News Zentralrat der Juden: nach Scherz von Harald Schmidt Entschuldigung ...

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25 April 2006
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[N] Zentralrat der Juden: nach Scherz von Harald Schmidt Entschuldigung ...

Folgende News wurde am 19.09.2009 um 18:36:00 Uhr veröffentlicht:
Zentralrat der Juden: nach Scherz von Harald Schmidt Entschuldigung gefordert
Shortnews

Dem Zentralrat der Juden stößt ein Scherz des Komödianten Harald Schmidt bitter auf. Nun fordert der Zentralrat der Juden eine Entschuldigung. Hintergrund war ein von Schmidt gezeigtes Bild in seiner neuen Sendung in der ARD, auf dem die Agentur für Arbeit gezeigt wurde. Im Vordergrund war der Spruch "Wachstum schafft Arbeit" erkennbar. Nun meint der Zentralrat der Juden, dass dies ein Vergleich des "Arbeit macht frei"-Spruches der Nationalsozialisten ist. Weiterhin erklärte der Zentralrat der Juden die Fotomontage als "entwürdigend".
 
ich glaube, der ZdJ sollte mal darüber nachdenken, in wessen namen er da eigentlich spricht!
gerade das jüdische volk ist doch für seinen verschlagenen und geistreichen humor bekannt. es heißt doch nicht umsonst ... "jüdischer humor kennt keine tabus!"
viele der weltweit besten und bekanntesten komiker sind jüdischer abstammung!

und da kommt jetzt der ZdJ daher und will einem harald schmidt vorschreiben, welche art humor er an den tag legen darf? kann doch nicht sein, oder?

der ZdJ nutzt solche dinge doch nur, um publicity zu bekommen! so gerät man nicht in vergessenheit. der zentralrat hat doch kaum noch etwas zu melden ... weder hier politisch, noch beim eigenen volk!
das war doch vor einigen jahren noch ganz anders. als Michel "koks und nu**en" Friedman noch die fäden in der hand hatte! damals haben doch unsere volksvertreter angefangen zu zittern, sobald friedman nur den finger gehoben hat :mrgreen:

michel hat inzwischen die blonde Bärbel Schäfer geheiratet und hat scheinbar seinen frieden mit den deutschen geschlossen ;)

ähhh, um fünf? gute nacht! :biggrin:
 
Und da wundern sie sich noch, dass einige einen großen Hass auf Juden haben...

Das ist ja ungefähr so, als würd ich jetzt durch die Straßen rennen und jeden, der Dieter, Hans, Rolf, Adolf oder sonstwie heißt, als Nazi beschimpfen würde, weil ja sicherlich mal ein Nazi mit dem gleichen Vornamen existiert hat...
 
Und da wundern sie sich noch, dass einige einen großen Hass auf Juden haben...

Bei solchen Sprüchen fällt mir immer ein Ei aus der Hose. Wenn die Juden selber am Antisemitismus schuld sind, dann ist er also gerechtfertigt, oder was?

Oder wie es jemand mal treffend, mit feiner, beißender, jiddischer Ironie mal ausgedrückt hat:
Josef Joffe schrieb:
Die Antisemtien werden uns Juden den Holocaust nie verzeihen...

Das der ZdJ aus irgendwelchen gründen bei einigen Sachen überreagiert ist das eine - daraus Judenhass rechtfertigen zu wollen bestätigt genau die Aussagen des ZdJ.
 
ich glaube, der ZdJ sollte mal darüber nachdenken, in wessen namen er da eigentlich spricht!
gerade das jüdische volk ist doch für seinen verschlagenen und geistreichen humor bekannt. es heißt doch nicht umsonst ... "jüdischer humor kennt keine tabus!"
viele der weltweit besten und bekanntesten komiker sind jüdischer abstammung!
Roseanne fällt mir da als erste ein. Die macht auch keinen Hehl aus ihrem Jüdin-Sein. Ihr Auftritt bei Oprah Winfrey ("Roseanne says good-bye") trieb einem die Lach-Tränen in die Augen. Als sie nach ihrer Brust-OP gefragt wurde, kam von ihr ganz trocken: "Ja, ich hab mir die Ti++en wegschneiden lassen, aber weil ich Jüdin bin, sind die wieder nachgewachsen."

Wie sehr wurde in der Serie "Die Nanny" mit dem jüdischen Glauben der Hauptdarstellerin gespielt.

Und natürlich mein Lieblingsautor, Ephraim Kishon, der sich selbst und die Israelis auf die Schippe nimmt wie kein Zweiter. Dabei läßt er kaum ein Klischee aus.

Das "Wachstum schafft Arbeit"-Bild als antisemitisch zu sehen, bedarf schon einer gewaltigen Portion Paranoia. Es ist ein brutal ausgeführter Seitenhieb auf den Neo-Liberalismus und seine Anwendung z. B. durch staatliche Institutionen wie die Arbeitsagenturen.

Für diese Kritik erntet der ZdJ zu Recht Kritik.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei solchen Sprüchen fällt mir immer ein Ei aus der Hose. Wenn die Juden selber am Antisemitismus schuld sind, dann ist er also gerechtfertigt, oder was?

Nein, natürlich nicht, es ist aber eine Erklärung dafür.

Wer immer auf Streit aus ist, wird auch welchen bekommen. Mit den pausenlosen nonsens-"Wünschen" des ZdJ hat er sich unglaublich unbeliebt gemacht. Das sieht man auch hier im Thread.
Das sowas dann von einigen auch auf die Leute projeziert wird, die der ZdJ angeblich vertritt, ist in unserer Gesellschaft nunmal üblich.

Das dadurch der Antisemitismus weder legitim, noch gerechtfertig noch sonstwas positives ist, ist zwar richtig, genau so richtig ist es aber eben auch, dass es dadurch leicht gemacht wird Juden zu hassen. Wer nicht differenziert genug ZdJ und Juden auseinander hält kann so leicht zum Antisemit werden.

Ich will damit nicht sagen, dass der ZdJ besonders vorsichtig sein sollte, was er sagt, aber solche Forderungen fördern sicherlich nicht die Verdrängung antisemitischer Gruppen aus unserer Gesellschaft. Außerdem verdrängt man antisemitisches Gedankengut nicht dadurch, dass man es aus der Öffentlichkeit entfernt, sondern dadurch, dass man seine Absurdität darstellt (oder natürlich dadurch, dass man alle Träger dieses Gedankengutes tötet...). Blöd nur, wenn Juden (fast) nie öffentlich angegriffen werden... dann kann der ZdJ ja gar nicht kontern und muss deshalb so einen Blödsinn wie hier verzapfen :D.

Und damit ihr noch was habt, was ihr in den falschen Hals bekommen könnt:
Wen könntet ihr leichter hassen? Muslime oder Buddisten? Ich wette, min. 80% der nicht-moslime werden Moslime sagen (außgenommen die, die behauptet, sie würden niemanden von beiden Gruppen leichter hassen können). Warum? Ganz einfach, weil von Islam-Gläubigen mehr Mist verzapft wurde als von Buddisten (ob das nun an der Religion, der puren Masse oder woran auch sonst liegt, ist dabei ganz egal. Darauf achtet das menschliche Gefühl nicht. Nur unsere Vernunft.).

Sollte euch die Frage abstoßen ersetzt sie durch: Bei welcher Personengruppe fallen euch mehr negative Vorurteile ein?

Na, wieviel Prozent haben nicht nach dem ersten Satz aufgehört? 2?
 
Du meinst sowas wie "Arbeit schafft Geld" oder "Recht auf Arbeit"? Oder eher noch "Ich arbeite" oder "Kannst du arbeiten?" ^^

die cdu ist also vermutlich eine nazipartei. 8O die ist nämlich der schöpfer diese "wortungetüms". oder darf man das nur verwenden, wenn man es nicht auf einen runden torbogen schreibt? :think:

bleibt zum schluss nur noch zu sagen:

arbeit macht arbeit. :ugly:
 
Nein, natürlich nicht, es ist aber eine Erklärung dafür.

Wer immer auf Streit aus ist, wird auch welchen bekommen. Mit den pausenlosen nonsens-"Wünschen" des ZdJ hat er sich unglaublich unbeliebt gemacht. Das sieht man auch hier im Thread.
Das sowas dann von einigen auch auf die Leute projeziert wird, die der ZdJ angeblich vertritt, ist in unserer Gesellschaft nunmal üblich.

Das dadurch der Antisemitismus weder legitim, noch gerechtfertig noch sonstwas positives ist, ist zwar richtig, genau so richtig ist es aber eben auch, dass es dadurch leicht gemacht wird Juden zu hassen. Wer nicht differenziert genug ZdJ und Juden auseinander hält kann so leicht zum Antisemit werden.
Es ist also zwangsweise nötig, auf die eine oder andere Provokation mit Hass und Vorurteilen zu reagieren? Das ist nicht nur dusselig, sondern genau das, was der ZdJ mit solchen Wortmeldugen wünscht: die latenten Antisemiten aus ihren Löchern treiben. Und sie kriechen komischerweise auch immer 'raus :ugly: Hat was von "Bat-a-Rat" (buchstäblich)

Ich will damit nicht sagen, dass der ZdJ besonders vorsichtig sein sollte, was er sagt, aber solche Forderungen fördern sicherlich nicht die Verdrängung antisemitischer Gruppen aus unserer Gesellschaft. Außerdem verdrängt man antisemitisches Gedankengut nicht dadurch, dass man es aus der Öffentlichkeit entfernt, sondern dadurch, dass man seine Absurdität darstellt (oder natürlich dadurch, dass man alle Träger dieses Gedankengutes tötet...). Blöd nur, wenn Juden (fast) nie öffentlich angegriffen werden... dann kann der ZdJ ja gar nicht kontern und muss deshalb so einen Blödsinn wie hier verzapfen :D.

genau - und wenn sie sowas "verzapfen" wird gleich "angemessen" drauf reagieren - und den ZdJ freuts auch noch, weil seine Befürchtungen sich mal wieder bewahrheitet haben...

Und damit ihr noch was habt, was ihr in den falschen Hals bekommen könnt:
Wen könntet ihr leichter hassen? Muslime oder Buddisten? Ich wette, min. 80% der nicht-moslime werden Moslime sagen (außgenommen die, die behauptet, sie würden niemanden von beiden Gruppen leichter hassen können). Warum? Ganz einfach, weil von Islam-Gläubigen mehr Mist verzapft wurde als von Buddisten (ob das nun an der Religion, der puren Masse oder woran auch sonst liegt, ist dabei ganz egal. Darauf achtet das menschliche Gefühl nicht. Nur unsere Vernunft.).

Sollte euch die Frage abstoßen ersetzt sie durch: Bei welcher Personengruppe fallen euch mehr negative Vorurteile ein?

Na, wieviel Prozent haben nicht nach dem ersten Satz aufgehört? 2?

Schon die "Entweder-Oder"-Frage impliziert Fremdenhass - du machst mit anderen Mitteln das Gleiche wie der ZdJ. Nur nicht ganz so subtil - da musst du noch üben...:biggrin:
 
...

Prinzipiell finde ich es richtig, wenn man sehr sensibel reagiert, wenn Formulierungen wie "Arbeit macht frei" oder "Jedem das Seine" im Gebrauch sind.

Der ZdJ hätte hier allerdings selber sensibler die Situation einschätzen sollen, denn Harald Schmidt ist nun wirklich niemand, der den Holocaust verharmlost.
Weiterhin sollte der ZdJ auch bedenken, dass in den Konzentrationslagern ebenfalls Christen und Atheisten den Tod fanden und man keinen Alleinanspruch darauf hat, Opfer der Nazibarbarei gewesen zu sein.

Schmidt hat in zwar krasser Weise, aber treffend gezeigt, dass "Wachstum schafft Arbeit" eine zynische Formulierung ist, die die Betroffenen verhöhnt.
 
Wer H. Schmidt schaut ist doof. :ugly: Kann mir nicht vorstellen, dass der, mit seinen ausgelutschten Witzen, überhaupt noch Quoten macht.