Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Und Zerfallsprozesse u beschleunigen - ich würde mal behaupten, dass uns da wohl die Physik einen Strich durch die Rechnung macht. Oder die menge an Energie, die man dazu bräuchte, kann erst gar nicht produziert werden...

Atombomben bauen :ugly: Mit Uran sollte das ja möglich sei (zumindest mit einigen Isotopen) :)

LG
 
Das Gesamtrisiko sinkt durch eine abnehmende Anzahl von AKWs, simple Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und es kann Dir völlig egal sein, ob das AKW 50 oder 500 km entfernt ist bei einem GAU.
Dann bringt's aber auch nix, wenn wir unsere AKW hier unbedingt abschalten wollen (früher oder später) und in den Nachbarländern werden fröhlich neue gebaut - mit all den Risiken und Konsequenzen.

2032 wird übrigens Zefram Cochrane geboren. Wenig später wird man beamen können und damit ist das Problem gelöst. Die Maya haben sich auch keine Gedanken gemacht, was WIR mit deren "Müll" machen. Und wenn wir bei Wahrscheinlichkeiten bleiben wollen: In n*1000 Jahren ist die W-Keit eines apokalyptschen Meteoriteneinschlags höher als das Risiko eines kollabierenden AKW. :roll:
 
Dann bringt's aber auch nix, wenn wir unsere AKW hier unbedingt abschalten wollen (früher oder später) und in den Nachbarländern werden fröhlich neue gebaut
Doch, weil die Gesamtanzahl dann auch niedriger ist, als wenn wir unsere einfach weiterbetreiben. Lemming-Argumente (Alle anderen fressen doch auch Scheisse) sollten da nicht als Rechtfertigung dienen.

Die Maya haben sich auch keine Gedanken gemacht, was WIR mit deren "Müll" machen.
Eben, das ist DAS schlagende Argument. Und die Inder machen sich da auch heute noch keine Gedanken. Und das lasse ich natürlich als Argument gelten. Ich gehe dann mal in den Garten, alte Autoreifen und die Asbest-Wände vom Altbau verbrennen, das machen die in Uganda schliesslich auch.

Marty
 
Dann bringt's aber auch nix, wenn wir unsere AKW hier unbedingt abschalten wollen (früher oder später) und in den Nachbarländern werden fröhlich neue gebaut - mit all den Risiken und Konsequenzen.

Womit wir wieder bei den von Dir angesprochenen "Schutzmassnahmen" wären. :D Wie sollen die denn nun aussehen? Jeder bekommt nen Atombunker und Lebensmittelrationen mit staatlicher Förderung für den Ernstfall?
 
Dann bringt's aber auch nix, wenn wir unsere AKW hier unbedingt abschalten wollen (früher oder später) und in den Nachbarländern werden fröhlich neue gebaut - mit all den Risiken und Konsequenzen.


Deutschland hat tatsächlich auch eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion. Wenn hier die im Verhältnis sichereren Atomkraftwerke abgeschaltet werden, dann hat das auch Einfluss auf die Atomkraftlobby und deren Gegner in anderen Ländern. Und wenn in Deutschland durch den dezentralen Markt der alternativen Energien mehr Arbeitsplätze mit Zukunft geschaffen werden - dann auch ... und wenn Deutschland sich schließlich noch mit wegweisenden Technologien auf lange Zeit die Marktführerschaft sichert ...

... aber nein - man will ja lieber vier Großkonzernen zuliebe die Laufzeiten verlängern, weil die uns völlig uneigennützig und aufrichtig um unser Wohl besorgt was von günstigerem Strom und Versorgungssicherheit erzählen ...
 
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Sicherheitslösungen?

Blei-Kubus mit 10m oder noch mehr übertriebener Wanddicke. Von mir aus davon dann 3 oder auch 30 Mäntel und das Ganze 1km tief im Boden in Sibirien. So kann man auch Endlager bauen. Oder was kann da dann noch passieren?

Ich bin halt der Meinung, dass man in diese Richtung forschen sollte, anstatt fortschrittliche Energien wieder abzuschaffen, weil man es sicherheitstechnisch nicht verantworten kann. Das heißt doch nichts anderes wie: "Wir sind zu dumm, das Ganze verlässlich abzusichern". In 300 Jahren oder so wird eh alles mit Atomkraft laufen - WEIL die dann die nötigen Lösungen haben, aber auch nur, wenn entsprechend daraufhin entwickelt wird. Alles Andere verzögert nur unnötig.
 
Man kann es sich ja schönreden und die Atomkraft als potenziell sicher bezeichnen... Meinetwegen kann man auch sagen, dass es sicher in naher Zukunft einen großen Wissenssprung gibt und man bei der Erzeugung auf eine nahezu unerschöpfliche Ressource zurückgreifen kann.

ABER seid doch nicht so dämlich und denkt, dass irgendwelche Eierköpfe es tatsächlich schaffen die riesigen Mengen atomaren Abfalls zu einem vernünftigen Preis einzulagern. So blind und blöd EDIT: uneinsichtig kann man doch gar nicht sein... Rechnet doch einfach mal, was es kostet einen Kubikmeter Lagerfläche in einem ganz simplen Lagerhaus vor Regen usw. geschützt für 25.000 oder 30.000 Jahre einzurichten oder anzumieten. Das sind Folgekosten dieser Energiegewinnung, die NIEMALS gerechtfertigt sein können. Schlimm genug, dass in der Medizin verstrahlte Abfälle anfallen müssen, weil man keine anderen Wege hat. Bei der Energieentwicklung hat man Alternativen und diese werden nicht genutzt, weil sich die Stromkonzerne auf Kosten der Steuerzahler die Taschen vollmachen können.

Man könnte ohne Probleme noch einige Flüsse in Deutschland aufstauen, mit absehbaren ökologischen Folgen und damit eine Grundlastsicherung schaffen. Dazu Energiespeicher für die Windenergie einrichten und die Sache ist auf dem Weg. Auch GB baut massiv auf Windkraftanlagen, Spanien Photovoltaik und Sonnenkraftwerke. Die Energiewende kann nur in Europa starten, China steckt seine Abfälle halt in irgenein Bergwerk und wenn die ganze Region verreckt, ist es denen auch egal.

Versteht mich nicht falsch, ich verzichte nicht auf Bequemlichkeiten usw. aber man kann es relativ problemlos besser machen als mit Kernenergie. Und in nicht allzu ferner Zukunft gibt es auch bei der individuellen Mobilität Fortschritte. Und auch hier sollten wir die Chance nutzen es besser zu machen, auch wenn in Indien sicherlich der Benzin/Diesel/Gasmotor sicherlich noch länger Standard ist.
 
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Sicherheitslösungen?

Blei-Kubus mit 10m oder noch mehr übertriebener Wanddicke. Von mir aus davon dann 3 oder auch 30 Mäntel und das Ganze 1km tief im Boden in Sibirien. So kann man auch Endlager bauen. Oder was kann da dann noch passieren?

Ein guter Ansatz! :D

Aber glaubst Du im Ernst daran, dass irgendjemand solche Schutzmassnahmen verbindlich vorschreiben kann wenn Biblis trotz gravierender Unzulänglichkeiten lt. Betriebsvorgaben wieder ans Netz darf, wenn in La Hague jeden Tag hunderte Kubikmeter verseuchtes Wasser in den Atlantik gepumpt werden und in Russland hunderttausende Kubikmeter radioaktiven Abfalls in Containern unter freiem Himmel vergammeln?

Anhängern solcher Theorien empfehle ich eine Reise nach Kiew mit einem Tagesausflug nach Tschernobyl. Lohnt sich! ;)
 
ABER seid doch nicht so dämlich und denkt, dass irgendwelche Eierköpfe es tatsächlich schaffen die riesigen Mengen atomaren Abfalls zu einem vernünftigen Preis einzulagern. So blind und blöd EDIT: uneinsichtig kann man doch gar nicht sein...

Ich spekuliere eher darauf, dass der Fortschritt bei der Beseitigung von radioaktiven Müll eher die angestrebte Lösung ist, als dass die Forschung an unendlicher Lagerung das Ziel dieser Eierköpfe ist.

Sicherlich lässt sich drüber streiten, ob das realisierbar ist, es gibt ja genug Thesen dazu, wie das gemacht werden kann. Aber ich denke wirklich, dass dies eher das Ziel ist. Wobei natürlich nicht jedes Ziel erreicht werden kann.
 
Dann bringt's aber auch nix, wenn wir unsere AKW hier unbedingt abschalten wollen (früher oder später) und in den Nachbarländern werden fröhlich neue gebaut - mit all den Risiken und Konsequenzen.

Welche Nachbarn bauen denn grade "fröhlich neue AKWs"? Finnland (Ist aber wohl eher kein direkter "Nachbar") baut 1 Reaktor, Frankreich auch 1 Reaktor, in der Slowakei sind es 2 - wobei das nicht endgültig ist und in Russland 8, aber teil. im asisatischen Teil. Alle anderen Europäischen Staaten sind entweder schon aus der Kernernergieerzeugung ausgestiegen (Italien z.B.), oder haben es vor.
 
Sicherheitslösungen?

Blei-Kubus mit 10m oder noch mehr übertriebener Wanddicke. Von mir aus davon dann 3 oder auch 30 Mäntel und das Ganze 1km tief im Boden in Sibirien. So kann man auch Endlager bauen. Oder was kann da dann noch passieren?
Wenig. Ist OK, dann müssen RWE, EON, Vattenfall, ENBW jetzt verpflichtet werden, dieses Endlager zu bauen und zu unterhalten.

Sollen wir wetten, dass dann nicht mehr die Rede von dem "umweltfreundlichen 2-Cent-Strom" ist, sondern alle vier ihre Atomkraftwerke angesichts der zu erwartenden Kosten abschalten?

Marty
 
Welche Nachbarn bauen denn grade "fröhlich neue AKWs"? Finnland (Ist aber wohl eher kein direkter "Nachbar") baut 1 Reaktor, Frankreich auch 1 Reaktor, in der Slowakei sind es 2
Sind also schon 4 Neue um uns rum ... Wir reden hier ja von WorstCase Szenarien. Wenn eins davon hochgeht, bekommen wir den Fallout genauso ab wie wenn es in DE steht oder auf der Hollaendischen Grenze. So gesehen bringt es uns also keinen Vorteil, wenn wir uns die Muehe machen, unsere AKW alle abzuschalten. Die Gefahr bleibt und die AKW Nachbarlaender freuen sich und verkaufen uns schoen den guten Atomstrom.
 
Sind also schon 4 Neue um uns rum ... Wir reden hier ja von WorstCase Szenarien. Wenn eins davon hochgeht, bekommen wir den Fallout genauso ab wie wenn es in DE steht oder auf der Hollaendischen Grenze. So gesehen bringt es uns also keinen Vorteil, wenn wir uns die Muehe machen, unsere AKW alle abzuschalten. Die Gefahr bleibt
... und das soll jetzt ein Argument FÜR die Atomkraft sein... :think: :LOL:

Ich persönlich ziehe es nicht vor, von deutschem Nukliden verstahlt zu werden als von französischen oder tschechischen...

und die AKW Nachbarlaender freuen sich und verkaufen uns schoen den guten Atomstrom.

Deutschland war 2008 der größte Netto-StromEXPORTEUR Europas, und das, obwohl über die Hälfte der Deutschen AKWS wegen Revision oder Störfällen (Krümmel, Brunsbüttel) vom Netz waren - genauer: 54% der Jahresleistung der deutschen AKWs stand nicht zur Verfügung.

Sorry, aber du plapperst nur die Propaganda der Atomlobby nach...
 
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Welche Nachbarn bauen denn grade "fröhlich neue AKWs"? Finnland (Ist aber wohl eher kein direkter "Nachbar") baut 1 Reaktor, Frankreich auch 1 Reaktor, in der Slowakei sind es 2 - wobei das nicht endgültig ist und in Russland 8, aber teil. im asisatischen Teil. Alle anderen Europäischen Staaten sind entweder schon aus der Kernernergieerzeugung ausgestiegen (Italien z.B.), oder haben es vor.

Italien plant den Wiedereinstieg:
https://derstandard.at/1271375290685/Atomstrom-Berlusconi-will-innerhalb-von-drei-Jahren-Akw-bauen

Rechnet doch einfach mal, was es kostet einen Kubikmeter Lagerfläche in einem ganz simplen Lagerhaus vor Regen usw. geschützt für 25.000 oder 30.000 Jahre einzurichten oder anzumieten. Das sind Folgekosten dieser Energiegewinnung, die NIEMALS gerechtfertigt sein können.

In 30.000 Jahren wird die Menschheit so weit sein, dass es da sicher auch andere Wege geben wird, da kannst Du Dir sicher sein.;)
 
Ein Argument für gesunden Egoismus.
Das bedeutet, wir brauchen unsere Atomkraftwerke auch nicht sicherer zu machen als die Tschechen. Wir einigen uns in Europa einfach auf den kleinsten gemeinsamen Sicherheitslevel, immerhin ist das Risiko ja da schon gegeben, warum also mehr anstrengen?

Warum machen wir uns nur irgendeine Mühe, unseren Atommüll sicher zu lagern, wenn die Russen den einfach in die Steppe stellen und wegrosten lassen? Warum machen wir unsere Atomkraftwerke sicherer als andere? Wenn deren Atomkraftwerke hochgehen nützt das doch eh nichts. Warum sollten wir aussteigen, wenn die anderen weitermachen? Warum fressen wir nicht Scheisse, die Fliegen machen es doch auch.

Gibt es Lemminge in Deiner Verwandschaft?

Marty
 
timo_hildebrand schrieb:
Addition von Teilwahrscheinlichkeiten

Diese Argumentation ist im Fall AKW's aber nicht ganz stimmig. Ein schwerwiegender Störfall bei einem modernen AKW ist eigentlich ausgeschlossen. Besonders, wenn man Deutschland betrachtet, wo die Sicherheitsrichtlinien sehr gut sind.

Sprich, eine Katastrophe ist eigentlich nur durch Externes zutun möglich. Sprich durch Terrorismus. Beim Terrorismus ist es aber so, dass die Wahrscheinlichkeit nicht Erhöht wird durch eine größere Zielmenge. Man sucht sich vor dem Anschlag nur ein Ziel aus, dieses Ziel muss Existent sein. Ob nun 50 AKW's in Europa sind oder 5 sollte also die Wahrscheinlichkeit nicht additiv erhöhen.
 
Als Gabriel Neckarwestheim nach einem Sicherheitskriterienkatalog bewertete ist dieses durchgefallen. Das nenne ich nicht sicher. Und überhaupt: es gibt Möglichkeiten AKWs vor äußeren Einflüssen zu schützen! Alle anderen AKWs in Deutschland zeigen, dass die Sicherheitsrichtlinien eben nicht so streng sind. Daher hätten sie auch theorethisch bereits oder bald stillgelegt werden sollen. Aber die Grünen waren ja dumm genug, mit den Atomkonzernen zu verhandeln, als sie den Atomausstieg beschlossen haben. Dass sich diese nicht an die Abmachungen halten werden, war doch klar...