Ab wann nennt man es Kindesmisshandlung

hoch

Member
11 Juni 2008
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Also, mich beschäftigt dieses Thema immer wieder...vor allem deshalb, weil es in meiner Familie auch einen Fall von Kindesmisshandlung gab.
Vor allem stellt sich mir immer wieder die Frage, ab wann nennt man es Kindesmisshandlung.

1. Eine Mutter/Vater versucht einem Kind bei zu bringen, dass es etwas ganz bestimmtes nicht anfassen darf, zum Beispiel, weil es für das Kind gefährlich werden könnte. Es bekommt einen Klapps auf die Finger, es weint.... Kindesmisshandlung???

2. Eine Mutter/Vater füttert ein Kleinkind. Es will nicht essen. Die Mutter/der Vater verlieren die Geduld und schütteln das Kind und weil es danach immer noch nicht essen will, muss es zur Strafe ins Bett. Das Kind schreit wie am Spieß... Kindesmisshandlung???

3. Eine Mutter/ Vater kümmern sich nur schwerfällig um ihr kleines Kind. Verhaltens - und Entwicklungsstörung sind die Folge... Kindesmisshandlung???

4. Eine Mutter/Vater werden von einem Arzt davon unterrichtet, dass ihr Kind sich nicht so entwickelt hat wie es eigentlich sollte. Er spricht von einer geistigen Unterentwicklung - sprich - Behinderung. Darauf hin wollen die Eltern ihr Kind nicht mehr haben... Kindesmisshandlung???

5. Eine Frau ist schwanger. Als sie dieses erfährt, befindet sich ihr Mann gerade auf Montage. Weil die Frau möchte, dass ihr Mann nach Hause kommt, erzählt diese dem Arbeitgeber ihres Mannes, das es sich bei der Schwangerschaft um eine Riskoschwangerschaft handelt. Bevor der Arbeitgeber ihren Mann jedoch nach Hause schicken will, möchte er von der Frau ein ärztliches A. - test. Dieses kann die Frau jedoch nicht vorlegen, da es sich um eine ganz normale Schwangerschaft handelt.
Weil der Arbeitgeber so nicht bereit war, ihren Mann nach Hause kommen zu lassen, setzt sie alle Hebel in Bewegung um aus der normal verlaufenden Schwangerschaft eine Riskoschwangerschaft zu machen. Sie fängt an die schweren Möbel in der Wohnung umher zu bewegen und schleppt schwere Gegenstände in der Hoffnung das sich dieses negativ auf der Schwangerschaft auswirkt.... Kindesmisshandlung????


Dieses sind nur einige Beispiele die mir auf Anhieb einfielen.
Meine Frage:
Ab wann fängt Kindesmisshandlung an und wo hört sie auf.
In den Medien wird immer "nur" über die schwerwiegenden Fälle berichtet... wer kümmert sich um die Kinder, welche von den Eltern generell schlecht behandelt werden und somit von Anfang an negativ auf die Zukunft dieser Kinder eingewirkt wird???


Und wieso... bitte schön... habe ich im Internet schon einige Eltern gesehen, die sich gegen Kindesmisshandlung aussprechen und so tun als würden sie sich voll dafür einsetzten...sogar einen Elternführerschein fordern... und selber behandeln sie ihre Kinder wie Dreck (mir wird schlecht) Sehen die denn nicht was sie ihren eigenen Kindern antun oder halten die das für normal???

Ich bereife das nicht
 
Zuletzt bearbeitet:
Teils sicher erzieherischer Freiraum, teils wohl Grenzwertig.
Entscheidende Frage: Warum verbringst du so viel Zeit damit, einen ellenlagen Post zu schreiben anstatt dich einfach mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen? Dann wüsstest du, was Kindesmisshandlung ist und den Kindern würde evtl. sogar noch geholfen. Kein Wunder, dass sich nix ändert, wenn nur geglotzt wird und keiner was tut.
 
Für diesen Post habe ich ganze 5 Minuten gebraucht...das zum Ersten.
Zum Zweiten... das Jugendamt? Liegt nicht genau da das Problem???
Nach eigener Erfahrung schreiten diese erst ein, wenn es für die Kinder meist schon zu spät ist... egal physisch oder psychisch... wobei bei psychischem Missbrauch von Kinder sich die Ämter und auch Gerichte ziemlich schwer tun.

Mal ein Beispiel, weches wirklich passiert ist.

Ein Junge, ca. 12 Jahre alt, wird von seinem Stiefvater tyrannisiert.
Er muss sämtliche Hausarbeiten machen und wenn er nicht spurt, dann setzt es eine.
Zuletzt sollte er seinem Stiefvater helfen, ein Fahrrad zu reparieren. Im fiel ein Schraubschlüssel aus der Hand, auf dem Fuss eines Stiefvaters.
Der Stiefvater holt aus und trifft den Jungen im Gesicht... der Junge hat einen derben Bluterguss und der Vater hat sich dabei das Handgelenk gebrochen.
Nach mehreren Wochen wendet sich der Junge "selber" ans Jugendamt und erzählt denen was bei ihm zu Hause los ist.
Das Jugendamt ruft zu Hause an um einen Termin für einen "Hausbesuch" zu machen.
Als der Vater dieses erfährt, schnappt er sich den Jungen und bleut diesem ein:
"Wenn Du nicht sagst, dass das alles gelogen war, weil Du mir wegen einem kleinen Streit einen auswischen wolltest, dann mache ich Dich kalt."
Das Jugenamt kommt... sieht einen ordenlich geführten Haushalt... hört sich an was der Junge und die Eltern zu sagen haben und verschwindet wieder.

Da kam keiner auf die Idee, alles noch einmal zu überprüfen und sich evtl. auch mal mit der Schule in Verbindung zu setzten.

Heute ist der Junge 17 Jahre alt und wohnt bei seinen Großeltern. Er ist ja nun alt genug um selber zu entscheiden wo er leben möchte.


Dieser Post soll zum Denken und evtl. zum Handeln anstossen.
Es ist ein wichtiges Thema, da kann man sich nicht einfach aufs Jugendamt berufen und raus ist man aus der Sache!!
 
Mal als erstes: Hast du selbst Kinder?

Die Fälle, die du beschreibst sind mir persönlich noch zu allgemein, um da zu entscheiden, ob es Kindesmisshandlung ist, bräuchte ich noch mehr Angaben.

Es ist ein wichtiges Thema, da kann man sich nicht einfach aufs Jugendamt berufen und raus ist man aus der Sache!!

Und was genau soll ich machen?? Mir steht es nunmal als Außenstehende nicht frei zu tun was ich möchte. In dem letzten Fall frage ich z. B. was die Mutter denn so den ganzen Tag macht?
Das Jugendamt kann nunmal nicht jeden Haushalt täglich kontrollieren. Sie sind darauf angewiesen, dass jemand den Mund aufmacht, der Junge oder seine Mutter oder Nachbarn.

Ich persönlich habe das Gefühl, ich sehe jeden Tag die eine oder andere Art von Kindesmisshandlung, das Problem ist doch, dass sich sowas sehr unterschiedlich ausdrücken kann. Klar sehe ich rot bei offensichtlicher körperlicher Misshandlung, die viel schlimmere Misshandlung, die psychische, sehe ich aber doch als Außenstehende (leider) kaum.

Den Erziehungsstil von manchen Eltern kann man kritisieren, aber es gibt nunmal keine allgemein gültige Richtlinie für Kindeserziehung. (Vom Nicht-Schlagen mal abgesehen.)

Meine Mutter arbeitet als Kinderkrankenschwester. Sie hat über 20 Jahre auf der Krebsstation und danach in der Notaufnahme gearbeitet. Da passieren Sachen, da würde hier jeder mit den Ohren schlackern. Sie hat unter anderem durchgesetzt, dass Eltern (Zeugen-Jehovas) das Sorgerecht für ihr Kind entzogen wurde, damit das Kind Blut bekommen durfte (es war lebenswichtig).
Bei anderen Fällen (Säugling mit sovielen wunden Stellen, dass es fast lebensbedrohlich war) hat man das Jugendamt verständigt, und nichts ist passiert. Da waren den Krankenhaus nach Verständigung des Jugendamtes die Hände gebunden, sie konnten nichts mehr machen.
 
Ich würde meinem Sohn nichts der Sachen "zufügen", die Du angeführt hast.

Trotzdem kann man nicht immer gleich von Kindesmisshandlung sprechen. Die Sache mit dem "nicht essen, dann schütteln, dann ins Bett" kann jedem passieren, der sich in Sondersituationen befindet. Stress in der Arbeit, Geldsorgen, die gestorbene Oma und dann ein quengeliges Kind, was nicht so will, wie es soll - da hat man schnell mal die Nerven verloren. Das ist dann aber noch lange keine Misshandlung.

Körperliche Übergriffe wie schütteln sind aber wirklich grenzwertig - das darf eigentlich nicht passieren. Ein Klaps auf die Hand, die nun schon zum 100. Mal zum heißen Ofen hin will, ist auch nicht ungewöhnlich - muss aber auch nicht sein.
 
Ja ich selber habe Kinder... bzw. ich habe ein Kind.. ist zwischzeitlich auch schon etwas älter ( 14Jahre).

Das mit dem Jugendamt ist doch genau dass, was ich schon geschrieben habe... sie schreiten... meiner Meinung nach... nicht oft genug ein!!
Der Junge hatte seinen Mund doch aufgemacht... er hat sich hilfesuchend ans Jugendamt gewendet. Er wollte von zu Hause weg... nachdem das Jugenamt dann angerufen hatte hatte ihn sein Stiefvater in die Mangel genommen und, er hat - aus Angst - alles widerrufen *seufz*


Die Fälle die ich geschrieben habe, kann ich leider nur "zu allgemein" schreiben...denn eine von den Personen ist ganz schnell damit, andere Leute zu verklagen (auch wenn sie damit noch nie durchgekommen ist)

Die Mutter aus den Beispielen ist eine Harz4 - Empfängerin.
Sie hat zwei Kinder... bei einem wurde ihr bereits das Sorgerecht entzogen. Viel zu später, leider Gottes, denn das Kind wird ein Lebenlang mit den Folgen zu kämpfen haben.

Ich selber komme aus einer kleinen Stadt, wo jeder - jeden kennt.
Geseke - hier ist vor etwa 2 Jahren ein eingefrorenes Baby gefunden worden.
Das es überhaupt gefunden wurde, hat man denen Leuten zu verdanken, die 2 Mal hingeguckt haben.
Denen war die Schwangerschaft der Frau aufgefallen und hatte die Polizei darüber informiert, als die Schwangerschaft vorüber war es aber kein Baby gab.
Die Polizei wiederrum hat gut 2 Jahre ermitteln müssen um einen Hausdurchsuchungsbefehl zu erwirken - und die Sache aufklären konnten.

Man sollte das Leben um sich herrum nicht mit einem "Scheissegal - Gefühl" betrachten.... hinsehen und handeln... für UNSERE Kinder!!!
 
Hallo,

Ich würde meinem Sohn nichts der Sachen "zufügen", die Du angeführt hast.

Sehe ich genauso.

Ein Klaps auf die Hand, die nun schon zum 100. Mal zum heißen Ofen hin will, ist auch nicht ungewöhnlich - muss aber auch nicht sein.

Sehe ich aber (wie schreibst du so schön *ggg*) grenzwertig....ist der Klaps (nicht Schlag !) da nicht weniger schmerzvoll als der heisse Ofen....beste Lösung wäre wohl ein kosequentes und lauteres Nein bei jeder Annäherung und wenn das nicht hilft energisches wegziehen/drängen vom Ofen, konsequent und immer wieder.

Im Prinzip ist in meinen Augen alles Kindesmisshandlung, was dem Kind Schaden oder Schmerz/Pein zufügt. Es ist natürlich einfacher, es so zu lösen, gibt aber durchaus auch Möglichkeiten einem Kind Dinge beizubringen ohne auf solche altertümliche Erziehung zurück greifen zu müssen. Das kostet viel Mühe und Zuwendung womit viele Leute überfordert sind. Raus kommen Kindchen ohne Grenzen, die dann als hyperaktiv gestempelt und mit Medikamenten ruhig gestellt werden. (Und bevor wieder einer kommt und meint, ich habe davon keine Ahnung: Ich bin 3-fach Vater und u.a. auch von einem Racker, den die Ärtze mit diesem Cocktail an Medikamenten ruhig stellen wollten nur weil er halt einen sehr starken Bewegungsdrang hat und das im Alter von 2 Jahren! Wir lösen das mit genügend Bewegung, Beschäftigung und Abwechslung für ihn auch wenn es oftmals an die Belastungsgrenzen geht.)

Und noch am Ende:
Kindesmisshandlung sind für mich u.a. auch Drogen, Zigaretten und Alkohol in der Schwangerschaft. Das Kind kann sich nicht wehren und wird gezwungen zu einem solchen Lebensstart, was kann da schlimmer sein, das ist körperliche Gewalt in Reinkultur aber wohl den wenigsten bewusst.

mfG
Andy
 
Ich würde meinem Sohn nichts der Sachen "zufügen", die Du angeführt hast.

Trotzdem kann man nicht immer gleich von Kindesmisshandlung sprechen. Die Sache mit dem "nicht essen, dann schütteln, dann ins Bett" kann jedem passieren, der sich in Sondersituationen befindet. Stress in der Arbeit, Geldsorgen, die gestorbene Oma und dann ein quengeliges Kind, was nicht so will, wie es soll - da hat man schnell mal die Nerven verloren. Das ist dann aber noch lange keine Misshandlung.

Körperliche Übergriffe wie schütteln sind aber wirklich grenzwertig - das darf eigentlich nicht passieren. Ein Klaps auf die Hand, die nun schon zum 100. Mal zum heißen Ofen hin will, ist auch nicht ungewöhnlich - muss aber auch nicht sein.

Hey - tut mir leid aber mir ist das mit dem Schütteln noch nie passiert...obwohl auch ich einige stressige Situationen durch machen musste und es mit meiner Tochter nicht immer ganz einfach war.
So weit sollten Eltern sich im Griff haben - ihren Stress nicht auf die Kinder zu übertragen.
Solche "Schüttel - Aktionen" können für Kinder schon ziemlich üble Folgen haben... selbst wenn man der Meinung war, das Schütteln wäre nicht so heftig gewesen.
Ansonsten gibt es für "überforderte" Eltern Erziehungshilfen, die in Anspruch genommen werden können.


Das mit dem Klapps auf den Finger - gut - das hat auch meine Tochter bekommen. Das aber nur um das 1.000 NEIN zu unterstreichen, was ignoriert wurde. Da war sie so etwa 2 Jahre alt. Dieser Klapps dürfte noch nicht einmal weh getan haben... allerdings hatte sie sich so erschrocken und ein 1001 mal gab es danach nicht.
 
Das mit dem Klapps auf den Finger - gut - das hat auch meine Tochter bekommen.
Und was würdest Du sagen, wenn das jemand mitbekommen hätte, die Polizei und das Jugendamt verständigt, die natürlich (wie von Dir gewünscht und gefordert) sofort rigoros eingreifen (es gilt ja ein Kind zu schützen), Dir das Kind entziehen, den Umgang untersagen und das Kind in einer anderen Familie unterbringen?

Richtig, Du würdest dann völlig fassungslos dastehen und alles mobilisieren, um dieses völlig über das Ziel hinausgeschossene Jugendamt zu stoppen. Völlig verständlich.

Und hoffentlich jetzt auch für Dich verständlich, dass offizielle Stellen eben nicht einfach so mal durchgreifen können zum Wohl des Kindes.

Und wenn ein Junge sich einmal beim Jugendamt beschwert und bei einem Besuch diese Aussage selber zurücknimmt, soll das Jugendamt dann die Eltern solange foltern, bis sie die Taten zugeben. Oder was sollen die Deiner Meinung nach dann machen?

Marty
 
Sag mal, meine Frage war, was versteht ihr unter Kindesmisshandlung und habe einige Beispiele aufgeführt, die ich selber erfahren durfte.

Im Übrigen hatte ich schon ein Gespräch mit dem Jugenamt bezüglich Kindesmisshandlung und das Jugendamt zählt einen Klapps auf den Po oder eben den Fingern als erzieherische Maßnahme. Hier mit jedoch ist auch wirklich ein Klapps gemeint und keine Dresche.

Soweit mal dazu... aber in meinen Augen geht alles was über einen Klapps hinausgeht schon stark in Richtung Kindesmisshandlung.

Schütteln, Schlagen, dem Kind einreden es sei dumm... oder sogar Vernachlässigung zählt für mich zu Kindesmisshandlung.

Heute kriegen viele Leute doch nur noch Kinder um sich der Arbeit zu entziehen (auch dieses durfte ich schon erfahren) und sehen ein Kind als soziales Sparschwein.
Alles was es für das Kind an Gelder gibt wird mitgenommen... aber frage doch mal, wieviel von diesen Geldern tatsächlich für die Kinder angelegt werden.

Immer wieder sieht man Kinder im Winter mit Sommerklamotten (für mich auch schon eine Art Missbrauch) rumlaufen- Kinder die nur das nötigste an Essen bekommen... nichts ausgewogenes, weil es wichtiger ist ein Handy zu besitzen, Zigaretten und Alkohol zu kaufen und und und.

Ein Kind zu bekommen und zu haben bedeutet Verantwortung zu übernehmen... in jederlei Hinsicht (meiner Tochter hat dieser Klapps auf die Finger übrigens nicht geschadet... ist absolut normal entwickelt - psychisch als auch pysisch)
Ich - und das gilt auch für alle anderen Eltern ihrern Kindern gegenüber - bin für die Zukunft meines Kindes verantwortlich - ich erziehe und ich präge es!!!
Und wer dieses so nicht sieht, sollte besser keine Kinder in die Welt setzten.

Ich denke Du würdest warscheinlich anders drüber denken, wenn in Deiner Familie mal ein Fall von Kindesmisshandlung/Missbrauch auftauchen würde... gegen sowas ist ein "KLAPPS" wirklich nur lächerlich.

Wenn aber eine Frau schon versucht -ganz bewusst- dem Kind schon während der Schwangerschaft zu schaden, um jemand anderem dafür die Verantwortung zu schieben zu können, dann nenne ich das nur noch krank!!!


Ich bin ziemlich entsetzt, dass sich viele an einen Klapps auf die Finger hochziehen können aber es entschuldigen wenn überforderte Eltern ihre Kleinkinder schütteln. (kann jedem passieren??!!)
Wenn solche Sachen auf diese Weise schön geredet werden, dann ist es doch wirklich kein Wunder, dass Kindesmisshandlungen schon zur Gewohnheit gehören.
 
Und wenn ein Junge sich einmal beim Jugendamt beschwert und bei einem Besuch diese Aussage selber zurücknimmt, soll das Jugendamt dann die Eltern solange foltern, bis sie die Taten zugeben. Oder was sollen die Deiner Meinung nach dann machen?

Der Junge geht zum Jugendamt und erzählt denen von den Gewalttaten seines Stiefvaters.
Das Jugendamt ruft bei denen zu Hause an und...

... wieviel gehört jetzt dazu, davon auszugehen, dass der Junge unter Druck gesetzt wurde??!!
Wo hätte das Problem gelegen, den Jungen noch einmal allein zu befragen??

Das der Junge nicht noch einmal den Mut aufbringt um nach Hilfe zu fragen ist doch wohl auch nach zu vollziehen.
Man hat ihn einfach in Stich gelassen... so sieht es aus.
 
Kindsmisshandlung

Ich finde diese Frage wirklich interessant und bin erstaunt über diese Antworten, jeder hat eine andere Meinung, die leider nicht immer dem Wohl des Kindes entspricht.

@castingandy: dir gebe ich nur den Rat: Pack mal mit einer Hand auf eine heiße Herdplatte, vielleicht merkst du dann den Unterschied...bei solcher Bemerkung kann man nur noch den Kopf schütteln!!

@ schnecke: also entschuldigst du mit deiner Bemerkung über Nerven blankliegen Kindesmisshandlung! In meinen Augen gibt es für solche Dinge keine Entschuldigung und auch vor den deutschen Gerichten Gott sei Dank nicht.
Für mich ist das ein Zeichen mangelnder Reife und Unfähigkeit bei Erziehung.
Ich bin einfach nur entsetzt wenn man persönliche Probleme dann auf die Schwächsten der Gesellschaft abwälzt, denn genau solche Eltern landen dann beim Jugenamt bzw. vor Gericht.

Ein kleiner Klapps ist schon ok, aus erzieherischer massnahme, wird auch vom Jugenamt gesagt,aber wenn unkontrolliert zugeschlagen wird, das ist nicht mehr ok.


Das Problem ist hier einfach, das das Jugendamt sich leider immer anmelden muss und somit schon die Delinquenten vorgewarnt sind.

@Hoch: wegen eines Klappses brauchst Du Dir keine Gedanken machen, aber alles was darüberhinaus geht, ist Kindesmisshandlung.


Und bevor Ihr nun meint, Ihr müsstet das hier kommentieren noch eine kleine Info!

Ich habe ein misshandeltes Kind seit 9 Jahren vom Jugenamt in Pflege, diesem Kind wurden die kleinen Patschhändchen auf die heiße Herdplatte gelegt, alle Fingerkuppen waren verbrannt, dieses Kind wurde geschüttelt, weil es nicht essen wollte, dieses Kind wurde , wenn es nervte einfach ins Bett gesteckt..........dieses Kind ist heute behindert, durch die Schuld unfähiger Eltern!!!!

Und so nebenbei: 4 eigene Kinder habe ich auch noch aufgezogen.


Überlegt mal bitte gut, was ihr hier so von Euch gebt, und fragt Euch mal,was wohl Assenstehende von eurer Art Erziehung halten würden.
Die meisten sind nämlich so von sich überzeugt, das sie gar nicht auf die Idee kämen, das irgendetwas nicht in Ordnung ist, bei vielen spielt dann noch die Kinderzahl eine Rolle, so nach dem Motto: ich habe soundsoviele Kinder, ich weiß genau was geht.
Irrtum...auch in Familien mit vielen Kinder kommt Misshandlung vor, leider auch bei finanziell gutgestellten Leuten, nicht nur bei Hartz4 Empfängern.

@Hoch: mach mal weiter so, vielleicht kannst du die Ignoranten mal ein bißchen aufrütteln und zum Nachdenken bringen, damit hättest du schon sehr viel erreicht.
 
Es ist sehr nett zu sehen, dass man zwar hier gerne die moralische Keule rausholt und der Welt erklären möchte, dass man selber die letzte moralische Instanz ist, was Kindererziehung angeht, aber auf Fragen zur Verbesserung mal eben einfach nicht eingeht.

Man eröffnet mal schnell ein Posting mit einer Diskussionsgrundlage. An einer Diskussion ist aber anscheinend gar niemand interessiert, am allerwenigsten die Threaderstellerin selber. Eigentlich dient dieser erste Beitrag nur, um der Welt zu zeigen, dass man selber was Besseres ist und die Weisheit gepachtet hat. Jeder, der antwortet, hat entweder keinerlei Ahnung von Erziehung oder wird mit fadenscheinigen Argumenten als unwissend dargestellt.

Ich denke, Du diskutierst am besten nur mit Dir selber. Dann kannst Du Dir selber bestätigen, dass Du in allen Belangen recht hast.

Du darfst natürlich Dein Kind schlagen, das ist ja dann nur ein erzieherischer Klaps, oder? Wenn jemand anderes das macht, dann ist das selbstverständlich Kindesmisshandlung. Kann ja gar nicht anders sein.

Viel Erfolg bei der Erziehung. Ich kümmere mich jetzt lieber um meinen Sohn als weiter in dämliche Diskussionsfallen zu stapsen.

Marty
 
@ schnecke: also entschuldigst du mit deiner Bemerkung über Nerven blankliegen Kindesmisshandlung!

Nein, ich entschuldige damit keine Kindesmisshandlung.

Okay, dann mal Butter bei die Fische:
Meine Mutter war Alkoholikerin und hat mich in den ersten 10 Jahren meines Lebens mehrmals krankenhausreif geschlagen. Sie hat mich so dermaßen verprügelt, das mir das Fußgelenk zertrümmert wurde.
Sie hat mich als Baby als "Erziehungsmassnahme" in eiskaltem Wasser gebadet.
Als ich 8 war, hat sie mich mal in meinem Zimmer eingesperrt und ich durfte nicht auf Toilette gehen. Als ich mal musste, habe ich in die Ecke meines Zimmers gemacht - nur um dafür dann wieder verprügelt zu werden!

Sie scheute auch nicht davor, ungefähr alle 3 Nächte in mein Zimmer zu kommen, meine Schränke aufzureißen und alle Sachen auf den Boden zu werfen - ich durfte es dann wieder einräumen - teilweise bis zu 10 Mal hintereinander.

Und nun soll mir noch mal jemand damit kommen, ab wann man ein Kind misshandelt?!? Ich könnte kotzen, echt!

Klar, alle im Startpost aufgeführten Sachen sind nicht in Ordnung, aber wenn sie einmalig vorkommen und die Eltern sich darüber bewusst sind, dass sie einen Fehler gemacht haben, dann sollte man den Eltern die Chance geben, alles wieder gut zu machen.

Ich werde meinem Sohn (und seinen hoffentlich noch folgenden Geschwistern) gegenüber NIE so handeln. Nie!

Und zum Thema Jugendamt - da kann ich nur lachen, echt!
Uns hat damals niemand geholfen!
Meine Mutter gilt seit 21 Jahren als vermisst - sie ist im Drogenrausch abgehauen. Wäre das nicht passiert - sicherlich hätte sie mich irgendwann totgeschlagen.
 
Ich war mal beim Jugendamt und hab gesagt, dass ich gesehen habe, wie eine Frau ihren 3jährigen Sohn geschlagen hat, bloß weil der beim Windelwechseln rumkasperte. Das Jugendamt sagte mir, ich solle mich um meinen eigenen Scheiß kümmern. Das selbe sagte mir die Mutter, die ich natürlich sofort drauf ansprach, als sie den Kleinen schlug.
Das war Ende 2001.

2002 lief der mittlere Junge, damals 7 meine ich, nachmittags knappe 6km barfuß von der Mutter zum Vater, weil er Hunger hatte. Drauf angesprochen meinte sie, die Kinder hätten doch was gehabt, sie hätte ihnen doch eine Tüte Äpfel gegeben morgens, bevor sie weggefahren war. Ich hab´s wieder dem Jugendamt gemeldet. Die Familie hätte doch eine Sozialbetreuerin, wenn das Unstimmigkeiten wären, wüßte das Jugendamt das.

2005 hab ich das nochmal einer Dame vom Kinderschutzbund erzählt. Sie sagte mir, solange nicht wirklich was Schlimmes passiert, seien ihr die Hände gebunden.

Dieses Jahr im Frühjahr wurden alle drei Kinder der Mutter weggenommen und in verschiedene Familen gebracht. Weil das Kindeswohl gefährdet ist.

2005 brauchte ich einmal Hilfe vom Jugendamt, habe aber aus guten Grunden gebeten, dass ich eine Frau an die Seite bekomme, da es um sexuelle Gewalt ging. Da wurde mir gesagt, wenn ich nicht mit Herrn W. zusammenarbeiten will, hätte ich auch keine Probleme. Da hab ich mir geschworen, dass ich egal was kommt, nie wieder das Jugendamt um Hilfe oder Rat bitten werde.

Ich hab als Kind (bis ich ca. 14 war) schon miterleben müssen, wie unfähig die sind. (Okay, vielleicht nicht alle, aber viele). Mein eigener Cousin (2 Jahre jünger) wurde mißhandelt, er wurde den ganzen Tag in den Keller gesperrt, ohne Essen, ohne Trinken, mit einem Eimer für die Notdurft. Er wurde an die Hollywoodschaukel gebunden, damit er nicht nervt. Meine Eltern haben versucht, was dagegen zu tun, das Jugendamt kam, und dem kleinen wurde eingebläut, nichts zu sagen, sonst wäre er bisher im Himmel gewesen.
Als ich 14 war, trennte mein Onkel sich von seiner Frau, und sie schob M. ab in ein Heim für schwererziehbare Kinder. Uns hat sie damals erzählt, er sei schizophren und wäre den Rest seines Lebens in Sicherheitsverwahrung.
Letztes Jahr hab ich ihn wieder gefunden, putzmunter und noch immer an die große Liebe und Familie glaubend, weil er es anders machen will.
Mein Onkel und seine Ex schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

Wenn man sowas, auch als Außenstehende, miterlebt hat, ist man vielleicht manchmal etwas übervorsichtig, und sieht auch mal Gespenster. Aber man sieht nicht weg, selbst, wenn man vom Jugendamt so abgekanzelt wird.
Sollte ich nochmal erleben, sehen oder ahnen, dass ein Kind misshandelt wird, werde ich nicht wegschauen, sondern mich an die Polizei wenden.
 
Es ist sehr nett zu sehen, dass man zwar hier gerne die moralische Keule rausholt und der Welt erklären möchte, dass man selber die letzte moralische Instanz ist, was Kindererziehung angeht, aber auf Fragen zur Verbesserung mal eben einfach nicht eingeht.

Man eröffnet mal schnell ein Posting mit einer Diskussionsgrundlage. An einer Diskussion ist aber anscheinend gar niemand interessiert, am allerwenigsten die Threaderstellerin selber. Eigentlich dient dieser erste Beitrag nur, um der Welt zu zeigen, dass man selber was Besseres ist und die Weisheit gepachtet hat. Jeder, der antwortet, hat entweder keinerlei Ahnung von Erziehung oder wird mit fadenscheinigen Argumenten als unwissend dargestellt.

Ich denke, Du diskutierst am besten nur mit Dir selber. Dann kannst Du Dir selber bestätigen, dass Du in allen Belangen recht hast.

Du darfst natürlich Dein Kind schlagen, das ist ja dann nur ein erzieherischer Klaps, oder? Wenn jemand anderes das macht, dann ist das selbstverständlich Kindesmisshandlung. Kann ja gar nicht anders sein.

Viel Erfolg bei der Erziehung. Ich kümmere mich jetzt lieber um meinen Sohn als weiter in dämliche Diskussionsfallen zu stapsen.

Marty

Über Kindesmisshandlung disskutiert man eigentlich nicht, man kann nur versuchen, das Medium Internet zu nutzen um die Menschen wachzurüttel (hey leute, schaut Euch um und schaut nicht weg)... und nicht ich habe mit der Meinung anderer ein Problem, Du, dem Anschein nach, jedoch um so mehr, warum sonst wirst Du so ausfallend??

Ein Klapps... und wenn ich schreibe Klapps, dann meine ich auch einen Klapps und nicht das Durchlassen eines Kindes.

Was schriebst Du noch einmal: Erziehung ist sehr zeitaufwenig... richtig!!!
Ich bin eine alleinerziehende Mutter... ARBEITEND... ich habe leider nicht immer die Zeit, mit meinem Kind eine Grundsatzdisskusion über ein Verbot zu führen.
Denn im Gegensatz zu anderen, die das soziale Netz ausnutzen, fühle ich mich für mein Kind allein veranantwortlich. Ich gehe arbeiten, um meinem Kind zum einem etwas bieten zu können, ihr eine anständige Ausbildung zu ermöglichen und vor allem um ihr ein Vorbild zu sein.
Von daher muss ein Nein ein Nein sein... und das sofort und nicht erst nach einer Stunde Zirkus des Kindes, weil es ein Nein nicht akzeptieren will... deshalb gab es da mal einen Klapps als erzieherische Maßnahme.
 
@ tatoo-mum:

Tut mir leid, dass Du eine solch schlimme Kindheit hattest... aber Hut ab, dass Du nicht wegschaust obwohl du schon beim Jugenamt aufgelaufen bist.

Das ist meiner Schwester und mir übrigens auch schon passiert.
Die ehemaligen Nachbarn meiner Schwester hatten ihre Kinder damals, als erzieherische Maßnahme, Barfuss auf den Balkon stehen lassen... bei minus 15 Grad.
Eine halbe Stunden lag haben sie geweint und gezettert... anschließend mussten sie noch kalt duschen und dann ins Bett.
Wir haben das Jugendamt angerufen... zuerst anonym, weil meine Schwester Angst vor dem Mann hatte.... als die darauf jedoch nicht reagierten haben, haben wir noch einmal angerufen, mit Namen.
Auch hier rief das Jugendamt vorher wieder an... Wohnung wurde fix aufgeräumt, die Kinder und Druck gesetzt... Jugendamt kam und ging ohne irgendetwas zu unternehmen.

Ich finde, das Jugendamt ist oft einfach unfähig oder haben einfach keine Lust sich damit auseinander zu setzten.
Oft hört man in den Medien, dass das Jugendamt über diverse Dinge bescheid wusste aber nicht eingegriffen hat... bis es dann zu Spät war!!!
Ich habe aber noch nie gehört, dass einer vom Jugendamt, wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt wurde.
Immer nur, es wird ermittelt... und dann hört man nichts mehr.

Ich würde beim nächsten Mal auch die Polizei einschalten.
Anzeige erstatten... dann kümmert sich der Staatsanwalt darum.



@karmar: Danke... ich bin froh, dass es doch Menschen gibt, die meiner Meinung sind und einen gesunden Menschenverstand haben!!!
 
nicht ich habe mit der Meinung anderer ein Problem, Du, dem Anschein nach, jedoch um so mehr, warum sonst wirst Du so ausfallend??
Ich habe sachlich meine Meinung geschrieben. Ausfallend schreibe ich ganz anders.

Was schriebst Du noch einmal: Erziehung ist sehr zeitaufwenig... richtig!!!
Ich schrieb zu dem Thema überhaupt nichts. Weil ich von Anfang an wusste, dass das hier keine Diskussion werden sollte, sondern eine Zurschaustellung Deiner hochtrabenden Moral.

Ich bin eine alleinerziehende Mutter... ARBEITEND... ich habe leider nicht immer die Zeit, mit meinem Kind eine Grundsatzdisskusion über ein Verbot zu führen.
Ach, und wie machst Du das? Nein sagen? Wenn das nicht hilft, dann folgt der Klapps? Und wenn der auch nicht hilft? Nimmst Du Dir dann Zeit für Dein Kind? Oder wie löst Du das Problem?

Denn im Gegensatz zu anderen, die das soziale Netz ausnutzen, fühle ich mich für mein Kind allein veranantwortlich. Ich gehe arbeiten, um meinem Kind zum einem etwas bieten zu können, ihr eine anständige Ausbildung zu ermöglichen und vor allem um ihr ein Vorbild zu sein.
Was möchtest Du? Eine Belobigung dafür, dass Du selber die Entscheidung getroffen hast, ein Kind zu bekommen? Bekommst Du von mir nicht.

Von daher muss ein Nein ein Nein sein... und das sofort und nicht erst nach einer Stunde Zirkus des Kindes, weil es ein Nein nicht akzeptieren will... deshalb gab es da mal einen Klapps als erzieherische Maßnahme.
Und wer der nicht hilft, was kommt als Nächstes? Denk mal drüber nach, wenn Du noch Zeit dafür findest.

Ich mag diese Art überhaupt nicht. Erst eine lange Liste von Dingen aufzählen, die evtl. schon Misshandlung darstellen können, sich selber aber absolut von solchen Dingen distanzieren. Dann kommen plötzlich Sätze wie "Ich habe wenig Zeit für die Erziehung, wenn mein Kind nicht hört, dann gibt es einen Klapps. Aber ein Klapps ist ja nichts Schlimmes..." Jaja, so fangen alle Stories an.

Marty
 
Von daher muss ein Nein ein Nein sein... und das sofort und nicht erst nach einer Stunde Zirkus des Kindes, weil es ein Nein nicht akzeptieren will... deshalb gab es da mal einen Klapps als erzieherische Maßnahme.

Ich muss Marty da recht geben. Ich bin ebenfalls alleinerziehend und Studentin. Allerdings habe ich meinen Sohn so erzogen, dass es bei einem Nein von mir keine Stunde Zirkus gibt...da muss ich auch nicht mehr versuchen den durch einen Klaps zu vermeiden.

Ich wollte ich diesem Thread auch nichts mehr schreiben, weil ich mich wirklich frage, was das hier soll? Es gibt keine Diskussionsgrundlage sondern eine Zurschaustellung deines Gutmensch-Seins.