Das hat ja auch niemand behauptet! [edit by darkkurt:...]. Ausschwitz, H****r oder sonstwelche Vorkommnisse haben nicht das geringste mit der aktuellen Lage im Nahen Osten zu tun. Und auch das "Wir sind die ewig Verfolgten"-Argument gilt nicht, wenn es um die Beurteilung von Massnahmen geht, die Israel auf seine Nachbarn anwendet.Ebensowenig, wie es antisemitische Staatsoberhäupter und deren Schergen zu einem Angriff mit terroristischen Mittel berechtigt. [...]
Ebenso sollte man sich mal angewöhnen, die terroristischen Aktivitäten nicht mit der Regierung oder gar dem gesamten Volk des Nachbarlandes gleichzusetzen. Hier wurde beim "Präventivschlag" gegen den Libanon aber genau das getan. In Ermangelung von "Harten Zielen" (in diesem Fall also den wahren Schuldigen: Den Terroristen) ist man auf das losgegangen, wo man Terroristen vermutet hat oder gegen ihre Stellungen mitten in zivilen Anlagen. Dass es dabei zu massiven "Kollateralschäden" kommen musste, wird selbst einem Vorschulkind klar gewesen sein. Doch bei der Beurteilung der Fakten geht die Pro-Israel-Front nach wie vor ganz klar von "Selbstverteidigung" aus. Seit wann sind Präventivschläge eine Form von "Selbstverteidigung"? Wo wir doch auch gleich beim Thema wären:
Und wem obliegt denn zu beurteilen, welche Maßnahme angemessen ist, um welche Tat zu verhindern?Gesperrt schrieb:genau hier liegt der hund begraben !
Denn es gibt nach der theorie des masterminds Bush,die ich hier absolut teile:Ein recht auf den Präventivschlag [...]
Im kleinen Rahmen ist es einfach: Nimm' einem verrückten das Messer weg und er kann damit niemanden mehr verletzen. Gut, aber so einfach kann man das nicht in die internationale Politik übertragen. Denn um beispielsweise den Libanon von den Terroristen zu befreien, kann man nicht einfach reingehen und sie "einsammeln". Also geht man mit Kriegsgerät in ein fremdes Land, was faktisch einer Kriegserklärung gleichkommt. Doch wem erklärt man damit dem Krieg? Den Terroristen? Mit nichten! Man erklärt dem Nachbarland den Krieg. Und dieses Land hat nun 2 Möglichkeiten: Sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen oder still halten in Hoffnung auf Gnade bzw. Wohlwollen durch die Besatzer / Eindringlinge / Feinde /was-auch-immer.
Du bist der Ansicht, ein Land darf unter bestimmten (nicht näher definierten) Umständen (die dem Geist des "Masterminds" Bush wahrscheinlich einem feuchten Traum entsprungen sind) ein Land präventiv angreifen. Wenn also dem militärisch stärkeren irgendeine Handlung oder Regierung des militärisch schwächerem missfällt, darf er dort einmarschieren und diese Zustände abstellen und ändern? Also gewissermaßen das Faustrecht anwenden, ganz nach mittelalterlichem Vorbild? Um es auf die Spitze zu treiben: Nordkorea gefällt nicht, dass der Bruder kapitalistisch orientiert ist, fühlt sich möglicherweise auch vom Imperialismus bedroht und darf ob dieser Voraussetzungen in Südkorea einreiten (er hat ja die A-Bombe und ist damit militärisch überlegen) und die Zustände ändern?
Man kann gerne eine Pro-Israel und Pro-USA Haltung haben (sonst wäre ja auch die Diskussion langweilig). Aber Bush ist definitiv kein "Mastermind" und Präventivschläge haben nicht viel mit "Schalom" zu tun...
Gruß,
Photon
es ist doch nicht die Schuld Israels, dass die Autonomiebehörde - nicht erst seit der Hamas-Regierung - die Palästinensergebiete nicht unter Kontrolle hat. Und auch nicht, dass reguläre Sicherheitskräfte im Dienst dieser Behörde nicht bezahlt werden, dafür aber jede Menge Geld in die Terror-Organisationen fließt. Dass Arafat als damaliger Chef Hilfsgelder für geheime Waffenkäufe mißbrauchte usw...