News 61-Jähriger missbrauchte Neunjährige jeden Morgen im Schulbus

Eines kann man den Eltern schon glauben, so langsam werden wir alle paranoid. Was ich schon geguckt und beobachtet habe bei meinem Kind ist schon denkbar unnormal. Vertraut wird niemanden, keinem Mann, keinem Lehrer. Spielen dürfen die Kinder nur unter Aufsicht von Müttern usw. Jedes kleinste Anzeichen wird untersucht, Kind unauffällig befragt. Profiling ist ein Scheiß gegen eine besorgte Mutter.
Schwierig. Das färbt vllt auf die Kinder ab und erzeugt womöglich soziale Krüppel.
 
Mal so nebenbei: Eine falsche Erziehung gibt es nicht.
Aber das Kind wurde nach unseren Maßstäben nicht perfekt erzogen. Ob eine perfekte Erziehung nun überhaupt möglich ist ist eine andere Frage. Optimal wäre es aber gewesen, dass Kind hätte beurteilen können, dass Papa da zu weit geht und dementsprechend handeln können.
Geht aber sowieso in eine völlig flasche Richtung. Guck dir nochmal an, was die Argumentation sollte.

Das der Täter der Täter ist hatten wir auch schon. Das ändert aber nichts daran, dass es Umstände gibt, die dem Täter die Taten leichter gemacht haben.

Aber nochmal duskutiere ich das nicht mit dir. Einfach das vorrangegangene lesen. ;)

Gehts noch? Die Erziehung hat keinen Millimeter damit zu tun. Der alte Ge*lb*ck hätte einfach seine schmierigen Griffel in der Hosentasche behalten sollen. Willst das Kind etwa eine Teilschuld zusprechen? Schäm Dich.
 
Gehts noch? Die Erziehung hat keinen Millimeter damit zu tun. Der alte Ge*lb*ck hätte einfach seine schmierigen Griffel in der Hosentasche behalten sollen. Willst das Kind etwa eine Teilschuld zusprechen? Schäm Dich.

Fängt das wieder an. Lies alles nochmal durch und schalte dein Gehirn dabei an.

Nur der Täter ist schuld, aber andere hätten ihm seine Tat erschweren können und damit das Problem abwenden können. Für das Opfer ist es nämlich egal, dass der Täter der einzige Schuldige ist. Für das Opfer ist nur die Tat interessant und es hätte sicherlich nichts dagegen gehabt, wenn die Umstände anders gewesen wären und es dadurch nicht zur Tat gekommen wäre.
 
Kannst du das ein wenig spezifischer erläutern? Igendwie erschließt sich mir der Sinn in Bezug auf den zitierten Absatz von mir nicht. :think:
Gern: Man darf als Eltern halt nicht zu vertrauensselig sein, aber auch nicht paranoid. Immerhin sind die Eltern auch Vorbilder für die Kinder - deshalb sag ich "schwierig ...". Das ist dann bestimmt auch nicht gut für die Kinder.
Ich will mich jetzt aber auch nicht in Details verlieren.
 
Woran machst du diese Objektivität fest? An welchem Maßstab bestimmt diese Objektivität die Richtigkeit eines und die Falschheit eines anderen Verhaltens?
Grundvoraussetzung: Kindesmissbrauch schlecht - OK?

Mögliches verhalten des Kindes - Sich zu wehren oder es geschehen zu lassen. Unter der Grundvoraussetzung oben - was wäre für dich "richtiges" Verhalten, ohne daraus eine Schuld des Kindes ableiten zu wollen?

Eine Aktion zwischen zwei Menschen ist immer etwas Soziales. Wir können auch soziologisch sagen, wenn dir das lieber ist, aber für meine Begriffe verfälscht das etwas...

Wir haben es aber nicht mit einer Aktion zwischen zwei Menschen zu tun: Es ist schlicht und ergreifend das ausnutzen, das Missbrauchen einer Person durch eine andere. Das ist eine Einbahnstraße, nichts zwischenmenschliches - bzw. wird der Terminus "zwischenmenschlich" damit pervertiert.
 
Gern: Man darf als Eltern halt nicht zu vertrauensselig sein, aber auch nicht paranoid. Immerhin sind die Eltern auch Vorbilder für die Kinder - deshalb sag ich "schwierig ...". Das ist dann bestimmt auch nicht gut für die Kinder.

Richtig, es ist schwierig. Die Grenzen sind verschwommen. Ich für meinen Teil bin unendlich froh, nicht mehr in der Haut einer Erzieherin zu stecken und meine Paranoia hole ich als Großmutter wieder raus.
 
Grundvoraussetzung: Kindesmissbrauch schlecht - OK?

Eben nicht. Ein OK setzt einen Maßstab voraus, den ich so nicht prinzipiell akzeptieren kann, weil er nämlich aus einem subjektiven, kollektiven und unreflektierten Unrechtsempfinden entspringt.

Mögliches verhalten des Kindes - Sich zu wehren oder es geschehen zu lassen. Unter der Grundvoraussetzung oben - was wäre für dich "richtiges" Verhalten, ohne daraus eine Schuld des Kindes ableiten zu wollen?

Es gibt kein richtiges und kein falsches Verhalten, objektiv betrachtet...;)

Wir haben es aber nicht mit einer Aktion zwischen zwei Menschen zu tun: Es ist schlicht und ergreifend das ausnutzen, das Missbrauchen einer Person durch eine andere. Das ist eine Einbahnstraße, nichts zwischenmenschliches - bzw. wird der Terminus "zwischenmenschlich" damit pervertiert.

Wenn einer den anderen missbraucht ist das trotzdem eine Aktion zwischen zwei Menschen. Ich habe bewusst nicht "zwischenmenschlich" gesagt...;)
 
Eben nicht. Ein OK setzt einen Maßstab voraus, den ich so nicht prinzipiell akzeptieren kann, weil er nämlich aus einem subjektiven, kollektiven und unreflektierten Unrechtsempfinden entspringt.
Was ist an dieser Einstellung unreflektiert? 8O Nenne mir nur EIN Argument FÜR Kindesmissbrauch...

Es gibt kein richtiges und kein falsches Verhalten, objektiv betrachtet...;)
Klar - wenn man sich um jeglichen moralischen Standpunkt drückt... in politischer Hinsicht nennt man sowas "Wendehälse"

Wenn einer den anderen missbraucht ist das trotzdem eine Aktion zwischen zwei Menschen. Ich habe bewusst nicht "zwischenmenschlich" gesagt...;)
Nein, es ist und bleibt eine reine Machtdemonstration und das Bestimmen eines Menschen über einen anderen. Es ist die reine Asymmetrie.
 
Eben nicht. Ein OK setzt einen Maßstab voraus, den ich so nicht prinzipiell akzeptieren kann, weil er nämlich aus einem subjektiven, kollektiven und unreflektierten Unrechtsempfinden entspringt.
Unreflektiert? Du beliebst zu scherzen! Unterhalte Dich mit einem einzigen Opfer und Du wirst feststellen, daß sowohl das Opfer als auch jeder Mensch, der nicht mit dem Täter unter einer Decke steckt, diese Tat sehr wohl reflektiert.
Es gibt kein richtiges und kein falsches Verhalten, objektiv betrachtet...;)
Es gibt nicht einmal einen gesamt-gesellschaftlichen Konsens darüber, was richtig und was falsch ist. Dafür ist die Zahl der Täter viel zu groß. Aber nur weil Verbrechen zahlreich sind, weigere ich mich, sie als nicht objektiv falsch zu betrachten. Es gibt aber eindeutig Unterschiede in der Schwere von Verbrechen.
Wenn einer den anderen missbraucht ist das trotzdem eine Aktion zwischen zwei Menschen. Ich habe bewusst nicht "zwischenmenschlich" gesagt...;)
Welche Aktion ging von dem Mädchen aus? Du willst doch nicht behaupten, sie hat das "aktiv geduldet"?

"Man muss immer Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten." (Eli Wiesel hat damit zwar ursprüngich den Holocaust gemeint, aber das Zitat paßt auch hier.)

Also, Taliesyn, ergreif Partei! Hilf nicht dem Unterdrücker!

Nenne mir nur EIN Argument FÜR Kindesmissbrauch...
Macht. Darum geht es. Die Sexualität ist "nur" die Ausdrucksform, nicht der Grund. (Nicht meine Meinung, nur die Erklärung!)tbc...
Nein, es ist und bleibt eine reine Machtdemonstration und das Bestimmen eines Menschen über einen anderen. Es ist die reine Asymmetrie
... wie Du schon ganz richtig erkannt hast. Kürzer und präziser kann man's eigentlich nicht ausdrücken. Danke!
Der alte Ge*lb*ck hätte einfach seine schmierigen Griffel in der Hosentasche behalten sollen.
Und wenn ich solch unqualifizierten Mist lese, kommt mir die Galle hoch. Die Erklärung dafür hat darkkurt allerbestens geliefert.
 
Was ist an dieser Einstellung unreflektiert? 8O Nenne mir nur EIN Argument FÜR Kindesmissbrauch...

Es geht nicht darum, Argumente für Kindesmissbrauch zu finden, es gilt zu klären, wann was wieso Missbrauch ist und wann was wieso nicht.

Klar - wenn man sich um jeglichen moralischen Standpunkt drückt... in politischer Hinsicht nennt man sowas "Wendehälse"

Ich drücke mich nicht um einen moralischen Standpunkt, und ich dachte, so langsam hättest du das aus all den Diskussionen erkannt. Meine Position steht außerhalb der Moral, sie ist amoralisch, weil Moral keine naturgegebene Größe ist, der der Mensch unterliegt, sondern eine vom Menschen entwickelte Empfindsamkeit, die Mängel haben kann und auch hat! Moral kann niemals objektiv sein, weil sie ihrem Wesen nach schon etwas Subjektives ist!

Nein, es ist und bleibt eine reine Machtdemonstration und das Bestimmen eines Menschen über einen anderen. Es ist die reine Asymmetrie.

Dann findet ein Unfall mit einem LKW und einem Fahrrad auch nicht zwischen beiden statt? Mit "zwischen" meine ich doch keine Symmetrie, sondern die Voraussetzung, dass es zwei Menschen zum Missbrauch (unabhängig von der oben gestellten Definitionsfrage) braucht - Täter und Opfer. Ein Missbrauch geht vom Täter aus, ja, und trifft ein Opfer - eben deswegen spielt er sich zwischen ihnen ab.


Unreflektiert? Du beliebst zu scherzen! Unterhalte Dich mit einem einzigen Opfer und Du wirst feststellen, daß sowohl das Opfer als auch jeder Mensch, der nicht mit dem Täter unter einer Decke steckt, diese Tat sehr wohl reflektiert.

Davon war ja gar nicht die Rede - ich sprach vom Unrechtsempfinden einer Gesellschaft, das sich in einer Moral ausdrückt, die nie zeitgemäß sein kann, weil ihre Entwicklung nie gewünscht ist. Das Opfer sieht es natürlich als Unrecht an, aber ein Geschädigter empfindet alles als Unrecht, was mit ihm geschieht, selbst wenn es rechtsstaatlich legitim sein sollte...


Es gibt nicht einmal einen gesamt-gesellschaftlichen Konsens darüber, was richtig und was falsch ist. Dafür ist die Zahl der Täter viel zu groß. Aber nur weil Verbrechen zahlreich sind, weigere ich mich, sie als nicht objektiv falsch zu betrachten. Es gibt aber eindeutig Unterschiede in der Schwere von Verbrechen.

Nein, aber die überwiegende Mehrzahl der Menschen hat ein recht einheitliches Bild von richtig und falsch.
Die Anzahl der Verbrechen sagt ja auch nichts über ihre Richtigkeit aus, schon gar nicht objektiv. Ich betone nochmal: objektiv betrachtet existieren die Kategorien "richtig" und "falsch" nicht!
Lasst mich das nochmal klarstellen: ich verwende "objektiv" und "subjektiv" durchaus wörtlich, also "auf das Objekt bezogen/vom Objekt ausgehend" und "auf das Subjekt bezogen/vom Subjekt ausgehend". Wie soll eine objektive Richtigkeit vorhanden sein können, wenn jegliches Rechtsempfinden dem Subjekt durch Erziehung und Gesellschaft beigegeben wurde? Rechtsempfinden ist subjektiv.

Welche Aktion ging von dem Mädchen aus? Du willst doch nicht behaupten, sie hat das "aktiv geduldet"?

Nein, natürlich nicht. Siehe meine Antwort an darkkurt, da habe ich das "zwischen" noch einmal erläutert.

Also, Taliesyn, ergreif Partei! Hilf nicht dem Unterdrücker!

Ich billige diese Tat nicht, keineswegs. Das ist aber mein subjektives Empfinden, und letztlich liefern die Quellen viel zu wenig Material zu einer vernünftigen Urteilsbildung.
Aber meine "Partei" bin immer ich selbst, egal, wem ich damit helfe oder nicht.
 
Es geht nicht darum, Argumente für Kindesmissbrauch zu finden, es gilt zu klären, wann was wieso Missbrauch ist und wann was wieso nicht.
Was bringt dich dazu, Argumente dafür zu brauchen - was ist an diesem Fall unklar?
Es schüttelt mich schon wieder, wenn du in diesem Zusammenhang eine Definition für "Missbrauch" haben willst...

Ich drücke mich nicht um einen moralischen Standpunkt, und ich dachte, so langsam hättest du das aus all den Diskussionen erkannt. Meine Position steht außerhalb der Moral, sie ist amoralisch, weil Moral keine naturgegebene Größe ist, der der Mensch unterliegt, sondern eine vom Menschen entwickelte Empfindsamkeit, die Mängel haben kann und auch hat! Moral kann niemals objektiv sein, weil sie ihrem Wesen nach schon etwas Subjektives ist!
Dann will ich deine subjektive Meinung - dieses Gewäsch von der Amoral geht mir auf den Zeiger. Du hast einen konkreten Fall, äußere Dich dazu!
Dann findet ein Unfall mit einem LKW und einem Fahrrad auch nicht zwischen beiden statt? Mit "zwischen" meine ich doch keine Symmetrie, sondern die Voraussetzung, dass es zwei Menschen zum Missbrauch (unabhängig von der oben gestellten Definitionsfrage) braucht - Täter und Opfer. Ein Missbrauch geht vom Täter aus, ja, und trifft ein Opfer - eben deswegen spielt er sich zwischen ihnen ab.
Ich will keine Beispiele. Ich will wissen, was ein Kind bei einem Fall von Missbrauch aktiv mit einbringt. Was tut das Kind, das du als Interaktion mit seinem Peiniger ansehen würdest? Für das Attribut "zwischen" gehört aktives Verhalten beider Seiten dazu. Hier macht ein Erwachsener etwas mit (nicht gemeint ist "zusammen") einem Kind. es spielt sich eben Nichts zwischen ihnen ab, sondern er eine tut etwas, was der andere erdulden muss.
 
Was bringt dich dazu, Argumente dafür zu brauchen - was ist an diesem Fall unklar?
Es schüttelt mich schon wieder, wenn du in diesem Zusammenhang eine Definition für "Missbrauch" haben willst...

In ähnlicher Weise schüttelt es mich, dass grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass "Täter" ein Synonym für "schlecht" und "Opfer" ein Synonym für "gut" ist.

Dann will ich deine subjektive Meinung - dieses Gewäsch von der Amoral geht mir auf den Zeiger. Du hast einen konkreten Fall, äußere Dich dazu!

Ich habe keine subjektive Meinung (jenseits der von mir geäußerten, dass ich Missbrauch nicht billige), weil ich keinen konkreten Fall habe. Ich habe einige Pressemitteilungen, mehr nicht. Darauf baue ich doch keine Meinung auf! Überhaupt, ich halte nicht viel von Meinungen...

es spielt sich eben Nichts zwischen ihnen ab, sondern er eine tut etwas, was der andere erdulden muss.

Da das eine rein sprachliche Sache ist: geschenkt. :psst: Du formulierst es so, ich formuliere es anders, okay.
 
In ähnlicher Weise schüttelt es mich, dass grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass "Täter" ein Synonym für "schlecht" und "Opfer" ein Synonym für "gut" ist.
Wie ist es in diesem Fall?

Ich habe keine subjektive Meinung (jenseits der von mir geäußerten, dass ich Missbrauch nicht billige), weil ich keinen konkreten Fall habe. Ich habe einige Pressemitteilungen, mehr nicht. Darauf baue ich doch keine Meinung auf! Überhaupt, ich halte nicht viel von Meinungen...
Sich um einen Standpunkt drücken, ist zwar angenehm, aber feige. Du bist nie verbindlich, nie verantwortlich. Immer nur wischi-waschi.
Wie weit "drin" in der Materie willst du denn sein, um dir eine Meinung bilden zu können? Täterrolle? Opferrolle? Zeuge? Was tust du als Zeuge? ergreifst du dann Partei? Für wen? Warum?
Oder belässt du es dabei, einfach nur akademisch betrachtend neben dran zu stehen und über den Grundsatz von Moral zu reflektieren?
 
Wie ist es in diesem Fall?

Wie ich schon sagte urteile ich nicht anhand einiger Pressemeldungen. Wenn schon Meinung, dann bitte fundiert.

Sich um einen Standpunkt drücken, ist zwar angenehm, aber feige. Du bist nie verbindlich, nie verantwortlich. Immer nur wischi-waschi.

Ich bin sogar sehr verbindlich....nur eben auf einer anderen Ebene als du.

Wie weit "drin" in der Materie willst du denn sein, um dir eine Meinung bilden zu können? Täterrolle? Opferrolle? Zeuge? Was tust du als Zeuge? ergreifst du dann Partei? Für wen? Warum?

Um mir eine fundierte Meinung bilden zu können müsste ich Tathergang, Kontext und Psyche der Beteiligten genau kennen. Tu ich nicht - also urteile ich auch nicht. Als Zeuge ergreife ich keine Partei, schließlich besteht die Welt aus mehr als dem, was man sieht.

Oder belässt du es dabei, einfach nur akademisch betrachtend neben dran zu stehen und über den Grundsatz von Moral zu reflektieren?

Du missverstehst meine Äußerungen vorsätzlich. Ich reflektiere innerhalb dieser Diskussion darüber, dass Moralvorstellungen leichtfertig geäußert und verteidigt werden; das hat nichts mit meinem Verhalten in einer bestimmten Situation zu tun. Und bevor du fragst: ich verlange nicht, dass sich ein anderer auf der Straße für mich interessiert, also interessiere ich mich auch nicht für ihn. Das ist in deinen Augen ein unmoralisches, egoistisches Verhalten - und du hast Recht damit, das ist es. Aber während du Unmoral und Egoismus als schlecht verurteilst sehe ich sie objektiv als wertneutral und subjektiv als angenehm an...;)
 
Wie ich schon sagte urteile ich nicht anhand einiger Pressemeldungen. Wenn schon Meinung, dann bitte fundiert.

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Um mir eine fundierte Meinung bilden zu können müsste ich Tathergang, Kontext und Psyche der Beteiligten genau kennen. Tu ich nicht - also urteile ich auch nicht. Als Zeuge ergreife ich keine Partei, schließlich besteht die Welt aus mehr als dem, was man sieht.

Da das offensichtlich nie der Fall sein Wird, bleibst du also immer schön akademisch... Als Zeuge hast du nach Abwägung der Umstände zu entscheiden, ob du eingreifen musst oder Kannst. Nothilfe nennt man sowas dann. Aber ohne Standpunkt kann man das elegant umgehen - klar.

Ich bin sogar sehr verbindlich....nur eben auf einer anderen Ebene als du.
Genau! Verbindlich unverbindlich.

Du missverstehst meine Äußerungen vorsätzlich. Ich reflektiere innerhalb dieser Diskussion darüber, dass Moralvorstellungen leichtfertig geäußert und verteidigt werden; das hat nichts mit meinem Verhalten in einer bestimmten Situation zu tun. Und bevor du fragst: ich verlange nicht, dass sich ein anderer auf der Straße für mich interessiert, also interessiere ich mich auch nicht für ihn. Das ist in deinen Augen ein unmoralisches, egoistisches Verhalten - und du hast Recht damit, das ist es. Aber während du Unmoral und Egoismus als schlecht verurteilst sehe ich sie objektiv als wertneutral und subjektiv als angenehm an...;)
In meinen Augen gibt es keinen klarer gelagerten Fall als Kindesmissbrauch (generell). da wird nichts leichtfertig geäußert. Aber verteidigt - ja! Und ich erwarte von jedem, dass er sich für schwächere Mitmenschen einsetzt. Ob das um Einzelfall heißt, die Polizei zu rufen oder selber tätig zu werden, ist jedem einzelnen zu überlassen. Aber ein "ich erwarte keine Anteilnahme, also bekommt auch keiner welches von mir" Das mag für dich "Angenehm" sein - aber "Wertneutral" ist es nicht. Weil es Werte und Menschliches Zusammenleben ad absurdum führt. Wenn dir ein Täter ebenso egal ist wie ein Opfer, dann wäre der Begriff "unmoralisch" nicht ausreichend als Umschreibung, passender wäre unmenschlich.
 
Da das offensichtlich nie der Fall sein Wird, bleibst du also immer schön akademisch...

Ich bleibe lieber "akademisch", als dass ich vorschnell urteile.

Genau! Verbindlich unverbindlich.

Wem ist damit gedient, wenn ich jetzt sage, dass ich's ganz schrecklich finde, was der Mann getan hat? Ich müsste etwas sagen, hinter dem ich nicht stehe, das allgemeine moralische Empfinden fühlt sich davon befriedigt, was ich nicht unterstütze und die Welt wird davon auch nicht besser, was mir letztlich egal ist - warum zum Teufel soll ich irgendeine Position beziehen, die von mir verlangt, etwas zu Beurteilen, was ich nicht ausreichend kenne?

In meinen Augen gibt es keinen klarer gelagerten Fall als Kindesmissbrauch (generell). da wird nichts leichtfertig geäußert.

Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben dass auch ich Missbrauch, wo immer er vorliegt, nicht gutheiße. Die leichtfertige Äußerung bezog sich darauf, dass du behauptetest, es gäbe "objektiv richtiges Verhalten".

Und ich erwarte von jedem, dass er sich für schwächere Mitmenschen einsetzt.

Ich erwarte das nicht. Fertig.

Ob das um Einzelfall heißt, die Polizei zu rufen oder selber tätig zu werden, ist jedem einzelnen zu überlassen. Aber ein "ich erwarte keine Anteilnahme, also bekommt auch keiner welches von mir" Das mag für dich "Angenehm" sein - aber "Wertneutral" ist es nicht. Weil es Werte und Menschliches Zusammenleben ad absurdum führt.

Du dürfest ja wissen, dass ich nichts dagegen habe, Werte "ad absurdum" zu führen...ich würde dennoch behaupten, dass meine Position wertneutral ist, da sie weder die eine noch die andere Seite bevorzugt.

Wenn dir ein Täter ebenso egal ist wie ein Opfer, dann wäre der Begriff "unmoralisch" nicht ausreichend als Umschreibung, passender wäre unmenschlich.

In guter philosophischer Tradition wäre mir das Wort "übermenschlich" lieber, aber da das viele seltsame Konnotationen mit sich trägt und oft als Arroganz gedeutet wird - "unmenschlich" trifft es auch.
 
Wenn ich so etwas lese, bekomme ich echt das kalte k*****. Dieser kranke Perverse hat keine Ahnung was er dem Mädchen damit angetan hat-oder es war ihm egal. Da wird in mir immer die Stimme,die nach Kastration ruft,ziemlich laut!Abartig!
 
Ihr redet doch aneinander vorbei, oder??

So wie ich das sehe, ist Taliesyn (so wie hoffentlich jeder hier im Forum) GEGEN Missbrauch jeglicher Art. Er findet jedoch, dass zu einem "erfolgreichen Missbrauch" (schreckliche Bezeichnung in meinen Augen...) nicht nur das Verhalten bzw. das Vorgehens des Täters eine Rolle spielt, sondern auch das des Opfers. Wenn das Mädchen hingetreten hätte, weil es das z.B. von den Eltern gelehrt bekommen hätte, dann wäre das unter Umständen nur 1x dazu gekommen bzw. ein erfolgloser Versuch geblieben...

Was ich aber nicht verstehe, Taliesyn, angenommen du siehst sowas, würdest du echt nichts dagegen unternehmen?? Nenn mir bzw. uns da mal Gründe, welchen Vorteil es dir, aber auch Opfer und der Allgemeinheit verschaffen würde?? Das ist der Punkt, wo auch ich aussteige und den Kopf schüttle...