@wannabe: du warst doch dafür die rentenversicherung und arbeitslosenversicherung zu privatisieren. bzw hast gesagt das die afd es will. das führt doch nur dazu das rentner zum arbeiten gezwungen werden um ihre rente aufzubessern und das arbeitslose, egal wie qualifiziert, jeden job annehmen müssen. weil private unternehmen eben profit machen wollen und nicht sozial handeln. also müssen akademiker nach nach deiner meinung, wenn sie arbeitslos sind, für 1 euro die stunde hundehaufen aufsammeln. der mindestlohn wird von der afd ja auch abgeschafft bzw. 1 euro jobs werden dann an die arbeitslosenversicherer weitergereicht.
vielen menschen wird dann einfach die versicherung gekündigt, weil sie nicht vermittelbar sind oder zu teuer sind und sind dann obdachlos. irgendwann werden es so viele menschen sein, das es eine revolution gibt. will die afd das? das deutschland einfach zusammenbricht?
 
Und trotzdem noch immer gegen mehr Demokratie? Oder gar direkte Demokratie?
Meinst du mich? Nein. Dummerweise beweisen alle Versuche in D, direkte Demokratie zu praktizieren, dass es an der Gleichgültigkeit der Mehrheit scheitert. Die Beteiligungquoten sind teilw. grottig, und das weist du auch! Natürlich kann man ein Parteiporgramm, über das die Mitglieder entscheiden, nicht im einer Volksbefragung vergleichen. Die sind aus einem bestimmten GRUND in dieser Partei, und WOLLEN sich engagieren! Ob ich das in den einzelnen Fällen jetzt prima finde oder nicht, steht auf einem anderen Blatt...
 
Hier der Link zur Mitgliederbefragung der oben genannten Thesen. Könnt ihr mal selbst nachsehen. https://bit.ly/1U3BprN
Naja, spiegelt das wieder, was ich auch über die AfD denke. Im Grundtenor vertritt sie meine Meinung, in einigen Punkten würde ich zähneknirschend mit gehen, aber einige gehen gar nicht.

Mir sind folgende Punkte gerade übel aufgestoßen:

Frage 19 (Schwangerschaftsabbrüche). Da vertrete ich keine christliche Haltung, sondern eine pragmatische. Sicherlich ist menschliches Leben nicht verhandelbar, aber ich habe damals schon die ganze Diskussion miterlebt, wo es um die "Legalisierung" der Abtreibung ging. Ab wann ein Embryo empfindungsfähig ist und dergleichen. Für mich steht seither fest, dass das Leben eines Menschen mit seiner Geburt beginnt. Ab diesem Zeitpunkt erhält ein Mensch seine "Bürgerrechte". Vor der Geburt ist es Sache der Frau, die hoffentlich in Abstimmung mit dem Erzeuger darüber entscheiden sollte, ob sie das Kind austrägt oder nicht. Ich will keine Szenen, da sich eine Frau mit dem Küchenmesser und einem Kartoffelstampfer selbst ein Kind abtreibt und auch keine kurz nach der Geburt erwürgten Säuglinge in der Mülltonne. Dann lieber den medizinisch sicheren Weg. Ein Kind ist nunmal keine Sache, die man bei Nichtgefallen zurückgeben oder verkaufen kann. Insofern werde ich immer für Abtreibungen sein.

Frage 25 (GEZ). Also ich bin sicherlich kein Fan von der GEZ, wie es sie heute gibt. Weiß Gott nicht. Aber hey, die
Mehrheit stimmt für Option 2? Also jeweils 2 staatliche Hörfunk- und Fernsehsender? Das ist ja wie in der DDR :D Ganz ehrlich, das sehe ich kritisch. Von den Privaten Sendern kann man keine neutrale Berichterstattung erwarten. Die senden und recherchieren das, was der Geldgeber (auch wenn es Aktionäre sind) will. Aber was hätte ich von einem staatlichen Sender zu erwarten? Hohelieder auf die aktuelle Politik, wie einst bei der Aktuellen Kamera. Die habe ich schon freiwillig nicht mehr geschaut und ich wusste schon warum. Und die Mehrheit der Leute will das wieder haben? Krass...

Frage 33 (Grüne Gentechnik). Hier habe ich auch schon viele Diskussionen gehabt. Witzig finde ich immer, dass ich sehr häufig das Argument gehört habe, dass Gott allein das Recht hätte, irgendwas zu erschaffen und so weiter. Also mal abseits religöser Hysterie: Der Mensch züchtet seit Jahrhunderten Sorten von Mais, Weizen, Kohl, Hunden, Hühnern, ... ach, einfach alles, was wir heute essen. Durch gezielte Auswahl von Sorten und Kreuzung gibt es heute Lebensmittel, die von der Natur (oder von mir aus "Gott") niemals geplant waren. Das haben wir aber akzeptiert, kein Ding. Wenn aber ein Biologe ein Genom verändert, sodass eine Pflanze nicht mehr von (bestimmten) Schädlingen befallen wird oder temperaturresitenter wird, ist das böse. Erreicht das gleiche Ergebnis ein Bauer durch Züchtung (nur in eben wesentlich längerer Zeit), ist das ok. Was ist das denn für ein Quatsch? Nur weil wir dem Biologen nicht zutrauen, dass er in Bio gut genug aufgepasst hat?

Frage 35 (Gesundheitspolitik, Behandlungskosten) Ja, hier scheiden sich die Geister. So ein Vorschlag hätte auch von der FDP kommen können. Also die allgemeinen gesetzlichen Krankenkassen wurden schon vor H****r als wichtig angesehen und auch während dessen Amtszeit beibehalten (oder flächendeckend wiedereingeführt). Option 1 und 2 zielen beide darauf ab, dass sozial schwache Menschen weniger ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen können, weil sie sich die Beteiligung nicht leisten können. Wenn wir heute sagen, dass wir eine 2-Klassen-Medizin haben, was wird das denn erst werden? Das wären ja fast so schlimme Verhältnisse wie in den USA. Das kann man nicht wirklich wollen, auch wenn es mich persönlich aktuell vermutlich sogar entlasten würde, denn ich zahle mehr als doppelt so viel in die gesetzliche Kasse, als ich aktuell in die private zahlen müsste. Eher würde ich dafür stimmen, dass es nur noch eine einzige staatliche KV gibt, in die alle gemäß ihres Einkommens einzahlen und sich privat zusätzlich versichern, wenn sie bestimmte Luxusleistungen wünschen. Dann würden auch die Beiträge für alle sinken.

Die Fragen 36 und 37 drehen sich dann weiter um dieses Thema, wobei ich dann bei 37 Option 1 unterstützen würde. Nur ist die Frage, was unter einer "Basisversorgung" verstanden wird. Die gibt es nämlich auch in den USA und beschränkt sich meist auf das Zusammenflicken, Schmerzmittel und Rausschmiss aus dem Krankenhaus.

Daher sehe ich auch Frage 38 etwas kritisch. Soll denn jeder selbst entscheiden dürfen, wie er therapiert wird? Klingt erstmal nicht schlecht, aber muss ich nun den Schamanen mit finanzieren, der mit Wunderpfeifchen und Schrumpfkopf um den Krebspatienten tanzt, weil der keine Chemo haben aber trotzdem gesund werden will? Und wird damit nicht den ganzen Wunderheilern Tür und Tor geöffnet? Die dann einen Tachyonengleichrichter verkaufen, der dann von der KV auch noch bezahlt werden muss? Oder habe ich den Punkt falsch verstanden?

Frage 50 (Klima, Energiepolitik) Ernsthaft? Glaubt die AfD wirklich daran, dass der Bürger "eigenverantwortlich" seinen CO²-Ausstoß mindert? Und falls ja, dann in noch stärkerem Maße die Industrie? Im Leben nicht! Es wäre zwar wünschenswert, aber an dem Punkt der "Demokratisierung", also auch der Eigenverantwortlichkeit, sind wir noch nicht. Wenn sich der Bürger erstmal daran gewöhnt hat, mündig zu sein und auch entsprechend soziale Intelligenz entwickelt hat, dann ja. Aber nicht jetzt. Heute geht es nur darum, dass das Benzin und das Heizöl billig sind, damit der SUV auf den 100 Metern bis zum Aldi nicht mehr kostet als der Wocheneinkauf. Alles andere ist egal. Ein Auto ist in der Gesellschaft nach wie vor ein Statussymbol, kaum jemand kauft nach Bedarf und mit Vernunft. Wer einen fetten BMW hat, hat auch einen fetten in der Hose...

Und abschließend Frage 53 - oh je. Also ich bin auch gegen das hysterische Abschalten von AKWs. Aber zurück gehen und Laufzeiten womöglich verlängern (wofür sich die Mehrheit ausgesprochen hat), wäre ja nun wirklich dämlich. Wir müssen nunmal von dieser Form der Energieumwandlung (oder im Sprachgebrauch auch "Erzeugung") weg. Nutzen und Risiko passen einfach nicht. Es ist gut, dass es die Technologie der Kernspaltung gibt, weil so Raumfahrzeuge eben im All schön lange und konstant mit Strom versorgt werden können. Und im interstellaren Raum können sie auch vor sich hin strahlen und stören dabei niemanden bis sie ausgestrahlt haben. Aber auf der Erde ist das was anderes. Es braucht nur eines einzigen Krieges, dass Aufzeichnungen zu Lagerstätten verloren gehen oder ganze Zivilisationen verschwinden. In 1000 Jahren weiß keiner mehr, was wo liegt, aber dann strahlt es noch ein paar zehntausend Jahre weiter. Kein guter Plan.

Und Wiederaufbereitung - ja, schön und gut. Kann man auch dran forschen. Aber dann bleibt noch immer die Gefahr, dass irgendein Terrorist so ein AKW ganz toll findet und es sabotiert oder gleich zerbombt. Wir wissen alle, dass es niemals 100%ige Sicherheit geben kann. 999 Fälle wehrt man ab, der 1000. klappt dann. Nur dann sind die Folgen schlimmer, als hätte jemand 999 Solaranlagen, Windkrafträder oder von mir aus auch Gaskraftwerke sabotiert. Nee, diesen Standpunkt teile ich ganz und gar nicht. Dann lieber das Geld in die Forschung für unterirdische Fusionskraftwerke oder (noch besser) dezentrale Energieumwandler. Es gibt nicht wirklich viele Schnittpunkte, die ich mit den grünen Junkies gemein habe. Aber in dem Punkt haben sie recht...

Ok, das war mein Statement zum Parteiprogramm der AfD. Insgesamt wählbar trotz diverser gegenteiliger Ansichten.
 
@photon: stimme dir zum thema gez und schwangerschaftsabbrüche zu. ich bin jetzt auch kein fan der gez und bin der meinung es sollte anders finanziert werden.
 
Wer nicht mit dem rechtspopulistischen/-extremistischen Spektrum zu tun hat/haben will, der sollte sich eben mit dem auch nicht abgeben. Siehe eben Polizei Sachsen.

OK. Ich verspreche dir dann hier hoch und heilig, dass ich mich von den Nazi Bullen aus Sachsen fern halten werde. ;)

Man dementiert rechte Tendenzen in einem rechtspopulistischem Magazin. Sehr glaubwürdig. Aber es gab bestimmt nur keine andere Zeitung die die gute Dame da wiedergeben wollte, oder? ;)

Das weiß ich nicht. Das musst du die Dame schon selber fragen. Finden konnte ich im Netz nicht allzu viel dazu. Ob das jetzt für oder gegen deine These spricht kann ich dir nicht sagen.

Ach shcade ich dachte es kommt endlich zu einer Aussage auch mal was packendes, wieder nichts...:yawn:

Also mir ist die Tatsache, dass eine Bundestagsvizepräsidentin auf einer Demo mitläuft, auf der "Deutschland du mieses Stück Scheiße" und "Deutschland verrecke" skandiert wurde schon packend genug. Noch packender finde ich, dass sie sich davon bis heute nicht distanziert hat.

Aber mal ne Frage: Hast du echt Bock auf diese Schlammschlacht? Findest du nicht, dass an alle Parteien der gleiche Maßstab angelegt werden sollte?

Das könnte man sicher auch tun, wie lange wäre der Clip dann aber nur gewesen? ;)

Das ist Ansichtssache... Ich persönlich finde ja, dass viele ganz vernünftige Argumente dafür hatten, weshalb sie auf die Straße gehen. Und viele haben diese Argumente auch ziemlich ruhig und ohne Agressionen vorgetragen. Ob man nun mit allem dort konform geht, ist eine andere Sache.

Aber meines Erachtens hatte Frau Hayali und ihre Kollegen genug gezeigt, was da so aufkam. Weder nur die schlechten, noch nur die akzeptablen Aussagen einiger.

Jaja, alleine schon der Betrunkene ganz am Anfang, der Opi, der leider leider sehr sehr verkürzt wiedergegeben wurde, der agressive Mann der nicht gefilmt werden wollte und die "Höcke Höcke" Kreischhexe mussten auf jeden Fall noch mit rein und die wütende Frau, die völlig außer sich und voller Hass war, durfte auch nicht fehlen. Leider hat man nicht gezeigt, warum sie voller Hass ist.

Die Einzige die in dem Beitrag heraus stach, war die Dame mit der Kerze. Es waren aber viel mehr, die wirklich etwas zu sagen hatten. ZB:

Der ältere Herr ab min: 5:27, der im Beitrag garnicht vorkam. Oder die ältere Dame ab min: 23:30, die im Beitrag ebenfalls nicht vorkam. Ja, selbst der Höcke wurde nur verkürzt wieder gegeben.

Wenn ich nun wüsste, dass ee irgendeinen Sinn hat, dir zu empfehlen das Rohmaterial mal ganz unvoreingenommen anzuschauen...

Wobei mir der Vergleich mit 50 interviewen und 5 dumme nur zeigen, immer noch nicht aufgrund des Videos erschliesst.

Das war mir schon klar.

Und schon gar nicht irgendetwas belegbares zu den Landtagswahlen und dem ZDF da zeigen, was Du in Aussicht gestellt hast...Aber ich denke da kommt dann auch nicht mehr viel oder?

Ich habe wie so oft bei dir, keine Ahnung was du meinst. Tut mir leid.
 
Ich habe wie so oft bei dir, keine Ahnung was du meinst. Tut mir leid.

Da er immer das gleiche will übersetzte ich mal:

*wut*wut*mecker*mecker*hetz*hetz*die anderen machen das auch, nur schlimmer, also halt den Mund* ich bin der schlauste*seht ihr nicht die rechte verschwörung,sie lauert hinter jeder ecke*hetz*hetz*mecker*mecker*

Also wenn du ihn mal nicht verstehst, nimm eines der obigen Fragmente,dann triffst du das gemeinte Ganz gut
 
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@Photon ich habe auch habe dort auch ein paar Thesen, die ich zähneknirschend hinnehme, weil die Mehrheit anders votiert hat als ich es habe z. B. beim Tempolimit. Das hätte ich gerne.

Zudem freue ich mich, dass das Solidarsystem erhalten bleibt - wenn auch der Tenor denkbar knapp war.

Bei dem aktivierenden Arbeitslosengeld muss ich sagen, das sollte man eher in ein bedingungsloses Grundeinkommen ändern. Da haben auch die Leute in der Programmkommission der AfD noch nicht begriffen, dass die Arbeitslosigkeit mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr zu lösen sind - auch nicht wenn man den Erwerbslosen das Geld streicht, wozu sich die AfD noch nicht geäußert hat. Ich sehe da auch einen Handlungsbedarf inbesondere die Hartz 4 Sanktionen abzuschaffen, denn die verstoßen m. E. gegen das Grundgesetz.

Es gibt vereinzelt Rufe z. B. in Sachsen-Anhalt zur Reduzierung von Hartz 4, dagegen wende ich mich vehement. Wenn Sozialleistungen gekürzt werden haben wir Bürgerkrieg. Also der soziale Friede muss erhalten bleiben. Das ist alternativlos. Wenn die AfD Hartz 4 verschärfen will, dann ist das nicht mehr meine Partei.

Die Privatisierung der Arbeitslosenversicherung ist auch etwas was ich zähneknirschend hinnehmen musste. Ich bin dagegen.

Wirtschaft und Staat lässt sich eben nicht voneinander trennen, auch wenn Leute den Nachtwächterstaat wollen. Das führt zu einer völlig unsolidarisierten Gesellschaft wo jeder gegen jeden ausgespielt wird. Mehr Eigenverantwortung fordern ist immer einfach das setzt aber immer voraus, dass die Bedingungen dafür stimmen - und die Rahmenbedingungen eigenverantwortlich zu handeln sind so dermaßen in einer Schieflage, dass wir nicht herum kommen, Millionen von Menschen eine angemessene Grundsicherung zu finanzieren. Das ist eben so. Die Schwachköpfe in der AfD die den Sozialstaat abbauen wollen in der Weise, dass man ärmeren Menschen etwas wegnehmen will, das geht überhaupt nicht. Da muss auch mehr Aufklärung gemacht werden. Ich engagiere mich ja kommunal und nicht bundespolitisch und will das auch nicht. Wenn aber der Rotstift bei den Armen angelegt wird, dann trete ich aus. Das kann ich nicht unterstützen.

Das Kommunen pleite gehen sollten wenn sie sich verzockt haben, finde ich hingegen richtig. Eine Nichtbeistandsklausel für überschuldete Kommunen ist richtig, wobei man dann auch die Sozialversicherungsleistungen reformieren müsste, sodass die Leistungen aus der Kommune, dem Land und dem Bund bezahlt werden. Eine Kommune allein kann nicht allein für Hartz 4 und andere Leistungen bezahlen. Das würde die Kommune sehr schnell überfordern.

Die Bundesagentur sollte m. E. nicht abgeschafft, sondern ausgebaut werden und die kommunalen Jobcenter sollte man abschaffen. Nur noch eine Stelle ist für alle zuständig nicht mehr 2 Stellen so wie jetzt.
 
Die Privatisierung der Arbeitslosenversicherung ist auch etwas was ich zähneknirschend hinnehmen musste. Ich bin dagegen.

Das geile an der Forderung ist, dass sie vielen von denen nutzt, die aktiv gegen die AfD unterwegs sind. :-D

Dann gibbet nicht nur 25 €/h Demogeld, sondern auch noch weniger Abzüge aufs Nebengehalt. 8)

gruss kelle!
 
Die Privatisierung der Arbeitslosenversicherung ist auch etwas was ich zähneknirschend hinnehmen musste. Ich bin dagegen.
Hier bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig. Ich finde die Idee gar nicht schlecht. So kann jeder entscheiden, wie hoch er sich im Falle einer Arbeitslosigkeit für wie lange versichern will. Da wird auch der Wettbewerb interessante und vielleicht bessere Modelle zu Tage fördern, ähnlich wie bei der privaten Krankenversicherung.

Allerdings will eine private Versicherung vor allem aber mit Gewinn arbeiten - also im Idealfall nichts bezahlen und immer nur kassieren. Da kann es passieren, dass Verträge so schlimm verklausuliert werden, dass kaum davon jemand im Ernstfall zurück greifen kann. Und das wäre schon schlimm, wenn die einzige Einkommensquelle im Notfall nicht zahlt, in die man Jahre oder womöglich Jahrzehnte fleißig horrende Beiträge eingezahlt hat. Und ich will nicht wegen jedem Vertrag erstmal Jura studieren müssen. Oder dass die Leute so blöd sind und keine Versicherung abschließen und im Notfall gleich auf Hartz IV rutschen und damit auf das soziale Abstellgleis.

Also eine gefährliche Idee ist es allemal. Aber hat auch einen gewissen Charme.
 
Hier bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig. Ich finde die Idee gar nicht schlecht. So kann jeder entscheiden, wie hoch er sich im Falle einer Arbeitslosigkeit für wie lange versichern will. Da wird auch der Wettbewerb interessante und vielleicht bessere Modelle zu Tage fördern, ähnlich wie bei der privaten Krankenversicherung.

Ich find die Idee auch gut sofern die gesparten Beiträge auch netto bei mir ankommen, ist doch wirklich unnötig mir Versicherungen aufzuzwingen die ich nicht haben möchte.

Niedriglöhner haben eh nix davon weil sie direkt in Hartz 4 fallen, viele Menschen mit gutem Einkommen brauchen sie gar nicht weil sie sich auch mal ein paar Monate selbst finanzieren können, also soll doch jeder selbst entscheiden was er braucht und bezahlen möchte.
 
Hier bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig. Ich finde die Idee gar nicht schlecht. So kann jeder entscheiden, wie hoch er sich im Falle einer Arbeitslosigkeit für wie lange versichern will.

Kann denn jeder entscheiden?

Da ich der Arbeitslosenversicherung mehr überweise, als sie mir, würde ich entscheiden können.
Es gibt aber sicherlich Leute, denen die Versicherung mehr auszahlt, als sie einnimmt. Können diese Leute entscheiden, oder kriegen sie Bedingungen vorgesetzt, die jegliche Entscheidung obsolet macht?

gruss kelle!
 
Kann denn jeder entscheiden?

Es gibt aber sicherlich Leute, denen die Versicherung mehr auszahlt, als sie einnimmt. Können diese Leute entscheiden, oder kriegen sie Bedingungen vorgesetzt, die jegliche Entscheidung obsolet macht?
Naja, das Problem hat ja jede Versicherung. Wer eine Lebensversicherung abschließt und ein halbes Jahr später tot umfällt, hat für die Begünstigten auch einen "guten Schnitt" gemacht.

Aber ja, es könnte wirklich jeder entscheiden. Niemand würde eine Versicherung abschließen, die unter der Hartz IV-Grenze läge (und mit dem Hartz-IV-Satz folgich verrechnet würde. Es geht also darum, für wie lange sich individuell jeder für wieviel Geld absichern möchte. Oder eben ob er lieber das Geld spart und in eine Berufsunfähigkeitsversicherung investiert. Oder in eine private Rentenzusatzversicherung. Oder von mir aus auch in ein neues Auto.

Ich beispielsweise würde eine abschließen, die mir mein monatliches Gehalt in voller Höhe weiter zahlt, allerdings nur für die Dauer von maximal 3 Monaten, weil ich davon ausgehe, jederzeit innerhalb von 3 Monaten wieder eine Arbeit finden zu können. Damit wäre mir im Falle des Falles weit mehr geholfen, als mit 60% über 12 Monate.

Und vergiss mal nicht: Wer jetzt nicht genug verdient, um sozialversicherungspflichtig versichert zu sein, der ist es nachher auch nicht. Und Hartz IV bleibt als Fangnetz so oder so. Wer heute so wenig verdient, dass er vom ALG I nicht leben kann, der stockt über Hartz IV dann auf. Also nur ein Taschenspielertrick mit den Bundes- und Kommunenkassen, mehr nicht. Das hätte dann zumindest ein Ende.

Ich find die Idee auch gut sofern die gesparten Beiträge auch netto bei mir ankommen, ist doch wirklich unnötig mir Versicherungen aufzuzwingen die ich nicht haben möchte.
Es wäre ja Deine freie Entscheidung, eine Arbeitslosenversicherung abzuschließen oder eben nicht. Außerdem, so nehme ich an, könntest Du die Höhe frei wählen und bei privaten Versicherungen wäre sicherlich auch sowas wie eine "nicht-arbeitslos-Prämie" zu erwarten. Keine Ahnung, welche Ideen der Wettbewerb da hervor bringt.
 
Es wäre ja Deine freie Entscheidung, eine Arbeitslosenversicherung abzuschließen oder eben nicht. Außerdem, so nehme ich an, könntest Du die Höhe frei wählen und bei privaten Versicherungen wäre sicherlich auch sowas wie eine "nicht-arbeitslos-Prämie" zu erwarten. Keine Ahnung, welche Ideen der Wettbewerb da hervor bringt.

Ja deswegen finde ich es ja eine gute Idee, ich kann mich entscheiden ob ich:
1. eine Versicherung möchte
2. wie lang sie auszahlen soll im Versicherungsfall
3. wie viel sie auszahlen soll

Mir persönlich wären 90 % vom Gehalt als Auszahlungssumme für 3 Monate viel lieber als 53 % über 12 Monate ;)
Wahrscheinlich würde ich aber gar keine abschließen und die gesparten Beiträge in den eigenen Vermögensaufbau stecken :money:
 
Allerdings wirst du dann eben sofort von der Sozialkasse abhängig. Also soll deiner MEinung nach die Sozialkasse einspringen, weil jemand mal für 3 MOnate keinen Job hat?!
Also ich meine, ja. Wer freiwillig von einem Gehalt auf Sozialsatz zurück fällt, der hat entweder so wenig verdient, dass er ohnehin da gelandet wäre oder er ist in der Lage, sein Leben von jetzt auf gleich grundlegend zu ändern und mit weniger Geld klar zu kommen.

Aber selbst in dem Falle wäre es eine Entlastung der Staatskassen im Gegensatz zu heute. Und so viele werden es nicht sein, denn wer will schon im Notfall dann auch gleich mit seiner Existenz am Arsch sein? Also ich würde so eine Versicherung garantiert abschließen. Ich will mir ja ohne Geld- und damit Zeitnot eine neue Stelle suchen und nicht vom Regen in der Traufe landen...
 
AfD-Bundesvorstand löst Landesverband auf

Folgende News wurde am 24.03.2016 um 17:53:59 Uhr veröffentlicht:
AfD-Bundesvorstand löst Landesverband auf
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Saarbrücken/Berlin (dpa) - Der AfD-Bundesvorstand hat die Auflösung des saarländischen Landesverbandes beschlossen. Hintergrund sind Berichte über Kontakte der Saarbrücker Parteispitze zu Rechtsradikalen.
Grund für die Auflösung seien «schwerwiegende Verstöße gegen die politische Zielsetzung und die innere Ordnung der Partei», teilte die AfD mit.
Vorausgegangen waren Recherchen des Magazins «Stern» über Kontakte von Saar-Landeschef Josef Dörr und seinem Stellvertreter Lutz Hecker zu Rechtsradikalen. Denen zufolge standen Dörr und Hecker im vergangenen Herbst in engem Kontakt mit dem früheren stellvertretenden rheinland-pfälzischen NPD-Vorsitzenden Sascha Wagner sowie mit Ulrike Reinhardt. Reinhardt ist Aktivistin der «Pfälzer Spaziergänger», die gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestieren. Die Gruppe wird nach Einschätzung von Verfassungsschützern ebenfalls von der NPD dominiert.
In der AfD-Mitteilung hieß es nun, nachdem ein «Investigativ-Magazin» handfeste Belege getwittert habe, erführen mehrere Vorgänge im Landesverband eine Neubewertung. Als Ergebnis sehe der Bundesvorstand keine andere Möglichkeit als die Auflösung des Landesverbandes. Dörr sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage, er werde sich in Kürze dazu äußern.
Der Bundesvorstand hat nach eigenen Angaben bereits seit Monaten die Vorgänge im Saarland untersucht. Die Parteispitze sei gewillt, die politischen Grundsätze und die innere Ordnung der Partei mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wahren, teilte die AfD mit.
Dörr und Hecker hatten auf Drängen des Bundesvorstandes zunächst ihre Ämter ruhen lassen, später aber erklärt, sie seien wieder im Amt. Einem Bericht der «Saarbrücker Zeitung» zufolge plante der Landesvorstand, bei einem Parteitag am 17. April geschlossen zurückzutreten und gleich wieder zur Neuwahl anzutreten.