Bei einer "AfD-Veranstaltung" auch nur ansatzweise kritische Worte/Fragen zu erwarten, ist ja auch an Naivität nicht zu überbieten.

Desweiteren fordert Herr Pretzell das jeder Nationalstaat eigene z.B. Wirtschaftspolitik bestreiten darf. Gleichzeitig fordert er aber Stabilität weil das die Wirtschaft so will. Meine Frage wäre direkt wie möchte die AfD es verhindern alle 3-5 Jahre (je nach Nationalstaat) somit quasi jährlich ein mögliches Rein und Raus (allein schon aufgrund der Oppositionsparteien) nach/aus Europa?

Dann die Äusserung von Petra bezüglich wissenschaftlichen Arbeiten. Ich weiß nicht wie lange sie da schon raus ist, aber bei jedem Förderantrag stellt man eine steile These und "beweist" diese. Leider ist die heutige Wissenschaftspolitik schon in dieser Richtung. Das kann man gut oder schlecht finden, jedoch behauptet sie das jeder Wissenschaftler bei solchen "beweisthesen" die Hände vor den Kopf schlagen würde. Ähm somit nein, aber nen gewissen Teil der AfD-Mitglieder kann man sowas ja mal vorsetzen ohne das da wer was dagegen sagt. :p

Ähnliches dann beim "Klimawandel", angeblich sagt man nicht das es den nicht von "Menschen gemachten Klmawandel" gibt, sondern nur solange es nicht "bewiesen" ist, sollte man jene Politik bis dahin ad acta legen. Also das Bundesparteiprogramm sagt da schon doch etwas anderes.

Und "Re-islamisierung" wirklich? :ugly:

Und dann die Forderung von Personen mit Migrationshintergrund der 2.Generation, dass sie sich nicht mehr als Türken ansehen. Ähm kurze Frage woher kommt das denn noch, eventuell wegen den "Biodeutschen" die jeden aufgrund der Nachnamen schon allein kategorisieren, wegen dem Aussehen etc.
Aber lustig fand ich Pretzell's Forderung das Personen mit Migrationshintergrund ihre Klaus und Co. benennen sollen. Wirklich? :mrgreen::roll: Von "Mischpoke-Ehen" und "Verunreinigern der deutschen Rasse" etc. mal ganz zu schweigen.. Naja bei den geistigen Tieffliegern der AfD findet man dafür natürlich anklang.

Und dann das zweite Video, es ist erstaunlich wie häufig bei der AfD folgender "Politikstil" wiederzufinden ist. Klimawandel wenn nicht bewiesen ist es falsch, voller Widersprüche und natürlich Lüge, wenn die britische Politikern getötet wird, dann ist dies falsch solange es nicht 100% bewiesen ist, etc. etc. Sobald es aber um Ausländer, Geflüchtete geht ist auf einmal alles bewiesen und es werden Forderungen laut, die man ja kennt. LOL, naja Opportunismus in Reinkultur!

Das lustigste ist aber bei Lügenpetry ihre Forderung nach einer "inhaltlichen Debatte" hmm wer ist bis heute nicht beim ZDF-Morgenmagazin zu Hayali gegangen trotz mehrfacher Einladungen? Komisch, Lügenpetry möchte dan nwohl doch wohl eher schon eine vorherige "Festlegung" der Interviewer und dessen Fragen etc., hat man ja auch schon gesehen als sie mit internationalen Presseleuten zu tun hatte. *gähn* *gähn*

Ganz lustig wird es dann bei Gauland "was er vermutlich gar nicht gesagt" hat, na dann doch mal bei Herrn Gauland nachfragen. Komisch wie lange er doch genau jene Aussage immer wieder so bestätigt hat. :) Das findet man ja auch bei anderen Aussagen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Bericht: AfD-Bremen will Höcke-Rauswurf stoppen

Folgende News wurde am 10.04.2017 um 08:51:54 Uhr veröffentlicht:
Bericht: AfD-Bremen will Höcke-Rauswurf stoppen
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Berlin (dpa) - Parteiinterne Unterstützer des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke wollen einem Zeitungsbericht zufolge das gegen ihn eingeleitete Ausschlussverfahren per Parteitagsbeschluss kippen.
In einem Antrag für den Bundesparteitag am 22./23. April in Köln fordere der AfD-Landesvorstand Bremen, dem Bundesvorstand die Weisung zu erteilen, das Parteiausschlussverfahren gegen Höcke nicht weiter zu verfolgen, berichtet die «Bild»-Zeitung.
Zur Begründung führten die Antragsteller an, dass die «Erfolgsgeschichte der AfD» durch den Parteiausschluss «bedroht» sei. Ein Festhalten an dem vom Bundesvorstand mit Zweidrittelmehrheit beschlossenen Ausschlussverfahren würde «während des gesamten Wahlkampfes die Partei belasten».
Höcke werde in dem Antrag als «herausragende Person des friedlichen politischen Widerstands gegen die herrschende Klasse in Berlin und Brüssel» beschrieben. Sein Wirken habe «in erheblichem Maße dazu beigetragen, dass die AfD inzwischen mit 145 Abgeordneten in 11 Landtagen vertreten ist».
Höcke hatte in einer Rede das Holocaust-Gedenken kritisiert und beklagt, dass die positiven Elemente der deutschen Historie im Vergleich zu den Gräueltaten der Nazi-Zeit nicht genügend*beachtet würden. Im Ausschlussantrag wirft ihm der Bundesvorstand eine «Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus» vor. Laut «Bild am Sonntag» wird Höcke darin mit Adolf H****r verglichen. Über einen Parteiausschluss muss das Schiedsgericht der AfD Thüringen befinden.
 
So ganz unrecht haben die ja da auch nicht - leider.

Mit vorwärtsgewandter Familienpolitik und sozialer Kompetenz fielen sie ja nicht auf. :ugly:
 
Schwarzbuch AfD

Tja wenn AfD-Jünger doch nur des verstehenden Lesens mächtig wären, sie könnten so einfach erfahren welche "Führern" sie da eigentlich hinterher rennen...schade.
 
Hab mir extra nen 4er Cabrio 8) gemietet, um mit ner linksgrün-versifften Gruppe nach Köln zu fahren.

Wir finden bloß keinen Pennplatz. :roll:
 
Jetzt wirds eklig in der AfD:
Man erinnert sich an Lucke und wirft Bernd vor, Landolf Ladig zu sein.
Dann kann man ja nur hoffen, dass das stimmt und man dadurch womöglich eine juristisch feste Handhabe hat, ihn seines Amtes zu entheben. Denn im Gegensatz zu Darkkurt bin ich nämlich der festen Überzeugung, dass er mehr schadet als er nutzt. Mag sein, dass er von der NPD und dem rechten Rand ein paar Stimmen holt. Aber den Schaden, den er (und andere) bei der konservativen Mitte anrichten, können ein paar Extremistenwählerstimmen längst nicht kompensieren. Viele von denen, die ich kenne und mit der AfD liebäugeln, stören sich massiv an den extremen Tendenzen innerhalb der Partei. Nicht nur ich bin der Ansicht, dass der Höcke eigentlich ein ziemlicher Fanatiker ist, der sich nur so gut es ihm möglich ist zusammen reißt. Aber wehe, wenn er mal los gelassen...

...und für alle anderen empfiehlt sich eine zeitige Anreise, "das Volk" scheint etwas gegen den Parteitag zu haben:
Merkwürdiges Demokratieverständnis des "Volkes". Aber eine Demo ist ja ein legitimes Mittel, sollen sie nur machen. Hoffentlich bleiben die Pflastersteine mehrheitlich wo sie hin gehören: In der Straße. Man darf gespannt sein.

Ein wenig Sorge habe ich dennoch. Die Kölner Polizei ist ja nicht (mehr) unbedingt für ihre Souveränität bekannt. 4.000 Polizisten auf 50.000 Demonstranten klingt zwar viel, aber es bleibt dennoch das Gefühl, als könnte es auch wieder aus dem Ruder laufen. Na wir werden sehen.
 
Na "demokratische Mittel" und "Demokratieverständnis" gibt es doch nur beim "Wir sind das Volk"-"Völkchen" darunter gilt, dann sowas wie Heidenau. Sprich nach der Demo einfach mal vor Geflüchtetenunterkünfte ziehen und sich mehrere Tage Ausschreitungen mit der Polizei geben. Ebenso gehört dazu Molis auf Geflüchtetenunterkünfte werfen, Brand- und Sprengstoffanschläge. Ein Aufruf zu Gewalt, Verharmlosung von solchen "demokratischen Mitteln" dürfen natürlich neben den Hetzschriften und Propagandagesülzen auch nicht fehlen.

darkkurt also wirklich das Du nicht weißt dass die einzigen die etwas vom "Volk", "Demokratie", "Widerstand", "Regierung, ähm Deutsches Reich" verstehen die rechten Idioten von AfxxgiNPDa1%-IB ist schon regelrecht traurig. Du solltest mehr "alternative Fakten" lesen. :mrgreen::ugly:
 
Denn im Gegensatz zu Darkkurt bin ich nämlich der festen Überzeugung, dass er mehr schadet als er nutzt. Mag sein, dass er von der NPD und dem rechten Rand ein paar Stimmen holt. Aber den Schaden, den er (und andere) bei der konservativen Mitte anrichten, können ein paar Extremistenwählerstimmen längst nicht kompensieren. Viele von denen, die ich kenne und mit der AfD liebäugeln, stören sich massiv an den extremen Tendenzen innerhalb der Partei.

Fakt ist, Höcke und mit ihm die Unterzeichner der Erfurter Resolution, als da wären Poggenburg und Gauland, haben ein massives Gewicht in der Partei, auch auf Bundesebene.
Fette Ergebnisse bei den jeweilige Landtagswahlen kann kein Bundesvorstand ignorieren.

Und gerade die Wahl in Magdeburg 2016 spielt da eine Rolle, das war ohne Lucke, dafür mit Fascho-Ansammlungen bei Wahlkampfauftritten, wo Reden geschwungen wurden, wo schon klar wurde, wo die Reise hinging.
Und die Anzahl derer, die sich von den Veranstaltungen abgewandt haben, war eher überschaubar.

Auch andere Landesverbände, als da wären BW mit Gedeon oder das Saarland mit dem NPD-nahen Verband, waren jetzt auch nicht gerade erfolglos.

Der Schaden für die Partei kann von Seiten Höcke&Co. nicht sooo groß sein.

Dazu dann aktuelle Umfragen, nach denen bundesweite 14% nix dagegen hätten, wenn die AfD im Bundestag landen würde, im Osten sogar 22%, da läuft es für Höcke&Co.

Das Maritim liegt ganz zauberhaft... :shifty:

Leider ausgebucht, selbst über Firmenaccount war nix zum machen.
Dabei wäre es ein Traum gewesen, im Antifa Shirt mit nem Tortenteller an Trixie vorbei zu gehen. :mrgreen:
 
@Photon: wie ein legitimes demokratisches Mittel von einem seltsamen Demokratieverständnis zeugt, solltest du mal darlegen...
Wenn sich mehrere tausend Menschen finden, die gegen den Parteitag einer demokratisch und rechtlich legitimierten Partei demonstrieren (ich hoffe, es bleibt dabei und Köln liegt danach nicht zum Teil in Schutt und Asche), dann frage ich mich zunehmend, wie das mit der Demokratie funktionieren soll.

Eine Demokratie lebt letztlich davon, dass es in ihr verschiedene Ansichten gibt, aus denen dann ein Konsenz gebildet oder gefunden werden muss. Wenn weit mehr als jeder zehnte Deutsche (oder eben Wähler) der Partei seine Stimme gibt, dann ist es schon reichlich dämlich, gegen diese pauschal zu demonstrieren oder (noch schlimmer) sie pauschal als "Nazi-Populisten" abzutun. Zumal in der Partei auch reichlich helle Köpfe vertreten sind, die sich sich eher über Höcke, Gauland und Co ärgern.

Es wäre sicherlich was anderes, wenn man gegen einen bestimmten Punkt (oder mehrere Punkte) demonstriert. Etwa wie man es bei der Regierungspartei auch macht - also wie für/gegen TTIP/CETA, die Familienpolitik oder von mir aus auch die Pflicht für einen Wehrdienst. Von mir aus auch in dem Fall gegen Höcke und Gauland. Oder gegen Extremismus in der Politik im Allgemeinen. Hielte ich alles für nachvollziehbar. Aber einfach nur aus Hass gegen Rechts - naja. Primitiv halt und nicht konsenzfähig.

Apropos primitiv: @Reddogg: Keiner von der AfD heißt Gewalt gegen wen auch immer gut, relativiert, verharmlost oder unterstützt sie. Nicht mal Höcke oder Gauland.

Aber wie immer gilt auch hier: Jedem das Seine. Bleibt mir nur zu hoffen, dass es während dieser Gegendemos und der Sitzblockade ordentlich regnet und stürmt, damit sich die Anreise der Demonstranten auch lohnt. Mögen sich die Trillerpfeifen mit Regenwasser füllen und die Sprechchöre vom Plattern des Regens übertönt werden :D
 
Wenn sich mehrere tausend Menschen finden, die gegen den Parteitag einer demokratisch und rechtlich legitimierten Partei demonstrieren (ich hoffe, es bleibt dabei und Köln liegt danach nicht zum Teil in Schutt und Asche), dann frage ich mich zunehmend, wie das mit der Demokratie funktionieren soll.
:roll: Recht auf freie Meinungsäußerung? Grundrecht? Oder Neuland? Nur, weil die Mitglieder der AfD sich zumindest mehrheitlich zu demokratischen Prinzipien bekennen, bedeutet das nicht, dass man mit allen ihren Ideen und Ansichten konform gehen muss oder sie nur zu akzeptieren braucht.



Eine Demokratie lebt letztlich davon, dass es in ihr verschiedene Ansichten gibt, aus denen dann ein Konsenz gebildet oder gefunden werden muss.
Nein, du sprichst über eine Koalition. Demokratie funktioniert, dass die Wahlberechtigten darüber abstimmen, welche Ideen die besten sind. Wenn es kein eindeutiges Ergebnis gibt - DANN ist Konsens gefragt.
Und Demokratie funktioniert nur dann, wenn alle ihre Meinung frei äußern dürfen. Die AfDler bei ihrem Parteitag, die Demonstranten vor der Tür.
Wenn weit mehr als jeder zehnte Deutsche (oder eben Wähler) der Partei seine Stimme gibt, dann ist es schon reichlich dämlich, gegen diese pauschal zu demonstrieren oder (noch schlimmer) sie pauschal als "Nazi-Populisten" abzutun.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und 10% sind nicht mal annähernd eine demokratisch relevante Größe für eine Partei, die sämtliche Koalitionsbeteiligungen von sich aus kategorisch ablehnt.
Zumal in der Partei auch reichlich helle Köpfe vertreten sind, die sich sich eher über Höcke, Gauland und Co ärgern.
Dumm nur, dass man die kaum wahrnimmt...
 
Recht auf freie Meinungsäußerung? Grundrecht?
Du sprichst von Recht, ich von Demokratie.

Ja, Demonstrationen sind rechtlich legitimiert, weil unsere Demokratie ein Rechtsstaat ist (oder sein will). Demokratie meint aber, dass jede Meinung in ihr, anteilig ihrer Gewichtung, Einfluss hat. Damit nicht jede kleine Strömung berücksichtigt werden muss, die letztlich jede Regierung handlungsunfähig machen würde, haben wir die 5%-Hürde, also vor allem relevant für die Extremisten, wie NPD, Grüne, Piraten, ... aber auch Parteien ohne nennenswerte Definition, wie FDP.

Demokratie funktioniert aber nur, wenn man alle Meinungen über der besagten 5% Hürde anhört. 10% liegen deutlich über 5%. Ich hoffe, wenigstens darin stimmst Du mit mir überein. 14% oder gar 20% liegen noch weiter darüber. Wenn jetzt eine Partei mit 30% oder mehr den Dialog verweigert, sogar Koalitionen gegen die eine Partei bildet, die "anders" ist, dann hat das mit Demokratie so rein gar nichts mehr zu tun. Es heißt nicht, dass die Partei mit 14-20% ihre Meinung gegen eine Partei mit 30%+ durchsetzen kann oder muss. Aber ihre Stimme muss bei einer Entscheidung berücksichtigt werden.

Und so ein Verständnis würde ich auch vom Pöbel erwarten, der sich zur Demokratie bekennt. Man kann also gerne im Falle der AfD demonstrieren oder protestieren, wenn man mit ihrer Einstellung zur Flüchtlingsfrage nicht konform geht. Oder ihrer Haltung zum Euro. Oder von mir aus zu jedem anderen konkreten Punkt. Aber die Mühe macht sich die "ehrenwerte" linke Clientel meist gar nicht. "Nazis raus" - reicht schon. Primitiv halt.

Und 10% sind nicht mal annähernd eine demokratisch relevante Größe für eine Partei, die sämtliche Koalitionsbeteiligungen von sich aus kategorisch ablehnt.
Gilt das jetzt nur für die AfD? Weil ich meine - die Grünen, die jetzt zum Glück wieder an der 5%-Hürde nagen, geben sich da ähnlich souverän. Die FDP auf der Suche nach ihrem Profil auch. Die lehnen sogar ab, "Steigbügelhalter" sein zu wollen und stellen weit jenseits der 5% noch dreist Forderungen. Das ist alles parteipolitisches Tagesgeschäft. Naja, ist bestimmt nur, weil AfD der Beezlebub ist, oder? ;)

@(Bier)Kelle: Fällt mir gerade noch ein: Ich denke, dass die AfD trotz Höcke und Gauland so gut abschneidet, nicht weil. Man sieht es ja auch bei den Wahlergebnissen, wie sie 2 oder 3 Prozentpunkte bei der NPD "geklaut" haben, die jetzt mit durchschnittlich 1-2% kaum noch der Rede wert ist. Hingegen legt Union und SPD wieder zu, zusammen mehr als 6%. Nicht wenige Wähler (und Mitglieder) sind aus diesen Parteien zur AfD gegangen. Die haben aber so gar keine Lust auf die Extremisten in deren Reihen. Viele von denen werden wohl wieder (zähneknirschend) zurück gewechselt sein (oder werden es bei der Bundestagswahl tun), auch wenn sie lieber alternativ wählen würden - nur eben bitte nicht diese AfD wie sie sich derzeit aufstellt. Deswegen meine ich auch, dass in der Mitte für die AfD weit mehr Stimmen zu holen sind, als am rechten Rand - und in der Folge Höcke / Gauland / ... mehr schaden als nutzen.
 
Du sprichst von Recht, ich von Demokratie.
Dieses Recht ist aber Grundlage für Demokratie.

Demokratie meint aber, dass jede Meinung in ihr, anteilig ihrer Gewichtung, Einfluss hat.
Demokratie sagt, dass die Mehrheit sagt, wo es lang geht. Im Schlimmsten Fall bestimmen 51%, und 49% gucken in die Röhre.
Damit nicht jede kleine Strömung berücksichtigt werden muss, die letztlich jede Regierung handlungsunfähig machen würde, haben wir die 5%-Hürde, also vor allem relevant für die Extremisten, wie NPD, Grüne, Piraten, ... aber auch Parteien ohne nennenswerte Definition, wie FDP.
der Bundestag mit seiner 5%-Hürde ist Teil des Parlamentarismus. Das ist zwar eine Ausformung der Demokratie, bedeutet aber nicht, dass alle Parteien im Parlament auch EINFLUSS hätten. Die Politik wird bestimmt durch die Koalition, die die Mehrheit inne hat - und zwar NUR von Ihnen.

Demokratie funktioniert aber nur, wenn man alle Meinungen über der besagten 5% Hürde anhört. 10% liegen deutlich über 5%. Ich hoffe, wenigstens darin stimmst Du mit mir überein. 14% oder gar 20% liegen noch weiter darüber. Wenn jetzt eine Partei mit 30% oder mehr den Dialog verweigert, sogar Koalitionen gegen die eine Partei bildet, die "anders" ist, dann hat das mit Demokratie so rein gar nichts mehr zu tun. Es heißt nicht, dass die Partei mit 14-20% ihre Meinung gegen eine Partei mit 30%+ durchsetzen kann oder muss. Aber ihre Stimme muss bei einer Entscheidung berücksichtigt werden.
Ich hab den Eindruck, es fehlen Dir ein paar parlamentarische Grundlagen. Wenn es rechnerisch möglich ist, dass eine Mehrheit OHNE die stärkste Fraktion zustande kommt, dann kann diese GAR NICHTS dagegen tun. Den jede Fraktion, die keine Regierungbeteiligung inne hat, hat auch nichts zu sagen. Sitze im Parlament erleichtern es nur, seinen Standpunkt in der Öffentlichkeit dar zu legen, aber auch mit 20%+ hätte die AfD als Oppositionspartei KEINEN EINFLUSS auf die Politik.

Und so ein Verständnis würde ich auch vom Pöbel erwarten, der sich zur Demokratie bekennt. Man kann also gerne im Falle der AfD demonstrieren oder protestieren, wenn man mit ihrer Einstellung zur Flüchtlingsfrage nicht konform geht. Oder ihrer Haltung zum Euro. Oder von mir aus zu jedem anderen konkreten Punkt. Aber die Mühe macht sich die "ehrenwerte" linke Clientel meist gar nicht. "Nazis raus" - reicht schon. Primitiv halt.
Als ob die AfD nicht selber mit primitiven Vereinfachungen arbeitet....

Gilt das jetzt nur für die AfD? Weil ich meine - die Grünen, die jetzt zum Glück wieder an der 5%-Hürde nagen, geben sich da ähnlich souverän. Die FDP auf der Suche nach ihrem Profil auch. Die lehnen sogar ab, "Steigbügelhalter" sein zu wollen und stellen weit jenseits der 5% noch dreist Forderungen. Das ist alles parteipolitisches Tagesgeschäft. Naja, ist bestimmt nur, weil AfD der Beezlebub ist, oder? ;)

Es geht um Inhalte... und die AfD scheut wie der Teufel das Weihwasser Regierungsverantwortung, weil man ja abliefern müsste. Bei nationalistischen Populisten nicht unüblich - siehe Farage oder Wilders. Trump erlebt gerade, was es bedeutet, seine Versprechen nicht einzuhalten, bzw. Wenn man versucht, sie einzuhalten...