Politiker haben lediglich die Freiheit über das Budjet zu entscheiden und Steuereinnahmen und -ausgaben aber nicht das System an sich in Frage zu stellen, weil des einen Verlust des anderen Gewinn ist. Ein Politiker will wiedergewählt werden und verhält sich in der Regel opportun gegenüber Geldgebern.
Also ist das politische System "repräsentative Demokratie" kein für Dich tragbares System.
Wahre Demokraten gehen auf die Straße und fechten über die Straße, friedlich gemeinsam ihre Interessen durch.
So, wir schaffen also die repräsentative, parlamentarische Demokratie ab und schaffen die "Demokratie der Strasse". Jede Entscheidung wird von Interessensgruppen auf den Straßen friedlich vertreten. Abgestimmt wird dann wie? Wie kommt man zu einer demokratischen Entscheidung auf der Strasse?

4 Mio. gehen deutschlandweit gegen die Automaut auf die Strasse, 4 Mio. sind dafür, die Demos verteilt über ganz Deutschland... Was passiert nun?

Werden wichtige Dinge wie Umgehungsstrassen dann auch so abgestimmt? Durch Menschenmasen auf der Strasse? Steuersätze? Interessante Vorstellung. Für mich ist das eher Anarchie.

Jeder Bürger hat das Recht sich nicht an der politischen Willensbildung zu beteiligen. Nicht jeder muss sich für Politik interessieren. Es ist also auch möglich, sich zu enthalten.
Richtig, an die Entscheidungen muss man sich trotzdem halten.
 
Direkte Demokratie wie es die AfD will, wäre eine Alternative.
Ernsthaft? Die AfD fordert Volksentscheide auf Bundesebene - und gibt gleich die Themen vor, über die man abstimmen sollte (EU, Zuwanderung). Es geht weniger um Direkte Demokratie, sondern darum, seine Interessen (am Parlament vorbei) durchzusetzen. Das bedeutet dann auch, dass AfD-Politiker um deine Stimme werben, damit du einfach nur ein Kreuz an der "richtigen" Stelle machst. Wie wir ja wissen, muss man Werbung aber nicht ernst nehmen.

Es gibt nur eine einzige Partei, die dieses Vorhaben der direkten Demokratie blockiert und das ist die CDU.
Also ist in diesem Fall die CDU die Alternative und nicht die AfD, die bei dem Punkt die selbe Forderung stellt wie alle Parteien - bis auf die Union.

Der wahre Demokrat bringt so zum Ausdruck, dass die Politik so wie sie gemacht wird, dass man alle 4 Jahre sein (Haken)kreuz in der Wahlurne abgibt, nicht in seinem Namen gemacht wird.
Der wahre Demokrat nutzt also das Wahllokal um zu protestieren und die Straße um Politik zu machen. Verrrrückt!
 
Also ist das politische System "repräsentative Demokratie" kein für Dich tragbares System.

Doch aber die Politiker sehen nicht oder wollen nicht sehen, dass das System so wie es ist, nicht mehr in die Zeit passt. Konservativ heißt eben = sich selbst erhalten / Status quo aufrecht erhalten. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich dahingehend was Mitbestimmung angeht, nichts verändern soll. Die CDU ist jedenfalls dagegen, dass man den Kanzler oder den Bundespräsident wählt. Durch die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag oder -rat hat ein Gesetzesvorhaben damit keine Chance.

So, wir schaffen also die repräsentative, parlamentarische Demokratie ab und schaffen die "Demokratie der Strasse". Jede Entscheidung wird von Interessensgruppen auf den Straßen friedlich vertreten. Abgestimmt wird dann wie? Wie kommt man zu einer demokratischen Entscheidung auf der Strasse?

So wie ich das sehe gibt es in der Schweiz ein Modell, wo es keine Koalitionen gibt sondern wo die Parteien die über die Sperrklausel kommen, mit in die Regierung kommen. Das ist schon ein ziemlich gutes Modell, das politische System der Schweiz. Einzelheiten kann ich hier aufgrund des Umfangs nicht näher erläutern. Wo sind die Volksabstimmungen über wichtige Fragen z. B. ESM, Euro etc.? Wir Bürger wurden gar nicht gefragt. Was hat das mit Demokratie zu tun? Repräsentativ ist das Zauberwort. Es ist eine Stellvertreter-Demokratie. Die Stellvertreter erklärt der Wähler für sich als zuständig und wird fortan von ihm betreut. Was hat es mit Demokratie zu tun wenn ich z. B. bei der Bundestagswahl AfD wählen würde und am Ende eine große Koalition genau das entgegensetzliche entscheidet? Wenn ich mich nicht durchsetzen kann, brauch ich auch nicht wählen. ;)

Werden wichtige Dinge wie Umgehungsstrassen dann auch so abgestimmt? Durch Menschenmasen auf der Strasse? Steuersätze? Interessante Vorstellung. Für mich ist das eher Anarchie.

Also ich wende mich gegen extreme Positionen. Vielmehr müsste es eine Organisation geben, die eben de-Zentral und schnell handelt. Das benötigt aber eine Finanzordnung, die nicht alle paar Jahrzehnte in die Krise führt. Wachstumsbeschleunigungsgesetz, ESm etc. sind alles solche Erscheinungen, dass die kapitalistische Ideologie, so wie sie 70 Jahre gutgegangen ist, an seine Grenzen gekommen ist. Die Treppe wird bekanntlich von oben nach unten gefegt d. h. die die heute das sagen haben, müssen Änderungen herbeiführen. Leider sehe ich diese nicht und so müssen wir wohl oder übel den nächsten Finanzcrash erleben, bis aus der Schockposition heraus wieder neue Retter in Erscheinung treten, die dann ihre Interessen ohne Murren durchsetzen können. Eins ist jedenfalls sicher, die Welt muss immer gerettet werden.

Die AfD wird schon bald die Realität merken. Wenn die AfD eine Alternative wäre, dann würde sie ganz andere Wege gehen. Eine Alternative ist die AfD jedenfalls nicht, denn sie will nicht das System ändern, sondern nur den Brand löschen. Möglicherweise entfacht diese Partei das Feuer aber auch erst. Leider braucht es wohl ein bisschen Torheit, wie es immer ist (Torheit = warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist).
 
Wo besetzt die AfD Positionen, die man woanders nicht auch findet und die dort genausowenig umgesetzt werden. Kann die AfD Geld zaubern, um all diese Dinge zu bezahlen?

Die AfD hat eine andere Meinung über die Stellung des Staates. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Ein- und Ausgaben. Ich denke schon, dass eine regierende AfD die Staatsaufgaben reduzieren würde, die Bürokratie speziell im Steuerrecht abbauen würde, usw. Ob nun die Auswirkungen immer so positiv sind oder nicht, dass möchte ich nun nicht dabei sagen. Aber ich denke schon, dass Wirtschaftsprofessoren (Die ja an der Spitze der Partei stehen) einen anderen Blickwinkel auf das gesamtwirtschaftliche Gefüge der BRD haben als aktuell unsere Juristen (Die ja momentan eine Mehrheit in der Politik darstellen). Ob nun alles wirklich so umsetzbar ist, ob es der richtige Weg ist, etc. sind sicherlich Punkte über die man Diskutieren kann, nun aber Pauschal zu sagen, dass eh alle das Gleiche fordern und nicht umsetzen, ich wähle nun das Altbekannte, dass sehe ich irgendwie als Sackgasse und der Demokratie als unwürdig
 
@Wannababe na klar wird sich etwas ändern, wenn die AfD in 5 Legislaturperioden dann irgendwann mal die Mehrheit bekommen sollte.

Es ist eben eine Frage der zeitlichen Perspektive. Man kann in der Politik nicht immer alles zu jeder Zeit machen. Am meisten kann man aber machen, wenn es eine Krise gibt, weil die Narren von Bürger und Politiker dann in einer Schockstarre sind wo sie dann ohne großes Murren alles über sich ergehen lassen.

Schau dir mal die weitreichenden Europäischen Veränderungen an seit wir die Finanzkrise hatten. ESM ein undemokratischer, anarchistischer Fonds ohne Ausstiegsrecht für immer und ewig angelegt, ohne Aufsicht, Immunität auf Lebenszeit etc.

Oder nehmen wir den 11. September 2001. Schockzustand Terreranschlag und was hat sich seitdem in der Gesetzeslage alles auf dem Globus verändert? Die USA ist von einem freien Land zu einem Polizeistaat geworden, wo unter dem Deckmantel des Terrorismus jedes Mittel den Zweck heiligt.
Also in einer Bananenrepublik wie die USA (ohne Bananen) will ich nicht leben, wo die Verhältnisse der Menschen schlimmer sind als die in einem 3. Welt Land. 48 Millionen Menschen laufen jeden Tag zur Tafel. Staatsbankrott aufgeschoben bis Mai 2015, dann ist die Schuldenobergrenze wieder erreicht...

Immer wenn es einen Schock gab, hat die Bevölkerung ohne Murren viele Reformen über sich ergehen lassen, weil plötzlich aus dem Nichts die "Retter" aufgetreten sind, die ihre Reformentwürfe vorher schon in der Schublade hatten, und die durften dann alles retten. Diejenigen die bei der Finanzkrise vom Staat vor der Pleite gerettet werden musste, die kriegen das ganze Geld.

Ein kleines Beispiel: ein Christian Wulff der 5 Monate oder so im Amt war kriegt einen Ehrensold von vielleicht 12.000 € im Monat für ein bisschen Blabla und geschriebene Reden. Mein Vater hat 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und kriegt vor Steuern und Sozialversicherungsabgaben heute sensationelle 1300 €. Was ist da bitte gerecht? Ist Herr Wulff in irgendeiner Weise "produktiv" gewesen? Das ist aber jetzt ein bisschen trivial.

Die Bürger setzen nun ihre ganze Hoffnung in diese so genannte "Alternative für Deutschland". Am Ende wird nicht viel bei herumkommen. Die Republikaner haben damals ja auch nix wirkliches bewegt und sind dann wieder verschwunden. Ich denke die AfD wird gleiches erleben.

Jede Wahl laufen wir wieder diesen Parteien hinterher und "hoffen" dass die es nun endlich anpackt und mal weitreichendere Strukturreformen macht bei Bildung, Förderalismus, Sozialsysteme, Gesundheit etc. und dann passiert das was die FDP passiert ist, ihr wird bewusst, dass es keinen Handlungsspielraum gibt. Das was den einen gegeben wird, wird den anderen genommen.

Für Finanzkrisen ist auf jedenfall Geld in 3 stelligen Milliardenbeträgen auf einmal wie aus dem Nichts auf dem Tisch, weil die Welt wieder einmal gerettet werden muss. Der Hartz 4 Empfänger, die Schüler auf der Schule und die Infrastruktur dafür ist nichts da. Dafür sollen jetzt die Autofahrer noch einmal zur Kasse gebeten werden.

Wenn eine Frau Merkel vor der Wahl sagt, dass es mit ihr keine Maut geben wird, dann ist die Konsequenz daraus, dass sie nun zurücktreten müsste.

So viel zu dem Demokratieverständnis einiger Leute hier.
 
Wenn die Wahlbeteidigung unter 50% liegt müsste die Wahl auch ungültig sein, denn das verträgt die Demokratie auch nicht, denn da hat die Mehrheit das sagen aber die hat nicht gewählt.

Ich trete 2017 zur Bundestagswahl an aber ohne Partei sollten alle 299 Wahlkreise so machen dann hätte man die Mehrheit im Bundstag ohne Partei und jeder Wahlkreis hätte eine Vertreter ohne Partei. Wäre meiner Meinung nach eine Möglichkeit diesen Treiben ein Ende zu setzen.

Und nein Marty representative Demokratie ist keine Demokratie, da diese Leute uns nicht vertreten. Es ist eine Diktatur durch Parteinzwang. Die meisten von diesen Leuten wissen nichtmal worüber sie abstimmen.
 
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Ui so viel passiert hier heute oO Na dann werd' ich mal :)

Ich bin halt der Meinung, dass es nicht ausreicht wählen zu gehen in unserem System.
Das ist aber ein anderes Thema. Zu wählen und darüber hinaus zu demonstrieren (oder was auch immer) ist eben nicht die Wahl zu verweigern, aber dann lauthals zu fordern.

IDie Wirtschaft sollte für die Menschen da sein und nicht, dass die Menschen sich täglich prostituieren müssen
Na vom Kommunismus sind wir aber noch ein paar tausend Jahre entfernt. Bis dahin bleiben die Leute eben Sklaven des Geldes.

Es sei denn, Du könntest alle Menschen davon überzeugen, dass die Erde allen gehört, also auch die Rohstoffe. Land kann man nicht besitzen, nur nutzen. Dass Geld nur bedrucktes Papier ist und wenn niemand mehr das Geld begehren würde, schlagartig die Reichen kene Macht mehr über die Menschen hätten. Und dann müsstest Du nur noch sicherstellen, dass die Menschen trotzdem weiter arbeiten gehen und dabei ihr Bestes geben. Also wenn Du das schaffst, dann bist Du auf ewig mein Held und ich werde Hohelieder auf Dich singen. Täglich.

I Obama ist auch ein Sprecher der Leute, die dahinter sitzen. Scheinbar ist es egal geworden, wer in Amerika gewählt wird.
C:\Users\Lukas\AppData\Local\Temp\msohtml1\01\clip_image002.gif
War es schon immer. Es gibt nur eine ganz leichte links-rechts-Differenz in den USA zwischen Demokraten und Republikanern. Wobei die us-amerikanische "Linke" bei uns als "rechter Rand" definiert werden würde.

Ich glaube viele der DDR Bürger haben sich unter ein besseres Leben etwas anderes vorgestellt.
Das weiß ich nicht, aber ich glaube es auch nicht. Die Leute wollten vor allem Südfrüchte und Videorekorder. Klar, ein paar waren auch politisch verfolgt, die wollten wirklich das System abschaffen. Aber das wollen heutige politisch verfolgte wohl auch. Aber ich denke, es war jedem klar, dass sich einiges ändern wird und das nicht nur zum Besseren. Was man (auch in meinem Freundeskreis) gehört hat war, dass man eben die Schnauze davon voll hatte, im Osten so gut wie nichts kaufen zu können für sein ganzes Geld, während die Leute mit Westverwandtschaft immer alles hatten und überall hin reisen konnten. Dieser Neid hat nach meiner Ansicht die Mauer nieder gerissen und nichts anderes.

I weil die Schlaftablettenpolitik von Frau Merkel gar nichts bringt.
"nichts bringt" kann man nicht mal sagen. Die Frau ist beliebt. Quatscht dusseliges Zeug ständig wie auf Valium, aber man mag sie. Also - ich nicht. Noch nie. Aber die Mehrheit der befragten Deutschen schon. Und gewählt wird sie auch ja ständig wieder.

Ich sehe eigentlich nicht so die Probleme von rechts oder von der NPD. Klar gibts da Rechtsradikale und die sollte man auch bekämpfen. Viel schlimmer finde ich eigentlich die Gewaltbereitschaft der Linksextremen.
Naja, ich würde nun nicht sagen, dass Gewalt von links schlimmer ist als von rechts. Ob mich nun jemand erschlägt, weil ich ein Neger bin oder weil man vermutet, dass ich ein Nazi bin, ist eigentlich völlig egal. Ich kann mit keiner Gewalt was anfangen. Und deswegen regt mich regelmäßig unsere Kuscheljustiz derbe auf. Was im Kopf eines manchen Richters vorzugehen scheint, sollte unter Strafe gestellt werden. Ganz ehrlich - ich erwarte ernsthaft, dass sich die Menschen nach und nach selbst Waffen besorgen um sich zu schützen oder wenigstens einen Hauch von Gerechtigkeit durchzusetzen. Das ist zwar traurig und abzulehnen, aber verständlich.

IDie NPD ist chronisch pleite und dadurch, dass sie nun in Sachsen weggefallen ist, hat sie auch kaum noch Mittel. VIelleicht werden wir erleben, dass diese Partei aufgrund von Insolvenz eines Tages von selbst verschwindet.
Da bin ich mir ganz sicher. Aber ich bin mir auch sicher, dass sich ihre Anhänger eine neue Partei oder ein neues Betätigungsfeld suchen werden.

Die AfD und ihre Professoren können nur eins besser als die bisher aufgetretenen "Alternativen": Mit den Ängsten der Bürger spielen, Feindbilder schaffen, einfache Lösungen suggerieren.
Weißt Du, eigentlich sind sich alle darüber einig, dass der gegenwärtige Kurs in den Ruin führt. Gesellschaftlich, finanziell und letztlich auch kulturell. Nur eben sehr langsam. Ich habe absolut nichts gegen eine Alternative dazu.

Nun gut, ich gehe gegenwärtig auch nicht davon aus, dass die AfD diese Alternative bieten kann. Aber was sie kann ist, eine kräftige Ohrfeige in das selbstgefällige Grinsen der etablierten Partein zu schlagen. Denn auf einmal diskutiert man darüber, wie eine Partei, die man gerade noch für Spinner gehalten hat, so viele Stimmen bekommen konnte. Und das ist verdammt gut. Denn es gibt Themen, die von keiner anderen Partei öffentlich diskutiert werden (wollen). Allen voran das Thema EU und (übermäßige) Zuwanderung, aber auch die Bankenkrise und das Fehlen von Überwachungsmechanismen, obgleich versprochen und längst überfällig. Ob es nun die AfD umsetzen kann oder nicht. Aber dass das Thema die Leute beschäftigt, musste einfach mal raus. Und wenn sie sich dann auch noch für bundesweite Volksabstimmungen einsetzen will (mit denen es vermutlich nie diesen EU-Wahnsinn gegeben hätte und die deshalb seit Jahren von der Union blockiert werden), dann hat sie auch meine Sympathie. Nun mal schauen, was sie daraus machen können.

Schau mal in die Wahlprogramme von CDU,SPD,Grüne,Linke,NPD und AfD zu den Landtagswahlen. ALLE fordern dasselbe: Mehr Geld für Bildung, bessere Ausrüstung für die Polizei. Und wo ist da jetzt die Alternative, wenn selbst die Linken mehr Geld für die Polizei fordern?
Dass diejenigen, die es fordern und den Auftrag bekommen haben, es nicht durchgedrückt haben. Wie genau, das lasse ich erstmal offen. Der eine hätte vielleicht irgendwo andere Ausgaben gekürzt, wieder ein anderer Steuern und/oder Abgaben erhöht. Aber sie hatten die Möglichkeit und haben sie mehrmals verstreichen lassen. Nunja, verarschen lassen kann man sich von jeder anderen Partei auch, hat aber da wenigstens noch die geringe Chance, dass sie es doch anders oder besser machen.

Ernsthaft? Die AfD fordert Volksentscheide auf Bundesebene - und gibt gleich die Themen vor, über die man abstimmen sollte (EU, Zuwanderung). Es geht weniger um Direkte Demokratie, sondern darum, seine Interessen (am Parlament vorbei) durchzusetzen.
Naja, aber Volksentscheide rigoros zu verhindern, weil man Angst vor dem Ergebnis hat, ist ja nun nicht die Alternative, die ich mir wünsche.

Außerdem gehen Zuwanderung und die EU alle Menschen im Lande an. Ausnahmslos. Deswegen sind diese Themen durchaus gerechtfertigt, zur Abstimmung gestellt zu werden. Auf eine Abstimmung über die Farbe der Polizeiuniformen oder welche Sirene schöner klingt, ist aus meiner Sicht sowas von geschissen. Ich will nicht wegen dem Mindestgewicht einer Standardbanane abstimmen, sondern über Sachen, die mich, meinen Kiez und mein Land betreffen - und damit also mein Leben.

Wenn die Wahlbeteidigung unter 50% liegt müsste die Wahl auch ungültig sein, denn das verträgt die Demokratie auch nicht, denn da hat die Mehrheit das sagen aber die hat nicht gewählt.
Stimmt ja so nicht. Die Mehrheit nimmt dann nur nicht ihr Recht in Anspruch. Folglich ist es ihnen einfach nur scheißegal, was gewählt wird. Das ist auch eine Entscheidung.

Ich trete 2017 zur Bundestagswahl an aber ohne Partei sollten alle 299 Wahlkreise so machen dann hätte man die Mehrheit im Bundstag ohne Partei und jeder Wahlkreis hätte eine Vertreter ohne Partei. Wäre meiner Meinung nach eine Möglichkeit diesen Treiben ein Ende zu setzen.
Verstehe ich nicht. Du trittst zur Wahl an und das hindert die auf Linie gebrachten Genossen daran, selbst zu wählen? Oder hoffst Du, dass alle Nichtwähler dann Dich wählen? Nur aus Interesse: Warum?
 
Naja, aber Volksentscheide rigoros zu verhindern, weil man Angst vor dem Ergebnis hat, ist ja nun nicht die Alternative, die ich mir wünsche.
Will ja auch keiner. Es geht um das Bild, dass die AfD DIE Partei ist, die sich für direkte Demokratie ist. Das will aber bis auf die CDU jede Partei, aber vor allem denke ich, dass die AfD nicht im Prinzip darum geht, dass die Bürger beeser beteiligt werden.

Außerdem gehen Zuwanderung und die EU alle Menschen im Lande an. Ausnahmslos. Deswegen sind diese Themen durchaus gerechtfertigt, zur Abstimmung gestellt zu werden. Auf eine Abstimmung über die Farbe der Polizeiuniformen oder welche Sirene schöner klingt, ist aus meiner Sicht sowas von geschissen. Ich will nicht wegen dem Mindestgewicht einer Standardbanane abstimmen, sondern über Sachen, die mich, meinen Kiez und mein Land betreffen - und damit also mein Leben.
Dann müsste man aber zuerst über den EU-Austritt abstimmen lassen. Denn welche Fragen willst du denn bei Zuwanderung stellen?

* Einwanderung aus (armen) EU-Staaten beschränken - steht EU-Recht im Weg.
* Zustrom an Asylbewerbern einschränken - bedeutet Eingriff in das Grundrecht (?) auf Asyl. Muss man verfassungskonforme Lösungen anbieten. Deklaration als sicherer Drittstaat wäre eine Lösung.
* Zahl der Flüchtlinge beschränken - dann nimmt man seine internationel Verantwortung nicht war. Folgen?
* Abkommen mit der Türkei- rechtliche Konsequenzen?

Diese Möglichkeiten fallen mir so ein. Welche Lösungen bietet die AfD bei dem Thema an?
 
Will ja auch keiner. Es geht um das Bild, dass die AfD DIE Partei ist, die sich für direkte Demokratie ist. Das will aber bis auf die CDU jede Partei, aber vor allem denke ich, dass die AfD nicht im Prinzip darum geht, dass die Bürger beeser beteiligt werden.
Ok, aber das ist Deine Interpretation. Es ist ja auch richtig und legitim mit einem kritischen Auge auf solche Forderungen zu schauen. Aber wenn erstmal der Weg für bundesweite, rechtlich bindende Volksentscheide geebnet ist, dann kann ja auch jede Interessensgemeinschaft ein Thema zur Abstimmung stellen. Letztlich sogar eine Grundgesetzänderung. Denn
Grundgesetz schrieb:
Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
und ist damit auch allein berechtigt, das zu ändern. Nicht die Volksvertreter, nicht der Bundespräsident oder sonstwer. Nur die Mehrheit der Deutschen kann das machen. Zumindest nach meiner Definition.

Dann müsste man aber zuerst über den EU-Austritt abstimmen lassen.
Ok, von mir aus. Ich war nie und bin nach wie vor kein Fanboy der EU. Wird wohl auch nix mehr mit mir, ich merk es schon. Jedenfalls nicht von der EU, wie sie aktuell umgesetzt wird und geplant war. Darauf kann ich gut und gern verzichten. Warum und weshalb ich so denke, passt jetzt nicht hier her, aber das hatten wir ja auch oft genug an anderer Stelle. Nur wäre es legitim, darüber das Volk abstimmen zu lassen. Mag sein, dass die Mehrheit der Menschen für die EU stimmen oder auch dagegen, aber es wäre dann auf jeden Fall des Volkes Wille. Und das kommt meinem Verständnis einer Demokratie deutlich näher als das, was wir jetzt haben.

Wir brauchen ja auch Volksvertreter. Zur Abstimmung werden ja nur Grundsatzthemen gestellt, also im Grunde Ziele definiert. Deren praktische Umsetzung, den Zeitrahmen und Fahrplan dort hin festzulegen und dergleichen bleibt nach wie vor Aufgabe der Volksvertreter. Nur werden die Damen und Herren dann ein ganzes Stück weit entmachtet und gewissermaßen zur Exekutive "degradiert" - aber dann sind sie genau das, was ich mir unter dem Begriff "Volksvertreter" vorstelle.

Welche Lösungen bietet die AfD bei dem Thema an?
Darum geht es eigentlich nicht. Gäbe es bundesweite Volksabstimmungen, verlieren Parteien gewissermaßen ihre Daseinsberechtigung. Man muss dann eben als Bürger nicht mehr ein ganzes "Set" kaufen, sondern stellt sich sein Menü selbst zusammen.

Es ist für mich bei jeder Wahl das gleiche Dilemma. Ich schaue mir die Parteien an und deren Ziele. Und dann geht es los: "Oh schön! - Gut! - Naja, ok. - Och nö! - Wat?" Was davon nachher umgesetzt wird, ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. Ich stelle mir dann immer vor, wenn beispielsweise McDonalds genauso verfahren würde: Ich kann nicht nur einen Burger und ein Getränk haben, sondern bekomme immer nur Set aus frischem Burger, alten Burger, Getränk, Beilage, Spielzeug und Küchenabfälle, wahlweise auch Kloake. Entweder ich kaufe alles oder nichts. Ich will das so nicht.

Ich will nicht immer nur das kleinere Übel wählen und dann hoffen und beten, dass man sich nach der Wahl noch an das erinnert, was man einstmals versprach. Ginge es nach mir, brauchen wir nur ein paar direkt gewählte Volksvertreter, deren Ansinnen und einziger Zweck die Durchsetzung des Volkswillen ist. Und der wird über Abstimmungen festgestellt.

Und ja, es wird immer auch verschiedene Wege geben, wie ein Ziel zu erreichen ist. Den für alle (oder die Mehrheit) besten Weg zu finden, ist die Aufgabe der Volksvertreter. Denn sie sind mit ihrem Gewissen dem deutschen Volk verpflichtet. Nicht (nur) der Wirtschaft und den Geldsäcken, denn die sind zwar auch wichtig, stellen aber bei Weitem nicht die Mehrheit dar. Daher hat auch jede Partei erstmal pauschal einen Sympathiebonus bei mir, die Volksabstimmungen auf den Fahnen hat - so also auch die AfD. Ob deren Hintergedanken so ehrbar sind, wie sie behaupten, lasse ich mal dahingestellt. Aber den kenne ich bei anderen Parteien halt auch nicht.
 
Mal abgesehen davon, das die AfD bei Volks entscheid wohl eher an VOLK als an Entscheid denkt. Ich behaupte mal gewollt ist ein Entscheid aller Bürger mit deutschem Pass die kein Hartz4 beziehen.

Mal abgesehen davon, wünsche ich mir zwar aus purem Idealismus direkte Demokratie, wenn ich aber die Leute reden höre, oder schreiben sehe, lieber doch nicht mehr.

Anzumerkeln wäre noch das die bedeutung des Wortes anarchistisch wohl am ein oder anderen vorbei gegangen ist.
 
Mal abgesehen davon, das die AfD bei Volks entscheid wohl eher an VOLK als an Entscheid denkt. Ich behaupte mal gewollt ist ein Entscheid aller Bürger mit deutschem Pass die kein Hartz4 beziehen.

Die Mehrheit der Bürger ist bildungsfern und die kann man mit solchen Volksenscheiden doch nocht überfordern. Stell dir mal vor die Mehrheit hätte etwas zu sagen, dann hätten wir eine Pöbelherrschaft. Das wollen wir doch nicht.

Besser wäre eine Demokratie wo derjenige die meisten Stimmen hat, der am meisten Geld hat, weil nur derjenige wertvoll ist, der auch Geld zusammengerafft hat. Die wertvollsten sind die reichsten.

Die faulen Hartz 4 Empfänger sollten endlich alle mal arbeiten gehen, dann schaffen sie es auch in 15412 Jahren eine Milliarde zusammenzusparen. Die waren nur zu faul, sonst hätten sie jetzt keine Geldsorgen. Leider leben die meisten nur nicht so lange und daher sind sie auch nur Untertan, den man am besten das Stimmrecht entziehen sollte.

So oder ein so ähnliches Menschenbild haben wohl einige Politiker.
 
Verstehejetzt nicht so genau was du damit ausdrücken willst? Aber so in etwa stellt sich mir das Gebaren der AfD dar.
 
Die AfD ist eine neo-liberale, wirtschaftsfreundliche Partei. Die Verwertung von Ressourcen und Mensch wird mit dieser Partei weitergehen. Ich sehe jedenfalls keine Alternative in der so genannten "Alternative für Deutschland". Grundsätzliche Fragen über das unbegrenzte Wachstum was der Kapitalismus ja will, werden dort nicht thematisiert. Also ist es wie Volker Pispers so schön sagte: Die Parteien rasen alle auf einer Einbahnstraße den Abgrund entgegen und alle 4 Jahre wird einmal der Lockführer ausgewechselt und die Bürger sagen dann, haltet Kurs! Gebt Gas!

Die AfD sitzt nun auch auf den Zug der in den Abgrund führt.
 
[...] Die AfD sitzt nun auch auf den Zug der in den Abgrund führt.
Na ich glaube, Du erwartest etwas zu viel von einer Wahl oder jedweder Partei.

Es gibt keine Partei, die ein Land so einfach aus dem Kapitalismus führt - oder führen kann. Erstens, weil es die Menschen gar nicht wollen. Zweitens ist die Zeit dafür nicht reif. Und drittens mag ich Volker Pispers, ich stimme ihm auch sehr oft zu, aber nicht immer in allen Punkten. Aber das ist ein anderes Thema.

Nicht mal die Linken glauben ersthaft daran, den Menschen im Land einen neuen Sozialismus andrehen zu können. Wie gesagt - es geht auch nicht. Das liegt aber meiner Ansicht nicht an der Idee selbst, denn die Vision halte ich für toll und genial. Es liegt am Menschen selbst. Und jede Partei, die den Kapitalismus rigoros abschaffen will (MLPD, KPD) laufen ja schon beinahe nicht mehr unter "Sonstige"...
 
Mir gehts eigentlich um das fälschlicherweise Substantiv "Alternative". Alternative heißt in dem Falle nur eine Alternative der gleichen Richtung. So oder so wird man irgendwann reinen Wein einschenken und sagen müssen, dass eben fast alles der Forderungstitel gegenüber den Südländern abgeschrieben werden muss. Jetzt haben das erst einmal die Steuerzahler des ESM zu tragen aber keiner glaubt wirklich daran, dass die Finanzkrise schon vorbei sei. Sowas wird aber nicht vorher angekündigt. ;)

Sozialismus hat auch nicht geklappt. Also das ist auch ein Irrweg.

Deutschland ist jedenfalls keine Insel der Glückseeligen.
 
Mir gehts eigentlich um das fälschlicherweise Substantiv "Alternative". Alternative heißt in dem Falle nur eine Alternative der gleichen Richtung.
Na ich glaube, sie beziehen vor allem das Wort "Alternative" auf die Themen
  • EU
  • Zuwanderung
  • Zahlungsbereitschaft an die EU
Zumindest wie ich es verstehe. Und in den Punkten sind sie sogar tatsächlich eine Alternative.

Ich glaube auch nicht, dass eine Partei, die in allen Punkten "alternativ" zu den großen Volksparteien wäre, irgendeine realistische Chance hätte, gewählt zu werden. Ich meine, das Volk ist ja der Ansicht (übrigends auch ich), dass sie nicht alles falsch machen. Mir fielen immer eine Menge Wege ein, die noch beschissener wären, als die, die gegangen werden. Der Punkt ist nur: Mir fallen aber auch bessere ein. Zumindest für die Masse der Leute (derer ich ein Teil bin) und nicht nur für bestimmte Lobbyisten und Geldsäcke.

Und dafür, dass sie dahingehend überhaupt erstmal eine Alternative sind, haben sie auch meine Sympathie. Jetzt müssen sie nur noch nach meinen Maßstäben wählbar werden und schon haben sie einen neuen Fan :D

Sozialismus hat auch nicht geklappt. Also das ist auch ein Irrweg.
Das lag aber nicht am Sozialismus. Und ich denke auch nicht, dass es ein Irrweg ist. Ist einfach nur zu früh dafür. Werden wir nicht mehr erleben und vermutlich auch unsere Kinder und Enkel nicht. Aber irgendwann sicherlich.

Deutschland ist jedenfalls keine Insel der Glückseeligen.
Hehe, nee. Nie gewesen. Aber ist schon gar nicht so übel hier :)
 
Verstehe ich nicht. Du trittst zur Wahl an und das hindert die auf Linie gebrachten Genossen daran, selbst zu wählen? Oder hoffst Du, dass alle Nichtwähler dann Dich wählen? Nur aus Interesse: Warum?


Warum? ein Wahlkreis ist eine kleine Einheit und man kennt sich. Und ich als abgesandter des Volkes sozusagen bin keiner Partei verpflichtet ich bin meinen Wählern und meinem Gewissen verpflichtet. Der Souverän brauch keine Partei. Natürlich müsste wenn es klappen soll ein Jeder Wahlkreis einen direkt hinschicken.

Desweiteren hast du in einem anderen Post die neue Präambel vom GG zitiert, kannst du mir mal sagen wie das Deutsche Volk eine kriegsrechtliche Maßnahme nach Artikel 43 HKLO (Grundgesetz) gegen sich selbst richten kann? Ist mir nämlich schleierhaft. Da können wir ja froh sein, dass dieser Schwachsinn keine rechtliche Wirkung hat.
 
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Warum? ein Wahlkreis ist eine kleine Einheit und man kennt sich. Und ich als abgesandter des Volkes sozusagen bin keiner Partei verpflichtet ich bin meinen Wählern und meinem Gewissen verpflichtet. Der Souverän brauch keine Partei. Natürlich müsste wenn es klappen soll ein Jeder Wahlkreis einen direkt hinschicken.
Ja schön und gut. Aber nur weil Du zur Wahl stehst, heißt das doch noch lange nicht, dass ich Dich oder Dich überhaupt irgendjemand wählt...

Davon abgesehen hat in den ersten Wahlkämpfen die Linke genau so agiert. Sie wollten keine Zweitstimme, sie wollten immer nur von allen die Erststimme. Haben so auf die Überhangmandate spekuliert, mit deren Hilfe sie dann auch in den Bundestag einziehen wollten. Weiß gar nicht mehr, ob es funktioniert hat. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass jemand mit Parteibuch seine Erst- und Zweitstimme der Partei zur Verfügung stellen wird. Und davon gibt es leider gar nicht so wenige.

Und Du willst Erst- und Zweitstimme? Auf welcher Basis und mit welcher Berechtigung? Nur weil Du parteilos bist?

Desweiteren hast du in einem anderen Post die neue Präambel vom GG zitiert, kannst du mir mal sagen wie das Deutsche Volk eine kriegsrechtliche Maßnahme nach Artikel 43 HKLO (Grundgesetz) gegen sich selbst richten kann? Ist mir nämlich schleierhaft. Da können wir ja froh sein, dass dieser Schwachsinn keine rechtliche Wirkung hat.
Bitte sieh es mir nach, dass ich mich an dieser Stelle nicht auf diese Diskussion einlassen möchte.
 
Ich sehe es dir nach, dass du dich nicht zur aktuellen Lage äußern möchtest, da du wie ich genau weißt welches Spiel gespielt wird. Ich trete in meinem Wahlkreis an und ich werde diesen gewinnen, weil die Leute wissen, dass ich in ihrem interessen handele.