetzt geh ich einen Schritt weiter,
und möchte mal eure Meinung zum allgemeinen Allein-Sein wissen.

- wenn man das Gefühl hat, allein zu sein, weil mal sehr vieles alleine macht,
aber eigentlich nicht allein sein möchte, neuer Kontaktaufbau aber aufgrund diverser Umstände recht schwer fällt

- wenn man Kontakt zu Menschen sucht, diesen auch so eben hält, dann aber feststellen muss, dass es eigentlich einseitige Kontakt sind, die nur aufgrund der eigenen Kontaktaufnahme beruhen, hauptsächlich auf jeden Fall

- wenn man das Gefühl hat, weil sich andere Personen von einem abkapseln,
aufgrund eines Verhaltens, einer ungewollten Veränderung die anscheinend nicht akzeptiert wird, aber genau die Nähe der Menschen sucht

- einfach die Tatsche, dass man sich mit diesem Thema konfrontiert fühlt, weil man den einen Zustand zu gut kennt, aber jetzt in kürzester Zeit diesen Zustand ändern möchte, was zeitweise dann noch mehr in die (gefühlte) Einsamkeit führt

- man gewisse Verhaltensmuster anderer Personen der Kontaktaufnahme zur Kenntnis nimmt, aber zum Schluß die Hoffnung stirbt und man deswegen immer wider mehr abstumpft, was die neue Kraft zur Kontaktaufnahme erschwert

Ich versteh´s einfach nicht ...... ich lauf nicht vor mir selber weg sondern hinterfrage alles, aber ich weiß nicht, warum das so ist ..... liegt es echt nur an der Ungeduld, dass ich versuche ca. 10-15 Jahre (diese Zeit lebte ich als kompletter Einzelgänger) jetzt innerhalb von ein paar Wochen nach zu holen ?

Edit:
Kennt ihr das Lied Ich bin stark von Gitte Haenning?
Meine Lieblingsstelle ist
"... das Leben
das wird weitergehn
nur wie - weiß ich noch nicht.
Doch ich ball meine Faust und sag
ich bin stark ..."

Ich bin definitiv nicht depressiv, ich komm genug raus, und würde mir nie das Leben nehmen, auch wenn manche Leute in meinem Umfeld das anders sehen, aber ..... ich kapier´s einfach nicht .....

Der Grund meines Zustandes ist mit 95%iger Sicherheit die Trennung von meiner Freundin vor einem Jahr, wir waren 7 Jahre zusammen, und haben uns in Frieden getrennt, keinerlei Streit, ich habe auch einen Schlußstrich gezogen und möchte ganz bestimmt nichts mehr von ihr, aber ich habe mich ab diesem Zeitpunkt sehr zurückgezogen, habe das zu spät gemerkt, und da ich wie schon erwähnt, vorher zu lange ein Einzelkämpfer war, hat mich das auch erstmal nicht groß gestört, aber jetzt will ich da raus, aber ich weiß nicht wie .... und ich kapier einfach nicht, warum es Menschen gibt, die einem Hoffnung machen, aber es dann an der simplen Nichtkontaktaufnahme scheitern lassen .... in was für einer beschissenen Welt mit dieser Scheißoberflächlichkeit leben wir eigentlich .... einfach zum kotzen .....
 
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...

.. geht es hier konkret um Dich oder um das Thema allgemein?

Es gibt doch nun genügend Möglichkeiten, nicht einsam zu sein:

- virtuell
täglicher Chat, Forumsbesuch

- real

Sportverein, kulturelle Erlebnisse, Kneipenkultur

Das Thema Beziehung lasse ich erstmal aussen vor :)
 
und möchte mal eure Meinung zum allgemeinen Allein-Sein wissen.

Die Einsamkeit ist der herrliche Zustand der Sozialisation, in der der Einzelne nur noch die Verantwortung für sich trägt und auf niemanden mehr direkt Rücksicht nehmen muss; die Einsamkeit ist das größte Maß an Freiheit, welches man heute erreichen kann, und sie ermöglicht die volle Entfaltung der eigenen Person...
 
Naja, es kristalisiert sich sicher raus, dass es hier mehr um mich geht .....

Virtuelle Möglichkeiten - Ersetzt das wirklich die Einsamkeit, wenn man sich in einer nicht realen Welt aufhält ? Bzw ist das so gewolllt ?

Reale Möglichkeit
- Sportverein, ja, wenn´s die Zeit zuläßt und die Interessen auch da sind,
ist mir sicher bekannt, bin ich ja zeitweise auch auf der Suche nach
- kulturelle Erlebnisse, mmhh, zum Beispiel ? Kino ? Theater ? Allein ? Klasse -.-
- Kneipenkultur, na gut, es muss ja nicht wirklich das bechern sein, das stimmt schon, aber auch allein ?

Beziehung ist sicherlich auch eine Möglichkeit, aber das liegt fern dem, was ich wirklich erreichen möchte

Die Einsamkeit ist der herrliche Zustand der Sozialisation, in der der Einzelne nur noch die Verantwortung für sich trägt und auf niemanden mehr direkt Rücksicht nehmen muss; die Einsamkeit ist das größte Maß an Freiheit, welches man heute erreichen kann, und sie ermöglicht die volle Entfaltung der eigenen Person...

Das hört sich toll an, wirklich, nur warum fühle ich mich dann so beschissen ?
 
Beziehung ist sicherlich auch eine Möglichkeit, aber das liegt fern dem, was ich wirklich erreichen möchte

Vieleicht solltest Du Dir genau das mal überlegen: Was willst Du erreichen?
Mach es zu Deinem Ziel und unter Umständen verschwindet die Einsamkeit
unbemerkt von ganz alleine...
 
Vieleicht solltest Du Dir genau das mal überlegen: Was willst Du erreichen?
Mach es zu Deinem Ziel und unter Umständen verschwindet die Einsamkeit
unbemerkt von ganz alleine...

Leute kennen lernen, nur zur Zeit zieht mich das irgendwie noch tiefer, weil mir die Intensivität fehlt, es fehlt das Gefühl, dass es von anderer Seite auch annähernd gewollt ist ... als würde ich Geld dafür bezahlen, dass man sich mit mir unterhält und mich "erträgt"

õ0

Natürlich ist mir klar, dass es zum näheren Kontaktaufbau Zeit braucht, aber es passiert mir regelmäßig, dass ich mehr reinstecke, viel mehr, einfach weil ich dran interessiert bin, das soll nicht heißen, dass ich mich aufzwinge, aber ich gehe einfach mal davon aus, das bei Interesse auch ein wenig zurück kommen könnte/sollte, und das passiert mir so gut wie nie ....
 
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Die Einsamkeit ist der herrliche Zustand der Sozialisation, in der der Einzelne nur noch die Verantwortung für sich trägt und auf niemanden mehr direkt Rücksicht nehmen muss; die Einsamkeit ist das größte Maß an Freiheit, welches man heute erreichen kann, und sie ermöglicht die volle Entfaltung der eigenen Person...

... sagt Rousseau, der aber selbst nicht an Gesellschaft teilgenommen hat und sich deswegen mit seiner Meinung so radikalisiert hat...
dieser Lebensentwurf ist ideologisch und funktioniert nicht, weil der Mensch kein ausschließlich rational handelndes Lebewesen ist.


Das hört sich toll an, wirklich, nur warum fühle ich mich dann so beschissen ?


Weil der Mensch nicht allein sein kann. Er muss sich sozialisieren. Das liegt in seiner Natur. Es geht prinzipiell um Bedürfnisbefriedigung. Bedürfnisse lassen sich in Kooperation mit anderen schneller und besser befriedigen. Folglich strebt der Mensch nach Kontakt zu anderen.
Das war die rationale Seite. Außer dieser gibt es noch die emotionale. Der Mensch braucht einfach Anteilnahme anderer Menschen. Er braucht Gefühle und Emotionen, um selbst existieren zu können. Glück ist doppelt soviel wert, wenn man es mit anderen zusammen erlebt. Leid ist nur halb so schlimm, wenn andere mitleiden....


Ich kann deine Problematik glaub ein wenig nachvollziehen.
Ich hab auch genug Bekanntschaften, bei denen man mehr Zeit und Energie reinsteckt, als man jemals wieder rausbekommen würde. Weil die sich von selbst nie melden, weil man die ständig fragen muss, was am Wochenende so abgeht, weil die gar net daran denken, dass man sich auch mal freuen würde, wenn die fragen, was läuft. Wenn man sich gar net meldet, meldet sich von denen auch keiner. Wenn man sich wochenlang nicht meldet, merken die gar nicht, dass man beleidigt oder sonstwas is.

Keine Ahnung, warum das so läuft, aber ich denk das liegt net daran, dass das keine guten Freundschaften wären, sondern einfach daran, dass heutzutage jeder nur nach seinem eigenen Kram guckt. Egoismus.
So nach dem Motto "der wird sich schon melden, wenn er was will - und wenn er sich nicht meldet, dann hat er auch keine Zeit..."

Irgendwo is das sicher enttäuschend, aber solang du deinen Freundeskreis nicht ausschließlich mit solchen aufbaust, dann sehe ich da nicht die Gefahr, dass man vereinsamt.

Ich bin grad auch ein wenig in der Situation, dass mich alle anderen um mich rum wenig scheren...auch, weil ich ne gut funktionierende Beziehung hab, und n paar enge Freunde, bei denen ich weiss, dass die, wenns drauf ankäme auch da sind. Im Gegensatz zu all den anderen, auf die man sich immer verlassen hat und dann am Ende verlassen war...


Ich würd dir vllt raten, wenn sich bei dir in naher Zukunft nichts ändert, vllt Teile deines Lebens umzustellen. Manche Lebensphasen erfordern einfach nen größeren Schnitt.
Wie wäre es mit ner anderen beruflichen Orientierung? Oder bist du damit glücklich, was du machst?
Was ist mit deinen Hobbies? Warum nicht mal was komplett verrücktes ausprobieren? Da lernst du dann auch relativ schnell neue Leute kennen.



Leute kennen lernen, nur zur Zeit zieht mich das irgendwie noch tiefer, weil mir die Intensivität fehlt, es fehlt das Gefühl, dass es von anderer Seite auch annähernd gewollt ist ... als würde ich Geld dafür bezahlen, dass man sich mit mir unterhält und mich "erträgt"

vielleicht bist du im Moment einfach so negativ eingestellt, dass die das auf sich beziehen und sich nicht trauen sich zu öffnen.
Wenn mir jemand gegenüber sitzt, der ständig brummlig und genervt is von allem, frag ich mich ja auch erstmal, ob der mich eigtl überhaupt leiden kann oder warum der so drauf is...


Natürlich ist mir klar, dass es zum näheren Kontaktaufbau Zeit braucht, aber es passiert mir regelmäßig, dass ich mehr reinstecke, viel mehr, einfach weil ich dran interessiert bin, das soll nicht heißen, dass ich mich aufzwinge, aber ich gehe einfach mal davon aus, das bei Interesse auch ein wenig zurück kommen könnte/sollte, und das passiert mir so gut wie nie ....

Es funktioniert halt eben nichtmehr so wie in der Kindheit, wo man einmal mit einem zusammen gespielt hat und am nächsten Tag klingelt der an der Tür und holt dich zum Spielen wieder ab...
Da muss man schon mehr investieren als nur n wenig Zeit und gemeinsame Interessen...

Ich glaub Menschen wollen heutzutage nix riskieren und trauen sich nicht, sich zu öffnen. Wenn mir jemand Vertrauen zeigt/schenkt, dann kann ich meine natürliche Hemmschwelle / Kontaktbarriere / Schutzhaltung etc. leichter aufgeben und auch riskieren mal direkter zu sein. Oder ehrlich über Gefühle etc. zu reden.
Ich hab auch oft das Gefühl da will keiner mehr drüber reden. Stattdessen prahlt man mit oberflächlichem Gerede und irgendwelchem Nonsens, den man sich leisten kann etc.
 
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..

aber ich gehe einfach mal davon aus, das bei Interesse auch ein wenig zurück kommen könnte/sollte, und das passiert mir so gut wie nie ....

Merken Deine Kontakte vielleicht, dass Du etwas von ihnen erwartest? Schreckt sie das ab? Wer ohne Erwartungen an andere durchs Leben geht, wird am wenigsten enttäuscht und am meisten positiv überrascht :)
 
sollte man von "Freunden" nicht auch etwas erwarten können?

Ich mein, diese leicht pessimistische Einstellung hab ich auch, aber eigentlich ist das krank, dass man an sein Umfeld keine Erwartungen stellen kann...

da geht doch was in die total falsche Richtung, oder nicht?
 
Nicht mehr, und wie kann es ein "Gedanke" sein, wenn man täglich damit konfrontiert wird und zur Änderung eindeutig Handlungen notwendig sind?

Wenn es "Gedanke" ist, spielt die Erwägung einer Änderung keine Rolle mehr. Wieso sollte man das ändern wollen, wenn es doch den Idealzustand bildet?



... sagt Rousseau, der aber selbst nicht an Gesellschaft teilgenommen hat und sich deswegen mit seiner Meinung so radikalisiert hat...
dieser Lebensentwurf ist ideologisch und funktioniert nicht, weil der Mensch kein ausschließlich rational handelndes Lebewesen ist.

Dieser Lebensentwurf funktioniert, wenn man sich dazu bringt, seine Emotionen so weit wie möglich zu kontrollieren. Hast du nie versucht, einer Empfindung Herr zu werden?

Weil der Mensch nicht allein sein kann.

Er kann schon, nur nicht von Geburt an, sondern erst nach entsprechender Entwicklung.

Glück ist doppelt soviel wert, wenn man es mit anderen zusammen erlebt.

Das kann nur der sagen, der das Prinzip des Glücks nicht durchschaut hat: Glück hat keinen Wert, dafür ist es viel zu flüchtig.

Keine Ahnung, warum das so läuft, aber ich denk das liegt net daran, dass das keine guten Freundschaften wären, sondern einfach daran, dass heutzutage jeder nur nach seinem eigenen Kram guckt. Egoismus.
So nach dem Motto "der wird sich schon melden, wenn er was will - und wenn er sich nicht meldet, dann hat er auch keine Zeit..."

Augenscheinlich ein genereller Hang zur Vereinsamung und rational-ökonomischen Nutzung sozialer Kontakte; ein Hang, wie ich betonen möchte, den du weiter oben noch als nicht realisierbar bezeichnet hast...
 
Irgendwo is das sicher enttäuschend, aber solang du deinen Freundeskreis nicht ausschließlich mit solchen aufbaust, dann sehe ich da nicht die Gefahr, dass man vereinsamt

Welchen Freundeskreis ? Die 2 Menschen, von denen ich wirklich gelaubt habe, dass sie mich gut genug kennen distanzieren sich gerade von mir aufgrund meines Zustandes. Sehr enttäuschende Angelegenheit ....

Ich würd dir vllt raten, wenn sich bei dir in naher Zukunft nichts ändert, vllt Teile deines Lebens umzustellen. Manche Lebensphasen erfordern einfach nen größeren Schnitt.
Wie wäre es mit ner anderen beruflichen Orientierung? Oder bist du damit glücklich, was du machst?
Was ist mit deinen Hobbies? Warum nicht mal was komplett verrücktes ausprobieren? Da lernst du dann auch relativ schnell neue Leute kennen.

Es muss sich was ändern, es geht nicht mehr anders, ich versuche fast täglich raus zu kommen, aber es findet entweder allein statt oder dass ich das Gefühl habe, wieder mal um Begleitung "gebettelt" zu haben ....

Job ist ok, ist nicht perfekt, könnte aber schlimmer sein, und mittlerweile habe ich meiner Arbeit auch eine Überzeugung gefunden.
Hobbies habe ich z.Z. weniger, Tanzsport fehlt flach, weil ich keine feste Tanzpartnerin mehr habe, und Kampfsport mache ich derzeit auch weniger.
Habe halt alles zurück gefahren, erstmal unbewußt, aufgrund der Situation.
Meines größtes Hobby ist zur Zeit die Disco, immer die gleiche, man gewöhnt sich an die Leute und andersrum, aber es sind alles Cliquen, und wenn man mal den Mut aufbringt jemanden anzusprechen, wird man entweder blöd angeschaut oder stößt auf komplette Ignoranz .... zeitweise, echt so, als hätte ich ne ansteckende Krankheit .....

Verrückte Sachen ? Wann denn noch alles ? Leute kennen lernen tue ich ja genug, aber soll halt nicht immer diese oberflächliche Scheiße sein ....
 
Ich mein, diese leicht pessimistische Einstellung hab ich auch, aber eigentlich ist das krank, dass man an sein Umfeld keine Erwartungen stellen kann...

da geht doch was in die total falsche Richtung, oder nicht?

Ist es nicht vielmehr die falsche Richtung, überhaupt Erwartungen zu stellen? Der Erwartende kann enttäuscht werden, er wird sogar häufiger enttäuscht als bestätigt, der Nicht-Erwartende ist über die Enttäuschung erhaben...
 
Merken Deine Kontakte vielleicht, dass Du etwas von ihnen erwartest? Schreckt sie das ab? Wer ohne Erwartungen an andere durchs Leben geht, wird am wenigsten enttäuscht und am meisten positiv überrascht :)

Habe ich schon drüber nachgedacht, bin ich z.Z. am testen, wobei es nicht wirklich das ist, was ich suche, aber will halt keine Möglichkeit auslassen.
Ich versuche meine Erwartungen auch unheimlich zurück zu schrauben, aber wenn wirklich der Eindruck entsteht, dass es irgendwie jedem egal ist, wie einem es gerade geht und ob man überhaupt noch lebt, das fühlt sich schon echt nicht gut an ...

da geht doch was in die total falsche Richtung, oder nicht?

Allerdings, aber habe ich eine Alternative, wenn alles andere nicht funktioniert ?

Wenn es "Gedanke" ist, spielt die Erwägung einer Änderung keine Rolle mehr. Wieso sollte man das ändern wollen, wenn es doch den Idealzustand bildet?

"wenn" es denn wirklich ideal wäre, dann ist keine Änderung notwendig, richtig, aber es fühlt nicht mal ein wenig gut an, warum sollte ich mich dann damit zufrieden geben ?

@Taliesyn, "wenn" man allein sein will, ist das ok, ich kann Deine Argumente auch sehr gut nachvollziehen, war vor langer Zeit nicht anders, aber ich will es "jetzt" nicht mehr, ich brauche was neues, und es gibt es eine Einsamkeit 2.0 ?
 
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Meines größtes Hobby ist zur Zeit die Disco, immer die gleiche, man gewöhnt sich an die Leute und andersrum, aber es sind alles Cliquen, und wenn man mal den Mut aufbringt jemanden anzusprechen, wird man entweder blöd angeschaut oder stößt auf komplette Ignoranz.
Seien wir doch ehrlich: Eine Disco ist der schlechteste Ort um Freunde zu finden. Ich habe da zumindest noch keinen gefunden. Und so wie es einem in schlechten Filmen vorgegaukelt wird funktioniert es garantiert nicht.

Wie kommt es denn, dass dein Freundeskreis zusammengeschrumpft ist? Wie hat er sich früher zusammengesetzt?

Wenn ich mal gucke wie das bei mir abläuft bzw. abgelaufen ist: Eine Runde besteht nach wie vor aus Schulfreunden, zu denen ich nach dem Abitur Kontakt halte. Leider sind die natürlich auch durch ganz Deutschland verteilt und man sieht sich nicht mehr so oft.
Deswegen gibt es eine zweite Runde durch das Studium, in die man dann irgendwie so rein rutscht, da man ja jeden Tag zusammen ist.
Daneben gibt es dann noch ein paar andere, die ich aus irgendwelchen anderen Zusammenhängen kenne.

Der normale Weg eben...

Neue Leute kennen zu lernen ist dann schon verdammt schwierig. Wenn man irgendwo hin geht läuft das garantiert schon mal nicht. Aus meiner Sicht gibt es drei realistische Möglichkeiten:

  1. Vereine: Da hat man schnell Anbindung und durch ein gemeinsames Interesse auch von Anfang an ein gutes Gesprächsthema. Gerade wenn man umgezogen ist sehr nützlich!
    .
  2. Arbeit: Man ist jeden Tag mit den gleichen Leuten zusammen und mit irgendwem passen doch sicherlich die Interessen. Vielleicht kann man mal anregen abends zusammen was zu unternehmen. Einfach was trinken gehen oder so. Dann kann sich eine Freundschaft entwickeln.
    .
  3. Und Freunde durch Freunde finden: Klingt komisch, aber vielleicht geht man mal irgendwo mit hin, wo bis dato unbekannte Leute sind. Und vielleicht rutscht man dann irgendwie in eine neue Clique mit rein. Ist nicht gesagt, kann aber klappen.
Also, was hältst du von den drei Ideen für den Anfang?
 
Seien wir doch ehrlich: Eine Disco ist der schlechteste Ort um Freunde zu finden. Ich habe da zumindest noch keinen gefunden. Und so wie es einem in schlechten Filmen vorgegaukelt wird funktioniert es garantiert nicht.

Ich weiß, trotzdem gibt mir diese Art der Ablenkung zur Zeit am meisten, und auch weil ich mich relativ regelmäßig dort aufhalte, "lernt" man die Leute halt schon kennen, man "grüßt" sich eher usw. ....

Wie kommt es denn, dass dein Freundeskreis zusammengeschrumpft ist? Wie hat er sich früher zusammengesetzt?

Als Freundschaften geknüpft wurden, war ich "andersweitig" beschäftigt, was mich in die Rolle des Einzelgängers gedrängt hat. 10-15 Jahre war es ok und super klasse, aber eben diese Leute aus vergangenen Zeit habe ich "jetzt" nicht.

....
Also, was hältst du von den drei Ideen für den Anfang?

- Vereine, wie schon gesagt, wenn es mit Zeit und Interesse stimmt, ja, eine der ehesten Möglichkeiten ....
- Arbeit, ergibt sich nicht, sind ein zu kleiner Betrieb, ergibt sich wirklich nicht, sonst hätte ich es schon längst wahr genommen....
- Freunde durch Freunde, wenn man welche hätte, wäre es ok, ganz sicher auch eine sehr gute Möglichkeit, aber die erforderlichen Voraussetzungen sind vorerst schon gar nicht gegeben, ich arbeite aber dran ....
 
[...] weil ich mich relativ regelmäßig dort aufhalte, "lernt" man die Leute halt schon kennen, man "grüßt" sich eher usw. [...]
Ich weiß nicht wie weit das geht, aber solche Bekanntschaften die man nur grüßt und alle paar Wochen ein paar Worte wechselt habe ich verdammt viele...

Angefangen von irgendwelchen Leuten im Zug zur Uni bzw. FH, aufgehört bei Bedienungen im Fleischer-Laden. Man kennt sich, weiß auch ein bisschen was über den anderen, würde aber nie was zusammen unternehmen.

Als Freundschaften geknüpft wurden, war ich "andersweitig" beschäftigt, was mich in die Rolle des Einzelgängers gedrängt hat.
Ja, man muss aufpassen, dass man am Anfang, wenn sich Gruppen neu bilden, immer dabei ist. Wenn man den Anfang verpasst wird es schwer. Leider ist das so.

Mr.Mok4571072 schrieb:
Vereine, wie schon gesagt, wenn es mit Zeit und Interesse stimmt, ja, eine der ehesten Möglichkeiten
Wie es aussieht bei dir eindeutig die beste Möglichkeit. Also überleg mal was du für Hobbys und Interessen hast und dann sieh dich nach passenden Möglichkeiten um.

Heutzutage bieten sich übrigens auch Fitness-Studios an. Da trifft man in der Regel auch immer die gleichen Leute und kann nach dem Sport vielleicht noch ein Bier trinken gehen oder so.
 
Ich weiß nicht wie weit das geht, aber solche Bekanntschaften die man nur grüßt und alle paar Wochen ein paar Worte wechselt habe ich verdammt viele...

Du hast natürlich Recht, aber so kann es doch auch anfangen, oder sehe ich das jetzt zu naiv ?

Ja, man muss aufpassen, dass man am Anfang, wenn sich Gruppen neu bilden, immer dabei ist. Wenn man den Anfang verpasst wird es schwer. Leider ist das so.

Jup ..... die Anfänge versuche ich jetzt nach zu holen, und das ist schwerer als man glaubt .... besonders heutzutage .....

Vereine & Fitnesstudios ...... auf große Begeisterung stößt das bei mir nicht gerade, besonders, weil dort auch meistens schon immer Grüppchen zu finden sind, aber es stellt auf jeden Fall eine der Top-Möglichkeiten dar .... das ist mir bewußt