Nee... nix Relativierung. :LOL:

Du willst einfach nur davon ablenken, dass deine propalästinensischen Buddies Antisemiten sind, die das auch ganz offen zur Schau stellen. Und du fragst echt, ob das schlimm ist? Das lässt ziemlich tief blicken... :LOL:

Normalerweise hätte ich ja, auch im Bezug auf dein Avatar erwartet, dass du dazu mal kurz was sagst. Gerade auch, weil du uns hier ständig in irgendwelche Töpfe wirfst, mit denen wir nichts zu tun haben und von denen wir uns dann jedes mal distanzieren müssen.

Wie auf Bestellung hältst du mir dann "völkisch/nationalistische Gruppierungen" entgegen, unterstellst MIR eine Relativierung und hoffst, dass die AfD ihre Kritik nicht auch noch auf Juden erweitert. Also besser kann man es nicht mehr umdrehen.

WER genau relativiert jetzt hier WAS, du propalästinensischer Antisemitenversteher. :ugly:
Also wenn Deine Freunde im Geiste, sowas skandieren ist es keiner Erwähnung und Distanzierung wert, aber wenn es propalästinensische Demonstranten skandieren, muss ich mich distanzieren. :ugly: Ach Dein Opportunismus ist wie immer sehr erhellend, dabei brauchte ich heute morgen nichts zum lachen. :)



Auch dir fällt nichts anderes ein, als "die machen das aber auch...." ? :LOL:

Zum Glück habe ich für "Gemeinsam stark" keinerlei Sympathien übrig. Also brauchst du mir mit so einem Unfug gar nicht erst zu kommen. ;)
Du indirekt vielleicht, AfD (besonders die patriotische Plattform), xxgida, NPD, OfD, Gemeinsam. Stark., die Identitären sehen das ganz anders.

Aber vielleicht schaust du dir ja mal eine Propalestinensischen Demo aus der Nähe an, wenn wieder "JUDEN INS GAS" durch deutsche Städte schallt. Dann kannst du mal live "bewundern", wovor die Juden in Deutschland tatsächlich Angst haben.
Und wieder einmal wenn deutsche, sportliche, Recken sowas skandieren, alles easy, sind ja nur die "besorgten". Wenn aber propalästinensische Demonstranten sowas skandieren, dann geht das ja gar nicht.

Jaja, die "guten" pro-palästinensische Demonstranten. Die tun ja nix, die wollen nur spielen... :mrgreen:
Kurze Frage, wer hat wann dies behauptet?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"Heimisch fühlen" ist schwer. Zuhause fühle ich mich da, wo Familie und Freunde sind, der Ort hat innerhalb Deutschlands schon oft gewechselt. Diese Menschen haben rein von der Abstammung her schon einiges an "Deutschem" nicht. Aber im direkten Bezug auf Muslime: Ich würde mich dann nicht mehr "heimisch" fühlen, wenn irgendeine Gruppe in der Gesellschaft eine andere offen und legal diskriminieren darf. Wenn wir wieder soweit kommen, dass sich Menschen mit Kippa nicht mehr auf die Straße trauen, Frauen mit Kopftuch angespuckt werden, Kinder nur wegen ihres Aussehens gemieden werden.... Und ich bin mir sicher, wir erleben gerade nur die Anfänge davon.
Ok, das war eine vollständig politisch korrekte Aussage wie aus dem Lehrbuch. Kurz zusammengefasst: Du fühlst Dich de facto überall zuhause, so lange die Nachbarn in Frieden, Eintracht und Toleranz mit Dir und sich leben. Das passt auch irgendwie zu Dir (was nicht mal negativ gemeint ist) und ich glaube Dir.

Was mich persönlich betrifft, so ist das auch ein wichtiger Punkt. Natürlich will ich auch keine Streithähne oder gar Terroristen neben mir haben. Aber für mich gehört noch mehr dazu. Also ich würde nicht mal dann nach Neukölln, Wedding oder Kreuzberg ziehen, wenn ich dort auf 150qm mietfrei wohnen könnte. Da ich nicht religös bin, sind mir religöse Gebäude in der Umgebung gleichgültig. Aber wenn sich die Leute in meiner Umgebung deutlich von mir unterscheiden, dann fühle ich mich eher fremd als heimisch.

Das hat erstmal nichts mit der Ethnie zu tun, denn ich habe mich selbst in Bangkok (Phasi Charoen) eher zuhause (und sicherer!) gefühlt als in Berlin-Neukölln. Und das sind beides keine Touristen-Hotspots, sondern per Defintion eher Wohngegend der normalen Leute, viel Unterschicht. In Bangkok dominieren buddhistische Tempel das Stadtbild. Die Leute sehen alle anders aus als ich und sprechen nicht meine Sprache. In den Nicht-Touristengegenden Bangkoks spricht auch naturgemäß niemand meine Sprache (also ähnlich wie in Berlin-Neukölln) und das Englisch wird zunehmend schlechter. Sogar so schlecht, dass wenn man mal jemanden trifft der glaubt englisch zu sprechen, es eher nach thai mit merkwürdigem Akzent klingt als nach englisch (Asien-Touristen werden das vielleicht kennen). Kriminalität gibt es in Bangkok zu jeder anderen Großstadt in Qualität und Quantität adäquat. Und noch dazu wird man als Farang (also Weißwurst) so ziemlich überall abgezockt.

Also woher kommt das? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Liegt es daran, dass ich mit Buddhismus, Christentum, Atheismus, Hinduismus, Judentum, Daoismus, Konfuzianismus, Shivaismus, ... besser klar komme als mit dem Islam? Falls ja, warum? Mich interessiert Religion eigentlich nicht die Bohne und wenn mich im Leben Menschen penetrant "bekehren" wollten, dann eher Christen als irgendwer sonst. Also warum?
 
Fast jede Religion wird auch öffentlich auftreten. Das ist auch völlig OK so, solange andere in ihrer Relionsausübung (oder -nichtausübung) nicht gestört werden. Da kann ich aber kein Gesetz beschliessen wie "Muslime dürfen keinen Krach machen, Christen schon!". Entweder alle oder keiner.

So ein Gesetz ist ja auch nicht geplant. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, es gibt auch Grautöne. Die Deutschen sind meiner Erfahrung nach heutzutage eher unreligiös. Kirchen gehören weniger zur Religion für viele als zum Brauchtum. Ich kenne so viele, die zu Weihnachten mit in der Kirche sind, bei vielen davon weiß ich, dass diese Null an Gott oder die Kirche glauben. Was du gerade versuchst ist zu polarisieren in dem du beide Religionen gegeneinander stellst. Christentum ist aber nicht nur eine Religion hier. Es ist hier Brauchtum. Daher ganz anders verwurzelt.

Fast alle von christlichen Organisation geführten Kindergärten werden zu 95% vom Staat bezahlt, trotzdem darf dort ganz legal Religionsdiskriminierung stattfinden. Fängt an bei Mitarbeitern, hört auf bei den aufgenommenen Kindern und beinhaltet rein christliche Erziehung. Könnte mir auch egal sein, wenn die Kirche das alles selber bezahlen würde.

Die kirchlichen Kindergärten nehmen doch auch alle aus der Gesellschaft auf. Bei unserem evangelischen Kindergarten in Duisburg sind mehr türkische Kinder (oder arabische, kann ich nicht gut unterscheiden) als Deutsche. Bevorteilt wird man auch nicht als Evangelist, wenn man sich anmeldet. Wenn kein Platz frei ist, dann ist keiner mehr frei. Es geht danach, wer zuerst kommt, der bekommt den Platz. Das der Staat sich also beteiligt ist denke ich normal. Ansonsten würde ich das mit den 95% bei einer Klosterschule gerne mal als Quelle sehen? Also wirklich exklusiv katholischen Schulen, in die andere Konfessionen nicht gehen.

Stell Dir vor, morgen würde ein Kindergarten eines iranischen Kulturvereins aufmachen. Mitarbeiter müssen vorher nachweisen, aktiv am muslimischen Glauben teilzunehmen, Kinder von Muslimen werden bervorzugt aufgenommen und Kinder müssen den Koran lesen. Was wäre in Deutschland los? An katholischen Kindergärten ist das völlig normal und akzeptiert.

Es wäre auch komplett gegen jegliche Bemühungen der Integration. Dann kannst du direkt Parallelgesellschaften ausrufen, so wie es die auch im nahen Osten gibt zwischen Sunniten, Schiiten und Co.

Schön finde ich das auch nicht. Dir Gründe sind bei uns auch eher unverständlich. Bei einem Jungen sehe ich aber weniger das Problem einer Beeinträchtigung als bei einem Mädchen. Und ich akzeptiere dabei nur Eingriffe von Fachpersonal in entsprechender Umgebung und nicht den Rabbi Simon mit dem alten Rasiermesser im Hinterzimmer.

Und ich würde keinerlei Eingriffe akzeptieren als Staat. Denn es ist Körperverletzung.


Mag ja sein. Aber ist es wirklich gut, wenn es so etwas wie "ältere Rechte" gibt? Ich wohne schon länger hier, deshalb habe ich mehr Rechte als Du? Sowas habe ich gerade mit Nachbarn...

Ja ich finde es gut! Auch bei Nachbarn. Wenn meine Nachbargemeinschaft vor meinem Zuzug prima miteinander auskam und glücklich war und ich komme und zwänge denen meine Art zu leben auf, dann
gibt es viele unglückliche Menschen. Muss nicht sein. Ich wohne in einem Mietshaus. Bei uns in der Straße gibt es nun einen neuen Nachbarn. Der singt ständig in seiner Wohnung statt in einem Übungsraum zu gehen, der Schallisoliert ist. Den Typen hört man durch mehrere Wände und dann lässt der manchmal das Fenster auf, so dass man ihn auf der ganzen Straße hört. Bei uns in der Straße wohnen viele Ältere. Ich denke als "Künstler" sollte man in ein Künstlerviertel ziehen oder sich den Gepflogenheiten des Viertels anpassen in das man gezogen ist. Und das ist bei uns eigentlich Ruhe.

Weil das eben "Religionsfreiheit" ist. Das Wort bedeutet eben nicht nur, dass man sich seine Religion frei wählen darf, solange man sie nur im Keller ausübt. Und natürlich haben auch Muezzins Gesetze zum Lärmschutz etc. zu befolgen.

Religionsfreiheit bedeutet eher das, als das man alles machen kann in der Öffentlichkeit, was man will. Generell ist Freiheit so Definiert, dass man machen darf was man will, wenn es nicht die Freiheit andere einschränkt. Also im Keller nicht, man muss aber Rücksicht auf andere nehmen.

Du nicht, die Christen insgesamt sind da aber deutlich anders. Schon seit Jahrhunderten.

Und wenn es Christen gibt, die dies falsch machen, muss man diesen Fehler auch anderen zugestehen?


Also, wenn Du bei Muslimen zu Gast bist, dann betest Du mit denen zu Allah? Weil das deren Brauch wäre? Oder ziehst Du Dir nur die Schuhe aus, weil das Brauch ist? Anpassung an Sitten, Verhaltensweisen ist etwas anderes als die Aufgabe der Religion.

Nein, ich würde aber mitbeten. Halt in der Zeit zu meinem Gott. Also wenn die immer um 12 gegen Mekka beten würde ich halt mit gegen Mekka beten aber zu meinem Gott. Nehmen wir aber mal an ich wäre 12 Monate in Afghanistan am Arbeiten. Und eine nette afghanische Familie würde mich für die Zeit aufnehmen. Dann würde ich in deren Haushalt keine Kreuze aufhängen, ich würde keinen Schrein aufbauen, etc. Ich würde für mich Abends beten und gut ist. Das nennt sich für mich Respekt und dennoch könnte ich zu meinem Gott beten. Aufgabe der Religion wird doch nicht verlangt (außer da, wo es meines Erachtens gegen Menschen- oder Tierrecht verstößt).
 
Nein, ich würde aber mitbeten. Halt in der Zeit zu meinem Gott. Also wenn die immer um 12 gegen Mekka beten würde ich halt mit gegen Mekka beten aber zu meinem Gott. Nehmen wir aber mal an ich wäre 12 Monate in Afghanistan am Arbeiten. Und eine nette afghanische Familie würde mich für die Zeit aufnehmen. Dann würde ich in deren Haushalt keine Kreuze aufhängen, ich würde keinen Schrein aufbauen, etc. Ich würde für mich Abends beten und gut ist. Das nennt sich für mich Respekt und dennoch könnte ich zu meinem Gott beten. Aufgabe der Religion wird doch nicht verlangt (außer da, wo es meines Erachtens gegen Menschen- oder Tierrecht verstößt).
Ehrlich? Für mich bedeutet Toleranz nur, dass ich während die anderen beten, einfach nur die Schnauze halte und sie dabei nicht störe. Also auch nicht Trompete spiele und Liedchen trällere. Aber warum sollte ich mich mit denen zusammen auf die Erde schmeißen?
 
Ehrlich? Für mich bedeutet Toleranz nur, dass ich während die anderen beten, einfach nur die Schnauze halte und sie dabei nicht störe. Also auch nicht Trompete spiele und Liedchen trällere. Aber warum sollte ich mich mit denen zusammen auf die Erde schmeißen?

Wieso solltest du es nicht, wenn sie es sich wünschen würden?

Vielleicht wollen sie es auch gar nicht, dann würde ich es auch nicht machen. Sollte ihnen aber etwas daran liegen, tut es doch nicht weh, es ist nicht unangenehm, was also würde dich daran hindern? Besonders wenn du Atheist bist, brauchst du ja nicht mal Angst haben bestraft zu werden, weil du ein Götzenritual mitgemacht hast :)

Ich würde nichts machen, was mir oder jemand anderen schadet. Aber alles andere ist doch einfach nur Nettigkeit und eben respektvolles Miteinander.
 
Nein, wäre ich komplett dagegen. Ich denke, in den eigenen vier Wänden soll man immer alles machen dürfen, was man möchte. Es geht mir auch nicht nur um Gesetze. Auch um Anstand und Sitte. Hutbedeckungen nicht bei der Kundenbetreuung oder in Räumen zu tragen ist ja auch kein Gesetz.
AfD und Anstand und Sitte ist wie sachliche Diskussion und Reddogg. :ugly:

Ich ging ja davon aus, dass sich die afD hier bei dem Thema als Frauen- und Menschenrechtler aufspielt. Dass es ihnen bei Kopfbedeckungen nun um Anstand und Sitte geht!? Warum dann wieder nur GEGEN den Islam und nicht grundsätzlich (z.B. Kampagne gegen Basecaps, Mützen usw.)?

Auch dir fällt nichts anderes ein, als "die machen das aber auch...." ? :LOL:
Deine Auflistung der Übergriffe von Palästinensern, Arabern und Unbekannt in diesem AfD-Thread läuft unter einem anderen Motto? :roll:

Religionsfreiheit bedeutet eher das, als das man alles machen kann in der Öffentlichkeit, was man will. Generell ist Freiheit so Definiert, dass man machen darf was man will, wenn es nicht die Freiheit andere einschränkt. Also im Keller nicht, man muss aber Rücksicht auf andere nehmen.
Welche Freiheit anderer werden denn durch Minarette, Muezzins und Kopftücher eingeschränkt?

Nehmen wir aber mal an ich wäre 12 Monate in Afghanistan am Arbeiten. Und eine nette afghanische Familie würde mich für die Zeit aufnehmen. Dann würde ich in deren Haushalt keine Kreuze aufhängen, ich würde keinen Schrein aufbauen, etc. Ich würde für mich Abends beten und gut ist. Das nennt sich für mich Respekt und dennoch könnte ich zu meinem Gott beten.
Aber das Bild lässt sich doch nicht auf nen Staat, auf Deutschland übertragen.

Sollte ihnen aber etwas daran liegen, tut es doch nicht weh, es ist nicht unangenehm, was also würde dich daran hindern?
Ich musste mal zu einen Gottesdienst - und fand es unangenehm. Grundsätzlich würde ich es auch unangenehm finden, wenn ich ohne Überzeugung und ohne Glaube beten würde.
 
Wieso solltest du es nicht, wenn sie es sich wünschen würden?
[...]
Ich würde nichts machen, was mir oder jemand anderen schadet. Aber alles andere ist doch einfach nur Nettigkeit und eben respektvolles Miteinander.
Ich sag es mal so: Wenn sich ein Gläubiger von mir wünschen würde, dass ich mit ihm zusammen bete, dann würde ich mich so fühlen, als wenn er mich missionieren wollen würde. Und das wäre mir nicht nur unangenehm, sondern ich fände es abstoßend. Darüber hinaus wäre es von mir geheuchelt.

Jemandem zuliebe in eine Kirche zu gehen, allerdings nur als "stiller Beobachter" täte mir nicht weh. Ich würde mich aber ganz weit nach hinten setzen, weil ich auch beim Beten nicht aufstehen möchte. Ich möchte auch nicht mitsingen oder an anderen Ritualen teilnehmen. Ich würde einfach nur teilnahmslos dem Beiwohnen.

Was Moscheen und Tempel betrifft, kann man von mir sicherlich erwarten, die Schuhe auszuziehen. Und ich halte mich selbstverständlich auch an die geltenden Regeln (je nachdem eben "Handyverbot", keine Kopfbedeckung und so weiter). Aber wenn es Brauch wäre, demütig vor einer Götze niederzuknien (oder einem Vorbeter, einer Himmelsrichtung, .... sonstwas), das würde ich nicht tun.

Respekt zu zeigen ist eine Sache. Sich unterwerfen eine ganz andere. Und würde es eine Pflicht sein, sich vorher der angebeteten Gottheit zu unterwerfen bevor man das ihr gewidmete Gebäude betritt, so müsste das Gebäude auf meine Anwesenheit verzichten. Oder die Gottheit auf meine Unterwerfung. Und eben das schließt auch das Beten mit ein, denn ich habe - so weit mir bekannt ist - mit keinem der heutigen Götter etwas abzumachen. Wir kommen sehr gut damit aus, uns gegenseitig nicht zu belästigen und so soll es auch bleiben.
 
Ich ging ja davon aus, dass sich die afD hier bei dem Thema als Frauen- und Menschenrechtler aufspielt. Dass es ihnen bei Kopfbedeckungen nun um Anstand und Sitte geht!? Warum dann wieder nur GEGEN den Islam und nicht grundsätzlich (z.B. Kampagne gegen Basecaps, Mützen usw.)?

Kenne keine Schule an der Lehrer mit einer Basecap unterrichten dürften oder Banken, in denen die Chefs erlauben, dass der Sachbearbeiter mit einer Basecap mir entgegentritt. Sollte es da wirklich Probleme geben, wäre ich alleine aus Neugierde gespannt auf die Quellen.

Welche Freiheit anderer werden denn durch Minarette, Muezzins und Kopftücher eingeschränkt?

Ehrlich gesagt sind mir Kopftücher in der Öffentlichkeit ziemlich schnurz. Habe auch nicht gelesen, dass dies komplett verboten werden soll. Sollte ich das übersehen haben, so fände ich eine Kritik an dem Vorschlag angemessen. Aber auf Arbeit schränkt es den Arbeitgeber in seiner Freiheit ein Regeln für sein Geschäft vorzugeben. Und dieses Recht sollte meines Erachtens ein Arbeitgeber in einem gewissen Rahmen haben. Ich als Kunde/Schüler möchte mich in der Geschäftswelt wohlfühlen. Kopfbedeckungen sind halt in einem gewissen Umfeld in unserem Kulturkreis unhöflich. Zu den anderen beiden Beispielen hat Photon bereits schön ausgeführt, dass wir als deutsche Gesellschaft die Freiheit haben sollten uns hier heimisch fühlen zu wollen.

Aber das Bild lässt sich doch nicht auf nen Staat, auf Deutschland übertragen.

Für mich schon. Ich komme in ein Land mit einer bestimmten Kultur (natürlich mit verschiedenen Variationen je Bundesland). Jeder der hierher flüchtet oder sonst einwandert sucht sich dieses Land ja mehr oder weniger aktiv aus. Wir sind ja in der Regel nicht das direkte Nachbarland von Flüchtlingen. Wenn ich mir aber eine neue Heimat auswähle aus allen Alternativen möglichen neuen Heimatländern, die zur Verfügung stehen, dann sollte ich doch irgendwo mich deren Sitten und Bräuchen anpassen, so wie ich mich als neuer in einer bestehenden kleineren Gemeinschaft auch anpasse.

Ich musste mal zu einen Gottesdienst - und fand es unangenehm. Grundsätzlich würde ich es auch unangenehm finden, wenn ich ohne Überzeugung und ohne Glaube beten würde.

Kann ich nicht nachvollziehen. Freunde von mir sind Mormonen. Die gehen jeden Sonntag in die Kirche. Wenn ich bei denen zu Besuch bin komme ich dann mit, bevor ich mich langweile. Die machen bei jeder Messe das Abendmahl. Kollege sagt immer, ich müsse nicht mitmachen als Besuch. Aber ich würde mich noch unangenehmer fühlen, wenn ich nicht mitmachen würde. Weil man dann einfach heraussticht als jemand, der etwas anders macht. Und ein Stück Brot und bisschen Wasser trinken hat mich bis heute nicht umgebracht *toitoitoi*

Und würde es eine Pflicht sein, sich vorher der angebeteten Gottheit zu unterwerfen bevor man das ihr gewidmete Gebäude betritt, so müsste das Gebäude auf meine Anwesenheit verzichten.

Bei allem anderen sind wir anderer Meinung und würden uns im Kreis drehen. Ich verstehe deine Einstellung da einfach nicht. Ist für mich falsches Ehrgefühl. Aber ich habe sicherlich auch ein falsches Ehrgefühl in einigen Aspekten aus der Sicht einiger Menschen. Jeder ist halt anders.

Aber bei diesem Satz von dir sind wir wieder übereinstimmend. Gefällt mir etwas an einem Ort nicht, den ich aufsuchen wollte, dann suche ich diesen Ort nicht mehr auf. Ebenso sehe ich dies mit Ländern. Länder, in denen ich mich nicht an die Sitten und Bräuche halten kann, weil ich diese für unangemessen halte, suche ich nicht auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kenne keine Schule an der Lehrer mit einer Basecap unterrichten dürften oder Banken, in denen die Chefs erlauben, dass der Sachbearbeiter mit einer Basecap mir entgegentritt. Sollte es da wirklich Probleme geben, wäre ich alleine aus Neugierde gespannt auf die Quellen.
"Chefs erlauben" ist jetzt aber was anderes als ein Gesetz. AfD will Kopftuch im öffentlichen Dienst verbieten. Für das Warum habe ich keine Begründung gefunden.

Zu den anderen beiden Beispielen hat Photon bereits schön ausgeführt, dass wir als deutsche Gesellschaft die Freiheit haben sollten uns hier heimisch fühlen zu wollen.
Wie willst du denn das gesetzlich verankern, dass die Freiheit, sich heimisch zu fühlen, gewährleistet wird? Hier schließen dauernd Kiezkneipen, dafür kommen Tinnef- und Hiptser-Läden. Innenstädte sind durch Handelsketten so austauschbar geworden, dass man überall und nirgends seine Heimat haben könnte.

Fakt ist: Der AfD geht es nicht um Anstand, Heimatgefühl oder Tierschutz. Es geht um den Islam, es geht gegen den Islam. So steht es im Programmentwurf, so hat es auch von Storch auch kommuniziert.

Für mich schon. Ich komme in ein Land mit einer bestimmten Kultur (natürlich mit verschiedenen Variationen je Bundesland). Jeder der hierher flüchtet oder sonst einwandert sucht sich dieses Land ja mehr oder weniger aktiv aus. Wir sind ja in der Regel nicht das direkte Nachbarland von Flüchtlingen. Wenn ich mir aber eine neue Heimat auswähle aus allen Alternativen möglichen neuen Heimatländern, die zur Verfügung stehen, dann sollte ich doch irgendwo mich deren Sitten und Bräuchen anpassen, so wie ich mich als neuer in einer bestehenden kleineren Gemeinschaft auch anpasse.
Einen afghanischen Haushalt aus 5 - 10 Menschen mit einem heterogenen und globalisierten Staat wie Deutschland zu vergleichen - der hinkt nicht mal der Vergleich, der kippt schlichtweg um.
 
Ich verstehe deine Einstellung da einfach nicht. Ist für mich falsches Ehrgefühl.
Na ich weiß nicht mal, ob das auf das Ehrgefühl hinaus läuft. Ich denke, bei mir spielen da mehrere Gedanken mit rein.

Zunächst mal glaube ich persönlich nicht an einen der derzeit aktuell gültigen Götter. Daher empfinde ich das Beten folglich für mich als sinn- und nutzlos. In noch stärkerem Maße trifft das dann zu, wenn ich mich dann auch noch demütig verhalten muss. Sollte es entgegen meiner Überzeugung einen Gott (oder mehrere Götter) geben, die sich von meinem Glauben und Gebeten ernähren, dann werden die als omnipotente Wesen sicherlich problemlos in der Lage sein, meine Heuchelei zu durchschauen. Und ob sie dann wirklich wert darauf legen, dass ich ihnen was vorspiele, kann ich kaum glauben.

Dann kommt noch hinzu, dass die anderen um mich herum ja offensichtlich daran zu glauben scheinen. Würde ich jetzt so tun als würde ich mit ihnen beten oder wenn ich sogar beten würde, aber zu einem anderen Gott, käme ich mir ja schon fast wie ein Betrüger oder sogar Verräter vor. Denn ich gebe vor, zu dieser Gemeinschaft zu gehören, aber das tue ich nicht mal im Ansatz.

Und drittens (und letztens) stellt sich die Frage, ob ein Gläubiger seinen Gott verrät, wenn er vor dem Altar eines anderen auf Knien rutscht. Nun habe ich gerade keinen Gott, den ich fragen könnte, aber ich käme mir schon verarscht vor. Ok, nicht mein Problem, muss jeder Gott mit seinen Anhängern selbst aus machen. Aber ich glaube an die Falsifikation als ein dauerhaft probates Mittel zur Wahrheitsfindung. Die Macht der Wissenschaft, die sich zur Wahrheit irrt. Die mit offenen Karten spielt, die mir die Welt erklär- und nutzbar macht. Die mich einlädt, mitzumachen. Die absolut keinen Wert darauf legt, von mir bedingungslos angenommen und angebetet zu werden, sondern mich einlädt, sie zu prüfen und zu verbessern. Da bin ich gewissermaßen "Teammitglied" und kein "Mitsklave" oder weniger krass gesagt: ein "Schaf", das einen Hirten braucht. Kröche ich auf Knien vor einem Altar oder einer Himmelsrichtung, hätte ich das Gefühl, dass ich das, woran ich glaube, verraten würde.

Das alles nur deswegen so ausführlich, weil Du meintest, mich nicht zu verstehen. Vielleicht konnte ich damit es etwas besser verdeutlichen.
 
Ich hätte es nicht ganz so "lustig" formuliert. Aber kann die Ausführungen gut teilen, wobei mir eher die Gedanken zu jenen die dort beten hinziehen. Mit Kollegen mag das ja noch ok sein, aber wie ist es für Leute in Kirchen, Tempeln, Moscheen, Synagogen etc. Die werden ja nicht gefragt und somit beeinflusse ich ja ihren Glauben/Glaubensbekenntnis. Dann warte ich lieber davor und gut ist. Schon bei Hochzeiten habe ich so meine eigenen Bedenken (wobei das eher wie gesagt nur mich betrifft, und dem vielleicht "falschen" Respekt (weil es nicht nötig ist) gegenüber den anderen Personen).
 
Ok, das war eine vollständig politisch korrekte Aussage wie aus dem Lehrbuch. Kurz zusammengefasst: Du fühlst Dich de facto überall zuhause, so lange die Nachbarn in Frieden, Eintracht und Toleranz mit Dir und sich leben.
Hat sich anscheinend wirklich so angehört... Ich habe auch in einem Viertel gewohnt, wo 60% Griechen, 25% Türken, 10% andere Nationalitäten und noch 5% Deutsche gelebt haben. Und es gab nur ganz wenige Situationen, wo ich mich wirklich unwohl gefühlt habe. Und das war beim Fremdschämen für einige wenige Deutsche, die dort noch leben (mussten)...

Ich habe auch schon negative Erfahrungen mit Kindern von Migranten (zweite Generation) gemacht. Aber ich bezweifle eben, dass das irgendwas mit Herrkunft oder Religion zu tun hatte, das war mehr der Unterschied asozial oder nicht...

Aber wenn sich die Leute in meiner Umgebung deutlich von mir unterscheiden, dann fühle ich mich eher fremd als heimisch.
Kann ich verstehen, geht mir nicht so. Türkischer Supermarkt, griechische Kneipe, afghanischer Kiosk... meine regelmässigen Anlaufstellen. Alle nett, jeder andere religiös unterwegs (vermute ich) und trotzdem keinerlei Probleme. Mit 99% der Menschen nicht. Und das letzte Prozent ist einfach nur asozial, unabhängig von Nationalität, Herrkunft oder Religion.

Liegt es daran, dass ich mit Buddhismus, Christentum, Atheismus, Hinduismus, Judentum, Daoismus, Konfuzianismus, Shivaismus, ... besser klar komme als mit dem Islam? Falls ja, warum?
Menge vielleicht? Ein Buddhist wird nicht auffallen, ein Moslem auch nicht, 1000 bauen aber eine Moschee und sammeln sich... Wäre es Dir nicht auch unangenehm, wenn jetzt in der Nachbarschaft ein Sonnentempel aufmachen würde, wo sich jeden Sonntag 1.000 Zeugen Jehovas aufkreuzen, um sich und ihren Gott zu feiern?

Die kirchlichen Kindergärten nehmen doch auch alle aus der Gesellschaft auf. Bei unserem evangelischen Kindergarten in Duisburg sind mehr türkische Kinder (oder arabische, kann ich nicht gut unterscheiden) als Deutsche.
Ist das wirklich so, bei uns war es nicht so. Da wurde nach der Konfession gefragt und Kirchenmitglieder wurden bevorzugt. Es gab natürlich auch "Quotenplätze" für andere Kinder.

Ja ich finde es gut! Auch bei Nachbarn. Wenn meine Nachbargemeinschaft vor meinem Zuzug prima miteinander auskam und glücklich war und ich komme und zwänge denen meine Art zu leben auf, dann
gibt es viele unglückliche Menschen. Muss nicht sein.
"Aufzwängen"? Bei uns scheint es Brauch zu sein, Freitags nachmittags den Rasen zu mähen. Mache ich das Samstags mittags, werde ich blöd angeschaut von Nachbarn, die "in Ruhe im Garten sitzen wollen". Spielende Kinder gehen gar nicht... Eigentlich öffentliche Parkplätze sind "verteilt", wehe man parkt auf einem Parkplatz, der schon immer vom Nachbarn genutzt wird... Sowas meine ich. Meine Nachbarn müssen nicht mit mir zu bestimmten Zeiten beten.

Marty
 
...
Ist das wirklich so, bei uns war es nicht so. Da wurde nach der Konfession gefragt und Kirchenmitglieder wurden bevorzugt. Es gab natürlich auch "Quotenplätze" für andere Kinder.
...

Das ist doch völlig normal: Wenn Porsche eine Kindereinrichtung für seine MItarbeiter baut und es gibt nicht genügend "Porsche-Kinder" nehmen sie auch andere auf, aber die Porsche-Mitarbeiter werden logischerweise bevorzugt aufgenommen. Wo ist also der Fehler, wenn ein evangelischer Kindergarten die gleiche Linie fährt?!
 
Das ist doch völlig normal: Wenn Porsche eine Kindereinrichtung für seine MItarbeiter baut und es gibt nicht genügend "Porsche-Kinder" nehmen sie auch andere auf, aber die Porsche-Mitarbeiter werden logischerweise bevorzugt aufgenommen. Wo ist also der Fehler, wenn ein evangelischer Kindergarten die gleiche Linie fährt?!

Es macht doch schon einen Unterschied ob der Kindergarten von einem privaten Träger oder öffentlichen Träger finanziert wird (bzw. freie Träger, die zum Teil auch ihr Geld von öffentlichen Geldmitteln erhalten).

Es ist in der heutigen Zeit nicht unbedingt eine fortschrittliche Denkweise, wenn man nach Konfession selektiert.
 
Es ist in der heutigen Zeit nicht unbedingt eine fortschrittliche Denkweise, wenn man nach Konfession selektiert.

Kann man nicht irgendwann mal wieder dahin kommen inhaltlich zu argumentieren statt mit plakativen Aussagen, es sei nicht zeitgemäß und co.

Was ist schlecht daran. Einfach mal ausformulieren. Aber nur die Aussage, es sei nicht fortschrittlich reicht doch nicht aus. Wenn es irgendwann modern ist sich mit einer Backpfeife zu begrüßen, reicht es dann auch aus zu sagen, das dies sinnvoll sei, weil ja modern?
 
Es macht doch schon einen Unterschied ob der Kindergarten von einem privaten Träger oder öffentlichen Träger finanziert wird (bzw. freie Träger, die zum Teil auch ihr Geld von öffentlichen Geldmitteln erhalten).

Es ist in der heutigen Zeit nicht unbedingt eine fortschrittliche Denkweise, wenn man nach Konfession selektiert.

Also selbst private Träger werden staatlich unterstützt, es sei denn, es sind völlig "abgeschlossene" Gruppen, die dann aber auch nicht offen sind für "Externe". Gibt es sicher auch...

Wer spricht von Selektion? Es ist doch eigentlich selbstverständlich, dass diejenigen, die in der Kirche sind und dadurch die Eirichtung per se unterstützen auch im Zweifelsfalle eher eine Platz bekommen, oder nicht?!
 
Das ist doch völlig normal: Wenn Porsche eine Kindereinrichtung für seine MItarbeiter baut und es gibt nicht genügend "Porsche-Kinder" nehmen sie auch andere auf, aber die Porsche-Mitarbeiter werden logischerweise bevorzugt aufgenommen. Wo ist also der Fehler, wenn ein evangelischer Kindergarten die gleiche Linie fährt?!

Entschuldige, Wannabe hatte geschrieben:
Bei unserem evangelischen Kindergarten in Duisburg sind mehr türkische Kinder (oder arabische, kann ich nicht gut unterscheiden) als Deutsche. Bevorteilt wird man auch nicht als Evangelist, wenn man sich anmeldet. Wenn kein Platz frei ist, dann ist keiner mehr frei. Es geht danach, wer zuerst kommt, der bekommt den Platz. Das der Staat sich also beteiligt ist denke ich normal.
Und ich hatte ein anderes Beispiel gebracht.

Und ich finde, Einrichtungen, die fats komplett aus Steuergeldern finanziert werden, sollten auch allen Steuerzahler gleich offen stehen. Bestimmen können sie dann, wenn sie auch bezahlen.

Hier mal ein Beispiel zu den Kosten: https://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/Wenn-die-Kirche-nicht-mehr-zahlt-article984097.html

Gegenfrage: Würdest Du es falsch finden, wenn morgen Muslimverbände reihenweise Kindergärten in der Stadt aufmachen würden, diese von Stadt und Land komplett bezahlen lassen, aber dann entscheiden, dass dort muslimische Kinder bevorzugt aufgenommen werden und einziger religiöser Inhalt der Erziehung muslimisch ist? Wenn nicht, ist alles gut und ich beantworte Deine Frage weiter.

Marty