Alle Jahre wieder: 9/11-Verschwörungstheorien

hmmm... das es bei jedem Punkt was "fantastisches" gibt kann ich beim besten Willen nicht bestätigen. Ich will jetzt nicht anfangen Einzelpunkte um die Ohren zu hauen weil ich zu jedem "Skeptikerargement" auch gleich die passende Gegenargumentation selbst dazuliefern könnte. Drum wäre das etwas sinnfrei.
Aber was ist denn z.b. an den Börsenbewegungen die Vorwissen vermuten lassen so fantastisch? Allein die Tatsache, dass es keinen zweifelsfreien Beweis darstellt?

Der offizielle Bericht ist nicht fantastisch, er ist handverlesen und einhellig. Er liefert mögliche Erklärungen (Ja, mögliche... Möglichkeitsformen werden fast durchgehend benutzt) für Zusammenhänge die das vorgegebene Endergebnis erklären. Eine kritische Betrachtung findet nicht statt was allein schon daran liegt, dass nur solche Passagen aufgenommen wurden denen alle am Bereicht beteiligten Personen zugestimmt haben. Fand einer irgendwas nicht gut so wurde es rausgenommen.
 
Mir geht es nich um die Stimme es geht nur um den Inhalt. Und der passt nun mal.
Die Stimme passt auch - nur eben nicht zum Inhalt... :ugly:

BTW:
Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion zu steuern...Entscheidend ist dabei die geschickte Auswahl und gegebenenfalls die Manipulation der Nachricht und nicht ihr Wahrheitscharakter.

:think: An wen muss ich da grade denken? :shifty:
 
Darkkurt ohne Worte... Ich denke das Video ist richtig gut auch ohne diese Stimme. Es hinterfragt und genau so solls sein.
 
Mag ja sein, auch ohne Video sollte Dir eins klar sein - ebenso sind sämtliche "Non-Government-Theories" zum Thema 9/11 Propaganda - und zwar meistens schlechte.
 
Das Video zeigt auf wie vorher damit umgegangen wurde und dannach der rest bleibt jeden selber überlassen aber auch ich habe mit Leuten gesprochen und war positiv überrascht, dass sie diesen bullshit, der ihnen vorgesetzt wird nicht glauben. Und 9/11 ist einfach nur bullshit.
 
Man denkt automatisch drei Dinge

  1. Wie lange hat die Dame proben müssen, um Worte wie "Propaganda" unfallfrei auszusprechen?
  2. Versteht sie, was sie da vorträgt?
  3. 0190 - 69 69 69...

Stimm ich Dir sogar mal zu :LOL:


Mir geht es nich um die Stimme es geht nur um den Inhalt. Und der passt nun mal.

Ich hör mir aber nix an wo ich Ohrenschmerzen bekomme.

Davon mal ab: Ich halte sehr wenig von der Meinung von jemanden, der auch felsenfest davon überzeugt ist das es das Land Deutschland ja so gar nicht gibt :ugly:

Kann ich mich auch mit nem Stein unterhalten.
 
Irgendwie beschleicht mich der Eindruck, dass gegenüber Manaeggs Videoempfehlungen eine gewisse Art von Voreingenommenheit bei den Herrschaften besteht;)
Also ich habe mich recht gut unterhalten gefühlt obwohl für mich nichts neues dabei war. Trotz der in dem Zusammenhang etwas gewöhnungsbedürftigen aber doch recht schnuckeligen Stimme.
 
Irgendwie beschleicht mich der Eindruck, dass gegenüber Manaeggs Videoempfehlungen eine gewisse Art von Voreingenommenheit bei den Herrschaften besteht;) [...]
Ursprünglich nicht. Aber immer wenn ich drauf klicke und mir das ernsthaft geben will, dann stellt sich schon nach kurzer Zeit Ernüchterung ein: Kenn' ich schon und fand' ich bereits doof.

Meine Meinung ist, dass der CIA von Anschlagsplänen erfahren hat. Vielleicht nicht auf den Tag genau und auch nicht bis ins Detail, aber sie wussten davon. Dazu muss man allerdings auch wissen, dass es jedes Jahr reichlich Informationen über Anschlagspläne gibt und der CIA entscheiden muss, welchen Informationen sie nachgehen. Feinde haben sie sich ja in ihrer Geschichte reichlich gemacht. Aber allen nachzugehen wird wohl unmöglich sein. Und ich denke, dass die USA einfach zu arrogant war, hier Maßnahmen zu ergreifen. Sie haben einfach nicht geglaubt, dass ein paar wild gewordene Guerillas so etwas auf die Beine stellen können und es auch nicht wagen, den USA so in die Eier zu treten. Nun, sie haben es gewagt und es hat gesessen.

Aber das Problem ist ja mit Verschwörungstheoretikern, dass sie ihre Wahrheit für die einzig richtige halten. Selbst wenn ein Teil der Verschwörungstheorien wahr sein sollte, machen sie sich mit der Haltung so dermaßen unglaubwürdig, dass man am Ende nur noch über sie lacht. Deshalb glaube ich weiterhin, dass selbst der CIA sich das zu Nutze macht. Wenn mal wieder eine üble Sauerei der USA durchsickern sollte, ist es jetzt wunderbar einfach, es einfach mit zu den anderen Verschwörungstheorien zu stecken. Und schon lacht die Welt wieder. So gesehen klären die Verschwörungstheoretiker nicht auf, sondern sie helfen (ungewollt?) bei der Verschleierung. Wir haben bloß Glück, dass Snowden nicht die Mondlandung anzweifelt, sonst wäre der ganze Skandal wohl längst vom Tisch.

Nicht falsch verstehen. Ich finde es verdammt gut und richtig, dass es YouTube gibt und dass man dort fast jede Meinung öffentlich zum Besten geben darf. Das ist meiner Ansicht nach ein Teil von Meinungsfreiheit und auch "pädagogisch wertvoll", weil es auch das Volk dahin erzieht, kritisch zu bleiben. Dass man mit Medien die Meinungsbildung beeinflussen kann, wusste ja nicht erst H****r. Insofern ist ein "Gegenpol" schon gut und wichtig. Aber wenn man die Suchfunktion nur dazu nutzt, um die Videos zu finden, die eine bestimmte (nämlich die eigene, vorgefasste) Meinung vertreten, dann hilft das natürlich auch nix mehr :D
 
Aber das Problem ist ja mit Verschwörungstheoretikern, dass sie ihre Wahrheit für die einzig richtige halten. Selbst wenn ein Teil der Verschwörungstheorien wahr sein sollte, machen sie sich mit der Haltung so dermaßen unglaubwürdig, dass man am Ende nur noch über sie lacht. Deshalb glaube ich weiterhin, dass selbst der CIA sich das zu Nutze macht. Wenn mal wieder eine üble Sauerei der USA durchsickern sollte, ist es jetzt wunderbar einfach, es einfach mit zu den anderen Verschwörungstheorien zu stecken. Und schon lacht die Welt wieder. So gesehen klären die Verschwörungstheoretiker nicht auf, sondern sie helfen (ungewollt?) bei der Verschleierung. Wir haben bloß Glück, dass Snowden nicht die Mondlandung anzweifelt, sonst wäre der ganze Skandal wohl längst vom Tisch.

Also ich bin da ja recht neutral und finde einfach nur die gegenseitigen Überzeugungsextreme die ich bereits beschrieb gleichermaßen unerfreulich.
Aber zum Thema "Unglaubwürdigkeit von Verschwörungstheoretikern in Zusammenhang mit 9/11" bietet das Video wie ich finde einen garnicht so weit hergeholten Denkansatz. Was wäre denn wenn auf einmal geschrieben würde, dass Snowden die Mondlandung anzweifelt oder vielleicht früher auch mal gerne mit seinen Kumpels Gläserrücken gespielt hat oder auf Friedhöfen Pentagramme aus Bierdosen gesoffen hat? Würde das aus Deiner Sicht das was er bisher gesagt hat auf einmal völlig unglaubwürdig machen?
Die Tatsache, dass bei der Masse an Leuten die ihren Senf zu 9/11 im Internet breittreten auch viele dabei sind die zudem Blödsinn verzapfen muss ja nicht gleichbedeutend damit sein, dass grundsätzlich alles unglaubwürdig ist. Was können z.b. diese architects and engineers dafür, dass manche Leute Dämonenfratzen in die WTC Explosionswolke schneiden? Macht das deren Expertise dann sofort komplett unglaubwürdig oder gar lächerlich?
Wenn man sich die Mühe macht und sehr viele Texte und Berichte in denen das Thema Alternative Gedanken zu den Hergängen von 9/11 in der "großen Presse" Thema ist mal ansieht kommt man auf jeden Fall zu dem Ergebnis, dass die These der Dame mit der 0190-Stimme garnicht so weit hergeholt ist. Es gibt keinen Kommentar oder Bericht in den "Mainstreammedien" in dem nicht irgendwo entweder auf totalen Blödinn oder aber auf rechte Tendenzen verwiesen/suggeriert wird, auch wenns nur beiläufig ist. Ich habe zumindest noch keinen gelesen oder gar im Fernsehen gesehen. Das ist durchaus auffällig und führt nicht unwahrscheinlicher Weise zu Empfindungen wie der von Dir persönlich beschriebenen.
... und es ist in der Tat so, dass mir dies bereits zu einer Zeit aufgefallen ist in der ich mich mit dem Thema noch garnicht beschäftigt hatte. Es war während meines Studiums als es im Fach Soziologie eben um Beeinflussung durch Medien, eigentlich in Zusammenhang mit Werbung, ging. Die Ähnlichkeit der genutzten Stilmittel kam mir derart frappierend vor, dass mein Interesse an dem Thema erst dadurch geweckt wurde.
 
[...] Aber zum Thema "Unglaubwürdigkeit von Verschwörungstheoretikern in Zusammenhang mit 9/11" bietet das Video wie ich finde einen garnicht so weit hergeholten Denkansatz.
Da sind wir ja schon beim Thema: "Denkansatz", also denken. Obgleich ich definitiv jede nur denkbare Sauerei der USA problemlos zutrauen würde heißt das ja nicht, dass sie auch jede nur denkbare Sauerei auch veranstalten. Aber genau das ist die Vorgehensweise einer jeden Verschwörungstheorie:

Nimm die größte anzunehmende Sauerei als gegeben und richte darauf Deine Argumentation aus. Verwässere oder unterschlage Beweise, die diese Argumentation durchlöchern oder mache die Beweisführer unglaubwürdig. Benutze Worte und Formeln, die der Durchschnittsdepp nicht begreift. Und verwende immer stets ein wenig Wahrheit in der Theorie, das macht sie glaubwürdiger. Benutze Videos, denn Bilder können nicht lügen, meint der Pöbel.

Es sind eben keine Zweifler, sondern Wichtigtuer. Und genau das ist das Problem. Denn diese Leute sind keineswegs neutral. Sie suchen gezielt nach Möglichkeiten, ihre Meinung zu beweisen, so abstrus sie auch sein mag. Und das notfalls auch mit Lügen und Halbwahrheiten. Und damit stehen sie auf der gleichen Stufe wie die Leute, die sie anprangern wollen.

Was wäre denn wenn auf einmal geschrieben würde, dass Snowden die Mondlandung anzweifelt [...] Würde das aus Deiner Sicht das was er bisher gesagt hat auf einmal völlig unglaubwürdig machen?
Es würde ihn unglaubwürdig machen. Und in dem Sinne natürlich auch Zweifel an dem von ihm vorgelegten Dokumenten entstehen lassen. Das ändert natürlich nichts an der Richtigkeit oder dem Wahrheitsgehalt.

Es ist eben wie immer mit Menschen. Man unterteilt ja auch den Bekanntenkreis in Leute, die einfach Geschichtenerzähler und Wichtigtuer sind und andere, deren Wort etwas zählt. Die USA hat für mich etwa den gleichen "Vertrauensbonus" wie jeder Verschwörungstheoretiker. Deshalb bin ich stets davon überzeugt, dass weder die offizielle, noch die "inoffizielle" Version die ganze Wahrheit ist. Und weil ich davon stets ausgehe, komme ich auch nicht darum herum, meinen eigenen Kopf zu benutzen.

Was mir allerdings tierisch auf den Sack geht ist, dass immer, wenn ein Teil oder die gesamte Verschwörungstheorie widerlegt wurde, es eine neue Version gibt, die dann zur allein gültigen Wahrheit für die Gläubigen wird. Das ist ja schon wie eine Religion, nur in dümmer. Ich habe nichts dagegen, wenn man der offiziellen Version mit kritischem Auge entgegen tritt. Vielleicht finden sich auch ein paar Ungereimtheiten, die dann aufhorchen lassen. Aber das, was aus der Ecke dieser Leute kommt, ist noch viel hanebüchener, als jede noch so unglaubwürdige offizielle Version...

[...] Es gibt keinen Kommentar oder Bericht in den "Mainstreammedien" in dem nicht irgendwo entweder auf totalen Blödinn oder aber auf rechte Tendenzen verwiesen/suggeriert wird, auch wenns nur beiläufig ist. Ich habe zumindest noch keinen gelesen oder gar im Fernsehen gesehen. Das ist durchaus auffällig und führt nicht unwahrscheinlicher Weise zu Empfindungen wie der von Dir persönlich beschriebenen.
Ja, weil eben die echten Zweifler in den Massen der geltungsbedürftigen Deppen untergehen. Das ist nämlich ein Wettkampf. Jeder erhebt den Anspruch, die Lügen der Regierung zu durchschauen. Denn sie sind cleverer als der CIA, das FBI und die NSA sowieso. Sie haben nun die Wahrheit zwischen all den Lügen durch filigrane investigative Arbeit heraus gefunden und sie präsentieren sie unverholen, denn ihnen kann man vertrauen (im Gegensatz zur bösen Regierung!).

Mich wundert es, dass dieser ganze Stumpfsinn nicht schon darin gegipfelt ist, dass man den Entführern nachgesagt hätte, sie wären Mitarbeiter des CIA gewesen, nur auf Mulluke geschminkt. Oder dass die Maschinen gar nicht entführt wurden, sondern die Piloten nach CIA-Experimenten mit Hypnose "ferngesteuert" die Ziele angeflogen sind.

Ganz sicher ist eins: Die USA haben für einen Krieg noch nie einen Vorwand wie diesen benötigt. Im Gegenteil hat man dem Pöbel ja dann sogar erzählen wollen, dass der Hussein, der Zeit seines Lebens ein Gegner Bin Ladens war, ihn versteckt haben sollte. Die Regierung wird nur als "heldenhaft" gefeiert, so lange keine oder nicht zu viele Yankees in irgendwelchen Kriegen ins Gras beißen. Je länger ein Krieg dauert und je mehr Yankees sterben, umso unruhiger wird das Volk. Und die USA sind ja bekannt dafür, dass sie sich an der Front gern durch "Friendly Fire" selbst abmurksen. Der Feind muss nur lange genug in Deckung bleiben :D

[...] Es war während meines Studiums als es im Fach Soziologie eben um Beeinflussung durch Medien, eigentlich in Zusammenhang mit Werbung, ging. Die Ähnlichkeit der genutzten Stilmittel kam mir derart frappierend vor, dass mein Interesse an dem Thema erst dadurch geweckt wurde.
Jeder Regierungschef hat eine ganze Armada von Promotern und Beratern um sich herum. Auch unsere bescheuerte Kanzlerin. So auch der US-Präsident und das ganze Weiße Haus. Egal was ausgestrahlt wird, es ist immer nach psychologischen Maßstäben perfekt in Szene gesetzt. Es muss glaubhaft und seriös sein, je nach Anlass soll natürlich auch eine bestimmte Stimmung transportiert werden. Genau wie in der Werbung auch.

Das ist weder ein Geheimnis, noch verwerflich. Sogar auf N24 redete man geschlagene 2 Minuten darüber, welchen tieferen Sinn das rote Kostüm der Kanzlerin hatte, als sie sich zu den Koalitionsverhandlungen mit der SPD begab. Warum der US-Präsident sich stets links von seinem Gast positioniert, damit die rechte Hand des Präsidenten auf den Fotos beim Handschlag stets vorn zu sehen ist, was dann "Macht" und "Überlegenheit" dem Betrachter suggeriert. Oder wenn der Präsident zu Gast ist und rechts gestellt wird, dass er dann mit der linken Hand den Oberarm seines Gegenüber packt, aus dem gleichen Grund.

Das mag ja auch alles seinen tiefenpsychologischen Sinn haben. Aber das sind nunmal Stilmittel, die man stets und ständig in jedem Hollywood-Streifen um die Ohren geballert bekommt. Ändert aber nichts an der Tatsache, sich mit den Fakten auseinander setzen zu müssen. Im Gegenteil ist das sogar wichtiger, als sich von irgendwelchen Bildern beeindrucken zu lassen. Und genau hier offenbart jeder Verschwörungstheoretiker seine Schwächen, wie ich finde.
 
Weißt Du, ich kann alles von dem was Du sagst nachvollziehen. Allerdings ist das für mich nur eine Seite der Medaillie. Genauso gut kann ich die andere Seite nachvollziehen. Im Endeffekt ist es für jeden eine persönliche Frage was man glaubt und was nicht. Was mich daran stört ist, wie schon mehrfach geschrieben, dass dieser "glaube" bei vielen sehr stark in Richtung schwarz/weiß geht und kaum einer dazu in der Lage zu sein scheint bei dem Thema die Wahrheit "in der Mitte" zu suchen, obwohl dies doch ein Credo ist was die meisten Menschen für sich beanspruchen.

Ich für meinen Teil glaube, dass es sowas wie eine neutrale Berichterstattung auf beiden Seiten nicht gibt, allenfalls eine professionellere. Öffentliche Medien sind nur extrem selten neutral, vor allem dann wenn es um politsche Hintergründe geht. Wie Du schon selbst sagst, es wimmelt an jeder Ecke von Hollywoodreifen Stilmitteln mit denen Meinungen "gemacht" werden. Das ist kein Geheimnis und hat auch nach meiner Ansicht keine moralischen Grenzen.
Auf der anderen Seite sind diese "Verschwörungsfilmchen" natürlich auch nicht neutral, denn sie drehen alles einfach nur um und bedienen sich dabei ähnlichen Stilmitteln, wenn auch naturgemäß sehr häufig deutlich plumper.
Ich finde man macht es sich zu leicht damit die persönliche Meinungsbildung abzuschließen indem man die ein oder andere Seite einfach als "Unsinn" oder "grundsätzlich manipulaiv" hinstellt obwohl de Facto beides häufig zutrifft. Aber dann müsste man ja als Konsequenz garnichts mehr lesen oder kann sich seine Meinung aus der Bildzeitung oder vom Stammtisch "Kaiser-Eck" übernehmen wenn man denn glaubt eine haben zu müssen.

Im Endeffekt ist es bei mir so: Wenn mich ein Thema derart interessiert, dass ich mir dazu eine Meinung zu bilden gedenke schaue ich mir verschiedene Sichtweisen an, völlig unabhängig davon ob sie in die Richtung gehen die ich gerne hören möchte oder mir bei oberflächlicher Betrachtung plausibel erscheint. Dabei ist mir jede erdenkliche Sichtweise recht und ich setze bei keiner zusätzlichen Information voraus, dass sie die absolute Wahrheit wiederspiegelt. Wenn ich dann möglichst viele unterschiedliche Sichtweisen möglichst unvoreingenommen gehört habe fange ich dann langsam an mir eine Meinung zu bilden.

Zum Ende sei noch erwähnt, dass ich den Eindruck habe, dass Du teilweise stark verallgemeinerst, Dir dann aber auch hier und dort ein wenig wiedersprichst bzw. ich nicht entgültig verstehe wie denn jetzt - abgesehen von dem Umstand, dass meinungsaufdringliche Verschwörungsdagmaten Dich (verständlicher Weise) nerven - nun Deine Meinung zu dem Thema ist.
Du schreibst von Deppen, hanebüchen, geltungsbedüfnis und das Dir das Thema auf den Sack geht - auf der anderen Seite aber davon, dass es "echte Zweifler" gibt die in der Masse derer untergehen.
Ich könnte das nachvollziehen wenn Du damit meinst, dass Dir die Leute auf den Sack gehen die seit ihrem ersten "Verschwörungsfilmchen" von der Weisehit geküsst mit dem Zeigefinger durchs Leben rennen und jene auslachen die "noch nicht erleuchtet wurden". Davon kenne ich auch einige... und da bin ich ganz bei Dir.
Aber: Das ist doch nicht gleichbedeutend damit, dass das Thema 9/11 grundsätzlich keiner näheren Betrachtung lohnt wenn man es denn schafft diese Nervgestalten auszublenden oder doch?

Das Kennedythema war Jahrzehnte ein sehr ähnliches. Es fiel nur anders ins Gewicht weil es da größtenteils noch kein Internet gab. Aber da gab es auch ohne Ende Meinungsdogmaten in beide Richtungen mit nervigen Skeptikern und genervtem Rest. Erst nach Jahrzehnten wird bei dem Thema jetzt sowas wie eine ergebnisoffene Betrachtung möglich ohne direkt bei jedem vor eine Wand von dicker Luft zu rennen. Bei 9/11 würde ich persönlich mir zeitnah ähnliches wünschen bevor seine direkten Folgen unabänderbar sind oder über sie längst das Gras der Geschichte gewachsen ist.
 
Weißt Du, ich kann alles von dem was Du sagst nachvollziehen. Allerdings ist das für mich nur eine Seite der Medaillie. Genauso gut kann ich die andere Seite nachvollziehen.
Und ich dachte, ich habe schon beide Seiten angesprochen und beurteilt - also die offizielle, so genannte "Mainstream-Seite" und die Seite derer, die alles bezweifeln und meinen, stets und ständig einen geheimen Plan aufzudecken. Welche andere Seite gibt es denn noch?

Im Endeffekt ist es für jeden eine persönliche Frage was man glaubt und was nicht. Was mich daran stört ist, wie schon mehrfach geschrieben, dass dieser "glaube" bei vielen sehr stark in Richtung schwarz/weiß geht und kaum einer dazu in der Lage zu sein scheint bei dem Thema die Wahrheit "in der Mitte" zu suchen, obwohl dies doch ein Credo ist was die meisten Menschen für sich beanspruchen.
Ja, Vorurteile hat jeder und das ist auch gar nicht schlimm. Nicht alles zu glauben, was einem das Fernsehen vorsetzt, ist richtig und wichtig. Aber auch nicht alles zu glauben, was einem bei YouTube vorgesetzt wird, ebenso. Da ist es sogar noch viel wichtiger, weil da jeder Furzniedlich seinen Mist der Öffentlichkeit anbieten kann. Die "Mainstream-Medien" sind da schon um Längen seriöser. Und wenn ich die Wahl treffen müsste, wem ich eher glaube, dann würde meine Wahl doch auf die Mainstream-Medien fallen.

Ich für meinen Teil glaube, dass es sowas wie eine neutrale Berichterstattung auf beiden Seiten nicht gibt, allenfalls eine professionellere.
Ganz neutral sicher niemals. Geht auch gar nicht. Auch ganz ohne Lügen ist das unmöglich. Es reicht schon, ein Teil der Wahrheit nicht zu sagen, damit ein verzerrtes Bild entsteht. Und wer kann schon immer sicher sagen, welche Informationen nötig sind, damit ein vollkommen neutraler Bericht entsteht?

Öffentliche Medien sind nur extrem selten neutral, vor allem dann wenn es um politsche Hintergründe geht.
Richtig. Und wie Du auch schon selbst sagtest, sind es die anderen auch nicht. Nur treiben die es noch viel schlimmer. Mal abgesehen von journalistischer Professionalität, die ihnen allenthalben fehlt, leisten die sich viel größere "Schnitzer". Da geht es schon damit los, dass Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen werden, Fakten ignoriert, Daten falsch interpretiert und/oder sich einfach irgendwas ausgedacht wird, was dann zur Wahrheit erklärt wird. Das leistet sich ja nicht mal die BILD-Zeitung, und die ist schon so das Übelste, was einem passieren kann.

Geprägt sind alle Verschwörungstheorien von einer Panikmache. Noch schlimmer, als Bush zu seinen besten Zeiten, als er den Patriot's Act mit seiner Military Order durchboxen wollte. Und das hat nun wirklich nichts mehr mit "berechtigten Zweifeln an der offiziellen Version" zu tun. Das ist einfach nur noch übler Bullshit.

Ich höre mir ja auch immer gern jede andere Darstellung eines Faktums an. Aber wenn es dann irgendwann zu obstrus wird (und leider wird es das meistens), dann reicht es mir auch irgendwann. Wie gesagt - es gibt absolut nichts, das ich der USA nicht zutrauen würde. Aber ich vertraue letztlich dann doch meinem Intellekt mehr als dem eines anderen ;)

Ich finde man macht es sich zu leicht damit die persönliche Meinungsbildung abzuschließen indem man die ein oder andere Seite einfach als "Unsinn" oder "grundsätzlich manipulaiv" hinstellt obwohl de Facto beides häufig zutrifft. Aber dann müsste man ja als Konsequenz garnichts mehr lesen oder kann sich seine Meinung aus der Bildzeitung oder vom Stammtisch "Kaiser-Eck" übernehmen wenn man denn glaubt eine haben zu müssen.
Es geht ja nicht darum, sich gar nicht mehr zu informieren. Aber es geht doch schon mit ganz kleinen Sachen los. Meine Frau beispielsweise. Sie kommt aus Thailand, sie liebt ihren König und findet die Regierung korrupt und dass sie abgesägt gehört. So wie die meisten Thais derzeit. Deshalb auch schonwieder (wie in den vergangen Jahren auch) die Unruhen in Bangkok. Wenn ich sie nach Informationen darüber frage, bekomme ich eine einseitige Sichtweise vorgesetzt, wie ich sie derzeit bei jedem Demonstranten auf der Straße in Bangkok finden würde, das sind die Gelbhemden.

Nun gibt es aber auch Fans der Regierung und auch Taksin, das sind die Rothemden. Viele von denen sind gekauft, da es dort mit Bestechung häufig läuft. Aber eben auch überzeugte Leute. Die würden mir vermutlich eine ganz andere Version erzählen. Um mir nun eine neutrale Meinung bilden zu können, müsste ich mit beiden reden. Oder beide an einen Tisch bitten und der Argumentation folgen. Geht nicht, also muss mir Wikipedia reichen. Letztlich habe ich mir eine Meinung zu der Politik dort gebildet. Ob meine Meinung nun richtig oder die ganze Wahrheit ist, weiß ich nicht. Aber ich stelle mich auch nicht hin und behaupte, das Recht auf Wahrheit gepachtet zu haben. Und ich bin auch gern und jederzeit bereit, meine Meinung zu ändern, wenn ein neuer Fakt auf den Tisch kommt. Und genau das unterscheidet mich schonmal von jedem Verschwörungstheoretiker.

Während ich schon einige Male von den Mainstream-Medien auch Nachrichten gehört habe, die ihnen wohl eher nicht in den Kram gepasst haben dürften, habe ich das von den Machern der YouTube-Filmchen noch nie erlebt. Du etwa? Hast Du jemals gehört, dass sie sich revidiert hätten? Ich nicht. Und warum nicht? Weil sie das niemals zugeben würden. Denn sie sind so schlau, alles zu durchschauen...

Zum Ende sei noch erwähnt, dass ich den Eindruck habe, dass Du teilweise stark verallgemeinerst, Dir dann aber auch hier und dort ein wenig wiedersprichst bzw. ich nicht entgültig verstehe wie denn jetzt - abgesehen von dem Umstand, dass meinungsaufdringliche Verschwörungsdagmaten Dich (verständlicher Weise) nerven - nun Deine Meinung zu dem Thema ist.
Du schreibst von Deppen, hanebüchen, geltungsbedüfnis und das Dir das Thema auf den Sack geht - auf der anderen Seite aber davon, dass es "echte Zweifler" gibt die in der Masse derer untergehen.
Die "echten Zweifler" bezogen sich auf ein anderes Thema, nicht 9/11 und auch nicht Mondlandung. Aber je länger die Menschheit existiert, desto dicker werden natürlich auch die Geschichtsbücher. Und hier ist es wie mit den Medien: Man glaubt es oder man liest es kritisch. Das geht mit der jüngsten Geschichte (beispielsweise der DDR) los und geht bis in die Antike zurück. Schon damals gab es keine neutralen Schiftgelehrten. Unglücklicherweise sind das aber die einzigen Überlieferungen aus der Zeit, die wir haben. Also gibt es auch keine "Gegendarstellung" und wir müssen hier nur allein unseren Verstand bemühen, wenn wir nach der Wahrheit suchen.

Wer an einer Darstellung zweifelt und das auch untermauern kann, dem höre ich gern zu (immer mal vorausgesetzt, dass es mich interessiert). Denn da steckt aber auch zum Teil jahrlange (Recherche-) Arbeit drin. Heute einen Film bei YouTube einzustellen, ist die Arbeit von vielleicht einer Woche. Und diese Filme werden nicht etwa von Experten gemacht, sondern oft von gelangweilten Nerds. Da hört man schonmal Sachen wie:

"Die Experten behaupten, dass ... . Aber XY ist Feuerwehrmann. Er hat schon vieles erlebt und gesehen. Und er sagt, dass ..."

Was soll der Scheiß? Das ist so, als wenn ich sage, dass Obama ein Alien ist, weil mein Vater und mein Großvater und ich noch nie erlebt haben, dass ein Neger Präsident der USA geworden ist. Da wird mit Zahlen jongliert und Sachen ausgerechnet ohne auch nur die Spur von Sachkenntnis.

Im Falle von 9/11 wird bezweifelt, dass ein Flugzeug ins Pentagon geflogen ist, weil dieses Flugzeug (also ein im Wesentlichen mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Leichtaluminiumröhre) nicht im Stück noch drin gesteckt hat, nachdem sie mit ein paar hundert Stundenkilometern gegen Stahlbeton geflogen ist und so weiter und so fort. Und das beleidigt tatsächlich meinen Intellekt.

Also auf welchen Fakten begründen sie denn ihre Theorien? Auf welchen Expertenmeinungen und welchen physikalischen Gegebenheiten? Meist doch wohl auf "ich glaube das einfach nicht" und dann wird sich eine andere Geschichte ausgedacht. Und wer macht sich wohl die Arbeit, denkt sich eine andere Version aus, macht dazu einen Film und stellt ihn online? Wer hat einerseits so viel Zeit und zweitens noch das Interesse daran? Keiner von denen hat Angehörige dabei verloren. Keiner arbeitet bei oder mit der NSA/CIA/FBI, wie etwa Snowden. Und keiner ist Experte auf dem Gebiet und hat "berechtigte Zweifel", die er öffentlich äußern möchte. Weil nämlich kein Experte sich lächerlich machen will. Also wer sind die sonst? Und bei der Frage ist für mich die naheliegendste Erklärung: Leute, die ein Geltungsbedürfnis haben. Denn sie haben die Wahrheit erkannt, wo selbst die schlauesten Köpfe der Welt der Regierungsversion glauben...

Aber: Das ist doch nicht gleichbedeutend damit, dass das Thema 9/11 grundsätzlich keiner näheren Betrachtung lohnt wenn man es denn schafft diese Nervgestalten auszublenden oder doch?
Jeder kann sich alles so lange und so nahe betrachten, wie er will. Ich meine nur, dass gerade bei dem Thema alles schon etliche Male aus etlichen Winkeln betrachtet worden ist. Die Verschwörungstheorien wurden zu diesem Thema, genau wie bei der Mondlandung auch schon, längst widerlegt. Nur das interessiert die Gläubigen nicht. Das ist eben wie mit einer Religion. Wer an etwas glauben möchte, der lässt sich auch von Fakten nicht beirren.

Am 12. September 2001 habe ich mir auch alle möglichen Theorien dazu angehört. Einige sofort verworfen, andere näher betrachtet. Ein paar Wochen und Monate später kamen dann die ersten "Verschwörungstheoretiker-Videos" dazu. Auch hier war ich erstmal geneigt, der US-Regierung zu misstrauen. Ging vermutlich jedem so. Vor allem hat mich gestört, dass es nicht sofort ein Bekennervideo von Bin Laden und seinem Club gab. Das war doch ein Werk, auf das ein echter Terrorist zu Recht stolz sein konnte. Das kam erst viel später. Ehrlich gesagt bin ich mir bis heute nicht sicher, ob Bin Laden persönlich dahinter steckte oder nicht. Aber sei es drum. Nur nach und nach wurden ja alle Verschwörungstheorien widerlegt, auch auf YouTube. Nur hat das die Leute nicht davon abhalten können, immer mehr Videos online zu stellen. Einige mehr, andere weniger professionell. Und alle behaupten unbeirrt das, was längst als falsch eingestuft werden konnte.

Es gab und gibt ein paar Leute, die anprangern, dass die US-Regierung das zum Anlass nahm, einen neuen Irak-Krieg zu starten. Und hier bin ich mir auch sicher, dass die Regierung gelogen hat. Denn Hussein war nie ein Freund von Terroristen in seinem straff geführten Militärstaat. Bis hierhin teile ich ja auch die Ansicht einiger "Gläubiger". Aber was darüber hinaus geht, ist für mich Firlefanz.

Das Kennedythema [...]
Hier habe ich auch meine Meinung. Gehört aber nicht in dieses Thema :) Nur ist es im Falle von Kennedy ein ganz anders gelagerter Fall. Hier gibt es dank schlechter investigativer Arbeit seitens der Regierung schon viel mehr Spielraum für Interpretationen.

Was hier viel besser passt, ist das Thema "Mondlandung". Auch hier gibt es noch immer Leute, die nicht davon zu überzeugen sind, dass die USA auf dem Mond war. Alles Lüge, alles Schwindel. Das sind wahre Gläubige...

EDIT: Achso, Du hast noch nach meiner Meinung dazu gefragt. Die habe ich zwar immer mal zwischen die Zeilen gestreut, aber hier nochmal zusammen gefasst:
Ich glaube, dass der CIA von einer Anschlagsplanung gewusst hat. Aber man hat es den Wilden aus der Wüste Afghanistans nicht zugetraut, obgleich man sie selbst ausgebildet hatte. Arroganz halt. Dann glaube ich nicht, dass Osama Bin Laden persönlich die Fäden zog. Mag sein, dass er damit in Verbindung zu bringen war, also etwa Geld besorgt hat, aber das war's auch. Warum? Weil der laufend irgendwelche (Droh-) Videos zu Al Jazira geschickt hat, aber sich dann lange nicht getraut haben soll, stolz von seinem größten "Coup" zu berichten? Glaube ich nicht. Und ich bin der Meinung, dass die US-Regierung den Irak-Krieg nicht deswegen angefangen hat, weil Hussein angeblich Terroristen unterstützt hat. Das hat er nie und hätte es nie. Er war einfach nur ein verhältnismäßig schwacher Diktator in einem strategisch wichtigem Gebiet, den schon Papa Bush nicht leiden konnte. Der Rest meiner Meinung deckt sich mit der "offiziellen Version"...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hui, Du schreibst ja immer jede Menge:) Das ich ein Fan von Deinem Schreibstil bin hab ich ja schonmal gesagt;) Aber genug des Honigs;)

Bei vielen Dingen sind wir ja ziemlich nah beieinander wie ich denke. Drum beschränke ich mich mal auf die Dinge wo ich nicht ganz bei Dir bin:

Es gibt meines Erachtens durchaus 9/11 Skeptiker die ich derart einschätze, dass es nicht Geltungsbedürfnis ist was sie antreibt und die auch durchaus wissen wovon sie sprechen. Obwohl das natürlich auch im Endeffekt eine ungesicherte, subjektive Frage ist da ich sie nicht persönlich kenne. Diese Leute haben auch durchaus schon hier und da mal eingeräumt in Einzelpunkten daneben gelegen zu haben oder ein Gegenargument für ebenso möglich zu halten, wie etwa bei der sogegannten "Knallfroschthese". Sie fordern lediglich ihrer Expertise entsprechend Antworten ein und das auch unter nicht ganz unwesentlichen Gefahren für ihre eigene Karriere.

Der Ansicht, dass alle Verschwörungstheorien widerlegt wurden bin ich überhaupt nicht. Es wurde der offensichtliche Käse widerlegt und das auch gerne wieder und wieder. Zum Rest gibt es allenfalls Gegenthesen. Selbst die offizielle Darstellung ist, wie ich bereits schrieb, größtenteils von wissenschaftlicher Seite nicht als Faktum dargestellt und wörtlich auch nicht so gemeint. Der 9/11 Report ist gespickt mit sprachlichen Möglichkeitsformen ala "könnte ausgelöst haben", "wird davon ausgegangen, dass" etc. Nur in einem ist sich der Bericht von vorne bis hinten sicher: Bei der Frage wers gewesen ist. Was am Ende sogar noch darin gipfelt, dass eine Blaupause für eine angemessene Vergeltung ins Feld geführt wird.

Du schreibst z.b. , dass ein Bekennervideo von Bin Laden erst viel später auftauchte. Ich kenne bis heute keins. Es gibt eins von dem behauptet wird es sei eines. Aber erstens ist nicht nur unter VTlern höchst umstritten, dass da wirklich Bin Laden drauf ist und zweitens gibt es (auch offizielle) Übersetzungen des Gesprächsinhalts die nicht wirklich darauf schließen lassen, dass sich der Mensch auf den Bildern zu irgendwas bekennt.
In Deinem Edit schreibt Du, Bin Laden sei Deiner Ansicht nach wahrscheinlich nicht als Drahtzieher involviert gewesen. Davon geht der offizielle Bericht aber felsenfest aus. Zu den wissenschaftlichen Fragen werden aber nur Möglichkeitsformen dargestellt. Wenn Du schon an dem zweifelst was dort in Stein gemeißelt ist, wie kommt es dann, dass Du dem glaubst was dort nur als Möglichkeit dargestellt wird? Zumal das Dingen absolut offensichtlicher Weise von Herrschaften verfasst wurde die mit der damaligen US-Regierung, die ja zu recht gemeinhin nicht den besten Ruf genießt, soooooo dicke war.
Neben dem Report gibt es nur ganz wenige weitere "offizielle" Quellen die gerne als "unabhängige Debunkerquellen" z.b. bzgl. Turmeinstürze (zu WTC 7 wurde Jahre später noch einer hinterhergeschmissen dessen wissenschaftlicher Inhalt bei näherer Betrachtung wahrscheinlich auch dem felsenfestesten Mainstreamer merkwürdig anmutet - das Dingen hat dann aber wohl entgültig keiner mehr gelesen) herangezogen werden. Wie etwa die Untersuchung der Munich Re zu deren "Versicherungsfall". Die hatten aber auch keine andere Wahl. Zumindest hätte ich mir nur schwer vorstellen können wie die damals an die Presse gegangen wären wenn sie zu einer anderen Einschätzung als die US-Regierung gelangt wären und was das mit deren zukünftigen Geschäftsaussichten gemacht hätte. Mittlerweile gehts ihnen ja wieder ganz gut.
Alle anderen "Wiederlegungen" sind nach meiner Ansicht nichts anderes als die "Verschwörungstheorien" die sie zu wiederlegen versuchen: Alternative Gegendarstellungen ohne wissenschaftliche oder tatsächliche Evidenz. Am Ende ist es ein neverending Thesenpingpong das man ganz einfach beenden könnte: Mit einer offiziellen, ergebnisoffenen und wahrhaft unabhängigen Untersuchung unpolitischer Wissenschaftler und Fachleute.