Naja, nun ist die Klärung selbst eines kleineren Deliktes keine leichte Angelegenheit. Ich meine, wir reden hier von ein paar Videoaufzeichnungen, Augenzeugenberichten und einem Haufen Schutt und Asche. Und daraus soll man nun rekonstruieren, was genau passiert ist. Da bleibt es eben halt dabei, dass der wahrscheinlichste Fall angenommen wird. Und das wäre auch aus allen Varianten, die mir von der offiziellen und allen "inoffiziellen" Seiten bislang zu Ohren gekommen ist nunmal die offizielle Variante. Aber da es wohl unmöglich ist, eine Beweisführung zum sekundengenauen Hergang zu rekonstruieren, der jeder anderen Prüfung standhält, entschied man sich für "könnte" und so weiter. Für mich allemal seriöser als mit der Stoppuhr vor dem Videorekorder zu hocken und zu meinen, man hätte einen freien Fall in einer Aschewolke nachgewiesen...[...] Selbst die offizielle Darstellung ist, wie ich bereits schrieb, größtenteils von wissenschaftlicher Seite nicht als Faktum dargestellt und wörtlich auch nicht so gemeint. Der 9/11 Report ist gespickt mit sprachlichen Möglichkeitsformen ala "könnte ausgelöst haben", "wird davon ausgegangen, dass" etc.
Wie gesagt: Da bin ich anderer Meinung. Aber ein Schuldiger musste schnell her. Das war bei der Ermordung des Cäsars schon so, ging über den Reichstagsbrand über Kennedy bis hin zu 9/11. Imm wieder dasselbe Spiel. Gerade deswegen habe ich seit der Benennung des Täters bis heute ernsthafte Zweifel. Aber wäre es nicht Bin Laden gewesen, wer weiß, wen sie sonst vorgeführt hätten. Am Ende noch mich? Dann lieber Bin Laden, der war ohnehin kein Kind von Traurigkeit...Nur in einem ist sich der Bericht von vorne bis hinten sicher: Bei der Frage wers gewesen ist. Was am Ende sogar noch darin gipfelt, dass eine Blaupause für eine angemessene Vergeltung ins Feld geführt wird.
Weil ich meinen Wirsing benutze. Die offizielle Version zum Einsturz (Schmelztemperaturen, Flammpunkte und Verbrennungstemperaturen, strukturelle Integrität einer Stahlkonstruktion, Statik, ...) ist für mich schlüssig und nachvollziehbar.[...] Wenn Du schon an dem zweifelst was dort in Stein gemeißelt ist, wie kommt es dann, dass Du dem glaubst was dort nur als Möglichkeit dargestellt wird?
Aber selbst wenn man das beiseite lässt: Wer sollte denn das Gebäude gesprengt haben? Und wozu? Nach dem Schaden hätte es vermutlich ohnehin abgerissen werden müssen. Nur dass es dann keine weiteren Tote mehr gegeben hätte. Welchen Grund sollte also jemand haben, die Leute in den Türmen und die Helfer zu ermorden, in dem er über ihrer Rübe die Hütte weg sprengt?
Aber dass es Leute im Kapitalismus und vor allem in Amerika gibt, die aus jeder Katastrophe versuchen Kapital zu schlagen, glaube ich nicht nur, sondern dessen bin ich mir felsenfest sicher. Und das fängt beim kleinen Börsenmakler an, geht über die Versicherungen und Ölkonzerne bis hin zur Rüstungsindustrie. An 9/11 haben sich vermutlich viele mehr als nur gesund gestoßen.
Irgendwer wird es schon gelesen haben. Aber die Öffentlichkeit hatte kein Interesse mehr. Man hatte einen Schuldigen, man hatte ein Symbol und man hatte einen Führer, den man vermutlich gerade noch davon abhalten konnte, den totalen Krieg gegen den Islam auszurufen. Was interessiert da Nebengebäude 7 noch? 1 und 2 waren weg, 3 auch.[...](zu WTC 7 wurde Jahre später noch einer hinterhergeschmissen dessen wissenschaftlicher Inhalt bei näherer Betrachtung wahrscheinlich auch dem felsenfestesten Mainstreamer merkwürdig anmutet - das Dingen hat dann aber wohl entgültig keiner mehr gelesen)
Genau das gab es doch. Wie unabhängig darf's denn sein, wenn Dir die ganze Welt auf den Mund starrt und von Dir eine Stellungnahme erwartet?[...] Am Ende ist es ein neverending Thesenpingpong das man ganz einfach beenden könnte: Mit einer offiziellen, ergebnisoffenen und wahrhaft unabhängigen Untersuchung unpolitischer Wissenschaftler und Fachleute.
Jeder Experte hat irgendwo einen Job. Jetzt stelle ich mir mal vor, ich wäre so ein forensischer Statiker. Also ich stehe da vor einem Haufen Schutt und die ganze Welt, nebst meines geliebten Präsidenten und die Angehörigen der Opfer, wartet nun darauf, was ich dazu zu sagen habe. Glaubst Du, ich würde mit einer Silbe verlauten lassen: "Genau so und so war's, keine Zweifel!"? Ich bin doch kein Idiot. Nachher kommt irgendein Hanswurst von irgendeiner drittklassigen Uni, widerlegt einen einzigen Fakt aus meinem Report und schon ist nicht nur der, sondern auch meine Karriere im Arsch. Nee, danke.
Dazu kommt, dass jede Untersuchung, die man jetzt noch nach nunmehr 12 Jahren anstrengen würde, bestenfalls zu den gleichen Ergebnissen käme. Eher würde ich vermuten, dass da noch viel mehr "Rate mal" mit dabei ist.
Was mich viel mehr stört ist, dass es keine nachvollziehbare Untersuchung zur Überführung eines Täters und keinen Prozess für Bin Laden gab. Da stellt sich dieses gottverfluchte Amerika hin und sagt, dass nach "Geheimdienstinformationen" halt der Osama aus dem Tal hinter den sieben Bergen der Täter war. Welche Quellen und welche Informationen das waren, wird aus "Gründen der nationalen Sicherheit" geheim gehalten. Und dann wird in einem fremden Land bei Nacht und Nebel eine Hinrichtung einer Zivilperson veranstaltet und die Leiche sofort entsorgt. Keine Videos dazu, nur ein paar Fotos. Man sagt, dass bei der wichtigsten Geheimaktion seit Allende die Videokameras ausgefallen sind. Klar, kann schonmal passieren, wenn man nicht so technikaffin ist und die Stecker verwechselt. So einen Scheiß mögen vielleicht die Bürger der freiheitlichsten Demokratie der Welt unter Gott glauben, aber wohl kein normaler Mensch auf der Welt...

