News Zentralrat der Juden: nach Scherz von Harald Schmidt Entschuldigung ...

Und genau das ist Blödsinn, weil der ZdJ weder für alle Juden spricht...

Aber genau das sehen nicht alle. Ich hab am Anfang gesagt, wenn man es nicht differenziert genug betrachtet. Ich tue das, viele aber sicherlich nicht.

Du benutzt in aufreizender Form genau die Termini, die Neonazis in ihren antisemitischen Pamphleten verwenden.

Gut zu wissen... ;). Ich wusste gar nicht, dass die Neonazis so sehr auf argumentative Beschreibungen stehen :ugly:.

IN dem man die Ursachen ergründet, um sie zu verstehen, nicht die Wirkung.

Und was mach ich anderes? Ich habe analysiert, dass die Aussage des ZdJ Judenhass fördern kann. Also ist der ZdJ ein (zugegeben kleiner) möglicher Grund für Antisemitismus in der Gegenwart.

Und wenn du die geschichtlichen Hintergründe kennst, dann kennst du auch (zumindest einige) Ursachen für den Antisemitismus der Vergangenheit. Und wenn du die Ursachen kennst verstehst du sie auch. Ich hab immermehr das Gefühl, dass unsere Differenz nur auf unsere Verwendungsweise der Sprache entsteht. Verstehen ist für mich in diesem Fall auch gleich kennen. Wenn ich ein folgendes Verhalten kenne, dann verstehe ich doch die Ursache?! Es hat aber immernoch nichts mit gutheißen zu tun. Ich bin kein Antisemit und mag diese Einstellung auch nicht (sonst würde ich einer werden). Trotzdem verstehe ich bei solchen Aussagen des ZdJ wie jemand antisemitisch werden kann.
 
Die Juden selbst sehen sich jedenfalls als eigene "Rasse".
Ich aber nicht...

Wenn dir jemand ständig blöd kommt ist es doch verständlich, dass du diese Person/Gruppe nicht leiden kannst, oder etwa nicht?

Zwischen ZdJ und "den Juden" besteht doch immer noch ein Unterschied, oder? schreibst du doch selber

Ich selbst bin nicht judenfeindlich, weil ich den ZDJ einfach nicht als Vertretung der normalen und echten Juden betrachte, aber sonst stünde einer Feindlichkeit ja nichts im Wege.
Den Satz musst du mir mal erklären - gäbe es den ZdJ nicht, müsstest du die Juden hassen, so hast du ein anderes Ziel, oder wie ist das jetzt gemeint? :think:

Das Problem ist jetzt eben, dass viele Menschen keine Erfahrung mit ganz normalen jüdischen Leuten machen können (Minderheit bei uns) und eben nur diese arroganten und [...] Möchtegernvertreter im TV sehen.
Achso - weil Unwissenheit herrscht, verallgemeinern wir der Einfachheit halber... :-? Indem wir die schlechten Eigenschaft von ein paar Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, einfach auf die Gesamtheit der Gruppe projizieren?

Der ZDJ fördert den Antisemitismus genau so wie George Bush den Antiamerikanismus gefördert hat - meine Meinung!
Antiamerikanismus ist ein ebenso bescheuertes Vorurteil - ohne damit meine Zustimmung zur Politik Bushs auszudrücken.
 
Antiamerikanismus ist ein ebenso bescheuertes Vorurteil - ohne damit meine Zustimmung zur Politik Bushs auszudrücken.

Und er existiert trotzdem. Wenn man in der Öffentlichkeit steht muss man eben über den Tellerrand gucken und überlegen, wie Aussagen nicht nur auf sich selber, sondern auch auf andere wirken.
 
Den Satz musst du mir mal erklären - gäbe es den ZdJ nicht, müsstest du die Juden hassen, so hast du ein anderes Ziel, oder wie ist das jetzt gemeint? :think:

Wieso versuchst du eigentlich so krampfhaft, den Leuten antisemitische Positionen anzuhängen?


Edit:
Ich möchte auch noch zu bedenken geben, dass es Fälle geben kann, in denen Anti-xy (wohl eher -amerikanismus denn -semitismus) nicht einfach nur eine reaktionäre vorurteilende Haltung, sondern eine durchdachte Position ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso versuchst du eigentlich so krampfhaft, den Leuten antisemitische Positionen anzuhängen?

Wenn du mir den Satz erklären kannst - ich hab ihn inhaltlich wirklich nicht verstanden.

Und von krampfhaft kann keine Rede sein... :roll:

Ich möchte auch noch zu bedenken geben, dass es Fälle geben kann, in denen Anti-xy (wohl eher -amerikanismus denn -semitismus) nicht einfach nur eine reaktionäre vorurteilende Haltung, sondern eine durchdachte Position ist.
Das macht ihn/sie aber nicht besser...

Und er existiert trotzdem. Wenn man in der Öffentlichkeit steht muss man eben über den Tellerrand gucken und überlegen, wie Aussagen nicht nur auf sich selber, sondern auch auf andere wirken.
Umgekehrt muss man sich immer darüber im Klaren sein, dass eine Person (oder wenige) nicht für die Gesamtheit einer Nation, eines Volkes oder eine Glaubensgruppe spricht.

Aber genau das sehen nicht alle. Ich hab am Anfang gesagt, wenn man es nicht differenziert genug betrachtet. Ich tue das, viele aber sicherlich nicht.
Dein erstes Posting war nicht besonders differenziert ;). Allerdings gestehe ich Dir zu, dass sich das deutlich geändert hat

Gut zu wissen... ;). Ich wusste gar nicht, dass die Neonazis so sehr auf argumentative Beschreibungen stehen :ugly:.
Falls du es noch nicht wissen solltest - ein Teil der Typen kann nicht nur schreiben, sondern sogar Lesen... :LOL:

Und was mach ich anderes? Ich habe analysiert, dass die Aussage des ZdJ Judenhass fördern kann. Also ist der ZdJ ein (zugegeben kleiner) möglicher Grund für Antisemitismus in der Gegenwart.
Er wird als Grund dafür vorgehalten. Ich denke, das es Antiosemitismus sowohl mir als auch ohne den ZdJ geben wird, nur hier lässt er sich auf perfide Weise rechtfertigen!

Und wenn du die geschichtlichen Hintergründe kennst, dann kennst du auch (zumindest einige) Ursachen für den Antisemitismus der Vergangenheit. Und wenn du die Ursachen kennst verstehst du sie auch. Ich hab immermehr das Gefühl, dass unsere Differenz nur auf unsere Verwendungsweise der Sprache entsteht. Verstehen ist für mich in diesem Fall auch gleich kennen. Wenn ich ein folgendes Verhalten kenne, dann verstehe ich doch die Ursache?! Es hat aber immernoch nichts mit gutheißen zu tun. Ich bin kein Antisemit und mag diese Einstellung auch nicht (sonst würde ich einer werden).
Gut, dann war es ein Missverständnis - belassen wir es dabei und ich entschuldige mich für etwaige Unterstellungen ;).
Trotzdem verstehe ich bei solchen Aussagen des ZdJ wie jemand antisemitisch werden kann.
Im Endeffekt rechtfertigen die Aussagen gar keinen -ismus. Weder Antisemitismus, noch Antilobbyismus noch ein Antiwasweißichismus.

Über die Aussagen des ZdJ mag man gerne Streiten, aber nicht darüber, das die Mitglieder zu irgend einer Gruppe gehören. Ich habe es schon mal geschrieben: Für mich ist die Verallgemeinerung der unterschied zwischen Sachlicher Kritik oder sogar persönlicher Antipathie auf der einen, und (exemplarisch) Antisemitismus auf der anderen Seite.
 
Niemand ist ganz frei davon, von wenigen auf viele zu schließen; einige sind nur freiER als andere. Die "Vertreter" ihres Volkes (bzw. ihrer Volksgruppe) sind ja schließlich von irgendwem zur Vertretung befugt worden (ok, da ist Bush, der Stimmen-Gauner natürlich ein schlechtes Beispiel).

Wenn der ZdJ (bzw. ein führendes Mitglied dessen) sich öffentlich äußert, dann doch als Vertreter der Juden, die in Deutschland leben. Ist es da für jemand Dritten soo abwegig, zu denken, daß er die Meinung der deutschen Juden insgesamt äußert? Schließlich wird Deutschland im Ausland auch nach seiner Regierung beurteilt. ICH weiß, daß das falsch ist, aber Schubladen sind nunmal leichter zu öffnen als offene Regal-Fächer.

Genau wie die Bundesregierung den Anspruch erhebt, das deutsche Volk zu vertreten, erhebt der ZdJ den Anspruch, die deutschen Juden zu vertreten. Und genau wie wir die Auswirkungen dieser Vertretung durch die Regierung hinnehmen müssen, müssen sich die Juden in Deutschland das auch beim ZdJ gefallen lassen. Will das deutsche Volk eine andere Vertretung, muß es sich eine andere wählen. Wollen die deutschen Juden eine andere Vertretung, können sie das doch wohl auch, oder?
 
Die Juden selbst sehen sich jedenfalls als eigene "Rasse".

Woher weißt du das so genau?
Ich persönlich kenne Juden überhaupt nicht, hab nie persönlich mit einem gesprochen. Du etwa? Und da wurde dir das genau so erzählt oder wie?

Ich finde viele Äußerungen vom ZDJ übertrieben, aber so wie jeder Mensch und so wie jede Vereinigung hier in Deutschland das Recht hat, seine Meinung zu sagen, sollen sie es auch tun dürfen. Ob die "Kritik" Anwendung findet, werden wir ja sehen.


"Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst."
das steht auf deiner profilseite! ;)

Was hat dieser Ausspruch mit ihrer Meinung zu tun, dass sie Schmidt und Pocher nicht mag und auch nicht sehen möchte? Sie will sie ja nicht ins Gefängnis stecken. :roll:
Ich mag diese Art von Humor auch nicht, sehe es mir also nicht an und da interessiert es mich wirklich nicht, wieviele Preise oder ähnliches so ein Format gewonnen hat. Es ist immer noch Geschmackssache, meiner Meinung nach.
Dann doch lieber als blöd gelten und diesen Humor nicht verstehen und nicht unterstützen als einem Hype hinterher zu laufen der irgendwas "gewonnen" hat und man der Meinung ist, dass muss "gut" sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jaund? Heißt das, dass ich dann jeden Müll im TV gut finden muss?

Mit Sicherheit nicht, Geschmäcker sind verschieden. Aber Du wolltest das gleich verbannen das ist ein Unterschied.

Ich persönlich kann z.B. Volksmusik nicht ausstehen, würde mir aber niemals anmaßen sowas deshalb verbieten zu lassen, weil es bestimmt viele Leute gibt, denen das großen Spaß macht, sowas anzuschauen. Jedem das seine...
 
Ich aber nicht...



Zwischen ZdJ und "den Juden" besteht doch immer noch ein Unterschied, oder? schreibst du doch selber


Den Satz musst du mir mal erklären - gäbe es den ZdJ nicht, müsstest du die Juden hassen, so hast du ein anderes Ziel, oder wie ist das jetzt gemeint? :think:


Achso - weil Unwissenheit herrscht, verallgemeinern wir der Einfachheit halber... :-? Indem wir die schlechten Eigenschaft von ein paar Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, einfach auf die Gesamtheit der Gruppe projizieren?


Antiamerikanismus ist ein ebenso bescheuertes Vorurteil - ohne damit meine Zustimmung zur Politik Bushs auszudrücken.


Exakt, dieser Unterschied ist allerdings für Leute die bezüglich des Judentums nur den ZDJ kennen nicht sichtbar.

Gäbe es den ZDJ nicht wäre die allgemeine Meinung gegenüber Juden wohl deutlich positiver, den für die meisten Menschen gilt ZDJ = alle Juden.

Ja genau, es wird der Einfachheit halber verallgemeinert. Dass das nicht gut ist und auch nicht sonderlich intelligent steht wieder auf einem anderen Blatt. Aber so ist das nunmal. Ob es jetzt um den Bezug zwischen ZDJ und Juden oder George Bush und Amis geht.

Wir errinnern uns an den damaligen Vorsitzenden Hernn Michel Friedmann:
https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Friedman#Aff.C3.A4re_um_Zwangsprostitution_und_Kokain
Passt doch perfekt ins Bild, nicht?;) Auf solch einen Vertreter könnten die Juden (und ganz Deutschland) sicher verzichten; meine ursprüngliche Intention.

Woher weißt du das so genau?
Ich persönlich kenne Juden überhaupt nicht, hab nie persönlich mit einem gesprochen. Du etwa? Und da wurde dir das genau so erzählt oder wie?

Genau das wurde mir erzählt, habe ich eigentlich auch nichts dagegen.

Im Übrigen war die Selbstbezeichnung der Juden als eigene Rasse bzw. Volk auch Vorraussetzung und Grund für die Gründung ihres eigenen Nationalstaates. Ich denke dir ist das auch bewusst, aber hauptsache mal versuchen jemand in Dreck zu ziehen, typisch links halt.
Deinen Antisemitismus kannst jemand anderen an Schuh binden, ich kenne echte Juden, was glaubst du was die davon halten wenn man ihre zu Tode geschindeten Großväter ständig als politische Waffe benutzt!? Das Allerletzte ist sowas...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wir errinnern uns an den damaligen Vorsitzenden Hernn Michel Friedmann:
https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Friedman#Aff.C3.A4re_um_Zwangsprostitution_und_Kokain
Passt doch perfekt ins Bild, nicht?;) Auf solch einen Vertreter könnten die Juden (und ganz Deutschland) sicher verzichten; meine ursprüngliche Intention.

Auf einen solchen Vertreter haben die Juden verzichtet, bzw. ist er von selber sofort zurück getreten. Und er war Stellvertreter von Paul Spiegel, nicht Vorsitzender. Und "perfekt ins Bild" passt es auch nicht - weil die Vorgänge
  1. nichts mit dem ZdJ zu tun hatten, sondern Privatangelegenheit von Friedmann waren
  2. nichts mit seiner jüdischen Herkunft zu tun haben
 
Ich finde es mal wieder herrlich...

Wir leben in einem Staat, wo jeder Einwohner auf seine freie Meinungsäußerung besteht.

Macht aber ein Verband einer Religionsgemeinschaft von diesem Recht Gebrauch, wird groß lamentiert...

Der Antisemitismus sitzt doch tiefer in den Knochen, als es manche zugeben wollen.

gruss kelle!
 
nichts mit dem ZdJ zu tun hatten, sondern Privatangelegenheit von Friedmann waren

Und wenn jetzt Guido Westerwelle in seinem Keller Orden der roten Armee sammelt dann hat das auch keine Auswirkungen darauf wie er evtl. mal regieren könnte. :-?

nichts mit seiner jüdischen Herkunft zu tun haben

Stimme ich dir absolut zu. Dennoch kommen viele Menschen, gerade weil es sich ja auch um Juden handelt, auf solche Gedanken. Antisemitische Parolen und Verschwörungen waren und sind die beliebtesten. Warum das so ist kann ich dir auch nicht sagen. Finde dich doch damit ab, dass es so ist.
 
Na aber doch - Otto-Normal-Bürger hätte nie eine solche Presse - und auch nie soviel Antipathie...

Otto-Normal erreicht nur normalerweise nie soviele Leute und deshalb bilden sich nie soviele Leute eine Meinung. ;)

Wenn Otto-Normal aber genau das gleiche sagt, wie hier bsp. der ZdJ, dann wird er genau so kritisiert. Wobei antürlich sicherlich die Kritik, wenn das seine erste Aussage wäre schmäler wäre, aber der ZdJ bringt ja doch häufiger sowas.