Aber zum Thema "Ägypten" und Revolte ... :D
Auch diese Revolution wird ihre Kinder fressen, wie im Iran und im Libanon.

So wird es kommen... Es ist zwar traurig, aber ein islamdurchsetztes Land benötigt nunmal einen harten Führer, der die Islamisten in Zaum hält (siehe Saddam, den Schah, usw... Damals war wenigstens Ruhe im Kapuff)... Als Israeli hätte ich derzeit wirklich Bammel, denn die Muslimbruderschaft wird das schon schaukeln... Wenn nicht dieses Jahr, dann über demokratische Wahlen... Und dann gibt es ein weiteres islamisches Paradies... Hoffentlich nur ein Iran light und nicht das volle Programm.
 
Hoffentlich nur ein Iran light und nicht das volle Programm.

Aktuell aus dem SPON-Ticker:

+++ Iran hofft auf islamistischen Umsturz +++
[16.52 Uhr] Die iranische Führung wünscht sich eine Verschiebung des Machtgleichgewichts in der Region. Teheran hofft nach eigenem Bekunden auf einen islamistischen Umsturz in Ägypten. "Wir hoffen, dass die Entwicklungen dazu führen, dass wir einen islamischen und mächtigen Nahen Osten sehen werden", sagte der Sprecher des Außenministeriums. Das neue Machtgefüge in der Region solle auch den "zionistischen Besatzern widerstehen".

Wer hätte etwas anderes erwartet?
 
quatsch, die Ägypter wollen doch gar keine Islamisten. Die wollen nur n anderen Ausbeuter. Der sich vllt. nicht ganz so gebärdet, wie Mubarak.

Dumm gelaufen für die Amis würde ich mal sagen :D erst die Afghanen unterstützt gegen die Russen, dann die Irakis und jetzt bisher immer gut Freund mit den Ägyptern gewesen. So langsam gehen den USA die Freunde aus :biggrin:

Ich glaub an die freiheitlich demokratischen Werte, die übrigens ein Großteil der gebildeten Ägypter übrigens auch besitzen. Die wollen nur in Ruhe leben und arbeiten, ohne sich ständig Sorgen machen zu müssen. Und im Gegensatz zum Iran, in dem es wohl kaum neutrale Informationen in Bezug zum Westen gibt, sind die Nordafrikanischen Staaten doch relativ aufgeklärt...
 
denn die Muslimbruderschaft wird das schon schaukeln... Wenn nicht dieses Jahr, dann über demokratische Wahlen... Und dann gibt es ein weiteres islamisches Paradies... Hoffentlich nur ein Iran light und nicht das volle Programm.
Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Sowas wie hier war von Anfang an Credo:
"Diese Revolution ist keine Revolution der Islamisten oder der Parteien. Das ist die Revolution des ägyptischen Volkes - ob Muslime oder Christen, Arme oder Reiche."
(Süddeutsche)

@Kelle: Vor 500 Jahren gabs (noch lange) keine Kolonien (im modernen Sinn). Nicht mal Sklavenwegfangen.
 
Angeblich soll Mubarak laut Al Jazeera "in kürze" vor die Kamera treten wollen und nen Vorschlag machen wollen. Bin ja mal gespannt was dabei rauskommt.
 
Wahrscheinlch heißt Luft:

Wir müssen Reformen umsetzen, ich rede mit euch, ein paar von euch düfren mitspielen und nach 2 Monaten ist alles wieder vergessen.
Wobei ich nicht glaube, dass von den Protestierern (Sollen ja wirklich 1 Mio geworden sein trotz Zugverkehrsperrung und Kommunikationsbremsen) auch nur einer ernsthaft zuhören wird.
Was die Leute angeht, kann Mubarak zwar alle Züge anhalten, seiner ist aber schon vor einer Woche abgefahren.
Insbesondere wo die Armee quasi offiziell verkündet hat, dass sie nicht auf die (friedlichen) Protestierer schießen wird.

Den Israelis geht jedenfalls mächtg der Arsch auf Grundeis. Erst Tunis, dann Ägypten und jetzt auch noch (wer wars gleich? Jemen?). Alle, die sie als "Freunde" betrachten konnten sind halb oder ganz erledig.
 
Wahrscheinlch heißt Luft:

Wir müssen Reformen umsetzen, ich rede mit euch, ein paar von euch düfren mitspielen und nach 2 Monaten ist alles wieder vergessen.
Wobei ich nicht glaube, dass von den Protestierern (Sollen ja wirklich 1 Mio geworden sein trotz Zugverkehrsperrung und Kommunikationsbremsen) auch nur einer ernsthaft zuhören wird.
Was die Leute angeht, kann Mubarak zwar alle Züge anhalten, seiner ist aber schon vor einer Woche abgefahren.
Insbesondere wo die Armee quasi offiziell verkündet hat, dass sie nicht auf die (friedlichen) Protestierer schießen wird.

Den Israelis geht jedenfalls mächtg der Arsch auf Grundeis. Erst Tunis, dann Ägypten und jetzt auch noch (wer wars gleich? Jemen?). Alle, die sie als "Freunde" betrachten konnten sind halb oder ganz erledig.

Man sollte auch nicht die ersten "Reaktionen" aus Jordanien und wohl sogar aus Saudi-Arabien vergessen. Und noch einmal der Hinweis, fast ausnahmslos alles Regierungem/Regime/Diktatoren die durch den "Westen" gestützt werden/wurden.
 
Man sollte auch nicht die ersten "Reaktionen" aus Jordanien und wohl sogar aus Saudi-Arabien vergessen. Und noch einmal der Hinweis, fast ausnahmslos alles Regierungem/Regime/Diktatoren die durch den "Westen" gestützt werden/wurden.

Hättest du lieber einen Iran-dominierten Nahen Osten... Nein halt, ich glaube ich kenne die Antwort...
 
denn die Muslimbruderschaft wird das schon schaukeln... Wenn nicht dieses Jahr, dann über demokratische Wahlen... Und dann gibt es ein weiteres islamisches Paradies...

Ich weiß nicht, ob die Muslimbruderschaft hier nicht ein wenig verteufelt wird.
So ist es doch die Muslimbruderschaft, die nach dem Anschlag in Alexandria gemeinsam mit den Kopten Kirchen geschützt hat und so ist es auch die Muslimbrüderschaft, die gegen religiösen Fanatismus demonstrierten.
Dem hinzuzufügen ist, dass sie sich seit mitte der 90er zu Parteienpluralismus, Demokratie und Meinungsfreiheit bekennen.
 
Und noch einmal der Hinweis, fast ausnahmslos alles Regierungem/Regime/Diktatoren die durch den "Westen" gestützt werden/wurden.

Vor allem die PalAraber (sowohl Hamas als auch Fatah) scheinen berechtigtes Interesse zu haben, aufkeimende Solidaritätsbekundungen sofort zu unterbinden. Zählst Du die eigentlich auch mit als "durch den Westen gestützt"?
 
Und noch einmal der Hinweis, fast ausnahmslos alles Regierungem/Regime/Diktatoren die durch den "Westen" gestützt werden/wurden.
Und das bedeutet was? Etwa das in diesen Ländern durch den Einfluss des Westens solche Aufstände/Revolutionen noch möglich sind, während es in den nicht unterstützten Regierungen/Regimen/Diktaturen mangels einem gewissen Maß an Freiheit nicht ist?

Ich weiß nicht, ob die Muslimbruderschaft hier nicht ein wenig verteufelt wird.
So ist es doch die Muslimbruderschaft, die nach dem Anschlag in Alexandria gemeinsam mit den Kopten Kirchen geschützt hat und so ist es auch die Muslimbrüderschaft, die gegen religiösen Fanatismus demonstrierten.
Dem hinzuzufügen ist, dass sie sich seit mitte der 90er zu Parteienpluralismus, Demokratie und Meinungsfreiheit bekennen.
Einschätzung vom ollen Peter:

2. Wie gefährlich wären Islamisten an der Staatsspitze Ägyptens?

Scholl-Latour:

Die Moslembrüder werden vor allem im Westen verteufelt. Sie haben mal sehr radikal begonnen, sind inzwischen aber relativ gemäßigt und verlässlich. Sie haben die Mehrheit in der Anwalts-, in der Ärzte- und der Handelskammer und sind dann von Mubarak aus allen Ämtern vertrieben worden.

3. Würden Sie die Moslembrüder auch als demokratische Alternative bezeichnen?

Scholl-Latour:

Im Orient gibt es keine wahren Demokraten. Es gibt durchaus Moslems, die sich demokratisch betätigen. Aber wir dürfen nicht vergessen: Ägypten ist kein westliches Land. Dort wird nicht nach unseren Maßstäben regiert.
 
Und das bedeutet was? Etwa das in diesen Ländern durch den Einfluss des Westens solche Aufstände/Revolutionen noch möglich sind, während es in den nicht unterstützten Regierungen/Regimen/Diktaturen mangels einem gewissen Maß an Freiheit nicht ist?

Nein sollte eher aufzeigen dass Imperialismus immer zu gegen Gegenreaktionen führt und ich denke hier ist es erst der Anfang, die nächsten werden dann Südamerika/Afrika sein...
 
Nein sollte eher aufzeigen dass Imperialismus immer zu gegen Gegenreaktionen führt und ich denke hier ist es erst der Anfang, die nächsten werden dann Südamerika/Afrika sein...

Nur mal zum Verständnis.
Du sprichst von "Imperialismus" und "vom Westen unterstützt" und beantwortest die Frage nicht. Ist das für Dich das selbe?

Meinst Du nicht, dass nicht nur "Imperialismus" das Privileg geniesst, Gegenreaktionen zu fördern? Wie verhält es sich mit Diktaturen wie im Iran, Saudi-Arabien, Nordkorea oder China, wo nachweislich "Imperialismus" oder "westlicher Einfluss" nicht zum tragen kommt?
 
Nur mal zum Verständnis.
Du sprichst von "Imperialismus" und "vom Westen unterstützt" und beantwortest die Frage nicht. Ist das für Dich das selbe?

Meinst Du nicht, dass nicht nur "Imperialismus" das Privileg geniesst, Gegenreaktionen zu fördern? Wie verhält es sich mit Diktaturen wie im Iran, Saudi-Arabien, Nordkorea oder China, wo nachweislich "Imperialismus" oder "westlicher Einfluss" nicht zum tragen kommt?

Seit ich Dich kenne, weiß ich doch dass man nicht auf alle Fragen antworten muss...

Aber ja auch die anderen Führungsformen können Reaktionen hervorrufen, aber eher weniger aus demselben Grund wie in Tunesien und nun Ägypten...
 
Nein sollte eher aufzeigen dass Imperialismus immer zu gegen Gegenreaktionen führt und ich denke hier ist es erst der Anfang, die nächsten werden dann Südamerika/Afrika sein...
Ich bin natürlich auf die "imperialistischen" Medien angewiesen, aber sollten dann die Proteste nicht auch anti-imperialistisch sein? Ich hab aber noch nichts davon gehört, daß die Proteste sich gegen den Westen und im Speziellen gegen die USA wenden. Das wäre auch eine witzige Situation, weil die Proteste in den westlichen Ländern überwiegend begrüßt werden. Vielleicht hast du andere Quellen, aber ich vermute, hier konstruierst du einen Zusammenhang, den es so nicht gibt.
 
Ich bin natürlich auf die "imperialistischen" Medien angewiesen, aber sollten dann die Proteste nicht auch anti-imperialistisch sein? Ich hab aber noch nichts davon gehört, daß die Proteste sich gegen den Westen und im Speziellen gegen die USA wenden. Das wäre auch eine witzige Situation, weil die Proteste in den westlichen Ländern überwiegend begrüßt werden. Vielleicht hast du andere Quellen, aber ich vermute, hier konstruierst du einen Zusammenhang, den es so nicht gibt.

Also gerade im Zuge der Demonstrationen wird in unseren Medien schon ziemlich häufig die "Opposition" welcher u.a. auch von El Baradei geführt wird in die ganz böse islamistische Szene der Muslimbruderschaft geschoben...Es wird die "Gefahr" mittlerweile heraufgespielt dass die "Islamisten" Ägypten übernehmen werden, siehe USA/Israel und Co.. Manchmal muss man halt ein wenig die Augen offen halten...Des weiteren sah/sehe ich kaum Video's von Leute aus Facebook und Twitter, man erinnere sich nur an die so großen Demonstrationen im Iran nach der Wahl. Selbiges Spektakel sah ich weder aus Tunesien noch aus Ägypten, aber ja die gibt es....Aber vielleicht kommt man an die nicht so leicht ran, wie z.B. Al Jazeera. Und hier kann man dann noch bringen, dass der Verbot von Al Jazeera in Ägypten einfach mal weitestgehend hingenommen wurde. Bei uns wird schon rumgeheult wenn deutsche "Zeitungsfritzen" ohne Akkreditierung in bösen Ländern in U-Haft kommen...
 
@Reddogg Mal ein unfreundliches: Hääää!? Du behauptest doch, daß der Imperialismus eine Ursache ist? Ich meinte daraufhin, daß sich das doch auch in den Protesten widerspiegeln müßte. Was hat jetzt deine Antwort damit zu tun?! :roll: