Nö eigentlich nur Rechtsextremisten. Besonders die Rechten wollen doch jede kleinste Strömung einzelnd benannt haben. :roll:
 
Bin gerade zufällig auf diesen Artikel hier gestoßen:

https://philosophia-perennis.com/2016/09/19/morddrohungen-afd/

Ich meine ja, mittlerweile sind es die Leute von der AfD ja echt gewohnt, wenn zufällig mal ihre Autos in Flammen stehen, deren Häuser belagert + mit Eiern beworfen werden, oder man ihnen ein Törtchen ins Gesicht klatscht ... aber ein öffentlicher Aufruf zum "hinrichten" ist irgendwie mal ein ganz anderes Kaliber o_O

Vorallem find ichs lustig, dass es sich hier um einen Politiker handelt, der als homosexuell gillt :yes: Ich dachte eigentlich immer, dass es genau solche Leute sind, für die sich viele der Linken einsetzen :think:
 
Also erstmal kann jeder alles in das linksunten-Forum schreiben. Es gibt auch genug kleine Rechtsterroristen in dem Forum dort. Aber lassen wir es mal so stehen wie es da steht. Ach blöd, die Meldung ist ja schon wech.

Aber wir nehmen mal an das "Linkesbabe" kein Fakeaccount ist. Dann gehört die gute Dame, ebenso wie die rechten Pendants wegen Hetze/Mordaufruf etc. bestraft. Was dann in ein paar tausend Euro Strafe endet.

Nun zu Herrn Welsch und seiner Homosexualität (ob oder ob nicht, ist mir jetzt erstmal Rille), der linken Szene geht es doch nicht direkt um die Homosexualität. Sondern will mehr um die Diskriminierung von Homosexuellen wie durch Idioten der AfD. Das heisst aber nicht das man jeden Homosexuellen ob Männlein, Weiblein oder andere Formen, unhinterfragt hinter rennt und seine "Thesen" unterstützt. Und wenn ich mir da ein Herrn Welsch so anhöre, wäre er auch unabhängig von seiner Parteimitgliedschaft der AfD niemand dem ich den Rücken stärken würde.
 
Ich finde es erstaunlich wie man dazu kommt anhand eines Mordaufrufes gegen einen AfD-Politiker "Rechtsterroristen" und "Diskriminierung von Homosexuellen wie durch Idioten der AfD" anzuprangern.

Das kann wirklich nur unser Reddog...
 
Das soll mir wie helfen?

@maxator
1. Durch Lesen des Kommentars um diesen Mordaufruf herum.
2. Durch Lesen des Textes der verlinkt ist
3. Durch Transferwissen, was bei anderen ähnlichen Vorfällen für Strafen ausgesprochen wurden.
Also eigentlich ganz einfach, wenn man nicht nur von von A bis A denken kann: "Ohh Mordaufruf durch Linke, arghhhh."
 
Das soll mir wie helfen?
Na es soll einmal mehr zeigen, dass
  • In der AfD keine "Idioten" sind
  • Homosexuelle nicht diskriminiert werden
  • Homosexuelle einen festen Stand und sogar einen eigenen Verband innerhalb der AfD haben
  • Durch Transferwissen aus früheren Beiträgen von Dir und Kombinatorik ich schon Aussagen von Dir vorbeugen wollte, nach denen alle AfD-Anhänger, -Wähler und -Sympathisanten Nazis, Rassisten, homophob, ..., Kindermörder, Tierquäler und Popelfresser sind

Du kannst ja von mir aus über die AfD denken was Du willst. Aber mit einem Wahlergebnis, das bislang nur wenig schlechter als das der CDU (und SPD) ist, wird man die AfD nicht ignorieren und tot schweigen können, wie man es mit der NPD gemacht hat. Ihre Abgeordneten und Wähler zu beleidigen, wird vermutlich ähnlich kontraproduktiv sein. ABer mach nur weiter, die AfD freut sich darüber sicher :)

Man muss sich als Demokrat im Gegenteil das Wahlergebnis zunächst mal akzeptieren. Dann muss man sich fragen, was man selbst falsch gemacht hat. Auch wenn man davon überzeugt ist, alles richtig gemacht zu haben und verantwortungsvoll gehandelt zu haben, es aber inzwischen mehr und mehr Menschen im Land anders sehen. Dann muss man auch die eigene Stellung hinterfragen. Welche Position in einer rechtsstaatlichen Demokratie habe ich? Bin ich ein Gottkönig (wie etwa Wowereit) oder bin ich ein Diener des Volkes (laut meiner Stellenbeschreibung und meinem Amtseid)?

Wenn man die Fragen erfolgreich geklärt hat, kann man den Job angehen. Und der sagt eigentlich nichts anderes, als dass die Überlegungen und Bedürfnisse der AfD zu mindestens 15% mit in Entscheidungen einfließen sollten. Auch wenn es dem einen oder anderen Linken nicht passt, aber in Deutschland gab und gibt es wie in jedem anderen Land der Welt auch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte konservative Strömung. Auch deren Wünsche und Bedürfnisse müssen in der Realpolitik abgebildet werden. Wenn nicht, naja, dann passiert eben sowas, dass eine "Volkspartei" zusehens an Bedeutung verliert.

Wie auch immer, bei Dir rede ich ohnehin gegen eine Wand. Daher nur kurz: Ob Du Dich hier und anderswo nun aufbläst oder nicht - das Wahlergebnis ist zu akzeptieren und statt die AfD laufend zu diffamieren wäre es womöglich gewinnbringender, sich mal zu fragen, was im Land umgehend, mittel- und was langfristig verändert werden muss, damit es keine AfD mehr geben muss.
 
Na es soll einmal mehr zeigen, dass
  • In der AfD keine "Idioten" sind

  • Stimmt Rechtsextremisten wie Nerstheimer und Co. trifft es mittlerweile wesentlich besser. Wobei Herr Welsch ja auch die Umfrage eines Schwulen-Magazins "Männer" anspricht. LOL nur das die Zeitung selbst ihre "Umfrage" als nicht repräsentativ hält. Aber naja das holen wir erst wieder raus wenn es gegen die AfD geht, oder?
    Er beteiligt sich ja dort auch in den Kommentaren, wie folgt: AfD sei die "einzige wirklich homofreundliche Partei" :ugly: Ja, klar...

    Man schaue sich auch mal die Seite von Ihnen an: https://homosexuellefuer.de
    Das mit den Rechtschreibfehlern über wir nochmal wenn man sich so öffentlich präsentiert:
    "Wählen Homosexuelle wählen wirklich nur Grün, Rot, Rot?"

    [*]Homosexuelle nicht diskriminiert werden
    Dir ist gar nicht aufgefallen das Welsch in dem Interview dort einer Antwort schuldig geblieben ist.
    Denn er behauptet das die Äusserungen "bestimmt kein Angriff auf Homosexuelle" sind. Naja paar Quoten-Leute braucht ja jeder. Selbst Pegida und Co. nutzen die "keine Nazis"-Fahnenwedler, wo quasi auf die Person folgend rechte Gesinnungskameraden folgen. *facepalm*
    [*]Homosexuelle einen festen Stand und sogar einen eigenen Verband innerhalb der AfD haben
    Ohh selbst die "degenerierten" haben einen Verband, wow. Wie gross ist der eigentlich?



    Du kannst ja von mir aus über die AfD denken was Du willst. Aber mit einem Wahlergebnis, das bislang nur wenig schlechter als das der CDU (und SPD) ist, wird man die AfD nicht ignorieren und tot schweigen können, wie man es mit der NPD gemacht hat.
    Ohh die arme NPD. Ja das war wirklich schrecklich das man damals nicht wie heute jeden Pups der NPD medial brachte und dann noch jene Personen zu Wort bringen liess um ihre rassistisches Geschwafel auch nochmal im volke zu verbreiten. Tja das tut mir Leid für Dich.

    Ihre Abgeordneten und Wähler zu beleidigen, wird vermutlich ähnlich kontraproduktiv sein. ABer mach nur weiter, die AfD freut sich darüber sicher :)
    Wegen mir? Cool. Bin ich berühmtberüchtigt. :biggrin:

    Man muss sich als Demokrat im Gegenteil das Wahlergebnis zunächst mal akzeptieren.
    Kurze Frage am Rande, wer macht das nicht?:roll:

    Dann muss man sich fragen, was man selbst falsch gemacht hat.
    Gegen manches kann man nichts unternehmen, z.B. Fremdenhass und Rassismus. :) Da kann man nur dagegen aufstehen und das bekämpfen. Was in manchen Städten, die sich "nationalbefreite Zonen" schimpfen wohl nicht mehr möglich ist.


    Und der sagt eigentlich nichts anderes, als dass die Überlegungen und Bedürfnisse der AfD zu mindestens 15% mit in Entscheidungen einfließen sollten. Auch wenn es dem einen oder anderen Linken nicht passt, aber in Deutschland gab und gibt es wie in jedem anderen Land der Welt auch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte konservative Strömung.
    das ist ja auch ok. Nur Du verwechselst konservativ mit rassistisch, homophob, etc. ;)


    Wie auch immer, bei Dir rede ich ohnehin gegen eine Wand.
    Gegen die Wand nicht, aber die AfD hat keinerlei Argumente für mich sie zu wählen. Bringt aber fast wöchentlich Argumente jene Aussagen und Bestrebungen in Deutschland nicht kommentarlos stehen zu lassen.

    Daher nur kurz: Ob Du Dich hier und anderswo nun aufbläst oder nicht - das Wahlergebnis ist zu akzeptieren und statt die AfD laufend zu diffamieren wäre es womöglich gewinnbringender, sich mal zu fragen, was im Land umgehend, mittel- und was langfristig verändert werden muss, damit es keine AfD mehr geben muss.
    Also bin ich der das Wahlergebnis nicht akzeptiert? Das äussert sich gleich wie folgt? :ugly:
 
Frische neue Umfrage von Infratest Dimap... AfD bundesweit bei 16 Prozent... Und damit mit Abstand die drittstärkste Partei... Wenn die Afd tatsächlich mit >10 oder gar 15 Prozent in den Bundestag einzieht, dann würde sich die Diskussion in Deutschland mal wirklich bewegen... 8)
 
Und der sagt eigentlich nichts anderes, als dass die Überlegungen und Bedürfnisse der AfD zu mindestens 15% mit in Entscheidungen einfließen sollten.
Die Bedürfnisse der AfD oder ihrer Wähler? Wenn ich das, was Wähler dieser Partei in Fernsehberichten äussern, summieren müsste, dann gäbe es da eine kleine Gruppe von "Ausländer raus!" Schreiern und ein sehr grosse Gruppe von "Wir wollten es denen da oben mal zeigen!" und "Die Grossen brauchen mal einen Denkzettel!" Menschen, die auch meist einen vernünftigen Eindruck machen.

Nur: Was macht man daraus? Diese Leute äussern sich ja nicht, was denn ihre Bedürfnisse sind. Sie äussern doch eigentlich: Was die Regierenden machen gefällt mir nicht, ich will was anderes. Sie sagen aber nicht, was. Bei vielen hört man doch raus, dass die Ziele der AfD ihnen völlg egal sind, die dienten nur als Ausdruck ihres Protestes.

Und die AfD ist ja nicht mal gewillt, an der Umsetzung ihrer Forderungen mitzuarbeiten. Sie setzen sich als bockiges Kind in die zweite Reihe und sagen "Nein! So nicht!"

Ist das Politik? Kann man so ein Land mitgestalten?
 
Die Bedürfnisse der AfD oder ihrer Wähler?
In unserer Form der Demokratie natürlich den Willen der AfD. Ich muss ja leider meine Mündigkeit bei der Wahl quasi an jemanden abtreten und ihn an meinerstatt regieren lassen. Es sei denn, die AfD schafft das beinahe unmögliche und bringt echte Demokratie auf den Weg mit dem ersten Schritt der bundesweiten Volksentscheide, gegen die sich ja unsere Kanzlerin verzweifelt stemmt, während Seehofer damit liebäugelt.

[...] Diese Leute äussern sich ja nicht, was denn ihre Bedürfnisse sind. Sie äussern doch eigentlich: Was die Regierenden machen gefällt mir nicht, ich will was anderes. Sie sagen aber nicht, was. Bei vielen hört man doch raus, dass die Ziele der AfD ihnen völlg egal sind, die dienten nur als Ausdruck ihres Protestes.
Das ist so nicht ganz richtig. Die AfD hat als einzige Partei überhaupt die 3 großen beherrschenden Themen im Wahlkampf thematisiert und nach mehrheitlicher Meinung wurde sie auch deswegen gewählt:
  1. Flüchtlingspolitik
  2. EU-Politik
  3. Direkte Demokratie
Die AfD wurde meiner Ansicht nach genau wegen dieser 3 Themen gewählt und vermutlich auch mit genau dieser Priorisierung. Und natürlich finden sich schon aufgrund der Aktualität und Brisanz der Themen vor allem Protestwähler ein, die ihr Kreuz bei der AfD machen. Auch wenn sie sich selbst gern als Volkspartei sehen, aber von einer soliden, ganzheitlich Lösungen anbietenden Partei ist die AfD noch sehr weit entfernt.

Aber sie setzt den etablierten Parteien eine Pistole auf die Brust. Nur der AfD ist es zu verdanken, dass der Kurs der Regierung überhaupt ein ganz klein wenig (wenn auch völlig nutzlos) korrigiert wurde. Falls sich die CDU wieder ihrer konservativen Wurzel besinnen sollte, dann ist das auch einzig und allein der AfD zu verdanken. Und wenn die CSU jetzt Zulauf bekommt, dann sogar das. Schon jetzt bin ich der AfD dankbar, selbst wenn sie ab heute gar nix mehr tun und die Abgeordneten ganztags nur noch an der Spree sitzen und den Dampfern zu winken.

Ja, auch das ist das Resultat einer so genannten repräsentativen Demokratie. Wenn man keine kleinen Schalter betätigen kann, dann kann man eben nur die Hauptleitung kappen. Mir wäre es auch lieber, ich hätte eine erfahrene und insgesamt verlässlichere Partei in der Regierung, deren Kurs ich aber im Kleinen unterstützen oder korrigieren kann, statt ihr gleich die AfD-Axt zwischen die Augen zu schlagen. Aber auch das ist ja von meiner Kanzlerin und ihrer CDU so gewollt, also bekommt sie es auch genau so und voll in die Zwölf.

Ist das Politik? Kann man so ein Land mitgestalten?
Leider sind die Mittel in unserer Demokratieform sehr begrenzt. Für eine Partei und für mich als Wähler sowieso. Aber um die Frage zu beantworten: Natürlich kann man so Politik machen und ein Land mitgestalten. Denn die Partei macht genau das, wozu sie gewählt wurde: Sie stoppt den aktuellen Kurs und stemmt sich dagegen. Protest eben. "Nein, so nicht! Denkt euch was anderes aus oder nehmt unseren Vorschlag". Und auch das ist Demokratie.

Wie können uns gern darüber unterhalten, ob die AfD insgesamt bisher konstruktiv oder destruktiv tätig war. Wenn Du mich fragst, ausschließlich destruktiv. Das halte ich aber für absolut notwendig, weil ich die Politik der Regierungskoalition für unverantwortlich halte. Das musste erst mal unter allen Umständen und den zur Verfügung stehenden Mitteln gestoppt werden.

Wenn der Kurs aber von den großen Volksparteien korrigiert wurde (SPD wird auf wundersame Weise wieder sozial, die CDU reicht ihren Konservativen wieder zur Versöhnung die Hand, FDP wird wieder eine Partei für jeden Liberalen, ...), wir womöglich bundesweite Volksentscheide in ein paar Jahren haben werden, die dem mündigen Bürger erlauben würden auch den Kurs im Kleinen zu korrigieren, ... dann wird vermutlich niemand mehr eine destruktive Partei haben wollen. Weder in der Regierung, noch in der Opposition. An diesem Punkt hätte sich zwar die AfD quasi selbst abgeschafft, aber erstens ist das fast immer das Los einer Protestpartei (es sei denn, sie zementiert ihre Macht nach dem Vorbild der NSDAP im Anschluss) und hat zum zweiten auch einen unschätzbaren Dienst am Land und für dessen Zukunft geleistet.

Und nebenbei hat sie auch den Konservativen im Land eine Stimme gegeben: Uns gibt es noch!. Denn mir scheint, dass Merkel auf ihrem Weg zu den Sternen uns irgendwie vergessen hat...
 
In unserer Form der Demokratie natürlich den Willen der AfD.
Also müsste jetzt eine Regierung 16% AfD Anteile berücksichtigen? Die kollidieren aber doch mit den 23% SPD Forderungen, den 12% Linke Forderungen und den 15% der Grünen, was bestimmte Themen angeht.

Ich muss ja leider meine Mündigkeit bei der Wahl quasi an jemanden abtreten und ihn an meinerstatt regieren lassen.
Bei der AfD und den anderen Parteien, die nicht an der Regierung teilnehmen, tritt man das Recht auf Opposition ab. Nur die Regierungsparteien können Dinge tatsächlich durchführen.

Ich kann ja als Wähler der Linken jetzt nicht von der CDU verlangen, meinen Willen zu berücksichtigen.

Das ist so nicht ganz richtig. Die AfD hat als einzige Partei überhaupt die 3 großen beherrschenden Themen im Wahlkampf thematisiert und nach mehrheitlicher Meinung wurde sie auch deswegen gewählt
Nur für mich: Woher kommt diese "mehrheitliche Meinung"? Alles, was ich mitbekomme, wurde die AfD überwiegend aus einem Grund gewählt: Es denen da oben mal zu zeigen.

Und natürlich finden sich schon aufgrund der Aktualität und Brisanz der Themen vor allem Protestwähler ein, die ihr Kreuz bei der AfD machen.
Ein "Protestwähler" wählt doch meist nicht inhaltlich.

Aber sie setzt den etablierten Parteien eine Pistole auf die Brust. Nur der AfD ist es zu verdanken, dass der Kurs der Regierung überhaupt ein ganz klein wenig (wenn auch völlig nutzlos) korrigiert wurde.
Schlimm genug. Irgendwann kommt jemand auf die Idee, Höcke zum Reichs... ähm Bundeskanzler zu machen, um ihn dort kontrollieren zu können.

Falls sich die CDU wieder ihrer konservativen Wurzel besinnen sollte, dann ist das auch einzig und allein der AfD zu verdanken.
Und wenn sie sich ihrer christlich-abendländisch geprägten Wurzel besinnen sollte?

Wenn man keine kleinen Schalter betätigen kann, dann kann man eben nur die Hauptleitung kappen.
Die AfD macht das doch gar nicht. Sie setzt sich neben die Leitung und sagt "Ihr müsst die Leitung kappen, Mimimi". Von eigener Verantwortung sehe ich recht wenig.

Aber um die Frage zu beantworten: Natürlich kann man so Politik machen und ein Land mitgestalten. Denn die Partei macht genau das, wozu sie gewählt wurde: Sie stoppt den aktuellen Kurs und stemmt sich dagegen.
Was wird sich denn in Berlin jetzt ändern, wenn nicht mehr Rot-Schwarz, sondern Rot-Rot-Grün regiert? Irgendetwas, was von der AfD gefordert worden ist?

Wie können uns gern darüber unterhalten, ob die AfD insgesamt bisher konstruktiv oder destruktiv tätig war. Wenn Du mich fragst, ausschließlich destruktiv.
Für mich spaltet sie gewollt die Bevölkerung. Es gibt nur Schwarz oder Weiß. Und ein Sündenbock wird auch direkt erkannt. Alles bekannt und alles schon mal erlebt.

wir womöglich bundesweite Volksentscheide in ein paar Jahren haben werden, die dem mündigen Bürger erlauben würden auch den Kurs im Kleinen zu korrigieren
Das wollte ich schon immer mal. Eine Volksabstimmung über die Sanierung des verwahrlosten Spielplatz hier. Das wollen die einfach nicht machen. Kein Geld da. Das Volk wird sie schon eines Besseren belehren.
 
Also müsste jetzt eine Regierung 16% AfD Anteile berücksichtigen? Die kollidieren aber doch mit den 23% SPD Forderungen, den 12% Linke Forderungen und den 15% der Grünen, was bestimmte Themen angeht.
Ja, müsste sie. Nicht "müssen", da gesetzlich verpflichtet, sondern aus der eigenen Verantwortung heraus. Klar kann sie auch rund 15% der bundesdeutschen Wähler ignorieren und beleidigen, wie sie es bisher tat. Kann man machen und bekommt dann bei der nächsten Wahl auf die Fresse. Man kann sich aber auch überlegen, ob man sich nicht wieder an den Punkt entwickeln möchte, wo man eigentlich mal war und de facto hin gehört. So könnte die SPD wieder überraschend sozial werden und Die Linke überflüssig machen. Die CDU den Konservativen die Hand reichen und die AfD überflüssig machen. Die Grünen sind meiner Ansicht nach längst überflüssig, aber wenn man es ganz genau nimmt, könnte sich die Regierung noch ein wenig vehementer um Klimaschutz, erneuerbare Energien, ... kümmern. FDP versöhnt sich dann wieder mit den Liberalen von links und rechts und dann haben wir wieder den Friede-Freude-Eierkuchen, den es sonst immer gab.

Bei der AfD und den anderen Parteien, die nicht an der Regierung teilnehmen, tritt man das Recht auf Opposition ab. Nur die Regierungsparteien können Dinge tatsächlich durchführen.
Wortklauberei. Eine Opposition wirkt an der Realpolitik genauso maßgeblich mit. Sie macht auch Vorschläge und kann (bei entsprechender Stärke) auch die Regierung bei Entscheidungen blockieren. Wie gesagt - meiner Ansicht nach ging es vielen, wenn nicht sogar den meisten AfD-Wählern erst mal um eine Notbremse. Ob das funktioniert hat, wird man sehen. Und wir können alle zufrieden sein, dass man nicht die NPD-Notbremse gezogen hat, denke ich.

Nur für mich: Woher kommt diese "mehrheitliche Meinung"? Alles, was ich mitbekomme, wurde die AfD überwiegend aus einem Grund gewählt: Es denen da oben mal zu zeigen.
Was denn zu zeigen? Dass man in der Lage ist, ein Kreuz auf einem Zettel zu machen?

Wenn Du mich fragst, dann wollte man zeigen, dass man mit der gemachten Politik unzufrieden ist. Und obwohl man demonstrierte, wurde man nicht angehört, sondern beleidigt. Medial und von den eigenen Volksvertretern. Dass es im Land brodelt, hat doch nun wirklich jeder mitbekommen. Aber diese Unzufriedenheit nährt sich nicht aus einem einzigen Punkt. Ich meine, dass es ein Zusammenspiel vieler Punkte ist. Zuerst der Absturz der CDU nach links. Beinahe deckungsgleiche Parteiprogramme mit der SPD machen eine Profilierung beinahe unmöglich. Politikverdrossenheit im Volk. "Der Wirtschaft geht es gut" - aber immer mehr Menschen schlecht. Oder "schlechter" als noch vor einigen Jahren. Unsichere Renten, verödete ländliche Gebiete, überteuerte urbane. Die Kriminalität steigt quantitativ und qualitativ, während die Justiz an das Märchen der Resozialisierung glaubt. Vormundschaft von Brüssel. Bankenkrise und Milliardenhilfen für Spielsüchtige - ohne jede Konsequenz. Und so weiter und so fort.

Die Flüchtlingskatastrophe war doch nur der Auslöser, aber nicht die ganze Ursache. "Merkel muss weg" ist doch nur ein Synonym für "die Politik muss sich ändern". Merkel ist doch nur ein Schaf, blökt mal hier und da etwas mehr oder weniger sinnbehaftetes und guckt sonst nur etwas behämmert in der Gegend herum. Aber die Politik, für die sie symbolisch und per Amtseid steht, ist der Kern des Unmutes. Und diesem Unmut eine Stimme zu geben, dafür gibt es die AfD. Für den einen oder anderen mag sie Heilsbringer sein. Für mich ist es eine Axt. die aktuell dringend notwendig ist, allerdings auch genauso schnell wieder verschwinden könnte, wie sie kam - wenn die etablierten Parteien sich wieder ihrer Wurzeln besinnen.

Und wenn sie sich ihrer christlich-abendländisch geprägten Wurzel besinnen sollte?
Na das macht sie ja gerade überreichlich. "Kommet nur, Gottes Kinder aus aller Welt, wir sind eure Hirten auf dass es euch an nichts mangele..."

Aber ja, auch das ist eine Wurzel der CDU und gehört zu ihr. Deswegen soll sie auch diese Wurzel behalten und pflegen. Aber bitte eben auch die anderen und nicht versuchen, den "Ballast" abzuwerfen, wie es eben die Regierung Merkel versucht hat. Das geht schief und endet mit "bei der Wahl auf die Fresse bekommen".

Die AfD macht das doch gar nicht. Sie setzt sich neben die Leitung und sagt "Ihr müsst die Leitung kappen, Mimimi". Von eigener Verantwortung sehe ich recht wenig.
Also damit wir beide das gleiche Verständnis der Metapher haben:

Ich möchte am liebsten an kleinen Schrauben drehen können, statt das System kurz und klein zu hacken. Ich möchte lieber Linux benutzen als laufend Windows neu zu installieren. Ich möchte korrigierend anpassen statt zu entsorgen und neu zu machen. Also würde ich lieber jeden Tag zu einer Abstimmung oder Volksentscheid rennen als einmal meine Stimme einer Partei zu geben. Und ich würde lieber Merkel anrufen, ihr richtig den Kopf samt Helmfrisur waschen und sie weiter regieren lassen als ein Mal AfD zu wählen.

Was ich an Werkzeug habe ist aber kein Schraubendreher (direkte Demokratie), sondern eine Axt (Protestwahl), ein Fernsehsessel (Nichtwähler), eine Longiergurt (Stammwähler) und eine Gummizelle (taktische/Überzeugungswähler).

Was wird sich denn in Berlin jetzt ändern, wenn nicht mehr Rot-Schwarz, sondern Rot-Rot-Grün regiert? Irgendetwas, was von der AfD gefordert worden ist?
Hm, na mal abwarten. Mit den Piraten haben wir jedenfalls Transenklos bekommen. Viel schlimmer kann es also nicht werden.

Für mich spaltet sie gewollt die Bevölkerung. Es gibt nur Schwarz oder Weiß.
Genau das hat Merkel mit ihrer "alternativlosen Politik" gemacht. Genau das.

Und ein Sündenbock wird auch direkt erkannt. Alles bekannt und alles schon mal erlebt.
Genau. Das böse "Pack", das sich erdreistet auf die Straße zu gehen um zu demonstrieren.

Das wollte ich schon immer mal. Eine Volksabstimmung über die Sanierung des verwahrlosten Spielplatz hier. Das wollen die einfach nicht machen. Kein Geld da. Das Volk wird sie schon eines Besseren belehren.
Ja, nun ist so ein Spielplatz sicher auch wichtig. Aber im Augenblick gibt es vielleicht doch dringendere Sachen.
 
Genau. Das böse "Pack", das sich erdreistet auf die Straße zu gehen um zu demonstrieren.

Und die ewige Mär der Rechtssympathisanten/-extremisten. Es wurde nicht die NPD-Demo (und selbst die hätte es verdient gehabt) sondern die Gewalttäter die während der Demo den Aufruf gemacht hatten, mit Mitteln den Einzug der Geflüchteten zu "unterbinden", und später vor der Geflüchtetenunterkunft es umgesetzt haben als "Pack" bezeichnet!
Das dies immer noch nicht beim Sympathisanten-/Extremistenvolk angekommen ist.... :roll:

Desweiteren sollte man wissen welchen Demo's man sich anschliesst und welchen Konsorten man hinterher rennt. Aber mittlerweile kennen wir ja die Geschichte der AfD, erst Antisemiten und Rassisten aufstellen lassen. Wählen lassen und nach der Wahl rumheulen, ohh das haben wir nicht gewusst, blablabla. Aber wir haben eine ganz starke Überprüfung bei uns gegen solche Personen, blablabla.

Wer mit Rassisten mitrennt, muss damit klar kommen als Sympathisant dieser Rassisten auch wahrgenommen zu werden. Blöd nur das jener Teil immer eine Abgrenzung von anderen fordert, wie Linke/Antifa, Muslime/Islamisten,..., aber bei der eigenen Ideologie das Gehirn komplett abstellen.
 
Reddogg schrieb:
Wählen lassen und nach der Wahl rumheulen

Ohne das jetzt böse zu meinen, aber ich habe die AfD nach den derzeitigen Wahlergebnissen noch nicht "rumheulen" sehen 8O

Reddogg schrieb:
Wer mit Rassisten mitrennt, muss damit klar kommen als Sympathisant dieser Rassisten auch wahrgenommen zu werden

Da gebe ich dir zumindest zum Teil Recht mit, ist u.a. auch ein Grund warum mich man niemals auf Demos sehen wird =) ... Hab halt eine eigene Meinung, und renne ungerne dem "Schwarm" hinterher, ausserdem verbringe ich meine Freizeit halt auch lieber anders als jedes Wochenende durch irgendwelche Viertel oder Städte zu ziehen, um da meine Meinung rumgröhlen zu müssen ...
(es sei dir aber gegönnt, wenn du das geil findest, jeder hat ja andere Hobbys)

Aber soweit ich heraus gehört habe, bist du öfters mal bei irgendwelchen Demos dabei ? Also müsste dein angesprochenes Prinzip, von wegen: Ich renne mal mit denen und denen mit, auch auf dich zutreffen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne das jetzt böse zu meinen, aber ich habe die AfD nach den derzeitigen Wahlergebnissen noch nicht "rumheulen" sehen 8O
Gedeon - Antisemitismus
Man wollte erstmal ne Studie anlegen ob es überhaupt Antisemitismus sei -> nach viel Trara, ist er aus der Fraktion "selbstoperungsvoll" ausgeschieden
Nerstheimer - German Defense League History (die vom VS überwacht wird) -> nach viel Trara, ist er aus der Fraktion "selbstopferungsvoll" ausgeschieden
AfD Saarland - direkte Kontakt zu rechtsextremistischen Szene -> Auflösung beantragt
Um mal nur ein paar zu nennen.

Und was immer kam und weiterhin kommen wird. Ohh, das wussten wir gar nicht. Ähm da müssen wir erstmal schauen, und das war gar nicht so gemeint.

hier gibt es dazu noch mehr :)

Aber soweit ich heraus gehört habe, bist du öfters mal bei irgendwelchen Demos dabei ? Also müsste dein angesprochenes Prinzip, von wegen: Ich renne mal mit denen und denen mit, auch auf dich zutreffen ?
Wieso? Um mal den letzten Demotag zu nennen. Am 05.Sep.2016, gab es in L ganze 6 Demos gegen xxgida. Bei keiner einzigen davon kam es zu irgendwelchen Vorfällen. Es gab keine einzige Antifa-Demo. Was es gab und wo ich nicht teilgenommen habe aufgrund der Überwachung durch den VS war eine angemeldete Demo von "a monday without you". Also bin ich konsequent in meinem handeln und sagen. Dazu habe ich bisher nirgends auch nur etwaige Gewalttaten relativiert oder gar wie manche hier als nachvollziehbar erklärt oder gar gefordert.

Das ist eben der Unterschied zwischen ich renne AfxxgiNPDa1%-IB hinterher, oder der Vergleich war ja die NPD-Demo in Heidenau, oder eben ich suche mir jene Demo aus, mit denen ich vollends übereinstimmen kann in meiner Meinung und wo ich weiss das weder zu Gewalt aufgerufen wird noch von der Demo Gewalt ausgeht. Photon und Co. schaffen diese Distanzierung immer wieder aufs neue nicht. Wie eben heute...mitder NPD-Demo und dem Pack was sich da zu grossen Teil heraustrennte und dann die Geflüchtetenunterkunft und Polizei damals angriff. Und hier sind Demo's wie von Die Rechte oder III.Weg noch nicht mal mitbetrachtet.
 
Wer is'n eigentlich dieser "Co", den Du mir pausenlos andichtest? Oder in welcher Schublade haste mich denn? :)

Also ich versichere Dir, ich schreibe allein und selbstverantwortlich. Ich habe mich mit niemandem gegen Dich verbündet, verschworen oder finstere Pläne geschmiedet.

Achja - und ich prangere Gewalt seit je her an, egal vom wem und auch egal weswegen. Aber ich blase auch keine "kleine Rangelei" (laut Polizeibericht) zu einem Terrorakt auf. Aber das nur am Rande, musste nur mal wieder richtig stellen.