Es geht um Inhalte... und die AfD scheut wie der Teufel das Weihwasser Regierungsverantwortung, weil man ja abliefern müsste. Bei nationalistischen Populisten nicht unüblich - siehe Farage oder Wilders. Trump erlebt gerade, was es bedeutet, seine Versprechen nicht einzuhalten, bzw. Wenn man versucht, sie einzuhalten...
Welche beleidigenden Adjektive würden Dir wohl einfallen, wenn die AfD ganz offen damit Wahlkampf machen würde, dass sie die Mehrheit (und damit die Regierungsverantwortung) anstreben würde? Weltfremd? Irre? Größenwahnsinnig?

Ich kann mich erinnern, also die offizielle Nachfolgepartei der kriminellen SED (damals PDS) das erste Mal in den Wahlkampf zog. Sie wollten nicht als Partei gewählt werden, sondern sie wollten ganz gezielt die Erststimme für einen Kandidaten. Warum? Na weil sie genau wussten, dass sie als SED PDS über die Zweitstimme nicht genug Prozente bekommen würde, um Einfluss nehmen zu können. Eher realistisch war es, die sonst eigentlich nutzlose Erststimme vom Wähler zu erbitten, um dann über Direktmandate (und einiges an Überhang) in den Bundestag einzuziehen. Keiner von denen hat damals über Regierungsverantwortung gesprochen und auch keinen Kanzlerkandidaten gestellt. Man hat die Koalition mit allen anderen abgelehnt (und alle anderen mit der PDS), also brauchte man sich auch keine Gedanken über irgendwelche Ministerposten machen. Wenn man jetzt noch dazu nimmt, wie oft die PDS in den Schlagzeilen war, weil sich unter ihnen ein hoher Stasi-Offizier verbarg oder sonst jemand ranghohes aus dem SED-Kader, dann würde ich behaupten, die Geschichte der PDS/Linke ist exakt deckungsgleich oder mindestens zum Verwechseln ähnlich mit der der AfD. Dafür, dass das folglich nur populistische Demagogen sind, halten sie sich aber recht erfolgreich, möchte ich sagen. Oder dürfen die das, weil das Linke sind? Ich weiß es nicht...

Ok, aber mal abseits eines objektiven Blicks, der bei politischen Diskussionen ohnehin als erstes stirbt: Was erwartest Du denn überhaupt von der AfD? Mir kommt es inzwischen so vor, dass sie sogar die SPD nachplappern könnte und es wäre noch immer falsch für den einen oder anderen bornierten Wähler. Ich meine - ich kenne das. Wenn da erst mal eine Antipathie da ist, will man auch nichts Gutes mehr sehen. Da sucht man nach Fehlern, wo immer es geht. Geht mir mit der Merkel so. Inzwischen glaube ich, die Frau könnte machen was sie wollte und würde mir nicht mehr sympathisch werden. Ist also kein Vorwurf, nur eine Feststellung (oder vorsichtiger: eine Vermutung).

Wie auch immer. Ich denke (und hoffe), dass sich die AfD des extremen Kerns erwehren und letztlich bereinigen kann. Dann stehen die Zeichen gar nicht schlecht, dass sie dauerhaft drittstärkste Kraft in Deutschland wird, mit Potenzial für mehr. Und das wäre diesem Land wirklich zu wünschen bevor es vor die Hunde geht. Wäre schade drum. Dann sollen die Vertreter der anderen Parteien die AfD ruhig ignorieren, verdammen und behindern. Sollen die Medien sie ruhig weiter verspotten und durch den Dreck ziehen. Sie alle werden es nicht ändern, dass immer mehr Menschen im Lande der AfD inhaltlich zustimmen. Und selbst wenn die AfD verboten werden sollte (aus welchen erfundenen Gründen auch immer): Deswegen wird sich nicht die Einstellung der Menschen im Land ändern. Dass es eine AfD gibt und dass sie von gar nicht wenigen gewählt wird, hat immer auch einen Grund. Vermutlich der gleiche, warum die Etablierten so viel verloren haben. Und der Grund ist deswegen ja nicht verschwunden...
 
Welche beleidigenden Adjektive würden Dir wohl einfallen, wenn die AfD ganz offen damit Wahlkampf machen würde, dass sie die Mehrheit (und damit die Regierungsverantwortung) anstreben würde? Weltfremd? Irre? Größenwahnsinnig?
Letzteres - wobei das ja der Anspruch einer jeden demokratischen Partei ist - sein MUSS, denn nur als "Alleinherrscher" lassen sich die Parteiziele erreichen. Bei der einen oder anderen "Idde" der AfD sind allerdings Grundgesetzänderungen aufgerufen - das geht nur mit 2/3-Mehrheit

Ok, aber mal abseits eines objektiven Blicks, der bei politischen Diskussionen ohnehin als erstes stirbt: Was erwartest Du denn überhaupt von der AfD? Mir kommt es inzwischen so vor, dass sie sogar die SPD nachplappern könnte und es wäre noch immer falsch für den einen oder anderen bornierten Wähler.
Da sie es nicht tun, brauchen wir darüber nicht zu spekulieren. Was ich mir von der AfD wünsche? Die Selbstauflösung, bzw. etwas kleiner: Abkehr und Distanzierung von sämtlichen nationalchauvinistischen Ideen und Akteuren. Was aber nciht passieren wird.
Ich meine - ich kenne das.
Wundert mich nicht... :evil:
Wie auch immer. Ich denke (und hoffe), dass sich die AfD des extremen Kerns erwehren und letztlich bereinigen kann. Dann stehen die Zeichen gar nicht schlecht, dass sie dauerhaft drittstärkste Kraft in Deutschland wird, mit Potenzial für mehr.
Und genau DAS sehe ich nicht. Entweder wird man sich NICHT "selbst reinigen", oder diese Selbstreinigung wird mit dem Zerbrechen der Partei einher gehen. So oder so - drittstärkste Kraft wird sie so nicht werden. Schon nach der ersten Spaltung blieb das bürgerliche Lager um Lucke auf der Strecke, der Nationaler orientierte Rest rückte weiter nach Rechts. Das Gleiche wird mit Petris "gemäßigten" passieren, nur das der NOCH nationalistischere Teil mindesten 4-6% des bürgerlichen Wählerpotential verschrecken wird. Schon nach der ersten Spaltung konnte die AfD imho nur die Flüchtlingsthemaik und der damit einhergehenden Radikalisierung punkten.
Und das wäre diesem Land wirklich zu wünschen bevor es vor die Hunde geht.
Ich würde eher sagen: Wenn man das diesem Land wünscht, geht es vor die Hunde - wie unpatriotisch!
Wäre schade drum. Dann sollen die Vertreter der anderen Parteien die AfD ruhig ignorieren, verdammen und behindern. Sollen die Medien sie ruhig weiter verspotten und durch den Dreck ziehen.
Den Spott erarbeitet sich die AfD doch selber! Den Mist, den ihre Akteure teilw. absondern, ist eben KEINE Erfindung der Medien!

Im übrigen, da du den AfD-Gegendemonstranten ja grundsätzlich Gewaltbereitschaft unterstellst, wie passt die Drohung, das am 22.4. "buntes Blut" in Köln fließen würde da 'rein?
 
Letzteres - wobei das ja der Anspruch einer jeden demokratischen Partei ist - sein MUSS, denn nur als "Alleinherrscher" lassen sich die Parteiziele erreichen. Bei der einen oder anderen "Idde" der AfD sind allerdings Grundgesetzänderungen aufgerufen - das geht nur mit 2/3-Mehrheit
Was dann im Umkehrschluss bedeutet, dass die praktizierte "Große Koalition" weiter nichts bedeutet als Stillstand, den eigentlich keiner will - weder der Wähler, noch die Parteien. In der Folge wäre eine Überarbeitung des Wahlrechts eigentlich besser. Etwa nach amerikanischem Vorbild. Denn da kann nur eine Partei regieren. Eine Win-Win-Situation für alle. Jedenfalls so lange nicht der "falsche" die Wahl gewinnt, ne? :LOL:

Machen wir es kurz: Die AfD, selbst wenn man ihr nicht unterstellt, die Pest selbst zu sein, kann gar nicht aus ihrer Haut. Wenn sie in den Wahlkampf zieht wie einst die PDS und dann wenigstens die Chance hat, eine verhältnismäßig starke Opposition zu bilden, sind sie undemokratisch. Wenn sie in die Regierung wollen, dann sind sie größenwahnsinnig und bar jeder Realität und Vernunft. Auf die Art sind sie also immer die Bösen...

Was ich mir von der AfD wünsche? Die Selbstauflösung,
Habe ich mir auch schon von der PDS gewünscht, von den Grünen und den Piraten. Nicht mal bei den verrückten Piraten ist mein Wunsch wahr geworden. Ich denke, dass wir beide nicht so viel Glück haben werden, dass unser beider Wünsche wahr werden.

bzw. etwas kleiner: Abkehr und Distanzierung von sämtlichen nationalchauvinistischen Ideen und Akteuren. Was aber nciht passieren wird.
Also wenn ich das Parteiprogramm als Diskussionsbasis nehme, sehe ich darin keinerlei Nationalchauvinismus. Patriotismus - ja. Aber ich sehe an keiner Stelle, dass das deutsche Volk, Land, Kultur, ... über eine andere erhoben wird. Da spielt Dir wohl eher die linke Phantasie einen Streich.

Wenn man es mal ganz genau nimmt, kann man das nicht mal den streitbaren Akteuren unterstellen. Obwohl die natürlich (bewusst und gezielt) polarisieren und meiner Ansicht nach viele bürgerliche Wähler vergrault haben. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Rhetorik nicht ganz zufällig an Politiker der 30er, 40er und 50er Jahre erinnert. Ich sage jetzt mal bewusst nicht "Goebbels" und Co, weil die SPD zu jener Zeit nicht viel anders klang. Zumindest was die gewählten Stilmittel betrifft. Inhaltlich war sie natürlich anders orientiert.

Und genau DAS sehe ich nicht. Entweder wird man sich NICHT "selbst reinigen", oder diese Selbstreinigung wird mit dem Zerbrechen der Partei einher gehen. So oder so - drittstärkste Kraft wird sie so nicht werden. Schon nach der ersten Spaltung blieb das bürgerliche Lager um Lucke auf der Strecke, der Nationaler orientierte Rest rückte weiter nach Rechts.
Das Problem ist, dass der Lucke aus der Sache damals gefühlt als Verlierer hervor ging. Die Leute aus der ehemaligen AfD, die ihm folgten, waren vor allem aus dem politisch mitte-linken Spektrum. Ja, nur doof, dass es dort für die ALFA keine politische Zukunft gibt. Denn dort sitzen die Platzhirsche CDU und SPD. Noch weiter links kommen denn die Grünen und die Linkspartei und wie dann die ganzen kleinen Splitter heißen - MLPD und so.

Vielleicht hast Du recht und die Partei wird daran zerbrechen. Dann ist es so und der extremistische Teil in der AfD doch stärker, als ich dachte. Wenn sie nicht zerbricht und aus ihr eine noch rechtsgerichtere Partei hervor gehen sollte, dann hat intern längst die NPD+Co das Ruder übernommen und die Partei wird bei der nächsten Wahl mit Sicherheit dafür abgestraft. Zumal die AfD dann auch für mich uninteressant wird. Wobei man sagen kann, dass das ebenfalls einem Zusammenbruch gleich kommt.

Aber auch möglich ist, dass eben die Basis um Petry herum sich den Extremisten erfolgreich zur Wehr setzt. Na warten wir es ab, wir werden es ja sehen.

Ich würde eher sagen: Wenn man das diesem Land wünscht, geht es vor die Hunde - wie unpatriotisch!
Siehst Du - in der Beurteilung dessen, was wir jeweils als "am Arsch" definieren, variieren auch die Mittel, die nötig sind, das Land zu retten oder zu intervenieren. Ich denke, wir sind schon fast "am Arsch" hier. Du hältst es womöglich mit Merkel: "Deutschland geht es gut". In der Folge siehst Du keine Notwendigkeit, etwas zu ändern. Ich betrachte es als absolut dringend notwendig.

Im übrigen, da du den AfD-Gegendemonstranten ja grundsätzlich Gewaltbereitschaft unterstellst
Du, ich lasse mich auch gerne von Friedfertigkeit überraschen. Nur zeigt die Vergangenheit eben, dass man häufiger richtig liegt, wenn man Gewaltbereitschaft unterstellt.

Na da warte ich mal auf den letzten Akt der Geschichte. So eine Scheiße traue ich nämlich problemlos der Antifa als False-Flag-Aktion zu. Ein "anonym zugespieltes Bekennerschreiben" und dergleichen lassen ja dann doch eher reichlich Spiel für Interpretationen. Ich will dabei gar nicht ausschließen, dass es auch tatsächlich eine rechte Splittergruppe sein könnte. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es die gestörte Antifa oder Sympathisanten sind, die solche Schreiben verschicken (und gern auch mal Autos anzünden), halte ich für etwa genauso groß...
 
Was dann im Umkehrschluss bedeutet, dass die praktizierte "Große Koalition" weiter nichts bedeutet als Stillstand, den eigentlich keiner will - weder der Wähler, noch die Parteien.
Welch eine Erkenntnis... :Lol:
In der Folge wäre eine Überarbeitung des Wahlrechts eigentlich besser. Etwa nach amerikanischem Vorbild. Denn da kann nur eine Partei regieren. Eine Win-Win-Situation für alle. Jedenfalls so lange nicht der "falsche" die Wahl gewinnt, ne? :LOL:
Ob es fortschrittlicher ist, dass die Regierung Trump sich erstmal damit beschäftigt, sämtliche Gesetze der Obama-Regierung rückgängig zu machen sei dahin gestellt. Der Nachteil eines 2-Parteien-Systems ist eben die wachsende Radikalisierung der Lager. Aber es gibt bei uns immerhin oft Alternativen zur GroKo



Machen wir es kurz: Die AfD, selbst wenn man ihr nicht unterstellt, die Pest selbst zu sein, kann gar nicht aus ihrer Haut. Wenn sie in den Wahlkampf zieht wie einst die PDS und dann wenigstens die Chance hat, eine verhältnismäßig starke Opposition zu bilden, sind sie undemokratisch. Wenn sie in die Regierung wollen, dann sind sie größenwahnsinnig und bar jeder Realität und Vernunft. Auf die Art sind sie also immer die Bösen...
Sie wollen auch als Juniorpartner nicht mitregieren, was aber ein parlamentarisch-demokratisches Grundprinzip darstellt. Verantwortung zu übernehmen.



Habe ich mir auch schon von der PDS gewünscht, von den Grünen und den Piraten. Nicht mal bei den verrückten Piraten ist mein Wunsch wahr geworden. Ich denke, dass wir beide nicht so viel Glück haben werden, dass unser beider Wünsche wahr werden.
Die Piraten haben sich aber obsolet gemacht, dass ist wie Auflösung. Vo PDS und Grünen hab ich auch mal nichts gehalten, aber die sind durch Realpolitik und Regierungsbeteiligungen als Juniorpartner heutzutage sehr viel gemäßigter als noch vor 20-25 Jahren.



Also wenn ich das Parteiprogramm als Diskussionsbasis nehme, sehe ich darin keinerlei Nationalchauvinismus. Patriotismus - ja. Aber ich sehe an keiner Stelle, dass das deutsche Volk, Land, Kultur, ... über eine andere erhoben wird. Da spielt Dir wohl eher die linke Phantasie einen Streich.
Wann steht denn das Parteiprogramm denn auf der Bühne oder gibt Interviews? Das gesamte Führungspersonal leistet sich mit un-schöner Regelmäßigkeit chauvi-Ausfälle. Aber nee, ist eine Mischung aus linksgrün versifter Phantasie, Lügenpresse und internationalem Terror-Islam...



Das Problem ist, dass der Lucke aus der Sache damals gefühlt als Verlierer hervor ging. Die Leute aus der ehemaligen AfD, die ihm folgten, waren vor allem aus dem politisch mitte-linken Spektrum
Mitte vielleicht, links wohl kaum. Lucke hat den Schritt rechts 'raus gescheut, deshalb musste er gehen.



Vielleicht hast Du recht und die Partei wird daran zerbrechen. Dann ist es so und der extremistische Teil in der AfD doch stärker, als ich dachte. Wenn sie nicht zerbricht und aus ihr eine noch rechtsgerichtere Partei hervor gehen sollte, dann hat intern längst die NPD+Co das Ruder übernommen und die Partei wird bei der nächsten Wahl mit Sicherheit dafür abgestraft. Zumal die AfD dann auch für mich uninteressant wird. Wobei man sagen kann, dass das ebenfalls einem Zusammenbruch gleich kommt.
Das wünschen sich viele. Aber wann wäre für dich der Knackpunkt erreicht? Wenn die Mutterkreuzträgerin nicht mehr Vorsitzende ist? Wenn Brend Parteichef ist? Oder wenn die ersten Schilder vorm Dönerladen stehen?

Aber auch möglich ist, dass eben die Basis um Petry herum sich den Extremisten erfolgreich zur Wehr setzt. Na warten wir es ab, wir werden es ja sehen.
was würde das ändern? Entweder gehen die Gemäßigten, oder die Extremisten...



Siehst Du - in der Beurteilung dessen, was wir jeweils als "am Arsch" definieren, variieren auch die Mittel, die nötig sind, das Land zu retten oder zu intervenieren. Ich denke, wir sind schon fast "am Arsch" hier. Du hältst es womöglich mit Merkel: "Deutschland geht es gut". In der Folge siehst Du keine Notwendigkeit, etwas zu ändern. Ich betrachte es als absolut dringend notwendig.
Mir mißfällt deine Implikation: "Wer Merkel nicht als Unheil ansieht, stimmt ihr zu!" In einigen Dingen stimme ich ihr tatsächlich zu, bei anderen mißbillige ich Ihre Mittel, anderes lehne ich ab. Nur habe ich es NICHT nötig, nach "Rettung fürs Volk Reich Vaterland" zu rufen! Wenn Deutschland eines NICHT ist, dann in Not!
 
Ob es fortschrittlicher ist, dass die Regierung Trump sich erstmal damit beschäftigt, sämtliche Gesetze der Obama-Regierung rückgängig zu machen sei dahin gestellt.
Nein, gar nicht. Ich will auch Trumps Politik überhaupt nicht verteidigen, ihn auch nicht. Ich will nur sagen: Da regt sich was. Vielleicht in eine Richtung, die Dir (oder auch mir oder wem auch immer) nicht gefällt. Aber man fährt sich nicht fortlaufend über Jahre fest und bleibt handlungsfähig.

Sie wollen auch als Juniorpartner nicht mitregieren, was aber ein parlamentarisch-demokratisches Grundprinzip darstellt. Verantwortung zu übernehmen.
Und wieder ist die AfD schuld. Dass aber alle anderen auch abgelehnt haben, mit der AfD zu spielen, weißt Du ganz genau.

Und was würde es bringen, wenn man als eine Partei an den Start geht, die den grundsätzlichen Kurs von Union, SPD, Grüne, Linke und FDP ablehnt, aber dann eine Partnerschaft in Aussicht stellt. Das ist ja als wenn Nazis und die Antifa eine Fahrgemeinschaft zur nächsten Demo bilden würden. Wie soll das gehen?

Keine der anderen Parteien will in den Punkten Europapolitik, Euro, und Flüchtlingspolitik von ihren Standpunkten abweichen. Das sind aber die wesentlichen Kernthemen der AfD. Nicht mal beim Thema "Volksentscheide" will man sich bewegen. Man will nicht mal einen Dialog mit der AfD, also auch keine eine Sondierung, inwiefern was möglich wäre. Soll sich jetzt die AfD so weit verbiegen, bis sie genauso profillos ist wie man es von den Etablierten kennt? Sie müsste ihre Kernthemen aufgeben, weswegen sie aber von den Leuten gewählt wurde. Das würde einer Selbstauflösung gleich kommen und im Wesen etwa dem entsprechen, als wenn die Linkspartei gezwungen werden würde, ihn ihrem Wahlprogramm auf Mindestlohn und Rente verzichten müsste - und gleichzeitig noch immer gewählt werden wollen würde. Ist doch wohl klar, dass das nicht passieren wird, oder?

Wann steht denn das Parteiprogramm denn auf der Bühne oder gibt Interviews? Das gesamte Führungspersonal leistet sich mit un-schöner Regelmäßigkeit chauvi-Ausfälle.
Habe ich von Petry noch nicht gehört und damit schon nicht das "gesamte Führungspersonal". Und inzwischen habe ich ja auch ein paar AfD'ler kennengelernt. Die große Mehrheit derer ist absolut kein Fan von Höcke und dessen Klüngel. Geht man auf eine AfD-Wahlveranstaltung, trifft man auch einige ehemalige aus der CDU und sogar der SPD. Alles Leute der bürgerlichen Mitte und sie betrachten die AfD auch als einzige Alternative zur Realpolitik, von der sie sich nicht (mehr) vertreten fühlen.

Und ja, auch ein paar Nazis bilden dort einen kleinen Pulk, aber mit diesem "Dutzend am Rand", auf das augenscheinlich 100 Jahre Knast kommt, will sonst kaum jemand etwas zu tun haben. Zumal mal die NPD auch nicht als "Schwesterpartei" begreift.

Aber ja, ein paar Leute leisten sich Ausfälle und nicht selten sind sie in Führungspositionen. Das wohl auch, weil sie von denen dort hin geschoben wurden, die am lautesten schreien, aber trotzdem nicht die Mehrheit sind. Wobei der Anteil derer auch je nach Landesverband unterschiedlich sein dürfte. Das spielt aber in der Gesamtbetrachtung keine Rolle. Fakt ist, dass die AfD massiv von rechts unterwandert wurde. Das zeigt letztlich auch das Abschneiden der NPD bei der Wahl, die nicht mal mehr über 1% gekommen ist. Die meisten ehemaligen der NPD haben sich offenbar "neu orientiert".

Und ja, der gemäßigte Flügel der AfD wurde extrem geschwächt, als Lucke mit seinen Mannen die Partei verließ. Ich glaube aber kaum, dass es sich die Petry gewünscht hat, sich der Linken in ihrer Partei um Lucke herum zu entledigen, dann aber selbst auf der Abschussliste der extremen Rechten zu landen. Nur sehe ich sie jetzt auch in der Pflicht, das zu korrigieren. Und da ist sie ja auch dran. Nun müssen wir abwarten. Nur wird eben ein Höcke längst nicht reichen.

[Lucke] Mitte vielleicht, links wohl kaum.
Die AfD unter Lucke war insgesamt sicher eine Mitte- (bis Mitte-Rechts) Partei. Das aber eben auch, weil Lucke und seine Crew die Partei nach links gezogen haben, als sie rechts ausbrechen wollte. Und diese linke Kraft in der Partei wurde halt weitestgehend ausradiert. An sich nicht schlimm, wenn sie es aus eigener Kraft schaffen kann, mit Abstand zur NPD und dem rechten Rand weiter zu machen. Nur wenn zunehmend Wähler und Parteimitglieder bei der NPD abgegrabbelt werden, dann steigt natürlich auch der Anteil an Extremisten. Ein sich selbst verstärkender Effekt. Der muss eben wieder umgekehrt werden. Grenzen müssen klar neu gezogen werden: Bis hier hin ist AfD - dahinter kommt NPD oder das Strafgesetzbuch.

Aber wann wäre für dich der Knackpunkt erreicht? Wenn die Mutterkreuzträgerin nicht mehr Vorsitzende ist? Wenn Brend Parteichef ist? Oder wenn die ersten Schilder vorm Dönerladen stehen?
Für mich persönlich ist der Punkt exakt dann erreicht, wenn ein Höcke (oder wer auch immer) für seine "Ausfälle" keine nennenswerte Kritik mehr aus den eigenen Reihen bekommt. Wenn ich zu einer Wahlveranstaltung der AfD gehe und keinen nennenswerten Unterschied mehr zur NPD erkennen kann - entweder in den gehaltenen Reden oder der dort vorherrschenden Clientel. Auch wenn sich am Partei- und Grundsatzprogramm der AfD etwas ändern sollte, das ich für nicht mehr tragbar oder unterstützenswert hielte. Auch denkbar (wenngleich auch äußerst unwahrscheinlich), wenn sie ihre Kernziele aufgibt um irgendwo als Junior mitmischen zu können.

Ich nehme da als Maßstab den Bundesvorstand der Partei und nicht die einzelnen Landesverbände. Was da vor Ort zum Teil ablaufen mag, kann ich mir schon gut vorstellen. Da werden so einige ehemalige NPD'ler sitzen. Und die werden so einigen anderen aus ihrem Klüngel, die längst in der Versenkung verschwunden waren, eine neue Renaissance verpassen. Genau das erleben wir schon. Allerdings halte ich den Maßstab, in dem das geschieht, noch für umkehrbar oder mindestens aufhaltbar. Aber wie gesagt: Das bleibt halt abzuwarten.

Mir mißfällt deine Implikation: "Wer Merkel nicht als Unheil ansieht, stimmt ihr zu!" In einigen Dingen stimme ich ihr tatsächlich zu, bei anderen mißbillige ich Ihre Mittel, anderes lehne ich ab. Nur habe ich es NICHT nötig, nach "Rettung fürs Volk Reich Vaterland" zu rufen! Wenn Deutschland eines NICHT ist, dann in Not!
Ja, das sage ich ja auch. Du siehst die Frau nicht als Katastrophe, derer dringend begegnet werden muss. Du hältst sie insgesamt für mindestens "tragbar". Andere sind da sogar noch weit weniger kritisch und unterstützen ihren Kurs in weiteren Teilen.

Ich hingegen sehe sie als großes Übel, gegen das man dringend angehen muss. Die einzigen, die aktuell überhaupt nur im Ansatz in der Lage sind, Einfluss auf die Politik zu nehmen, ist aktuell die AfD. Und das haben sie ja bereits indirekt getan. Ohne sie hätte es sicher keine Diskussion über "sichere Herkunftsstaaten" gegeben, so nutzlos es auch für die Realität sein mag. Aber eben kleine Schritte...
 
Apropos primitiv: @Reddogg: Keiner von der AfD heißt Gewalt gegen wen auch immer gut, relativiert, verharmlost oder unterstützt sie. Nicht mal Höcke oder Gauland.
Du solltest eventuell langsam mal anfangen bei allen grösseren AfD-Gruppierungen in Deutschland nach zu schauen was die zum Teil so von sich geben und damit meine ich nicht Widerstand x,y oder Pro Stadt x,y sondern direkte Facebook-Gruppen die den Landesvorständen unterstehen (und keine Kommentare von Ewiggestrigen). Wie gesagt eventuell wäre das Schwarzbuch AfD ein Anfang für Dich in Deinem eigenem kleinem Mikrokosmos über Deinen kleinen Mikrokosmus etwas mehr zu erfahren. Denn Unwissenheit ist keine Ausrede...

Und bezüglich der "false-flag-Aktionen" der angeblichen Linksextremisten. Der letzte grosse bekannte ist der aus Dresden. als es den Brandanschlag auf die Moschee und das Congress-Centrum gab. Auch da hatten rechte Idioten auf linksunten.indymedia ein falsches Bekennerschreiben von angeblichen Linksextremisten veröffentlich (komisch wenn man sich beide anschaut, damals Dresden, heute BVB, kommen sie sehr ähnlich rüber ;) ) Am Ende war es einer direkt aus dem Pegida-Umfeld. Neben Freital/360 und der Freien Kameradschaft Dresden sind dies insgesamt schon 3 nachweislich erfolgte Angriffe aus dem Pegida-Umfeld. Bis heute möchte weder die Staatsanwaltschaft Dresden noch der sächs. Verfassungsschutz diesbezüglich mehr Arbeit hineinstecken wie und in welchem Maße es rechtsextremistische Strukturen in und um Pegida vorhanden sind. Komisch das dort Deine Rufe nach "demokratischen Mitteln" wie so oft bei den Rechtssympathisanten und -Extremisten auf einmal nicht mehr auffindbar sind. Ebenso wie bei den letzten Brandanschlägen bei uns hier im Osten. Aber das kennen wir ja von AfxxgiNPDa1%-IB ihren eigenen Kameraden dürfen sie nicht kritisieren, wäre blöd ein Volksfahrrad zu sein.
 
Und bezüglich der "false-flag-Aktionen" der angeblichen Linksextremisten. Der letzte grosse bekannte ist der aus Dresden. als es den Brandanschlag auf die Moschee und das Congress-Centrum gab.
Ist mir nicht bekannt.

Komisch das dort Deine Rufe nach "demokratischen Mitteln" wie so oft bei den Rechtssympathisanten und -Extremisten auf einmal nicht mehr auffindbar sind.
[...]
Aber das kennen wir ja von AfxxgiNPDa1%-IB ihren eigenen Kameraden dürfen sie nicht kritisieren, wäre blöd ein Volksfahrrad zu sein.
Ich kritisiere durchaus. Aber erstens ist mir nicht jeder Vorfall bekannt, weil ich auch nicht 24/7 auf der Suche nach jedem noch so kleinen Scheiß bin. Aber wenn Du gern meine Aussage überprüfen möchtest, dann mache ich Dir einen Vorschlag. Zu jedem belegbaren Vorfall, zu dem Du meine Meinung haben willst, postest Du einfach einen Link, den Du gern an mich adressierst. Dann bekommst Du dazu auch eine Meinung von mir.

Teilnahmebedingungen:
  1. Du nimmst meine Meinung nicht vorweg, stellst auch keine wilden Vermutungen an oder Behauptungen auf
  2. Wenn ich meine Meinung zu einem Vorfall schreibe, dann ist es einzig und allein meine Meinung. Die muss daher nicht zwangsläufig deckungsgleich mit der der AfD sein, auch nicht mit einer *gida, NPD, Deinem örtlichen Suffnazi oder mit wem Du mich sonst noch alles gleich setzt. Akzeptiere meine Meinung und diskutiere dann nicht in der Form, dass das nicht meine Meinung sein könne, weil die nicht in Dein Weltbild über mich passen würde.
  3. Versuche möglichst nur jene Vorfälle zusammen zu tragen und an mich zu richten, wo Du ernsthaft an meiner Meinung interessiert bist. Das schließt zum Beispiel provokative Fragen, wie ich wohl zu Brandanschlägen stehen würde, kategorisch aus, da ich dieserart Fragen von Dir bereits mehrfach und eindeutig beantwortet habe.
  4. Die Quellen können gern aus den Mainstream-Medien kommen, nach Möglichkeit aber bitte mehr als nur 1 pro Vorfall. "Mainstream" schließt zwar die BILD mit ein, aber nicht Indymedia, HansWurst-Gegen-Rechts, Pickelfresse-Gegen-Nazis und andere zwielichtigen oder pauschal subjektiven Portale. Gleichzeitig lassen wir dann natürlich auch KOPP & Co raus. Wir können uns auch gern vorher auf zu verwendene Quellen einigen, die wir beide akzeptieren können.
  5. Versuche bitte wenigstens im Ansatz den Eindruck zu vermitteln, eine Kinderstube gehabt zu haben und verzichte so weit es Dir möglich ist auf Beleidigungen, Rufmord, Diffarmierungen und ähnliches
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist mir nicht bekannt.
Das merken so einige hier :)

Teilnahmebedingungen:
  1. Du nimmst meine Meinung nicht vorweg, stellst auch keine wilden Vermutungen an oder Behauptungen auf
  2. Wenn ich meine Meinung zu einem Vorfall schreibe, dann ist es einzig und allein meine Meinung. Die muss daher nicht zwangsläufig deckungsgleich mit der der AfD sein, auch nicht mit einer *gida, NPD, Deinem örtlichen Suffnazi oder mit wem Du mich sonst noch alles gleich setzt. Akzeptiere meine Meinung und diskutiere dann nicht in der Form, dass das nicht meine Meinung sein könne, weil die nicht in Dein Weltbild über mich passen würde.
  3. Versuche möglichst nur jene Vorfälle zusammen zu tragen und an mich zu richten, wo Du ernsthaft an meiner Meinung interessiert bist. Das schließt zum Beispiel provokative Fragen, wie ich wohl zu Brandanschlägen stehen würde, kategorisch aus, da ich dieserart Fragen von Dir bereits mehrfach und eindeutig beantwortet habe.
  4. Die Quellen können gern aus den Mainstream-Medien kommen, nach Möglichkeit aber bitte mehr als nur 1 pro Vorfall. "Mainstream" schließt zwar die BILD mit ein, aber nicht Indymedia, HansWurst-Gegen-Rechts, Pickelfresse-Gegen-Nazis und andere zwielichtigen oder pauschal subjektiven Portale. Gleichzeitig lassen wir dann natürlich auch KOPP & Co raus. Wir können uns auch gern vorher auf zu verwendene Quellen einigen, die wir beide akzeptieren können.
  5. Versuche bitte wenigstens im Ansatz den Eindruck zu vermitteln, eine Kinderstube gehabt zu haben und verzichte so weit es Dir möglich ist auf Beleidigungen, Rufmord, Diffarmierungen und ähnliches
Da Du Deine eigenen Teilnahmebedingungen nicht erfüllen kannst. Tut mir es leid, nehme ich am Gewinnspiel auch nicht teil. Probiers einfach noch mal...:ugly:
 
Frau Kepetry mag nicht mehr so richtig:

https://www.n-tv.de/newsletter/brea...ht-auf-Spitzenkandidatur-article19799584.html

Gibt es eigentlich noch eine halbwegs gemäßigte Person, die die AfD jetzt ins Rennen schicken kann?

gruss kelle!
Ich denke Photon kann hier sicher 1-200 AfD-Funktionäre benennen, schliesslich ist doch nur der ganz ganz kleine Teil bei der AfD Rechtsympathisant/-extremist. Alle anderen sind doch ganz souveräne Demokraten.*

Ich bin mal gespannt...vielleicht gibt es ja die nächsten Tage schon Aussagen wie, hat sie nicht gesagt. Ach doch hat sie gesagt, aber nicht gemeint. Und sowieso, verdammte Lügenpresse...;)

Der bayerische AfD-Landeschef wird nun wegen seiner Nähe zu rechtsextremen Gruppierungen vom Verfassungsschutz beobachtet. https://www.sueddeutsche.de/bayern/...yern-leben-mindestens-reichsbuerger-1.3468995
Immer diese Lügenpresse also wirklich...*

*kann Spuren von Sarkasmus enthalten

In Sachsen wäre Letztgenannter wahrscheinlich nicht mal unten den "asylkritischen" Personen aufgeführt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Frau Kepetry mag nicht mehr so richtig
Um der Wahrheit die Ehre zu geben, wollte sie das noch nie. Denn sie hat das Thema "Spitzenkandidatur" immer beiseite geschoben, wohl weislich, dass ihre Partei viel dringendere Sorgen plagen als welcher ferngesteuerte Kasper da nun diese eigentlich nur repräsentative Rolle übernehmen soll. Ginge es nach ihr, gäbe es keinen Spitzenkandidaten, weil überflüssig und nicht notwendig. Übrigens ist das auch meine Meinung.

Sie bringt es doch wunderbar auf den Punkt:
n-tv schrieb:
"So ist das Außenbild der AfD immer wieder durch die unabgestimmte - also für die Parteiführung völlig überraschende - maximale Provokation weniger Repräsentanten geprägt." Dies habe einen Teil der bürgerliche Wähler verschreckt und dazu geführt, dass das Wählerpotenzial der AfD zuletzt deutlich geschrumpft sei. Während dieses im Herbst 2015 noch bei bis zu 30 Prozent gelegen habe, liege es aktuell nur noch bei 14 Prozent.

Und sie weiß ganz genau, dass die damaligen 20-30% alles Vertrauensvorschuss der Wähler war. Heißt, dass so schnell wie die AfD die Stimmen verloren hat, nicht mehr wieder gewinnen wird. Und so langsam dürfte ihr klar geworden sein, dass sie sich im direkten Kampf gegen Lucke seinerzeit vom Extremisten-Flügel hat missbrauchen lassen. Zwar war mir die Petry schon immer sympathischer als der weichgespülte Lucke, aber dennoch war er ein notwendiges Regulativ innerhalb der Partei.

Kaum war Lucke weg, geriet auch schon Petry ins Kreuzfeuer. Das hätte bei ihr eigentlich schon die Alarmglocken läuten lassen müssen. Hat es womöglich auch. Seither wehrt sie sich standhaft dagegen, das Schicksal von Lucke zu teilen und letztlich genauso aus der Partei geschasst zu werden und damit der "dunklen Seite der Macht" Tür und Tor zu öffnen. Im Grunde kann sie dankbar sein, dass der Partei noch um die 15% der Wähler die Stange halten. Vielleicht ist da auch ganz viel Glück dabei, weil es nach wie vor keine Alternative zur Alternative für Deutschland gibt. Aber dieser Bonus währt nicht ewig.

n-tv schrieb:
Petry hatte vor zwei Wochen einen "Sachantrag zur politischen Ausrichtung der AfD" formuliert, den sie auf dem Bundesparteitag an diesem Wochenende in Köln zur Abstimmung stellen will. Darin wirbt sie für den "realpolitischen Weg einer bürgerlichen Volkspartei", die in den kommenden Jahren in der Lage sein sollte, koalitionsfähig zu werden.
Ich drücke ihr die Daumen. Erstens dass der Parteitag weitestgehend reibungslos durchgeführt werden kann und dass es zu keinen (gewaltsamen) Zwischenfällen durch wenig schlaue "Gegendemonstranten" kommt. Zweitens, dass sie ihre Partei davor bewahren kann, sich letztlich selbst ins politische Abseits zu schießen. Und drittens, dass sie es letztlich schafft, aus der AfD gewissermaßen eine CSU für ganz Deutschland zu formen, auch wenn es heute eher nach Utopie klingt.
 
In einem vertraulichen Papier, das dem ZDF vorliegt, hat die AfD "sorgfältig geplante Provokationen" als Strategie für das Wahljahr ausgegeben. Die Partei wolle ganz bewusst und ganz gezielt immer wieder politisch inkorrekt sein - und dies "selbstverständlich im Rahmen und unter Betonung der freiheitlich demokratischen Grundordnung unseres Landes".

Es ist schon klar, dass Petry was gegen unabgestimmte Provokationen hat.
Da die AfD allerdings Provokationen zur Wahlkampftaktik erhoben hat, muss sie wohl damit leben.

https://www.heute.de/interne-partei-papiere-belegen-wie-die-afd-gezielt-provoziert-46353072.html

Irgendwie ein bisschen zu durchsichtig dieses Rumgeheule.

Hätte die Gutste doch bloß mal im Deutschunterricht aufgepasst.

Und sie laufen! Naß und nässer
wirds im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

Blöd bloß, dass ihr kein Meister helfen kann.

gruss kelle!
 
Es ist schon klar, dass Petry was gegen unabgestimmte Provokationen hat.
Ja, nun ist es aber ein Unterschied, ob man sich auf rechtlich (und moralisch) einwandfreie Provokationen einigt, um dem Wahlkampf ein wenig Würze zu verpassen und den politischen Gegner womöglich aus der Reserve zu locken. Oder ob ein paar Gestalten der AfD immer durch Äußerungen jenseits des guten Geschmacks und an der Grenze des Legalen auffallen. Ich glaube daher nicht, dass eine Frau Petry mit den Äußerungen eines Höcke oder Gaulands einverstanden ist und hier nur einen medialen Schaukampf aufzieht, damit der AfD nicht noch die letzten gemäßigten Wähler weg rennen.

Da die AfD allerdings Provokationen zur Wahlkampftaktik erhoben hat, muss sie wohl damit leben.
...womit sie die einzige Partei in Deutschland sein dürfte, die zu Zeiten des Wahlkampfes den Ton verschärft und den politischen Gegner provoziert, ja? Hast Du die letzten 25 Jahre in der Gefriertruhe verbracht?

Warum sollte Petry eigentlich genau jene Kräfte unterstützen, die sie aus der Partei drängen wollen? Zumal "provokativ" alles mögliche sein kann. Im niveaulosesten Fall kann man sich auch über die Frisur von Merkel lustig machen und provoziert damit auch. Aber das was Höcke und Co veranstalten, ist weit mehr als "Provokation". Damit fängt man nicht den bürgerlichen Wähler, der sich freut: "Endlich mal keine weichgespülte Partei, sondern eine die Klartext spricht und keine Angst vor der Political Correctness hat", sondern man fischt in dunkelbraunen Gewässern weit abseits der bürgerlichen Angelplätze. Ich kann Dir versichern, dass das nicht mit "Provokation" gemeint war.
 
...womit sie die einzige Partei in Deutschland sein dürfte, die zu Zeiten des Wahlkampfes den Ton verschärft und den politischen Gegner provoziert, ja? Hast Du die letzten 25 Jahre in der Gefriertruhe verbracht?
Welcher "scharfe Ton gegen den politischen Gegner" seit wann sind Minderheiten in unserem Land, welche ein Bestandteil unser Gesellschaft sein sollte, der "politischer Gegner". Wenn wenigstens mal was gegen den "politischen Gegner" ausser die bösen Linksextremisten kommen würde. Aber ich sehe da eher nichts, ok "Merkel raus-Rufe". *gähn* :ugly:

Da ist es kein Wunder wenn genau diese Gesellschaft und nicht 50.000 Linksextremisten wie die Ewiggestrigen von AfxxgiNPDa1%-IB immer wieder von sich geben, genau jenen Leuten aufzeigt das sowas bei uns nicht zu suchen hat.

Den Staat abschaffen wollen, aber kaum wenn es Gegenwehr gibt, sogar die etablierten Parteien/Personen auffordern sie bitte zu schützen. :LOL:
 
Gauland: "Ich habe immer gesagt, ich stehe für keine Kandidatur gegen Frauke Petry bereit"

Das Problem hat sich ja jetzt erledigt.
 
Also ich muss mittlerweile sagen, dass Reddogg & Co mich voll überzeugen:

https://www.youtube.com/watch?v=LFGldY8Jbko

https://www.youtube.com/watch?v=7uGF_CmvLOI

Genauso wie die möchte ich auch leben :mrgreen: :biggrin:

Wann haben wir (ich und wer gleich noch?) denn "alternative Wohnprojekte" als die einzige Darseinsberechtigung von Wohnmöglichkeiten hier gefordert?
Wenn Du wüsstest wo ich wohne, würden Dir glaub ich die Ohren schlackern. Der Unterschied zwischen uns (wen auch immer das alles einschließt (wenn wir Photon's Aussage nehmen: Kelle, darkkurt und mich)) und den Ewiggestrigen von rechts ist wir akzeptieren andere Menschen/Lebensformen/Lebensarten, egal woher sie kommen, welche Sprache sie haben, wo und wie sie wohnen, mit wem sie sexuelle Aktivitäten teilen etc. solange davon niemand gegen seinen Willen dies machen muss. :)

Aber eins kann ich Dir sagen, bis zum heutigem Tage habe ich noch in keinem solchen oder ähnlichen "alternativen Wohnprojekt" gewohnt. Wie war das immer mit Vorurteilen und üblen Nachreden. Naja wenn man es selbst macht, ist doch eigentlich ganz ok, oder mein rechter kleiner Padawan? Du noch viel lernen müssen...
 
Reddogg schrieb:
Wann haben wir (ich und wer gleich noch?) denn "alternative Wohnprojekte" als die einzige Darseinsberechtigung von Wohnmöglichkeiten hier gefordert?

Niemals, deswegen hab ich das ja auch nicht gesagt :D

Aber der Typ im ersten Video ist toll:

Er sagt, das es z.B. keinen Angriff mit Stahlstangen gab auf jemanden, mit der Begründung, dass das Opfer danach garkeine normale Arbeit mehr nachgehen könnte xD :ugly: