Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gestartet

... und Ostdeutschland wieder mit dem Rest Deutschlands vereint ist.
Wo hört das bei Dir auf? Ist Stalingrad genug oder soll es direkt Moskau sein?

Wie gedenkst Du, die Millionen neuen Rentner und Hartz IV Empfänger zu finanzieren? Neue Kolonien in Afrika? Oder bringen wir doch einfach eine ganze Religionsgruppe um und bedienen uns an ihrem Vermögen?

Marty
 
[N] Türkei: Regierung erkennt Genozid an Armeniern nicht an (Update)

Folgende News wurde am 12.10.2006 um 14:30:00 Uhr veröffentlicht:
Türkei: Regierung erkennt Genozid an Armeniern nicht an (Update)
SternShortnews

Am Donnerstag wurde durch das französische Parlament über ein Gesetz abgestimmt, welches das Leugnen des Genozids in Armenien künftig unter Strafe stellt (ssn berichtete). Die Regierung der Türkei sieht die Beziehung zwischen den Nationen gefährdet. Das türkische Außenministerium in Ankara erklärte heute, dass dieses Gesetz einen "Schlag" gegen die Verhältnisse zwischen Frankreich und der Türkei darstelle und die französische Volksvertretung nicht über die politischen Folgen nachgedacht habe. ...
 
Eine starke Entscheidung der Franzosen ...
Geschichtslügner hegören bestraft und das mit aller Härte.

Aber muss man das per Gesetz festmachen? Was ist da mit dem Recht der freien Meinungsäusserung? Und wenn man es so sieht: Darf ein Franzose jetzt auch nicht mehr behaupten, Frankreich wäre eine "Siegermacht" im zweiten Weltkrieg gewesen?

Marty
 
Darf ein Franzose jetzt auch nicht mehr behaupten, Frankreich wäre eine "Siegermacht" im zweiten Weltkrieg gewesen?
Marty

:mrgreen: Nö, das geht noch!

Davon ab denke ich das das Frankreich vor allem gemacht um Druck auf die Türkei aufzubauen. Und dies dann vor dem Hintergrund eines möglichen Beitritts.
Persönlich finde ich auch das es Zeit wird das auch andere Länder mal ihre Schuld zugeben bzgl. Verbrechen gegen Minderheiten. Und gelinde gesagt hat die Türkei mit so manchem in Bezug auf Menschenrechte noch etwas Nachholbedarf.
 
[N] Türkei-Frage sorgt für neuen Koalitionsstreit

Folgende News wurde am 07.11.2006 um 19:07:24 Uhr veröffentlicht:
Türkei-Frage sorgt für neuen Koalitionsstreit
DPA-News

Berlin/Brüssel (dpa) - Kurz vor Veröffentlichung des Türkei-Berichts der EU ist in der großen Koalition ein neuer Streit über die Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit Ankara ausgebrochen.Vor allem die CSU verlangt ein Einfrieren der Gespräche wegen der fehlenden türkischen Anerkennung Zyperns und der Mängel im Reformprozess des Landes. Für den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck wäre ein solcher Schritt ein «schwerwiegender Fehler».Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der amtierende EU- ...
 
Ach der Stoiber. So ein Idiot. :(

Manchmal verstehe ich die EU aber auch nicht. Da wurden die ganzen neuen EU-Mitgliedsstaaten ohne irgendwelche zur Aufnahme genickt und der Türkei verspricht man schon seit Jahren, sie dürfe beitreten, wenn sie dies und jenes ändere.

Das ist inkonsequent, weil sich in der Türkei in den letzten Jahren schon einiges in Sachen Menschenrechte getan hat, währen die neuen, kleineren Staaten keinesfalls diese Auflagen erfüllen.
 
Ich wäre froh wenn die Türkei nicht in die EU kommt, sie passt hier nicht rein, sei es die Mentalität oder ihre Weltansicht...



Gruss Andre
 
Dann ist es allerdings ein Fehler, ihr vorher solche Versprechungen zu machen.

Ich meine ich sag ja auch nicht "Wenn du schön brav bistbekommst du ein Eis" und am nächsten Tag "Ach ne doch nicht, hab keine Lust auf dich".
 
Ich bin auch gegen einen Beitritt, da die Türkei keinesfalls ein demokratischer Staat ist und den Völkermord an Christen leugnet, Kurdenproblem usw. zudem brauchen wir nicht noch mehr Agrarsubventionen. :LOL:
 
Ach der Stoiber. So ein Idiot. :(

Manchmal verstehe ich die EU aber auch nicht. Da wurden die ganzen neuen EU-Mitgliedsstaaten ohne irgendwelche zur Aufnahme genickt und der Türkei verspricht man schon seit Jahren, sie dürfe beitreten, wenn sie dies und jenes ändere.

Das ist inkonsequent, weil sich in der Türkei in den letzten Jahren schon einiges in Sachen Menschenrechte getan hat, währen die neuen, kleineren Staaten keinesfalls diese Auflagen erfüllen.

Nein, das ist nicht ganz richtig. In der Türkei gibt es noch sehr viele grobe Menschenrechtsverletzungen, besonders im Osten. Das Land ist eigentlich zweigeteilt. Ein moderner West und ein zurückhinkender Osten.

Naja es gibt halt mehrere Sichtweisen zu diesem Thema. Die eine wäre die geografische. DIe Türkei gehört nur um die fünf Prozent zu Europa und wenn du die Türkei aufnimmst, musst du dir die Frage stellen, wo ist Schluß in Europa, denn wenn du dir die aktuellen Probleme in der EU anschaust, ist diese Frage durchaus berechtigt.

Die nächste Frage, die man sich stellen möge, inwieweit die Türkei den (nicht nur christlichen) Wertevorstellungen der Mitgliedsstaaten der EU entspricht oder ob hier Differenzen zu Problemen führen könnten.

Inwieweit ist die Türkei schon wirtschaftlich auf dem Level, wo sich die Oststaaten vor dem Beitritt befunden haben, hinkt sie hinterher oder ist sie gleichauf oder schon dem vorraus.

Dies sind alles Punkte, die es zu beachten gibt. Ich bin nicht unbedingt für, aber auch nicht gegen einen Türkeibeitritt. Doch sollte die EU generell, bevor weitere Staaten aufgenommen werden erstmal eine gemeinsame Basis, z.Bsp. durch eine Verfassung klären und das "Wir"--Gefühl, was man in Konfliktsituationen (Irakkrieg) vermissen lies, aufleben zu lassen

Edit: Von welchem Völkermord an Christen sprichst du. Es gab vor vielen Jahrzenten unzweifelhaft eine Vertreibung von einigen Völkergruppen.
 
Finde die Türkei hat in der Eu nichts zu suchen , aber das denke ich über einige andere Staaten auch die schon in der EU sind.

Ich finde es werden viel zu schnell Staaten aufgenommen.
 
Finds sehr kurios, diesen Tenor immer zu hören: "Die Türkei soll nicht mitmachen, die haben andere Werte und passen nicht zu uns".

Wer sind denn eigentlich "wir", und wer passt denn zu "uns". Als gäbe es eine europäische Identität, da kann ich ja nur lachen. Da sind die vom Orient und Okzident gleichermaßen geprägten Spanier und Portugiesen. Da sind die Griechen mit ihrer fehlenden Trennung von Staat und griechisch-orthodoxer Kirche. Da sind die Splitterstaaten der ehemaligen Sowjetunion, noch immer tief zerrissen zwischen dem Streben in den Westen und der Verherrlichung des Kommunismus. Da sind die skandinavischen Staaten, die zwar von den Vorteilen der EU profitieren, aber so oft wie möglich ihre eigenen Wege gehen. Da sind die großen europäischen Staaten Deutschland, Frankreich und England, die sich in ständig wechselnden aussenpolitischen Kursen mal annähernd und dann wieder voneinander entfernen.

Was meinen die Deutschen denn, wenn sie im Zusammengang mit Europa von "wir" sprechen? Doch in Wahrheit wohl nur sich selbst, bzw Deutschland. Nur, weil wir es nicht geschafft haben, türkische Einwanderer vernünftig zu integrieren, weil unsere Politik Toleranz mit Nachlässigkeit verwechselt hat, ziehen wir den Schluss, die Türkei auszugrenzen? Das kann doch nicht sein!

Was ist denn das Ziel der europäischen Union? Doch wohl, souveräne Staaten, die von Natur aus unterschiedlich sind, auf gewisse gemeinsame Nenner zu bringen, was wirtschaftliche aber auch (völker)rechtliche Interessen anbelangt. Warum sollte der Türkei nicht die Chance gegeben werden, sich westlichen Werten zuzuwenden? Sind "wir" eine so verschworene Einheit und uns so ähnlich, dass die Türkei da nicht mitmachen darf? Wohl kaum!

Der Wahlspruch der EU lautet "In varietate concordia" (In Vielfalt geeint). Zweifellos darf zu dieser Vielfalt nicht die Aufweichung von Idealen gehören, die man in der EU vertreten will. Generell aber birgt die Aufnahme einer muslimisch geprägten und trotzdem westlich orientierten Gesellschaft in die EU eine Riesenchance, auch vor dem Hintergrund der vertieften Gräben zwischen Islam und Christentum. Die säkulare Republik Türkei mag auf dem Papier besser aussehen als in der Realität. Aber das trifft auch auf andere Staaten wie die demnächst beitretenden Bulgarien und Rumänien zu. Passen diese Staaten mehr zu "uns", weil sie keine Muslime sind? Oder einfach, weil sich kaum jemand mit den Zuständen dort beschäftigt?
 
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