News Erdogan und Anpassung (Türkische Schulen, Warnung vor zu starker Anpassung)

[...] Und das Sterben von Menschen in Zusammenhang mit Wahlkampfpropaganda zu verknüpfen, die Menschen aufzustacheln und einen EU-Beitritt zu fordern - das macht mich ehrlich gesagt absolut sprachlos. :-?
Na nicht nur Dich. Vor allem muss man sich mal die Dreistigkeit vorstellen: Er kommt als Gast hier her, stellt Forderungen, benimmt sich wie die Axt im Walde und sät darüber hinaus auch noch Unfrieden. Woher kenne ich das nur? :LOL:

Mich persönlich hätte es zwar aufrichtig gefreut, wenn er alle Applaudierenden (Landsleute oder nicht) gleich mit eingepackt und persönlich mit zurück in die Türkei genommen hätte, aber wir sind hier ja leider nicht bei Wünsch-Dir-Was :(

Gruß,
Photon
 
Ich halte mich ja gern bei solchen Threads zurück, da ich immer denke, es kann schnell abgleiten aber so wirklich die Finger still halten kann ich nicht bei sowas 8O

Ich bin in Deutschland geboren, mein Dad ist Grieche, aber gerade von ihm habe ich gelernt, daß man sich nicht verleugnet nur weil man sich Geflogenheiten anpasst.
Das Herz kann einem keiner nehmen und man gibt sich nicht auf, dazu braucht es keine extra Schule oder so eine Rede vor den Landsleuten.

Erdogan tut ja gerade so, als würden die Türken hier umgepolt werden, dabei finde ich das jeder ausländische Mitbürger sehr viele Rechte aber auch Freiheiten hat in denen er sich bewegen kann.
Seine Kultur, die Bräuche und der Glaube kann doch jeder einzelne bei sich zu Hause ausleben wie er lustig ist.


Und ja mir geht es da wie meinen Vorrednern, so eine Hetzrede ist einfach unmöglich, und ist an Arroganz nicht mehr zu überbieten.
So hat sich kein Mensch in keinem Land aufzuführen oder sich so derartig anmaßend zu äußern :roll:

Ich bin entsetzt und im stillen Danke ich, daß das kein Grieche ist, sonst müsste ich mich in Grund und Boden (fremd-)schämen :-?


Pepper
 
Richitg.

Ich habe nichts gegen Ausländische Mitbrüger und möchte auch nicht das diese Abgeschoben werden. Es geht mir darum, dass andere nicht hier forderungen stellen sollen und dann noch welche die wirklich mit paar kleinen Sätzen wiederlegt werden. Ich denke das solch ein Mutilkulti Staat gut zusammenleben kann, egal mit welchem Migranten Hintergund. Nur dafür sind Regeln da und es fehlt halt noch ein guter Plan wie, aber nicht so wie es Herr Erdogan haben möchte. Jetzt mal ganz ehrlich Seine Ideen führen von dem Ziel weg, welches Wir haben wollen. EIn gute gemeinsammes Leben. Und das bedeutet Gleichheit, zusammenleben, aufrichitgkeit, zivilcourage, Freundschaft, Team. Nach Erdogan heißt es aber: Trennen, jeder für sich, alte Sprache...

Zudem denke Ich auch, dass man in einem gemeinsamen Ladn auch eine gemeisame Sprache spricht.

Das einzige was Uns fehlt ist eine gute Idee, wie man alle zusammenbringen kann ohne das sich der eine benachteiligt fühlt, denn nur so entsteht ein Zusammenhalt und nicht so wie es herr Erdogan darstellt.

LG
 
[...]
Das einzige was Uns fehlt ist eine gute Idee, wie man alle zusammenbringen kann ohne das sich der eine benachteiligt fühlt, denn nur so entsteht ein Zusammenhalt und nicht so wie es herr Erdogan darstellt.

LG

Sorry wenn das jetzt nur ein Teil Deine Postings ist,aber dazu möchte ich gern was sagen, auch wenn es subjektiv sein mag und nur durch meine Erfahrungen geprägt ist.

Mein Vater kam her mit ein paar Brocken englisch und deutsch, was er in Griechenland extra an ein paar Abendkursen gelernt hat, da er hier studieren wollte.
Sein Studium hat er ebenfalls selbst finanziert durch z.b. Taxi fahren.
Inwieweit es dazu noch vom Staat hilfen gab weiß ich nicht.

Er hat neben seinem Studium auch hier die Abendschule besucht um deutsch zu lernen. Nach seinem Studium hat er jahrzehnte jetzt bis zu seiner Rente hier gearbeitet und ja er bekommt jetzt auch seine Rente hier in Deutschland und lebt hier auch.

Meine erste Sprache war griechisch, da wir vor meiner Schulpflicht viel in Griechenland waren, das einzige was von dieser Sprache bei mir noch über geblieben ist, ist ein leichtes Lispeln.
Aber ansonsten hat mein Vater mehr darauf geachtet das ich deutsch spreche zu Hause als meine Mutter.

Und ich denke da fängt Integration auch an.
Zu Hause, Werte beider Länder können auch so vermittelt werden, da bedarf es keinem Eingreifen einer politischen Instanz.

Integration beginnt in meinen Augen so wie ich es erfahren habe immer bei einem selbst.

Ein Stück weit integriert sich jeder Urlauber auch im Urlaubsland wo er hingefahren oder geflogen ist, aber er muß es doch wollen.

Nur wenn man sich selbst verschließt, hat man es schwer (und das passt eigentlich auf jede Lebenslage ;))
 
Der hetzt ja alle auf, solangsam habe Ich das gefühl er möchte so einen kleinen Krieg haben! Ich sag mal jeder der in Deutschland lebt muss sich auch an deren Regeln und Schulen sowie gesetzen halten.

Ich sehe es ehrlich gesagt nicht als "Hetze" oder als Aufruf zu einem Kleinkrieg, wenn er vor Assimilation warnt (JA! Es geht um Assimilation und nicht um Integration).
Noch sehe ich irgendwo einen Aufruf zur Missachtung von Regeln.
Das Wahren der eigenen Kultur schließt Integration nicht aus, man muss nur zwischen Kultur und Kleingeistigkeit und Engstirnigkeit unterscheiden können.

Tab schrieb:
WO gibt es denn sowas das Ausländische Mitbürger erst Türkisch und dann Deutsch lernen? Der hat Ideen, welche nicht nachvollziehbar sind. Es geht doch um die Integration und die erreicht man nicht mit verscheidenen Sprachen. Wenn die Ausländer erst ihre Sprache lernen und somit das Deutsche vernachlässigen

Er hat auch nirgendwo verlangt, dass jeder ausländische Mitbürger erst Türkisch und Deutsch lernt. Es geht lediglich um Türken.
Abgesehen davon heißt es in der News "Es sei zwar wichtig, Deutsch zu lernen, aber die türkische Sprache dürfe darüber nicht vernachlässigt werden."

Tab schrieb:
(Die meisten haben einen Deutschen Pass also müsste doch Deutsch ihre Muttersprache sein?^^)
Soso, nur weil ich einen deutschen Pass habe, wird Deutsch zu meiner Muttersprache?
Das ist für mich völliger Blödsinn.
Natürlich ist es wichtig die Sprache des Landes zu lernen, in dem man lebt.
Die Muttersprache ist und bleibt für mich dennoch die Sprache aus meiner Heimat, die Sprache die meine Eltern, meine Großeltern, etc. sprechen.
Und die zu beherrschen gehört für mich zur Wahrung der Kultur.


@Drachjenny:
Er hat auch nicht behauptet, dass man die Türken zwänge die Identität aufzugeben.
Es ist nur leider so, dass es oft nicht schwer, sich in einem fremden Land immer seiner Identität bewusst zu sein, vor allem wenn es große kulturelle Unterschiede gibt.
 
[...] JA! Es geht um Assimilation und nicht um Integration[...]
Wo ziehst Du denn diese Weisheit heraus? Im Augenblick passiert von staatlicher Seite weder noch. Und privat fühlt sich wohl niemand, der sich hier anpasst, "assimiliert".

Was ist das überhaupt für ein Wort? Niemand wurde hier jemals gezwungen, seine Identität aufzugeben. Im Gegenteil sogar! Hier dürfen sie ihre Moscheen bauen und ganz Neukölln ist bereits quasi-türkisch. Also entschuldige, wenn ich mir das Lachen nicht verkneifen kann, aber wir sind stadtteilweise Lichtjahre von Integration entfernt und da meldest Du Bedenken wegen "Assimilation" an? :LOL:

[...] Soso, nur weil ich einen deutschen Pass habe, wird Deutsch zu meiner Muttersprache?
Nein, aber zu der einzigen Sprache, die in dem Land gesprochen wird! Und das ist auch nicht verhandelbar, wenn man den deutschen Pass haben will. Die Muttersprache kann ja bleiben was will. Ehrlich gesagt schaue ich teilweise neidisch auf Menschen, die zweisprachig groß werden und folglich zwei Sprachen perfekt beherrschen. Die haben es auch auf dem Arbeitsmarkt etwas einfacher. Aber ich werde definitiv kein türkisch lernen, damit ich in Kreuzberg oder Neukölln nach dem Weg fragen kann!

[...] Es ist nur leider so, dass es oft nicht schwer, sich in einem fremden Land immer seiner Identität bewusst zu sein, vor allem wenn es große kulturelle Unterschiede gibt.
Das ist sicher richtig. Und niemand hat behauptet, dass das Auswandern in ein anderes Land gleichzusetzen ist mit dem Umzug in den Nachbaraufgang. Aber wer diesen Schritt tut, der muss sich auch der Konsequenzen bewusst sein, sowohl der positiven, als auch der negativen. Und die erste Pflicht ist es nunmal, die Gesetze des betreffenden Landes zu kennen und zu achten. Um diese lesen zu können, muss man der Sprache mächtig sein. So ist das nunmal. Hat ja niemand verlangt, dass die Türken fortan türkisch vergessen sollen!

Ist Dir eigentlich gar nicht aufgefallen, dass der Erdogan ein radikaler Extremist ist?

Gruß,
Photon
 
Wo ziehst Du denn diese Weisheit heraus? Im Augenblick passiert von staatlicher Seite weder noch. Und privat fühlt sich wohl niemand, der sich hier anpasst, "assimiliert".
...

Also entschuldige, wenn ich mir das Lachen nicht verkneifen kann, aber wir sind stadtteilweise Lichtjahre von Integration entfernt und da meldest Du Bedenken wegen "Assimilation" an? :LOL:

Ich habe auch nirgends behauptet, dass der Staat assimliert, sondern nur darauf hingewiesen, dass Erdogan die türkischen Mitbürger davor warnt ihre Identität aufzugeben und nicht, wie die meisten bisher annehmen, davon abrät sich zu integrieren.


Photon schrieb:
Nein, aber zu der einzigen Sprache, die in dem Land gesprochen wird! Und das ist auch nicht verhandelbar, wenn man den deutschen Pass haben will.

Das habe ich auch nicht gesagt.
Du hast nur halb zitiert :p
Ich schrieb:
Natürlich ist es wichtig die Sprache des Landes zu lernen, in dem man lebt.


Photon schrieb:
Und die erste Pflicht ist es nunmal, die Gesetze des betreffenden Landes zu kennen und zu achten. Um diese lesen zu können, muss man der Sprache mächtig sein. So ist das nunmal. Hat ja niemand verlangt, dass die Türken fortan türkisch vergessen sollen!

Es geht ja auch nicht um Gesetze sondern um kulturelle Werte. Das man sich an Gesetze zu halten hat steht außer Frage und ist unabhängig von Herkunft und Kultur. In der Türkei herrscht schließlich auch keine Gesetzeslosigkeit.
Und wie bereits gesagt, es ist definitiv wichtig bzw. unumgänglich die Sprache des Landes zu lernen, in dem man lebt.

Photon schrieb:
Ist Dir eigentlich gar nicht aufgefallen, dass der Erdogan ein radikaler Extremist ist?

Das mag sein, doch habe ich bisher kein Zitat oder irgendeine Äußerung von ihm gelesen, die unweigerlich radikal und als Angriff auf die deutsche Regierung und Gesellschaft zu sehen. Das ist eher eine Sache der Auffassung. Da flattern in den Newskommentaren und den Posts der User hier im Thread schon radikalere und angriffslustigere Aussagen durch die Luft.

Jetzt gehts aber mal in die Heia...
Nacht allerseits ;)
 
Da flattern in den Newskommentaren und den Posts der User hier im Thread schon radikalere und angriffslustigere Aussagen durch die Luft.


Mit dem Unterschied das ein Post schnell geschrieben ist und keinerlei Auswirkungen hat... eine Rede des Türkischen Staatsoberhaupts hingegen sollte Inhaltlich schon wohl überlegt sein!!

greetz
 
Ich habe auch nirgends behauptet, dass der Staat assimliert, sondern nur darauf hingewiesen, dass Erdogan die türkischen Mitbürger davor warnt ihre Identität aufzugeben und nicht, wie die meisten bisher annehmen, davon abrät sich zu integrieren.
Nun ist der Erdogan aber kein Klamm-Mitglied, der sich diesbezüglich mal eben im Rahmen eines Forums Gedanken macht. Er spricht etwas an, was nicht nur nicht aktuell, sondern frei seinem Geiste entsprungen ist. Er hätte ebenso gut davor warnen können, dass sich die in Deutschland lebenen Türken nicht der staatlichen Zwangskastration und -prostitution unterziehen lassen sollen. Also was soll der Scheiß?

Das habe ich auch nicht gesagt.
Du hast nur halb zitiert :p
Ja, stimmt. Habe ich deshalb gemacht, weil es sich anders las. Aber Du bist ja auch der gleichen Ansicht, dass Türken deutsch lernen müssen, wenn sie hier dauerhaft leben wollen.

Es geht ja auch nicht um Gesetze sondern um kulturelle Werte. [...]
Weißt Du, als ich hier mal von "kulturellen Werten" in Bezug auf Deutschland angefangen habe, hätte mich fast jeder linke und linksradikale Schreiberling des Klamm-Forums am liebsten sofort gelyncht :) Naja, egal.

Natürlich geht es um kulturelle Werte. Und niemand hat von den Türken verlangt, dass sie an der deutschen Grenze ihre Religion, Kultur und ihre Werte ablegen müssen. Aber sie müssen sich schon danach richten, was wir hier für Werte, Kultur und Religionen haben. Geht nunmal nicht anders, wenn wir alle hier halbwegs vernünftig zusammen leben wollen und müssen. Wenn das für diese Leute unvereinbar ist, dann müssen sie halt wieder gehen.

Wer auf das Steinigen von Frauen nicht verzichten kann oder will, ist hier nunmal falsch. Wer kein deutsch lernen will, ist hier falsch. Wer sich gerne Bombengürtel umschnallt und seine nähere Umgebung zerfetzen möchte, ist hier falsch. Wer keine andere Religion neben seiner akzeptieren kann, ist hier falsch. Wer meint, dass nur das Faustrecht die einzige Rechtsgrundlage ist, ist hier falsch. Ist doch gar nicht so schwer, oder? :)

Das mag sein, doch habe ich bisher kein Zitat oder irgendeine Äußerung von ihm gelesen, die unweigerlich radikal und als Angriff auf die deutsche Regierung und Gesellschaft zu sehen. [...]
Entschuldige bitte, aber ein Mann muss nicht erst "Nazi" oder "Scheiss Deutsche" sagen, um unser Land anzugreifen.

Die Tatsache, dass türkische "Beobachter" die Polizeiarbeit behindern sollen, ist doch schon eine Frechheit an und für sich. Den Deutschten indirekt Assimilierung vorzuwerfen, schlägt dem Fass fast den Boden aus. Dann aber noch dreist einen EU-Beitritt zu fordern (statt demütig zu bitten!), disqualifiziert doch die Türkei wenigstens für die Dauer seiner Legislatur. Und damit hat er seinem Land keinen Dienst erwiesen. Und wegen seiner Hasstirade auch nicht den hier lebenen Türken, die seine Meinung nicht teilen.

Ist ja gut und schön, dass er ein Gefühl der Brüderlichkeit unter Türken initiieren will, aber doch wohl nicht auf die dämlichste Methode nach H****r!

Gruß,
Photon
 
Also jetzt übertreibst Du aber ein bisserl *find* ;)

[...]Dann aber noch dreist einen EU-Beitritt zu fordern (statt demütig zu bitten!), disqualifiziert doch die Türkei wenigstens für die Dauer seiner Legislatur.

Ich finde nicht, das irgendein Land demütig bitten sollte.
In der Rede mit Vorwürfen zu argumentieren und dann zu wollen, ist falsch ohne Frage aber demütig bitten sollte keiner ;)

[...]Und damit hat er seinem Land keinen Dienst erwiesen. Und wegen seiner Hasstirade auch nicht den hier lebenen Türken, die seine Meinung nicht teilen.

Ich denke, das gerade bei der sehr sensiblen Thematik an sich, genau solche Äußerungen anders aufgefasst werden, als sie vielleicht letztlich gemeint waren.
Im Grunde sieht man es hier doch im kleinen, man ist entsetzt (?) oder besser spachlos ;) Und ich denke das macht es ja dann für die Leute nicht leichter. Man projeziert das Gesagte nicht nur auf Erdogan sondern auf einfach alle Türken - das ist falsch, aber leider eine menschliche Reaktion, wie ich finde, welche auch nichts mit rechts oder links zu tun hat im ersten Moment der Aufnahme dieser Worte.

Das wollt ich noch loswerden :)


Pepper
 
Ich finde nicht, das irgendein Land demütig bitten sollte.
In der Rede mit Vorwürfen zu argumentieren und dann zu wollen, ist falsch ohne Frage aber demütig bitten sollte keiner ;)


Warum nicht?
Erst sollte man Anforderungen erfüllen, um das Recht zu haben, etwas fordern zu können.
Die EU sagt ja im Moment nicht aus Spaß Nein, sondern "noch" mit gutem Grund. Sollten sich die Gegenheiten ändern, steht einem Beitritt ja auch nichts mehr im Wege.
 
[...] Ich finde nicht, das irgendein Land demütig bitten sollte. [...]
Die Türkei hat sicht erst in den letzten Jahren überhaupt ansatzweise in die Lage versetzt, Mitglied der EU werden zu können. Das ist eine große Leistung für das Land, aber für uns absolut bedeutungslos. Wenn sie nun die wirtschaftlichen Kriterien erfüllen, dann ist ja schonmal eine Grundvoraussetzung erfüllt. Und mit dieser Voraussetzung kann man sich schon gern mal bewerben, aber doch wohl nichts fordern! Ein Fordern ist eine Maßlosigkeit sonders Gleichen und der Stellung seines Landes in Europa oder der Welt schlicht unangemessen.

Natürlich habe ich mit dem Teilsatz "demütig bitten" maßlos übertrieben. Aber wer fordern will, sollte erstmal das demütige Bitten üben. Irgendwo dazwischen liegt dann "die Aufnahme sachlich beantragen" oder auch erstmal den kleinen Finger Merkels nehmen, statt die ganze Merkel zu fordern.

Ich denke, das gerade bei der sehr sensiblen Thematik an sich, genau solche Äußerungen anders aufgefasst werden, als sie vielleicht letztlich gemeint waren.
Das werden sie öfter und ich kann mir manchmal einige Sätze auch leider nicht immer verkneifen. Schon gar nicht, als vorhin im Fernsehen ein Türke fest davon überzeugt war, dass der Brand in Ludwigshafen von "Nazis" verübt worden ist, weil es so (oder so ähnlich) in seiner Zeitung zu lesen war. Ob es dem noch hilft, wenn die deutschen Ermittler feststellen sollten, dass es wirklich nur alte Stromleitungen waren? Ich glaube nicht. Ich glaube, der hat sogar Zweifel, wenn die türkischen Beobachter das bestätigen sollten und würde eher von Bestechung ausgehen, als seiner Zeitung zu misstrauen. Und genau auf so ein Publikum hat es Erdogan aber abgesehen in seiner Rede: Auf den Pöbel, der schon eine generelle antideutsche Grundhaltung hat und sich hier unterdrückt fühlt. Ganz schlecht.

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:

Weil ich demütig bitten, mit zu Kreuze kriechen z.b. assoziiere ;)

Es hört bzw. liest sich halt etwas erniedrigend, daß wollte ich damit sagen, nicht mehr und nicht weniger.

Die Türkei hat sicht erst in den letzten Jahren überhaupt ansatzweise in die Lage versetzt, Mitglied der EU werden zu können.

Die Griechen haben sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert ;)

Natürlich habe ich mit dem Teilsatz "demütig bitten" maßlos übertrieben. Aber wer fordern will, sollte erstmal das demütige Bitten üben. Irgendwo dazwischen liegt dann "die Aufnahme sachlich beantragen" oder auch erstmal den kleinen Finger Merkels nehmen, statt die ganze Merkel zu fordern.

Also einigen wir uns darauf, daß Du meintest es müssen erstmal kleine Brötchen gebacken werden, dann stimme ich Dir zu ;)
Bevor ich etwas will, muß ich erstmal zeigen, daß ich die Vorraussetzungen habe, ist mir klar.


[...]Und genau auf so ein Publikum hat es Erdogan aber abgesehen in seiner Rede: Auf den Pöbel, der schon eine generelle antideutsche Grundhaltung hat und sich hier unterdrückt fühlt. Ganz schlecht.

Hier wäre ich wieder, bei meinem obigen Posting, das die Thematik einfach zu sensibilisiert (schreibt man das so :think:) ist.
Es kommt rüber, als wäre es eine totale Hetze (schrieb ich schon) um letztlich was zu erreichen?
Die Deutschen sind alle immernoch totale Nazis?
Jeder Ausländer ist unerwünscht, allenvoran die Türken?
Am Besten lebt jeder Türke in seiner selbstgeschaffenen Welt und lässt sich bloß nicht von den bösen Deutschen verseuchen?
Es ist unstrittig, daß damit natürlich eine Abneigung noch forciert wurde und ich hoffe sehr, daß das nicht von Erdogan so gewünscht war, auch wenn das nicht mehr zu korrigieren ist.


Pepper
 
.....und ich hoffe sehr, daß das nicht von Erdogan so gewünscht war, auch wenn das nicht mehr zu korrigieren ist.

Das genau ärgert mich an den Politikern. Dass sie nicht nachdenken, dass sie bestimmte Stimmungen in der Bevölkerung ausnutzen etc. Deswegen möchte ich eigentlich gar nicht viel mit der Politik zu tun haben.

Aber wie auch immer Herr Erdogan es gemeint haben will, Fakt ist, so ist es nicht rübergekommen. Sondern genauso, wie einige es hier aufgefasst haben. Aggressiv, anmaßend, aufwieglerisch.

Gerade Politiker sollten sich 5x mehr überlegen, was sie der Öffentlichkeit sagen. Hier im Forum, kann man es immer noch ausdiskutieren, wie eben bei Photon erlebt und richtig stellen. Aber die Rede von Erdogan bleibt und ist jetzt genau in den Köpfen derer Türken, die sich eben nicht integrieren wollen und jetzt einen sogenannten "Freifahrtschein" von öffentlicher Stelle haben. So kommt es mir vor, so hab ich es verstanden und wahrscheinlich wird es auch genauso von einigen aufgenommen worden sein. Nicht alle. Es gibt genügend Türken, die sich auch nicht von solchen Propagandareden verunsichern lassen, sondern ihren eigenen Standpunkt haben. Leider ist das aber nicht die Masse und von der reden wir hier.

Was ich mich im Moment frage - das muss ich mir noch raussuchen - welchen Ausländeranteil haben die Türken eigentlich bei uns? Hier sind doch auch genügend andere Ausländer, wo bleiben die Russen mit ihren Forderungen an Schulen und Integration? oder Bulgaren oder Italiener oder Griechen oder xy? Wo ist denn deren Staat? Warum immer die Türken?
Dreist wenn jetzt die Türken den größten Ausländeranteil haben sollten - wie gesagt, ich hab jetzt nicht nachgeguckt - bei welcher Quote von Ausländern fängt es denn eurer Meinung nach an, das die Staaten sich hier so dermaßen einmischen können oder wollen?

Andere Frage, macht das Deutschland eigentlich auch? Deutsche wandern doch auch aus und leben in x Ländern auf dieser Erde? Ist unsere Politik da auch so hinterher mit der Integration?

Und warum ist eigentlich der türkische Staat nicht eher sauer, dass die Bürger ihrem Land den Rücken gekehrt haben, sondern im Gegenteil - hab ich so das Gefühl - freut sich auch noch, nach dem Motto "vermehret euch und vertreibt die Kunde" ;)
 
[...] Die Griechen haben sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert ;)
Nein, das sicher nicht. Aber bei Griechenland kamen auch nicht noch andere Faktoren hinzu, die (abgesehen von der wirtschaftlichen Situtation) einfach - na sagen wir mal "risikobehaftet" sind. Sei es nun die Problematik der "Ehrenmorde" oder teilweise unmenschliche Haftbedingungen. Weiter über das Patrichariat, das noch immer weit verbreitet ist. Die "Ehrenmorde" sind sicher nicht die Schuld des Staates Türkei (da wurde ja bereits in der Vergangenheit eine lebenslange Haftstrafe wegen eines Ehrenmordes verhängt), aber sie bringen auch diese Problematik mit in die EU. Und letztlich könnte es auch zu diversen Problemen kommen, da die Türkei das einzige islamische Land in der EU wäre. EDIT: Achja, von den Kurden mal ganz zu schweigen...

Es bezweifelt ja niemand, dass die Türkei auf dem richtigen Weg ist. Aber es hat schon seine Gründe (nicht nur wirtschaftliche), weswegen die Türkei noch nicht vollwertiges Mitglied der EU ist und sich die anderen EU-Staaten mit der Euphorie weitestgehend zurückhalten. Da hilft auch kein mit dem Fuß aufstampfen und fordern, eher bewirkt das das Gegenteil.

[...] Es ist unstrittig, daß damit natürlich eine Abneigung noch forciert wurde und ich hoffe sehr, daß das nicht von Erdogan so gewünscht war, auch wenn das nicht mehr zu korrigieren ist.
Nee, war es bestimmt nicht. Er wollte sicher das Gefühl von Brüderlichkeit unter Türken schüren und ihnen sagen, dass sie in Deutschland nicht vergessen sind. Das ist zwar sehr lobenswert, aber die Art und Weise war entweder total dilletantisch oder gezielt. Kann ein Dilletant Staatsoberhaupt werden?

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
Andere Frage, macht das Deutschland eigentlich auch? Deutsche wandern doch auch aus und leben in x Ländern auf dieser Erde? Ist unsere Politik da auch so hinterher mit der Integration?

Schon mal die ganzen Auswandersendungen gesehen? 7 von 10 Deutschen die auswandern (ausgewandert sind) kennen die Sprache der neuen Heimat nicht, wenn sie hier weggehen. Teilweise kenne sie die neue Sprache nach 10 Jahren nichtmal. Ich kenne selbst ein deutsches Ehepaar, welches seit 18 Jahren in Spanien lebt. Er (obwohl mitten im Beruf) kann sich nur mit Händen, Füßen und einem Englischspanisch-Mischmasch dort verständlich machen. Sie blieb die ganze Zeit daheim mit den Kids und kennt fast gar kein Spanisch - die Brötchen beim Bäcker kriegt sie noch bestellt, aber das war es dann auch schon. Die beiden Kinder von denen sprechen von allem Etwas, aber nix Ganzes und nichts Halbes.

Als ich nach Deutschland kam, sprach ich bereits mehrere Sprachen (auch Deutsch) fließend. Hier quält man sich schon damit, überhaupt 1 Fremdsprache zu lernen.
 
(...)Was ich mich im Moment frage - das muss ich mir noch raussuchen - welchen Ausländeranteil haben die Türken eigentlich bei uns? Hier sind doch auch genügend andere Ausländer, wo bleiben die Russen mit ihren Forderungen an Schulen und Integration? oder Bulgaren oder Italiener oder Griechen oder xy? Wo ist denn deren Staat? Warum immer die Türken? (...)

Gemäß Ausländerbestandszahl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge waren im Jahr 2005 mit über 26 % die Türken die häufigste ausländische Bevölkerungsgruppen in Deutschland und laut Statistischem Bundesamt hat sich das für 2006 auch nicht geändert.

Natürlich sind hier nicht die "Türken" bei, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Wollte das nur erwähnen, weil sich das zum Beispiel in Berlin gerne mal vermischt ;)

Gruß, Poo
 
Schon mal die ganzen Auswandersendungen gesehen? 7 von 10 Deutschen die auswandern (ausgewandert sind) kennen die Sprache der neuen Heimat nicht, wenn sie hier weggehen....

Das beantwortet nicht meine Frage und nein, diese Sendungen sehe ich mir nicht an.

Jeder hat, egal wo er herkommt oder wo er hingeht, die Sprache des Landes zu beherrschen, wenn man dort leben möchte. Punkt.

Meine Frage ist aber, was unsere Politik in dem Fall tut.
 
Schon mal die ganzen Auswandersendungen gesehen? 7 von 10 Deutschen die auswandern (ausgewandert sind) kennen die Sprache der neuen Heimat nicht, wenn sie hier weggehen. [...]
Das ist das Problem der Staaten, die sich die ehemals-Deutschen als neue Heimat auserkoren haben. Wenn die Länder nichts dagegen unternehmen, ist mir das völlig gleich und juckt mich nicht die Bohne. Hier gibt es sowas aber nicht.

Drachenjenny schrieb:
[...] Andere Frage, macht das Deutschland eigentlich auch? Deutsche wandern doch auch aus und leben in x Ländern auf dieser Erde? Ist unsere Politik da auch so hinterher mit der Integration?
Ich persönlich habe davon noch nichts gehört. Und auch die anderen Länder sind nicht hinterher, warum denn auch? Bislang war ja auch die Türkei nicht hinterher. Aber Erdogan schon.

Gruß,
Photon